DE1625762C - Elastische Kupplung - Google Patents
Elastische KupplungInfo
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- rubber cushions
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Description
Die Erfindung betrifft eine elastische Kupplung zwischen zwei koaxial angeordneten Wellenflanschen,
die mittels über den Umfang der Flansche verteilten Gummikissen verbunden sind.
Bei bekannten Kupplungen dieser Art werden die Gummikissen durch das zu übertragende Drehmoment
entweder auf Scherung oder auf Druck beansprucht, je nachdem, ob die Kissen koaxial
oder tangential zu der Kupplungsachse angeordnet sind. ίο
Die Verformungsmöglichkeit, d. h. die Biegsamkeit der Kissen, ist um so größer, je größer die
beanspruchte Gummischicht ist. Außer dieser Beanspruchung durch das Drehmoment sind die
Gummikissen während der gemeinsamen Drehung beider Wellen auch einer Fliehkraftbeanspruchung
unterworfen, welche mit erhöhter Drehzahl der Wellen zunimmt. Die Einwirkung der Fliehkraft
auf die Gummikissen erhöht einerseits die Beanspruchung der an den Halterungsmitteln, die
jeweils mit den Flanschen fest verbunden sind, haftenden Flächen der Gummikissen, als auch andererseits
die Knickgefahr der nach außen gewölbten Kisssen.
Um diese Unsicherheitsfaktoren, die insbesondere bei hohen Drehzahlen akut werden, auszuschließen,
hat man die Gummikissen stärker unterteilt, d. h., bei kreuzförmig und tangential angeordneten Gummikissen
die Bogenlänge der Kissen verringert und koaxial angeordnete Kissen in einzelne ringförmige
Scheiben unterteilt, die jeweils an starr mit den Flanschen verbundenen Metallscheiben haften, die
radial nicht verschiebbar sind.
Solche Maßnahmen verringern aber die Elastizität der Kupplungen erheblich.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Kupplung zu schaffen, die unter Beibehaltung
größtmöglicher Elastizität, d. h. der Fähigkeit, Fluchtungs- und Winkelfehler der beiden zu kuppelnden
Wellen in.einem weiten Bereich auszugleichen, auch bei großer Drehzahl die negativen Auswirkungen
der Fliehkraft auf die Gummikissen weitgehend ausschaltet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen den Flanschen für die Kissen
eine Halterung schwebend vorgesehen ist, die die Kissen in deren Längsrichtung unterteilt und deren
an den Unterteilungssteüen befindliche Flächen mit den Kissen fest verbunden sind.
Mit dieser schwebend zwischen den Flanschen angeordneten Halterung wird einerseits die an den
Begrenzungsflächen der Kissen angreifende Beanspruchung reduziert und außerdem die nach außen
gerichtete Wölbung verkleinert, ohne daß dabei die Elastizität der Kupplung verschlechtert wird, so daß
die Kupplung auch bei größten Drehzahlen mit Erfolg eingesetzt werden kann.
Eine besonders einfache und wirkungsvolle Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die
Kissen zylindrisch ausgebildet und koaxial zu der Kupplungsachse angeordnet sind und die Halterung
aus einer quer zur Kupplungsachse liegenden Scheibe oder Ring besteht.
Eine andere ebenfalls sehr vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kissen prismatisch ausgebildet und
kranzförmig zur Kupplungsachse angeordnet sind und die Halterung aus einem Armkreuz besteht.
Die Erfindung wird an Hand der Darstellungen von Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 ein Schema zur Darstellung der Arbeitsweise bekannter Kupplungen,
F i g. 2 in gleicher Weise das Arbeiten einer erfindungsgemäßen
Kupplung,
Fi g. 3 und 4 in einem Axialschnitt bzw. im Querschnitt
längs der Linie IV-IV der F i g. 3 eine erfindungsgemäße Kupplung mit koaxial zu den Wellen
angeordneten Gummikissen,
Fi g. 5 und 6 in einem Axialschnitt bzw. im Schnitt längs der Linie VI-VI der F i g. 5 eine erfindungsgemäße
Kupplung gleicher Art, bei welcher die Gummikissen tangential und kranzförmig angeordnet
sind,
Fig. 7 die in Fig. 5 und 6 dargestellte Kupplung
vor dem Einbau.
Zunächst wird an Hand der F i g. 1 und 2 die grundsätzliche Ausbildung der Kupplung beschrieben.
Bei der gemeinsamen Drehung der beiden Wellen wird jedes Elementarvolumen des zwischen den
starren Endarmaturen b und c angeordneten elastischen Gummikissens radial durch eine Fliehkraft df
beansprucht, wie in F i g. 1 dargestellt. Hierbei ist angenommen, daß die Gummikissen a tangential
angeordnet sind. Für die Gesamtheit eines jeden Gummikissens entsteht eine gesamte Fliehkraftbeanspruchung
F, von welcher^- von jeder der Endarmaturen b und c des Gummikissens aufgenommen
wird. Außerdem entsteht an jedem Gummikissen infolge der starken Verformbarkeit dieses Werkstoffs
eine zentrifugale reifenförmige, nach außen gewölbte Verformung mit der Amplitude D, wie in F i g. 1
dargestellt.
Um diesen Nachteilen der Wirkungen der Fliehkraft abzuhelfen, aber die Vorteile der großen Torsionselastizität
beizubehalten, welche derartigen Kupplungen durch den großen Abstand zwischen den Endarmaturen b und c der Gummikissen α aufweisen,
wird jedes Gummikissen mit wenigstens einer Zwischenarmatur bzw. Halterung 3 versehen, welche
vorzugsweise gleichweit von den Endarmaturen entfernt ist und auf jeder Seite an den Gummikissen
oder den so abgegrenzten halben Gummikissen αγ
(Fig. 2) haftet,.wobei alle Zwischenarmaturen, oder
wenigstens eine Gruppe von ihnen, fest mit einem starren Zwischenelement 4 verbunden sind, welches
in dem Zwischenraum zwischen den Flanschen 1 und 2 schwebend angeordnet ist.
Bei dieser Ausbildung (F i g. 2) wird offenbar die Beanspruchung jeder Seite der Endarmaturen b, c
und der Zwischenarmatur 3, an welcher nur die auf
ρ· ein halbes Gummikissen ausgeübte halbe Fliehkraft -j
radial angreift, auf die Hälfte herabgesetzt, während die nach außen gerichtete elastische Wölbung eines
jeden halben Gummikissen Os1 unter sonst gleichen
Umständen nur einen Wert d besitzt, welcher größenordnungsmäßig ein Viertel des Wertes D eines nicht
unterteilten Gummikissens ist, so daß die Kupplung mit erheblich höheren Drehzahlen arbeiten kann.
Die obige grundsätzliche Ausbildung kann auf verschiedene Weise verwirklicht werden.
In F i g. 3 und 4 ist der Fall dargestellt, daß die Gummikissen koaxial zu der Kupplungsachse angeordnet
sind und auf Abscherung arbeiten. In Fig. 4 sind drei Gummikissen mit ihren an den Flanschen
1, 2 befestigten Endarmaturen b, c gezeigt, wobei jedes Gummikissen in zwei TdIeO1 durch eine an
diesen haftende Zwischenarmatur bzw. Halterung 3 geteilt wird, die drei so gebildeten Zwischenarmaturen
3 sind bei 5 an einem z. B. zweiteiligen schwebenden Zwischenelement 4 befestigt.
In F i g. 5 bis 7 ist eine andere Ausführungsform mit tangential angeordneten, prismatisch ausgebildeten
Gummikissen dargestellt. Bei dieser Ausführungsform legen sich die Gummikissen α/, welche bei'3'
fest mit einem gemeinsamen Armkreuz 4' verbunden sind, außerdem gegen z. B. V-förmige Armaturen 6,
wobei die Anordnung vor dem Einbau, z. B. die in F i g. 7 dargestellte Form hat, bei welcher die
Teile a{ eines jeden Gummikissens senkrecht zu den
Teilen α/ der Nachbarkissen liegen.
Beim Einbau bewirken an den entsprechenden Flanschen 1, 2 befestigte Anschläge? eine Verformung
der Elemente at', indem sie diese zusammendrücken,
wie in F i g. 6 dargestellt.
In F i g. 6 sowie in F i g. 5 werden die aufeinanderfolgenden
Anschläge 7 abwechselnd von dem Flansch 1 und von dem Flansch 2 getragen.
Bei der erfindungsgemäßen Ausführung können
natürlich auch noch andere Hilfsteile vorgesehen werden, z. B. Einrichtungen zur Zentrierung des
schwebenden Zwischenelements 4 in bezug auf die Wellen, welche z. B. eine einzige Gelenkkugel aufweisen
können, wenn die Wellen stets zu einem Punkt zusammenlaufen, oder drei Gelenkkugeln,
von denen je zwei gleiche Abstände haben, wenn radiale Abweichungen der Wellen zugelassen sind.
5
Claims (3)
1. Elastische Kupplung zwischen zwei koaxial angeordneten Wellenflanschen, die mittels über
ίο den Umfang der Flansche verteilten Gummikissen
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Flanschen (1, 2) für die Kissen (a, O1; a', at') eine Halterung (3, 4; 3', 4')
schwebend vorgesehen ist, die .die Kissen in deren Längsrichtung (/; /') unterteilt und deren an den
Unterteilungsstellen befindliche Flächen mit den Kissen fest verbunden sind.
2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kissen (a, O1) zylindrisch
ausgebildet und koaxial zu der Kupplungsachse angeordnet sind und die Halterung aus einer
quer zur Kupplungsachse liegenden Scheibe oder Ring (3, 4) besteht.
3. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch ge-' kennzeichnet, daß die Kissen (α', α/) prismatisch
ausgebildet und kranzförmig zur Kupplungsachse angeordnet sind und die Halterung aus einem
Armkreuz (3', 4') besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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