DE1623122C - Vorrichtung zum Ermitteln von Spanen in flussigen oder gasformigen Medien - Google Patents
Vorrichtung zum Ermitteln von Spanen in flussigen oder gasformigen MedienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ermitteln von magnetisierbarer elektrisch leitfähigen
Spänen in flüssigen oder gasförmigen Medien.
Bei Maschinen und Anlagen, wie hydraulischen Anlagen, können durch Verschleiß oder Beschädigung
einzelner Bauelemente erhebliche Folgeschäden auftreten. Um derartige Folgeschäden zu verhindern,
ist ein rechtzeitiges Erkennen des übermäßigen Verschleißes oder einer Beschädigung einzelner Bauelemente
notwendig. Es ist bekannt, dafür in Maschinen, Schmierstoffbehältern und Hydraulikanlagen
hier als sogenannte Spanwächter bezeichnete Magnetstopfen einzubauen. Bei einem derartigen
Spanwächter wird ein Magnet von dem Schmierstoff oder der Hydraulikflüssigkeit umspült. Enthält diese
Flüssigkeit Stahlspäne, die auf einem Verschleiß oder einer Beschädigung eines Bauelementes beruhen,
so zieht der Magnet solche "rpäne an. Anläßlich der nächsten folgenden Inspektion ist der Spanwächter
auszubauen, um das Vorhandensein von Spänen überprüfen zu können. Demgemäß wird beispielsweise
in der Luftfahrt bei der Überwachung von Motoren und Maschinen verfahren.
Da Inspektionen nur in bestimmten, von der Anzahl der Betriebsstunden abhängigen Zeiträumen
durchgeführt werden, ein Auftreten von Schäden jedoch jederzeit erfolgen kann, werden durch die
Inspektionen häufig nicht so rechtzeitig Schäden erkannt, daß diese nicht bereits schwere Folgeschäden
nach sich gezogen haben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Ermitteln von Spänen zu schaffen,
die durch eine elektrische Anzeige eines Schadens die Möglichkeit gibt, Folgeschäden zu vermeiden. Gemäß
der Erfindung ist eine solche Vorrichtung gekennzeichnet durch einen Magneten, der konzentrisch
zu einer metallischen Hülse unter Freilassung eines ringförmigen schmalen Luftspaltes angeordnet
ist und durch eine an den Magneten angelegte elektrische Spannung, durch die bei Überbrückung des
Luftspaltes durch Späne ein elektrischer Strom durch die Hülse fließt, der einen Signalgeber betätigt.
Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung wird somit zweierlei erreicht. Einerseits wird durch
die elektrische Spannung sichergestellt, daß auch kleine von dem Magneten angezogene Stahlspäne so
stark zur Bildung einer elektrisch leitenden Brücke zusanimenfritten, daß durch sie der Stromkreis geschlossen
wird. Andererseits wird der durch diese Brücke fließende Strom für die Anzeige eines
Schadens ausgenutzt, der sich dadurch unabhängig von Inspektionen herkömmlicher Art feststellen
läßt.
Bekannt sind Suchgeräte, mit denen metallische Teilchen durch eine elektrische Spannung nachgewiesen
werden können. Bei derartigen Geräten muß aber zum Erreichen einer Anzeige das Suchgerät
relativ zu dem Fremdkörper bewegt werden, damit ein elektrisches Feld oder ein tonfrequentes magnetisches
Wechselfeld verzerrt wird. Demgemäß weisen derartige Geräte eine Spule auf, die von einem
Wechselstrom durchflossen wird. Außerdem ist eine Empfängerspule vorgesehen. Gelangt bei diesen
bekannten Anordnungen ein Metallteil in die elektrischen Felder, so bilden sich infolge des magnetisehen
Wechselfeldes Wirbelströme aus, die ein sekundäres Wechselfeld erzeugen, welches das ursprüngliche
Feld schwächt. Dadurch wird in der Empfängerspule eine Spannung induziert, die dann zur
Betätigung eines Relais verstärkt wird. Bekannte Vorrichtungen, die einen solchen erheblichen Aufwand
erfordern, sind dafür bestimmt und geeignet, Metallteilchen aus einer Flüssigkeit auszuscheiden. Sie
sind aber mit Rücksicht auf den erheblichen Aufwand für ihre Herstellung und mit Rücksicht auf ihre
Größe nicht geeignet, beispielsweise bei Motoren von Kraftfahrzeugen oder anderen Motoren als Zustandsanzeigegerät
bzw. als ein Kontrollinstrument benutzt zu werden, um das Vorhandensein kleiner metallischer
Teilchen anzuzeigen..
Da bei einem längeren Betrieb beispielsweise von einem zu überwachenden Motor regelmäßig in dem
Schmierstoff metallische Verunreinigungen auftreten, die nicht auf einem übermäßigen Verschleiß oder
einer Beschädigung eines Bauelementes zu beruhen brauchen, ist es zweckmäßig, wenn der Signalgeber
erst betätigt wird, nachdem durch eine Anhäufung von Spänen eine bestimmte Stromschwelle überschritten
wird. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dazu in dem durch die Späne geschlossenen
Stromkreis ein Relais mit regelbarer Erregerstromschwelle angeordnet. Daneben besteht die Möglichkeit,
die magnetische Feldstärke durch den Abstand der Polschuhe zu verändern.
Statt eines Relais kann gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung auch ein Schalter vorhanden
sein. Die Erfindung ist nachstehend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf eine
Zeichnung erläutert. Es zeigen
F i g. 1 einen Spanwächter in der Seitenansicht'und
Fig. 2 einen Teilschnitt durch den Spanwächter von Fig. 1.
Der in der Zeichnung wiedergegebene Spanwächter besitzt ein Gehäuse 1, das etwa zylindrisch ausgebildet
ist und auf seiner Außenseite am vorderen Ende mit einem Gewinde versehen ist. In dem
Gehäuse ist eine Hülse 2 aus metallischem Werkstoff angeordnet, die einen kreisrunden Querschnitt besitzt
und in ihrem freiliegenden Abschnitt mit Öffnungen versehen ist, durch die das zu kontrollierende Medium,
wie beispielsweise öl, hindurchströmen kann. In der Hülse 2 liegt konzentrisch zu derselben ein
ringförmiger Dauermagnet 3, mit dem ein Weicheisenkern 4 verbunden ist. Die Teile 3 und 4 sind
auf den Schaft einer Schraube 5 aufgezogen und mittels einer Mutter 6 gehalten. Die Schraube 5 ist
durch die Anordnung von zwei Scheiben? und 8 aus isolierendem Material elektrisch von dem Gehäuse
1. getrennt. Weiterhin ist eine Isolierscheibe 9 zwischen dem Magneten 3 und der Hülse 2 angeordnet,
welche diese beiden Teile elektrisch gegeneinander isoliert. An der Rückseite des Gehäuses 1 ist eine
Steckverbindung 10 vorgesehen, von der ausgehend zwei Leitungen 11 und 12 in das Gehäuse 1 führen.
Von diesen Leitungen ist die Leitung 11 mit dem Kopf der Schraube 5 verbunden und die Leitung 12
mit der Hülse 2. Für die Abdichtung des elektrischen Teiles von der vorderen Seite des Gehäuses 1, -die
von Flüssigkeit umspült ist, ist eine Abdichtung 13 vorgesehen, welche den Schaft der Schraube 5 ringförmig
umgibt.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Spanwächters ist folgende: Wird das Gehäuse 1 in eine Gewindeöffnung
beispielsweise am Boden der ölwanne eines Kraftfahrzeugmotors eingeschraubt, so durchströmt
das Motoröl die Hülse 2 und tritt auch in den
Spalt ein zwischen dem Permanentmagneten 3 bzw. dem Weicheisenkern 4 und der Innenwandung der ·
Hülse 2. In dem öl vorhandene kleine Stahlspäne werden infolge der magnetischen Kraft des Magneten
3 und des Eisenkernes 4 zwischen diesen Teilen und der Hülse bzw. zunächst einmal nur an dem
Magneten 3 und dem Eisenkern 4 gesammelt, bis sie eine Brücke bilden zu der Hülse 2. Infolge der
Anlage einer Spannung über die elektrische Zuleitung 11 und die Rückleitung 12 zwischen den Teilen 3
und 4 einerseits und der Hülse 2 andererseits erfolgt ein Zusammenfritten der einzelnen Späne. Dadurch
wird der Stromkreis geschlossen. Wäre keine Spannung angelegt, so würde die Anhäufung der mit einer
Ölbeschichtung versehenen einzelnen kleinen Späne nicht zu der Bildung eines elektrisch leitfähigen Leiters
zwischen dem Magneten und der Hülse führen. Ist durch die angelegte Spannung eine leitfähige
Brücke zwischen Magnet und Hülse entstanden, so fließt ein Strom durch den Magneten und die Hülse
sowie die elektrischen Leitungen 11 und 12. Dieser Stromfluß kann . dafür ausgenutzt werden, eii:en
Signalgeber zu betätigen. Der in der Zeichnung nicht dargestellte Signalgeber kann in der Art einer Lampe
oder als akustisches Warnsignal ausgebildet sein. Statt eines Signalgebers in dem vorstehend beschriebenen
Stromkreis kann auch ein Relais bzw. ein Schaltschütz vorgesehen sein, durch dessen Betätigung
ein weiterer mit einem Signalgeber versehener Stromkreis geschlossen wird. -
Wenn vorstehend von Luftspalt gesprochen ist, so versteht es sich, daß dieser Ausdruck Bezug
nimmt auf die Vorrichtung in dem Zustand vor ihrem Einbau. Selbstverständlich braucht und soll
der Spalt nicht mit Luft gefüllt bleiben, wenn sich die Vorrichtung im Betriebszustand befindet.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Ermitteln von magnetisierbaren, elektrisch leitfähigen Spänen in flüssiT
gen oder gasförmigen Medien mittels eines Ma- ' gneten, gekennzeichnet durch einen konzentrisch
zu einer metallischen Hülse (2) unter Freilassung eines ringförmigen schmalen Luftspaltes
angeordneten Magneten (3, 4) und durch eine an den Magneten (3, 4) angelegte elektrische
Spannung, durch die bei Überbrückung des Luftspaltes durch Späne ein elektrischer Strom durch
die Hülse (2) fließt, der einen Signalgeber betätigt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem durch die Späne geschlossenen
Stromkreis ein Relais mit regelbarer Erregerstromschwelle angeordnet ist, mit dem der
Signalgeber zu steuern ist.
3. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem durch die Späne geschlossenen Stromkreis ein Schalter zum Ausschalten einer
mit der Vorrichtung zu überwachenden Maschine angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse (2) mit einem Pol des Magneten (3) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die magnetische Feldstärke in dem Luftspalt einstellbar ist.
6. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Hülse (2) Durchnußöffnungen angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Magnet (3, 4) ein Ringmagnet ist, der auf dem Schaft einer Schraube (5) sitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch.7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (S) mit einer
Stromzuleitung (11) und die Hülse (2) mit einer Stromrückleitung (12) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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