DE1623118C3 - Geophysikalische Bohrlochmeßelnrichtung - Google Patents
Geophysikalische BohrlochmeßelnrichtungInfo
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- DE1623118C3 DE1623118C3 DE1967S0112648 DES0112648A DE1623118C3 DE 1623118 C3 DE1623118 C3 DE 1623118C3 DE 1967S0112648 DE1967S0112648 DE 1967S0112648 DE S0112648 A DES0112648 A DE S0112648A DE 1623118 C3 DE1623118 C3 DE 1623118C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine geophysikalische Bohrlochmeßeinrichtung
mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Eine solche Einrichtung ist aus der US-PS 31 47 429 bzw. der CA-PS 7 21 843 bekannt. Die bekannte
Einrichtung ist ein sogenanntes Induktionslog, d. h., sie arbeitet mit Sendefrequenzen, bei denen man das
in. den Erdformationen aufgebaute Feld als quasistatisch ansehen kann, in dem Sinne, daß die Ausbreitungsgeschwindigkeit
der elektrischen Wellen in den Formationen vernachlässigbar groß ist. Man kann mithin davon ausgehen, daß bei den bekannten
Induktionslogs selbst dann, wenn sie mehrere Empfangsantennen aufweisen (DE-AS 12 00 971, DE-PS
8 98 642), die Laufzeiten keine Rolle spielen.
Wählt man, etwa beim Induktionslog, höhere Frequenzen, so tritt der bei allen Hochfrequenzanwendungen
geläufige Skin-Effekt auf, d. h. die Stromverdrängung infolge Wechselwirkung der Ströme
mit dem von ihnen selbst erzeugten Magnetfeld. Die Induktionslog-Meßwerke müssen dann, etwa mit
Hilfe von Tabellen, entsprechend korrigiert werden.
ίο Ein Kennwert der Erdformationen, der für eine
Bohrlochmessung interessant ist, ist die Leitfähigkeit der sogenannten »Invasionszone« nächst dem Bohrloch,
d. h. in dem Bereich der Bohrlochwandung, in dem die Bohrspülung die Formationsflüssigkeit verdrängt
hat. Bisher war es üblich, diese Messung mittels einer Elektrodensonde vorzunehmen, bei der die die
Elektroden tragenden Polster direkt an der Bohrlochwandung anliegen. Dies ist nicht nur hinderlich bei
schnellen Sonderfahrten im Bohrloch, sondern die Messung wird auch beeinflußt von den Strömen, die
von einem gleichzeitig mitgeführten Induktionslog induziert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Meßeinrichtung der eingangs genannten Gattung zu ζ ?'
2r> schaffen, bei der auch die Leitfähigkeit der Invasionsschicht — wenn auch nicht nur diese — mittels einer
Art Induktionslog-Verfahren gemessen werden kann. Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1,
3() während der Unteranspruch eine Ausgestaltung definiert, deren Bedeutung im Zusammenhang mit dem
Ausführungsbeispiel näher erläutert wird.
Aus dem Hauptanspruch folgt, daß hier mit erheblich höheren Frequenzen gearbeitet wird als bei bekannten
Induktionslogs, so daß Phasen- und/oder Amplitudengradienten erfaßt werden können; es sei
darauf hingewiesen, daß Feldgradientenmesser an sich bekannt sind, etwa aus der US-PS 29 96 663.
Die nachfolgende Erläuerung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Zeichnungen und Diagramme vermittelt ein vollständiges Bild der Erfindung und der phasikalischen Zusammenhänge. Es zeigt
F i g. 1 ein ins Erdreich niedergebrachtes Bohrloch mit einer graphischen Darstellung von Linien gleicher ,■ Phase, die von elektromagnetischen Wellen bei der V-Ausbreitung durch das Bohrloch und die umgebenden Erdformationen erzeugt worden sind,
Fig. 2 ein sogenanntes »Phasor«- oder Phasendiagramm von Betrag und Phase der elektromagnetischen Felder bei ihrer Ausbreitung durch das Erdreich, F i g. 3 eine Spulenanordnung in einem Bohrloch zusammen mit einer schematischen Darstellung der in Verbindung mit der Spulenanordnung für die Untersuchung von Erdformationen gemäß der Erfindung zur Anwendung gebrachten elektrischen Schaltungstechnik,
Die nachfolgende Erläuerung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf Zeichnungen und Diagramme vermittelt ein vollständiges Bild der Erfindung und der phasikalischen Zusammenhänge. Es zeigt
F i g. 1 ein ins Erdreich niedergebrachtes Bohrloch mit einer graphischen Darstellung von Linien gleicher ,■ Phase, die von elektromagnetischen Wellen bei der V-Ausbreitung durch das Bohrloch und die umgebenden Erdformationen erzeugt worden sind,
Fig. 2 ein sogenanntes »Phasor«- oder Phasendiagramm von Betrag und Phase der elektromagnetischen Felder bei ihrer Ausbreitung durch das Erdreich, F i g. 3 eine Spulenanordnung in einem Bohrloch zusammen mit einer schematischen Darstellung der in Verbindung mit der Spulenanordnung für die Untersuchung von Erdformationen gemäß der Erfindung zur Anwendung gebrachten elektrischen Schaltungstechnik,
F i g. 4 eine graphische Darstellung bestimmter Faktoren, die bei der Bestimmung des sogenannten
»Spacings« oder Abstandes zwischen Sender und Empfänger der Anordnung ebenso wie die Betriebsfrequenz der Vorrichtung nach F i g. 4 beachtet werden
sollte,
F i g. 5 eine in einem Bohrloch angeordnete Elek-
b5 trodenanordnung oder -gruppe zusammen mit schematischen
Darstellungen elektrischer Schaltungsanordnungen, die gemäß der Erfindung zur Anwendung
kommen können, und
F i g. 6 eine Vorrichtung in einer Anordnung gemäß .inem anderen Merkmal der Erfindung.
Die Beziehung für die magnetische Feldstärke H1
oei einer Entfernung ζ von einem Sender oder Geber .<ann für große Werte von ζ in Ableitung von der
vlaxwellschen Gleichung ausgedrückt werden als:
/Z2= H0 e
ei e gleich 2,718 die Basis des natürlichen Logaithmus
ist, H0 die magnetische Feldstärke an dem iender oder Geber bedeutet,
ind die sogenannte »Skin«-Tiefe ist, die definiert verden kann als
α μ η
/obei in = 2 .τ/ die Kreisfrequenz des Geber- oder
,ondersignals ist, // die magnetische Permeabilität
icr in Betracht kommenden Formation bedeutet und ;·η allgemeinen als eine Konstante anzusehen ist und
die Konduktivität oder Leitfähigkeit der in Betracht ommenden Formation ist.
Die Gleichung (I) kann umgeschrieben werden ir den Fall der elektrischen Feldstärke durch Sub-'itution
von E für H. Die Gleichung (1) drückt aus, iß die Ausbreitung des elektromagnetischen Feldes
eschwächt und phasenverschoben wird mit Zunahme :cs Entfernungswertes z, d. h. mit Ausbreitung der
lektromagnetischen Energie durch die Erdformatio- en. Das Maß der Phasenverschiebung wird ausgedrückt
durch den Term —~ der Gleichung (I) und
as Maß der Schwächung findet seinen Ausdruck in
em Term —^- der Gleichung (1). Somit ist der Term
— (1 +j) definiert als die Ausbreitungskonstante, er Term -^- als die Schwächungskonstante und der
erm —7" — als die Phasenkonstante. Die Gleichung (1)
>esagt also, daß eine elektromagnetische Welle um inen Faktor von — pro »Skin«-Tiefe Λ geschwächt
ird und phasenverschoben wird um einen Radianten ir jede »Skin«-Tiefe
<) ihres Weges.
Wie oben festgestellt, wird bei den herkömmlichen iiduktionslog- oder Elektrodenlog-Systemen die
-rbeits- oder Betriebsfrequenz hinreichend niedrig ehalten, so daß die statische oder quasi statische
eldtheorie zur Anwendung kommen kann. Damit ist emeint, daß der Feldaufbau an einer Stelle in den
rdformationen durch den Transmitter bzw. Sender der Geber einen vernachlässigbaren Effekt auf das
eld an anderen Stellen in der Erdformation hat. Um :iese statische oder quasi statische Feldtheorie zur
uiwendung zu bringen, muß jedoch die Arbeitsder Betriebsfrequenz hinreichend niedrig sein, damit
ie »Skin«-Tiefe in den Formationen wesentlich größer
ist als das Spacing bzw. der Abstand zwischen dem Sender oder Geber und den Empfängern. Dies läßt sich
besser erkennen aus der Gleichung (1), wo, wenn die »Skin«-Tiefe Λ wesentlich größer als ζ ist, H2 im wesentliehen
gleich Zf0 ist für irgendeinen kleinen Wert von z.
Im Gegensatz zu der beim Induktionslog- oder
Elektrodenlog-Verfahren zur Anwendung kommenden statischen oder quasi statischen Feldtheorie hat die
vorliegende Erfindung ihre Grundlage auf einer Steigerung der Arbeits- oder Betriebsfrequenz des
Bohrloch-Untersuchungssystems bis zu einem Punkt, wo die »Skin«-Tiefe in der Größenordnung des
Spacings bzw. Abstandes zwischen dem Sender oder Geber und dem Empfänger liegt und üblicherweise
r> praktisch kleiner als dieses Spacing ist. Aufgrund der
wesentlichen Frequenzerhöhung gegenüber der Arbeits- oder Betriebsfrequenz bei den üblichen
Induktionslog- oder Elektrodenlog-Verfahren kann die in Verbindung mit diesen bekannten Bohrloch-Untersuchungsverfahren
benutzte statische oder quasi statische Feldtheorie nicht mehr langer zur Anwendung
kommen. Statt dessen hat der elektromagnetische Feldaufbau an einer Stelle in den Erdformationen
einen wesentlichen Einfluß auf das Feld an anderen
>r> Stellen in der Formation, was Anlaß zu einer elektromagnetischen
Raumwelle gibt. Das läßt sich aus Gleichung (1) erkennen, wo, wenn die »Skin«-Tiefe ί>
in der Größenordnung oder geringer als die Entfernung ζ ist, die magnetische Feldstärke sich ändert
jo als eine Exponentialfunktion der Entfernung oder des
Abstandes z.
In F i g. 1 sind Linien gleicher Phase 10 gezeigt, die erzeugt sind durch ebene elektromagnetische
Wellen, die sich durch eine Formation 11 und ein Bohrloch 12 ausbreiten. Eine sehr ähnliche Darstellung
würde sich ergeben ausgehend von der Feldschwächung oder -dämpfung. Bei dem in F i g. 1
dargestellten Fall ist der Widerstand Rf der Formation
11 größer als der Widerstand/?,,, der Bohrspülung. Dies gibt einen Anstieg der Linien gleicher
Phase in der Spülungssäule bei der Untersuchung derjenigen in der Formation. Diese Linien gleicher
Phase sind in einem gegenseitigen Abstand von einer »Skin«-Tiefe dargestellt. Um solche ebenenen Wellen
zu erzeugen, muß der Sender oder Geber in einer beträchtlichen Entfernung von den Empfängern R1
und R2 angeordnet sein. Der Sender oder Geber und die Empfänger dienen dazu, elektromagnetische
Energie auszusenden oder zu empfangen und können somit als Antennen bezeichnet werden. Diese Sende-
und Empfangsantennen können entweder von Elektroden oder Spulen gebildet sein.
Da die Spülungssäulc 12 abmessungsmäßig kleiner als die restliche Erdformation ist, wird sich im wesent-
Vi liehen die ganze in das Erdreich ausgesandtc Energie
durch die Formation ausbreiten bzw. fortpflanzen statt durch die Spülungssäule, weshalb das Spacing
oder der Abstand zwischen den Linien gleicher Phase in der Spülungssäiile gleich dem Spacing oder Ab-
ho stand zwischen den Linien gleicher Phase in der Formation
sein wird. Deshalb kann durch Anordnung eines Paares von Empfängern K1 und R2 in einem
gegenseitigen Abstand I / in dem Bohrloch 12 und durch Vergleich der Phase der von den beiden Etmp-
hr> fängern R1 und R2 empfangenen Signale die »Skin«-
Tiefe in dem schraffierten Bereich der Erdformation zwischen den Linien gleicher Phase, die in Verbindung
stehen mit den Empfängern R1 und R2, gemessen
werden. Das Verhältnis für diese Phasendifferenz I Φ
kann dargestellt werden als:
Λ Φ =
Λ =
Δι
ι) '
/10
(3)
(4)
Somit ist aus Gleichung (4) ersichtlich, daß das Ausmaß der Phasendifferenz tatsächlich ein Maß für
die »Skin«-Tiefe öF der Formation bildet. Diese
Phasendifferenz kann auch als Phasengradient bezeichnet werden. Da die »Skin«-Tiefe funktionell auf
die Konduktivität bzw. Leitfähigkeit der Formationen durch Gleichung (2) bezogen ist, schafft ein Maß der
»Skin«-Tiefe <)F auch ein Maß für die Konduktivität
oder Leitfähigkeit aF der Formation. Somit ergibt
sich durch Einsetzen der Gleichung (2) in die Gleichung (4) und durch Auflösung nach der Konduktivität
bzw. Leitfähigkeit aF:
aF = K. \Φ2 ,
2
2
(5)
K —
(ι) μ . I /"
Zusätzlich zu der Phasendifferenz zwischen den beiden Empfängern K1 und K2 könnte auch der
Amplitudengradient gemessen werden, um ein Maß der »Skin«-Ticfe zu schaffen. Dies findet seine Grundlage
in der zuvor erwähnten Theorie, daß die elektromagnetische Welle durch einen Faktor — für jede
»Skin«-Tiefc ihres Weges geschwächt oder gedämpft wird. Der untersuchte Formationsteil ist der in F i g. 1
schraffiert dargestellte Abschnitt in gleicher Weise wie für den Fall der Phasenmessung, da die Linien
gleicher Phasen von F i g. 1 auch als Linien gleicher Amplitude angesehen werden können. Da
es erwünscht sein kann, die Schwächungs- oder Dämpfungskonstante der Formation zu messen, wie
vorstehend erwähnt, sollte die Amplitudenmessung normalisiert werden, um die absolute Amplitude als
Faktor bei den Messungen auszuschalten. Dies kann erreicht werden, indem man das Verhältnis der von
den beiden Empfängern aufgenommenen Amplituden nimmt. Die Beziehung für dieses Amplituden verhältnis
A2/Ax kann geschrieben werden als:
A1
.—■
η
(6)
solche Dinge wie die Geometrie der Empfänger berücksichtigt sind.
In F i g. 2 der Zeichnung ist ein sogenanntes »Phasor«-Diagramm oder Phasendiagramm der magnetisehen
Feldstärke bei Ausbreitung oder Fortpflanzung der elektromagnetischen Wellen durch die Formation
dargestellt. Der Feldstärkenvektor Ji0 stellt die Intensität
an einer Stelle über den Empfängern R1 und R2
dar (nicht an dem Sender oder Geber). Mit Ausbreitung
ίο oder Fortpflanzung der elektromagnetischen Welle
durch das Erdreich wird die Feldstärke durch einen
Faktor — geschwächt oder gedämpft und um einen
Radianten je Skin-Tiefe seines Weges phasenverschoben, wie oben dargelegt. Die Feldstärkenvektoren
HR{ und HR2 geben die Intensitäten an den Empfängern
K1 und K2 wieder. In den Empfängern K1 und
K2 wird ein Signal erzeugt, das diesen Feldstärkenvektoren
Hr1 bzw. HR2 proportional ist. Durch Ver-
gleich der Phase oder Amplitude dieser beiden Feldstärkenvektoren HRlund HR2, um ein Maß des Phasenoder
Amplitudengradienten des magnetischen Feldes in der Nähe der Empfänger zu schaffen, kann die
Phasen- oder Dämpfungskonstante der sich ausbreitenden oder fortpflanzenden elektromagnetischen
Energie in der Nähe der Empfänger K1 und K2 bestimmt
werden. Das gibt dann ein Maß der Skin-Tiefe aF der Formation. Dann kann die Konduktivität
(Tf der Formation bestimmt werden aus Gleichung (5)
jo oder (7).
Die durch die Empfänger K1 und K2 gemessene
Phasen- oder Dämpfungskonstante wird wegen der Differential-Empfängeranordnung, wie oben dargelegt,
lediglich durch den in F i g. 1 schraffierten Teil der Formation beeinflußt. Somit wird durch die Differential-Empfangeranordnung
der Einfluß der Formationen oberhalb dieses gestrichelten Formationsteils auf die sich ausbreitende elektromagnetische Welle wirkungsvoll
ausgeschaltet. Mit anderen Worten wirkt der erste oder obere Empfänger K1 als Bezugspunkt
oder Bezugsgröße für den zweiten oder unteren Empfänger K2. Dies ist besser ersichtlich aus F i g. 2,
wenn man den Vektor HR als die Bezugsphase und
-amplitude für den zweiten Vektor HR ansieht. Somit
versteht sich, daß jeglicher Einfluß auf die elektromagnetische Welle, bevor diese den ersten oder
oberen Empfänger K1 erreicht, im wesentlichen keinen Einfluß auf die Messung an den beiden Empfängern K1
und K2 hat.
so Um ein Beispiel dafür zu geben, sei angenommen, daß die Empfänger K1 und K2 eine »Skin«-Tiefe 6F
voneinander entfernt sind, wie in F i g. 1 dargestellt.
In diesem Falle ist der Vektor HÄ gleich — HR. und
phasenverschoben um einen Radianten von HR.
Das Verhältnis HRJHR ist dann gleich
wobei A2 die Amplitude des von dem Empfänger K2
empfangenen Signals und A1 die Amplitude des von
dem Empfänger K1 empfangenen Signals (d. h. der empfangenen Spannung) ist. Durch Auflösung der
Gleichung (6) nach der Konduktivität oder Leitfähigkeit aF ergibt sich:
ω μ (Δ I)2
In2
(7)
wobei K1 eine Proportionalitälskonstante ist, in der
was anzeigt, daß die Empfänger K1 — K2 eine »Skin«-
Tiefe dF voneinander entfernt sind. Es sei angenommen,
daß eine Formation oberhalb der Empfängergruppe oder -anordnung K1 — K2 einen höheren Widerstand
hat als ursprünglich angenommen für das Diagramm gemäß Fig. 2. In diebem Falle können die
reldstärkenvektoren die durch die Feldstärkenvektorcn
Hrx und Hr2 dargestellte Form annehmen. Der
Vektor Hr2 ist dann gleich — HR]. Somit sind das
Amplitudenverhältnis
H'R
2 _
H'R
ι _
und die Phasendifferenz immer noch ein Radiant. Die Difierentialempfängeranordnung zeigt somit
immer noch an, daß die gemessene »Skin«-Tiefe <)F
gleich dem Spacing oder Abstand /I / zwischen den Empfängern R1 — K2 ist.
Die vorstehende Untersuchung ist davon ausgegangen, daß die Formationen homogen sind und daß
der Sender-Empfänger-Abstand groß genug ist, um die elektromagnetischen Wellen als ebene Wellen
ansehen zu können. Durch diese Annahme wurde die Erläuterung stark vereinfacht. In der Praxis sind die
/M messenden Formationen jedoch nicht homogen,
und wenn der Sender-Empfänger-Abstand zu groß wäre, so ist es klar, daß aufgrund der hohen Schwächung
oder Dämpfung der elektromagnetischen Wellen in den Formationen nur noch sehr wenig Energie, wenn
überhaupt welche, an den Empfängern zu messen wäre. Wenn erwünscht, so könnte eine gleichphasige
Darstellung der elektromagnetischen Energie für diesen inhomogenen Fall angefertigt werden, wobei
dann festgestellt werden könnte, daß die Radialuntersuchung der Formationen ausgewählt werden
kann in einer gewünschten Weise durch passende Wahl der Arbeite- oder Betriebsfrequenz und des
Sender-Empfänger-Abstandes oder Spacings. Zum Beispiel kann es erwünscht sein, die sogenannte »Invasionszone«
oder die »invasionsfreie« oder reine Formationszone zu untersuchen. Diese »invasionsfreie«
oder reine Zone ist diejenige Zone, in die die Bohrspülung nicht vorgedrungen ist und die somit
die am weitesten entfernte Zone von dem Bohrloch ist.
Vor der Erörterung, wie die Arbeits- oder Betriebsfrequenz und die Sender-Empfänger-Spacings gewählt
werden können, sei zunächst ein Gerät oder eine Vorrichtung zum Messen der Phasen- oder Dämpfungskonstante
entsprechend der vorstehend abgehandelten Theorie beschrieben. Es sei dabei auf F i g. 3
Bezug genommen, wo ein Bohrlochuntersuchungsgerät 18 gezeigt ist, das am Ende eines armierten
Vielleiterkabels 20 in ein Bohrloch 19 zur Untersuchung von Erdinformationen 21 eingehängt ist.
Das Kabel 20 wird von einer nicht gezeigten Trommelwinde abgelassen oder gezogen. Das Bohrlochuntersuchungsgerät
18 umfaßt eine Spulenanordnung mit einer Sende- oder Geberspule T und zwei Empfangsspulen R4 und R5. Der Mittelpunkt zwischen den
Empfangsspulen R4 und R5 befindet sich in einem
Abstand L1, von der Sendespule T, und die beiden
Empfangsspulen R4 und K5 sind in einem Abstand A L
voneinander entfernt. Das Untersuchungsgerät 18 umfaßt ferner eine flüssigkeitsdichte elektronische Patrone
22, die die in das Bohrloch mit abgesenkte elektrische Schaltungsanordnung enthält. Diese elektronische
Schaltungsanordnung ist in dem seitlich des Bohrloches gestrichelt gezeichneten Kasten 22 dargestellt.
Bei dieser elektronischen Schaltungsanordnung erregt ein frcqucnzvariabler Oszillator 23 den Transmitter
oder Sender T, der elektromagnetische Energie für die Ausbreitung durch die Formationen aussendet.
An den Empfängern R4 und K5 ist eine Spannung
induziert, die der Energie dieser elektromagnetischen Raumwelle an den Empfängern in der zuvor abgehandelten
Weise proportional ist. Die Empfänger K4 und K5 sind an ein Paar elektrisch angepaßter
Verstärker 24 und 25 angeschlossen, die die von den
ίο Empfängern K4 und K5 aufgenommenen Signale
verstärken. Diese Verstärker 24 und 25 sind so angepaßt, daß jegliche Drift in den Verstärkern, beispielsweise
bedingt durch einen Temperaturwechsel, einen genau gleichen Einfluß auf beide Verstärker ausübt
und somit aufgrund der Differential-Empfänger-Anordnung im wesentlichen entfällt. Die von den Verstärkern
24 und 25 kommenden Signale werden an einen Phasen- oder Amplitudenkomparator bzw. -vergleicher
26 angelegt. Ob das Schaltungselement 26 ein Phasenvergleicher oder ein Amplitudenvergleicher
ist, hängt davon ab, ob die Phasen- oder Dämpfungskonstante gemessen wird gemäß Gleichung (4) oder (6)
zur Bestimmung der »Skin«-Tiefe δ und somit der Konduktivität oder Leitfähigkeit σ.
Das von dem Vergleicher 26 gegebene Phasenoder Amplitudensignal wird dann über einen zweipoligen
oder Doppelschalter 34 an eine übertragungsschaltung 27 zur Weiterleitung zur Erdoberfläche
über ein Leiterpaar 28 weitergegeben, das in Wirklichkeit durch das armierte Vielleiterkabel 20 zur Erdoberfläche
führt. Wenn der Phasen- oder Amplitudenvergleicher 26 von einer solchen Bauart ist, daß er die
angelegten Eingangssignale in ein der verglichenen Phase oder Amplitude proportionales Gleichstromsignal
umwandelt, so kann die Ubertragerschaltung 27 lediglich von einem Verstärker gebildet sein. Setzt der
Phasen- oder Amplitudenvergleicher 26 die verglichenen Signale nicht in ein Gleichstromsignal um, so
kann die Ubertragerschaltung 27 ein geeigneter Stromkreis
zur übertragung von Hochfrequenzsignalen über das Leiterpaar 28 zur Erdoberfläche sein, z. B.
eine Mischschaltung, um die Ubertragungsfrequenz auf eine innerhalb der Ubertragungsmöglichkeiten des
Kabels liegende Frequenz zu reduzieren.
An der Erdoberfläche führt das Leiterpaar 28 das gemessene Phasen- oder Dämpfungssignal zu geeigneten
Signalverarbeitungsschaltungen 29 zu, die z. B. für eine geeignete Verstärkung und Verstärkungsregelung
sorgen. Ist das durch das Kabel 28 übertragene Signal ein Wechselstromsignal statt eines sich
ändernden Gleichstromsignals, so könnte die Signalverarbeitungsschaltung 29 zusätzlich eine geeignete
Gleichrichtung der übertragenen Signale bewirken. Da die über die Kabelleiter 28 zur Oberfläche übertragenen
Signale repräsentativ sind entweder für die Phasen- oder die Dämpfungskonstante der Fortpflanzungskonstante
in Übereinstimmung entweder mit Gleichung (4) oder (6) in diesem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3, werden die Signale von den
Signalverarbeitungsschaltungen 29 an einen geeigneten Konduktivitäts- oder Leitfähigkeitsrechner 30
gegeben, um die durch das Bohrlochuntersuchungsgerät gemessene Konduktivität σ gemäß einer der
Gleichungen (5) oder (7) zu errechnen. Die sich daraus ergebenden Werte für die Konduktivität σ werden
durch ein Aufzeichnungsgerät 31 festgehalten, das in Abhängigkeit von der Bohrlochtiefe über eine mit
einem Rad 33 verbundene Welle 32 angetrieben wird.
809 531/H
Das sich drehende Rad 33 steht in Berührung mit dem Kabel 20 und wird entsprechend dessen Auf- und
Abbewegung gedreht, so daß der Registrierstreifen des Aufzeichnungsgerätes 31 in Abhängigkeit von der
Bohrlochtiefe bewegt wird. Dadurch wird also die Konduktivität oder Leitfähigkeit σ von dem Aufzeichnungsgerät
31 als eine Funktion der Bohrlochtiefe festgehalten. Falls gewünscht, kann bei einer
geeigneten Einteilung der Linienführung auf dem Registrierstreifen des Aufzeichnungsgerätes 31 der
Leitfdhigkeitsrechner 30 weggelassen werden, oder anders ausgedrückt kann die Phasen-oder Amplitudenfunktion Λ Φ oder AgJARa unmittelbar an dem Aufzeichnungsgerät
31 festgehalten werden.
Im Betriebszustand arbeitet der Transmitter oder Sender T bei einer konstanten Frequenz, sendet eine
gleichbleibende elektromagnetische Energie in die umgebenden Medien, welche elektromagnetische Energie
durch die Differential-Empfänger-Anordnung kontinuierlich gemessen wird, und ein Phasen- oder
Dämpfungssignal wird zur Erdoberfläche übertragen, um mittels des Aufzeichnungsgerätes 31 Leitfähigkeitsanzeigen festzuhalten. Diese Differential-Empfänger-Anordnung
umfaßt dann die Empfänger R4 und R5
ebenso wie die Verstärker 24 und 25 und den Vergleicher 26.
Zwecks einfacher Erläuterung sei angenommen, daß die ausgesandte elektromagnetische Energie den in
F i g. 3 durch die Pfeile dargestellten Weg nimmt. Die von dem Empfänger R4 empfangene Energie
nimmt den Weg T-A-B-R4. und die von dem
Empfänger R5 empfangene Energie den Weg T— A —
B-C-R5. Es ist zu erkennen, daß die den Weg
T—A — B nehmende Energie beiden Empfängern R4
und R5 gemeinsam ist. Ebenso kann angenommen werden, daß die Wege B-R4 und C-R5 im wesentlichen
gleich sind hinsichtlich der Dämpfung und der Phasenverschiebung der sich ausbreitenden elektromagnetischen
Energie. Somit entfallen praktisch aufgrund der Differential-Empfänger-Anordnung der gemeinsame
Weg T—A — B und die ähnlichen Wege B-R4 und C-R5, und die Empfänger R4 und R5
messen tatsächlich nur den Weg B-C.
Wie in Verbindung mit F i g. 1 abgehandelt, wird jedoch aufgrund der Bohrlocheinflüsse das senkrechte
Meßintervall eher so sein, wie durch den Weg D-E dargestellt. Auf jeden Fall kann gesagt werden, daß ein
Erdformationsbereich untersucht wird, der in senkrechter Richtung annähernd das gleiche Ausmaß wie
der Empfängerabstand Δ L hat und der im großen und ganzen gegenüber der Empfängeranordnung R4-R5
liegt. Es versteht sich, daß diese Darstellung des Energieflusses übermäßig vereinfacht ist, um eine
einfache Erläuterung der Meßtechnik zu geben.
Hinsichtlich der Wahl der Frequenz und der Sender-Empfänger-Abstände
für die Untersuchung der Invasionszone ist es erforderlich, die passende Arbeitsfrequenz/ und den Abstand L(r zwischen Sender und
Empfänger so zu wählen, daß die Invasionszonenmessungen nicht durch den Spülungswiderstand Rn,
oder den Widerstand R, der invasionsfreien Zone beeinflußt werden. Die Empfänger sollten weit genug
entfernt von dem Sender angeordnet werden, und zwar derart, daß die sich durch die Spülungssäule fortpflanzende
elektromagnetische Welle nicht mehr länger ein Faktor ist, und andererseits jedoch dicht genug
zu den Sendern, daß die elektromagnetische Welle nicht in einem solchen Maße in die invasionsfreie
Zone ausgebreitet wird, daß dadurch die Konduktivitätsmessungen der Invasionszone beeinflußt werden.
Noch ein anderer Faktor sollte bei der Bestimmung
des Abstandes L,r zwischen Sender und Empfänger
beachtet werden, und zwar die Tatsache, daß die Konduktivität der verschiedenen Formationszonen
einen Einfluß auf die »Skin«-Tiefe jeder besonderen Zone hat [siehe Gleichung (1)]. Daher sollten die erwarteten
maximalen und minimalen »Skin«-Tiefen-
lü werte bei Bestimmung der Sender-Empfänger-Abstände
berücksichtigt werden.
Um sicherzustellen, daß der größte Teil der von den Empfängern empfangenen Energie durch die Invasionszone
und nicht durch die Spülungssäule im Bohrloch oder durch die invasionsfreie Zone beeinflußt
ist, sollte der Sender-Empfänger-Abstand mindestens das eineinhalbfache des Bohrlochdurchmessers betragen.
Außerdem sollte der Sender-Empfänger-Abstand mindestens halb so groß sein wie die erwartete
maximale »Skin«-Tiefe der Invasionszone fix0 und
weniger als annähernd das fünfzehnfache des erwarteten minimalen Wertes von ^0. Dieser letzte Faktor,
d. h. Ltr < (^0 („„·„), stellt auch sicher, daß die Emp- ,-fänger
von für eine Messung ausreichender Energie ν erreicht werden.
Der Abstand .1L zwischen den Empfängern R4
und R5 kann innerhalb bestimmter Grenzen liegen.
Diese Grenzen betreffen die Messung der Phasenkonstante der Fortpflanzungskonstante, d. h. der
Phasendifferenz der beiden Empfänger. Um dies besser zu verstehen, sei auf F i g. 2 zurückgekommen. Wenn
dort eine Phasendifferenz zwischen den beiden Vektoren HRl und HR2 von mehr als 180° vorhanden ist,
wird es schwierig, diese Phasendifferenz zu messen.
Man kann somit sagen, daß der Empfänger-Abstand . I L geringer sein sollte als dreimal die minimale erwartete
»Skin«-Tiefe der Invasionszone, d. h.
,1 L < 3 Sx0
(min) ·
In der Praxis wird dieser Empfänger-Abstand A L
bestimmt in Übereinstimmung mit der gewünschten vertikalen Auflösung des Meßsystems, da Δ L die
vertikale Auflösung bestimmt, wie in F i g. 1 gezeigt.
Offensichtlich ist der Empfänger-Abstand nicht zu wichtig bei der Messung der Dämpfungskonstante,
ausgenommen hinsichtlich der vertikalen Auflösung.
Ein Weg, um in vereinfachter Weise einen Blick
auf diese Invasionszonen-Untersuchung zu werfen,
so besteht darin, sich das elektromagnetische Feld, das die Empfänger erregt, als in einem Bereich konzentriert
vorzustellen, der gerade jenseits der letzten Ubergangsfläche zwischen den beiden Zonen mit unterschiedlichen
Leitfähigkeiten liegt, innerhalb eines Zylinders mit einem Radius, der gleich dem Abstand
zwischen dem Sender und den Empfängern ist. Somit würde Tür die Untersuchung der Invasionszone diese
letzte Ubergangsfläche die Fläche zwischen dem Bohrloch und der Invasionszone sein. Solch eine Ubergangsfläche
kann auch angesehen werden als die Wandung einer Wellenführung, die den Sender mit
den Empfängern verbindet und die beträchtliche Verluste hat, so daß die sich unmittelbar innerhalb der
Wellenführung fortpflanzenden Wellen beträchtlich
es gedämpft werden.
Es scheint wünschenswert, an dieser Stelle den Einfluß des Bohrloches auf die Invasionszonen-Untersuchung aufzuzeigen. F i g. 4 zeigt eine Kurvendar-
stellung des errechneten prozentualen Fehlers Y als Funktion von
den kann, um die »Skin«-Tiefe t)x0 konstant zu halten
und somit die Funktion
für verschiedene Werte von
In F i g. 4 ist zu sehen, daß der Fehler Y ziemlich
wesentlich wird für bestimmte Kontraste von
wenn
Rm
Ur
Ur
gleich 0,5 ist. Wenn natürlich der Kontrast des Widerstandes Rx0 der Invasionszone zu dem Widerstand
Rn, der Spülung ausreichend groß wäre, so würde ein
Untersuchungssystem, bei dem der Sender-Empfänger-Abstand L,r die Hälfte der »Skin«-Tiefe <)x0 in der
Invasionszone beträgt, ausreichend genaue Ergebnisse liefern. Da dieser Widerstandsgegensatz jedoch nicht
immer so hoch sein kann, kann es mehr erwünscht sein, das Verhältnis
>xO
gleich 1, 2 oder mehr zu wählen, um den prozentualen Fehler Y niedrig zu halten. Dadurch können hinreichend
genaue Resultate erhalten werden für im wesentlichen jeglichen Kontrast oder Gegensatz von
xO
Es sollte hier auch festgestellt werden, daß Rn,
leicht an der Bohrstelle bestimmt werden kann, und, da der Bereich der Invasionszonenwiderstände Rx0 für
jede gegebene geographische Region im allgemeinen bekannt ist, kann die Arbeitsfrequenz vor dem Einhängen
des Untersuchungsgerätes in das Bohrloch von Hand eingestellt werden, um ein Verhältnis von
ebenfalls konstant zu halten. Dies ist dargestellt durch Schalten des zweipoligen Doppelschalters 34 in die
ίο Stellung, wo das Signal von dem Phasen- oder Amplitudenvergleicher
26 an einen Eingang eines verhältnismäßig starken Hochleistungsverstärkers 39, d. h. eines
Verstärkers mit hohem Verstärkungsfaktor, angelegt wird. Für die vorliegenden Zwecke ist dabei voraus-
i1) zusetzen, daß das Ausgangssignal des Vergleichers 26
ein sich veränderndes Gleichstromsignal ist. Ein Signal konstanter Spannung proportional dem gewünschten
Wert der »Skin«-Tiefe <)x0 der Invasionszone wird zu dem anderen Eingang des Verstärkers 39
zugeführt. Der Verstärker 39 gibt dann ein Gleichstrom-Steuersignal zu dem frequenzvariablen Oszillator
23 proportional der Differenz zwischen dem gewünschten »Skin«-Tiefenwert fix0 (gewünscht) und
dem gemessenen »Skin«-Tiefenwert Λχ0 (gemessen).
Im Betrieb wirkt diese Gegenkopplungsanordnung dahin, den gemessenen Skin-Tiefenwert
<)x0 im wesentlichen
gleich dem gewünschten Skin-Tiefenwert Λχ0
zu halten durch Veränderung der Frequenz des frequenzvariablen Oszillators 23. Wenn Dx0 (gemessen)
ίο gleich ^x0 (gewünscht) ist, hat somit das Ausgangssignal
von dem Verstärker 39 eine Amplitude Null. Wenn jedoch <)x0 (gemessen) von dem gewünschten
Wert abweichen sollte, führt der Verstärker 39 dem frequenzvariablen Oszillator 23 eine ausreichende
j5 Signalamplitude zu, um immer die gewünschte Bedingung
zustande zu bringen, d. h. <)χ0 (gemessen) im
wesentlichen gleich öx0 (gewünscht).
Um ein Maß der Konduktivität oder Leitfähigkeit σχ0 zu erhalten, ist es jetzt lediglich erforderlich, die
Größe des an den frequenzvariablen Oszillator 23 gegebenen Steuersignals zu wissen. Dieses Steuersignal
ist natürlich proportional der Frequenz des frequenzvariablen Oszillators 23, da es die Frequenz
des Oszillators steuert. Da Άχ0 in diesem Fall konstant
gehalten wird, ist es jetzt klar, daß die Gleichung (1) umgeschrieben werden kann als
2 K,
'xO
zu erhalten, das ausreichend groß ist, um den Bohrlocheinflußfehler Y auf annehmbare Werte zu reduzieren.
Dies geschieht, wie in F i g. 4 schematisch dargestellt, indem der Oszillator 23, der den Sender T erregt,
als ein frequenzvariabler Oszillator ausgebildet ist.
Es sei hier auch bemerkt, daß, anstatt die Frequenz des frequenzvariablen Oszillators 23 vor dem Absenken
des Untersuchungsgerätes in das Bohrloch von Hand einzustellen, ein in das Bohrloch mit abzusenkender
Rückkopplungsregelkreis verwendet wer- (ü μ
wobei K2 gleich <5x0 (gewünscht) ist. Somit kann durch
Kenntnis von ω = 2 π j die Konduktivität gefunden werden. Um ein für die Konduktivität oder Leitfähigkeit
repräsentatives Signal zur Erdoberfläche zu geben, wird das Steuersignal von dem Verstärker 39
über den Schalter 34 an die übertragungsschaltung 27 angelegt statt des Ausgangssignals von dem Vergleicher
26.
Was die Untersuchung der invasionsfreien Zone
Was die Untersuchung der invasionsfreien Zone
bo betrifft, so kann die für die Untersuchung der Invasionszone
beschriebene Verfahrensweise auch für die invasionsfreie Zone zur Anwendung gebracht werden.
Es ist jedoch die Skin-Tiefe <\ der invasionsfreien Zone zu beachten statt der Skin-Tiefe δχ0 der Invasionszone.
Auch der radikale Abstand zwischen der Mittelachse des Bohrlochs und der Grenze zwischen
der Invasionszone und der invasionsfreien Zone ist zu beachten anstelle des Bohrlochdurchmessers.
Somit sollte Tür den Fall dieser invasionsfreien Zone der Sender-Empfänger-Abstand mindestens etwa
drei Meter betragen und mindestens halb so groß wie
die erwartete maximale Skin-Tiefe ti, {max) der invasionsfreien
Zone sein, um eine genaue Messung der Skin-Tiefe l), der invasionsfreien Zone und somit der Konduktivität
a, ohne Beeinflussung von der Invasionszone zu ermöglichen. Auch der Sender-Empfänger-Abstand
L,r sollte kurz genug sein, so daß die Empfänger
ausreichend Energie vorfinden zum Messen. Da der Sender-Empfänger-Abstand L,r für die Untersuchung
der invasionsfreien Zone größer ist als für die Invasionszone, wird die Frequenz Tür diese invasionsfreic
Zone höchstwahrscheinlich geringer sein, um den oben angeregten Verfahrensgängen zu genügen.
Die den Empfänger-Abstand .1 L bestimmenden Faktoren sind die gleichen wie im Zusammenhang mit
der Invasionszonenuntersuchung dargelegt. Durch Befolgen der oben angeregten Anordnungsregel kann
zumindest ein Faktor der Fortpflanzungskonstanten gemessen werden, um ein Maß für die Skin-Tiefe I),
der invasionsfreien Zone und somit deren Konduktivität oder elektrischer Leitfähigkeit a, zu erhalten.
Die an den Sender und die Empfänger Tür die Untersuchung
der invasionsfreien Zone angeschlossene elektronische Apparatur kann im wesentlichen die gleiche
sein wie bei dem in Fi g. 3 gezeigten Gerät für die Untersuchung der Invasionszone mit der Ausnahme,
daß die Parameter der Schaltungen aufgrund der verringerten Frequenz etwas unterschiedlich sind. In
Blockdiagrammform kann jedoch das Gerät für die Untersuchung der invasionsfreien Zone identisch mit
dem Gerät für die Invasionszonenuntersuchung sein.
Es kann erwünscht sein, ein Gerät zu schaffen für die Untersuchung der Invasionszonen und der invasionsfreien
Zonen während des gleichen Untersuchungslaufes in dem Bohrloch. Dies kann erreicht
werden durch Verwendung zweier getrennter Arbeitsfrequenzen und zweier gesonderter Antenen-Empfänger-Anordnungen.
Die Antennenanordnungen für die Untersuchung der invasionsfreien Zone wird dann weiter entfernt sein von dem Sender als diejenige für
die Untersuchung der Invasionszone. Dies ist in F i g. 3 dargestellt durch Anordnung eines Paares von Empfängern
R6 und R1 in einem hinreichenden Abstand
unterhalb der Empfänger R4 und -R5. Ein gesonderter
Oszillator 23a ist an die Sende-Antenne T angeschlossen Tür diese Intersuchung der invasionsfreien Zone.
Die Empfänger R6 und R1 sind an eine elektronische
Schaltung 38 angeschlossen, bestehend aus Verstärkern, einem Komparator oder Vergleicher und einer
übertragungsschaltung ähnlich den Verstärkern 24 und 25, dem Phasen- oder Amplitudenvergleicher 26
und der übertragungsschaltung 27, wie sie bereits oben abgehandelt worden sind. Sowohl der Oszillator
23 a als auch die Schaltung 38 sind in gestrichelten Linien dargestellt, um der Tatsache Rechnung zu
tragen, daß diese Doppeluntersuchungsanordnung eine alternative Ausfuhrungsform ist. Das von der elektronischen
Schaltung 38 kommende Signal ist repräsentativ für den Widerstand oder die elektrische
Leitfähigkeit σ, der invasionsfreien Zone während das von der Ubertragerschaltung 27 zur Erdoberfläche
gegebene Signal repräsentativ ist für die Leitfähigkeit σχ0 oder den Widerstand Rx0 der Invasionszone, wie
oben abgehandelt. Falls gewünscht, kann eine frequenzvariable Anordnung vorgesehen sein für die Untersuchung
der invasionsfreien Zone in der gleichen Weise wie für die Untersuchung der Invasionszone.
Dies ist dargestellt in F i g. 3 durch den mit dem Hinweis »Steuerfrequenz des frequenzvariablen Oszillators
23a« zu versehenden Leiter 38a, der an einen Verstärker ähnlich dem. Verstärker 39 angeschlossen
sein kann.
F i g. 5 der Zeichnung zeigt eine andere Ausfuhrungsform der Erfindung für die Untersuchung
unterirdischer Erdformationen durch die Anwendung von sich ausbreitenden elektromagnetischen Wellen.
Das Gerät gemäß F i g. 5 zeigt eine in einem Bohrloch 19 angeordnete Elektrodenanordnung. Die mechanischen
Teile des Bohrloch-Untersuchungsgerätes sind zwecks kürzerer Darstellung und Beschreibung aus
Fig. 5 der Zeichnung weggelassen, doch sind diese Einzelheiten in der Bohrloch-Untersuchungstechnik
an sich ganz bekannt. Die Elektroden gemäß F i g. 5 umfassen eine Stromaussendeelektrode A, eine ganz
dicht bei dieser angeordnete Stromrückkehrelektrode B und zwei Meßelektroden M1 undJW2, die in
einem gewünschten Abstand unterhalb der Stromaussende- und -rückkehrelektrode angeordnet sind.
Die Stromaussende- und -rückkehrelektroden A und B können als ein elektrischer Dipol angesehen werden.
Somit kann die Kombination der Stromaussende- und -rückkehrelektroden A-B als der Sender für die
Aussendung elektromagnetischer Energie in die umgebenden Erdformationen angesehen werden.
Die Meßelcktroden M1 undM2 sprechen auf den
elektrischen Feldteil der ausgesandten elektromagnetischen Energie in fast der gleichen Weise an wie die
Empfängerspule gemäß Fi g. 3 auf den magnetischen Teil der sich fortpflanzenden elektromagnetischen
Energie ansprach. Somit kann man die Meßelektroden M1 undM2 als Empfänger ansehen und der Abstand
zwischen den Sendeelektroden A-B und den Empfangselektroden M1-M2 ist somit das sogenannte
Sender-Empfänger-Spacing oder der Sender-Empfänger-Abstand L,r. Die zuvor abgehandelte Theorie
paßt ebenso gut auf die Elektrodenanordnung von F i g. 5 wie auf die Spulenanordnung nach F i g. 3.
Die durch die Meßelektroden M1 undM2 aufgenommene
Spannung, die dem elektrischen Feldteil der sich ausbreitenden elektromagnetischen Welle an den
Empfängern proportional ist, wird angelegt an ein Paar elektrisch angepaßter Verstärker 40 und 41.
Die Ausgangssignale der Verstärker 40 und 41 werden zugleich an einen Phasenkomparator oder -vergleicher
38 als auch an einen Amplitudenvergleicher 39 gegeben. Da die Phasendifferenz oder das Amplitudenverhältnis
der an die Verstärker 40 und 41 angelegten Signale gemessen wird, ist es klar, daß der Masseanschluß
für die im Bohrloch befindliche elektronische Schaltung in F i g. 5 an die umhüllende Patrone erfolgen
kann, wie dargestellt. Das bedeutet, daß jeglicher Fehler in diesem geerdeten Bezugspotential
einen sehr geringen, wenn überhaupt einen Einfluß auf die Messungen haben wird.
Was den Phasenvergleicher 38 angeht, so werden die Ausgangssignale von den Verstärkern 40 und 41 jedes für sich angelegt an ein Paar von Spannungsbegrenzern 42 und 43, die dazu dienen, die Spannungshöhe der von den Verstärkern 40 und 41 kommenden Signale bei einer gewünschten gleichbleibenden Spannung zu halten. Die Ausgangssignale von den Spannungsbegrenzern 42 und 43 werden einem phasenempfindlichen Detektor 44 zugeführt, wobei das Signal von einem der Spannungsbegrenzer als Bezugsphase
Was den Phasenvergleicher 38 angeht, so werden die Ausgangssignale von den Verstärkern 40 und 41 jedes für sich angelegt an ein Paar von Spannungsbegrenzern 42 und 43, die dazu dienen, die Spannungshöhe der von den Verstärkern 40 und 41 kommenden Signale bei einer gewünschten gleichbleibenden Spannung zu halten. Die Ausgangssignale von den Spannungsbegrenzern 42 und 43 werden einem phasenempfindlichen Detektor 44 zugeführt, wobei das Signal von einem der Spannungsbegrenzer als Bezugsphase
für das andere Signal wirkt. Da die Spannungsbegrenzer 42 und 43 Ampliludcnändcrungen von dem
zu dem phasenempfindlichen Detektor 44 zugeführten Signalen entfernen, führt der phasenempfindliche
Detektor 44 ein sich änderndes Glcichstrom-Ausgangssignal
zur Erdoberfläche, das proportional ist der Phasendifferenz I Φ zwischen den beiden von den
Meßelektroden Ai1 und M2 aufgenommenen Signalen.
Im Amplitudenverglcichcr 39 werden die von den
Verstärkern 40 und 41 kommenden Ausgangssignale durch ein Paar von Gleichrichtern 45 und 46 geschickt
und dann als gleichgerichtete Ausgangssignalc einer Ratio- oder Verhältnisschaltung 47 zugeführt, die das
Verhältnis der beiden eingegebenen Signale nimmt. Das sich daraus ergebende Alisgangssignal der Ratiooder
Verhältnisschaltung 47 ist somit ein sich änderndes Glcichstromsignal proportional dem Verhältnis
VMJVM . Sowohl die Amplituden- als auch die Phascnsignale
werden zur Erdoberfläche geführt, um Anzeigen für die elektrische Leitfähigkeit der die Sondenanordnung
umgebenden Informationen zu erhalten. Der Vcrgieicher 26 von F i g. 3 kann so aufgebaut
sein, wie der Phasen- oder Amplitudcnvcrgleichcr 38 oder 39 von F i g. 5.
Dort ist noch eine andere Sache zu beachten, und zwar der Einfluß der reflektierten Wellen auf die
Messungen. Reflektierte Wellen sind an Begrenzungen, wie z. B. Schichtftächengrenzcn, zurückgeworfene elektromagnetische
Wellen. Dieses Problem der reflektierten Wellen bereitet besondere Schwierigkeiten in
Verbindung mit der Untersuchung der invasionsfreien Zone wegen des längeren Scndcr-Empfänger-Spacings
oder -abstandcs Llr in diesem Falle, was somit Anlaß
gibt zu zu lang gemessenen Tiefenabständen, die fehlerhaft sein können. Aber auch bei der Invasionszonenuntersuchung
können Schwierigkeiten hinsichtlich reflektierter Wellen auftreten. Dieses Problem
der reflektierten Wellen ist in F i g. 1 dargestellt, wo eine einfallende elektromagnetische Welle H, gezeigt
ist, die sich gegen eine Schleiffläche 13 ausbreitet, und eine reflektierte Welle J/r, die sich von der Schichtfläche
13 wieder weg ausbreitet.
Wenn die Formationen homogen sind und unter der Annahme, daß die Antennen Spulen sind, die somit
magnetische Felder erzeugen, so kann die Beziehung für die magnetische Feldstärke H. ebener Wellen an
einer gegebenen Stelle in der Formation ausgedrückt werden als:
wobei a =
1±L
ist und
(8)
Hi — das einfallende Feld,
Hr = das reflektierte Feld und
Hr = das reflektierte Feld und
z' = die Entfernung von der Schichtflächenebene 13 bedeutet.
Es ist festgestellt worden, daß, wenn die zweite Differenz des magnetischen Feldes gemessen wird, die
sich der zweiten Ableitung des Feldes annähert, daß die Messung dann im wesentlichen unempfindlich
gegenüber der Reflektionswcllenkomponente von Glei-
chung (8) ist. Die zweite Ableitung von Gleichung (8)
ergibt sich zu:
| U2IL | H. | lim |
| άζ2 | ~ ~f | IZ.-> |
| = | ||
-2Η.
τ- IZ.)+ 1 Η{;
(1L)2
(9)
Der Term rechts von dem letzten Gleichheitszeichen von Gleichung (9) ist lediglich die näherungsweise
Definition einer zweiten Ableitung. Der Gleichung (9) kann entnommen werden, daß die Reflektionswellenkomponcntc
des magnetischen Feldes an einer gegebenen Stelle vernachlässigt werden kann durch Anordnung
zweier Empfänger mit Werten von jeweils +1 in einer Entfernung 1L von dem Haupt-Zentralempfängcr
mit einem Wert von — 2. Um ein gutes Maß dieser zweiten Differenz zu schaffen, sollte das Spacing
oder der Abstand IL zwischen den Empfängern verhältnismäßig kurz sein im Verhältnis zu einer Skin-Tiefc.
Die Beziehung für die Konduktivität oder elektrische Leitfähigkeit σ ist abgeleitet von der Gleichung
(9):
-2H1 + //(ζ- id+
Während die Gleichungen (9) und (10) für ein homogenes Medium und den Fall ebener Wellen gelten,
können die Feldgleichungen für sphärische Wellen und inhomogene Medien in der gleichen Weise geschrieben
werden, und die zweite Ableitung einer solchen Gleichung kann zur Bestimmung der Spacings
oder Abstände und Werte der verschiedenen Empfänger dienen. Die gleiche Betrachtung gilt auch für
die elektrischen Feldgrößen, d. h. die Elektroden.
In F i g. 6 ist ein gemäß den Beziehungen der Gleichungen (9) und (10) konstruiertes Gerät gezeigt.
Dieses Gerät umfaßt eine Spulenanordnung mit Spulen R9, R10 undRn in einem Bohrloch 50, die gemäß
Gleichung (9) angeordnet sind. Die Empfänger R9 und /?n sind an entgegengesetzten Seiten der zentralen
Spule Rk, angeordnet, die doppelt so viel Windungen
wie die Spulen R9 und R11 hat, um die Bewertungsfaktoren 2, 1 und 1 zu schaffen. Die Spulen R9 und Ru
sind in Reihenschaltung und die zentrale Spule R10 in einer Gcgenreihenschallung zu den Spulen R9 und
Rn angeordnet. Somit hat jede der Spulen R9 und R11
einen Wert von + 1 und die Spule Rj0 einen Wert von
— 2, um Gleichung (9) zu genügen. Die in Reihe geschallcte Spulenanordnung ist an einen Verstärker
und Gleichrichter 51 angeschlossen, der ein dem Zähler von Gleichung (10) proportionales Signal gibt.
Um ein dem Nenner von Gleichung (10) proportionales Signal zu erhalten, wird die in die mittlere oder zentrale
Empfängerspule R10 induzierte Spannung, die proportional
ist 2 H1, an einen Verstärker und Gleichrichter 52 angelegt, der für eine Ausgangsspannung
proportional 2 H. sorgt. Dieses Ausgangssignal wird
809 531/14
dann durch ein Bewertungsnetzwerk 53 mit einem konstanten Faktor
bewertet, um ein Signal proportional dem Nennerterm
von Gleichung (10) zu schaffen. Die Ausgänge von der Verstärker- und Gleichrichterschaltung 51 und
dem Bewertungsnetzwerk 53 werden einer Ratio - oder Verhältnisschaltung 54 zugeführt, die ein der Konduktivität
oder elektrischen Leitfähigkeit n gemäß Gleichung (lO)proportionalesAusgangssignalzur Erdoberfläche
gibt. Wenn gewünscht, kann statt der Reihenschaltung der bewerteten Spulen R97R10UiId Rn
diese Bewertung elektronisch erreicht werden durch ein Bewertungsnetzwerk. Wenn die Antennen Elektroden
sind, kann die Bewertung auch erreicht werden mit geeigneten elektronischen Netzwerken.
Wie somit zu erkennen ist, lehrt die vorliegende Erfindung eine gegenüber dem bekannten Stand der
Technik vollständig unterschiedliche Technik für die Untersuchung von Erdformationen. Während die
vorliegende Erfindung elektromagnetische Energie für die Untersuchung unterirdischer Erdformationen
verwendet, ist sie vollständig verschieden von den früheren statischen oder quasi statischen elektromagnetischen
Untersuchungstechniken, und zwar insofern, als die Arbeitsfrequenz erhöht wird bis zu einem
Punkt, wo die statische und quasi statische Feldtheorie nach den vorbekannten Induktionslog- und Elck-Irodenlog-Untersuchungssystemen
sich nicht langer anwenden läßt. Stattdessen ist die Wellenlänge und
-> die Skin-Tiefe der Frequenz bis zu einem Punkt verringert,
wo die dynamische Feld theoriezur Anwendung kommt und sich die elektromagnetische Welle durch
die Formationen fortpflanzt. Dann kann durch Messung einer oder beider Fortpflanzungskonstanten,
ίο d. h. der Dämpfungskonstante oder der Phasenkonstante,
die Skin-Tiefe und somit die Konduktivität oderelcktrische Leitfähigkeit der benachbarten Formationen
bestimmt werden.
Durch passende Wahl der Konstanten des Unter-
ir> suchungssystems, d.h. der Antennen-Spacings- oder
-abstände und der Frequenz, können gewünschte radiale und vertikale Lösungen verwirklicht werden,
die die Untersuchung jeder interessierenden Formationszone gestatten. In den obigen Beispielen ist ebenso
gezeigt, wie die geeigneten Spacings oder Abstände und die Frequenz für die Untersuchung der Invasionszone und der invasionsfreien Zone auszuwählen sind.
Gemäß der Lehre der vorliegenden Erfindung kann selbstverständlich jegliche andere Zone oder Kombi-
>·> nation von interessierenden Zonen durch geeignete
Auswahl der Spacings und der Frequenz in Übereinstimmung mit den Lehren der vorliegenden Erfindung
untersucht werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Geophysikalische Bohrlochmeßeinrichtung zum Untersuchen bohrlochdurchteufter Erdformationen
mit einer durch das Bohrloch bewegbaren Sonde, die eine Sendeantenne und wenigstens zwei
voneinander im Abstand liegende Empfangsantennen mit nachgeschalteten Meß- und Auswerteeinrichtungen
aufweist, und mit einer Generatoreinrichtung zum Speisen der Sendeantenne mit hochfrequenter elektromagnetischer Energie, die
in die umgebenden Erdformationen abgestrahlt wird, wobei eine Frequenz gewählt ist, bei der sich
die Strahlungsenergie zumindest in der Invasionszone ausbreitet, gekennzeichnet durch
folgende Merkmale:
a) der Abstand (L(r) zwischen Sendeantenne (T)
und dem Mittelpunkt des Abstandes (. 1 /) zwischen den Empfangsantennen (R 4, R5)
beträgt mindestens das ^fache des Bohrlochdurchmessers
und ist mindestens halb so groß wie die maximale »Skin-Tiefe« der Invasionszone;
b) der Abstand (AL) zwischen den Empfangsantennen (R4, RS) ist geringer als das 3fache
der minimalen »Skin-Tiefe«;
c) die Meß- und Auswerteeinrichtungen (25 bis 26,51 bis 54) sind solche, die für das Bestimmen
von Phasen- und/oder Amplitudengradienten an sich bekannt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Schaltkreise zum Erregen der Sendeantenne
(T) mit variabler Frequenz, durch an die Empfangsantenne (R) angeschlossene Schaltkreise
zur Messung mindestens eines Faktors der Ausbreitungskonstanten mindestens eines Teils der
das Bohrloch (19) umgebenden Erdformation (21) zur Erzeugung eines entsprechenden Ausgangssignals
(38 a), durch auf dieses Ausgangssignal ansprechende Schaltkreise (38) zur Erzeugung eines
Regelsignals zum Nachregeln der variablen Frequenz derart, daß der gemessene Ausbreitungskonstantenfaktor
auf einem gewünschten Wert gehalten wird, und durch auf das Regelsignal ansprechend
ausgebildete Schaltkreise (29) zum Erzeugen eines entsprechenden Meßwertes für die
Leitfähigkeit der das Bohrloch umgebenden Erdformation.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967S0112648 DE1623118C3 (de) | 1967-11-02 | 1967-11-02 | Geophysikalische Bohrlochmeßelnrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1967S0112648 DE1623118C3 (de) | 1967-11-02 | 1967-11-02 | Geophysikalische Bohrlochmeßelnrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1623118A1 DE1623118A1 (de) | 1971-04-01 |
| DE1623118B2 DE1623118B2 (de) | 1978-08-03 |
| DE1623118C3 true DE1623118C3 (de) | 1979-04-05 |
Family
ID=7531922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1967S0112648 Expired DE1623118C3 (de) | 1967-11-02 | 1967-11-02 | Geophysikalische Bohrlochmeßelnrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1623118C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4009434A (en) * | 1974-12-09 | 1977-02-22 | Texaco Inc. | Dielectric induction logging system for obtaining water and residual oil saturation of earth formations |
-
1967
- 1967-11-02 DE DE1967S0112648 patent/DE1623118C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1623118A1 (de) | 1971-04-01 |
| DE1623118B2 (de) | 1978-08-03 |
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