DE1622853C - Schaltungsanordnung zur Storschwin gungsunterdruckung bei selbsterregten me chanischen Schwingungssystemen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Storschwin gungsunterdruckung bei selbsterregten me chanischen SchwingungssystemenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Störschwingungsunterdrückung bei selbsterregten
mechanischen Schwingungssystemen mit einer vom Ausgang des Schwingungssystems auf dessen Eingang
gekoppelten Rückführleitung.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 166101 ist ein kontaktlos gesteuerter mechanischer Schwinger
als Gangordner eines zeithaltenden Geräts bekannt. Dabei wird ein Kippgenerator von einem mechanischen
Schwinger synchronisiert. Bei derartigen Anordnungen kann es vorkommen, daß auch eine von
dem mechanischen Schwinger angenommene falsche Schwingfrequenz weiterhin aufrechterhalten wird.
Denn mechanische, schwingungsfähige Gebilde können bekanntlich nicht nur in ihrer Grundfrequenz,
sondern auch in Harmonischen schwingen. Auch eine solche unerwünschte, z.B. durch äußere Einflüsse
zufällig hervorgerufene Schwingung würde bei einer Anordnung dieser Art aufrechterhalten werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, eine Schaltungsanordnung der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, daß derartige unerwünschte Schwingungen mit Sicherheit verhindert
werden. Dies geschieht dadurch, daß die Rückführleitung enthält einen ersten Signalumformer, einen
Monovibrator und einen zweiten Signalumformer, und daß das Tastverhältnis des Monovibrators derart
veränderbar ist, daß dessen Sperrzeit etwas größer ist als die halbe Periodendauer der jeweiligen Grundwelle.
Auf diese Weise wird ein Schwingen auf unerwünschten Frequenzen durch ein periodisches Sperren
der Rückführleitung verhindert.
Die Rückführleitung muß nur zu den Zeiten, in denen die zur Erhaltung des gewünschten Schwingungszustandes
notwendige Information auftritt, geschlossen sein.
Es ist zwar auch bekannt, zur Unterdrückung von unerwünschten Schwingungen in der Rückführleitung
Filterschaltungen vorzusehen, jedoch haben diese den Nachteil, daß sie sich nur für einen begrenzten
Frequenzbereich eignen. Automatisch umschaltende bzw. gesteuerte Bandfilter erfordern einen großen
elektronischen Aufwand, wenn sie z. B. einen Frequenzbereich 1 : 200 (Klavier) überstreichen sollen.
An Hand der Figur wird die Erfindung näher beschrieben. Die erfindungsgemäß in die Rückführleitung
einzufügende Schaltungsanordnung besteht aus einem ersten Signalumformer 1, der aus dem von
einem Schwingungssystem 2 abgenommenen Eingangssignal ein Rechteck bildet, einem in seinem
Tastverhältnis veränderbaren Monovibrator 3 und einem zweiten Signalumformer 4, der aus dem rechteckförmigen
Ausgangssignal des Monovibrators 3 ein Signal der gewünschten Form (Dreieck, Sinus)
macht. Dieses Signal wird dem Schwingungssystem 2, erforderlichenfalls über einen Verstärker 5, wieder
zugeführt. Die Arbeitsweise der vollständigen Anordnung ist folgende: Wird das nicht rückgeführte
Schwingungssystem 2 durch einen einmaligen äußeren Anlaß zum Schwingen angeregt, so klingt es anschließend
mit seiner Grundfrequenz ab. Wird während dieses Abklingvorganges die Rückführleitung
geschlossen, so schwingt das System zumindest anfangs mit seiner Grundfrequenz weiter. Der Monovibrator
3 kann sich mit der Grundfrequenz auf das durch seine Regelung vorgegebene Tastverhältnis
einstellen. Zur Unterdrückung beispielsweise der ersten Oberwelle muß der Monovibrator 3 so eingestellt
sein, daß er sich auf eine Sperrzeit einstellt, die etwas größer ist als die halbe Periodendauer der
Grundwelle. Sollte nur die erste Oberwelle als Störsignal auftreten, so käme nach der halben Periodendauer
der Grundwelle bereits wieder eine positive Flanke, aber der Monovibrator ist zu dieser Zeit
noch gesperrt. Die Information der ersten Oberwelle wird somit unterdrückt. Durch Vergrößern der
Sperrzeit des Monovibrators lassen sich auch höhere Ordnungen unterdrücken. Zu der Zeit, da eine positive
Flanke des gewünschten Signals kommt (z. B. Grundwelle), muß der Monovibrator 3 zurückgekippt
sein. Ändert sich die Eigenfrequenz des Schwingungssystems 2, so macht der Monovibrator 3 die
Frequenzänderungen exakt mit, da er jeweils von der auf diese Weise ausgewählten positiven Flanke des
Rückführsignals gesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zur Störschwingungsunterdrückung bei selbsterregten mechanischen
Schwingungssystemen mit einer vom Ausgang des Schwingungssystems auf dessen Eingang gekoppelten
Rückführleitung, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückführleitung enthält einen ersten Signalumformer (1), einen Monovibrator
(3) und einen zweiten Signalumformer (4), und daß das Tastverhältnis des Monovibrators
(3) derart veränderbar ist, daß dessen Sperrzeit etwas größer ist als die halbe Periodendauer der
jeweiligen Grundwelle. .
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ausgang
des zweiten Signalumformers (4) und dem Eingang des Schwingungssystems (2) ein Verstärker
(5) zwischengeschaltet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP0044216 | 1968-03-12 | ||
| DEP0044216 | 1968-03-12 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1622853A1 DE1622853A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE1622853B2 DE1622853B2 (de) | 1972-12-14 |
| DE1622853C true DE1622853C (de) | 1973-08-23 |
Family
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