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DE162268C - - Google Patents

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Publication number
DE162268C
DE162268C DE1904162268D DE162268DA DE162268C DE 162268 C DE162268 C DE 162268C DE 1904162268 D DE1904162268 D DE 1904162268D DE 162268D A DE162268D A DE 162268DA DE 162268 C DE162268 C DE 162268C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sighting device
quadrant
axis
influence
bolt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1904162268D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE162268C publication Critical patent/DE162268C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT22092D priority Critical patent/AT22092B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G1/00Sighting devices
    • F41G1/44Spirit-level adjusting means, e.g. for correcting tilt; Means for indicating or correcting tilt or cant

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ml 62268' KLASSE 72/.
Um beim Richten fahrbarer Geschütze, die mittels eines vom Rohr oder von der Wiege getragenen Aufsatzes gerichtet werden, .den Einfluß des schiefen Räderstandes ausschalten zu können, hat man bisher die Aufsatzbüchse um eine Achse schwingbar angeordnet, die parallel zur Seelenachse ist. Soll bei derartigen Geschützen der Einfluß des schiefen Räderstandes ausgeschaltet werden, so muß bekanntlieh dem Rohr erst die erforderliche Erhöhung gegeben werden. Alsdann wird der Aufsatz um die erwähnte Achse aus seiner gegen die Horizontalebene geneigten Stellung in die vertikale Stellung geschwungen, worauf mittels der Seitenrichtmaschine und gegebenenfalls der Höhenrichtmaschine die Visierlinie auf das Ziel gerichtet wird. Geht die Visierlinie durch das Ziel, so ist das Geschütz unter Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes auf das Ziel eingerichtet.
Die Erfindung verfolgt nun den Zweck, auch für solche Geschütze die Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes zu ermöglichen, bei denen ein vom Rohr oder von der Wiege getragener Aufsatz nicht zur Verwendnug kommt, und bei denen daher die Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes in der angegebenen Weise nicht möglich ist. Zu diesen
. Geschützen gehören beispielsweise Steilfeuergeschütze, bei welchen mit Rücksicht auf die meist vorkommenden großen Erhöhungen die Benutzung eines gewöhnlichen Aufsatzes unzweckmäßig ist, und die daher vorzugsweise mittels eines Libellenquadranten gerichtet werden.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine zum Teil im Schnitt gehaltene Seitenansicht der einen Ausführungsform,
Fig. 2 den Schnitt nach 2-2 der Fig. 1, von links gesehen; das Visierfernrohr ist in Stirnansicht wiedergegeben,
Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, zum Teil im Schnitt nach 3-3 der Fig. 2, von rechts gesehen,
Fig. 4 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung, bei welcher sich einige Teile in anderer Stellung befinden,
Fig. 5 einen Schnitt nach1 5-5 der Fig. 1, von oben gesehen,
Fig. 6 den Schnitt nach 6-6 der Fig. 2, von rechts gesehen,
Fig. 7 eine zum Teil im Schnitt gehaltene Seitenansicht der zweiten Ausführungsform,
Fig. 8 den Schnitt nach 8-8 der Fig. 7, von links gesehen; das Visierfernrohr ist in Stirnansicht wiedergegeben,
Fig. 9 den Schnitt nach 9-9 der Fig. 8, von oben gesehen.
Es möge zunächst das in Fig. ϊ bis 6 dargestellte Ausführungsbeispiel beschrieben werden.
Das im wesentlichen scheibenförmige Gehäuse der Visiervorrichtung ist mit einem schwalbenschwanzförmigen Fuß α versehen,
{2. Auflage, ausgegeben am 14. Januar S911J
der dazu bestimmt ist, beim Gebrauche der Visiervorrichtung in eine am Bodenstück des Geschützrohres. vorgesehene schwalbenschwanzförmige Nut einzugreifen. An der einen Seite ist das Gehäuse durch einen eingelassenen Deckel a1 (Fig. 2 und 4) geschlossen; oben besitzt es eine öffnung, in welcher ein Führungsstück «2 (Fig. ι bis 4) derartig gelagert ist, daß es sich drehen, aber nicht verschieben kann.
In der dem Deckel a1 gegenüberliegenden Gehäuse wand a8 ist ein Libellenquadrant CC1 (Fig. i, 2 und 4) mittels eines Zapfens c2 schwingbar, gelagert. Mit einer Verzahnung dieses Quadranten steht eine Schnecke C3 in Eingriff, welche in einem Gehäuse E drehbar, aber unverschiebbar angeordnet ist. Das Gehäuse E ist durch einen Zapfen e1 (Fig. 3 und 5), welcher in der Gehäusewand a3 gelagert ist, schwingbar mit dem Gehäuse der Visiervorrichtung verbunden. Eine Feder e2 (Fig. 3 und 5), deren eines Ende am Gehäuse E und deren anderes Ende an der Gehäusewand as angreift, sucht das Gehäuse E nach oben zu schwingen und so die Schnecke C3 in Eingriff mit der Veras zahnung des Quadranten C zu halten. Die beschriebene Lagerung des ,Schneckengehäuses E bietet die Möglichkeit, die Schnecke C3 durch einen Druck auf ihr Griffrädchen außer Eingriff mit der'. Verzahnung des Quadranten C zu bringen, worauf letzterer unmittelbar von Hand schnell um seinen Zapfen c2 geschwungen werden kann. Zum Ablesen der groben Einstellung des Quadranten C dient eine auf der Gehäusewand as angebrachte Skala a* (Fig. 1), die durch ein im Quadranten C vorgesehenes Fenster c* (Fig. 1) sichtbar ist, und eine in einer Wand dieses Fensters eingeschlagene Marke c5. Das Ablesen der Feineinstellung des Quadranten C kann mittels einer auf dem Schneckengehäuse E angebrachten Marke e3 (Fig. 1) an einer auf einer Trommel des Griffrädchens der Schnecke C3 angeordneten Skala c6 erfolgen..
Der Zapfen c2 des' Quadranten C ist mit einem Zahnradsegment D (Fig. 2 bis 4) starr verbunden. Das Segment D liegt innerhalb des Gehäuses der Visiervorrichtung und steht mit einem Zahnradsegment L in Eingriff. Letzteres ist mittels eines mit einer zentralen Bohrung versehenen Zapfens P- in der Gehäusewand a3 . schwingbar gelagert. . Die Zahnradsegmente D L besitzen gleiche Halbmesser und gleiche. Verzahnung. In die Bohrung des Zapfens Z1 greift ein Zapfen k1 einer Scheibe K (Fig. 2 und 4) ein, welcher undrehbar mit dem Zahnradsegment L verbunden und gegen Verschiebung in der Gehäusewand az gesichert ist. Die Scheibe K liegt an den Zahnradsegmenten öl an und trägt auf der dem Zapfen k1 gegenüberliegenden Seite ein Auge £2 (s. auch Fig. 6). Letzteres dient zur Aufnahme eines Drehbolzens /, welcher durch zwei an dem Auge &2 anliegende Augen h1 einer Scheibe H (Fig. 2 und 4) hindurchgeführt ist. Die.Scheibe H ist vermittels eines zentralen Zapfens A2 mit einer tellerförmigen Scheibe G drehbar verbunden. Eine auf den Zapfen h2 aufgeschraubte Mutter h3 sichert die Scheibe G gegen Abheben von der Scheibe H. Die Zapfen k1 h2 sind bei Normalstellung der Visiereinrichtung konachsial zueinander angeordnet; ihre Achse liegt mit der Achse des Bolzens / in einer und derselben Ebene. Die Scheibe G, welche im nachstehenden als Fernrohrträger bezeichnet ist,.steht unter Vermittlung eines Ansatzes g1 (Fig.. 2 bis 4) mit einer ein Fernrohr F tragenden Platte f1 in Verbindung. Ein Teil des Ansatzes g1 ist als Vierkant ausgebildet und in einem Ausschnitt as (Fig. 2 und 4) des Führungsstückes a2 derartig geführt, daß der' Fernrohrträger G einer Drehung der Scheibe H um die Achse des Zapfens h2 . nicht zu folgen vermag.
Die gegenseitige Anordnung der erwähnten Teile ist so getroffen, daß, wenn die Visiervorrichtung in der Gebrauchsstellung auf das Bodenstück des Geschützrohres aufgesetzt ist, einerseits die Achse der Zapfen k1 h2 parallel zur Achse der wagerechten Schildzapfen des Geschützes liegt und andererseits die Achse des Bolzens / parallel zur Seelenachse des Geschützrohres verläuft, wenn die Marken c5 e3 auf den Nullstrich der zugehörigen Skala zeigen. Liegt bei dieser Stellung des Quadranten C die Seelenachse des Geschützrohres . wagerecht, so spielt die Libelle C1 ein.
Im Gehäuse der Visiervorrichtung ist unmittelbar über dem Fuß α eine Schraubenspindes M mit rechtsgängigem Gewinde. drehbar, aber unverschiebbar gelagert. Die Spindel M steht mit einer Mutter M1 in Eingriff, die mit einer ebenen Fläche an der unteren Wand des Gehäuses der Visiervorrichtung anliegt,.so daß sich beim Drehen der Spindel M die Mutter M1 verschiebt. Letztere trägt zwei mit gekrümmten Anschlagflächen versehene Anschläge m2, zwisehen die. der untere Rand des Fernrohrträgers G eingreift. Durch Drehen der Spindel M. kann somit der Fernrohrträger um den Bolzen /geschwungen und dadurch bei, schiefem Räderstand in eine senkrechte Lage gebracht werden. Ob der Fernrohrträger eine "senkrechte Lage einnimmt, läßt eine Libelle N (Fig. 1, 3 und 4) erkennen, die an der Platte f1 befestigt ist.
Es. sei angenommen, daß das zu richtende ■ Geschütz solchen schiefen Räderstand besitzt, daß die Achse seiner wagerechten Schildzapfen, vom Bodenstück des Geschützrohres aus betrachtet, gegen die Horizontalebene nach rechts geneigt ist. Um das. Geschütz zu richten, wird die Visiervorrichtung auf das Bodenstück des in der Ladestellung befindlichen Geschützrohres aufgeschoben; im vorliegenden.Falle ist
der Einfachheit halber angenommen, daß das Rohr in der Ladestellung wagerecht liegt. Nun wird der Libellenquadrant CC1 auf die der Entfernung des Zieles entsprechende Erhöhung eingestellt. Zu diesem Zweck wird vermittels der Schnecke C3 der Quadrant C so lange um die Achse des Zapfens c2 geschwungen, bis die Marken c6 e3 auf den der Entfernung des Zieles entsprechenden Teilstrich der zugehörigen Skala
ίο einspielen. Handelt es sich um eine große Erhöhung, so wird die Schnecke C3 in der.oben angegebenen Weise zunächst außer Eingriff mit dem Quadranten C gebracht,, letzterer grob eingestellt und schließlich mittels der Schnecke C3 die Feineinstellung des Quadranten C bewirkt. Bei der Einstellung des Quadranten C muß natürlich gegebenenfalls auf die etwaige Lage des Zieles über oder unter der durch den Standort des Geschützes gehenden Horizontalebene (Geländewinkel) Rücksicht genommen werden. Dies geschieht in der Weise, daß der Quadrant C auf einen Winkel eingestellt wird, der um den Geländewinkel größer oder kleiner ist als der der Entfernung des Zieles entsprechende Winkel. An der Drehung des Quadranten C nimmt das Zahnradsegment D teil und dreht dabei das Zahnradsegment L um den gleichen Winkel, aber in entgegengesetzter Richtung. Mit dem Segment L drehen sich der Zapfen k1 und die Scheibe K sowie der Bolzen / und die Scheibe H, während der Fernrohrträger G seine ursprüngliche Stellung beibehält. Durch die Einstellung des Quadranten C hat die Achse des Bolzens / eine Neigung gegenüber der Horizontalebene erhalten, die nach Richtung und Größe der Erhöhung entspricht, welche dem Geschützrohr gegeben werden muß. Sodann wird die Spindel M im Drehsinne des Uhrzeigers gedreht. Bei dieser Drehung der Spindel M gleitet die Mutter M1 nach rechts (Fig. 4) und nimmt dabei mittels ihrer Anschläge m2 den Fernrohrträger G mit. Der Bewegung des Fernrohrträgers folgt die Scheibe H. Letztere und der Fernrohrträger schwingen hierbei um die Achse des Bolzens /. Während der Bewegung des Fernrohrträgers gleitet der vierkantige Teil seines Ansatzes g1 in dem Ausschnitt a5 des Führungsstückes a2, wobei letzteres um ein geringes Maß gedreht wird. Das Drehen der Spindel M wird so lange fortgesetzt, bis die Libelle N einspielt. Ist dies der Fall, so nimmt der Fernrohrträger eine senkrechte Stellung ein (Fig. 4). Alsdann wird die Visierlinie mittels der Höhen- und Seitenrichtmaschine des Geschützes auf das Ziel eingerichtet und schließlich dem Geschützrohr die der Entfernung des Zieles entsprechende Erhöhung gegeben. Letzteres geschieht dadurch, daß mittels . der Höhenrichtmaschine das Bodenstück des Geschützrohres so lange gesenkt wird, bis die Libelle C1 einspielt. Während dieses Vorganges verliert die Visierlinie die Richtung . auf das Ziel. Spielt die Libelle C1 ein, so ist das Geschütz unter Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes auf das Ziel eingerichtet, wie sich aus folgender Erwägung ergibt: Betrachtet man die Längsachse des Bolzens /als die Seelenachse eines Geschützes, so ist zweifellos dieses Geschütz unter Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes auf das Ziel eingerichtet. Letzteres muß aber auch mit dem eigentlichen Geschütze der Fall sein, wenn diesem die erforderliche Erhöhung erteilt worden ist, da seine Seelenachse an der Seiteneinstellung der Längsachse des Bolzens ./ teilgenommen hat und somit beide Achsen parallel zueinander verlaufen müssen, wenn sie die gleiche Erhöhung haben. Der Unterschied zwischen dem wahren Erhöhungswinkel des Rohres und dem am Libellenquadranten eingestellten Winkel, welcher beim Vorhandensein einer Schildzapfenneigung dadurch auftritt, daß die Skala «4 des Libellenquadranten nicht in einer lotrechten Ebene, sondern in einer entsprechend der Schildzapfenneigung schrägen Ebene liegt, ist. nur sehr gering und kann daher bei der Einstellung des Erhöhungswinkels am Libellenquadranten unberücksichtigt bleiben.
Die in Fig. 7 bis 9 dargestellte Visiervorrichtung besitzt ein im wesentlichen hohlkugelförmiges Gehäuse O O1, dessen beide Teile miteinander verschraubt sind. Der Teil O ist durch einen Gewindezapfen o2 mit einer Fußplatte o3 verbunden. Das Gehäuse O O1 wird von dem ebenfalls, hohlkugelförmigen Fernrohrträger Q Q1 umschlossen und dient dem letzteren als Führung. Der Fernrohrträger besteht aus zwei Teilen Q Q1, deren jeder einen Verbindungsflansch #2.bezw. qs besitzt. Der untere Fern- rohrträgerteil Q1 ist mit einem kreisförmigen Ausschnitt versehen, durch welchen der Gewindezapfen o2 mit allseitigem Spiel hindurchtritt. Der obere Teil Q des Fernrohrträgers besitzt einen Ansatz ^* (Fig. 8), auf welchen eine Platte r1 aufgeschraubt ist, die ein Fernrohr R trägt. Mit dem Teile Q des Fernrohrträgers ist ferner eine Libelle Q5 (Fig. 7) starr verbunden. In dem Ansatz qA ist eine Schnecke 5 (Fig..8) drehbar, aber unverschiebbar gelagert. Die Schnecke S steht niit einem Zahnsektor T in Eingriff, dessen Gestalt und Anordnung aus Fig. 8 ersichtlich ist. Eine Feder t1 ist dazu bestimmt, den Sektor T in Eingriff mit der Schraube S zu halten. Die das Fernrohr 7? 115 tragende Platte r1 besitzt zwei nach unten gerichtete Lappen r2 (Fig. 7 und 8), an denen ein Gehäuse U1 für eine Schnecke U befestigt ist. Die Schnecke U ist in dem Gehäuse U1 drehbar, aber unverschiebbar gelagert. Sie steht mit einer Verzahnung eines schwingbar angeordneten Libellenquadranten V V1. (Fig. 7
und 8) in Eingriff, der behufs Ablesens der Grobeinstellung mit einer Skala υ2 (Fig. 7) versehen ist, die sich beim Einstellen des Quadranten V an einem an dem äußeren Lappen r2 befestigten Zeiger r3 (Fig. 8) vorbeibewegt. Zum Ablesen der Feineinstellung des Quadranten V dient eine am Schneckengehäuse U1 angeordnete Marke u2 (Fig. 7) und eine auf einer Trommel des Griffrädchens der Schnecke U angebrachte Skala m3 (Fig. 7). Der Quadrant V ist mit einem Kegelrad W (Fig. 8 und 9) starr verbunden, welches mittels eines Zapfens wz in den Flanschen q2 qz des Fernrohrträgers QQ1 drehbar gelagert ist. Der Lagerzapfen ws des Kegelrades W ist mit einer achsialen Bohrung versehen, welche das eine Ende einer Welle X aufnimmt. Das andere Ende der Welle X ruht in einem Lager des Fernrohrträgers QQ1, welches dem Lager für den Zapfen w3 des Kegelrades W diametral gegenüberliegt. Das Kegelrad W steht mit einem Kegelrad W1 (Fig. 8) in Eingriff, welches auf einer Achse Z drehbar, aber unverschiebbar gelagert ist. Die Achse Z, welche in einem Lager (Fig. 8) des Fernrohrträgers Q Q1 ruht, kreuzt die Welle X unter einem rechten Winkel und steht mit derselben unter Vermittlung eines Auges Z1 in gelenkiger Verbindung. Das Zahnrad W1 greift in ein Zahnrad W2 (Fig. 8 und 9) ein, welches mit der Welle X undrehbar verbunden und gegen Verschiebung auf der Welle X gesichert ist. Die Kegelräder W Wx W2 haben gleichen Durchmesser und gleiche Verzahnung. Die Welle X ist mit einer ihre Achse rechtwinklig kreuzenden Bohrung versehen, die sich in zwei Augen x1 x2 (Fig. 9) der Welle X fortsetzt. Ihre Achse fällt mit einer durch den Mittelpunkt des Gehäuses O O1 und des Fernrohrträgers Q Q1 gelegten Ebene zusammen.
Die erwähnte Bohrung der Welle X und der Augen x1 x2 deckt sich mit der Bohrung zweier Augen -px p2 (Fig. 9) eines Ringes P (s. auch Fig. 8), welcher zwischen dem Gewindeteil o4 des Gehäuseteiles O1 und einem ringförmigen Flansch o5 des Gehäuseteiles O geführt ist. Die Bohrung der Welle X, deren Augen x1 x2 und die Augen -p1 p2 des Ringes P dienen zur Aufnahme eines Drehbolzens Y. Damit der Fernrohrträger QQ1 und die mit ihm verbundenen Teile beim Ausschalten des Einflusses des schiefen Räderstandes eine Schwingung gegenüber dem Gehäuse 0 O1 ausführen können, ist letzteres mit Ausschnitten o6 o7 o8 (Fig. 7 und 8) und der Ansatz ql mit einer Aussparung ^6 (Fig. 8) versehen.
Die gegenseitige Anordnung der einzelnen Teile der Visiervorrichtung ist derart getroffen, daß, wenn die Visiervorrichtung in der Gebräuchsstellung mit ihrer Fußplatte o3 auf das Bodenstück des Geschützrohres aufgesetzt ist, einerseits. die Achse der Welle X parallel zur Achse der wagerechten Schildzapfen des Ge- ' Schützes liegt und andererseits die Achse des Bolzens Y parallel zur Seelenachse des Geschützrohres verläuft, wenn der Zeiger ra und die Marke u2 auf den Nullstrich der zugehörigen Skala zeigen. Liegt bei dieser Stellung der einzelnen Teile der Visiervorrichtung die Seelenachse des Geschützrohres wagerecht, so spielt die Libelle V1 ein, während die Libelle Q5 einspielt, wenn das Geschütz wagerechten Räderstand besitzt bezw. an der Visiervorrichtung der Einfluß des schiefen Räderstandes ausgeschaltet ist. .
Die Handhabung und Wirkungsweise der zuletzt beschriebenen Visiervorrichtung entsprechen in der Hauptsache der Handhabung und Wirkungsweise der zuerst erläuterten Ausführungsform. Die beim Richten des Geschützes zunächst vorzunehmende Einstellung des Libellenquadranten V V1 auf die der Entfernung des Zieles und dem etwaigen Geländewinkel entsprechende Erhöhung erfolgt durch Drehen der Schnecke U. Die Schwingbewegung des Quadranten V ruft eine Drehung des Kegelrades W im gleichen Sinne und um denselben Winkel hervor. Das Kegelrad W dreht unter Vermittlung des Kegelrades W1 das Kegelrad W2 und damit die Welle X um den gleichen Winkel, aber in entgegengesetztem go Sinne. Infolge der Drehung der Welle X schwingt der Bolzen Y unter Mitnahme des Ringes P um den Winkel, um welchen der Quadrant V verstellt wird. Infolgedessen besitzt der Bolzen Y nach dem Einstellen des Quadranten V auf die der Entfernung des Zieles, entsprechende Erhöhung gegenüber der Horizontalebene eine Neigung, die nach Größe und Richtung der Erhöhung entspricht, welche dem Geschützrohr gegeben werden muß. Alsdann wird durch Drehen der Schnecke S der Fernrohrträger Q Q1 um die Achse.des Bolzens Y geschwungen, bis die Libelle Q5 einspielt. Ist dies der Fall, so wird die Visierlinie mittels der Höhen- und Seitenrichtmaschine des Ge-Schützes auf das Ziel gerichtet und schließlich das Bodenstück des Geschützrohres so lange gesenkt, bis die Libelle V1 einspielt. Das Geschütz ist dann unter Ausschaltung des Einflusses des schiefen Räderstandes gerichtet.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Visiervorrichtung mit Einrichtung zum Ausschalten des Einflusses des schiefen Räderstandes für fahrbare Geschütze, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse, um welche die eigentliche Visiervorrichtung (Fernrohr 0. dgl.) beim Ausschalten des Einflusses des schiefen Räderstandes schwingt, ihrerseits unabhängig vom Geschützrohr um eine parallel zur Achse der wagerechten
    Schildzapfen des Geschützes verlaufende Achse schwingbar ist.
  2. 2. Ausführungsform der Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bolzen, um welchen die eigentliche Visiervorrichtung beim Ausschalten des' Einflusses des schiefen Räderstandes schwingt, mit einem Libellenquadranten derart zwangläufig verbunden ist, daß die Achse dieses Bolzens beim Einstellen des Quadranten auf die der Entfernung des Zieles entsprechende Erhöhung gegenüber der Horizontalebene eine Neigung erhält, die nach Größe und Richtung der Erhöhung entspricht, welche dem Geschützrohr erteilt werden soll.
  3. 3. Ausführungsform der Visiervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen, um welchen die eigentliche Visiervorrichtung beim Ausschalten ,des Einflusses des schiefen Räderstandes schwingt, mit zwei Scheiben in gelenkiger Verbindung steht, von denen die eine mit dem Libellenquadranten zwangläufig verbunden ist, während die andere beim Einstellen des Libellenquadranten sich gegenüber einem scheibenförmigen Träger der eigentlichen Visiervorrichtung zu drehen vermag.
  4. 4. Ausführungsform der Visiervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen, um welchen die eigentliche Visiervorrichtung beim Ausschalten des Einflusses des schiefen Räderstandes schwingt, mit einer ihn rechtwinklig kreuzenden Welle gelenkig verbunden ist, welche in einem hohlkugelförmigen Träger. der eigentlichen Visiervorrichtung gelagert ist und mit dem Libellenquadranten in zwangläufiger Verbindung steht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1904162268D 1904-05-30 1904-05-30 Expired - Lifetime DE162268C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT22092D AT22092B (de) 1904-05-30 1905-04-13 Mit Einrichtung zum Ausschalten des Einflusses des schiefen Räderstandes ausgerüstete Visiervorrichtung für fahrbare Geschütze.

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