DE1622385C3 - Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder DurchsichtsvorlagenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
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- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke, Lehrfernsehen u.dgl. von Strichabbildungen
oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei welchem der endgültige Bildträger mit
einer Farbschicht und einer Maske versehen und
;♦■
durch wechselseitiges Entfernen der Maske und der Farbschicht die gewünschte Vorlage erzeugt wird.
Es ist bereits bekannt, beispielsweise aus der deutschen
Patentschrift 517 140, ein originalgetreues kopierfähiges Negativ einer Vorlage herzustellen, indem
man auf einer transparenten Unterlage eine Zeichnung mit beispielsweise wasserunlöslicher bzw.
wasserlöslicher Tusche oder Tinte herstellt, dann das Ganze mit einer lichtundurchlässigen Schicht versieht
und schließlich die Zeichnung mit einem geeigneten Lösungsmittel hierfür, welches jedoch ein Nicht-Lösungsmittel
für die lichtundurchlässige Schicht darstellt, ablöst. Bei diesem Ablösen der Zeichnung
wird gleichzeitig die unmittelbar darüber befindliche lichtundurchlässige Schicht abgehoben. Es ist feiner
bekannt, beispielsweise aus der Patentschrift 12 978 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin,
' geschnittene Strich-Kopiervorlagen für Druckverfahren herzustellen, indem man auf einen
durchsichtigen Träger eine Folie mit der Vorlage entsprechenden ausgeschnittenen Stellen appliziert.
dann die ausgeschnittenen Stellen (der Folie), die in der Vorlage deckend erscheinen sollen, vom Träger
abzieht, und die freigelegten Stellen des Trägers mit deckender Farbe einfärbt und schließlich die restlichen
Folienteile abzieht. Nachteilig an ersterem Verfahren
ist, daß sich nur transparente Negative der Vorlage, deren Konturenschärfe im übrigen sehr zu
wünschen übrig läßt, herstellen lassen. Nachteilig an letzterem Verfahren ist, daß sich hierdurch, nur Kopiervorlagen,
nicht aber beispielsweise farbige, gegebenenfalls mehrfarbige Bilder, Muster, Schriftzeichen,
u.dgl. auf andersfarbigem Hintergrund herstellen lassen. Darüber hinaus leidet auch bei letzterem Verfahren
die Konturenschärfe der zu kopierenden BiU der, Muster, Schriftzeichen u. dgl.
Es ist schließlich noch bekannt, beispielsweise aus der deutschen Patentschrift 552 907, Negative und
Diapositive (zur gemeinsamen Ätzung von gleichzeitig Bilder in Halbtönen und Schrift enthaltenden
Tiefdruckformen) herzustellen, indem ein transparenter Träger, z. B. aus regenerierter Zellulose, durch
Auftragen einer Farbschicht teilweise lichtundurchlässig gemacht, auf den-lichtundurchlässig gemachten
Träger durch Buchdruck Schriftzeichen, Klischees u.dgl. aufgedruckt, die ursprünglich aufgetragene
Farbschicht entfernt und schließlich die Buchdruckfarbe abgelöst werden. Als Farbstoffe zum Auftragen
auf den transparenten Träger eignen sich hierbei »teilweise lichtdurchlässige Anilinfarbstoffc«. Die
Entfernung dieser Anilinfarbstoffe neben den in Buchdruckfarbe aufgedruckten Schriftzeichen, Klischees
u.dgl. erfolgt durch »Ammoniakdämpfe«, wobei die neben den Schriftzeichen, Klischees und
dergleichen liegende Fläche vollständig lichtdurchlässig gemacht wird. Die Beseitigung der ursprünglich
neben den in Buchdruckfarbe aufgebrachten Schriftzeichen, Klischees und dergleichen liegenden
Farbschicht beruht somit bei dem bekannten Verfahren auf einer chemischen Reaktion, bei der die genannten
Anilinfarbstoffe durch Einwirkung von Ammoniakdämpfen in farblose und transparente Verbindungen
überführt werden. Abgesehen davon, daß ein Arbeiten mit Anilinfarben einerseits und Ammoniakdämpfen
andererseits nicht ungefährlich ist, ist somit das bekannte Verfahren ausschließlich auf chemisch
reaktionsfähige Farbstoffe, die dazu noch bei der chemischen Reaktion in transparente Verbindungen
übergehen, beschränkt. Weiterhin erfährt das bekannte
Verfahren auch insoweit noch eine Einschränkung, als eine genaue Steuerung der chemischen
Reaktion (zur Entfernung der Farbschicht) erforderlich ist, da eine unvollständige Umsetzung
nicht zu der gewünschten Transparenz des Trägers führt. Eine (aus Sicherheitsgründen vorgenommene)
Überdosierung an »Entfärbungsmittel«, nämlich Ammoniakdämpfen, führt zu einer Vergeudung an diescr
nicht ganz billigen chemischen Verbindung und führt insbesondere auch zu einer »Umweltverschmutzung«.
Im übrigen lassen sich nach dem bekannten Verfahren keine farbigen, gegebenenfalls mehrfarbigen
Bilder, Muster, Schriftzeichen u. dgl. auf andersfarbigem Hinlergrund ausbilden.
Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder
Durchsichtsvorlagen zu entwickeln, welches je nach Wunsch auf einfachste Weise die Herstellung von
farbigen, gegebenenfalls mehrfarbigen, hervorragend konturenscharfen, negativen oder positiven Bildern,
Mustern, Schriftzeichen u.dgl. auf andersfarbigem oder transparentem Hintergrund gestattet.
Der Erfindung lag die Erkenntnis zugrunde, daß sich die gestellte Aufgabe durch abwechselndes, gegebenenfalls
bildgerechtes Auftragen wasseruniösü-.cher bzw. wasserlöslicher Farben, gegebenenfalls unter
Zuhilfenahme von Schablonen in Form von selbstklebenden Bildern, Mustern und Schriftzeichen,
oder mechanischer Schabewerkzeuge, wie Griffel, auf einen porenfreien, nicht saugfähigen Träger und
Widerabiösen der applizierten wasserlöslichen bzw. wasserunlöslichen Farbe mit entsprechenden Lösungsmitteln
sowie gegebenenfalls erneute Applikation anderer Farben lösen läßt.
.. Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen
für Werbezwecke, Lehrfernsehen u. dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter'
Farbgebung, wei welchem der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht versehen, auf die erhaltene
Farbschicht eine Maske in Form der letztlich gewünschten Bilder, Muster, Schriftzeichen u. dgl. appliziert,
dann die Farbschicht und schließlich auch die Maske entfernt wird, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß gegebenenfalls wiederholt
a) ein porenfreier, nicht saugfähiger Bildträger mit einer Schicht aus einer wasserunlöslichen Farbe versehen,
a) ein porenfreier, nicht saugfähiger Bildträger mit einer Schicht aus einer wasserunlöslichen Farbe versehen,
b) auf die erhaltene Farbschicht eine Maske der letztlich gewünschten Formen aus wasserlöslicher
Farbe appliziert,
c).dic Farbschicht mittels eines Lösungsmittels für die wasserunlösliche Farbe abgelöst und
d) die Maske durch Wasser weggelöst werden.
c).dic Farbschicht mittels eines Lösungsmittels für die wasserunlösliche Farbe abgelöst und
d) die Maske durch Wasser weggelöst werden.
Gemäß weiterer vorteilhafter Ausführungsformen des Verfahrens der Erfindung werden gegebenenfalls
wiederholt
a) auf einen porenfreien, nicht saugfähigen Bildträger
mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen Farbe eine Maske aus selbstklcbenden Formen
appliziert,
b) die neben der Maske befindliche wasserlösliche Farbe mit Wasser entfernt,
c) das Ganze mit einer weiteren Farbschicht überzogen und
d) die Maske mittels eines Klebefilms abgehoben, sowie gegebenenfalls
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e) im Falle, daß in Stufe c) eine wasserunlösliche Farbschicht applizierl wurde, die unter der
Maske gelcgenc(n) farbige(n) Form(en) mit Wasser entfernt.
Gegebenenfalls wiederholt
Gegebenenfalls wiederholt
a) auf einen porenfreien, nicht saiigfähigcn Bildträger
mit einer Schicht aus einer wasserunlöslichen Farbe eine Maske aus selbstklebenden
Formen applizierl,
b) das Ganze mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen
Farbe überzogen.
c) die Maske mittels eines Klebefilms abgehoben.
d) die unter der Maske gelegene(n) farbige(n) Form(en)
mit einem Lösungsmittel für die wasserunlösliche Farbschicht entfernt und
e) die wasserlösliche Farbschicht mit Wasser entfernt,
gegebenenfalls wiederholt
a) auf einen porenl'reicn. nicht saugfähigen Bildträger sclbstklebcnde Formen der letztlich gewünschten
Art appliziert.
b) das Ganze mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen Farbe überzogen.
c) die ursprünglich auf den Bildträger aufgeklebten
Formen zusammen mit der darauf befindlichen Farbschicht abgehoben,
d) eine wasserunlösliche Farbe aufgetragen und
e) die wasserlösliche Farbschicht. zusammen mit
■ der darauf befindlichen wasserunlöslichen Farbe mit Wasser entfernt. ..
Oder gegebenenfalls wiederholt
a) auf. einen mit einer wasserunlöslichen Farbr
■ schicht versehenen Bildträger eine Maske in Form einer Schicht aus einer wasserlöslichen
Farbe mit einem Gehalt an bis zu 5". ο Kaseinfarbe
appliziert,
b) in die Maske gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Schablonen mittels eines Holzgriffels
die letztlich gewünschte Form cingeschabt und
c) an den freigelegten Stellen die ursprüngliche wasserunlösliche Farbschicht mit Hilfe eines geeigneten
Lösungsmittels abgelöst, sowie gegebenenfalls - .
d) an diesen Stellen die wcggelöste urpsrüngliche Farbschicht durch eine andere wasserunlösliche
Farbe ersetzt und
e) schließlich der Rest der Maske mit Wasser weggelöst.
Durch die erfindungsgemäß angewandten Maßnahmen wird es möglich, durch bloße physikalische Lösungsvorgänge
rasch und einfach Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen herzustellen, wobei dem jeweiligen
Benutzer die breite Palette sämtlicher derzeit verfügbarer Farbstoffe zur Verfügung steht. Da das
einzige Kriterium an die im Rahmen des Verfahrens gemäß der Erfindung verwendbaren'Farbstoffe deren
Löslichkeit in entweder Wasser oder organischen Lösungsmitteln darstellt —· und eine etwaige chemische
Reaktionsfähigkeil dieser Farbstoffe per se und deren Überführbarkeit in transparente Verbindungen
nicht die geringste Rolle spielen —, sind der Kombination an Farbstoffen und der Farbgebung der letztlich
gewünschten Vorlagen keinerlei Grenzen gesetzt. Im übrigen bestellt bei der Durchführung des Verfahrens
gemäß der Erfindung keinerlei Notwendigkeit zu einer genauen Steuerung- des Entfernungsvorgangs
der ursprünglichen Farbschicht, da einerseits tier Grad der Entfernung ohne weiteres visuell verfolgt
werden kann und selbst eine »Überbehandlimg« keinerlei nachteiligen Hinfluß weder auf die Lösungsmittelkosten
noch auf irgendwelche Umwcltverschmutzungsprobleme
hat.
Im übrigen lassen sich, was bisher nicht möglich war, erfindungsgemäß die bekannten selbstklebenden
Buchstaben, welche naturgemäß in sch a rz-weiß ein
sehr sauberes, konlurcnscharfes Schriftbild ergeben,
in Farbe, gegebenenfalls in ein und demselben Wort
ίο in verschiedenen Farben, umsetzen.
Als wasserlösliche Farbe für die Maske wird in der Regel eine Dextrin oder Gummiarabicum enthaltende
wäßrige Farbe verwendet. Als wasserunlösliche Farbe kann eine in einem nicht wäßrigen Lösungsmittel
lösliche Lacktusche oder eine zwar in Wasser unlösliche, jedoch z. B. in einer verdünnten Salmiaklösung
lösliche Kaseinfarbe verwendet werden. Es ist vorteilhaft, vor dem Aufbringen der wasserlöslichen
Farbschicht (Maske) einen dünnen Mastixvorstrich aufzubringen. Die Schablonen der letztlich gewünschten
Bilder. Muster, Schriftzeichen u.dgl. werden zweckmäßigerweise in Form selbstklebender
Materialien, wie Buchstaben u.dgl. appliziert. Sie können jedoch auch in die jeweilige Farbschicht
eingeritzt oder auf diese mit einer Farbe anderer Löslichkeit gezeichnet werden.
Die folgenden Beispiele sollen das Verfahren gemäß der Erfindung näher veranschaulichen.
Zunächst wurde auf eine handelsübliche porenfreie und nicht saugfähige Kunststoffolie mittels eines
Wattebausches eine sehr dünne Schicht Mastix-Firnis aufgetragen. Auf die erhaltene Mastix-Firnisschicht
. wurde dann mit einem Pinsel oder einer Spritzpistole
eine dünne Schicht einer wasserlöslichen Farbe appliziert. Auf die wasserlösliche Farbschicht wurden
hierauf Abbildungen in Form von selbstklebenden Buchstaben aufgeklebt und fest angedrückt. Die
nicht von den selbstklebenden Buchstaben hinaus bedeckte wasserlösliche Farbschicht wurde nun mit
Wasser abgewaschen, z. B. in feuchtem Zustand mit einer Walze weggedrückt, wobei die Buchstaben mit
der darunterliegenden wasserlöslichen Farbschicht stehen blieben.
Wurde nun die ganze Fläche samt den Buchstaben mit einer weiteren Farbe überspritzt und dann die
selbstklebenden Buchstaben mit einem Klebcfilm abgehoben, erhielt man farbige Buchstaben auf farbigem
Untergrund. Die hervortretenden Farbbuchstaben waren genauso konturenscharf wie die aufgeklebten
selbstklebenden Buchstaben.
Will man eine Negativvorlagc herstellen, muß die
zum Überspritzen der ganzen Fläche verwendete Farbe aus einer wasserunlöslichen Farbe bestehen.
Nach dem Herausheben der selbstklebenden Buchstaben aus dieser wasserunlöslichen Farbschicht muß
noch der unter der Buchstabenmaske gelegene aus wasserlöslicher Farbe bestehende Buchstabe mit
Wasser weggclöst werden, damit dann der Buchstabe als Negativ in der wasserunlöslichen Farbschicht erscheint.
Statt mit wasserlöslicher Farbe konnte im vorlicgcnden
Falle auch mit wasserunlöslicher Farbe gearbeitet werden, wobei man sich dann jedesmal, wenn
gemäß der geschilderten Arbeitsweise mit einer wasserlöslichen Farbe gearbeitet wurde, nun einer was-
serunlöslichen Farbe bedient und wenn gemäß der geschilderten Arbeitsweise mit einer wasserunlöslichen
Farbe gearbeitet wurde, nun einer wasserlöslichen Farbe bedient. Selbstverständlich muß dann
auch das »Lösungsmittel« Wasser durch ein Lösungsmittel für die wasserunlösliche Farbe ersetzt werden.
B e is ρ i el 2
Eine Folie, auf die eine wasserunlösliche Farbe in dünner Schicht aufgetragen war, wurde mit einer
sehr dünnen und gleichmäßigen Mastix-Firnisschicht versehen. Auf dieser Schicht wurden nun, z. B. mit
Hilfe einer Ziehfeder und einer Wasserfarbe (in einer von der Folienfarbe verschiedenen Farbe) Formen
gezeichnet, wobei selbst feinste Linien gezeichnet werden konnten. Nach dem Trocknen der auf die
Farbfolie aufgezeichneten Maske wurde die neben der Maske liegende wasserunlösliche Farbschicht der
Folie mit einem mit Nitroverdünnung getränkten, weichen, fusselfreien Lappen abgelöst, wobei sich die
wasserunlösliche Farbe nur an den Stellen löste, an denen (nur wasserlösliche) Farbmaske aufgetragen
war. Bei dem Lösungsvorgang wurde eine klare helle Fläche mit darauf befindlicher wasserlöslicher Maske
erhalten. Letztere wurde nun mit Wasser abgewaschen, so daß die ursprünglich in Wasserfarbe hergestellte
Strichzeichnung nunmehr in hervorragender Konturenschärfe als wasserunlösliche Strichzeichnung im ursprünglichen Farbton der Folie auf transparentem
Hintergrund erschien.
Eine Folie gemäß Beispiel 2 bzw. ein mit einer Folie
gemäß Beispiel 2 kaschiertes Substrat wurde mit bis zu 5 °/o Kaseinfarbe enthaltender Wasserfarbe
überstrichen. In die hierbei erhaltene wasserlösliche Maske hinein wurde die gewünschte Form mit einem
Holzgriffel eingeschabt, wobei gegebenenfalls zur Konturierung besondere Schablonen zur Hilfe genommen
wurden. Hierauf wurde mit einem mit Nitroverdünnung getränkten, fusselfreien Lappen an
den freigeschabten Stellen die unmittelbar auf der Folie befindliche wasserunlösliche Farbe abgelöst.
Nach vollständigem Entfernen der wasserunlöslichen Farbe (an den freigeschabten Stellen) konnten
die formgerechten »Leerstellen« mit einer andersfarbigen, wasserunlöslichen Farbe ausgespritzt werden,
worauf dann die gesamte wasserlösliche Maske mit Wasser abgewaschen wurde.
Auf ein Substrat gemäß Beispiel 3 wurden selbstklebende Buchstaben aufgeklebt, worauf das Ganze
dünn mit Mastix-Firnis überstrichen wurde. Hierauf wurde eine wasserlösliche Farbe in dünner Schicht.
auf die gesamte Fläche aufgetragen und getrocknet. Nach dem Trocknen wurden die Buchstaben mit
Hilfe eines Klebefilms aus der wasserlöslichen Farbschicht, d. h. der Maske, herausgehoben, wobei die
Buchstaben (in der Farbe der auf der Folie befindlichen wasserunlöslichen Farbschicht) als Negativbild
in der Maske verblieben. Nach dem Ablösen der (buchstabenförmigen) wasserunlöslichen Farbschicht
mit Nitroverdünnung und der wasserlöslichen Maske mit Wasser, erhielt man ein absolut konturenscharfes
Negativbild der ursprünglich aufgeklebten Buchstaben in der wasserunlöslichen Farbschicht der Folie.
B eispiel 5
; Auf einen porenfreien Karton aus nicht saugfähigern Material wurden selbstklebende Buchstaben
aufgeklebt, worauf die ganze Fläche einschließlich der Buchstaben mit einem dünnen Mastixfilm überzogen
wurde. Auf die erhaltene Mastix-Schicht wurde dann Wasserfarbe aufgestrichen. Nach dem
Trocknen der wasserlöslichen Farbschicht wurden die Buchstaben mit Hilfe eines Klebefilms abgehoben.
Wurde nun das Ganze mit einer wasserunlöslichen Farbe, z. B. Lacktusche, überspritzt, konnte die
neben den Buchstaben befindliche wasserunlösliche Färb-, z.B. Lacktuscheschicht, zusammen mit der
Wasserfarbschicht abgelöst werden, wobei die Buchstaben konturenscharf, d. h. sogar lupenscharf in der
Farbe der Lacktusche stehenblieben.
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Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Aufsichtsoder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke,
Lehrfernsehen u. dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei
welchem der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht versehen, auf die erhaltene Farbschicht
eine Maske in Form der letztlich gewünschten Bilder, Muster, Schriftzeichen u.dgl.
appliziert, dann die Farbschicht und schließlich auch die Maske entfernt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß gegebenenfalls wiederholt
a) ein porenfreier, nicht saugfähiger Bildträger mit einer· Schicht aus einer wasserunlöslichen
Farbe versehen,
b) auf die erhaltene Farbschicht eine Maske der letztlich gewünschten Formen aus wasserlöslicher
Farbe appliziert,
c) die Farbschicht mittels eines Lösungsmittels für die wasserunlösliche Farbe abgelöst und
d) die Maske durch Wasser weggelöst werden.
2. Verfahren zur Herstellung von Aufsichtsoder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke,
Lehrfernsehen u. dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei
welchem der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht versehen, auf die erhaltene Farbschicht
eine Maske in Form der letztlich gewünschten Bilder, Muster, Schriftzeichen u. dgl.
appliziert, dann die Farbschicht und schließlich auch die Maske entfernt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß gegebenenfalls wiederholt
a) auf einen porenfreien, nicht saugfähigen Bildträger mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen
Farbe eine Maske aus selbstklebenden Formen appliziert,
b) die neben der Maske befindliche wasserlösliche Farbe mit Wasser entfernt,
c) das Ganze mit einer weiteren Farbschicht überzogen und
d) die Maske mittels eines Klebefilms abgehoben, sowie gegebenenfalls
e) im Falle, daß in Stufe c) eine wasserunlösliehe Farbschicht appliziert wurde, die unter
der Maske gelegene(n) farbige(n) Form(en) mit Wasser entfernt werden.
3. Verfahren zur Herstellung von Aufsichtsoder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke,
Lehrfernsehen u. dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei
welchem der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht versehen, auf die erhaltene Färb-,
schicht eine Maske in Form der letztlich gewünschten Bilder, Muster, Schriftzeichen u. dgl.
appliziert, dann die Farbschicht und schließlich auch die Maske entfernt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß gegebenenfalls wiederholt
a) auf einen porenfreien, nicht saugfähigen Bildträger mit einer Schicht aus einer wasserunlöslichen
Farbe eine Maske aus selbstklebenden Formen appliziert,
b) das Ganze mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen Farbe überzogen, .
c) die Maske mittels eines Klebefilms abgehoben,
d) die unter der Maske gelegene(n) farbige(n)
Form(cn) mit einem Lösungsmittel für die wasserunlösliche Farbschicht entfernt und
e) die wasserlösliche Farbschicht mit Wasser entfernt werden.
e) die wasserlösliche Farbschicht mit Wasser entfernt werden.
4. Verfahren zur Herstellung von Aufsichtsoder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke,
Lehrfernsehen u.dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei
welchem der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht und einer Maske versehen und durch
■ wechselseitiges Entfernen der Maske und der Farbschicht die gewünschte Vorlage erzeugt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß gegebenenfalls wiederholt
a) auf einen porenfreien, nicht saugfähigen Bildträger selbstklebende Formen der letztlich
gewünschten Art appliziert,
b) das Ganze mit einer Schicht aus einer wasserlöslichen
Farbe überzogen,
c) die ursprünglich auf den Bildträger aufgeklebten Formen zusammen mit der darauf
befindlichen Farbschicht abgehoben, ,
d) eine wasserunlösliche Farbe aufgetragen (.£ und
e) die wasserlösliche Farbschicht zusammen mit der darauf befindlichen wasserunlöslichen
Farbe mit Wasser entfernt werden.
5. Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen für Werbezwecke, Lehrfernsehen
u. dgl. von Strichabbildungen oder Abbildungen mit nuancierter Farbgebung, bei welchem
der endgültige Bildträger mit einer Farbschicht und einer Maske versehen und durch wechselseitiges
Entfernen der Maske und der Farbschicht die gewünschte Vorlage erzeugt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß
a) auf einen mit einer wasserunlöslichen Farbschicht versehenen Bildträger eine Maske in
Form einer Schicht aus einer wasserlöslichen Farbe mit einem Gehalt an bis zu 5 1Vo Kaseinfarbe appliziert,
b) in die Maske gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von Schablonen mittels eines Holzgriffels
die letztlich gewünschte Form einge- (^ schabt und
c) an den freigelegten Stellen die ursprüngliche wasserunlösliche Farbschicht mit Hilfe
eines geeigneten Lösungsmittels abgelöst, sowie gegebenenfalls
d) an diesen Stellen die weggelöste ursprüngliche Farbschicht durch eine andere wasserunlösliche
Farbe ersetzt und
e) schließlich der Rest der Maske mit Wasser weggelöst werden.
6. Verfahren.nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils vor dem Aufbringen einer wasserlöslichen Farbe eine dünne Mastixschicht
appliziert wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1155868A CH552470A (de) | 1967-08-30 | 1968-08-01 | Verfahren zur herstellung einer farbigen reproduktionsmaske. |
| FR1577813D FR1577813A (de) | 1967-08-30 | 1968-08-28 | |
| GB4119368A GB1245474A (en) | 1967-08-30 | 1968-08-29 | Improvements in or relating to the production of original illustrations |
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| DE19671622385 Expired DE1622385C3 (de) | 1967-08-30 | 1967-08-30 | Verfahren zur Herstellung von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen |
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-
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