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DE1622089C - Reproduktionsobjektiv - Google Patents

Reproduktionsobjektiv

Info

Publication number
DE1622089C
DE1622089C DE1622089C DE 1622089 C DE1622089 C DE 1622089C DE 1622089 C DE1622089 C DE 1622089C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lens
lenses
air
group
objective
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Edgard Alfred Courbevoie Hugues (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commissariat a lEnergie Atomique et aux Energies Alternatives CEA
Original Assignee
Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Reproduktionsobjektiv, d. h. ein Objektiv zur Reproduktion von Plänen, Dokumenten, Zeichnungen usw. Sie bezieht sich insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, auf solche Objektive, die mit einer Vergrößerung von weniger als 1 arbeiten und verkleinerte Bilder mit einer ausgezeichneten Auflösung liefern sollen, vor allem zur Herstellung von gedruckten Schaltungen kleiner Abmessungen oder Mikroschaltungen, insbesondere integrierten Schaltungen und Mikrofilmen mit einem unternormalen Format (kleiner als 35 mm). Die Erfindung betrifft insbesondere Objektive mit einer Vergrößerung in der Größenordnung von 1/10 und einer Öffnung η sin in der Größenordnung von 0,50.
Die Erfindung bezweckt, solche Objektive im besonderen hinsichtlich ihrer Bildauflösung und ihrer Öffnung zu verbessern.
Das erfindungsgemäße Reproduktionsobjektiv, hoher Auflösung und großer Öffnung, das mit einer Vergrößerung kleiner als 1 arbeitet, ist dadurch gekennzeichnet, daß es in Richtung des Lichts gezählt folgende vier Linsengruppen aufweist:
eine erste Gruppe, die aus nur einer einzigen Linse mit geringer Brechkraft und aus einem Glas mit hohem Brechungsindex besteht und die zur Änderung der Vergrößerung der Reproduktion durch eine gleichartige Linse mit anderer Brennweite ersetzbar ist;
eine zweite, praktisch afokale Gruppe mit vorzugsweise sieben Linsen zur Berichtigung der durch die dritte Linsengruppe eingeführten Aberrationen;
eine dritte Gruppe, die aus einer einziger. Linse, gegebenenfalls auch aus zwei Linsen besteht, welche die Brechkraft des Objektivs bestimmt und deren Brennweite etwas kleiner ist als die Objektivbrennweite;
eine vierte Gruppe, die aus einer einzigen zerstreuenden Linse besteht, die aus einem Glas mit kleinem Brechungsindex hergestellt ist und die in der Nähe der Bildebene des Objektivs angeordnet ist, um die Bildfeldkriimmung zu berichtigen.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, die das erfindungsgemäße Objektiv im Schnitt darstellt.
Zur Herstellung eines Objektivs mit sehr großer Öffnung (n sin «, = 0,50), welches mit einer gegebenen Vergrößerung von 1/10 arbeitet und in einem Feld von 3,5 mm Durchmesser eine mittlere Auflösung von 15(M) Strichen/mm für die g-Linie des Spektrums hat, wird dieses Objektiv, wie dargestellt, aus folgenden vier Linsengruppen I, II, III, IV zusammengesetzt:
Zunächst eine erste Gruppe I, die durch eine einzige, durch die Grenzflächen 1 und 2 begrenzte Linse A geringer Brechkraft (ihre Brennweite beträgt 305 mm für einen in einer Entfernung von 300 mm von der vorderen Grenzfläche 1 der Linse liegenden Gegenstand) und mit hohem Brechungsindex (1,8 für die Natriumlinie I) mit tier Wellenlänge 5876 Angström, wobei übrigens alle Indizes für diese Linie angegeben sind) gebildet wird, damit diese Linse möglichst wenig Aberrationen einführt. Die Linse/I, die die 0,1 betragende Vergrößerung der Reproduktion bestimmt, 'vs gestattet, den in der l'ortpllanzungsrichtung der Lichtstrahlen folgenden Rest des Objektivs (Gruppen II, III und IV) so arbeilen zu lassen, als öl) sich
40 der Gegenstand im Unendlichen befinden würde, da der zu reproduzierende Gegenstand praktisch in der Gegenstandsbrennebene liegt. Die Vergrößerung des Objektivs kann daher dadurch verändert werden, dal! die aus diesem Grunde vorzugsweise entfernbare Linse A durch eine ähnliche Linse anderer Brennweite ersetzt wird.
Das Objektiv weist eine zweite Linsengruppe II auf, die eine praktisch afokale Gruppe ist, d. h. ohne Brechkraft, und zweckmäßig durch sieben Linsen ß, C, D, E, F, G, r/ gebildet wird, die in der dargestellten Weise durch die Grenzflächen 3 bis 15 begrenzt werden und fortschreitend die durch die Linse J der dritten Gruppe III, bei der es sich um eine konvergierende Gruppe handelt, eingeführten Aberrationen berichtigen sollen. Die hohe Zahl (in der Größenordnung von sieben) dieser Linsen der zweiten Gruppe ermöglicht, fortschreitend kleine Berichtigungen vorzunehmen, was zu einem Qualitätsobjektiv führt. Bei Verwendung einer Berichtigungsgruppe mit einer kleinen Linsenzahl, die an der Grenze ihrer Möglichkeiten arbeiten, sind große Berichtigungen vorzunehmen, so daß man kein Qualitätsobjektiv erhalten würde. Die Linsen der zweiten Gruppe berichtigen insbesondere die sphärischen Restaberrationen und die Bildfeldkrümmung sowie die Komaänderungen zwischen dem Rand des Feldes und den 2/3 des Feldes.
Die Linsen der Gruppe II können in vier aufeinanderfolgende Untergruppen Ha, Hb, lic, Hd zusammengefaßt sein, nämlich:
eine erste Untergruppella und zwei Sammellinsen ß und C aus Gläsern mit ziemlich hohem Brechungsindex (1,72) zur Berichtigung der sphärischen Aberration und teilweisen Berichtigung der Bildfeldkrümmung. Sie haben eine Brennweite von 98 bzw. 78 mm, wobei jede dieser Linsen mit einer mittleren Öffnung von etwa F/3 arbeitet. Bei Ausführungsabwandlungen können die Linsen ß und C zu einer einzigen Linse zusammengefaßt werden, wobei dann die Öffnung des gesamten Objektivs verringert wird. Es kann jedoch auch zu den Linsen B und C eine dritte Linse hinzugefügt werden, wobei die Untergruppe mit drei Linsen die gleiche Brechkraft wie die ursprüngliche Untergruppe Ha mit zwei Linsen' hat, was eine Vergrößerung der Öffnung des Objektivs ermöglichen würde;
eine zweite Untergruppe II b, die durch eine einzige bikonkave Linse D gebildet wird, die divergierend ist und eine Brennweite von 78,1 mm hat, was eine Berichtigung der sphärischen Aberration und des äußeren Koma bei gleichzeitiger Verbesserung der Bildfeldkriimmung ermöglicht; eine dritte Untergruppe II c mit sehr geringer Brechkraft (Brennweite —2.219,7mm) mit zwei miteinander verkitteten Linsen E und F. Der Unterschied zwischen den Abbeschen Zahlen (60 und 28) der beiden Linsen E und F ermöglicht die Berichtigung der chromatischen Aberrationen, während der. Unterschied zwischen den Brechungsindizes (1,620 und 1,731) der beiden Linsen infolge der Krümmung der Klebelläche der beiden Linsen die Berichtigung der sphärischen Restaberrationen ermöglicht;
eine vierte Untergruppe 1Id mit zwei Linsend' und //, die ti ic Berichtigung der sphärischen
Aberrationen und der durch die. Linse D eingeführten äußeren Koma vornimmt. Gemä(3 einer Ausführungsabwandlung kann die Linse G aus einem Glas mit dem Brechungsindex 1,62025 mit einer Linse aus einem Glas mit dem gleichen Brechungsindex, aber einer anderen Abbeschen Zahl chromatisiert werden, was den Chromatismus der Gesamtanordnung verbessern würde. Das Objektiv weist ferner eine dritte Gruppe III auf, die durch eine einzige Linse J (zwischen den Grenzflächen 16 und 17) gebildet wird, die die Brechkraft des Objektivs bestimmt. Die Brennweite (23,23 mm) dieser Linse ist etwas kleiner als die Objektivbrennweite (26,7 mm). Die Linse J besteht aus einem Glas mit hohem Brechungsindex (1,8). Die durch sie infolge ihrer starken Konvergenz erzeuglen Aberrationen werden fast alle von den Linsen der zweiten Gruppe II kompensiert. Gemäß einer Ausführungsabwandlung kann diese einzige Linse J auch durch zwei Linsen ersetzt werden, um die öffnung der Gesamtanordnung zu vergrößern, wobei diese Gruppe mit zwei Linsen ebenfalls eine Brennweite hat, die etwas kleiner als die Tür das Objektiv gewählte ist.
Schließlich enthält das Objektiv eine vierte Gruppe IV, die durch eine einzige zerstreuende Linse K (mit den Grenzflächen 18 und 19) mit einem geringen Brechungsindex (1,516) gebildet wird, die in der Nähe der Bildebene Pi des Objektivs angeordnet ist und die Bildfeldkrümmung des Objektivs berichtigen soll.
In der Zeichnung ist der Verlauf einiger Strahlen dargestellt, darunter der Strahlen r, für F/0,87 und r2 für F/0,97, wenn das Objektiv auf Unendlich mit der Wellenlänge von 4358 Angström (Linie g des Quecksilbers) arbeitet. .
Die Kenngrößen eines derartigen tatsächlich als,; Erstausführung ausgerührten Objektivs sind in der nachstehenden Tabelle angegeben:
Linsen Grenzflächen Dicken in mm Krümmungs Brechungsindex
für die
Abbesche Zahl Durchmesser
halbmesser in inm Natriumlinie I) der Linse in mm
1 · 785,500
A 4,00 1,8 V = 46 30
'2 -368,850
0,10 Luft
3 50,605 ο
B 5,27 1,72 V ■= 50 30
4 160,430
0,065 Luft
5 32,221
C ' 4,82 1,72 V =-'50 28
6 68,325
4,05 Luft
7 -134,680
D 2,24 1,73150 V = 28 ■ 25 ■-
8' 108,420
0,065 Luft
9 60,033
E 9,50 1,62025 K = 60 23,5
■ 10 ' -25,683
F 2,20 1,73150 V = 28 . 23,5
11 115,444
0,065 Luft
12 68,80
G 9,48 1,62025 V = 60 20
13 -1234,8
0,065 Luft
14 38,907
H 1,80 1,62025 V = 36 16
15 32,593
2,51 Luft
16 '20,138
J 4,70 1,8 V = 46 13,2
17 - 344,900
7,05 Luft
18 - 13,652
K 1,50 1,51650 V -- 64 4,7
I1J 55,830
Das der obigen Tabelle und der Zeichnung entsprechende Objektiv isl für die g-I.inie des Quecksilbers korrigiert.
Die chromatische Berichtigung ist für die /i-l.inie auf die F-Linie erfolgt, so dal.f ι; -/ -··- 0,010 min, li /i = 0.010 mm ist.

Claims (1)

5 6 Infolge der öffnung des Objektivs und der ge- - zigcn Linse (J), gegebenenfalls auch aus zwei wünschten Auflösung ist es jedoch nicht möglich, es Linsen besteht, welche die Brechkraft des für eine so große Bandbreite zu benutzen, ohne die Objektivs bestimmt und deren Brennweite Auflösung zu verringern. etwas kleiner ist als die Objektivbrennweite; Die Kerngrößen des beschriebenen Objektivs sind 5 eine vierte Gruppe (IV), die aus einer einfolgende: . zigen zerstreuenden Linse (K) besteht, die aus einem Glas mit kleinem Brechungsindex her- Brcnnweite : 26,747 mm gestellt ist und die in der Nähe der Bildebene . . „.■... u · r· (P/) des Objektivs angeordnet ist, um die Bild-Auszug des Objektivs be. Ein- . . fcldkrümmung zu berichtigen, stellung auf Unendlich +1,596 Vergrößerung —0,0995 2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekenn- ., , , , ^ .j ι zeichnet, daß die zweite Gruppe (II) aus den Abstand des Gegenstands von der folgenden vier aufeinanderfolgenden Untergruppen ersten 1'IaCHe -30U i5 (Ha bis nd) besteht. Abstand des Bildes von der letzten eine erste Untergruppc {I] a) mit einer bis ■» !'lache 1,0665 Jn^ sarnrnei|insen aus Gläsern mit ziemlich hohem Brechungsindex, welche die sphärische .. , Aberration und teilweise die Bildfeldkrüm- Patentansprüche: 20 . mUng berichtigt; . „ ... ,. , . , · 1 ι α r eine zweite Untergruppe (Hb), bestehend aus
1. Reproduktionsobjektiv, das eine hohe Auf- einer einzigen bikonkaven Linse (D) zur
bsung und eine große öffnung hat und mit einer Berichtigung der sphärischen Aberration und
Vergrößerung kleiner als 1 arbeitet ,dadurch der äußeren Koma;
gekennzeichnet, daß es in Richtung des 25 Untergruppe (lic) mit sehr ge-
Lichts gezahlt folgende vier Linsengruppen auf- ringer Brechkraft,%c Pstchend 'aus zwci ^1.
weis ·. 4 .„ .,. .· · - einander verkitteten Linsen (E-F) aus Gläsern
■eine erste Gruppe I), die.aus nur einer em- j verschiedenen Abbeschen Zahlen und
zigen Linse (A) mit geringer Brechkraft und Brechungsindizes zur Berichtigung der chro-
aus emem Glas mit hohem Brechungsindex .30 matischen Aberrationen und der sphärischen
besteht, und die zur Änderung der Ver- Restaberrationen;
großerung der Reproduktion durch e.ne gleich- . . Untergruppe (lld) mit zwei Linsen
artige Linse mit anderer Brennweite ersetzbar ^ //} zm Berichfigu P n P g Jer spllürischen Aber-
1 .· 1 1· 1 1 /-. /iT\ ■. rationen und der äußeren Koma,
eine zweite, praktisch afokale Gruppe (II) mit 35
vorzugsweise sieben Linsen (ß, C, D. E, F, 3. Objektiv nach den Ansprüchen 1 und 2,
G, //) zur Berichtigung der durch die dritte gekennzeichnet durch die folgenden Fertigungs-
Linsengruppe (III) eingeführten Aberrationen: daten, bezogen auf die Objektivbrennweite
eine dritte Gruppe (III), die aus einer ein- 26,747 mm:
Linsen (ircn/flacli ■1
1
Dicken in mm Krümmungs
halbmesser in mm
Brechungsindex
für die
N;itriumlinic D
Abbeselie Zahl Durchmesser
der Linse in mm
1 785.5(X) A 4,(X) 1.8 V = 46 30 2 -368,850 0,10 Luft 3 50,605 B 5,27 1,72 V = 50 30 4 160,430 0,065 Luft ■5 32,221 C 4,82 L72 V = 50 28 6 68.325 4,05 Luft 7 -134,680 D 2,24 1,73150 V = 28 25 H 108,420 0,065 Luft 9 60,033 E 9,50 1,62025 V = 60 23,5 IO -25.683 F 2.20 1,73150 V = 28 23,5 Il 11 5.444 0,065 Luft
Fortsetzung
Linsen
Grenzflächen
Dicken in mm
Krümmungshalbmesser in.mm, Brechungsindex
fur die
Natriumlinie D
Abbesche Zahl
' Durchmesser der Linse in mm
12 9,48 68,80 1,62025 13 0,065 -1235,8 Luft 14 1,80 38,907 1,62025 15 2,51 32,593 Luft 16 4,70 20,138 1,8 17 7,05 -344,900 Luft 18 1,50 -13,652 1,51650 19 . 55,830
V = 60
V = 36
V = 46
V = 64
20
16
13,2
■ 4,7
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 627/278

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