DE1620859A1 - Verfahren zum Entgraten und Polieren von Formkoerpern aus Kunststoff - Google Patents
Verfahren zum Entgraten und Polieren von Formkoerpern aus KunststoffInfo
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Description
. ^' ίί·.:·. H. Hauck DipL-Phy*. W. S^rrniu ·
HAMBURG 88 · NEUEK WAIL 41 · FBRNRÜP 86 74 28 UND 86 41 15
TBLEGHAMM-AIiSOHRIPTlITEGEDAPAtENT
SHBII(BR
CORPOEATION
CORPOEATION
164-1 Porter Street
Detroit. Michigan (USA)
Detroit. Michigan (USA)
19. September 1966
VERi1AHEBN ZUM BNIGEASEN UND POLIEREN VON
.KÖRPERN AUS KUNSgSTOi1J1
Die Erfindung bezieht sieh auf das Entgraten und Polieren von
Formkörpern aus Kunststoff durch Eintauchen in ein flüssiges Lösungsmittelbad. Insbesondere betrifft die Erfindung ein
Verfahren zum Entgraten und Polieren von Autolenkrädern aus
Cellulose-aeetopröpionat oder Cellulose-acetobutyrat in
einem flüssigen Lösungsmittelbad,
Wenn Kunststoff-Form^körper nach den gebräuchlichen Preßtechniken
hergestellt werden, bleibt immer eine gewisse
Menge Kunststoff an den Abquetschflächen des Formkörpers
stehen, was zur Bildung eines Preßgrates an der Werkzeugteilkante, das ist der Punkt, an welchem die beiden Formhälften
zusammenkommen, führt. Bisher war die Entfernung dieses Preßgrates von Kunststoff-Formkörpern schwierig,
zeitraubend und kostspielig. Dieses Entgraten ist bisher für
gewöhnlich von Hand mit Messern oder Schneidmaschinen in
einem besonderen Arbeitsgang vorgenommen worden.
Es war auch bekannt, daß die manuelle Entfernung des ■'
Preßgrates vermieden werden kann, wenn man die Kunststoff- / _5
0 098 43/ 1 "732 /£
Formkörper einem Lösungsmitteldampf aussetzt. Diese Technik
ist in der ÜSA-Patentschrift 3 020 661 beschrieben. Obwohl
sich das Lösungsmitteldampfverfahren zur Entfernung des
Preßgrates von Kunststoff-Formkörpern bewährt hat, haften ihm
doch erhebliche Nachteile an, welche es vom heutigen
technologischen Standpunkt aus ungeeignet machen. So sind z.B. für das Bedienungspersonal die Lösungsmitteldämpfe
gesundheitsgefärdend. Auch sind hohe !Temperaturen erforderlich,
um das Lösungsmittel in Dampfzustand zu halten. Ein weiterer Fachteil besteht darin, daß das Lösungsmitteldampfverfahren
kostspielig und wegen der notwendigen hohen Temperaturen und
Drücken schwierig durchzuführen ist. Außerdem neigen die Gegenstände aus Kunststoff, die nach dem Lösungsmitteldampfverfahren
entgratet worden sind, infolge der hohen Temperaturen,
denen sie dabei ausgesetzt werden, nach Herausnehmen aus dem Dampfbad zum Fließen und -Verlieren der Form. Mit dem Ausdruck
"Fließen" ist gemeint, daß kleine Hocker oder,ähnliche
Deformationen am Kunststoff-Formkörper nach dem Entgraten
infolge der anzuwendenden hohen Temperaturen bei dem Lösungsmitteldampfverfahren
auftreten.
Es ist deshalb ein Hauptgegenstand der vorliegenden Erfindung, ein neues Verfahren zum Entgraten und Polieren von Kunststoff-Formkörpern
zu schaffen, bei dem von einem flüssigen Lösungsmittelbad Gebrauch gemacht wird.
Genauer gesagt, ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ein Verfahren zum Entgraten und Polieren von geformten Auto~
lenkrädern aus entweder Oellulöse-acetopropionat oder
Cellulose-Acetobutyrat unter Verwendung eines flüssigen
BAD Lösungsmittelbades, 0 og8 4 3 / 1 7 3 2
Andere Gegenstände und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung offenbar werden, worin
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen die Ausführung
der vorliegenden Erfindung deutlich gemacht wird.
Die vorliegende Erfindung ist eine Alternativmethode zur
manuellen Entgratung, indem erfindungsgemäß· der Preßgrat von
Kunststoff-Eormkörpern durch ein einfaches, vergleichsweise
■billiges und automatisches Verfahren entfernt wird. Es ist
gefunden worden, daß unter Vermeidung manueller Entfernung der
Preßgrat durch ein bestimmtes Verfahren, bei dem Kunststoffformkörper in ein flüssiges lösungsmittelbad, das eine schnelle
Entfernung des Preßgrates bewirkt und gleichzeitig einen
hohen (xlanz auf der Oberfläche des Kunststoffes erzeugt, eingetaucht
wird. So ist auch gefunden worden, daß die Anwendung des
flüssigen Lösungsmittelbad-Verfahrens, wie es durch die
Erfindung geschaffen worden ist, das Abgraten des Preßgrates von Hand überflüssig macht und daß keine weiteren Macharbeiten
weder vor noch nach der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendig sind.
Die Offenbarung der ÜSA-Patentschrifi 3 020 661 beschränkt sich
auf die Behandlung von Kunststoff-Pormkörpern durch Berührung
mit einem Dampf; nicht empfohlen oder erkannt wurden die
großen wünschenswerten Vorteile, die sich aus der vorliegenden Erfindung ergeben, die die Anwendung eines flüssigen LÖsungsmittelbades
zum Entgraten und Polieren von Kunststoff-JPorekörpern
vorschlägt, wodurch die Nachteile der Lösungsmitteldampfmethode vermieden werden und ein verbessertes Verfahren zum Entgraten
von Kunst stoff-IPormkörpern geschaffen wird. Insbesondere verlieren die Kunststoff-Formkörper nach dem erfindungsgemäßen
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Entgraten nicht die Form und fließen nicht infolge der "beträchtlich
niedrigeren Temperaturen, die im Gegensatz zu dem
!lösungsmitteldampfverfahren gemäß der USA-Patentschrift
5 020 661 bei Verwendung eines flüssigen Lösungemittelbadea
zur Anwendung kommen. Außerdem wird Gesundheitsgefährdung des Bedienungspersonals ausgeschlossen! da bei Verwendung eines
flüssigen Lösungsmittelbades die Probleme, die. mit dem Auftreten heißen Dampfes verbunden sind, wegfallen. Die vorliegende
Erfindung wird durch Anwendung besonderer Lösungsmittelgemisohe
und bestimmter Badtemperaturen ausgeführt, was aus der nach«
folgenden Beschreibung der Erfindung noch deutlicher erklärt wird»
Allgemein gesagt, schafft die vorliegende Erfindung Verfahren zum Entgraten und Polieren oder Glänzendmachen,
wodurch der Preßgrat, der sich auf dem Formkörper an der
Werkzeugteilkante gebildet hat, entfernt wird und auoh das Oberflächenaussehen der Kunststoffgegenstände verbessert
wird» Das Verfahren besteht darin, daß der.Kunststoff^Formkörper
in ein Bad, bestehend aus einer Mischung flüssiger chlorierter Lösungsmittel, ausgewählt aus der Gruppe,
Tetrachlorkohlenstoff, Methylohloroform, Chloroform,
Trichloräthylen und Perohloräthylen, für sich oder in Kombi
nation mit anderen Lösungsmitteln, einer vorgewählten Temperatur eingetaucht, danach aus dem flüssigen
entfernt und getrocknet wird. .
i . . : ■■■-
Zur vollständigen Beschreibung der Erfindung wird auf die
folgenden Zeichnungen Bezug genommen, von welchen darettlleni
Cppy
0 0 9 8 4 3/1732 0A<5"
Pig. 2 eine Quernohnittsanaioht durch das Autolenkrad
der Fig. 1 entlang der Linie 2-2,"..
dan den Preßgrat, der sich an dae Had aneohllfflt,
wenn es sioh im unbearbeiteten Zustand nach dem Heraußnehmen aus der Form befindet, eeigt,
Flg. 4 eine Queroohnitteanoioht duroh die Linie 4-4 der
Fig. 3, obenfalle die dünnen PreßgratBtreifen
zeigend, die an der Außenseite de« unbearbeiteten Kunststofflonkrades sind und
eine gewöhnliohe DarStellung eineβ flUeelgen
LOoungemlttelbadee sun BiJ&tauohen eines unbearbeiteten Autolenkrade· Bweoke Entgratung und
Polierung.
Flg. 1 r.elgt ein genöh.nlioh#e Kunststoff lenkrad 1, hergestellt
für die Verwendung in nodtrnen Kraftfahrseugen, wobei in deia
KunstBtofflenkrad ein Stahldrehkreus oder Band 2 eingelagert :
1st, um den Kunststoff Festigkeit und Verstärkung zu geben.
Die Quersohnlttoaneioht in Fig. 2 Reift da· BtAhldrekkreui 2,
welches but Verstärkung des Lenkrade· 1 verwendet wurde, und auoh den Außenteil 3 nach Entfernen des Preßgrates duroh das
erflndungegffflMe· Verfahren· Wenn da· Lenkrad 1 naoh der Ubllohen
Preeteohnlk hergestellt ist, wird das 8t*hlarehkreui 2 in «ine
Fora eingelegt und der für das Lenkrad ausgewählte Kunststoff
dann Über dem Prehkreun rerforet. Wenn €er Iretrorfang beendet
0 0 98A3/1732
' copy
lot, ist eine gowiodo Menge dee Kunetstoffmaterials aus der
Form an der WorlcBcuKteilkonte herausgepreßt worden, wob tu den
fUhrt, vas mit P-.-ißgrat 4 bezeichnet wird, und an den Außentoilon deo Lenkvadoo stehenbleibt. Fig. 3 zeigt einen Teil
d©Q Lenkrädern 1 dor Fig. 1 im unbearbeiteten Zustand und beror
der Preßgra« 4 von Rad entfernt worden ist. Pig. 4 zeigt
außerdem den Preßgrat 4 im Querschnitt duroh Pig· 3 entlang
dor Linie 4-4. Außerdem iat dan innen liegende verstärkende
Drehkreuz 8 gosoigt. Um dan Lenkrad 1 in oinen für den
Einsatz in einem Kraftfahrzeug fertigen Zustand zu bringen,
muß dor Preßgrat entfernt werden, und das Lenkrad muß poliert oder glänzend gemacht werden, so daß es auf das Auge einen
wirklioto guten Eindruok maoht. Bei der vorliegenden Erfindung
wird die Entfernung des Preßgrateβ und das Polieren d a
Lenkrades 1 duroh Eintauchen des Rades in unbearbei+' ">
<
stand in ein flUesigos LUsungtsmittelbad, allgemein angedeutet
,bewirkt
durch 5 in einem Tanlc 7» wie die Tig. 5 R^igV· Das in das
Löounciamittelgeiniooh 6 einigebrachte Lenkrad 1 wird
im Bad illr eine zum geeigneten Entgraten und Polieren des
ftp.deβ ausreichend lange Zeit gelassen. Während des Eintauohens
deβ Rades wird das Löeungeraittelgeminoh 6 im Bad 5 auf einer
vorgowählten Temperatur' gehalten, dl« fUr die Bntffotung und
Polierung geeignet let, und die Zusammensetxung der flüssigen
Lüßunßwmittelroißohung enteprioht einer vorgewählten, die für
Ale Ausfuhrung des Verfahrens geeignet ist.
Wi« weiter oben gesagt, eohafft die Erfindung «in Verfahren
itur Entfernung des Preßgrates fin der Werkzeugttilkante von
Kunstetoff-rormkürpern* ul«iohss«itig sohafft das Verfahren
mohr hohen Glans und Glätte an den Kuxiotttoff-Formteilen. Durch
das «rflndungegoi&aß· Verfahren w«rd«n dl«*· Kunststoff-iorm-
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wm *y ^-
COPY
BAD ORIGINAL
BAD ORIGINAL
körper durch Verwendung eines flüssigen Lösungsmittels, wie
z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Methylchloroform, Chloroform, Trichloräthylen, Perchloräthylen und Mischungen derselben
untereinander oder mit anderen Lösungsmitteln, entgratet und poliert. Die besten Ergebnisse werden jedoch mit einer
Lösungsmittelmischung von Triehloräthylen und Perchloräthylen
erhalten, und aus diesem Grund ist dies die zur Ausführung
der Erfindung bevorzugte Lösungsmittelmischung. Die anderen Lösungsmittel sind etwas giftig und schwierig über dem
erforderlichen Temperaturbereich zu kontrollieren.
Die zu entgratenden und polierenden Kunststoff-Formkörper
können, so wie aus der Form kommen, verwendet werdenf ein
Beschneiden oder Bearbeiten dieser Körper ist nicht notwendig.
Unter gewissen besonderen Umständen, abhängig von der Form
und dem entsprechend der Menge Preßgrat an den Formkörpern
kann es zweckmäßig sein, etwas überschüssigen Preßgrat von
Hand abzuschneiden, wenn der Überschuß sehr groß ist. Die Kunststoff-Formkörper werden dann für eine ausreichend lange
Zeit in das flüssige Lösungsmittelbad eingetaucht, herausgenommen,
und dann werden die Gegenstände nach irgendeinem der gebräuchlichen Verfahren getrocknet. So kann das Trocknen
beispielsweise durch ca. 10 Minuten langes Belassen der Gegenstände an Luft von Raumtemperatur durchgeführt werden.
Kunststoff-Formkörper, die in dieser Weise behandelt worden sind, zeigen eine merklich bessere Oberflächenglätte,und sie
werden schnell entgratet, ohne daß weiteres Beschneiden vor
oder nach Anwendung des flüssigen Lösungsmittelbad-Verfahrens
erforderlieh wäre. Wenn das Lösungsmittel vollständig vom
Kunststoff-Formkörper verdampft ist, ist kein Geruch mehr wahrnehmbar, und die Oberfläche ist ebenso hart wie ursprünglich
009843/1732
Die Kunststoff-Formkörper können, nachdem sie im Anschluß an
das Herausnehmen aus dem Bad für einige Minuten and der Luft
bei Raumtemperatur getrocknet sind, sicher gehandhabt werden.
Zur vollständigen Beschreibung der Erfindung wird jetzt ein Ausführungsbeispiel für den Fall des Entgratens und Polierens
eines KunststoffautoLenkrades aus Cellulose-acetobutyrat
gegeben. Das gepreßte Kunststoff-Lenkrad wurde zuerst aus der !Form herausgenommen, zunächst von fremden Substanzen, wie
Staub, Fusseln und dergleichen gereinigt, bevor es in das flüssige Lösungsmittelbad kam. Man ließ sich, das Lenkrad
nach dem Herausnehmen aus der Form auf die Umgebungstemperatur, normalerweise Raumtemperatur, abkühlen. Die Zusammensetzung
des flüssigen Lösungsmittelbades wurde dann so eingestellt, dafl das Volumenverhältnis von Trichlorethylen s Perchloräthylen
etwa 10 t 1 war. Die Zusammensetzung des flüssigen
Lösungsmittelbades wurde nach irgendeiner der üblichen Methoden
ermittelt, a. B. durch Messung des Brechungsindex, durch
gaschromatographische Analyse oder Infrarotanalyse. Die
Temperatur des flüssigen Lösungsmittelbades wurde dann^ingestellt
und auf ca. 35 0C ί 1 0O gehalten und das Lenkrad für
etwa 10 Minuten in das flüssige Lösungsmittelbad gebracht. Nachdem das Lenkrad in das flüssige Lösungsmittelbad eingetaucht
und wieder herausgenommen worden war, ließ man den Lösungsmittelüberschuß abtropfen und dann daa Lenkrad an der
Luft etwa 10 Minuten trocknen, bevor es angefaßt wurde. Das
Oellulose-aoetöbutyrat-Lenkrad war vollkommen entgratet und
zeigte hohe Glätte bzw. G-lanz. Weitere Nachbearbeitung war
nicht erforderlich»
009843/1732. - 9 -
Es war völlig überraschendund nichtvorhersehbar, daß sich
mit Mischungen von Trichloräthyien und Perchloräthylen die
Erfindungsgegenstände mit so hervorragenden Ergebnissen
erreichen lassen,und aus dieaem Grund sind diese Mischungen
zur Ausführung der Erfindung bevorzugt. Bei der Ermittlung
dieser Mischungen wurde gefunden, daß !Perchloräthylen
selbst nicht wirksam genug ist, um die Kunststoff-Formkörper
zu entgraten und zu polieren, wogegen Trichlorethylen allein
zu aggressiv ist und Haarrißbildung verursaoht* Mischungen
von Trichloräthylen und Perchloräthylen zeigten sich jedoch
sehr -
geeignet und/wirksam bei Entgraten der Kunststoff-Formkörper,
wenn das in diesen Mischungen vorliegende Volumenverhältnis von Trichloräthylen zu Perchloräthylen im Bereich von etwa
5 * 1 bis etwa 20 t 1 lag.Bei Tersuchen wurde gefunden, daß
das bevorzugte Volumenverhältnis von Trichloräthylen »
Perchloräthylen etwa 10 s 1 ist, bei diesem Verhältnis wurden
die besten Ergebnisse erzielt« Tetraohlorkohlenstoff gab,
obwohl es ein wirksames Lösungsmittel ist, keine mit einem
Iiösungsmittelgemisch von TrichlorEthylen und Perchloräthylen
vergleichbaren Ergebnisse.
Sie geeigneten Lösungemitteltemperaturen zur Ausführung der
Erfindung liegen im Bereich von etwa 21 bis etwa 93 0C. Über
4-3 C jedoch wurden SpannungeriBse an einigen Kunststoffteilen
festgestellt, während bei Raumtemperatur oder darunterliegenden Temperaturen das Entgraten und Polieren au langsam
▼erlief· Als bevorzugter Temperaturbereich wird deshalb der
Bereich «wischen etwa 21 0O und etwa 35 0O angesehen» Ea wurde
gefunden, daß die besten JSrgebniee· Im bevorzugten Temperaturbereich
von 35 *G - 1 °0 erhalten werden, ba
009 045/1732 —
Die Eintauohzeit sollte ausreichend lang sein, um gute
Entgratung und Polierung zu gewährleisten. So ist ein Kunststoff -Formkörper ζ. B. ausreichend gut entgratet oder poliert,
wenn er in das flüssige Lösungsmittelbad für etwa 3 "bis etwa
20 Minuten, vorzugsweise etwa 10 Minuten, eingetaucht wird, abhängig von der Badtemperatur und/oder dem Volumenverhältnis
von Trichloräthylen t Serchloräthylen. In "bezug darauf, ist
die Tauchzeit im allgemeinen umgekehrt proportional zur Temperatur des Lösungsmittels und auch umgekehrt proportional
zur Menge des Trichloräthylens, die im flüssigen Lösungsmittel vorhanden ist·
Die vorstehende Beschreibung und die besonderen Ausführungsformen der Erfindung sind nur als Beispiele angeführt, sie
stellen keine Begrenzung der Erfindung dar.
00 9 8 43/1732
Claims (4)
1. Verfahren zum Entgraten eines Formkörpers ausCelluloseacetotutyrat
oder Celluloseacetopropionat unter Verwendung
eines Lösungsmittels» dadurch gekennzeichnet, daß der formkörper in ein flüssiges Lösungsmittelbad getaucht wird,
das aus einem oder mehreren der chlorierten Kohlenwasserstoffe
Tetrachlorkohlenstoff , Methylchloroform, Chloroform, Trichlöräthylen und Perchloräthylen besteht, dieses
flüssige Lösungsmittel auf eine Temperatur von etwa 20 bis etwa 95 C, aber unter dem Siedepunkt des Lösungsmittels,
bzw. des Lösungsmittelgemisches gehalten wird, wobei die genaue Temperatur und Zusammensetzung des
flüssigen Lösungsmittelgemisches so ausgewählt ist, daß
eine ausreichende Entgratung in einer annehmbaren
Eintauchzeit erreicht wird, ohne merkliche SpannungsriSbildumg
zu verursachen, und danach der '■ 3?or mkör ρ er aus
dtmflÜBSigen Lösungsmittel entfernt und getrocknet wird»
2. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
flüsaigQS Lösungsmittelbad verwendet wird, das aus
Triohloräthyien und Perohloräthylen in einem Völumenver->
hältnie von TriohloräthyleKL zu Perohloräthylen awieohen
etwa 5 i1 und etwa 20 j 1 besteht. 00 9 843/ 17 3 2 .,..-
ORIGINAL'
3. Verfahreil, nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das flüssige Lösungsmittel-bad auf eine Temperatur von
etwa 20 0G "bis etwa 45 0O gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittelbad ein Tetrachlorkohlenstoff enthaltendes
Bad dient„
0 ü 9 8 43/17 3 2
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US49133465A | 1965-09-29 | 1965-09-29 | |
| DES0106037 | 1966-09-22 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1620859A1 true DE1620859A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE1620859B2 DE1620859B2 (de) | 1974-01-17 |
Family
ID=31947549
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1620859A Pending DE1620859B2 (de) | 1965-09-29 | 1966-09-22 | Verfahren zum Entgraten und Polieren von Formkörpern aus Kunststoff |
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| DE (1) | DE1620859B2 (de) |
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