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DE1620798A1 - Verfahren zum Herstellen schwammartiger Produkte - Google Patents

Verfahren zum Herstellen schwammartiger Produkte

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Publication number
DE1620798A1
DE1620798A1 DE19661620798 DE1620798A DE1620798A1 DE 1620798 A1 DE1620798 A1 DE 1620798A1 DE 19661620798 DE19661620798 DE 19661620798 DE 1620798 A DE1620798 A DE 1620798A DE 1620798 A1 DE1620798 A1 DE 1620798A1
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DE
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collagen
water
dispersion
microcrystalline
acid
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DE19661620798
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English (en)
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DE1620798C3 (de
DE1620798B2 (de
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Battista Orlando A
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FMC Corp
Original Assignee
FMC Corp
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Publication of DE1620798A1 publication Critical patent/DE1620798A1/de
Publication of DE1620798B2 publication Critical patent/DE1620798B2/de
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Publication of DE1620798C3 publication Critical patent/DE1620798C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H3/00Isolation of glue or gelatine from raw materials, e.g. by extracting, by heating
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24DCIGARS; CIGARETTES; TOBACCO SMOKE FILTERS; MOUTHPIECES FOR CIGARS OR CIGARETTES; MANUFACTURE OF TOBACCO SMOKE FILTERS OR MOUTHPIECES
    • A24D3/00Tobacco smoke filters, e.g. filter-tips, filtering inserts; Filters specially adapted for simulated smoking devices; Mouthpieces for cigars or cigarettes
    • A24D3/06Use of materials for tobacco smoke filters
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L15/00Chemical aspects of, or use of materials for, bandages, dressings or absorbent pads
    • A61L15/16Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons
    • A61L15/22Bandages, dressings or absorbent pads for physiological fluids such as urine or blood, e.g. sanitary towels, tampons containing macromolecular materials
    • A61L15/32Proteins, polypeptides; Degradation products or derivatives thereof, e.g. albumin, collagen, fibrin, gelatin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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Description

  • Verfahren zum Herstellen schwammartiger Produkte Die Erfindung betrifft absorbierende Massen in Form von Matten, Schwämmen und dgl., die sich durch sehr hohe Absprptionsfähigkeit zumsammen mit ausgezeichneter Zerrei#festigkeit im trockenen Zustand und überraschend hohe Napfestigkeit auszeichnen, und die insbesonderezwecknäpig als absorbierende Produkte in Berührung mit der menschlichen Haut sind. Dieselben werden aus einer neuen, wasserunlöslichen, mikrokristallinen, kollöidalen Porm des Gollagens hergestellt. Da dieses Collagen selbst bei einem pH-Wert~ von 3 -4 in Wasser unlöslich ist, kann dasselbe in Matten über führt werden, die gegenüber Wasser sehr widerstandsfähig w sind, und zwar ohne weitere Behandlung. Derartige Matten können vermittels einer Behandlung mit Vernetzern au#erordentlich widerstandsfähig gegenüber Wasser gemacht werden.
  • In der US-Patentschrift 3 157 524 ist beschrieben, dap Schwämme oder dgl. vermittels Einfrieren eines angesäuerten Collagengels hergestellt werden können, das erhebliche Mengen an Tropocollagen enthält, und im Anschlup hieran wird das Wasser unter Hochvakuum absublimiert, wobei die Temperatur unter dem Gefrierpunkt gehalten wird. In dieser Patentschrift ist angegeben, dap sich derartige Produkte erneut in Wasser lösen, und Versuche die Säure in dem gefriergetrockneten Produkt vermittels wässriger alkalischer Lösungen zu neutralisieren, führten zu einem Zerstören der angestrebten schaumartigen Textur und fahren zu einer Matte, die einen erheblichen Teil ihrer zweckmäpigen Eigenschaften eingebüßt hat. Wach dieser Patentschrift wird diese Schwierigkeit dadurch überwunden, dap ein Gel aus wasserdispergierbarem, mit Säure behandelten Collagenfasern eingefroren, die eingefrorene Masse in ein umlaufendes Bad eines mit Wasser mischbaren Lösungsmittels, das ein alkalisches Mittel zwecks Neutralisieren der Säure enthält, eingetaucht wird, wodurch die Collagenfibrilen dehydriert und koaguliert werden, so iie das durch Neutralisation gebilddte Salz entfernt wird und im Anschlup hieran erfolgt wiederum ein Trocknender erhaltenen Kollagenmasse unter Ausbilden einer schwammartigen Matte, die einem Auflösen in Wasser widersteht.
  • Das Anwenden dieses Verfahrens für die Neutralisation ist sowohl langsam als auch kostspielig und bedingt verschiedene Verarbeitungaschritte, die teuer sind-. Weiterhin tritt ein gewisser Verlust an Porösität in Schwämmen bedingt durch ein Zusammenfallen in dem organischen Lösungsmittel ein, Wichtig ist insbesondere, dap das wiederaufgebaute Collagen seine ursprüngliche Morphologie verloren hat und die natürlichen Bindungen zwischen den in den ursprünglichen Fibrillen vorliegenden Tropocollageneinheiten sind erheblich durch Löslichhachen, Regenerieren und Neutralisieren geschwächt.
  • In der deutschen Patentschrift (deutsche Patentanmeldung ) ist eine neue Form des mikrokristallinen Collagens beschrieben. Erfindungsgemäp wird insbesondere das Anwenden dieser neuen Gollagenform fur das Herstellen wasserunlöslicher, faserförmiger Matten in Betracht gezogen, die bemerkenswert hohe Wasserabsorptionsfähigkeiten besitzen, ohne daß es erforderlich ist eine Neutralisation der vorliegenden Säure durchzuführen. Die Matten besitzen hervorragende Weichheit, Raumfüllung und Textur ähnlich der menschlichen Haut Die neue Gollagenform stellt einen ausgeprägten physikalischen Zustand zwischen demjenigen gequollenerOollaenfasern und der Tropocollagenmoleküle dar, wie es in der oben angegebenen Patentschrift offenbart ist, Diese neue physikalische Form des Collagens ist mikrokristallin und kolloidal, dieselbe besteht aus Bundeln aggregierter Tropocollageneinheiten, die unterschiedliche Länge gegenüber derjenigen einer einzelnen Tropocollageneinheit aufweisen können, bis zu unter einem Mikron und der Dur chmesser beläuft sich auf etwa 25 Å bis etwa 100 Å . Massen, die unterschiedliche Coliagenformen aufweisen, wobei wenigstens etwa 10 Gew.% diese neuen submikron-mikrokristallinen, kolloidäilen Collagenteilchen besitzen und die praktisch frei von Trppocollagen und abgebauten Abkömmlingen derselben sind, fuhren zu viskositätsstabilen, wässrigen Gelen mit geringen Konzentrationen in der Grö#enordnung von L ö.
  • Sobald diese mikrokristallinen, kolloidalen Kollagengele gef-riergetrocknet werden wird eine Matte ausgebildet, die sich durch ihre Fähigkeit auszeichnet, selbst nach mehreren Tagen in Ber@hrung mit Wasser nicht zu zerfallen, und die für Wasser und andere Flüssigkeit eine hohe Absorptionsfähigkeit besitzt. Derartige schwammartige Massen enthalten immer noch alle die sehr geringe Säuremenge, die-zum Herstellen des kolloidalen Kollagens angewandt wird, und es findet keinerlei Neutralisation statt. Dies ist möglich aufgrund der genauen Steuerung der Säurekonzentration in Kombination mit einer entsprechenden mechanischen Zerlegung unter Ausbilden der mikrokristallinen, wasserunlöslichen Teilchen und Vermeiden einer echten Lösung, und dies im Gegensatz zu Produkten, die nach der oben angegebenen Patentschrift hergestellt sind, bei denen das Collagen löslich gemacht und-sodann erneut ausgefällt worden ist. Bei dieser Arbeitsstufe sind die Teilchen vollständig undenaturiert, und es liegt nur eine geringfügige Zerstörung der ursprünglichen seitlichen Bindekräfte zwischen den Tropocollageneinheiten vor, die die ursprünglichen Fibrillen enthalten und viele der ursprünglichen seitlichen, natürlichen Bindekräfte verbleiben-praktisch unverändert0 Nach einer weiteren erfindungsgemä#en Ausführungsform werden geringe Mengen typisdher Collagenvernetzer, wie Alaun, in die Matten eingearbeitet und werden vorzugsweise vor dem Gefrieren zugesetzt, um so den Matten gute Naßfestigkeit zu vermitteln0 Das mikrokristalline, kolloidale Collagen wird vorzugsweise aus beliebigen, nichtde-natuierte Collagen in natürlichem zustand, und zwar entweder in Form von Stücken von Naturhaut, Darm oder anderen Materialien hohen Collagengehaltes hergestellt, vorzugsdey weise arbeit man jedoch mit Stücken, die unter nicht/tturierenin Bedingungen getrocknet und für eine leichtere Handhabung zerkleinert worden sind. Das nicht denaturierte Collagen wird unter sorgfältig gesteuerten Bedingungen mit sehr verdünnter Säure behandelt, deren pH-Wert sich auf etwa 1,6 bis 2,6 beläuft. Dort wo das Ausgangsmaterial nap ist, muß der Anteil des vorliegenden Wassers bei dem Herstellen der anzuwendenden Säurelösung berücksichtigt werden. Das Produkt wird sodann mechanisch in Gegenwart der verdünnten Säure zerkleinert, bis etwa 100% oder mehr des Produktes auf eine Submikron-Gröpe zerlegt worden ist. Es ist nicht wichtig, daß das gesamte Ausgansprodukt auf eine Submikron-Gröpe zerkleinert ist. Das Produkt wird ftfr die vorgesehenen Zwecke geeignet, sobald etwa 10% desselben soweit zeStleinert sind, wenn auch optimale Ergebnisse bei höheren Konzentrationen des submlkronen, mikrokristallinen Produktes erhalten werden, Zum Herstellen eines mikrokristallinen, kolloidalen Collagens besteht eine wesentliche Vorbehandlung in einem gründlichen Einweichen des Hautmaterials oder anderen Collagenproduktes mit der entsprechenden, sehr verdünnten Säure bei dem erforderlichen t; -p H-Wert.
  • Bei Anwenden von Salzsäure und einer typischen,-itn Vakuum gefriergetrockneten-Kuhhaut ist es wesentlich, das oder pH-Wert der Behanc lungslösung nicht über etwa 2,6 für das Herstellen aes mikrokristallinen, kolloidalen Collagens bei der sich anschliependen Zerkleinerung liegt. Optimale Ergebnisse werden mit Säurelösungen erhalten, die einen pH-Wert in der Gröpenordnung von 2 von 4o Feststoffgehalt auf-weisen. Die Behand-lung mit Lösungen mit einem pH-Wert von kleiner als etwa 1,6 führt zu einem schnellen Abbau des Molekulargewichtes mit entsprechendem Aufbau des in Säurelöslichen Tropqcollagens und weiterer Abbauprodukte, wie es sich durch einen ausgeprägten Abfall in der scheinbaren Viskosität zeigt.
  • Die Wirkung der Säure ist eine Dreifache. Zunächst dient die Säure dazu, ein begrenztes @uellen der Fasern zu bedingen Zweitens erfolgt eine begrenzte Hydrolyse selektiver Petidbindungen im Inneren der nicht kristallinen oder amorphen Gebiet-e der Collager fibrillen, so daß die sich anschlie#ende mechanische Zerkleinerun ein leichtes Zerstören der geschwächten Morphologie in mikrokristalline Teilchen ermöglicht, deren Abmessungen zwischen denjenigen der Tropocollagen- und der Collagenfibrillen liegen. Drittens setzt sich ein Teil der Säure mit freien, primären Aminogruppen des Collagens unter Ausbilden eines Produktes um, das man als Collagen-Hydrochloridsalz bezeichnen kann, das natürlich in Gegenwart von Wasser ionisiert ist.
  • Nach der Säurebehandlung wird das Hautprodukt, bei dem die Säure homogen verteilt ist, der mechanischen Zerkleinerung unterworfen, um so wenigstens etwa 100% des Produktes auf eine- SubmikrongröPe zu zerkleinern. Im allgemeinen wird durch die beuorzugte Zerkleine rungsvorrichtung eine hohe Scherkraft auf die Teilchen des behandelten Collagens ausgeübt, wobei zB. Vorrichtungen mit zeichnung Waring-Blender und C'owles Dissolver für geringe Feststoffkonzentrationen angewandt werden. Es ergibt sich hierdurch ein Zerreipen und wirksame Gröpenverringerung der subfibrillen, mikrokristallinen Aggregate. Hohe Scherkräfte können auch in anderer Weise, wie z.B. durch Auspressen durch kleine Oeffnungen in Vorrichtungen mit der Bezeichnung Bauer Refiner und Rietz Extructor beuafschlagt werden und insbesondere in dem Fall (mehr als 5%) hoher Feststoffkonzentrationen0 Manie kann auch andere bekannte Arbeitsweisen heranziehen.
  • Vorzugsweise wird die Zerkleinerung solange durchgeführt, bis mehr als 10% der Produkte im Submikronbereich vorliegen, d,h. bis 15 bis 20% oder sogar mehr dieses Produktes auf eine kolloidale Größe zerkleinert worden sind.
  • In den Ausführungsbeispielen wird Salzsäure lediglich angewandt, da dieselbe relativ billig ist und eine leichte Einstellbarkeit und Steuerung ermöglicht. Es können auch andere Säuren, und zwar sowohl anorganische als auch ionisierbare organische Säuren, wie Schwefelsäure, Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Cyanoessigsäure, Essigsäure und Zitronensäure angewandt werden. Shhwefelsäure ist z. B. geeignet-, jedoch läpt sich die Wirkung derselben nur schwierig steuern. Anstelle von Salzsäure kann Zitronensäure unter Erzielen gleicher Ergebnisse treten. Unter dem begriff §'Leichtigkeit der Steuerung" ist die Fähigkeit zu verstehen, das Quellen und die Hydrolyse der Oollagenfasern dort zu unterbrechen, wo das unlösliche kolloidale Produkt gebildet wird und in diesem Zustand gehalten wird, wobei gleichzeitig der schnelle Abbau des Produkte in ein lösliches Produkt verhindert wird.
  • Nach Abschluß des Zerkleinerns weisen die gebildeten Gele einen pH-Wert von etwa 2,6 bis 3,8 auf, und der spezifische vorliegende pH-Wert hängt von dem pH-Wert der Behandlungssäure ab. Der pH-Wert der Gell,. die optimale Eigenschaften aufweisen, li-egt--bt 5, 0-3,.
  • Das Herstellen eines liegen Gels wird zoBo so durchgeführt, dap ein Teil fein vermah@ene, im Vakuum gefriergetrocknete Kubhaut mit 100 Teilen Salzsäurelösung mit einem pH-Wert von 2,25 behandelt wird. Nach einer 15 minütigen Behandlung in einem Waring Blendor weist das Gel einen pH-Wert.von 3,25 auf. @n gleicher Weise wird ein 2%iges Gel hergestellt und weist einen pH-Wert von 3,3 auf, Sobald 1 g Proben der durch Gefriertrocknen dieser Gele hergestellten Matten in 100 ml destilliertes Wasser gebracht werden, erfolgt eine Ionisierung des teilweise vorliegenden Hydrolchloridsalzes des Collagens ohne Zerstören der Matten, und der pH-Wert des Wassers wird auf 3,1 gesenkt.
  • Die absorbieren-den Matten,- Schwämme oder andere herzustellende Körper werden durch Gefriertrocknen der Dispersion oder des Gels vorzugsweise bei Temperaturen von wenigstens -5° - -10°C und Heraussublimieren des Wassers unter Halten des gefrorenen Körpers unter Vakuum hergestellt. Es kann jedes herkömmliche Verfahren und Vorrichtung für die Gefriertrocknung angewandt werden. Die Gele können etwa 0,25 bis zu 10 oder mehr des mikrokristallinen, kolloidalen Collagens enthalten und die Porösität der Gefriergetrockneten Produkte schwankt umgekehrt proportional zu. dem Feststoffgehalt des GelsO Es ist bevorzugt Gele in den niearigen Konzentrationsbereich anzuwenden, und zwar insbesondere dort, wo das -Produkt in Berührung mit dem menschlichen Körper angewandt werden soll. Die Gele können vor dem Gefriertrocknen zwecks Verringerung der Trocknungskosten teilweise an der Luft getrocknet werden. Ein derartiges Verfahren führt zu einei gewissen Verlust an Wasser absorptionsfähigkeit des Produktes. Das Gel kann in einem Gefriertrocknungstrog unter Ausbilden einer Schicht der gewünschten Dicke ausgebreitet oder in eine geeignete Form gegossen und sodann der Gefriertrocknung unterworfen werden.
  • Die erfindungsgemäpen Produkte zeigen Wasserabsorptionseigenschaften, die wenigstens dreimal gröper als chirurgische Baumwolle sind. Dieselben nehmen wenigstens das 50-fache ihres eigenen Gewichte an Wasser auf, Diese Produkte werden durch Wasser nicht zerstört. Fiir chirurgische Zwecke und als Wundbinden sind die Produkte chirurgischer Baumwolle überlegen, da sie Faserfrei sind.
  • Typische weisen Zerreipfestigkeiten im trockenen Zustand von etwa 91 kg/cm2 auf.
  • Bür viele Anwendungszwecke ist es höchst zweckmäpig wenigstens den größten Teil des in den mikrokristallinen Collagensäuredispersionen vorliegenden freien Fettes vor dem Gefriertrocknen zu entfernen. Dieses Entfernen kann durch Zusatz von Cellulosefasern in Porm eines stark gebleichten Kraftzellstoffs oder mikrokristalliner, kolloidaler Cellulose zu der Dispersion unter entsprechendem Vermischen und einheitlichem Verteilen des Oelluloseproduktes in der Dispersion erreicht werden. Dassich anschliepende Filtrieren der Dispersionen, z.B. vermittels herkömmlicher Druckfiltration unter Anwenden von Schichten aus Cellulosetextilgut oder Baumwollgewebe, das zwischen geeigneten durchlässigen Metalplatten angeordnet ist, führt zu einem starken Entfernen der in dem Rohprodukt vorliegenden natürlichen Pettstoffe. Wahlweise Verfahren zumEntfernen derartiger fettiger Produkte auf geringstmögliche be-Gehalte/stehen darin, die rohen, nicht getrockneten Häute mit-organischen Flüssigkeiten, wie Aceton unter Auflösen der Pettprodukte zu extrahieren oder die Dispersionen durch Oellulosepapier oder Teztilfilter unter sehr hohem Druck hindurchzudrücken. Derartige Filtrationen dienen weiterhin dazu das Entfernen von gefingen Mengen an weiteren Fremdstoffen, wie Haarstücken und Pleischgeweben zu unteistiitzen, die natürlich in den Endprodukten unerwünscht sind.
  • Die Na#festigkeit der Matten ist recht gering, wenn auch die Matten bei dem eintauchen in Wasser nicht zerfal@en, wenn sie über längere Zeitspannen. hin in Wasser gehalten werden. Bei dem Eintauchen in Wasser wird Wasser absorbiert und die Masse quillt in einem gewissen Ausma# an und verbleibt sodann in dem aufgequollenen Zustand, Die Zerrei#festigkeit der Produkte, und zwar insbesondere die Na#festigkeit, können durch Einarbeiten von anderen Fasern, wie nicht gequollenen Oollagenhautfasern, Baumwolle, Kunst seide, Nylon, Polyester, Wolle und ka@dierten, gefriergetrockneter Oollagenfasern in das Gel vor dem Gefriertrocknen verbessert werden, Der Anteil an zugesetzten Pasern kann sich auf bis zu 25% oder mehr bezogen auf das Gewicht desmikrokristallinen Kollagens in dem Gel belaufen.
  • Stärkere Verbesserungen der Na#festigkeit können durch Einarbeiten von Vernetzern für das Collagen in die Gele erreicht werden.
  • Derartige Vernetzer können in das Gel zu jedem Zeitpunkt vor dem Gefrie,rtrocknen eingearbeitet werden. Eine homogenere Verteilung in dem Produkt wird jedoch erreicht, wenn diese Vernetzer zu Beginn des Zerkleinerns zugesetzt werden. Typische geeignete VernetzFr sind unter anderem die vErschiedenen Vernetzer auf' der Grundlage von Formaldehyd, wie Harnstoff-Formaldehyd-vorkondensat und Melamin-Formaldehyd-Vorkondensat, Formaldehyd, Glyoxal, Acetaldehyd, Glutaraldehyd, Kaliumalaun, Chromalaunt Eisenalaun, basisches Aluminiumacetat, admiumacetat, Kupfernitrat, Bariumhydroxid und wasserlösliche Diisocyanate. Der spezielle in Anwendung kommende Vernetzer wird von dem vorgesehenen Anwendungsgebist' dir Produkte abhängen. Die Vernstzerreaktionen können natürlich durch mäpiges Erwärmen vor dem Gefriertrocknen beschleunigt werden und dieses mä#ige Erwärmen ist ebenfalls dort vorteilhaft, wo die höheren Konzentrationen an mikrokristallinem Collagen angewandt werden, de die Viskosität der Dispersion in einem gewissen Ausmaß verringert werden kann. In keinem Pall sollten die Temperaturen über etwa 900C liegen. Für medizinische und chirurgische @nwendungen ist das Anwenden unterschädlicher Vernetzer, wie der Alaune bevorzugt.
  • Vermittels der Vernetzer lassen sich Napfestigkeiten bis zu der Trockenfestigkeiten erreichen. In tusätzlicher günstiger Effekt ergibt sich durch das Anwenden bestimmter Vernetzer, und zwar eines Verbesserung der Wärmefestigkeit des Produktes, Das Einschrumpfen bei dem Erwärmen wird wesentlich verbessert und die trifft auch auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Verfärbung zu, wenn bestimmte der Vernetzer angewandt werden. Die Verbesserung in der Wärmefestigkeit, und zwar bowohl bezüglich des Schrumpfens als auch der Verfärgung ist insbesondere dort vorteil haft, wo man die Matten oder Schwämme sterilisieren will.
  • Das Produkt kann immer dort angewandt werden, wo man absorbierende Materialien zu erhalten wünscht, wie z.B. Einmalwindeln, Damenbinden und dgl., Verbände, chirurgische Schwämme, industrielle und Haushaltsschwämme, Abdeckungen, Tapons, Zigarettenfilter usw.
  • Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise erläutert: Beispiel 1 Es werden 20 g zerkleinerte Kuhhaut, die vermittels Gefriertrocknung von Wasser befreit ist, in 1980 ml Salzsäurelösung mit einem pH-Wert von 2 eingebracht und bei 25 bis 30°C in einem Cowbes Dissolver Model IVG 15 Minuten lang bei 5400 U/min. unter Anwenden eines 10 cm Zerkleinerungsflügels behandelt. Nach Abschlu# der Zerkleinerung wird das bis Gel des mikrokristallinen kolloidalen Collagens in einen Gefriertrooknungstrog unter Ausbilden einer Schicht mit einer Dicke von 3 mm au@gebreitet und über Nacht das Gefriertrocknen (-40 bis -50°C, 5 Mikron Vakuum, Erhitzungszyklus nicht über 300C unter Kondensieren des mierten Wassersbei 6000) durchgeführt. Das erhaltene Produkt stellt eine Matte mit einer Dicke von 5 mm- dar, die das 65-fache ihres eigenen Gewichtes an Wasser absorbiert. Die Zerrei#festigkeit eines trockenen Teststreifens mit einer Breite von 2,5 cm beläuft sich auf 1,6 kg und die Napfestigkeit eines gleichen Teststreifens. ist zwar sehr gering, aber immer nochme#bar. Bei dem Einweichen in Wasser zerfällt dieses Produkt nicht.
  • Beispiel 2-7 Da@ Beispiel 1 wird mit der Ausnahme wiederholt, dap verschiedene Zusätze zu dem Gemisch zu Beginn des Zerkleiners ausgeführt werden. Bei dem Beispiel 2 wird 1 g Melamin-Formaldehyd-Kondensat (Prozent bezogen auf das Gewicht des Collagens) und eine geringe Menge an Zinkchlorid als Beschleuniger zugesetzt. Bei dem Beispiel 3 wird die Melamin-Formaldehyd-Konzentration auf 2--g erhöht, bei dem Beispiel 4 auf 4 g erhöht und bei dem Beispiel 5 aui 6 g erhöht. Bei dem Beispiel 6 wird 1 g~Polyesterstapelfaser (Länge 6 mm und Durchmesser 1,5 Denier pro Faden) bezogen auf das Gewicht des Kollagens zugesetzte Bei-d-em Beispiel 7 wird die Baser zusammen mit 1 g Melamin-formaldehyd-Kondensat und Zinkchlorid zugestzt.
  • Es werden Proben jede@ der Beispiele 1 bis 7 hergestellt, die Abmessungen von 10 cm x 2,5 cm x 3 mm aufweisen, indem die Mattenparallel zu der Ausbreitungsrichtung des Gels in dem Gefriertrocknungstrog zerschnitten werden. Die Zerrei#festigkeit der Proben wird vermittels eines Instron Zerreißfestigkeitstesters gemessen, wobei die Zugkraft über die lange Dimension beaufschlagt wird (Querkopfgeschwindigkeit 2,5 -cm pro Minute). Die Napzerreipfestigkeit wird sodann gemessen, indem die Probe zwei Minuten lang in Wasser bei 250.0 eingetaucht und sodann sofort geprüft wird. die Festi@eitswerte sind in der Tabelle I zusammengefa#t : Tabelle I Bei- Vernetzer Trocken- Na# - Na#- zu Trockenspiel % Zerrei#-Festigkeit Zerrei#festigkeit kg % 1 0 1,6 0,05-2 5 1,85 0,39 21,2 3 10 1,48 0,66 45,0 4 20 1,9 0,81 42,6 5 30 1,37 0,74 53,8 6+ 0 1,78 0,1 5,7 7+ 5 1,9 0,37 19,3 + einschließlich 5% PolyesterfaserO Die durch das Produkt nach Beispiel 1 Fes gezeigte Festigkeit ist äquivalent einer Trockenzerrei#festigkeit von etwa 91 kg/cm2 Man sieht, dap der Zusatz der Vernetzer nicht die Trockenfestigkeit in merklicher Weise beeinflußt und die Unterschiede beruhen wahrscheinlich auf Experimentalfehlern, wie sie bei dem Prüfverfahren bei den verschiedenen Proben auftreten. Man sieht jedoch, dap das Verhältnis der Napfestigkeit zu der Trockenfestigkeit bei etwa 10% Vernetzer angenähert gleich bleibt, und dap der Zusatz an Verstärkungsfaser zu einer geringfügigen Verbesserung der Zerreipfestigkeit führt.
  • Die Wasseraufnahme der Produkte ausgedrückt in Gramm Wasser pro Gramm kristallines Collagen ist in der folgenden Tabelle II gezeigt und weist darauf hin, dap eine geringfügige Abnahme in der Wasserabsorption-bei dem Vernetzen auftritt, jedoch im Hinblick auf die starke Zunahme der Napfestigkeit vernachlässigbar ist.
  • Tabelle II Beispiel Aufnahme g H2O/ g Produkt 1 64,7 2 56,5 3 55,7 v4 55,7 5 49,9 6 66,9 7 51,8 chirurgische Baumwolle 17,8 Beispiel 8 Nach dem Verfahren der obigen Beispiele werden Matten aus 3/4% Gelen des mikrokristallinen, kolloidalen Kollagens m@t der Ausnahme hergestellt, dap in den verschiedenen Matten eine Anzahl verschiedener Vernetzer angewandt werden. In jedem Fall wurden 0,001 Mol des Vernetzers pro 100 g Gel zugesetzt. Matten, die Kaliumalaun, Melamin-Pormaldehyd-Kondensat, basischessAluminiumacetat, Cadmiumacetat, Chromalaun, Kupfernitrat und Bariumhydroxid enthalten, werden in dieser Weise hergestellt-und mit einer ähnlichen nicht behandelten Matte verglichen.
  • Die Mdssungen werden bezüglich des Einschrumpfens der Maten bei dem Erwärmen durchgeführt. Es werden Proben in einem Ofen von 2500 auf 20000 in Intervallen von 10° oder 250 erhitzt, und die.
  • Proben werden in dem Ofen 1 Stunde lang bei dieser Temperatur gehalten. Alle Proben zeigen ein Einschrumpfen, das nicht über etwa 2,5% liegt bis zu einer Temperatur von 1000C und ein Einschrumpf.en von nicht übe-r 5% bis zu einer Temperatur von etwa 1400C. ie Kontrollmatte und die das Melamin-Formaldehyd- enthaltende Matte zeigt ein erhöhtes Einschrumpfen, das sich auf etwa 10% bei 175°C beläuft und auf 35% bei 200°C ansteigt. Die das Kupfernitrat enthaltende Matte weist ein -IOiges Einschrumpfen beietwa 16000 und ein @6%iges Einschrumpfen bei 200°C auf. Die das Cadmiumacetat enthaltende Matte weist ein Einschrumpfen von etwa 10% bei 1800G und ein Ein schrumpfen von etwa 20% bei etwa 2000C auf. Die Kaliumalaum und Aluminiumacetat enthaltenden Massen weisen ein Einschrumpfen von etwa .5% bei 1500C und ein Einschrumpfen von etwa 10% bei 2000C auf. Die ohromalaun enthaltende Matte weist ein Einschrumpfen von 5% bei 17000. und ein Einschrumpfen von 9% bei 20000 auf. Die Bariumhydro@d enthaltende Matte weist ein 5%iges Einschrumpfen bei180°C und ein Einachrumpfen von 10% bei 200°C auf.
  • Das E hitzen der Matten zeigt ebenfalls, daß keine sichtbare Verschlechterung oder Veränderung der Farbe bei Temperaturen bis zu 100°C eintritt. Die meisten der Matten beginnen eine geringfügige Verfärbung bei 1200C zu zeigen und die Verfärbung nimmt bei erhöhter Temperatur zu. Die aus dem Kaliumalaun enthaltenden Gel hergestellte Matte zeigt jedoch keine sichtbare Farbveränderung bei 200°C und behält ihre weipe Farbe bei.
  • Die Wärmestabilität der Produkte ist insbesondere dort vorteilhaft, wo man die Produkte zu sterilisieren wünscht oder wenn diesenben auf dem Gebiet von Hochtemperatur-Anwendungen verwendeter werden sollen. In derartigen Fällen kann der Vernetzer auf der Grundlage seiner Wirkung sowohl auf die. Einschrumpf- alhs auch Verfärunbseig-enschaften hin ausgewählt werden.
  • Dort wo die Matten mit höherer mechanischer Festigkeit erforderlich sind, finden Gele mit höheren Konzentrationen an mikrokristal linen Collagen aufgrund der direkt proportionalen Veränderung der Festigkeit der Produkte mit der Konzentration der Gele-Anwendung.
  • Die Wasserabsorption der Produkte ist jedoch umgekehrt proportional zu der Konzentration der Gele und somit ist es für spezifische Anwendungsgebiete erforderlich, beide Eigenschaften bei dem Herstellen der Ausgangsgele zu berücksichtigen.

Claims (5)

  1. P a e n t a n s p r ü c h e lo Verfahren zum Herstellen eines faserförmigen Körpers, bei dem eine wässrige saure Dispersion hergestellt, die Dispersion. in eine Porm mit-der gewünschten Umri#form des fertigen Körpers eingeführt, die Dispersion in der Form gefroren und das Wasser aus der gefrorenen Dispersion in Gegenwart,deräure absublimiert wird, dadurch g e k e n n z e ic h n e t , dap ein mikrokristallines Collagen angewandt wird, wobei wenigstens etwa 10 Gew.% des mikrokristallinen Collagens aus Bündeln aggregierter @ropocollageneinheiten besteht, jedes der Bündel eine Xeilchengröße nicht über 1 Mikron unter Ausbilden eines wasserunlöslichen, absorbierenden Körpers aufweist.
  2. 2. Verfahren -nach Anspruch 1, dadurch g e k e n h z e i c -h -n e t- , dap das mikrokristalline Collagen vermittels Behandeln eines nicht denaturierten Collagens mit einer wässrigen, sauren Lösung, z.B. einer Salzsäurelösung bei einem pH-Wert von etwa 1,6 bis 2,6 hergestellt und das so behandelten Collagen in Gegenwart ddr sauren Lösung zerkleinert. wird, bis wenigstens etwa 10 Gew.0jo des behandelten Kollagens auf eine Teilchengrö#e von nicht über 1 Mikron zerkleinert worden sind.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch g e k e n n -z e ic h n e t , da eine wässrige saure Dispersion angewandt wird, deren pH-Wert sich auf etwa 2,6 bis 3,8 beläuft.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch g e k e n n z e i zu c h n e t , dap ein Vernetzer fur das Collagen, wie z.B. Kaliumalaun der Dispersion z-ugesetzt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch ge-! k e n n z e i c h n e t, dap der Dispersion ein weiteres Fasermaterial zugesetzt wird. -
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