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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum sion mittels eines Gebläses 32 zusammen mit den
Entschwefeln von Industrieabgasen, bei dem die Ab- Abgasen, welche durch die Leitung 13 in die Leitung
gase zwecks Adsorption der darin enthaltenen Schwe- 16 eintreten, nachdem ihre Strömungsgeschwindig-
feloxyde mit Aktivkohle in Berührung gebracht wer- keit durch einen Dämpfer 14 reguliert wurde, in eine
den und die Aktivkohle nach der Adsorption zwecks 5 Adsorptionszone 15 a in dieser Vorrichtung.
Entfernung der Schwefeloxyde und Regenerierung Die Strömungsgeschwindigkeiten der durch die
der Aktivkohle mit Wasser gespült und getrocknet Leitungen 10 und 13 strömenden Abgase werden
wird und erneut der Adsorption der Schwefeloxyde durch den Dämpfer 14 entsprechend dem Betriebs-
dient. zustand der Adsorptions-Desorptionsvorrichtung 15
Ein solches Verfahren ist z. B. aus der deutschen io reguliert.
Auslegeschrift 1 193 019 bekannt. Es geht dort dar- Die die Adsorptionszone 15 a verlassenden Abgase
um, gleichzeitig Schwefeloxyde und reduzierende werden, nachdem nun das Schwefligsäureanhydrid-Schwefelverbindungen
aus Abgasen zu entfernen, und das Schwefelsäureanhydridgas daraus durch Adwozu ein bestimmtes Schwefel-Molverhältnis zwi- sorptionswirkung der Aktivkohle entfernt wurden,
sehen den Oxyden und den anderen Verbindungen 15 durch Leitungen 17 und 8 geführt und durch einen
offenbart wird. In der letzten Stufe der Entschwefe- Kamin 31 an die Atmosphäre abgegeben,
lung liegt sämtlicher aus den Abgasen entfernte Die Aktivkohle in einer Spül-Desorptionszone 15 c
Schwefel in Form von Schwefeldioxyd vor und wird in der Vorrichtung wird mit Wasser gespült, welches
so aus der Entschwefelungsanlage abgeführt. von oben dieser Zone zugeführt wird. Das zur Spü-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das 20 lung der Aktivkohle verwendete Wasser wird durch
Verfahren der eingangs genannten Art so auszubil- eine Leitung 18 in einen Untertank 19 a in einem
den, daß die Adsorption der in den Abgasen ent- Wassertank 19 geliefert, um darin gespeichert zu
haltenen Schwefeloxyde durch die Aktivkohle inten- werden, und mittels einer Pumpe 21 durch eine Lei-
siviert wird. tung20 hochgepumpt. Die sich so ergebenden Wasch-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- 25 wasser werden durch eine Leitung 22 in einen Unterlöst,
daß man die mit Wasser gespülte Aktivkohle tank 19 b geführt und in dem Untertank gespeichert,
mit einem Teil der Abgase trocknet, diesen Teil der Die Funktionen der genannten Zonen in der Ad-Abgase
nach dem Trocknungsschritt mit dem Rest- sorptions-Desorptionsvorrichtung werden in beteil
der Abgase mischt und diese Mischung mit der stimmten Zeitabständen gewechselt, so daß ein Arregenerierten
Aktivkohle in Berührung bringt und 30 beitszyklus, der aus Adsorption, Spül-Desorption
diese Schritte periodisch wiederholt. und Trocknung besteht, gleichzeitig wiederholt durch-
Bei dieser Arbeitsweise verteilt sich die von dem geführt wird.
zum Trocknen der gespülten Aktivkohle verwende- Die in dem Untertank 196 gespeicherten Abwästen
Teil der Abgase aufgenommene Feuchtigkeit bei ser werden durch eine Leitung 27 in einen Konzenseiner
Mischung mit dem restlichen Teil der Abgase 35 trationstank 23 geführt, worin sie durch direkte Erauf
die gesamte Mischung, und umgekehrt wird War- hitzung mittels eines Brenners 24 konzentriert werme
von letzterem beim Vermischen an den ersteren den, und die so erzeugte verdünnte Schwefelsäure
Teil abgegeben. Infolgedessen ergeben sich bei der wird durch eine Leitung 28 zu einer Schwefelsäure-Berührung
der Mischung der Abgase mit der adsorp- oder Ammoniumsulfaterzeugungsanlage abgeleitet,
tionsfähigen Aktivkohle eine sehr gute Gasdiffusion 40 Die Bezugsziffer 25 bezeichnet eine Brennstofförder-
und ein sehr hohes Maß an Schwefeloxydadsorption leitung und die Bezugsziifer 26 eine Luftförderleidurch
die Aktivkohle. tung. Die Verbrennungsgase vom Brenner 24 werden
Die Erfindung wird an Hand des in der einzigen durch die Leitung 29 in die Leitung 16 geführt, um
Figur veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher in die Adsorptionszone 15a einzutreten, während ein
erläutert. 45 Teil davon durch eine Leitung 30 zwecks Vorerhit-
Gemäß der Figur strömen die Abgase von einem zung des Spülwassers in den Untertank 19 a abgelei-
Dampfkessel 1 durch eine Leitung 2, einen Luftvor- tet wird.
hitzer 3 und eine Leitung 6 in einen Staubsammler 7, Die Bezugsziffern 39 und 43 bezeichnen Umstell-
in welchem sie von Stäuben befreit werden. Die den ventile, die in der Leitung 22 und einer Leitung 40
Staubsammler 7 verlassenden Abgase strömen durch 5° vorgesehen sind. Die Leitung 40 ist von der Leitung
eine Leitung 10 und nach Kompression mittels eines 22 abgezweigt, um die Waschwässer von der Spül-
Gebläses 11 in eine Trocknungszone 156 in einer Desorptionszone 15 c in einen Neutralisiertank 41 zu
Adsorptions-Desorptionsvorrichtung 15, in welcher leiten, wenn und zu einer Zeit, wo die Konzentra-
sie dazu dienen, Aktivkohle zu trocknen, welche in- tionseinrichtung infolge einer Betriebsstörung oder
folge der Spülung in dem vorangehenden Spül- und 55 eines Anwachsens der Waschwassermenge auf einen
Desorbierarbeitsgang feucht wurde. Dabei wird ein höheren Umfang, als von der Konzentrationseinrich-
Teil der Abgase abgezweigt, um durch eine Leitung tung verarbeitet werden kann, arbeitsunfähig wird.
13 zu strömen, die zu einer Adsorptionszone 15 a in Die in den Neutralisationstank eingeführten Wasch-
der Vorrichtung führt. wasser werden mit einer darin enthaltenen Alkali-
Die in die Trocknungszone 15 b eintretenden Ab- 60 verbindung neutralisiert und nach Neutralisierung
gase trocknen die feuchte Aktivkohle, wie angegeben, durch eine Auslaßöffnung 42 verworfen,
doch wird gleichzeitig ein Teil des darin enthaltenen Die Figur zeigt außerdem eine von der Leitung 2
Schwefligsäureanhydrids durch die Aktivkohle ad- abgezweigte Abgasumlaufleitung 4 mit Gebläse 5,
sorbiert, so daß sie beim Verlassen dieser Zone einen die zum Dampfkessel 1 führt,
verminderten Schwefligsäureanhydridgehalt und ei- 65 _
nen erhöhten Wassergehalt aufweisen. Patentanspruch:
Die die Trocknungszone ISb verlassenden Abgase Verfahren zum Entschwefeln von Industrieströmen
durch eine Leitung 16 und nach Kompres- abgasen, bei dem die Abgase zwecks Adsorption
der darin enthaltenen Schwefeloxyde mit Aktivkohle in Berührung gebracht werden und die
Aktivkohle nach der Adsorption zwecks Entfernung der Schwefeloxyde und Regenerierung der
Aktivkohle mit Wasser gespült und getrocknet wird und erneut der Adsorption der Schwefeloxyde
dient, dadurch gekennzeichnet, daß man die mit Wasser gespülte Aktivkohle mit. einem Teil der Abgase trocknet, diesen Teil der
Abgase nach dem Trocknungsschritt mit dem Restteil der Abgase mischt und diese Mischung
mit der regenerierten Aktivkohle in Berührung bringt und diese Schritte periodisch wiederholt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen