DE1615921C - Kontaktstift - Google Patents
KontaktstiftInfo
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Description
I 615 921
Bei ausfahrbaren Schaltanlagen und Schaltgeräten erfolgt der Kontaktanschluß an dem ausfahrbaren Teil
der Anlage durch Kontaktstifte, die im eingefahrenen Zustand mit entsprechenden Gegenkontakten des
ortsfesten Anlagenteils verbunden sind.
Die Fahrbarkeit des einen Teils der Anlage bringt es dabei wegen der damit verbundenen Ungenauigkeit
mit sich, daß die Achsen der Kontaktstifte mit den Achsen der Gegenkontakte unter Umständen nicht
genau fluchten, wodurch ein guter Kontakteingriff gestört sein· kann.
Um den Ausgleich der durch Toleranzen, d. h. räumlichen Versetzungen zwischen den Fest- und
Losekontakten einer Schaltanlage zu erreichen, werden u. a. sogenannte Tulpenkontakte verwendet.
Die bekannten Tulpenkontakte bestehen aus einem Kranz gegeneinander beweglicher und elastisch abgestützter
Kontaktlamellen, welche durch Ringfedern oder Rahmen zusammengehalten werden.
Bei einer bekannten Ausführung sind die Kontaktlamellen
in einem Käfig gehalten. Die einen Kontaktlamellenenden umgreifen den balligen Kopf des Festkontaktes,
während die freien Enden im Falle der Kontaktgabe den beweglichen Kontaktstift umgreifen.
Der erforderliche Kontaktdruck wird mittels Blattfedern
aufgebracht, welche sich mittig auf den Käfig abstützen und mit ihren Enden auf die Enden der
Kontaktlamellen einwirken (deutsche Auslegeschrift 1015 518/21 c, 40.5?)
Bei waagerechter Kontaktanordnung wirkt sich die Schwerkraft derart auf die Lage uer Kontaktlamellen
aus, daß diese um ihren D/ehpunkt nach unten schwenken und so die schon an sich möglicherweise
vorhandene große Toleranz noch vergrößern. Abgesehen davon, ist mit Blattfedern der erforderliche
Kontaktdruck kaum zu erreichen.
Ähnliche Verhältnisse sind bei einer anderen bekannten Anordnung gegeben. Die Kontaktlamellen
liegen hier mit ihren einen Enden in einer pfannenförmigen Ringnut des Kontaktstiftes und werden
mittels Ringfedern zusammengehalten, welche gleichzeitig den Kontaktdruck erzeugen (USA.-Patent-•chrift
2 265 006).
Die angeordneten Ring-Zugfedern bewirken keinen gleichmäßigen Kontaktdruck, da sie nur sehr schwer
entsprechend aufeinander abgestimmt werden können. So kann es z. B. vorkommen, daß einige Federn
unter der erforderlichen mechanischen Spannung •tehen, während andere Federn wenig oder gar nicht
beaufschlagt sind.
Auch hier wirkt sich die Schwerkraft ungünstig tuf die Lage der Kontaktlamellen im Trennfalle aus.
Ferner ist eine Anordnung von Kontakten bekannt, Mach der sowohl der Festkontakt, als auch der Lose-
Iontakt um seinen hinteren Einspannungspunkt eine teringe Neigung nach allen Seiten erlaubt (deutsche
atenuchrift 733631/2Ic, 40.52).
Die beschriebenen Kontaktanordnungen dienen zur Verbindung mit KontaliUtlften. Sie sind für Höchst·
Spannung nicht geeignet, da sie zum Sprühen neigen und nur sehr schwer abzuschirmen sind.
Die geschilderten Eigenschaften der bekannten Kontaktvorrfchtungen werden bei dem erfindungs·
femttflen Kontaktstift mit an einem Ende in einer pfannenförmigen Ringnut federelastisch schwenkbar
gelagerten Kontakttameillen zur Verbindung mit Kon· takten an Sammeltchienen in Hochspannungsschalt*
federn dadurch vermieden. daS die freien Enden der um den Kontaktstift angeordneten, etwa S-förmig
ausgebildeten Kontaktlamellen zur Anlage an der Innenwand einer Festkontaktbuchse dienen und daß
an den Kontaktlamellen in der Nähe ihrer Lagerstelle nach den Sammelschienen gerichtete Ansätze vorgesehen
sind, zwischen denen und der Innenwand eines topfförmigen Ringes Druckfedern eingespannt sind.
Der topfförmige Ring ist um die Kontakfstiftachse schwenkbar und quer zu ihr verschiebbar.
ίο Zweckmäßig besteht der topfförmige Ring aus
einem Isoliermaterial.
Auf der Scheitelfläche des Kontaktstiftes ist eine von einer Schraube geführte, die Schwenkbewegung
d"r Lamellen begrenzende Buchse angeordnet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung beispielsweise und rein
schematisch dargestellt.
Am freien Ende eines an einem Schaltwagen angeordneten Kontaktstiftes 1 ist eine pfannenförmige
ao Ringnut 2 eingedreht, in welcher die einen Enden von etwa S-förmig ausgebildeten Kontaktlamellen 3
schwenkbar gelagert sind.
In der Nähe der Lagerstelle sind an den Kontaktlamellen 3 Ansätze 4 vorgesehen, welche nach den
Sammelschicnen gerichtet sind.
Zwischen den Ansätzen 4 und der Innenwand eines topfförmigen Ringes 5 sind Druckfedern 6 eingespannt.
Die Wand des topfförmigen Ringes 5 umgreift im wesentlichen die Länge der Ansätze 4.
Im Zentrum der Scheitelfläche des Kontaktstiftes 1 ist eine Schraube 7 angeordnet. Die Schraube 7 dient
zur Führung einer Buchse 8, welche die Schwenkbewegung der Kontaktlamellen 3 begrenzt.
Der Außendurchmesser der Buchse 8 ist so gewählt, daß die Ansätze 4 der Kontaktlamellen 3 in jeder
Lage als Anschlag bei der Entkupplung dienen. Damit wird ein zu großes Aufspreizen der Konlaktlamellen
3 vermieden.
Die Bohrung der Buchse 8 ist durch eine Scheibe 9 verschlossen, auf der der Kopf der Schraube 7 anliegt.
Um die Verschiebbarkeit und das Schwenken des topfförmigen Ringes 5 zu ermöglichen, ist deren
Boden entsprechend ausgedreht.
Um eine Erwärmung der Druckfedern 6 bei etwa auftretenden ungleichen Stromübergangswiderständen
zwischen den Kontaktlamellen 3 einerseits und der Kontaktbuchse 10 bzw. dem Kontaktstift 1 andcrersei:s
zu vermeiden, die die Charakteristik der Druckfedern 6 ungünstig beeinflussen können, ist der topfförmige
Ring 5 aus Isoliermaterial gefertigt.
Der Kontaktfinger 3 ist als Hebel ausgebildet, dessen Drehpunkt in der pfannenförmigen Ringnut 2
liegt. Durch ein günstig gewähltes Hebelverhältnis
S3 wird ein hoher Anpreßdruck an der pfannenförmigen
Ringnut 2 erreicht und ein ausreichender Kontaktdruck zwischen den KontakUamellen 3 und der
Buchse 11 erzielt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der
to Kontaktlamellen 3 wird erreicht, dall die durch
Stromschleifen erzeugten resultierenden Kiräfte kontaktdruckverstärkend wirken. Dies gilt sowohl für
den Kontaktdruck zwischen den KontakUamellen 3 einerseits und dem Kontaktstift 1 andererseits, als
fj auch zwischen den KontakUamellen 3 und der
Kontaktbuchse 1·.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Kontaktstift» 1 werden dessen KontakUamellen 3
1 615 92ι
durch die Druckfedern 6 zentrisch gerichtet. Im Falle fines räumlichen Versatzes zwischen dem Kontaktftift
1 und der Kontaktbuchse 10 stellen sich die Kontaktlamellen 3 entsprechend ein, so daß deren
Ireie Enden unter einem weitgehend gleichen Kontaktdruck an der Innenwand der Kontaktbuchse
tO anliegen.
Claims (4)
1. Kontaktstift mit an einem Ende in einer xo
pfannonförmigen Ringnut federelastisch schwenkbar gelagerten Kontaktlamellen zur Verbindung
mit Kontakten an Sammelschienen in Hochspannungsschaltfeldern, dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden der um den Kontaktstift (1) angeordneten etwa S-förmig ausgebildeten
Kontaktlamellen (3) zur Anlage an der Innenwand einer Festkontaktbuchse (10) dienen
und daß on den Kontaktlamellen (3) in der Nahe ihrer Lagerstelle nach den Sammelschienen gerichtete
Ansätze (4) vorgesehen sind, zwischen denen und der Innenwand eines topfförmigen
Ringes (5) Druckfedern (6) eingespannt sind.
2. Kontaktstift nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß der topfförmige Ring (5) um die Kontaktstiftachse schwenkbar und quer zu
ihr verschiebbar ist.
3. Kontaktslift nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der topfförmige Ring (S) aus
einem Isoliermaterial besteht.
4. Kontaktstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Scheitelfläche des
Kontaktstiftes (1) eine von einer Schraube (7) geführte, die Schwenkbewegung der Kontaktlamellen
(3) begrenzende Buchse (8) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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