DE1615988C - Thermisch gesteuerter Zeitschalter - Google Patents
Thermisch gesteuerter ZeitschalterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen thermisch gesteuerten Zeitschalter, dessen Verzögerungszeit durch verschieden
weites Eindrücken eines entgegen der Kraft einer Rückstellfeder eindrückbaren, elektrische Kontakte
betätigenden Betätigungsgliedes einstellbar ist und der ein Schrittschaltwerk aufweist, das durch abwechselndes
Ein- und Ausschalten der elektrischen Heizung eines Bimetallstreifens durch Kontakte, die
abhängig von der Bewegung des Betätigungsgliedes schaltbar sind, das Betätigungsglied mittels eines
durch den Bimetallstreifen gesteuerten schwenkbaren Klinkenhebels schrittweise in seine Ausgangslage zurückgelangen
läßt, und bei dem die Schalthandlung bei Erreichen der Ausgangsstellung des Betätigungsgliedes erfolgt.
Neben Zeitschaltern, bei denen das Weiterschalten von Schrittschaltwerken durch intermittierendes Erwärmen
und Abkühlen von Bimetallgliedern erfolgt, ist es auch bekannt (deutsche Patentschrift 514 837),
die Schaltarbeit von einer Feder durchführen zu lassen und mit einem intermittierend aufgeheizten Bimetallglied
lediglich den Ablauf zu regeln, d. h. vom Bimetallglied keine Schaltarbeit leisten zu lassen,
sondern ein von der Feder getriebenes Schaltrad nur abwechselnd schrittweise freizugeben und zu sperren;
letztgenannte Maßnahme läßt eine wesentlich bessere Zeitgenauigkeit erzielen. Ein nach diesen Gesichtspunkten
aufgebautes, als Drucktasten-Zeitschalter ausgebildetes Gerät der eingangs genannten Art, wie
es im deutschen Gebrauchsmuster 1 908 042 erläutert ist, weist einen Betätigungsschieber.auf, mit dem.ein
Schrittschaltrad in Triebverbindung steht und über den eine Feder spannbar ist, die das Schrittschaltrad
in rückdrehendem Sinne antreibt; das Schrittschaltrad wird dabei von einem Bimetallglied über ein Hemmglied
schrittweise abgefangen und freigegeben.
Bei diesem Drucktasten-Zeitschalter sind nicht nur verhältnismäßig empfindliche Uhrwerksteile erforderlich,
sondern es ist auch schwierig, wenn nicht überhaupt unmöglich, diesen Schalter durch mehr oder
weniger tiefes Eindrücken seines Betätigungsgliedes sicher auf eine vorgewünschte Ablaufzeit einzustellen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Drucktasten-Zeitschalter der eingangs genannten Art dahingehend
zu verbessern, daß er robuster, hitzeunempfindlicher und durch mehr, oder weniger tiefes Eindrücken
seines Betätigungsgliedes — ohne Schwierigkeiten — auf unterschiedliche Ablaufzeiten einstellbar ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß der Klinkenhebel am Betätigungsglied angelenkt
ist und an seinem freien Ende treppenförmig angeordnete, zur schrittweisen Schaltung dienende
Stufen aufweist und bei eingedrücktem Betätigungsglied mit der parallel zur Bewegungsrichtung des Betätigungsgliedes
verlaufenden Auflagefläche einer Stufe unter der Wirkung der Rückstellfeder auf einem
festen Anschlag liegt und mit der senkrecht zu dieser Auflagefläche verlaufenden Stirnseite der in Richtung
zum Aiilenkpunk.t des Klinkenhebels nächstfolgenden Stufe unter der Wirkung der Rückstellfeder
an dessen Seite anliegt und daß ein durch den Bimetallstreifen senkrecht zur Bewegungsrichtung
des Beiätiguiigsgliedes bewegbarer Schaltlappen derart
angeordnet ist, daß erden Klinkenhebel bei jedem Schritt durch einen Schalthub vom festen Anschlag
abhebt, selbst dessen Anschlagsfunktionen übernimmt und beim Rückhub die nächstfolgende Stufe
auf dem festen Anschlag absetzt.
Um auf einfache Weise ein Auslösen bzw. Rückstellen dieses Zeitschalters in die Ausgangs- (Ausschalt-)Lage
und ein jederzeitiges manuelles Eingreifen in den Ablauf bei Feineinstellungen zu ermögliehen,
kann dieser so ausgestaltet werden, daß der Klinkenhebel im Bereich seines Schwenkpunktes eine
Anschlagkante aufweist, die bei vollem Durchdrükken des Betätigungsgliedes auf eine feste Gehäusebrücke
trifft, die den Klinkenhebel entgegen der Kraft, ίο der das Anlegen des Klinkenhebels an den festen
Anschlag bewerkstelligenden Rückstellfeder über die Ausgangslage hinaus in eine Spernlage verschwenkt,
aus der er erst in die Ausgangslage zurückkehrt, wenn das Betätigungsglied seine vordere Ruhestellung
erreicht.
Weitere Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Zeitschalters sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden werden die Erfindung und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung an'Hand von
zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht eines Drucktasten-Zeitschalters
in der Ausgangslage,
Fig. 2 eine Draufsicht des Zeitschalters nach Fig. 1, geschnitten nach H-II in Fig. 5 in einer
ersten Einschaltlage,
F i g. 3 eine Teil-Draufsicht des Zeitschalters nach den F i g. 1 und 2 in der Einschaltstellung für maximale
Laufzeit,
F i g. 4 eine Teil-Draufsicht des Zeitschalters im Momentzustand der manuellen Auslösung des Schrittschaltwerkes
zwecks Rückstellung,
Fig. 5 eine Seitenansicht des Zeitschalters nach einem Schnitt V-V in Fig. 1,
F i g. 6 eine Teil-Seitenansicht einer Rasteinrichtung des Zeitschalters nach F i g. 1 gemäß einem
. Schnitt VI-VI in F i g. 4,
Fig. 7 eine Draufsicht eines Drucktasten-Zeitschalters in anderer konstruktiver Ausbildung, eingedrückt
auf maximale Zeit,
F i g. 8 eine Seitenansicht des Zeitschalters nach Fig. 7, geschnitten nach VIII-VIII,
F i g. 9 eine Schnittansicht des Unterteils des Zeit- - Schalters, geschnitten nach IX-IX in Fig. 8, gleichfalls
auf höchste Zeitspanne eingestellt.
Der . Drucktasten-Zeitschalter nach den Fig. 1
bis 6 weist einen U-förmigen Schalterrahmen I auf, in den eine Bodenplatte 2 eingesteckt ist. In dem
Schalterrahmen 1 und der Bodenplatte 2 ist ein Betätigungsglied 3, das kopfseitig eine Taste 4 trägt,
entgegen der Kraft einer Rückstellfeder 5 verschiebbar gelagert. Die Rückstellfeder 5 greift mit ihrem
einen Ende am Schieber 12 an. Ihr anderes Ende ist in eine Öse 6 eingehängt, welche Teil eines Klinkenhebeis
7 ist, der auf dein Beläligungsglied 3, um einen Schwenkpunkt 8 schwenkbar, angelenkt ist. Die
Öse 6 ist so seitlich des Schwenkpunktes 8 angeordnet, daß die das Hetätigungsglied 3 vorziehende
Rückstellfeder 5 gleichzeitig dauernd den Klinken-So hebel 7 entgegen der Uhrzeigerrichtung zu verschwen-■
ken versucht. Der Klinkenhebel 7 weist am freien Ende seitlich treppenförmige Stufen 9 auf. In der
Ruhestellung liegt der Klinkenhebel 7 an einem festen Anschlag 10 des Schalterrahinens I an. Diesem
unmittelbar benachbart ist ein Schaltluppcn 11 eines quer zum Betätigungsglied 3 bewegbar gelagerten
Schiebers 12 angeordnet. Dieser Schieber 12 wird von einem Bimetallstreifen 13 und einem Kompensatiims-
bimetallstreifen 14 getragen, die mit ihrem anderen Ende an einer Gehäusebrücke 15 befestigt sind, die
ihrerseits mit der Bodenplatte 2 verschraubt und einstellbar ist. Der Bimetallstreifen 13 trägt eine Heizwicklung
16, über die er als Arbeitsglied durch elektrische Heizung auslenkbar ist. Die Auslenkung des
am Schieber 12 angreifenden Endes des Bimetallstreifens 13 erfolgt bei Erwärmung nach außen, die
des Kompensationsbimetallstreifens 14 jedoch in entgegengesetzter Richtung nach außen. Durch das Gegeneinanderwirken
der beiden Bimetallstreifen 13, 14 svird der Einfluß der Umgebungstemperatur eliminiert;
der Schieber 12 bleibt, solange durch die Wicklung 16 kein Strom fließt, stets in seiner in den
F i g. I bis 4 dargestellten Ruhe- oder Ausgangslage.
Der Klinkenhebel 7 weist, wie die F i g. 3 und 4 erkennen lassen, in seinen Stufen 9 drei Auflageflächen
9a, 9b, 9c auf, die von senkrecht dazu verlaufenden Stirnseiten 9d, 9e, 9/ begrenzt sind. Dem Schwenkpunkt
8 nahe weist der Klinkenhebel 7 an der Stirnseite eine Anschlagkante 17 (Fig. 3) auf, die bei völligem
Durchdrücken der Taste 4 (F i g. 4) an die Gehäusebrücke 15 anschlägt und den Klinkenhebel 7
entgegen dem Zug der Rückstellfeder 5 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Dabei werden die Stufen 9
vom festen Anschlag 10 abgehoben. Auf dem Klinkenhebel 7 ist eine Blattfeder 18 befestigt, die, wie
aus Fig. 6 ersichtlich ist, mit einer Nase 19 durch einen Ausschnitt 20 des Klinkenhebels 7 in einen
Durchbruch 21 des > Betätigungsgliedes 3 einrastet, wenn der Klinkenhebel 7 beim Anschlag der Anschlagkante
17 an der Gehäusebrücke 15 mit Überhub verschwenkt wird. Die Blattfeder 18 weist aber
noch einen schräg nach oben gebogenen Lappen 22 auf, der bei Rückkehr des Betätigungsgliedes 3 in die
Ruhestellung auf eine feste Auslöselasche 23 des Rahmens 1 aufgleitet, wenn die Blattfeder 18 zuvor
in den Durchbruch 21 des Betätigungsgliedes 3 ein-.gerastet war.
Mit dein Betätigungsglied 3 ist eine Kontaktträger-'
platte 24 fest verbunden, die Brückenkontaktglieder 25 aufweist, welche ihrerseits mit ortsfesten Leitbahnen
26, 27, 28, 29 einer IsolierstolTgrundplatte 30 des Zeitschalters zusammenwirken. Die Isolierstoffgrundplatte
30 ist mittels Zapfen od. dgl. im Schalterrahmen 1 des Schalters befestigt. Die in die Isolierstoffgrundplatte
30 eingespritzten oder eingenieteten Leiterbahnen 26 bis 29 weisen messerförmige Enden
auf, die durch einen Isolierstoffstreifen 31 ragen.
Die IsoIierstotTgrundplatte 30 ist ferner noch mit
einem federnden Kontaktschleifbügel 32 versehen, der mit quer verlaufenden Kontaktbahnen 33, 34, 35
der Kontaktträgerplatte 24 zusammenarbeitet. Dieser Kontaktschleifbügel 32 dient zusammen milden Kontaktbahnen
33 bis 35 der Steuerung des Heizstromes durch den Heizwiderstand 16 des Biiiietallstreifens
13. Der Kontaktschleifbügel 32 ist hierzu mit dem einen, die Leitorbalm 28 mit dein alitieren Ende dieses
Heizwiderstaiules verbunden. Die Kontakibnhncn 33
bis 35 sind gemeinsam an das Brückenkontaktglied 25 angeschlossen, das im Ein.sehaltziistaml des Zeitschalters,
d. li. wenn dieser gedrückt ist. mit der Leiterbahn 29 in leitender Verbindung steht.
Ähnlich ist der Drucktasten-Zeitschalter nach den Fig. 7 bis 9 aufgebaut, in dem im Gegensatz zur
Lösung nach F i g. 1 bis 6 der Klinkenhebel 7 senkrecht
zum Betätigungsglied 3 angeordnet bzw. an diesem angelenkt ist. Die Funktion der Anschlagkamm
17 übt ein Anschlag 36 aus, der beim vollen Durchdrücken des Betätigungsgliedes 3 den Klinkenhebel 7
entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt.
Statt einer 'Steuereinrichtung mit Bimetallstreifen, deren Ausbiegung bei Temperaturänderung in entgegengesetzter Richtung erfolgt, ist in der. Lösung nach F i g. 7 bis 9 ein übliches U-förmiges Doppelbimetallglied, bestehend aus einer Schwenkachse 37
Statt einer 'Steuereinrichtung mit Bimetallstreifen, deren Ausbiegung bei Temperaturänderung in entgegengesetzter Richtung erfolgt, ist in der. Lösung nach F i g. 7 bis 9 ein übliches U-förmiges Doppelbimetallglied, bestehend aus einer Schwenkachse 37
ίο und zwei daran angeschweißten Bimetallstreifen 38,
39, vorgesehen, deren Verbiegung bei Temperaturänderung in gleicher Richtung erfolgt; hier wird die
Kompensation nicht durch gleich große Gegenkräfte, sondern durch gleiche Auslenkwege im Ausgangszu-
i5' stand für beide Bimetalle 38 und 39 erreicht, wie dies
bei Temperaturregelschaltern von Elektroherden u. dgl. allgemein bekannt ist. Auf den einen Bimetallstreifen
38 ist wiederum eine Heizwicklung 40 autgeschoben, der zweite Bimetallstreifen 39 ist mil
einem seitlichen Schaltlappen 41 \ersehen, der — einem gehäusefesten Anschlag 42 benachbart —
auf die jeweilige Stufe des Klinkenhebels'7 einwirkt.
Zum Einstellen der Schaltausgangsstellung des Schaltlappens 41 gegenüber den Stufen des Klinkenhebeis
7 dient eine mit einer Führungsnut 43 \ ersehene Schraube 44, die in einem abgewinkelten Lappen
45 des Schalterrahmens 1 höhenverstellbar eingeschraubt ist. In die Führungsnut 43, die in die
Schraube 44 eingestochen ist, greift das Ende des Arbeitsbimetallstreifens 38 ein.
Zum Festhalten des Klinkenhebels 7 nach dem Rückstellen durch Tastendruck dient wiederum eine
dem Klinkenhebel 7 benachbarte Blattfeder 49, die mit einem abgewinkelten Lappen 46 über dem entgegen
der Uhrzeigerrichuing verschwenkten Klinkenhebel 7 im Bereich seiner Stufung einrastet. Durch
ein Anlaufstück 47 des Schalterrahmens 1, auf das ein freies, hochgebogenes Ende 48 der Blattfeder 49
aufläuft, ist der Klinkenhebel 7 wieder auslösbar.
Statt den Klinkenhebel 7 auf dem Betätigungsglied 3 schwenkbar anzuordnen und an einem gehäusefesten
Anschlag 10 bzw. 42 abzustützen, könnte in kinematischer Umkehr der Klinkenhebel 7 an
einem gehäusefesten Drehpunkt angelenkt und der Rastanschlag beispielweise am Betätigungsglied 3 angeordnet
oder von diesem betätigbar sein.
Zur Erläuterung der Funktion des Drucktasten-Zeitschalters sei angenommen, daß der Schalter nach
Fig. I für eine kurze Zeitspanne eingeschaltet werden
soll, wie dies der Stellung nach F i g. 2 entspricht. Hierzu wird durch Drücken der Taste 4 das Betätigungsglied
3 verschoben, jedoch nur .so weit, daß die erste Auflagefläche 9c (Fig. 4) des Klinkenhebels 7
auf den festen Anschlag 10 fällt. Die Stirnseite 9/ der Stufe liegt seitlich am'Anschlag 10 an. Mit dein
Eindrücken des Betätigungsgliedes 3 wird über den Brückenkontakt der Kontaktträgerplatte 24 zwischen
den Leiterbahnen 26, 27 eine leitende Verbindung hergestellt, d. h. der zu schaltende Stromkreis g'jschlossen.
Gleichzeitig wird über die Leiterbahn 26
und das Brückenkontaktglied 25 die erste der mit dem Brückenkontaktglied 25 leitend verbundenen,
querverlaufeiulen Kontaktbalmen 33 bis 35 einerseits
und die Leiterbahn 28 andererseits der Heizwiderstand 16 ties (Arbeits-)BiinetallsiroikMis 13 an Spannung
gelegt. Durch die Erwärmung wird dieser nach außen ausgebogen und bewegt dabei den Schieber 12
nach oben. Dabei hebt der Schaltluppen 11 den Klin-
kenhebel 7 vom Anschlag IO ab, d. h. so weit an, daß
unter dem Zug der Rückstellfeder 5 die Stirnseite 9/ des Klinkenhebels 7 über die Oberkante des Rastanschlags
10 hinweg bis zum Anschlag an den Schaltlappen 11 weitergeleitet und sich dort fängt. Noch ist
über den Brückenkontakt der Stromkreis von der Leiterbahn 26 zur Leiterbahn 27 geschlossen. Dagegen
ist die Kontaktbahn 35 vom Kontaktschleifbügel 32 abgerutscht, der Heizstromkreis für den
Heizwiderstand 16 ist unterbrochen. Der Bimetallstreifen 13 kühlt sich ab und kehrt in seine Ausgangslage
zurück, wobei er auch den Schieber 12 in die Ruhestellung zurückgelangen läßt. Nach Beginn des
Abkühlvorganges setzt der zurückkehrende Schaltlappen 11 den Klinkenhebel 7 unter dem Zug der
Rückstellfeder 5 auf dem Anschlag 10 ab. Der Schaltlappen 11 gleitet langsam an der Stirnseite der
Stufe 9/ ab. bis er mit seiner Oberkante die Oberkante des Anschlags 10 erreicht hat. Damit ist die
letzte Verriegelung ■ aufgehoben. Das Betätigungsglied 3 kehrt, von der Rückstellfeder 5 gezogen, unter
Öffnung des Brückenkontaktstromkreises der Leiterbahnen 26, 27 in die Ausgangs-, d. h. die Ausschaltlage
zurück.
Wird das Betätigungsglied 3 über die Drucktaste 4, wie dies Fig. 3 veranschaulicht, weiter-eingedrückt,
so liegt der Klinkenhebel 7 mit seiner höchsten Zeitstufe, d. h. mit der Auflagefläche 9 α (s. F i g. 4), an
dem Rastanschlag 10 bzw. dem Schaltlappen 11 auf. Die Stirnseite 9d liegt seitlich am Anschlag 10 an.
. Wiederum ist der Stromkreis von der Leiterbahn 26 über das Brückenkontaktglied 25 zur Leiterbahn 27
geschlossen. Weiterhin liegt jetzt die querverlaufende Kontaktbahn 33 auf dem Kontaktschleifbügel 32 auf.
Der Bimetallstreifen 13 wird von dem Heizwiderstand 16, der über die Leiterbahnen 28, 29 an Spannung
liegt, geheizt, bis der Schaltlappen 11 den Klinkenhebel 7. so weit anhebt, daß die Stirnseite 9 d über
den Anschlag 10 weggleitet und sich am Schaltlappen 11 fängt. In vorerwähnter Weise springt das Betäti-·
gungsglied halbschrittweise unter abwechselndem Aufheizen und Wiederabkühlen bis in die Ausgangslage
zurück.
Hat sich der Bedienende in der Schaltstufe verwählt oder soll der Schalter vorzeitig in die Ausschaltlage
gebracht werden, so wird zur Auslösung die Taste 4 voll durchgedrückt. Dadurch legt sich die
Anschlagkante 17 des Klinkenhebels 7 unter Spannen der Rückstellfeder 5 an den Grund der Gehäusebrücke
15 ari und schwenkt dabei den Klinkenhebel 7 in Uhrzeigerrichtung so weit, daß die Blattfeder 18
(Fig. 6) mit ihrer Nase. 19 in den Durchbruch21
des Betätigungsgliedes 3 einrastet. In dieser Schwenklage kann, wie aus F i g. 4 ersichtlich ist, das Betätigungsglied
3 unter dem Zug der Rückstellfeder 5 in die Ausgangslage zurückkehren. Die Stufen 9 des
Klinkenhebels 7 laufen über den Anschlag 10 und den Schaltlappen 11 hinweg. Rückt das Betätigungsglied 3 in. die Ausgangsstellung ein, so schiebt sich
der Lappen 22 (F i g. 6) der Blattfeder 18 über die Auslöselasche 23 (Fig. 2 und 5) des Schalterrahmens
1. Dabei hebt die Auslöselasche 23 die Blattfeder 18 so weit an, daß die Nase 19 aus dem Durchbruch
21 heraustritt und den Klinkenhebel 7 entriegelt. Unter dem Zug der Rückstellfeder 5 legt sich
der Klinkenhebel 7 wieder an den Anschlag 10 an. Mit dem Einlaufen des Betätigungsgliedes 3 wird
aber in bereits erwähnter Weise nicht nur die Stromzufuhr zum Heizwiderstand 16 unterbrochen, sondern
auch die Kontakte der Leiterbahnen 26, 27 geöffnet.
In analoger Weise, wie im vorhergehenden an der Ausführung nach den Fig. 1 bis 6 erläutert wurde,
arbeitet auch der Schalter nach den F i g. 7 bis 9. Hier ist lediglich der Klinkenhebel 7 zum Betätigungsglied
3 senkrecht gestellt. Ferner ist bei letztgenannter Lösung die Ruhestellung des Schaltlappens
41 gegenüber den Raststufen des Klinkenhebels 7 über die Schraube 44 einstellbar.
Claims (9)
1. Thermisch gesteuerter Zeitschalter, dessen Verzögerungszeit durch verschieden weites Eindrücken
eines entgegen der Kraft einer Rückstell-
. feder eindrückbaren, elektrische Kontakte betätigenden Betätigungsgliedes einstellbar ist und der
ein Schrittschaltwerk aufweist, das durch abwechselndes Ein- und Ausschalten der elektrischen
Heizung eines Bimetallstreifens durch Kontakte, die abhängig von der Bewegung des Betätigungsgliedes
schaltbar sind, das Betätigungsglied mittels eines durch den Bimetallstreifen gesteuerten
schwenkbaren Klinkenhebels schrittweise in seine Ausgangslage zurückgelangen läßt,
und bei dem die Schalthandlung bei Erreichen der Ausgangsstellung des Betätigungsgliedes erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Klinkenhebel (7) am Betätigungsglied (3) angelenkt
ist und an seinem freien Ende treppenförmig angeordnete, zur schrittweisen Schaltung dienende
Stufen (9) aufweist und bei eingedrücktem Betätigungsglied (3) mit der parallel zur Bewegungsrichtung
des Betätigungsgliedes verlaufenden Auflagefläche einer Stufe (9 a, 9 b, 9 c) unter der
Wirkung der Rückstellfeder (5) auf einem festen Anschlag (10) liegt und mit der senkrecht zu dieser
Auflagefläche verlaufenden Stirnseite (9d, 9e,
9/) der in Richtung zum Anlenkpunkt des Klinkenhebels (7) nächstfolgenden Stufe unter der
Wirkung der Rückstellfeder an dessen Seite anliegt und daß ein durch den Bimetallstreifen (13,
38) senkrecht zur Bewegungsrichtung des Betätigungsgliedes bewegbarer Schaltlappen (11) derart
angeordnet ist, daß er den Klinkenhebel (7) bei jedem Schritt durch einen Schalthub vom festen
Anschlag (10) abhebt, selbst dessen Anschlagsfunktionen übernimmt und beim Rückhub die
nächstfolgende Stufe (9 b, 9 c) auf dem festen Anschlag (10) absetzt.
2. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Klinkenhebel (7) im Bereich
seines Schwenkpunktes (8) eine Anschlagkante (17) aufweist, die bei vollem Durchdrükken
des Betätigungsgliedes (3) auf eine feste Gehäusebrücke (15) trifft, die den Klinkenhebel (7)
entgegen der Kraft der das Anlegen des Klinkenhebels (7) an den festen Anschlag (10) bewerkstelligenden
Rückstellfeder (5) über die Ausgangslage hinaus in eine Sperrlage verschwenkt, aus
der er erst in die Ausgangslage zurückkehrt, wenn das Betätigungsglied (3) seine vordere Ruhestellung
erreicht.
3. Zeitschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Klinkenhebel (7)
und dem Betätigungsglied (3) eine Blattfeder-
rastung (18 bis 21) vorgesehen ist, die den in die Sperrlage geschwenkten Klinkenhebel (7) bis zum
Aufgleiten eines Lappens (22) der Blattfeder (18) der Blattfederrastung auf eine Auslöselasche (23)
des Schalterrahmens (1) festhält.
4. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Klinkenhebel (7) betätigende
Anschlag (42) am freien linde eines Kompensationsbimetallstreifens (39) angebracht
und dieser Kompensationsbimetallstreifen (39) auf einer Schwenkachse (37) befestigt ist, die — zum
Kompensationsbimetallstreifen (39) benachbart bzw. parallellaufend — den Bimetallstreifen (38)
trägt.
5. Zeitschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem freien Ende des Bimetallstreifens
(38) eine Einstellvorrichtung (44, 45) zugeordnet ist, über welche die Hubausgangslage
des Schaltlappens (42) gegenüber den Stufen (9) des Klinkenhebels (7) einstellbar ist. "
6. Zeitschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltlappen (11) an einem
in Schwenkrichtung des Klinkenhebels (7) beweglich gelagerten Schieber (12) angeordnet ist,
an welchem auf der einen Seite das Ende des Bimetallstreifen (13) und auf der anderen Seite das
Ende eines Kompensationsbimetallstreifens (14) angreift, wobei die beiden Bimetallstreifen (13,
14) jeweils mit ihrem anderen Ende an einer querverschiebbaren Gehäusebrücke (15) einstellbar
sind.
7. Zeitschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Fetätigungsglied
(3) eine Kontaktträgerplatte (24) verbunden ist, die Brückenkontaktglieder (25) aufweist, die mit ortsfesten Leitbahnen (26, 27,
28, 29) einer Isolierstoffgrundplatte (30) des Schalters zusammenwirken.
8. .Zeitschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Kontaktträgerplatte (24) quer zur Verschieberichtung des Betätigungsgliedes
(3) verlaufende Kontaktbahnen (33, 34, 35) angeordnet sind, auf denen ein sie abtastender
Kontaktschleifbügel (32) gleitend aufliegt, der an der Isolierstoffgrundplatte (30) befestigt
ist, wobei die Stellung der Kontaktbahnen (33, 34, 35) und des Kontaktschleifbügels (32)
zueinander derart gewählt sind, daß nach dem Eindrücken des Betätigungsgliedes (3) "über den
Kontaktschleifbügel (32) und eine der Kontaktbahnen (33 bis 35) der Heizstromkreis für den
Bimetallstreifen (13) geschlossen ist, während nach Abheben des Klinkenhebels (7) vom festen
Anschlag (10), solange der Schaltlappen (11) als Anschlag dient, der Kontaktschleifbügel (32) zwischen
den Kontaktbahnen (33, 34, 35) auf der Kontaktträger-(IsolierstofE)-Platte (24) aufliegt.
9. Zeitschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bimetallstreifen (13) und
_ der Kompensationsmetallstreifen (14) in entgegengesetzter
Biegerichtung arbeitend angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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