DE1615465A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Stromversorgung von mit mehreren Lichtbogen arbeitenden Brennern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Stromversorgung von mit mehreren Lichtbogen arbeitenden BrennernInfo
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Description
8 MÜNCHEN 8 · QOERZER STKASSE 15
UNION CARBIDE CORPORATION 270, Park Avenue, New York, N.Y. 10017, Ü.S.A*
Verfahren und Vorrichtung zur Stromversorgung von
mit mehreren Lichtbogen arbeitenden Brennern
Die Erfindung betrifft die Stromversorgung von Schutzgas·=
Plasmabrennern, bei denen ein übertragener Hauptlichtbogen mit einem nicht^übertragenen Hilfslichtbogen kombiniert
wird.
Ein Hilfslichtbogen uiird in Verbindung mit einem übertragenen
Hauptiichtbogen angewendet, um die Lichtbogenstabilität zu
erhöhen, die Zündung des Hauptlichtbogans zu erleichtern
und insbesondere die Aufrechtsrhaltung des Hauptlichtbogens bei niedrigen Stromstärken zu unterstützen.. Bislang
uiurdsn der Hilfslichtbogen und der Hauptlichtbogsn aus gesonderten Gieichstromquelieh gespeist* Der dem Hilfslichtbogen
zugeführte Strom laurda konstant gehalten. UJie gefunden
uiurda, ist dies jedoch mit Nachteilen behaftet und unuiirtschaftlich.
So kann insbesondere bei erhöhten Leistungen die insgesamt vor» dem Hilfslichtbogen und dem Hauptlichtbo—
qen abgegebena Uiärmö den Brenner beschädigen.
0Q9823/0486 "■■"..
Der Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, „eine
einfache und wirtschaftliche Stromversorgung für kl&Lne Nadel—Plasmabrenner
zu schaffans die zu einer optimalen Ausnutzung
sowohl des übertragenen Hauptlichibogens als auch
des.nichtübertragenan Hilfslichtbogens führt, ohne den Brenner zu beschädigen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Erhitzen von Werkstücken
mittels Lichtbogen, bei dem ein zwischen einer Elektrode und dem Werkstück brennender Hauptlichtbogen zusammen mit
einem Gasstrom durch den verengten Auslaß einer Düse geleitet wird, innerhalb daran dia Elektrode angeordnet ist,
und bei dem gieichzsitig ein Hilfslichtbogen zwischen der
Elektrode und einem Tail der Düse aufrechterhalten wird,
ist dadurch gekennzeichnet, daß bsi einer Änderung der
Stromstärke des dem einen der Lichtbogen zugeführten Stromes
die Stromstärke des dem anderen Lichtbogen zugeführten Stromes selbsttätig in entgegengesetzter Richtung geändert
wird.
(Hit der Erfindung wird ferner eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens mit einem tichtboganbranner? der
eine Elektrode aufweist, die innerhalb einer Gasdüse mit verengtem Auslaß angeordnet ist und deren Spitze mit Bezug
auf diesen Auslaß zurückgesetzt ist, sowie mit einem an die
Elektrode und das Werkstück angeschlossenen Kauptlichtbogen—
Speisesferomkreis und einem an die Elektrode und die Düse
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1815465
angeschlossenen HilfBllchtbogen—Speisestromkreis geschaf—
fen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß im Nilfsliehtbagen-Speisestromkreis
ein Regelorgan liegt, das den dort fließenden Strom bei einer Änderung des Stromflusses
Im Hauptlichtbogen-Spaiaastromkrois in entgegengesetzter
Richtung ändert. .
Weitere merkmale, Vorteile und Anwendungamoglichkaiten der
Erfindung ergeben sich aus dar '-.folgenden Beschreibung eines
AuafOhrungsbeispiels in Verbindung mit der beiliegenden
Zeichnung, die ein Schaltbildeiner erfindungsgemäß aufgebauten Sctuaeißetromquelle zeigt.
Der Nadel—PlasmabrennerT ist mit einer nsdeiartigen
Elektrode 10 wereahen, danm Untareg Ende mittig innerhalb
einer KupfordUse 12 angeordnet ist. Das untere Ende der
Elektrode 10 befindet sich hinter o-inam vorängten AusiaQ
der Düse 12, so daß ein Inertgaesfcrom 14, beispialguiaise
oin Argongaastroin, um das Elektrodanandp harura nach unten
strömt, dabei die Elektrode schützt*.,.' aus dem Auslaß der
■DUstr 12 austritt und die Oborflächö des untarhalb des
Brenners anasordnaton Werkstücks 16 erraicht. Ein ständig
brennender t nichtuborfcraganer Hufalichfcaogen P wird innerhalb der Ui!8.-6 12 zwischon Οϋεα und Elektrade durch
einen Gleichstrom aufrechiverhaltQrtj der über Laitöt 1.-Q-
und 20 Tnrgcführfc iairri. In MhnXichBr ÜJaias uiird aln ständig
bconnanriiir; über tr ag an er r nadeläEitiasr Hauptlichtbogan Ä
BAD ORiQiNAt. Ö 0 9 8 23 /Ό.Α 8 6
zwischen dem Ende der Elektrode 10 und dem Werkstück 16
mit Gleichstrom gespeist, der über die Leiter 18 und 22
zugeführt wird. Der gesamte die Düse 12 verlassende, nadelartige Plasmastrahl wird gegen die Atmosphäre mittels eines
ringförmigen Schutzgasstromee 15 abgeschirmt, der beispielsweise aus Argon besteht und aus einer Keramikdüse 15 austritt.
Dem Hilfslichtbogen P und dem Hauptlichtbogen A werden getrennt Ströme aus einem Speisestromkreis zugeführt, der
Gleichrichter 24 und 26 aufweist, die an Sekundärwicklungen 28 bzw. 30 eines Transformators 32 angeschlossen sind, dessen Primärwicklungen 34 und 36 über Leiter 38,38, in denen
Schalter 40,40 liegen, mit einer UTechselstromquelie verbunden sind. Seim Schliaflen der Schalter 40,40 wird eine
Wechselspannung, beispielsweise von 115 V, an die Primärseite des Transformators 32 angelegt. Dem Gleichrichter 24
ist eine Filterdrossel 25, dem Gleichrichter 26 eine
Filterdrossei 27 nachgeschaltet.
Der Transformator 32 ist ein Transformator mit hoher Streursaktanz, der Pur eine vorbestimmts Wechselwirkung zwischen
dan Auagangsujicklungan für Haupt- und Hilfslichtbogen sorgt«
Disee li/schseiujlrkung hat zur Folge, daö der Hilfslicbtboganatrom abnimmt * wenn der Hauptlichtboganstrom ansteigt. Beiapielstaeiaa kann dia Sekundäruiicklung 3Q für den Haupt—
lichtbogsasfcron! 10.A bei 40 V* Gleichspannung, liefern, wenn
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BADORfQlNAL
sie an den Einphaaen-VolloQgbruckengleichrichtar 26 angeschlossen
wird, mährend die Sekundärwicklung 28 für dan
Hilfslichtbogenstrom 5 A bei mindestens 20 M Gleichspannung
abzugeben vermag, wenn sie an den Einphaaen-Volltöegbrückengleichrichter
24 angeschlossen uiird.
Werden beide Ausgänge (Hauptlichtbogen und Hilfslichtbogen)
gleichzeitig benutzt, hat die Wechselwirkung sine leichte
Absenkung beider zur Folge. Da der Nadel—Plasmabrenner -T
so ausgebildet ist,daß sine konstante Hilfslichtbogen—
geometrie aufrechterhalten wird 9 kann der Hilf slichtbogenstrom
anfänglich auf jede beliebige Stromstärke bis einschließlich 5 A eingestellt »erden« Diese Einstellung sollte erfolgen» während der Hauptlichtbogen ausgeschaltet ist.
Uiird de? Haupt lichtbogen eingsschaltst, sinkt je nach der
Stromstärke das Hauptlichtbogens des1 Hilfslichtboganstrora
ab. -"..-. , "'■""■ . I ' : .: ".-■"■ . ■ -
Diese Absenkung erfolgt selbsttätig. Das Ergebnis ist eine
Verminderung der ürärmebelastung des Brenners durch den
Hilfslichtbogen, so daß der Hauptlichtbogen mit höherer
Stromstärke arbeiten kann, als dies zulässig uiäre, wenn,
der Hilfslichtbogen auf seinem Aufangsuiert gehalten uiürde·
Die Gesamtuiärfiiebslastung des Brenners für einen 10 A*·
Hauptlichtbogen ist infoigadessen niedriger als die Belastung,
die sich einstellen würde, wenn die gegenseitige
Beeinflussung von Hilfslichtbogen und Hauptlichtbogen
nicht vorhanden märe.
Die Leerlaufspannung des Hauptlichtbogen-Speisestromkreisee
wird bei Verwendung eines RC-Filters 42 erhöht* Normalerweise erfordert eine Filterung mittels Kondensataren die
Benutzung von Gleichrichtern, die stärker bemessen und domentsprechend kostspieliger sind. UJird jedoch das RC-Filter nur eingeschaltet« wenn der Ausgang der Transfer—
mator-Gleichrichter-Kombination herabgesetzt ist, wie dies
bei der vorliegenden Scheltung der Fall ist, werden die
auf die kapazitive Filterung zurückzuführenden Gleichrichter-Spitzenströma auf liierte begrenzt, die innerhalb der normalen Bemessung für induktive Filterung liegen. Auf diese
U/s is e wird eine erhöhte Leerlauf spannung erhalten, ohne
daß die Gleichrichterkosten steigen. Bei Abschaltung des RC-Filters wird beispielsweise die Leoriaufspannung auf
ungefähr 70 bis 75 Volt Gleichspannung abgesenkt. Die Absenkung der Leerlaufspannung bei erhöhter Leistungsabgabe
verringert die mit der Ausbildung des Hauptlichtbogens
verbundenen Kosten auf verschiedene U/eise. Zunächst brauchen
die zur Einstellung der Stromstärke erforderlichen Ui id erstände nur für eine geringere Leistung ausgelegt zu werden. Ferner braucht die Transformatorleistung nicht so
groß zu sein wie bei Anwendung von RC-Filterung. Weiterhin /
werden die Iflärmeverluste innerhalb des Gehäuses der Stromquelle verringert. Die der Eingangsieitung entnommene
Leistung ist kleiner. Die Gleichrichter können kleiner
I
-
00^023/0486 -
' mm Ύ mm
Vagen der höhen Streureaktanzwird das Verhalten des
Transformators bei Aufstellung in der Nähe von magnetischen Werkstoffen, beispielsweise den Ulandungen dee Gehäuses oder dergleichen,beeinflußt. Nachdem dar Gehäuseaufbau festgelegt ist, muß der Transformator/.-art-Ort und
Steile sitzen bleiben. 3s größer die Kopplung des Trans—
formatorfeldas mit umgebenden magnetischen Werkstoffen
ist, desto größer ist der Verlust des ,Flusses zu den
Hauptlichtbogenwicklungen und desto größer ist des Absinken der Ausgangsleistung. Pie fallende Kennlinie kann mit
Vorteil für die Begrenzung dar maximalen Ausgangsleistung
ausgenutzt «erden, ohne daß Reihenwidorstande verwendet
«erden.
Beim Schließen des zweipoligen Schalters 48 wird der
Stromkreis 49 mit den Traneforinatqr-Pritnäruicklungen 34
und 36 an Spannung gelegt, kommt die Kontrollampe 52 unter
Strom und wird der Hilfslichtbogen—Speisestromkreis SQ
geschlossen. Im Stromkreis SO liegen ein Festwiderstand
und ein Stellwiderstsnd 56 zur Einstellung ■ des,.Hilf alicht—
bogenstromss entsprechend übt Größe des Brenners T, z* B.
auf 4 bis SA»
Der Haupt lieh tbagansfcxOm ufirci mittels dar dem Gleichrichter 26 nachgaschaltaten Uiidsrötände 6Qt62 auf öinen Wert
zufischan bBiapiDlsüieiss/ D.,-1 und 10 ft ".bei 40 ¥ singestsüt.
Der Schaltarm 64 eines dreipoligen ijmBahsjLiers S. übsrbrückt
für hohe Lichtbogenströme einen Uiideratand 63, ao daß nur -noch dar Stellwiderstand 62 im Stromkreis liegt. Beim Arbeiten mit niedrigem Lichthoganatrom liegen die Uliderstände
63 und 60 in Reihe und ist das RC-Filter 42 mittela der
Schaltarme 65 und 66 des Schaltars S zwischen die Leiter
und 22 geschaltet·
UJann daher der Hilfslichtbogenstrom einen Höchstwert annimmt, sinkt der Hauptlichtbogenstrom auf einen Kleinstwert ab und umgekehrt, d. h. dar eine Strom nimmt zu, wenn
der andere abnimmt, so daß sich die Hilfslichtbogenstromstärke gegenläufig zur Hauptlichtbogenstromstärke verhält.
Damit wird die tUärmsbelastung des Branners kleinstmöglich
gehalten und wird die Wirkung das Hilfslichtbogen bei
niedrigen Hauptlichtbcgenatrömen verstärkt, was zu einer größeren Stabilität des Hauptlichtbogana führt. Bei hohen
Hauptlichtbogenatrömen ist dagegen.eine hohe Stromstärke des Hilfslichtbogens nicht erforderlich; der Hilfelichtbogenstrom wird infolgedessen verringert.
Im praktischen Betrieb verläßt der Plasmastrahl dee Hilfslichtbogens den Brenner T nadslförmig in Richtung auf das
Werkstück 16. Fließt der Hauptlichtbogenstrom, wird der .-Plasmastrahl das übertragenen Lichtbogens ebenfalls in
Nadelform ausgebildet.
0O9823/0A86
Sohwsißen von Werkstoffen geringer RlaterialstärkB einschließlich
rastsicbBren Stählen und anderen Legierungen,
In darr folgenden Tabelle 'sind typische "Strom-·" und Spannungsuierfce
dargestellt, wie sie bsi einem arfindungsgemäß ge—
speisten Brenner auftreten, der für airsen übertragenen
Hauptlichtbogen von 10 A ausgelegt ist.
| Unterer | Bereich | 2 | Oberer | 27 | Bereich | |
| Hauptlichtbogen | 27,5 | -■■■"- | ||||
| Strom | 0 0 | »12 | 5,1 | . 10 ' | ||
| Spannung | ΰ 25 | 5,3 | 12 | 28 | ||
| Hilfslichtbogen | 13 | |||||
| Strom | 5,39 5 | ,^25 | 4,2 | |||
| Spannung | 15,4 t-4 | ,9 | 9,6 | |||
| Leerlaufspannung | ||||||
| Hauptlichtbogen | 125 | - | 73 I | |||
| Hilfslichtbogen | 57 | 57 I | ||||
OQ98 2 3/0A86
Claims (1)
- Pat entansprUche1· Verfahren zum Erhitzen von Werkstücken mittels Lichtbogen, bei dem ein zwischen einer Elektrode und dem Werkstück brennender Hauptlichtbogen zusammen mit einen Gasstrom durch den verengten Auslas einer Düse geleitet wird, innerhalb deren die Elektrode angeordnet ist, und bei dem gleichzeitig ein Hilfslichtbogen zwischen der Elektrode und einem Teil der Düse aufrechterhalten wird» dadurch gekennzeichnet, daS bei einer änderung dor Stromstärke des dom einen der Lichtbogen zugeführten Stromes die Stromstärke des dem anderen Lichtbogen zugeführten Stromes selbsttätig in entgegengesetzter Richtung geändert wird.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch mit eine« Lichtbogenbrenner, der eine Elektrode aufweist, die innerhalb sine? Gasdüse mit verengtem AuslaO angsord-f net int und deren Spifeso mit Bezug auf diesen AuslaO zurückgesetzt ist, sowie alt einem an die Elektrode und .das Werkstück angeschlossenen Hauptlichtbogen-Speiaestromkreis und einem an die Elektrode und die Düse angeschlossenen HilfsJJichtbogen-Speisestromkreis, dadurch gekennzeichnet, daß im Hilfslichtbogen-Speisestromkreia (50) ein Regelorgjan (28) liegt, das den dort fließenden Strom bei einer Änderung des Stromflusses im Hauptlichtbogen-Speieestromkraia in entgegengesetzter Richtung, ändert»3· Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der im Hauptlichtbogan- und 1« Hilfalichtbogen-Spaiaaatromkreis jeweils dia Sekundärwicklung einaa Laistungatranaformatorβ liegt, daaaan Priaärwioklung an eine WachaeiatroniqualXe angaachloasan iaty dadurch gekennzeichnet, daO daa Regal— organ von dar im Hilfaiichtbogan-Spsiaeatromkreia liegenden Sekundärwicklung (2B) des Leiatungstransförmatora (32) gebildet üirdi die «it dar Primärwicklung (34) und alnar zweiten, im Hauptlichtbogen-Speiaeatrooikreia liegenden Sekundärwicklung (30) über einen Kern elektromagnetisch gekoppalt iaty der dia (iJicklungaflUaae· In vorbaetlnntar Veiee miteinander verkettet.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei dar im Hauptlichtbogen- und im Hilfalichtbogen-Speiöeatrorakreia jeweila Gleichrichter und Stellwiderstände zur Einstellung dee den betreffenden Lichtbogen zugefUhrten Gleichetramee liegen, dadurch gekennzeichnet, daß la Hauptlichtbogan-Speiaeatrooikreie sin Schalter (J5) liegt, nittaia dataen ein RC-Kreia (42) parallel zu«Auagang des Gleichrichters (26) legbar ist.BADORiGfNA)LLeerseite
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