DE1614643A1 - Be-und Entladevorrichtung fuer D2 0-moderierte und gekuehlte Kernreaktoren - Google Patents
Be-und Entladevorrichtung fuer D2 0-moderierte und gekuehlte KernreaktorenInfo
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Description
Ee- and Entladevorrichtung für DpO-raoderierte und
gekühlte Kernreaktoren
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur
abgeschirmten und abgedichteten Be- und Entladung DpO-moderierter
und gekühlter Kernreaktoren. Bei solchen Kernreaktoren stellt der
Be- und Entladevorgang ein Problem dar, das wegen des hohen Preises für das schwere Wasser nicht ähnlich einfach wie bei
Leichtwasserreaktoren gelöst werden kann, bei denen lediglich*
der Raum oberhalb des eigent-lichen Reaktorkernes mit-Wasser gefülit
und durch diese Abschirmung der Brennelementwechsel unter direkter Beobachtung vorgenommen werden kann. Bei Schwerwasserreaktoren
kommt dabei noch die Entstehung von Tritium als er-
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BAD OWGINAL
Mü/Fra
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• schwerend hinzu, da dessen Austritt in die Umgebung möglichst
vollständig verhindert werden muß.
Es ateilte sich daher die Aufgabe, einmal den Be- und Entladevorgang
ähnlich einfach wie bei Leichtwasserreaktoren durchzuführen
und zum anderen den Austritt von Tritium auszuschließen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist bereits in Patentanmeldung
3 110 649 VIITc/21g - PLA 67/1342 "3er Vorschlag gemacht worden,
die SchwerwasserfUlLung "eines derartigen Kernreaktors unter
Zwischenschaltung einer Trocknungsstufe gegen leichtes Wasser
auszutauschen und dann die Be- und Entladung in gleicher Weise
wie bei Leichtwasserreaktoren vorzunehmen. Ss ist klar, daß dieses an sich sehr brauchbare Verfahren verhältnismäßig zeitraubend
ist, "so daß nach weiteren Möglichkeiten gesucht wurde,
die genannte Aufgabenstellung mit rascher einzusetzenden Einrichtungen und Methoden zu lösen.
Erfindungsgemäß, besteht die Vorrichtung zur abgeschirmten und
abgedichteten Be- und Entladung aus einem im Reaktorkessel 21 verbleibenden oberen Schild 2 in Gestalt an sich bekannter,
exzentrischer Drehdeckel 3 und 4 sowie aus einem nach Abnahme
des Kesseldeckels 19 aufsetzbaren Deckel 10 praktisch gleichen horizontalen Aufbaues, an den der obere Schild 2 über Hubein- /
richtungen 16 ankoppelbar ist.
Eine mögliche konstruktive Durchi*ührung dieser Vorrichtung sei
anhand der anliegenden Figur beschrieben. Diese stellt einen
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, - 2 - . Mü/Pra
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Längsschnitt durch den Kessel 21, den eigentlichen Reaktorkern
23 sowie den oberen Schild 2 dar. Der Beaktorkessei 21 ist für
den Brennelementwechsel vorbereitet, d.h.der Kesseiaeckei 19
ist abgenommen unä dafür der drehbare Deckel 10 aufgesetzt.
Dieser ist auf einem äußeren Ringtraglager 14 drehtar gelagert,
das am Druckkessel seibst oder auch auf einem äußeren. Lagerbett
20 angebracht sein feann. Der Aufbau- des Keaktordruckkessels und
seiner Einbauten ähnelt zunächst dem eines normalen Leichtwasser-Bruckwasserreaktors:
der den Reaktorkern tragende"-und die Kühj.-mitteJ
strömung führende Kerntehäi f.er 1" ist wie ütiich am Flanschring
des Bruckkessels aufireha'ngt. Anste 1 Ie des bei Leiehtwasserreaktoreh
in den Flanschring0 -des Kernbehalters von oben eingehängten and auf den Kern aufgesetzten oberen Eerngerüstes bildet
hier jedoch der obere Schild 2 dieses obere KerngerUst. Er
1st"ausreichend dick aufgeführt ana gegebenenfalls;bekannterweise
mit Wasser und Stahikugeln usw.. gefüllt, damit zum ZeItpunkt
der Be- und Kntladung eine ausreichende otrahienabschirinung
nach oben cur Belademaschine hin gewährleistet ist. Lieser
c beres Schild Γ ist nach Art: eines sogenannten doppelten Drehdeckeis
mit einemzentrischen Tei.. 3 und einem" exzentrischen
Teil 4 so^ ausgeführt, daß äyrch den^ ausreichend iemessenen Beladekanal
*> sernes exzentrisehen Teiies durch Drehung von Teil 3
und 4 In tekapter WeisQ jedes Brennelement des Reaktors mit
einem Man!paliergerät 6 erreicht und aus dem Kern herausgezogen
bzw. in ihn eingesetzt werden kann. An seiner Unterseite trägt
dieser obere Πchiti 2 eine entsprechend seinem Aufbau exζentrisch
geteilte obere Giiterplatte 7 zur Niederhaife'jng und Positionierung
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der Brennelemente des Reaktorkernes. Der Beladekanal 5 ist
dabei während des normalen Reaktorbetriebes mit einem Abschirm-.,
stopfen 8 verschlossen, der an seiner Unterseite einen seinem
«uerschnitt entsprechenden Gitterpiattenaussehnitt 9 trägt..
t Zwischen der so dreifach unterteilten Gitterplatte und der
Unterseite des oberen Schiides kann dan aus dem Kern austretende
Kühlwasser dem Austrittsstutzen"des Druckbehälters 21 zuströmen.
,Im Gegensatz zu einem normalen doppelten Drehdeckel ist der obere'
Schild 2 jedoch nicht mit äußeren und inneren Drehlagern ausgestattet,
seine Teile sind lediglich ineinandergesteckt, so daß er während des Reaktorbetriebes im Druckkessel verbleiben kann
und währenddessen die Funktion des oberen Kerngerüstes wie bei
einem Leichtwasser-Druckwasserreaktor erfüllt. Darüberhinaus hat dieser obere Schild die für den Be- und Entladefail gewünschte
Abschirmwirkung und wirkt gleichzeitig als Verdrängungekörper
für das schwere Wasser im oberen Teil des Druckbehälters.
Weitere Einzelheiten dieser Vorrichtung sind nachstehender Funktionsbesehreibung
ζμ entnehmen.
Für den Be- und Entladevorgang wird der Reaktor zunächst stillgesetzt,
abgekühlt und drucklos gemacht. Alsdann wird der Druck— kesseldeckel 19 abgehoben und der Drehdeckel 1-0 auf den Kesselflansch
aufgesetzt. Dieser Drehdeckel besteht aus dem zentrischen A-uflenteil 11 , das auf dem äußeren Ringtraglager 14 ruht und dem ·
exzentrischen Innenteil 12, das auf dem inneren Traglager 15
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-4 0-09844/043.7 Mü/Fra ·
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drehbar ist. Dieser exzentrische Innenteil 12 entspricht nach
Lage und Größe dem exzentrischen Teil 4 des oberen Schildes 2.
Er ist außerdem mit einer Beladeöffnung 13 versehen, die genau mit dem Beladekanal 5 des oberen Schildes 2 fluchtet. Dabei ist
die Beladeöffnung 13 so ausgeführt, daß das Brenne!ementmanipuliergerät
6 auf das exzentrische Innentei 1 -12 des Drehdeckels
aufgesetzt werden kann, um sowohl den Abschirmstopfen 8 des
oberen Schildes als auch die zu be- und entladenden Brennelemente
hindurchzuziehen. Pur das Funktionieren der Be- und Entladung
mu13 nun aber auch der obere Schild 2 drehbar gemacht werden. Er ist zunächst durch Bolzen 17- verdrehungssicher im Reaktorkessel
21 befestigt. Diese Sicherung wird gelöst, indem zunächst
der Drehdeckel 10 so gedreht wird, daß sich dessen exzentrischer
,Innenteii genau über dem exzentrischen. SchiIdte!1 4 befindet
und Beiadeöffnung 13 sowie Beladekanal 5 fluchten. In dieser
Stellung greifen auf dem Drehdeckel 10 angebrachte Hübvorrich-
16 in die unteren ScM lot ©ils ein und iieben diese um einige
an und "bring©b sie zur !&£©§·© s© D^sliäseltel''100 .IJaIbei liebt
sieh eier Hamö ä©a äels^es seatriscli©® S©ilga 3
ÜQQ 2 VQM Flaaseli öqs: Ksra'boiilitti'Q 1 sbc Äuofo der iua©^©
gentr.isehe feil 4 iss ö¥©reii-ScliiIä@Q 2 xiird'"'durch i@a
größestesa Hubweg fi©E>
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öss exzentrischen InnsziteiIs 12 du DrQhdsekels .10 uia i-/enige
mm von seiner Auflage im ZentrisaheX! Aüßenteil 3 des Schildes 2
abgehoben. Durch diese Hubbewegung löst sich gleichzeitig die
Dreharretierung 17 der Teile des oberen Schildes gegeneinander und gegen den Kernbehälter» Außerdem geraten die Paßstifte 18
der Brennelemente gegenüber der oberen Gitterplatte 7 außer Ein-
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griff. Damit ist erreicht, daß alle Teile des oberen Schildes
an den entsprechenden Teilendes Drehdeckels hängen und mit
ihm über seine inneren und äußeren Traglager 15 und 14 durch entsprechende nicht dargestellte Antriebe so gedreht werden
können, daß nach Ausbau des Abschirmstopfens 8 mit Hilfe des Brennelementmanipuliergerätes 6 jede Brennelementposition im
Kern bedient werden kann.
Infolge des während aer Vorbereitung des Be- und Entladevorganges
und auch während dieser Zeit im Kessel verbleibenden oberen Schildes ? ist die Bedienungsmannschaft vor der Keaktorstrahiung
geschützt. Durch eine abgedichtete Ausführung der Drehlager und 14 wird außerdem ein Austreten von Tritium aus dem Reaktorinnenraum
verhindert» Da .nach Beendigung des Be- un.d Entladevorganges
zunächst der obere Schild wieder in seine Ausgangsposition auf den Kernbehälter 1 abgesetzt wird und in dieser Stellung
durch die Stift® 17 drehgesichert ist, so ist auch nach dem nun
i@s Drehdeckel© 10 ©ine Abdichtung gegen aus-»
gegeben· B©f BGiade&anal 5 wurde vorfeer ©it
dec ATsscliirBstspfea 8 iferscIilossaiSe Siacli decs Aafsetsea des
"19 steht der Besfetos? wieder suis Anfahren bereit«
In der Figur sind die Regel- und Meßeinrichtungen nieht näher
dargestellt» Diese'können in üblicher Weise in nicht dargestellte Kanäle des oberen Schildes 2 eingesetzt werden und müssen selbstverständlich
in diesem Pali vor dem Aufsetzen des Drehdeckeis
10 entfernt werden. Zweckmäßiger ist es jedoch, diese Regel- und
Meßeinrichtungen von unten her in den Reaktorkern einzuführen, da
■ ■ . · . . bad oh:g:nal
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Ίβ 14643 : PLA &7/T567
sie dann praktisch während des Brennelementwechselvorganges im
Reaktorkern verbleiben können und auch die Ausbildung des oberen
Schiidee J? einfacher gehalten werden kann. Auch das Entstehen kurzzeitig nicht abgeschirmter Öffnungen während des Ausbaues
der Begeistahantriebe und der Meßeinrichtungen - diese Öffnungen
würden erst durch den Drehdeckel 10 wieder verschlössen werden wird
vermieden« Bie Absorber- und Abschaltstäbe bleiben selbstverstänalich
während" des Be- und Entlad-evp-rg.ang.es im Inneren
des Reaktorkernes 23 und werden erst beim Neuanfahren des Reaktors
wenigstens teilweise wieder voll herausgezogen.."-
5 Patentanepriiche
1 Figur
Mü/Fra
Claims (1)
- PLA 67/1567PatentansprücheM J Vorrichtung zur abgeschirmten und abgedichteten Be- und Entladung Do0-moderierter und gekühlter Kernreaktoren, dadurch gekennzpichnet, daß sie aus einem im Reaktorkessel 21 verbleibenden oberen Schild (?) in Gestalt an sich bekannter exzentrischer Drehdeckel (3, 4) sowie aus einem nach Abnahme des Kesseldeckels (19) *auf- » setzbaren drehbaren Deckel (10) praktisch gleichen horizontalen Aufbaues besteht, an den der obere Schild (2) über Hubeinrichtungen (1fc) ankoppeltar ist.?. Vorrichtung nach Anspruch T, dadurch -gekennzeichnet, daß der obere dchild (2) kastenförmig mit einer Füllung aus abgeschirmenden Materialien, wie z.B. Stahlkugeln:, ausgeführt ist, einen exzentrisch angeordneten lösbaren kreisrunden Einsatz (4) gleichen Aufbaues mit einem durch einen Abachirmpfropfen (8) verschließbaren Beladekanal (5) enthält und.starr mit einer auf Abstand gehalteren oberen Gitterplatte (7) gleichen horizontalen Quer-Schnitts verbunden ist. . .3." Vorrichtung nach Anspruch 1 .und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der otere Schild ,(P) bei geschlossenem"Reaktorkessel (21) verdrehungssicher auf einem Innenflansch des Kessels aufsitzt und nach Entfernung des Kesseldeckels (19) sowie Aufsetzen des Dreh- ' deckeis (1Ö) durch eine Hubbewegung mit diesem verbunden als Ganzes, sowie in seinem Einsatz (3)-so gedreht werden kann, daß der Beladekanal (5) auf jede BrenneleraentpGsition ausrichtbar ist., 8 - 009844704374» Vorrichtung Wach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren (14) und inneren (15) Lager nach Öffnung des Reaktorkessels (21) aufsetzbaren Drehdeckeis (TO") gegen das Durchdringen evtl. tritiumhaltigen Dampfes aus dem Reaktorkern (25) abgedichtet sind.5. Verfahren zum Gebrauch der Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch die nachstehenden Schritt^" Reaktor abschalten, abkühlen und drucklos machen," Reaktordeckel abheben,DrehdecKei (10) mit exzentrischem Dreheinsatz (1-2) -aufsetzen,, oberen Schild (;') anheben bis zur Anlage am Drehdeckel (Ίυ), Brennelementmanipuiiergerät (6) üblicher Bauart auf Beladeöffnung (1-3) aufsetzen und Abschirmstopfen (8) ziehen,Brennelementwechsei mit Hilfe der kombinierten Drehung des Deckels und seines Einsatzes, 'Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft des Reaktors sinngemäß in umgekehrter Reihenfolge. .- 9 - Mü/PraQ09844/0437Lee rse ι ie
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1968
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- 1968-10-28 SE SE14545/68A patent/SE329882B/xx unknown
Also Published As
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