DE1614429C - Stapelkondensator, der auf einen gewünschten Sollwert seiner Kapazität abgleichbar ist - Google Patents
Stapelkondensator, der auf einen gewünschten Sollwert seiner Kapazität abgleichbar istInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stapelkondensator, der auf einen gewünschten Wert seiner
Kapazität abgleichbar ist. Stapelkondensatoren im Sinne der vorliegenden Erfindung bestehen aus übereinandergestapelten
Schichten aus dielektrischem Material und zwischen den Schichten befindlichen, als Kondensatorbeläge dienenden Metallschichten.
die abwechselnd von Schicht zu Schicht an verschiedenen Seiten des Stapels aus diesem herausgeführt
und dort miteinander elektrisch verschaltet sind. Miteinander elektrisch verschaltete Schichten
gen dar. Es ist möglich, an die Verschaltungsfläche dieser Schichten zusätzlich eine äußere Stromzuführung
anzubringen, z. B. anzulöten, um die Stapelkondensatoren mit anderen elektrischen Bauelementen
zu verbinden. Die Stapelkondensatoren können auch steckbar sein, wobei zusätzliche äußere Stromzuführungen
nicht erforderlich sind.
Stapelkondensatoren der geschilderten Art sind z. B. durch die USA.-Patentschrift 3 235 939 bekannt;
dort sind auch sogenannte Mehrfachkondensatoren in Stapelbauweise beschrieben, bei denen
zwischen mehrere Hauptbeläge, die zu einer Verschaltungsseite geführt sind, jeweils mehrere, z. B.
drei, Nebenbeläge als Gegenelektroden eingefügt, zu einer anderen Verschaltungsseite geführt und dort
mit der entsprechenden Zahl von Stromzuführungen versehen sind. Bei den bekannten Stapelkondensatoren
bereitet die Erzielung einer gewünschten Kapazität insofern Schwierigkeiten, als die Kondensatorbelegungen
in ihrer Größe in der Regel vorgegeben sind, so daß die Kapazität, neben anderen Bedingungen,
von der Summe der einander gegenüberstehenden Flächenteile der metallischen Schichten
abhängig ist. Bei genügend großer Sorgfalt läßt es sich einrichten, daß die gewünschte Größe der die
Kapazität mitbestimmenden Fläche der gegenüberliegenden Metallschichtenteile erreicht wird; jedoch
ist der gewünschte Kapazitätswert des Stapelkondensator dann immer noch nicht mit genügender
Sicherheit zu erreichen, denn, wie allgemein bekannt,
beeinflußt auch die Dicke der dielektrisch wirksamen Schichten die Kapazität. Insbesondere bei Stapelkondensatoren
mit äußerst dünnen dielektrischen Schichten wirken sich herstellungsbedingte Schwankungcn
der Schichtdicke in meist erheblichen und kaum beeinflußbaren Streuungen der Kapazität des
fertigen Kondensators bis zu 2O1Vo aus. Ein Abgleich ist durch Abschleifen möglich.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugründe,
Mittel und Wege anzugeben, mit deren Hilfe diese herstellungsbedingten Streuungen der Endkapazität
des Kondensators ausgeglichen werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist der eingangs geschilderte Stapelkondensator erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß auf wenigstens einer der beiden außenliegenden dielektrischen Schichten zur
Ausfüllung mit leitfähigem Material freie Felder bildende, gitterartig einander zugeordnete Leiterbahneu
aufgebracht sind, die miteinander elektrisch leitend verbunden und zu einer Verschaltungsseite
des Stapels geführt sind.
Man erhält damit die Möglichkeit, bei einem Stapelkondensator auf wenigstens einer der außenliegenden
dielektrisch wirksamen Schicht durch Ausfüllen der zwischen den Leiterbahnen vorhandenen
freien Flächen die Kapazität um eine Reihe kleiner Beträge dein gewünschten Sollwert anzunähern. Die
Kapazität des noch nicht abgeglichenen Stapelkondensator
muß dabei selbstverständlich einen unter dem gewünschten Sollwert liegenden Betrag
haben. Es bereitet aber keine Schwierigkeiten, Kondensatorstapel mit einer geringeren als der gewünschten
Kapazität herzustellen.
Der Vorteil des Ausgleichens auf diese Weise wirkt sich besonders bei Stapelkondensatoren aus.
bei denen die dielektrische Schicht aus Keramik und insbesondere aus sogenannter NDK-Kcramik besieht.
3 4
Unter »NDK-Keramik« in diesem Sinne ist ein Ma- und Kondensatoren, die einen Ausgangswert von
terial zu verstehen, dessen Dielektrizitätskonstante 7300 bis 7840 pF haben, auf einer Außenfläche mit
höchstens einige Hundert beträgt, vorzugsweise unter Rastergittern versehen. Diese werden dann mit der
100 liegt. Diese NDK-Massen zeichnen sich beson- entsprechenden Elektrode verbunden, die Tinktur
ders dadurch aus, daß sie eine geringe Abhängigkeit 5 wird eingebrannt, und die Kapazität wird erneut
der Dielektrizitätskonstante von der Temperatur gemessen. Die durch den Aufdruck eines Rasterhaben und/oder deren Abhängigkeit von der Tem- gitters (Fig. 3) hinzukommende Kapazität beträgt
peratur nahezu linear ist. etwa 350 pF. Nun können die zwölf bzw. sechs un-
terial zu verstehen, dessen Dielektrizitätskonstante 7300 bis 7840 pF haben, auf einer Außenfläche mit
höchstens einige Hundert beträgt, vorzugsweise unter Rastergittern versehen. Diese werden dann mit der
100 liegt. Diese NDK-Massen zeichnen sich beson- entsprechenden Elektrode verbunden, die Tinktur
ders dadurch aus, daß sie eine geringe Abhängigkeit 5 wird eingebrannt, und die Kapazität wird erneut
der Dielektrizitätskonstante von der Temperatur gemessen. Die durch den Aufdruck eines Rasterhaben und/oder deren Abhängigkeit von der Tem- gitters (Fig. 3) hinzukommende Kapazität beträgt
peratur nahezu linear ist. etwa 350 pF. Nun können die zwölf bzw. sechs un-
Es ist deshalb besonders vorteilhaft, die durch bedruckten Felder in den Rastergittern je nach
die Erfindung vorgeschlagene Ausgleichsmöglichkeit io Differenz zur Nennkapazität mit Silbersuspension
bei Stapelkondensatoren aus NDK-Keramik anzu- ausgefüllt werden. Jedes Feld steigert die Kapazität
wenden. Die als Kondensatorbelegungen dienenden um etwa 50 pF. Damit kann der Sollwert hinreichend
Metallschichten bestehen, wie an sich bekannt, aus genau eingestellt werden.
Palladium und werden vor dem Sintern des kerami- An Hand der Zeichnungen soll die Erfindung und
sehen Stapelkondensators auf die in Folienform vor- 15 sollen weitere Einzelheiten derselben näher erläutert
liegende keramische Masse aufgetragen. werden.
Das Rastergitter aus den Leiterbahnen besteht vor- Fig. 1 zeigt einen Stapelkondensator im Schnitt
teilhafterweise aus Einbrennsilber. Einbrennsilber ist längs der Linie I-I in Fi g. 2;
eine nach dem Einbrennvorgang verbleibende, über- F i g. 2 zeigt den Stapelkondensator in Draufsicht;
wiegend aus Silber bestehende Schicht, die dadurch 20 * Fig. 3 zeigt einen gitterförmigen Leiterbahn- ||
entsteht, daß auf den keramischen Körper ein Belag auftrag etwa in natürlicher Größe, während in den jf
in Form einer an sich bekannten, Silberteilchen, Fig. 1 und 2 die Größenverhältnisse aus Gründen ||
Haftoxide und Glaspulver enthaltenden Suspension der Erläuterung verzerrt wiedergegeben sind. Der jl;
mit organischen Bestandteilen (Nitrozellulose, gelöst Stapelkondensator ist gegenüber seiner Länge L und |
in Äthylenglykolmonoäthyläther) als Suspensions- 25 seiner Breite B (Fig. 2) nur von geringer Dicke D J];
mittel aufgetragen (Siebdruck, Spritzen usw.) und bei (Fig. 1). Die Abmessungen betragen in der Wirk- jf
Temperaturen zwischen 500 und 850° C eingebrannt lichkeit beispielsweise L = 15 mm, B = 10 mm und |
wird. Meist wird auch die genannte Suspension be- D = I mm. jf
reits als »Einbrennsilber« bezeichnet. Der Stapelkondensator gemäß F i g. 1 besteht aus jj
Zur Herstellung eines Keramik-Stapelkonden- 30 mehreren Schichten 1 aus dielektrisch wirksamem |
sators nach der Erfindung werden noch ungebrannte, Material. Der Körper ist von Metallschichten 2 und 3 [g
mit Palladium bedeckte dünne Schichten aus mit durchsetzt, wobei die Metallschichten 2 an der einen p
keramischer Masse gefüllten, folienbildenden Kunst- schmalen Stirnfläche mit der Silberschicht 4 und die s
Stoffen zur Erzielung der gewünschten Anordnung Metallschichten 3 an der anderen schmalen Stirn- |
der Kondensatorbeläge übereinandergestapelt, und 35 fläche mit der Silberschicht 5 zu den die Konden- p
die Leiterbahnen (das Rastergitter) werden auf die satorbeläge darstellenden Teilen zusammengeschaltet j
äußere Schicht vor dem Sintern des Stapels auf- sind. An den Silberschichten 4 und 5 können Strom- ';
getragen. Zuführungen angelötet sein. Auf den außenliegenden jj
Vorteilhafterweise werden jedoch die Leiterbahnen dielektrischen Schichten (oben und unten) sind |
auf den fertiggesinterten Kondensatorstapel aufge- 40 Rastergitter 6 und 7 aufgebracht. |
tragen. In F i g. 2 zeigt die Draufsicht die obere di- j
elektrische Schicht 1, die mit dem Rastergitter 6 ver- j
Ausführungsbeispiel sehen ist, welches elektrisch an der Silberschicht 5 |
angeschlossen ist. Die freien Felder 8, die vom ρ
Für Kondensatoren aus einer Masse mit einem 45 Rastergitter 6 gebildet werden, dienen zum Er- :
ε-Wert von etwa 50 mit 8000 pF Nennkapazität wer- höhen der Kapazität, bis der Sollwert erreicht ist. Die
den vierzehn Keramikschichten von etwa 70 μΐη Strichelung in den linken beiden Feldern soll an- !
Dicke verwendet. Die daraus gefertigten Stapel haben deuten, daß dort Metall aufgetragen ist, wodurch die j:
die Abmessungen von etwa 15 X 10 X 1 mm3. Die nach der Herstellung des Stapelkondensators vor- j
Kapazitätswerte streuen dann zunächst infolge unter- 50 handene Kapazität auf einen gewünschten Wert ge- |
schiedlicher Dicke der Folien und ungenauer Stape- bracht ist. Die von Leiterbahnen bedeckte Fläche j
lung von 6800 bis 8000 pF. Ist nun eine Kapazitäts- einer äußeren dielektrischen Schicht entspricht etwa
toleranz von ±2% gefordert, so wird den Konden- der Gesamtfläche der von Leiterbahnen freien Ab- I
satoren mit zu niedrigen Kapazitätswerten ein Rast- gleichfläche dieser Schicht. Dadurch ist gewährleistet, j
gitter — wie es die Fig. 3 zeigt — aus Silber- 55 sowohl daß noch genügend offene Abgleichflächen j;
Suspension (Einbrennsilber = in organischen Sus- vorhanden sind als auch daß von der Kontaktseite !
pensionsmitteln verteilte Teilchen aus Silber, Haft- entferntere Leiterbahnteile niederohmig ange- j
oxiden und Blei-Bor-Silikatglas) aufgedruckt. Es schlossen sind, wodurch der Verlustwinkel des Kon- j
werden dabei Kondensatoren, die einen Ausgangs- densators nicht beeinträchtigt wird. ι
wert von 6800 bis 7300 pF haben, auf beiden Seiten 60 Fig. 3 zeigt ein Rastergitter in natürlicher Größe. i
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Stapelkondensator, der auf einen gewünschten Sollwert seiner Kapazität abgleichbar ist, bestehend
aus übereinandergestapelten Schichten aus dielektrischem Material und zwischen den
Schichten befindlichen, als Kondensatorbeläge dienenden Metallschichten, die abwechselnd von
Schicht zu Schicht an verschiedenen Seiten des Stapels aus diesem herausgeführt und dort miteinander
elektrisch verschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf wenigstens einer
der beiden außenliegenden dielektrischen Schichten (1) zur Ausfüllung mit leitfähigem Material
freie Felder (8) bildende, gitterartig einander zugeordnete Leiterbahnen (Rastergitter 6. 7) aufgebracht
sind, die miteinander elektrisch leitend verbunden und zu einer Verschaltungsseite (4, 5)
des Stapels geführt sind.
2. Stapelkondensator nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrischen Schichten
(1) aus Keramik bestehen.
3. Stapelkondensator nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die dielektrischen Schichten
(1) aus Keramik mit niedriger Dielektrizitätskonstante bestehen, deren Änderung in Abhängigkeit
von der Temperatur gering ist und/oder linear verläuft.
4. Stapelkondensator nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die auf wenigstens einer äußerer, dielektrischen
Schicht (1) angebrachten Leiterbahnen (6,7) aus Einbrennsilber bestehen.
5. Verfahren zur Herstellung eines Stapelkondensators nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei dem noch ungebrannte, mit Palladium als Belegungen bedeckte dünne Schichten
aus mit keramischer Masse gefüllten, folienbildenden Kunststoffen zur Erzielung der gewünschten
Anordnung der Kondensatorbeläge übereinandergestapelt werden und dieser Stapel der Sinterung
unterworfen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiterbahnen (das Rastergitter 6. 7) auf die
äußere Schicht (1) vor dem Sintern des Stapels aufgetragen werden.
6. Verfahren zur Herstellung eines Stapelkondensators nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leiterbahnen (6,7) auf den fertiggesinterten Kondensatorstapcl aufgetragen
werden.
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