DE1614282A1 - Kathodenanordnung fuer Roehren mit kalter Kathode - Google Patents
Kathodenanordnung fuer Roehren mit kalter KathodeInfo
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- H01J17/48—Cold-cathode tubes with more than one cathode or anode, e.g. sequence-discharge tube, counting tube, dekatron
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- H01J2893/0065—Electrode systems
- H01J2893/0066—Construction, material, support, protection and temperature regulation of electrodes; Electrode cups
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- Gas-Filled Discharge Tubes (AREA)
Description
Dr-In^ Hans-DietriA ZeIiM 1 η-, / ο η Ί
Patentanwalt « I U I H 4 Q 4
Anmolder: ^J.V. Philips'Gloeilampenfabrieken FHB. 31.686
Akte No, PHB- 31 686
Anmeidunavom» 22.September 1967 ■
Anmeidunavom» 22.September 1967 ■
"Kathodenanordnung für Röhren mit kalter Kathode".
Die Brfindiaig bezieht sich axif GliiaraerLtladurigeröhren mit
kalter Kathode, vie beispielsweise gasgefüllte Anzeige- und Wiedergabe
röhren. Insbesondere bezieht sich die Erfindung, auf eine neuartig
geformte Kathode, sowie auf ein Verfahren zur Herstellung dieser
Kathode.
Die erfindungsgemäsee Kathodenanordnung- fUrRShren.-mit
kalter Kathode enthält eiren elektrisöh isolierenden Körper mit einer
Vertiefung und einen Metallstift, der durch den Körper bis an der
Boden der Vertiefung geführt ist, wobei die Endfläche de« Stiftes den
Boden der Vertiefung bildet und ale Kathode fllr die Entladung dient.
Vorzugsweise bildet der Isolierkörper den Glasbodenteil
der Entladungsröhre, wobei dann das aus dem Boden hinausragende Ende
dee Stiftes als elektrischer Anschluss für die Kathode dient.
009822/0598
-2- PH-B. 31.686
Der Isolierkörper kann auch die Form eines den Metallstift eng umsohliessenden Rohrs aufweisen.
Nach der Erfindung wird eine derartige Glimmkathode dadurch
hergestellt, dass der Stift zunächst vakuumdicht mit dem Isolierkörper
verbunden und danach ein Eil de des Stiftes bis zu einer bestimmten
Tiefe unterhalb der Oberflache dee Körpers weggeätzt wird, so dass
die Kathodenoberfläche den Boden der Vertiefung des Körpers bildet.
Stiftes erfolgt elektrolytisch in einer KatronlaugenlSsung'.
AusfChrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt ur.d werden im folgenden näher beschrieben.
Bs zeigen
Fig. 1,2 und 3 einen Schnitt durch eine erfindungsgemässe
Kathodenanordnung in verschiedenen Herste1lungestufen,
Fig. 4» 5» 6 und 7 Längsschnitte durch verschiedene Ausführungsformen,
Fig. 8 einen-Schnitt durch eine Ausftihrungsform nach
Fig. 1, 2 und 3.
Zuvor sind einige Molybdänstifte 2 mit einem Durchmesser
von 1,25 Bin derart fertiggestellt, dass die Stifte während 10 min
bei 900 C in trocknen Wasserstoff erhitzt wurden, wonach auf jeden
Stift an derjenigen Stelle, die in dem Rohrenboden teil 1 liegen wird,
eine Glasperle 100 aufgeschmolsen wurde. Die in dieser Weise behandelten Stifte werden, wie in Fig. 1 dargestellt ist, nach dem gewünschten
Muster, im vorliegenden Fall nach einer rechtwinkligen Matrix, in eine Qraphitlehre 3 gestellt. Der ROhrenbodenteil 1 wird beispielsweise aus Glaspulver hergestellt, das in die Gieeslehre geschüttet
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„3« PHB* 31*686
und danach erhitzt und zum Schmelzen gebracht wird. Das Erhitzen
erfolgt in einer inerten Atmosphäre, die aus 90 Vol.-# Stickstoff
land 10 V,-# Wasseretoffgas besteht,, dies zur Vermeidung der Oxydation
des Molydäns. Nachdem der RÖhrenbödenteil nach dem Schmelzen ganz
"abgekühlt ist, hat dieser die in Pig. 1 dargestellte Form. Nachdem
der Röhrenbodenteil der Lehre entnommen ist, werden an der in der
Entladungsrohre liegenden Seite dee Bodenteils sämtliche Enden der
Stifte 2 abgeslgt und mit der Glasofcerflache flach geschliffen.
Danach hat der RSbrenbödenteil die in Fig. 2 dargestellte Form erhalten.
Danach werden die im Glas liegenden Enden der Stifte 2 in
normal konzentrierter Natronlauge bis zu einer Tiefe^von 0,8 - 1 nun
unter der Glasoberfläche elektrolytisch weggeätzt, so dass also
Vertiefungen im Glas entstehen. Das elektrolytische Aetaen ist mit
Wechselstrom durchführbar, wobei als Gegenelektrode ein vertinnter
Kupferdraht dient. Beim Aetzen wird der Elektrolyt ständig gerührt*
so dass sich keine Gasblasen in die zu bildenden Vertiefungen zwischen
±βη Enden der Stifte 2 und der Glasoberfläche festsetzen können» In
einem bestimmten Fall wurde mit einem Anfangsstrom von 1 A geätzt,
der während der Aetzzeit von 35 min auf 0,3 A herabgesetzt wurde".
Nach dem Aetzen wird der Rohrenbödehteil in destilliertem Wasser gewaschen
und gemäss einem Ultraschallverfahren gereinigt, dies zur
Entfernung d«r losen Teilchen aus den Vertiefungen. Die fertige Kathoden
anordnung - der R8hreribodenteil i mit den Kathoden 2 - ist in
Fig. 3 dargestellt* "
Der Röhren bodenteil,Ί wird mit einem Kolben verschmölzen,
deseen Innenwand teilw6ise mit einer als Attodie dienende elektrisch
leitende« Zinnechicht bedeokt ist* Der Kolben wird danach evakuiert
"- O0S8-2-2./Ö-B9-6 "
16H282
-4- PHB. 31.686
und ausgeglüht und mit Neon unter einem Druck von 6Ο-7Ο Torr gefüllt.
Zur Formierung der Kathoden werden eie je 5-10 min mit einem Entladungs-8trom von 3 mA belastet. Die Glimmentladungsröhre ist danach gebrauchefertig. .
- Selbstverständlich ist statt einer Zinnsohicht auch eine
andere gebildete Anode verwendbar. Es sei bemerkt, dass alle im Röhrenbodenteil angeordneten Kathoden völlig gegeneinander isoliert sind.
Eine andere Ausbildung der Kathodenanordnung nach der
Erfindung ist in Pig. 4 dargestellt. Ein Molybdänetift 2 mit einem
Durchmesser von 1 mm wird, wie im obenstehenden beschrieben wurde,
ausgeglüht und mit einer Glasperle versehen. Der Stift wird in ein
eng anschliessendes keramisches Röhrchen 1 geschoben und zwar so
weit, dass die Endfläche des Stiftes 1 mm unterhalb des Bohrendes
liegt. Ein dünnwandiger eng .anliegender Anodenmantel 4 aus Nickel
wird über das Keramikröhrchen geschoben und durch einen Pfropfen aus
isolierendem Kitt 5 ^i t dem Stift und dem Horchen fest verbunden.
Eine Anordnung mit einem einzigen Kathodenstift, wie in
Fig. 5 dargestellt ist, wurde wie folgt hergestellt.
Ein Molybdänetift 2 wurde, wie im obenstehenden beschrieben, auegeheizt und mit einer Glasperle versehen. Der Stift wurde
danach in ein aus Sinterglas bestehendes vorgeformtes Röhrchen 6
gedrückt, so dass das Ende des Stiftes 2 im Ende des Röhrchenβ 6
lag, in einem Abstand, der kleiner ist als der Stiftdurohmesser. Ein
dünnwandiger Metallmantel 6 aus Kovar oder Feroioo, der als Anode
dient, ist an der Innenseite mit Qlasur bedeokt, und eng anliegend
über das Sinterglasröhrchen 8 geschoben* Die Anordnung wird dann
derart erhitzt, dass die Glasur schmilzt und danach wird die Anordnung
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■ -5- ■■ ■■■ PHB, 31.686
abgekühlt, .
Wie in Pig. 5 dargestellt ist, wird ein gläsernes Quetschruhrchen
IO mittels einer;Qlas- Metallverschmelzung um das offene
Ende des Metallmantel 8 herum befestigt, und der Raum innerhalb der
Anordnung wird evakuiert, mit Neongas mit einem Druck von ungefähr
60 Torr gefüllt und danach mittels einer Quetschung derart züge—
schmolzen, dass ein Entladungsrohr gebildet wird.
Vorzugsweise wird eine magnetisch-elektrische Sehttzkappe
mit dem Boden der Röhre verbunden, oder die RShrenwahd kann selber
derart gebildet sein, dass sie einen derartigen Schirm bildet. Der
Metallstift bildet einen Mittelkontakt. Die Qlasijuetschung kann derart
gebildet sein, dass ein Linseneffekt erhalten wird, so dass ein vergrSssertes
Bild des KathodenglimBilichtes entsteht.
Fig. 6 zeigt eine ander© Bausrts üeidsr ©i&#
nach Fig. 4 mit eine© üblichen EsonyShronkoJMH. 11
UK als Anzeigelamp zu dieneno Das Ead© 12 d©s IC©l"bQBs 11 ist als ^
Linse ausgebildet.
Fig« 7'zeigt wieder eine andere Bauart, bei der ein« Anordnung
nach Fig. 4 mit einem KeonrShrenkolben 20 wrsehiaoXsen ist,
wobei ein schmaler Spalt von ungefähr 0,1 mm zwischen dem Mantel 8
und dem Glaskolben 20 vorhanden ist um die verschiedenartigen WSrmeausdehnungen
beim Ehtgasen und dem Einbringen des Gases in den Kolben '
aufzufangen. Sie Anordnung enthält Zuführungsleiter 13, die in einem
Ende des Kolbens 20 eingeschmolzen sind, während das Evakuieren und
das Einbringen dee Qasee durch die Qeutschung 10 am anderen Ende
d«s Kolben» 20 erfolgif, welches Ende später wie im oben stehenden beschrieben
worden iet, zu einer Linse geformt "werden kann·
■ - -: '■ 009822/0 596
16H282 ■
' -6- PHB. 31.686
Pig. 8 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine Bauart
nach Pig. 1» 2 und 3 verwendet ist, zusammen mit einer Anodenbauart,
die eine geschwärtzte Nickelplatte 14 mit Löchern 15 enthält. Diese
Löcher sind gegenüber den Endflächen der im Boden 1 befindlichen
Molybdänstifte 2 vorgesehen, derart daes sioh die Platte 14 ungefähr
in einem Abstand von 0,5 .n>m von der Glasoberflache des Bodens 1 befindet.
Der RShrenbodenteil ist zur Bildung einer Röhre mit kalter
Kathode mit einem üblichen (nioht dargestellten) Kolben verschmolzen,
Die Röhre nach Pig. 4 kann zusammen mit anderen Glimmentladungsröhren
in einer gemeinsamen Umhüllung angeordnet sein. In einer RShre zur Wiedergabe von Zahlen dient dann beispielsweise die
RShre nach Pig. 4 zur Wiedergabe des Dezimalzeichens. Nach einem anderen Beispiel wird eine gr'ossere Anzahl Entladungsröhren nach Pig, 4
nach dem Muster, beispielsweise einer Matrix, zu nur einer Einheit
Die obenbeschriebenen Kathoden liefern ein scharf begrenztes Glimmlicht, Εε hat sich'herausgestellt, dass von der Kathode zerstäubendes Material die Vertiefung nicht verlässt und sich völlig auf der Seitenwand
der Vertiefung niederschlägtf so dass auf die Dauer eine hohle
Kathode enteteht. Eine derartige Hohlkathode hat die Eigenschaft, dass
das Glimmlicht nur innerhalb des Raumes der Vertiefung erzeugt wird.
Da sich das von der Kathode zerstäubende Material in der Vertiefung niederschlägt, setzt sich kein Niederschlag auf das Glasfenster 6 in
Pig. 4 ab, selbst nicht, wenn dieses Fenster nahe bei der-Kathode steht}
das durchgehende Licht wird also nioht gedämpft*
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Claims (6)
1.Λ Kathodenanordnung fCr Entiadungsröhren mit kalter Kathode,
die einen elektrisch isolierenden Körper jnit eiher Vertiefung und einen
Metallstift enthält, der durch den Körper bis an den Hoden der Vertiefung
geführt ist, dadurch gekennzeicfinet, daes die Endfläche des
Stiftes den Boden der Vertiefung bildet und als Entladungekathode dient»
2. Kathodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Isolierkörper als Glasbodenteil der Entladungsröhre mit kalter
Kathode ausgebildet ist, und der Metalletift zugleich als elektrischer
Anschluss dient.
3. - Kathodenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Isolierkörper die Porin eines den Stift eng umeöhlieÄeenden
Rohrs aufweist, ;
4. Kathodenanordnungnaoh Anepruch 3» dadurchgekennzeichnet,
dass der Isolierkörper ein Keramikrohr ist.
5» Kathodenanordnung naoh Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
dass, der Isolierkörper ein Glasrohr ist.
6. Kathodenanordnung nach Anspruch 3» 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anodenmantel den Isolierkörper umgibt ■
7, Kathoden an Ordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Attodeninantel aus Nickel besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
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