DE1611811B - Klemmvorrichtung für blatt, folien oder plattenförmige Gegenstande - Google Patents
Klemmvorrichtung für blatt, folien oder plattenförmige GegenstandeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung für blatt-, folien- oder plattenförmige Gegenstände, bei
der eine Klemmschiene schwenkbar mit der Unterlage verbunden ist und auf dieser durch Magnetkraft
gehalten wird.
Klemmvorrichtungen dieser Art werden verwendet zum sichtgünstigen Aufhängen von Zeichnungen, Bildern
od. dgl., sowie zum Aufspannen von Blättern auf Zeichenplatten, Schreibplatten oder ähnlichen
Arbeitsunterlagen an Stelle von Reißbrettstiften, Klebebändern u. ä.
Es ist bekannt, blatt-, folien- oder plattenförmige Gegenstände mit Magneten auf magnethaftenden
Unterlagen festzuklemmen, z. B. an Wandleisten und an Zeichen- und Schreibunterlagen (deutsches Gebrauchsmuster
1 850 323).
Für eine gute Funktion ist es wichtig, daß solche Klemmvorrichtungen auf der Unterlage unverrutschbar
plaziert sind. Dies geschieht durch übliche, um einen festen Drehpunkt schwenkbare Gelenkbänder,
durch in Ausstanzungen eingreifende Laschen, zwischengeschaltete Federn oder ähnliche Verbindungen.
Bei diesen bekanntgewordenen Klemmvorrichtungen ist jedoch die Befestigungsweise insofern proble-
matisch, als ihre Bauhöhe unerwünscht groß ist. Besonders bei Zeichen- und Schreibplatten kommt es
auf geringe Bauhöhe an, um eine Behinderung bei der Benutzung auszuschließen. Erst recht ist eine geringe
Bauhöhe gefordert, wenn die Klemmvorrichtung in der Unterlage versenkt angeordnet ist; denn auch
die Unterlage kann dann möglichst dünnwandig, leicht und handlich gehalten werden.
Die bekannten derartigen Klemmvorrichtungen erfordern aber auch einen mehr oder weniger hohen
material-, herstellungs- und montagemäßigen Aufwand.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemmvorrichtung zu schaffen, die die genannten
Nachteile aufhebt.
Diese Aufgabe wird erfindungsmäßig dadurch gelöst, daß die Klemmschiene entlang einer Kippkante
mittels eines flexiblen Gelenkbandes mit der Unterlage verbunden ist.
Nach einer weiteren Ausbildung ist die Verbindung das flexible Gelenkband mit der Klemmschiene einerseits
und der Klemmunterlage andererseits verklebt.
Dabei soll das flexible Gelenkband aus einem Klebefilm bestehen können, der mit einem selbstklebenden
Klebemittel beschichtet ist.
Ferner ist vorgesehen, daß das Gelenkband gleichzeitig zur Befestigung des Magneten an der Klemmschiene
bzw. an der Unterlage dient.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen darin, daß eine extrem niedrige Bauhöhe erzielt wird
und daß der Aufwand für Material, Fertigung und Montage äußerst gering ist. Die Klemmschiene kann
z. B. aus einem ganz dünnen Flacheisen bestehen und der Klebefilm hat nur eine Dicke von wenigen
zehntel Millimetern. Die Montage erfolgt, nachdem die Schutzfolie von dem Klebefilm abgenommen ist,
durch Aufpressen der Klemmschiene mit Klebeband auf die Unterlage. Es bedarf z. B. keines Niet- oder
Schraubvorganges. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß eine solide Verbindung gleichmäßig auf der ganzen
Länge der Klemmschiene hergestellt wird.
Bei der Montage kann außerdem gleichzeitig ohne Mehraufwand eine Justage vorgenommen werden.
Dieses ist von Belang, wenn die verwendete Klemmschiene auch als Anlage für einen Zeichenwinkel
dient und im Zusammenhang mit einer anderen Klemm- oder Anlageschiene genau rechtwinklig ausgerichtet
werden soll.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden folgend näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 Ausführungsbeispiel 1, Schnitt durch eine Klemmvorrichtung, auf eine magnethaftende Unterlage
aufgesetzt,
Fig. 2 Schnitt wie Fig. 1, jedoch die Klemmvorrichtung
aufgeklappt,
F i g. 3 Ausführungsbeispiel 2, Schnitt durch eine Klemmvorrichtung auf einer magnethaftenden Unterlage
aufgesetzt,
Fig. 4 Schnitt wie Fig. 3, jedoch die Klemmvorrichtung
aufgeklappt,
F i g. 5 Ausführungsbeispiel 3, Schnitt durch eine Klemmvorrichtung in versenkter Ausführung,
Fig. 6 Schnitt wie Fig. 5, jedoch die Klemmvorrichtung
aufgeklappt,
F i g. 7 Ausführungsbeispiel 4, Schnitt durch eine Klemmvorrichtung in versenkter Ausführung,
Fig. 8 wie Fig. 6, jedoch die Klemmvorrichtung
aufgeklappt.
F i g. 1 und 2
Auf einer magnethaftenden, beispielsweise aus Stahlblech bestehenden Unterlage 1 ist eine Klemmschiene
2 mittels eines flexiblen Gelenkbandes 3 befestigt. Das flexible Gelenkband 3 besteht aus einem
einseitig klebfähigen Band.
F i g. 3 und 4
Hier besteht das flexible Gelenkband 3 aus einem teilweise beidseitig klebenden Band, das gleichzeitig
zur Befestigung des Flachprofilmagneten 4 in der Klemmschiene 3 und auf der Unterlage 1 dient.
F i g. 5 und 6
Hier besteht die Klemmschiene 5 aus magnethaftendem Werkstoff und ist versenkt in einer Unterlage
6 eingebaut. Der Flachprofilmagnet 7 ist in die Unterlage 6 eingelassen und darin befestigt. Die Befestigung
der Klemmschiene 5 auf der Unterlage 6 erfolgt durch das flexible Gelenkband 3, das einseitig
klebend ist.
F i g. 7 und 8
Hier besteht das flexible Gelenkband 3 aus einem teilweise beidseitig klebenden Band, das gleichzeitig
zur Verbindung der Klemmschiene 5 mit der Unterlage 6 und des Flachprofilmagneten 7 mit der Unterlage
6 dient.
Der Steg 2 α der Klemmschiene 2 bzw. der Steg 6 α der Unterlage 6 dient bei der Betätigung der
Klemmschiene 2 bzw. 5 durch Fingerdruck zur Aufstützung, wobei sich die Klemmschiene 2 bzw. 5 einseitig
anhebt und das Unterschieben des festzuklemmenden Blattes 8 ermöglicht.
Claims (4)
1. Klemmvorrichtung für blatt-, folien- oder plattenförmige Gegenstände, bei der eine Klemmschiene
schwenkbar mit der Unterlage verbunden ist und auf dieser durch Magnetkraft gehalten
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmschiene (2, 5) entlang einer Kippkante mittels
eines flexiblen Gelenkbandes (3) mit der Unterlage (1, 6) verbunden ist.
2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Gelenkband
(3) mit der Klemmschiene (2, S) einerseits und der Klemmunterlage (1, 6) andererseits verklebt
ist.
3. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Gelenkband
(3) aus einem Klebefilm besteht, der mit einem selbstklebenden Klebemittel beschichtet ist.
4. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gelenkband (3)
gleichzeitig zur Befestigung des Magneten (4, 7) an der Klemmschiene (2, 5) bzw. an der Unterlage
(6) dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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