DE1611542C - Rotationsvervielfältiger zum zeilen- und abschnittweisen Abdrucken von Druckformen - Google Patents
Rotationsvervielfältiger zum zeilen- und abschnittweisen Abdrucken von DruckformenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Rotationsvervielfältiger zum zeilen- und abschnittweisen Abdrucken von
auf einer Drucktrommel befestigten Druckformen, deren Zeilen parallel zur Achse ausgerichtet sind, wobei
mehrere, parallel zur Drucktrommelachse verschiebbare und durch ein Schrittschaltwerk in Umfangsrichtung
verstellbare Steuerkurven vorgesehen sind, die das Zusammenwirken der Druckelemente
mit Hilfe von Abtasthebeln und Hebelgestängen steuern, und wobei in die Umlaufbahn des Schrittschaltwerkes
verstellbare Schaltrollen zur Betätigung des Schrittschaltwerkes vorgesehen sind.
Es ist bekannt, die Vorwahl des ein-, zwei- oder mehrzelligen Druckes einer Zeilendruckmaschine
mittels Zugrastenstangenbetätigung durchzuführen.
Der Nachteil liegt hierbei in der sehr umständlichen und kraftmäßig hohen Aufwand erfordernden Bedienung.
Hierbei muß eine doppelte Bewegung ausgeführt werden, nämlich außer der eigentlichen Zugoder
Druckverstellbewegung noch eine Einrast- oder Ausrastbewegung.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine einfache und leicht zu betätigende mechanische
Verstellmöglichkeit für den Bedienenden zu schaffen, ohne zu elektrischen bzw. elektromagnetischen Vielfachbewegungsmitteln
greifen zu müssen.
Die Steuerung des Zeilendruckes für ein-, zwei- und dreizeiligen Transport soll durch eine einfache
Drehbewegung erfolgen, deren Ausmaß die ein-, zwei- und dreizeilige Einstellung und den Transport
des Schrittschaltwerkes der Kurvenscheiben für den Vervielfältiger vermittelt. · .
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zur Verschwenkung der Schaltrollen über
ein Hebelgestänge verdrehbare Kurvenscheiben vorgesehen sind und daß durch Drehung einer gekröpften Einstellstange das Hebelgestänge lenkerartig verschiebbar
ist.
Vorzugsweise sind die Kurvenscheiben über eine Lasche miteinander verbunden, so daß die Steuerung
der zweiten Kurvenscheibe durch die erste Kurvenscheibe zwangläufig erfolgt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung wird darin gesehen, daß sowohl die Steuerkurven zur Zusammenarbeit
mit den Druckelementen als auch die Kurvenscheiben zur Verschiebung ein oder mehrerer-Schaltrollen
in den Bereich des Schrittschaltwerkes im Wirkungsbereich des Hebelgestänges angeordnet
sind und von diesem betätigbar sind.
- Zum Unterbinden des ein- oder mehrzelligen Transportes des Schrittschaltwerkes kann eine zweite Einstellstange vorgesehen sein, wobei durch die zweite Einstellstange entweder die Schaltrollen unmittelbar oder durch Verlagerung der Drehpunkte der Kurvenscheiben aus dem Bereich der Klinke des Schrittschaltwerkes bringbar sind.
- Zum Unterbinden des ein- oder mehrzelligen Transportes des Schrittschaltwerkes kann eine zweite Einstellstange vorgesehen sein, wobei durch die zweite Einstellstange entweder die Schaltrollen unmittelbar oder durch Verlagerung der Drehpunkte der Kurvenscheiben aus dem Bereich der Klinke des Schrittschaltwerkes bringbar sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt.
F i g. 1 die Steuermechanik für die Kurvenverstellung
einer Vervielfältigungsmaschine in einem Teilschnitt unter Fortlassung der linken Seitenwand,
F i g. 2 eine Draufsicht nach F i g. 1,
F i g. 3 das Schrittschaltwerk einer Vervielfältigungsmaschine im Halbschnitt unter Fortlassung der
linken Seitenwand.
In den Fig. 1,2 und 3 ist die Steuermechanik für
die Kurvenverstellung einer Vervielfältigungsmaschine dargestellt. Über die Zahnräder 1,2 und 3
wird synchron mit dem auf Welle 4 gelagerten Druckzylinder 5 die Kurvenachse 6 gedreht. Mit der
Kurvenachse 6 zusammen angetrieben wird das fest mit derselben verbundene Klinkenrad 7, an dem die
Sperrklinke 8 und die Schaltklinke 9 befestigt sind. Die Sperrklinke 8 überträgt die Drehung auf das
Sperrad 10, über welches die Flanschbuchse 11 und die Kurve 12 sowie der mit der Flanschbuchse 11
durch den Keil 13 verbundene Führungsflansch 14 und die mit demselben fest verbundenen Kurven 15
und 16 in Pfeilrichtung A angetrieben werden. Läuft bei Drehung eine der Kurven bzw. mehrere der Kurven
12, 15 und 16 auf die Rolle 17 des Fühlhebels 18, so wird dieser um seine Achse 19 in Pfeil richtung
B gedreht und schiebt dabei, den Steuerhebel 20
3 4
um die Achse 21 drehend, die Lasche 22 in Pfeilrich- stigten Kurven 12, 15 und 16 so weit in Pfeilrichtung
C. Dieser Schub läßt über die Kniehebel 23 und tung F, bis eine Zahnflanke des Sperrades 10 gegen
24 auf der Bahn des Führungshebels 25, der um die den Schaltklinkenzahn 54 anschlägt. Beim Ablauf der
Achse 26 dreht, das in ihm gelagerte Gegendruckele- Schaltklinke 9 von der Schaltrolle 49 ziehen die
ment 27 gegen den Druckzylinders schwenken. Es 5 Schrittklinkenfedern 55 und 56 das Schrittklinkenist
möglich, mittels der Kurve 12 einen einzeiligen, paar 8 und 9 wieder in die in F i g. 3 gezeigte Ausder
Kurve 16 einen zweizeiligen und der Kurve 15 gangsstellung zurück. Die Schaltklinke 9 taucht aus
einen dreizeiligen Druck vornehmen zu können. Die dem Sperrad 10 wieder aus, und die Spiralfeder 53
Kurve 12 ist seitlich nicht verschiebbar und die Kur- zieht das Sperrad 10 noch bis zur Anlage des nächven
15 und 16 sind seitlich verschiebbar angeord- io sten Zahnes an die Sperrklinke 8. Damit hat die
net. " Kurve 12 eine Stellung eingenommen, bei der beim In den F i g. 1, 2 und 3 ist die Steuermechanik für, nächsten Umlauf des Druckzylinders 5 die nächste
die Kurvenverstellung so dargestellt, daß bei Dre- Zeile zum Abdruck gelangt. Über das Zahnrad 57
hung der Kurven 12,15 und 16 die Vervielfältigungs- und mittels des Zahnrades 58 der Flanschbuchse 11
maschine einen dreizeiligen Druck und einen dreizei- 15 kann das Schrittschaltwerk wieder aufgezogen werligen
Transport der Kurven 12, 15 und 16 ausführen den. Auf der Zugstange 47 sind zwei Kurvenscheiben
würde. Soll die Vervielfältigungsmaschine für einen 59 und 60 schwenkbar um die Lagerpunkte 61 und
zwei- oder dreizeiligen Druck vorbereitet werden, so 62 angeordnet, wobei die Kurvenscheiben 59 und 60
wird die Schaltstange 28 eine bzw. zwei Schaltstellun- durch die beiden Nietstifte 63 und 64 sowie die Lagen
weiter in'DrehrichtungZ) bewegt. Die in einem 20 sehe 65 miteinander verbunden sind. Erfolgt bei einer
Langloch des Schaltbleches 29 geführte Schaltstange Stellung der Kurven 15 und 16 außerhalb des Wir-28
läßt gleichzeitig mit ihrer Drehbewegung in Rieh- kungsbereiches der Rolle 17 eine Bewegung der in
tung D das Schaltblech 29 um seinen Lagerpunkt 30 dem Winkel 66 geführten Schaltstange 28 um eine
des Lagerbolzens 31 schwenken, wobei diese . Schaltstellung in Richtung D, so wird durch die
Schwenkbewegung über die Zwischenlaschen 32 und 25 schrägstehende Zwischenlasche 33 die Kurvenscheibe
33 auf den Führungswinkel 34 übertragen wird. Der 60 um einen bestimmten Winkel um den Lagerpunkt
Führungswinkel 34 schwenkt um die Achse 35, 62 geschwenkt, wobei diese Schwenkbewegung mitweiche
in den am Lagerblech 36 befestigten Lager- tels der Lasche 65 ebenfalls auf die Kurvenscheibe 59
winkeln 37 und 38 gelagert ist, und schiebt mittels übertragen wird. Der in dem Lagerwinkel 67 auf der
der in dem Führungswinkel 34 drehbar gelagerten 30 Achse 68 schwenkbar gelagerte Schalthebel 69 wird
Gleitsteine 39 und 40 auf der Kurvenachse 6 den durch die Kurvenscheibe 60 entgegen der Federkraft
Führungsflansch 14 und die Kurven 15 und 16 so der Feder 70 mit seiner Rolle 71 in die in F ig. 2 geweit
in Pfeilrichtung E, bis die Kurve 16 bzw. die zeigte Stellung geschwenkt. Die Rolle 71 steht nun im
Kurven 15 und 16 aus dem Wirkungsbereich der Wirkungsbereich der Schaltklinke 9, während der
Rolle 17 herausgetreten sind. Um ein Verstellen der 35 Schalthebel 72 weiter in seinem abgeschwenkten ZuKurven
15 und 16 während der Umdrehung des stand verharrt. Wird die Schaltstange 28 noch um
Druckzylinders 5 zu unterbinden, ist an der Zwi- eine Schaltstellung weiter in Richtung D bewegt, so
schenlasche 32 eine Schaltrolle 41 befestigt, welche in werden durch die Zwischenlasche 33 die Kurvendie
jeweilige Rastung des Rastarmes 42 einfällt. Der. scheiben 59 und 60 in die in F i g. 2 dargestellte Stel-Rastarm
42 ist schwenkbar um den Lagerpunkt 43 40 lung geschwenkt, wobei die Rolle 71 und der Schaltdes
Lagerwinkels 44 gelagert und wird durch die hebel 72 mit der Rolle 73 entgegen der Federkraft
Federkraft der Feder 45 in jeder Lage der Schaltrolle der Feder 74 in dem Wirkungsbereich der Schalt-41
gegen dieselbe gedrückt. Soll mit automatischem klinke 9 stehen. Wird die Schaltstange 28 um eine
Transport gearbeitet werden, d.h., springt z.B. die Schaltstellung entgegen der DrehrichtungD bewegt,
Kurve nach einem zweizeiligen Druck um zwei Zeilen 45 schwenkt erst die Rolle 73 und bei einer zweiten
des Druckformoriginals 46 weiter rückwärts zur Um- Schaltung entgegen der Drehrichtung D die Rolle 71
laufrichtung, so wird die Zugstange 47 in die in aus dem Wirkungsbereich der Schaltklinke 9 heraus.
F i g. 1 gezeigte Stellung gebracht, in der diese durch Auf diese Art ist es möglich, einen ein-, zwei- oder,
den Lagerwinkel 48 arretiert wird. Die Schaltrolle 49 dreizeiligen automatischen Transport der Kurven 12,
des um den Lagerpunkt 50 drehbar gelagerten Schalt- 50 15 und 16 hervorzurufen. Soll ein ein-, zwei- oder
bleches 51, welches mittels des Nietstiftes 52 mit der dreizeiliger Druck ohne automatischen Transport ■
Zugstange 47 verbunden ist, steht nun im Wirkungs- ' ausgeführt werden, so wird die Zugstange 47 mit
bereich der Schaltklinke 9. Beim Auflaufen der ihrer Ausklinkung 75 in den Lagerwinkel 48 eingera-Schaltklinke
9 auf die Schaltrolle 49 wird diese in das stet, so daß die Rolle 49 aus dem Wirkungsbereich
Sperrad 10 unter gleichzeitiger Aushebung der Sperr- 55 der Schaltklinke 9 und die Kurvenscheiben 59 und 60
klinke 8 aus demselben gedrückt. Die Spiralfeder 53 aus dem Wirkungsbereich der Schalthebel 69 und 72
zieht nun die Flanschbuchse 11 mit den auf ihr befe- heraustreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Rotationsvervielfältiger zum zeilen- und abschnittweisen
Abdrucken von auf einer Drucktrommel befestigten Druckformen, deren Zeilen parallel zur Achse ausgerichtet sind, wobei mehrere,
parallel zur Drucktrommelachse verschiebbare und durch ein Schrittschaltwerk in Umfangsrichtung
verstellbare Steuerkurven vorgesehen sind, die das Zusammenwirken der Druckelemente
mit Hilfe von Abtasthebeln und Hebelgestängen steuern, und wobei in die Umlaufbahn
des Schrittschaltwerkes verstellbare Schaltrollen zur Betätigung des Schrittschaltwerkes vorgesehen
sind, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschwenkung der Schaltrollen (71, 73) über
ein Hebelgestänge (29 bis 36) verdrehbare Kurvenscheiben (59, 60) vorgesehen sind und daß
durch Drehung einer gekröpften Einstellstange (28) das Hebelgestänge (29 bis 36) lenkerartig
verschiebbar ist.
2. Rotationsvervielfältiger nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheiben
(59, 60) über eine Lasche (65) miteinander verbunden sind, so daß die Steuerung der zweiten
Kurvenscheibe (59) durch die erste Kurvenscheibe (60) zwangläufig erfolgt.
3. Rotationsvervielfältiger nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
die Steuerkurven (12, 15 und 16) zur Zusammenarbeit mit den Druckelementen (5, 27) als
auch die Kurvenscheiben (59, 60) zur Verschiebung ein oder mehrerer Schaltrollen (71, 73) in
den Bereich des Schrittschaltwerkes im Wirkungsbereich des Hebelgestänges (29 bis 33) angeordnet
sind und von diesem betätigbar sind.
4. Rotationsvervielfältiger nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Unterbinden des ein- oder mehrzelligen Transportes des Schrittschaltwerkes eine zweite Einstellstange
(47) vorgesehen ist, wobei durch die zweite Einstellstange (47) entweder die Schaltrollen
(71, 73) unmittelbar oder durch Verlagerung der Drehpunkte der Kurvenscheiben (59, 60) aus
dem Bereich der Klinke (9) des Schrittschaltwerkes bringbar sind.
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1611542B DE1611542B (de) | |
| DE1611542C true DE1611542C (de) | 1972-12-28 |
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