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DE1608387B2 - Einrichtung zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus der Walzhitze - Google Patents

Einrichtung zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus der Walzhitze

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Publication number
DE1608387B2
DE1608387B2 DE1963M0057937 DEM0057937A DE1608387B2 DE 1608387 B2 DE1608387 B2 DE 1608387B2 DE 1963M0057937 DE1963M0057937 DE 1963M0057937 DE M0057937 A DEM0057937 A DE M0057937A DE 1608387 B2 DE1608387 B2 DE 1608387B2
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DE
Germany
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cooling
conveyor
loops
wire
wire rod
Prior art date
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Ceased
Application number
DE1963M0057937
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DE1608387A1 (de
Inventor
G. Charles Easter
W. David Mclean
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Siemens Industry Inc
Original Assignee
Morgan Construction Co
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Filing date
Publication date
Priority claimed from US282939A external-priority patent/US3320101A/en
Application filed by Morgan Construction Co filed Critical Morgan Construction Co
Publication of DE1608387A1 publication Critical patent/DE1608387A1/de
Publication of DE1608387B2 publication Critical patent/DE1608387B2/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/52Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
    • C21D9/525Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length for wire, for rods
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/52Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
    • C21D9/54Furnaces for treating strips or wire
    • C21D9/56Continuous furnaces for strip or wire
    • C21D9/573Continuous furnaces for strip or wire with cooling
    • C21D9/5732Continuous furnaces for strip or wire with cooling of wires; of rods

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  • Heat Treatments In General, Especially Conveying And Cooling (AREA)
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  • Ropes Or Cables (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus Kohlenstoffstahl mit mittlerem bis hohem Kohlenstoffgehalt aus der Walzhitze, bei dem der Draht nach dem Verlassen des letzten Walzgerüstes rasch auf 649° bis 816°C gekühlt wird und danach die Umwandlung des Austenits unter kontinuierlicher Kühlung stattfindet, und bei dem der Draht vor Beginn der Austenit-Umwandlung in kontinuierlich vorgeschobene, gegeneinander versetzt angeordnete und von schmalen Führungsstäben eines Förderers mit Transportketten abgestützte Schlingen gelegt wird, die einem aufwärts geblasenen Kühlluftstrom freien Durchfluß und gleichförmigen Zutritt zu praktisch allen Teilen der Drahtoberfläche zu gewähren vermögen, bei dem ferner zur Steuerung des Kornwachstums des Austenits auf ASTM 6 bis 8 eine kurz über die Umwandlungstemperatur führende, im wesentlichen durch Abstrahlung bewirkte Kühlung angeschlossen wird, und bei dem zur Durchführung der Umwandlung der jeweils umzuwandelnde Abschnitt des in Schlingen gelegten, kontinuierlich vorgeschobenen Drahtes von dem Kühlluftstrom intensiv so beaufschlagt wird, daß die Umwandlung des Austenits bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit von mindestens 7,4°C/sec erfolgt sowie oberhalb der Perlitnase des ZTU-Schaubildes beginnt und nahe oberhalb dieser Nase endet, so daß ein feinstreifiger Perlit unter Vermeidung von Bainit und Martensit entsteht, nach Patent 14 33 760. Dieses Verfahren wird angewandt, um anschließend an die Walzhitze einen Walzdraht aus Kohlenstoffstahl mit mittlerem bis hohem Kohlenstoffgehalt zu schaffen, der ein über die gesamte Länge sowie den Querschnitt homogenes Gefüge aufweist, daß die gewünschten mechanischen Eigenschaften, insbesondere die Kaltverformbarkeit, Festigkeit, Zähigkeit und Ziehbarkeit des Walzdrahtes zu Fertigdraht, sichert, und der sich durch geringe Zunderbildung auszeichnet.
Aus der US-PS 12 32 014 ist es bekannt, den Walzdraht unmittelbar aus der Walzhitze in Schlingen auf einen Förderer abzulegen und auf diesem durch einen eine desoxydierende Atmosphäre aufweisenden Kühltunnel zu führen. Zwar vermag hierdurch die
Bildung von Zunder vermindert zu werden, die Abkühlung des ausgefächerten Walzdrahtes allein durch Strahlung und Konvektion jedoch erfolgt trotz der Wasserkühlung der Tunneldecke langsam, so daß zur Auskühlung eine lange Tunneldecke und damit ein hoher Erstellungsaufwand des Tunnels erforderlich werden und weder die gewünschten Eigenschaften des Walzdrahtes noch die geforderte Homogenität derselben über die Länge des Walzdrahtes erreicht werden.
Nach der US-PS 19 01 514 wird der aus dem letzten Gerüst einer Drahtstraße austretende Walzdraht zur Abkühlung mittels eines Schiingenlegers auf einen üblichen, eine geschlossene Oberfläche aufweisenden Förderer abgelegt. Auch hier wird die Abkühlung des Walzdrahtes aus der Walzhitze im wesentlichen durch Strahlung und Konvektion und damit im Bereiche der Umwandlungstemperatur langsam bewirkt, und die geschlossene Arbeitsfläche des Förderers bewirkt eine weitere Verzögerung der Abkühlung, so daß auch hier weder die gewünschten Eigenschaften des Walzdrahtes noch eine Homogenität der erzielten Eigenschaften über die Länge des Walzdrahtes erreicht werden, und durch die Abkühlung an der freien Atmosphäre die Zunderbildung sich unangenehm bemerkbar macht.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Einrichtung zur Durchführung des in der Gattung bezeichneten Verfahrens zu schaffen, die die Bildung eines über die gesamte Länge sowie den Querschnitt des Walzdrahtes homogenen Gefüges sichert und die gewünschten mechanischen Eigenschaften, insbesondere die Kaltverformbarkeit, Festigkeit, Zähigkeit und Ziehbarkeit des Walzdrahtes zu Fertigdraht, einschließlich der Konstanz dieser Eigenschaften über die Drahtlänge ergibt.
Gelöst wird diese Aufgabe, indem bei einer der Gattung entsprechenden Einrichtung hinter dem letzten Walzgerüst Kühlrohre einer Kühlstrecke, ein Schlingenleger, der den von diesem in Schlingen ausgelegten Draht in großen freien Abständen abstützende und transportierende Förderer sowie eine diesem nachgeordnete Bundbildestation angeordnet sind, und indem entlang des Förderers Gebläse aufgestellt sind, deren Luftstrom durch Leitvorrichtungen in vorgegebener Intensität als der Kühlluftstrom in vorgegebenem Abstand hinter dem Schiingenlager einsetzend durch den Förderer auf die Schlingen ausgerichtet ist. Hierdurch wird erreicht, daß die nach dem in einem ersten Verfahrensschritt bewirkten raschen Abkühlen des Walzdrahtes auf 649° bis 816°C gebildeten Drahtschlingen intensiv und bis auf die kurzen Auflageflächen auf dem sie aufnehmenden Förderer durch dessen Autlageebene hindurch großflächig und gleichmäßig von einem starken Kühlluftstrom beaufschlagt werden, der eine steile weitere Kühlung während der Umwandlung zu bewirken vermag und damit das gewünschte homogene feinkörnige Gefüge ergibt.
Bewährt hat es sich, Transportketten des Förderers mit Mitnehmern für die Drahtschlingen auszustatten. Der Kühlluftstrom läßt sich richten und intensivieren, wenn der Förderer mindestens auf einem Teil seiner Länge von Seitenwänden und einem Boden sowie gegebenenfalls von einer Abdeckung umgeben ist. Mit Vorteil werden entlang der Förderstrecke Querwände vorgesehen, die mit den Seitenwänden, dem Boden und der durch die Auflageflächen der schmalen Führungsstäbe bestimmten Ebene begrenzte Kammern bilden. Hierbei kann es sich als zweckmäßig erweisen, die
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Kammern auf einen zweiten, nachgeordneten Teil der Förderstrecke des Förderers zu beschränken. Die Kühlwirkung läßt sich einstellen, wenn die Abdeckung verschiebbar ausgebildet ist.
Die intensive Beaufschlagung mit Kühlluft läßt sich erwirken, wenn an den Gebläsen ausgangsseitig Rohrstutzen und gegebenenfalls Umlenkorgane zur Lenkung des Kühlmittelstromes vorgesehen sind. Zweckmäßig münden die Rohrstutzen in den Wänden. Eine Ausrichtung und Steuerung des Kühlluftstromes läßt sich erwirken, wenn zur Beaufschlagung der Schlingen mit dem Kühlluftstrom Düsen, vorzugsweise mit einstellbaren oder steuerbaren öffnungen, vorgesehen sind. Die dichtere Lage des Walzdrahtes in den Flankenbereichen der Förderebene läßt sich berücksichtigen, indem zur Beaufschlagung der Schlingen mit dem Kühlluftstrom schlitzartige, quer zur Förderrichtung angeordnete öffnungen vorgesehen sind, deren Breite und/oder Anzahl in den Flankenbereichen der effektiven Förderfläche größer ist als im zentralen Bereich.
Im einzelnen ist die Erfindung an Hand der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit diese veranschaulichenden Zeichnungen erläutert. Es zeigt hierbei
F i g. 1 perspektivisch eine Einrichtung zum intensiven weiteren Kühlen eines in Schlingen ausgelegten Walzdrahtes,
Fig. 2 die Einrichtung der Fig. 1 in teilweise geschnittener Seitenansicht,
F i g. 3 eine Aufsicht auf die Einrichtung nach F i g. 1 aus deren Ebene 3-3,
Fig.4 in größerem Maßstab den Schnitt 4-4 der Fig. 1,
F i g. 5 ebenfalls vergrößert einen Schnitt entlang der Ebene 5-5 der F i g. 1,
F i g. 6 nochmals vergrößert einen Ausschnitt eines Schnittes entlang der Ebene 6-6 der F i g. 5,
F i g. 7 eine abgewandelte Form von Luftdurchgängen,
F i g. 8 einen weiteren Vorschlag für die Ausbildung von Luftdurchtrittsöffnungen.
Wesentlich bei der nach dem Legen in Schlingen bewirkten Kühlung ist, daß diese so intensiv und im wesentlichen gleichförmig ist, daß das Gefüge und demzufolge auch die mechanischen Eigenschaften des erzeugten Walzdrahtes über dessen Länge sowie über dessen Querschnitt gleichförmig sind, so daß der erstellte Draht ohne weitere Wärmebehandlung zu Fertigdraht gezogen werden kann. Im Folgenden wird eine Einrichtung beschrieben, mit der ein solch intensives und gleichmäßiges Kühlen bewirkt werden kann, und deren Kühlwirkung zur Anpassung an unterschiedliche Kühlprozesse bzw. zur Steigerung der Gleichförmigkeit der Kühlwirkung steuerbar ist. Dargestellt ist diese Vorrichtung im wesentlichen in den F i g. 2 und 3, von denen die F i g. 2 eine teilweise längsgeschnittene Seitenansicht und F i g. 3 eine teilweise aufgebrochene Aufsicht aus der Ebene 3-3 der F i g. 2 zeigen.
In F i g. 2 sind die Walzen des letzten Gerüstes eines Drahtwalzwerkes mit 2 bezeichnet. Der aus den Walzen 2 austretende Walzdraht 4 wird gemäß Fig. 1 und 2 durch Kühlrohre 6 gestoßen, in denen er, bspw. durch Anwendung einer nicht dargestellten Wasserkühlung, von der Walzhitze auf 816° bis 649°C abgekühlt werden kann. Nach Verlassen des letzten der Kühlrohre 6 wird der Walzdraht 4 durch eine Kettenführung 8 nach unten umgelenkt und vertikal-axial in den Schlingenleger 10
eingeführt, der entsprechend dem eines Edenborn-Haspels ausgebildet sein kann. Die vom Schlingenleger 10 geworfenen und abfallenden Schlingen 20 werden auf eine Transportvorrichtung abgelegt, die als kontinuierlich laufender, gegen die Horizontale leicht ansteigen- ■> der Förderer 12 ausgebildet ist. Durch die Neigung wird erreicht, daß das Abwurfende 14 des Förderers 12 so hoch über dem Hüttenflur liegt, daß die die Walzdrahtschlingen 20 auffangende und zum Bund 22 sammelnde Bundbildestation 16 oberhalb des Hüttenflures unterge- ι ο bracht werden kann.
Im einzelnen ist der Aufbau des Förderers 12 an Hand der F i g. 3, 4 und 5 erläutert. Wie insbesondere die beiden letzteren Figuren zeigen, ist ein Boden 25 mit sich in Transportrichtung erstreckenden Führungsstäben 24 ausgestattet, deren obere Stirnfläche in einer gemeinsamen Ebene liegen. Zwischen den Führungsstäben 24 sind Transportketten 26 geführt, die mit nach oben gerichteten, die Walzdrahtschlingen 20 durch- und hintergreifenden Mitnehmern 28 ausgestattet sind. Die Transportketten 26 sind nach Fig.2 um mit einstellbarer Drehzahl mittels einer über ein Getriebe 9 der F i g. 1 wirksamen Antriebsvorrichtung betriebene Kettenräder 30 gelegt, um die Vorschubgeschwindigkeit des Förderers einstellbar zu halten. Seitlich abgedeckt ist dieser Förderer 12 durch sich über seine Länge erstreckende und bis zur Höhe der aufgelegten Walzdrahtschlingen 20 reichende Seitenwände 32, und überfangen ist der Förderer 12 durch eine von Pfosten 36 gehaltene Abdeckung 34, deren nach unten gekantete jo Seitenstreifen 38 von den Seitenwänden 32 einen solchen Abstand 39 aufweisen, daß ein durch die Förderebene gepreßter Kühlluftstrom frei zu entweichen vermag.
Nach unten über den Boden 25 hinaus reichen die Seitenwände 32 mit verlängerten Bereichen 40, deren untere Enden durch einen unteren Boden 42 kastenartig geschlossen sind. Der zwischen den Böden 25 und 42 anstehende Raum ist in Längsrichtung durch Querwände 44 bis 50 in einzelne Kammern A bis Caufgeteilt. Wie <*o F i g. 4 zeigt, sind die Kammern mit seitlichen öffnungen 52 ausgestattet, an die über Rohrstutzen 54 starke Gebläse 56 angeschlossen sind. Wie die Aufsicht der Fig. 3 zeigt, ist der Förderer 12 mit drei jeweils durch einen Motor 58 angetriebenen Gebläsen 56 ausgestattet.
Die seitlich und nach unten geschlossenen Kammern sind nur nach oben in Richtung auf die Transportebene geöffnet: Der obere Boden 25 ist mit einer erheblichen Zahl von im wesentlichen quer verlaufenden öffnungen 60 ausgestattet, deren eine vergrößert im abgebrochen dargestellten Schnitt der F i g. 6 gezeigt ist. Die an die öffnung 60 anschließenden Randstreifen 62 und 64 des Bodens 25 sind schräg nach oben abgekantet, so daß eine auf die Walzdrahtschlingen gerichtete Düse gebildet wird. Diese ist mit einer auf einer Welle 68 gelagerten Stellklappe 66 ausgestattet, die mittels einer mit einem Gegengewicht 72 ausgestatteten Stellhebels 70 einstellbar ist: In der gezeigten Extremlage schließt die Stellklappe 66 die öffnung 60 völlig ab, während in «> der gestrichelt angedeuteten anderen Extremlage die Stellklappe 66 sich an den Randstreifen 62 anlegt und die öffnung 60 freigibt. Das bzw. die Gebläse 56 der F i g. 3 bzw. 4 fördern Kühlluft in die Kammern A bis Q die aus diesen durch die öffnungen 60 nach oben *>5 ausströmt und die auf den Förderer 12 aufgebrachten Walzdrahtringe umströmt und spült. Die Beaufschlagung der Walzdrahtschlingen läßt sich einerseits durch die Transportgeschwindigkeit des Förderers und andererseits durch die mehr oder weniger volle Freigabe der öffnungen 60 durch die Einstellklappen 66 einstellen bzw. regeln, so daß jeder gewünschte Kühleffekt erreichbar ist.
Wesentlich für die Einstellbarkeit bzw. Regelbarkeit, insbesondere aber die Gleichförmigkeit der Kühlwirkung ist, daß die Drahtschlingen durch die schmalen oberen Stirnflächen der Führungsstäbe 24 abgestützt sind, auf denen sie vorwärts geschoben werden, so daß die wesentlichen Teile der Drahtschlingen frei in der aufwärts strömenden Kühlluft stehen und nur bezüglich ihrer Länge zu vernachlässigende Teile der Walzdrahtschlingen auf den Führungsstäben aufliegen.
Die am Abwurfende des Förderers der F i g. 3 dargestellten Walzdrahtschlingen 20, die in F i g. 5 im Querschnitt gezeigt sind, veranschaulichen, daß wegen der Überlappung der Walzdrahtschlingen im Mittelbereiche des Förderers deren Front- und Endstücke im wesentlichen mit Abstand parallel verlaufen. In den Seitenbereichen des Förderers dagegen ist die Abdekkung seiner Grundfläche durch Umfangsbereiche der Walzdrahtschlingen wesentlich höher, und im Interesse der angestrebten gleichförmigen Kühlung sind der stärkeren Walzdrahtkonzentration wegen auch höhere Wärmemengen abzuführen. Wenn auch die Umwandlung unter den eingangs angegebenen Bedingungen Walzdrahteigenschaften ergibt, die von Schwankungen der Kühlbedingungen relativ unabhängig sind, empfiehlt es sich doch, Vorsorge für eine möglichst gleichmäßige Abkühlung zu treffen.
Eine Intensivierung des Kühlluftstromes der Randbereiche des Förderers gegenüber denen seines Zentrums wird bereits durch die Abdeckung 34 bewirkt. Der aus den Kammern A bis C nach oben gerichtete Kühlluftstrom wird durch die Abdeckung 34 unter Entstehung einer Turbulenz umgelenkt und entweicht durch die zwischen den Seitenwänden 32 und den Seitenstreifen 38 der Abdeckung 34 freigebliebenen Abstände 39. Die hierbei bewirkte Turbulenz und Strömungsverteilung bewirkt eine stärkere Wärmeabfuhr aus den stärkeren Metallkonzentrationen der Seitenbereiche des Förderers und damit einen gleichförmigen Kühlvorgang der Walzdrahtschlingen 20.
In F i g. 7 wird eine abgeänderte Ausführung der für den Durchtritt der Kühlluft vorgesehenen öffnungen 60 der F i g. 3 gezeigt: Die öffnungen 60 der F i g. 7 sind im Zentrum des Förderers relativ schmal und erweitern sich jeweils vom Mittelbereich zu ihren Enden hin. Die Begrenzung der öffnung ist im Bereiche der Erweiterung gekrümmt, und diese Krümmung ist so ausgelegt, daß die Breite der Öffnung 60 jeweils der Metallkonzentration der Walzdrahtschlingen entspricht, die den betreffenden Breitenbereich des Förderers passiert, so daß durch Anpassung der als Kühlluft-Austrittsdüsen wirkenden öffnungen 60 an die jeweilige Metallkonzentration im Zentrum des Förderers ein geringerer Kühlluftstrom bewirkt wird als an dessen Seitenbereichen. Zur Sicherung von über die Austrittsflächen gleichen Kühlluftgeschwindigkeiten können die beidseitig vorgesehenen Verbreiterungen des Austrittsquerschnittes durch Zwischenwände 80 in Kanäle etwa gleicher Breite unterteilt werden. Ein entsprechender Effekt kann gemäß F i g. 8 erreicht werden, indem der Boden 25 an Stelle der öffnungen 60 Schlitzdüsen 82 aufweist, die sich über die volle Breite des Förderers erstrecken, und denen paarweise kürzere Schlitzdüsen 84 bzw. 85 folgen, die sich nur über die intensiver zu
kühlenden Seitenbereiche des Förderers erstrecken. Die das Zentrum passierenden Partien der Walzdrahtschlingen werden nur einmal durch den Kühlluftstrom der Schlitzdüsen 82 beaufschlagt, während Randbereiche derselben zusätzlich durch die Schlitzdüsen 84 gekühlt werden und die extremen Randbezirke über die Schlitzdüsen 85 weitere Kühlluft zugeleitet erhalten. Die Anzahl und Größe der Schlitzdüsen kann leicht verstellt werden und den jeweils passierenden Metallkonzentrationen angepaßt werden.
Nach Passieren des Förderers fallen die Walzdrahtschlirigen 20 von dessen Abwurfende 14 auf die Bundbildestation 16, die gemäß F i g. 1 und 2 einfach ausgebildet sein kann. Die Walzdrahtschlingen 20 fallen auf den konischen Sammelkopf 88 und werden zum Bund 22 gesammelt. Nach Ablegen der letzten Windung des Bundes wird der Drehtisch 90 gedreht und damit ein freier Sammelkopf 92 in die Sammelstellung gebracht, während Bund 22 vom außer Wirkstellung gedrehten Sammelkopf abgenommen wird.
Wie F i g. 2 zeigt, ist die Abdeckung 34 nicht bis an den Schlingenleger 10 herangezogen; ihre Frontseite steht vielmehr mit Abstand hinter dem Schlingenleger 10, während ihr Ende 76 fast bis zum Abwurfende 14 des Förderers 12 reicht. Durch diesen, in Transportrichtung des Förderers 12 dem Schlingenleger 10 folgenden unabgedeckten Bereich wird eine Zone geschaffen, in der die Walzdrahtschlingen für eine kurze Transportzeit relativ wenig intensiv durch Strahlung ohne Anwendung eines besonderen Kühlmediums gekühlt werden. Diese Periode relativ langsamen Kühlens von der allotropen Umwandlung bewirkt ein Kornwachstum in vorgegebenem Ausmaße, das für einige Werkstoffe bzw. Anwendungszwecke wünschenswert ist. Durch Änderung der Länge der Abdeckung 34 oder durch deren Verschieben kann die dem Schlingenleger 10 folgende offene Zone des Förderers 12 geändert und entsprechend den jeweils vorliegenden Bedingungen eingestellt werden, so daß auf die metallurgische Eigenschaften des behandelten Drahtes weiter Einfluß genommen werden kann. Dementsprechend können auch die Anzahl und die Abmessungen der öffnungen 60 erhöht bzw. vermindert werden und damit der Kühlmittelstrom den jeweiligen Erfordernissen angepaßt werden. Auch hier bewähren sich die Schnelligkeit, Regelfähigkeit und
Gleichförmigkeit des Abkühlens des Walzdrahtes, welche die gleichförmig über seine gesamte Länge vorgegebene Eigenschaften des Walzdrahtes, bspw. gute Ziehfähigkeit ohne besondere Wärmevorbehandlung, sichern.
Haben die Walzdrahtschlingen 20 das Ende 76 der Abdeckung 34 erreicht, so ist deren Temperatur dank der intensiven Kühlung ausreichend abgefallen und hat die innere Umwandlungskurve 3 des ZTU-Schaubildes durchlaufen, so daß das folgende Kühlen keinen weiteren Einfluß auf die metallurgischen Eigenschaften des Walzdrahtes ausübt und auch die Zunderbildung stark verringert ist. Das Kühlen nach Vollendung der Umwandlung ist daher wenig kritisch und dient im wesentlichen weiterer Verringerung der Zunderbildung sowie der Erzielung geringerer Bundtemperaturen in der Bundbildestation 16.
Es ist nicht wesentlich, daß die Ströme des Kühlmittels vertikal gerichtet sind. So können die die
öffnungen 60 begrenzenden Wände von vorne nach hinten geneigt sein, so daß das Kühlmittel gegen die Vertikale geneigt aufwärts strömt, ohne daß der Kühleffekt nachteilig beeinflußt wird. Ferner kann das Kühlmedium abwärts gerichtet durch die Drahtschlingen geführt werden, wobei der gleiche Kühleffekt erzielt würde.
Die Erfindung schafft damit eine Einrichtung, die es erlaubt, aus der Walzhitze zunächst spontan gekühlten Walzdraht während der Umwandlung intensiv und definiert so zu kühlen, daß aus der Walzhitze und ohne gesonderte Wärmebehandlung ein Produkt mit ausgezeichneten mechanischen Eigenschaften, die über seine Länge innerhalb enger Toleranzen konstant sind, erhalten wird, und das in den meisten Fällen ohne Zwischenbehandlungen sofort der weiteren Bearbeitung unterzogen werden kann. Durch großflächigen Eingriff starker Kühlluftströme lassen sich die geforderten Abkühlbedingungen mit hoher Gleichmäßigkeit erreichen, und die Einstell- bzw. Regelfähigkeit gestattet eine sofortige Anpassung an die jeweils vorliegenden Umwandlungsbedingungen. Durch Vorschalten einer ebenfalls einstellbaren Zone geringerer Kühlung läßt sich zusätzlich das Kornwachstum bestimmen, so daß auch das Optimum der Korngröße erreichbar ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
030 129/2

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus Kohlenstoff-Stahl mit mittlerem bis hohem Kohlenstoff-Gehalt aus der Walzhitze, bei dem der Draht nach dem Verlassen des letzten Walzgerüstes rasch auf 649° bis 816°C gekühlt wird und danach die Umwandlung des Austenits unter kontinuierlicher Kühlung stattfindet, und bei dem der Draht vor Beginn der Austenit-Umwandlung in kontinuierlich vorgeschobene, gegeneinander versetzt angeordnete und von schmalen Führungsstäben eines Förderers mit Transportketten abgestützte Schlingen gelegt wird, die einem aufwärts geblasenen Kühlluftstrom freien Durchfluß und gleichförmigen Zutritt zu praktisch allen Teilen der Drahtoberfläche zu gewähren vermögen, bei dem ferner zur Steuerung des Kornwachstums des Austenits auf ASTM 6 bis 8 eine kurz über die Umwandlungstemperatur führende, im wesentlichen durch Abstrahlung bewirkte Kühlung angeschlossen wird, und bei dem zur Durchführung der Umwandlung der jeweils umzuwandelnde Abschnitt des in Schlingen gelegten, kontinuierlich vorgeschobenen Drahtes von dem Kühlluftstrom intensiv so beaufschlagt wird, daß die Umwandlung des Austenits bei einer Abkühlungsgeschwindigkeit von mindestens 7,4°C/sec erfolgt sowie oberhalb der Perlit-Nase des ZTU-Schaubildes beginnt und nahe oberhalb dieser Nase endet, so daß ein feinstreifiger Perlit unter Vermeidung von Bainit oder Martensit entsteht, nach Patent 14 33 760, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem letzten Walzgerüst (2) Kühlrohre (6) einer Kühlstrecke, ein Schlingenleger (10), der den von diesem in Schlingen (20) ausgelegten Draht (4) in großen freien Abständen abstützende und transportierende Förderer (12) sowie eine diesem nachgeordnete Bundbildestation (16) angeordnet sind, und daß entlang des Förderers Gebläse (56) aufgestellt sind, deren Luftstrom durch Leitvorrichtungen (Rohrstutzen 54, Kammern A bis C, Öffnungen 60) in vorgegebener Intensität als der Kühlluftstrom in vorgegebenem Abstand hinter dem Schlingenleger einsetzend durch den Förderer (12) auf die Schlingen (20) ausgerichtet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportketten (26) des Förderers (12) mit Mitnehmern (28) für die Drahtschlingen (20) ausgestattet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderer (12) mindestens auf einem Teil seiner Länge von Seitenwänden (32) und einem Boden (42), sowie gegebenenfalls von einer Abdeckung (34) umgeben ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Förderstrecke Querwände (44, 46, 48, 50) vorgesehen sind, die mit den Seitenwänden (32), dem Boden (42) und der durch die Auflageflächen der schmalen Führungsstäbe (24) bestimmten Ebene begrenzte Kammern (A bis C) bilden.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern auf einen zweiten, nachgeordneten Teil der Förderstrecke des Förderers (12) beschränkt sind.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (34)
verschiebbar ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den Gebläsen (56) ausgangsseitig Rohrstutzen (54) und gegebenenfalls Umlenkorgane zur Lenkung des Kühlmittelstromes vorgesehen sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstutzen (54) in den Wänden (32) einmünden.
9." Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beaufschlagung der Schlingen mit dem Kühlluftstrom Düsen, vorzugsweise mit einstellbaren oder steuerbaren Öffnungen (80) vorgesehen sind.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beaufschlagung der Schlingen (20) mit dem Kühlluftstrom schlitzartige, quer zur Förderrichtung angeordnete Öffnungen (60, 82, 84, 85) vorgesehen sind, deren Breite und/oder Anzahl in den Flankenbereichen der effektiven Förderfläche größer ist als im zentralen Bereich.
DE1963M0057937 1962-08-24 1963-08-23 Einrichtung zum kontinuierlichen Patentieren von Walzdraht aus der Walzhitze Ceased DE1608387B2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US21922862A 1962-08-24 1962-08-24
US282939A US3320101A (en) 1963-05-24 1963-05-24 Hot rolled steel rod

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1608387A1 DE1608387A1 (de) 1971-02-11
DE1608387B2 true DE1608387B2 (de) 1980-07-17

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ES (1) ES291345A1 (de)

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DE1608387A1 (de) 1971-02-11
ES291345A1 (es) 1963-11-01

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