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DE1608374C - Zylindrischer Einbruch für das Hereinschießen des anstehenden Gesteins im Streckenvortrieb unter Tage - Google Patents

Zylindrischer Einbruch für das Hereinschießen des anstehenden Gesteins im Streckenvortrieb unter Tage

Info

Publication number
DE1608374C
DE1608374C DE1608374C DE 1608374 C DE1608374 C DE 1608374C DE 1608374 C DE1608374 C DE 1608374C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
central
boreholes
blast
holes
shooting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Bergwerksverband GmbH
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft einen zylindrischen Einbruch für das Hereinscliießen des anstehenden Gesteins im Streckenvortrieb unter Tage mit parallelen zu ladenden Sprengbohrlöchern und dazu parallelen nicht ■ zu ladenden Groi3bohrlöchern, insbesondere unter Anwendung von Millisekundenzündern.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Steinkohlenbergwerke mit den folgenden Gegebenheiten: Der Abstand der bauwürdigen Flöze ist sehr groß. Die Mächtigkeit der Flöze ist verhältnismäßig gering, z. B. sich zwischen 0,50 m und 1,30 m bewegend. Das Nebengestein ist sehr hart und besteht überwiegend aus Sandstein und Sandschiefer.
Wegen des harten Gesteins bei gleichzeitig geringen Flözmächtigkeiten können vielfach geringe Sireckenquerschnitte ausreichen, soweit durch Grubengas nicht andere Voraussetzungen geschaffen sind. Die geringen Flözmächtigkeiten zwingen zu immer größeren Abbaugeschwindigkeiten und ziehen dadurch immer umfangreichere Aus- und Vorrichtungsarbeiten nach sidh. So kann beispielsweise bei einer Brultoförderung von 10 000 tato ein Streckenaufl'ahrpcnsum von 20 km pro Jahr anfallen.
Die herkömmlichen Schießverfahren mit Keil- und Fächerkeileinbrüchen und Abschlaglängen von 1,80 m bis 2,50 m sind dafür nicht mehr leistungsfähig genug. Das anzuwendende Schießverfahren muß mit Sicherheit einen Abschlag von durchschnittlich 3 m Länge erbringen. Hierfür ist der zylindrische Einbruch mit in Strcckenrichtung parallel zueinander verlaufenden Bohrlöchern geeignet, da dieser hinsichtlich Abschlaglänge vom Streckencjuerschnitt weitgehend unabhängig ist.
Dabei fällt der sogenannte Brennereinbruch, bei dem eine größere Anzahl von Bohrlöchern im Abstand von nur 8 bis 10 cm parallel zueinander abgebohrt werden, von denen nur ein Teil mit Ladung versehen werden, aus wirtschaftlichen Gründen aus der Betrachtung heraus. Wirtschaftlich interessanter ist das Schießen auf Großbohrloch. Dabei wird in der Mitte der Ortsbrust zunächst ein Großbohrloch von 200 bis 300 mm Durchmesser abgebohrt. Um dieses Großbohrloch herum werden Sprengbohrlöcher normalen Kalibers abgebohrt, die die Aufgabe haben, die Gewölbeverspannung des Großbohrloches zu durchbrechen. Mißlich ist bei diesem zylindrischen Einbruch, daß für das Einbringen des Großbohrloches eine besondere, aufwendige Drehschlagbohrmaschine vorgesehen werden muß, die gerade bei geringem Streckenquerschnitt auch Unterbringungsschwierigkeiten bereitet.
Es besteht deshalb der dringende Wunsch in der Praxis, einen wirtschaftlich vertretbaren zylindrischen Einbruch zu schaffen, der lediglich die Anwendung der normalen Schlagbohrhämmer verlangt. Das nun beim Schießen auf Großbohrloch zu erreichen, führt zu dem sogenannten Coromant-Einbruch, bei dem beispielsweise zwei Löcher von 57 mm Durchmesser so ineinander gebohrt werden, daß sie im Querschnitt die Form einer »8« ergeben. Solche Einbruchslöcher von 57 mm Durchmesser lassen sich bei Verwendung einer entsprechenden Bohrkrone mittels der normalen Schlagbohrhämmer einbringen. Im Betrieb führte dieser Einbruch jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Insbesondere erwies es sich, daß die Einbruchslöcher doch einen Durchmesser von mehr als 100 mm Durchmesser aufweisen müssen, wozu wiederum die normalen Schlagbohrhämmer.
nicht geeignet sind. Abgesehen davon ist es aber auch schwierig, zwei Löcher so abzubohren, daß sie über die ganze Länge hin Berührung miteinander haben. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen zylindrischen Einbruch zu schaffen, der insofern besonders wirtschaftlich ist, daß er mit den normalen Schlagbohrhämmern zu bewältigen ist und es gestattet, die Zahl der erforderlichen Bohrlöcher verhältnismäßg gering zu halten. Bei dem zu schaffenden
ίο zylindrischen Einbruch soll insbesondere eine geringaufwendige Vorrichtung zum Festlegen von Vorschublafctten für Bohrhämmer bei Parallelbohrungen verwendet werden können, die gekennzeichnet ist durch die Ausbildung als zylindrischer Haltedorn mit zwei im Bereich seines vorderen Endes in seiner Mantelfläche angefrästen, in Richtung der Dornmittelachse nach hinten aufeinanderzulaufenden ebe-.nen Schrägflächen, zwei an den Sclirägflächen in Dornlängsrichtung verschieblich anliegenden, mit als
ao Zylindermantelabschnitt ausgebildeter äußerer Seitenfläche versehenen Keilen, einer Keilanziehvorrichtung und einer Keilabziehvorrichtung, ferner mit einem hinteren zylindrischen Aufsteckende für die mit einer den Vor- und Rückhubzylinder für den Bohrhammerschütten nach vorne fortsetzenden Aufsteckhülse versehene Vorschublafette und einer durch diametrale Bohrungen im Aufsteckende des Haltedorns und in der Aufsteckhülse der Vorschublafettc greifenden Steckvorrichtung.
Zur Lösung der genannten Aufgabe wird anmeldungsgemäß vorgeschlagen, ein zentrales Sprengbohrloch vorzusehen, auf einem das zentrale Sprengbohrloch konzentrisch umgebenden Kreis symmetrisch zueinander mittels Schlagbohrhämmer abbohrbare nicht zu ladende Großbohrlöcher anzuordnen und auf einem weiteren, das zentrale Bohrloch konzentrisch umgebenden Kreis größeren Durchmessers symmetrisch zueinander zusammen mit dem zentralen Bohrloch in der Schießstufe 0 abzutuende Sprengbohrlöcher anzuordnen, die in ihrer Anzahl der der Großbohrlöcher entsprechen und gegenüber letzteren mittig versetzt angeordnet sind.
Der erfindungsgemäße Einbruch hat sich bewährt. Das zentrale ,Sprengbohrloch kann in vorteilhafter Weise zur Verankerung der bereits oben beschriebenen Bohrlafette für das Parallelbohren benutzt werden. Dabei wird die Lafette mit dem daran geführten Bohrhammer um den vorgesehenen Lochabstand um die Festlegevorrichtung zum Abbohren eines nächsten auf gleichem Kreis liegenden Loches verschwenkt und arretiert. Zum Abbohren des äußeren Lochkreises wird der radiale Abstand zwischen der Bohrlafette und dem Bohrhammer vergrößert.
Gemäß einem in wirtschaftlicher Hinsicht besonders vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist es für den gewünschten Erfolg des Schießens ausreichend, auf dem inneren, das zentrale Sprengbohrloch konzentrisch umgebenden Kreis nur drei Großbohrlöcher und auf dem. äußeren konzentrischen Kreis drei Sprengbohrlöcher anzuordnen. Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung ist der gewünschte Erfolg gewährleistet, wenn der Durchmesser der Sprengbohrlöchcr in bekannter Weise 40 mm beträgt und der der Großbohrlöcher 76 mm.
Beide Locharten können bei Verwendung unterschiedlicher Bohrschneiden mit einem und demselben Schlagbohrhammer abgebohrt werden. Das ist ohne Frage ein ganz besonderer Vorteil. Im Hinblick auf
den Schießerfolg ist es gemäß einem Merkmal der Erfindung vorteilhaft, den Abstand zwischen dem Mantel des zentralen Sprengbohrloches und dem Mantel eines Großbohrloches zu etwa 70 mm zu wählen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 das Schießbild für einen Abschlag mit einem Großbohrloch-Paralleleinbruch gemäß der Erfindung und
F i g. 2 das Bohr- und Zündschema für den Großbohrloch-Paralleleinbruch.
Der Querschnitt der Strecke ist verhältnismäßig gering, und zwar beträgt er im vorliegenden Falle im Ausbruch 14,5 m2. Die Anzahl der Sprengbohrlöcher ist gering und beläuft sich lediglich auf 45, wozu drei Großbohrlöcher von 76 mm Durchmesser kommen. Die sichere Abschlaglänge beträgt 3 m. Als Sprengstoff wird im wesentlichen Ammon-Gelit 2 verwendet. Zum Zünden der Schüsse dienen Momentzünder und Millisekundenzünder der Stufen 1 bis 10.
Aus der Fig. 2 ist die Anordnung der Einbruchslöcher näher ersichtlich. Es ist ein zentrales Sprengbohrloch 1 vorgesehen, das während des Abbohrens der benachbarten Löcher als Ankerloch für eine nicht dargestellte Bohrlafette zum Parallelbohren dient. Auf einem das zentrale Sprengbohrloch konzentrisch umgebenden Kreis 2 sind symmetrisch zueinander drei Großbohrlöcher 3 angeordnet. Ihr Durchmesser beträgt nur 76 mm, so daß sie also unter Verwendung einer entsprechenden Bohrschneide mit den normalen Schlagbohrhämmern abgebohrt werden können, die auch zum Abbohren der Sprengbohrlöcher dienen, deren Durchmesser 40 mm beträgt.
Auf einem weiteren, konzentrisch zum zentralen Sprengbohrloch 1 liegenden Kreis 4 sind drei Sprengbohrlöcher 5 angeordnet, und zwar gegenüber den Großbohrlöchern mittig versetzt. Der zentrale Schuß 1 und die drei Schüsse 5 auf dem Kreis 4 werden in der Zündstufe 0 gleichzeitig abgetan. Sie ergeben in Zusammenwirken mit den drei Großbohrlöchern 3 den inneren Einbruch. Die übrigen in der F i g. 2 dargestellten Bohrlöcher dienen der Erweiterung des inneren Einbruchs. Sie werden in den Millisekundenzündstufen 1 bis 5 abgetan.
Der Vorteil der Millisekundenzünder besteht ja bekanntlich unter anderem darin, daß sich die Schüsse von Zündstufe zu Zündstufe unterstützen. So vermögen die Schüsse der Zündstufen 1 bis 5 gemäß Fig. 2 zur Wirksamkeit des inneren Einbruchs beizutragen. Gefördert wird die Wirksamkeit des erfindungsgemäßen Einbruchs auch durch eine günstige Wahl der Ladung. So hat es sich bei der Erprobung des erfindungsgemäßen Einbruchs als vorteilhaft erwiesen, die Bohrlöcher der Zeitstufe 0 je mit Patronen Ammon-Gelit 2 und 5 Patronen Wetter-Salit A und die Bohrlöcher der Zündstufen 1 bis 4 ίο je mit 7 Patronen Ammon-Gelit 2 und 4 Patronen Wetter-Salit A zu laden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Zylindrischer Einbruch für das Hereinschießen des anstehenden Gesteins im Streckenvortrieb unter Tage mit in Streckenrichtung verlaufenden parallelen zu ladenden Sprengbohrlöchern und dazu parallelen nicht zu ladenden Großbohrlöchern, insbesondere unter Anwendung von Millisekundenzündern, gekennzeichnet durch ein zentrales Sprengbohrloch (1), durch auf einem das zentrale Sprengbohrloch konzentrisch umgebenden Kreis (2) symmetrisch zueinander angeordnete, mittels Schlagbohrhämmern abbohrbare, nicht zu ladende Großbohrlöcher (3) und durch auf einem weiteren das zentrale Bohrloch (1) konzentrisch umgebenden Kreis (4) größeren Durchmessers symmetrisch zueinander angeordnete, zusammen mit dem zentralen Bohrloch (1) in der Schießstufe 0 abzutuende Sprengbohrlöcher (5), die in ihrer Anzahl der der Großbohrlöcher entsprechen und gegenüber letzteren mittig versetzt angeordnet sind.
2. Zylindrischer Einbruch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem inneren, das zentrale Sprengbohrloch (1) konzentrisch umgehenden Kreis (2) drei Großbohrlöcher (3) und auf dem äußeren konzentrischen Kreis (4) drei Sprengbohrlöcher (5) angeordnet sind.
3. Zylindrischer Einbruch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Sprengbohrlöcher in bekannter Weise 40 mm beträgt und der der Großbohrlöcher (3) 76 mm.
4. Zylindrischer Einbruch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand A zwischen dem Mantel des zentralen Sprengbohrloches (1) und dem Mantel eines Großbohrloches (3) 70 mm beträgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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