DE1608010C - Tiegelschmelzofen - Google Patents
TiegelschmelzofenInfo
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Description
, Die Erfindung betrifft einen Tiegelschmelzofen Auf dom Fundament 1 befinden sich die beiden
mit In Normallage senkrecht stehender Mittellinie, Aufnahmen! für d«i zylindrischen Tlegolschmelzder zur intermittierenden Abgabe dos Schmelzgutes ofen 3, dessen Langsaohse4 In Aufheizstellung senknach der einen und zum Abziehen der Schlacken oder recht steht. Der Tiegelschmelzofen 3 ist über ein
zum Chargieren nach der anderen Seite um eine s Hebelwerk 5 durch «linen Arbeitskolben ο in Zeichwaagerechte Achse schwenkbar 1st und bei dem unter- nungsebene beidseitig um seine Kippachse 7 schwenkhalb der Gießschnauzo für die Aufnahme eines Ver- bar, die etwa Im Schwerpunkt des Ofens Hegt. Von
gießbehülters eine drehbar gelagerte Auflage ange· Tiegol 8 ausgehend befindet sich an dor einen Seite
ordnet ist, für deren Waagerechthalten bei Kippen des Tiegelschmelzofens 3 eine Gießschnauze 9 und
des Ofens eine Führung vorgesehen ist. io dieser diametral gegenüberliegend eine Abschlack·
öfen beschrieben, die Tragkonstruktion für die Auf- Tragzapfens 12, det parallel zur Kippachse 7 des
nähme einer Pfanne aufweisen, die nach dem Füllen Ofens angeordnet ist, die Auflage 13 über ihre
abgehoben und durch eine andere leere Pfanne er- 15 Seitenwände 14 drehbar gelagert, von denen in der
setzt wird. Zeichnung nur die hintere Seitenwand dargestellt ist.
Durch die deutsche Auslegeschrift 1 201 954 ist Zum Waagerechthalten der Auflage 13 bei beliebiein zylindrischer Induktionsofen bekanntgeworden, ger Neigung des Tiegelschmelzofens 3 nach der einen
der um eine in Höhe des Deckels liegende horizon- oder der anderen Seite hin ist ein als Parallelogramm
tale Achse nach beiden Seiten hin geschwenkt werden ao ausgebildetes Hebelwerk vorgesehen, das aus den
kann. Der Ofen hat in der Nähe seiner Gießschnauze Stangen 15 bis 17 und dem Auslegerarm 18 der Aufeine Auflage zum Abstellen eines Vergießbehälters. lage 13 besteht. Der Auslegerarm 18 weist einen Fest-Bei
diesem Ofen wird der Vergießbehälter nach jedem punkt 19 auf, der sich bei horizontaler Lage der Auf-Füllvorgang
durch eine Transportvorrichtung von lage 13 vertikal über dem Tragzapfen 12 befindet,
seiner Auflage abgehoben, zur Vergießstelle ge- as Senkrecht zur Kippachse 7 des Ofens ist unterhalb
bracht, dort entleert und dann wieder auf die Auf- von dieser noch ein Fixpunkt 20 an der vorderen
lage aufgesetzt. Soll der Ofen entschlackt oder nach- Aufnahme 2 vorgesehen. Die Stange 15 ist an dem
chargiert werden, so ist es ebenfalls erforderlich, den Festpunkt 19 des Auslegerarmes 18 und der Kipp-Verijteßbehälter
von seiner Auflage abzunehmen, da achse 7 des Tiegelschmelzofens 3 angelenkt. Die
diese bei den für solche Tätigkeiten erforderlichen 30 Stange 16 stellt die Verbindung zwischen der Kipp-Ofen-Schrägstellungen
nicht in einer waagerechten achse 7 des Ofens 3 und dem an der Aufnahme 2 Lage gehalten werden kann. vorgesehenen Fixpunkt 20 her. Zwischen letzterem
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die und dem Tragzapfen 12 der Auflage 13 befindet sich
Auflage für den Vergießbehälter bei jeder möglichen die Stange 17. Selbstverständlich sind die Stangen
Neigung des Ofens nach der einen oder anderen Seite 35 15 bis 17 drehbeweglich gelagert,
hin in der waagerechten Lage zu halten. Dadurch ist Um den in den Seitenwänden 14 der Auflage 13
es nicht mehr wie bisher erforderlich, den Vergießbe- angeordneten Bolzen 21 ist der Vergießbehälter 22
hälter von seiner Auflage zum Füllen der Gieß- oder mittels eines Kippmechanismus 23, der im besproche-
Formeinrichtungen und beim Abschlacken oder nen Beispiel ein hydraulischer Arbeitskolben ist, zum
Chargieren des Ofens abzuheben. Zu diesem Zweck 40 Entleeren schwenkbar.
wird crfindungsgemäß vorgeschlagen, daß zwischen Zwischen dem Vergießbehälter 22 und der Auflage
der Auflage und dem Tiegclschmelzofen ein als 13 befindet sich ein um einen parallel zum Bolzen 21
Parallelogramm ausgebildetes Hebelwerk vorgesehen liegenden Drehpunkt 24 schwenkbarer, den Verist,
das einerseits an der Kippachsc des Ofens und gießbehäller aufnehmender Kippstuhl 25, der mit
einem senkrecht zu dieser angeordneten Fixpunkt 45 seinem freien Ende auf einer Wiegeeinrichtung 26
und andererseits am Tragzapfen der Auflage und ruht, die an der Auflage 13 angeordnet ist. Die Wiegeeinem
vertikal zu diesem vorgesehenen Festpunkt einrichtung 26 ist über Leitungen 27 mit einer Regeldrehbeweglich
gelagert ist. vorrichtung 28 verbunden, durch die das Nachfüllen
Um die Schmelze aus dem Vergießbehälter unmit- des Vergießbehälters 22 überwacht wird,
telbar in die formen bringen zu können, ist nach der 50 Wird der Vergießbehälter 22 der aus dem
Erfindung auch noch der Vergießbehälter schwenkbar geschwenkten Tiegelschmelzofen 3 auslaufenden
an der Auflage befestigt und zwischen dieser und dem Schmelze gefüllt, so kommt er auf dem Kippstuhl 25
Vergießbehälter ein Kippmechanismus vorgesehen. zum Aufliegen. Ist im Vergießbehälter 22 das vorher
Für die Überwachung der in den Vergießbehälter festgelegte Füllgewicht erreicht, so wird über die
einzufüllenden oder aus diesem abgegebenen 55 Wicgecinrichtung 26 eine Regelvorrichtung 28 be-
Schmcl/.gutmengc ist weiterhin an der Auflage für cinflußl, durch die der Tiegclschmelzofen 3 wieder
den Vergießbehälter ein Kippstuhl angelcnkt und in seine senkrechte Lage zurückbewegt wird. Es kann
zwischen dessen freiem Ende und der Auflage eine nun sofort durch Ingangsetzen des Kippmechanis-
Wiegceinrichlung angeordnet. mus 23 mit dem Füllen der Gieß- oder Formein-
Zur Automatisierung der Vergießvorgänge kann in 60 richtungen begonnen werden, ohne daß der Vergießweiterer
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung behälter 22 vom Ofen entfernt zu werden braucht,
noch die Wicgceinrichtung mit einer Rcgclvorrich- Soll der Tiegclschmelzofen 3 zum Abziehen der
lung gekoppelt sein. Schlacken von der Schmelzgutobcrflache oder zum
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Chargieren nach der anderen Seile verschwenkt wer-
Zcichnung, in der ein Ausführungsbeispiel dargc- 65 den, so ist auch dies jederzeit möglich, da sich der
stellt ist, beschrieben. Die einzige Figur der Zeich- Vergießbehälter 22 mit seiner Auflage 13 bei jeder
nung zeigt einen Ticgelschmelzofcn in der Seiten- beliebigen Ofenschrägsteflung immer in der waage-
ansicht, teilweise geschnitten. rechten Lage befindet.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß mit dein am Tlegelschmek·
ofen an. einer Aufluge fest angeordneten schwenk· baren Vergießbehälter ohne irgendwelche transportbedingten
Verlustzelten und ohne eine Abkühlung des Schmelzgutos praktisch bei beliebigen Neigungen
des Ofens, die für. an diesem durchzuführende Manipulationen erforderlich sind, vergossen werden
kann.
Claims (4)
1. Tiegelschmclzofen mit in Normallage senkrecht stehender Mittellinie, der zur intermittierenden
Abgabe des Schmelzgutes nach der einen »a und zum Abziehen der Schlacken oder zum Chargieren
nach der anderen Seite um eine waagerechte Achse schwenkbar ist und bei dem unterhalb
der Gießschnauze für die Aufnahme eines Vergießbeba'Uers eine drehbar gelagerte Auflage ao
angeordnet ist, für deren Waagerechthalten beim Kippen des Ofens eine Führung vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Auflage (13) und dem Tiogelscbmelzofen (3)
ein als Parallelogramm ausgebildetes Hebelwerk (15 bis 18) vorgesehen ist, das einerseits an der
Kippachse (7) des Ofens (3) und einem senkrecht zu dieser angeordneten Fixpunkt (20) und andererseits
am Tragzapfen (12) der Auflage (13) und einem vertikal zu diesem vorgesehenen Fostpunkt
(19) drehbeweglich gelagert ist.
2. Tiegelschmelzofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergießbehüller
(22) schwenkbar an der Auflage (13) befestigt und zwischen dieser und dem Vergießbehälter
(22) ein Kippmechanismus (23) vorgesehen ist.
3. Tiegclschmelzofen nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Auflage (13) für den Vergießbehälter (22) ein Kippstuhl (25)
angelenkt und zwischen dessen freiem Ende und der Auflage (13) eine Wiegeeinrichtung (26) angeordnet
ist.
4. Tiegelschmelzofen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiegeeinrichtung
(26) mit einer Regelvorrichtung (2H) gekoppelt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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