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DE1607169A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden,insbesondere von Weinbergschnecken (Helix pomitia L.) - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden,insbesondere von Weinbergschnecken (Helix pomitia L.)

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Publication number
DE1607169A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
animals
conditions
artificial
under
container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671607169
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English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KERN DIPL ING RALF M
Original Assignee
KERN DIPL ING RALF M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KERN DIPL ING RALF M filed Critical KERN DIPL ING RALF M
Publication of DE1607169A1 publication Critical patent/DE1607169A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K67/00Rearing or breeding animals, not otherwise provided for; New or modified breeds of animals
    • A01K67/30Rearing or breeding invertebrates
    • A01K67/32Snails

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Fodder In General (AREA)

Description

1R Π 71 fi Q
.Dipl.-Phys. Bernhard Geißler f OW/ I go
Dipl.-Ing. Ralf M. Kern
München bzw» Stockdorf 22. Dezember 1967
Verfahren und Vorrichtung zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden, insbesondere von Weinbergschnecken (Helix pomatia L.)
Die Erfindung betrifft ein"Verfahren und eine Vorrichtung zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden, insbesondere von Weinbergschnecken, und bezweckt eine grundsätzliche Verbesserung der Wirtschaftlichkeit derartiger Verfahren.
Die in Mitteleuropa, insbesondere auch in Süddeutschland, heimische Weinbergschnecke (Helix pomatia L.) wird von alters her als Spezialität auf dem Nahrungsmittelsektor verwendet, und zwar auch heute noch in steigendem Maß, so daß der Bedarf, insbesondere romanischer Länder (französischer Bedarf!, laut Pressemeldungen 9O.OOO t pro Jahr), nur schwer gedeckt werden kann. Die Erzeugung von Weinbergschnecken in der Bundesrepublik Deutschland liegt zwischen 4.000 und 6.000 t pro Jahr.
Darüber hinaus wird die Weinbergschnecke wegen Ihres hohen Eiweißgehalte von 18 # (Ei-Eiweiß « ca. 15 #) als Nahrungsmittelkonzentrat beispielsweise für die Notverpflegung im militärischen Sektor verwendet. Aus dieser Sicht werden Konzentrate dieser schmackhaften Moluske außer im derzeitigen militärischen Ent-
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wicklungsbereich noch mehr für die zukünftige Entwicklung der orbitalen, insbesondere auch militärischen Konzeption eine Rolle spielen.
Außerdem bildet die Helix pomatia die Grundlage einer neuzeit« liehen medizinischen Entwicklung. So haben die aus ihr isolierten Wirkstoffe überraschende Wege der Pertussls-Behandlung aufgezeigt. Abgesehen von der Verwendungsmöglichkeit ihrer bakterizid« Wirkstoffe für die Behandlung von Viren-und bakteriellen Erkrankungen wird nach den Ergebnissen neuester Untersuchungen aus ihnen auch eine thermostabile Antikörper-Substanz (MAnti-A, ."}, insbesondere gegen die körpereigenen Reaktionen bei Transfusionen fremder Blutgruppen und Transplantationen von Körperteilen,hergestellt. Das aus der Helix pomatia gewonnene Test-Blutserum zerfällt erst bei 8O° C, während das menschliche Blutserum bereits bei 45° C zerstört wird. Auch aus dieser Sicht kommt der Erzeugung von Weinbergschnecken eine noch nicht zu übersehende medizinisch-militärische Bedeutung zu.
Letztlich eignet sich die Weinbergschnecke auch speziell als Diabetikernahrung.
Die Weinbergsohnecke wird etwa im Alter von 3 bis 5 Jahren verwendet, und zwar sowohl als (offene) Kriecherschnecke als auch als sogenannte Deckelschneoke. Sie erreicht ihr Portpflanzungs-
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alter erst mit etwa 3 Jahren und unterliegt vom Herbst bis zum Frühjahr eines jeden Jahres einem Winterschlaf,
Abgesehen von dem schon von alters her bekannten saisonalen Aufsammeln von Weinbergschnecken mit ggf. anschließender Mast in sogenannten "Schneckengärten" ist die Aufzucht bzw. Zucht dieser Schnecken in Freilandgehegen vom Ei bis zur Fortpflanzungsreife bzw. zur Verkaufsgröße die bisher allein geübte Praxis. Wegen des bedeutenden Rückgangs des natürlichen Vorkommens der Weinbergschnecken ist die Bedeutung des Aufkommens durch freies Sammeln entscheidend zurückgegangen. Dieser Rückgang ist insbesondere durch die Verwendung von Kunstdünger und chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln in der Landwirtschaft eingetreten.
Aber auch bei der daher weitaus bevorzugten Gewinnung von Weinbergschnecken in Freilandgehegen wird es bisher als praktisch unumgänglich gehalten, daß die Tiere ihren naturgegebenen Winterschlaf voll einhalten. Damit fällt aber ein großer Teil des Jahres für das Wachstum der Tiere aus. Sie verlieren sogar während des Winterschlafs, insbesondere in dessen letzter Periode, einen erheblichen Teil ihres Ausgangsgewichts, für dessen Wiedergewinnung sie im Frühjahr bis zu sechs Wochen benötigen. Durch ein solches Aufzuchtverfahren dauert die Aufzucht sehr lange und ist mit entsprechend hohen Kosten und Risiken verbunden.
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Aufgabe der Erfindung ist es, ein wirtschaftliches Aufzuchtverfahren für Weinbergschnecken zu schaffen, bei dem die Tiere über einen weitaus größeren JahresZeitraum als bisher unter möglichst optimalen Wachstumsbedingungen gehalten werden, insbesondere, daß die Tiere auch während des Winterhalbjahrs einer Wachstumsperiode unterworfen werden.
Die Lösung dieser Aufgabe liegt zunächst einmal in einem Verfahren zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden, insbesondere von Weinbergschnecken, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Tiere bis zur Fortpflanzungsreife bzw. zum Erreichen der Verkaufsgröße innerhalb eines Jahres zweimal zum Deckeln gebracht sowie anschließend unter Überwinterungs-Ruhebedingungen gehalten und damit abwechselnd pro Jahr zwei Wachstumsperioden ausgesetzt werden, von denen mindestens eine unter kontrollierten künstlichen Bedingungen erfolgt.
Zweckmäßigerweise können die Tiere schon als Embryo nach der Paarung der Elterntiere und die Eier nach der Eiablage unter kontrollierten künstlichen Bedingungen gehalten werden.
Dabei können erfindungsgemäß die Perioden der Ruhebedingung zwischen 1 bis 3 Monaten und die Wachstumsperioden entsprechend zwischen 5 bis 3 Monaten dauern, wobei die Perioden der Ruhebedingung, und die Wachstumsperioden innerhalb eines Jahres auch unterschiedlich lang dauern können.
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Als besonders wirtschaftlich hat sich erfindungsgemäß ein . Verfahren erwiesen, bei dem die Tiere jeweils in der Wachstumsperiode im Winterhalbjahr unter kontrollierten Bedingungen und im Sommerhalbjahr unter teilweise kontrollierten Bedingungen im Freigehege gehalten werden,
Bei zahlreichen Versuchen mit einheimischen Weinbergschnecken hat sich nämlich gezeigt, daß die Tiere während der Freßperiode, offenbar einem inneren Drang folgend, sich mit Kalk, insbesondere phosphorsaurem Kalk, anreichern. So findet sich in Kriecherschnecken gegen Ende der Sommerperiode ein erheblich größerer Kalkgehalt als im Körper der Deckelschnecken.
Am Ende einer normalen Freßzeit muß den Tieren daher also Gelegenheit gegeben werden, diesen Kalk durch den natürlichen Vorgang des Deckeins auszusondern. Dabei sondern die Tiere auch noch organische Substanzen aus, von denen das Deckelmaterial etwa 6 bis 7 % im Gegensatz zu höchstens 1 bis 2 % im Gehäusematerial aufweist. Dieser Vorgang erfolgt bei der bisher nur bekannten Freigehege-Aufzucht jedoch nur einmal, d.h. im Herbst eines jeden Jahres, und es wird als völlig ungeeignet angenommen, die Tiere nach einem solchen Deckeln für eine nachfolgende
vorzeitig
Freßzeit wieder/zu wecken.
Die Erfindung erlaubt die künstliche Kontrolle dieser Vorgänge, wobei die Tiere erfindungsgemäß eine unter bestimmten Bedingun-
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gen kontrollierte und daher verkürzte Ruhezeitperiode durchmachen· In dieser Zeit können die auch bei erniedrigter Temperatur ablaufenden natürlichen Stoffwechselvörgänge ablaufen, ohne daß die Tiere - außer einem erwünschten Verlust von etwas Feuchtigkeit - wesentlich an Substanz verlieren.
Dafür werden die Tiere zunächst künstlich zum Deckeln gebracht, und zwar insbesondere dadurch, daß die Tiere vor dem beabsichtigten Termin zum Deckeln mit ansteigend Rohfaser und Kalk angereicherter Nahrung gefüttert werden und unter langsam auf etwa +4 bis 5° C abgekühlter Temperatur und unterhalb 35 % relative Luftfeuchtigkeit elngestelltenKlimabedingungen gehalten werden, wobei die Luft auch auf einen Anteil von etwa 2,5 bis 3,5 % Kohlensäure angereichert werden kann.
Anschließend werden die Tiere während der Periode der Ruhebedingung bei etwa +2° C bis -1° C gelagert, wobei sie vorteilhafterweise innerhalb eines Klimas gehalten werden, das eine Luftfeuchtigkeit von weniger als 20 % aufweist und das auch mit Sauerstoff, beispielsweise bis 35 angereichert sein kann·
Nach einer auf diese Welse etwa 1 bis 3 Monate lang simulierten Winterruhe werden die Tiere bereits wieder geweckt, um einer erneuten Wachstumsperiode ausgesetzt zu werden.
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Insbesondere während des Winterhalbjahres hat sich die Fütterung durch Algen oder auch Wasserpflanzen besonders bewährt, die nach einem erfindungsgemäßen Verfahren hydroponisch unter künstlichen Bedingungen gewonnen werden können·
be-Ein solches Verfahren/steht beispielsweise darin, daß die Algen und/oder Wasserpflanzen in einem künstlich belichteten Behälter mit künstlicher Nährlösung erzeugt, mittels eines Flüssigkeitsumlaufs über Filter geleitet und von diesen zur Fütterung der Tiere entnommen werden, wobei ein erheblicher Anteil feinerer Pflanzenteile in den Behälter zurückgeleitet wird.
Ein alternatives Verfahren besteht darin, die Algen und/oder Wasserpflanzen auf kontinuierlichen Bindern anzusiedeln und auf diesen Bändern langsam durch einen künstlich belichteten Behälter mit künstlicher Nährlösung zu leiten und den Pflanzenwuchs zur Fütterung der Tiere teilweise von Zeit zu Zeit von diesen Bändern zu entnehmen.
Die Erfindung erstreckt sich dementsprechend auch auf Vorrichtungen zur Durchführung dieser Verfahren, wie sie nachstehend im einzelnen beschrieben sind.
Die Fütterung der Weinbergschnecken duroh Algen und/oder Wasserpflanzen hat sich aber nicht nur im Winterhalbjahr bewährt,
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sondern kann aueh vorteilhafterweise als erhebliehe Zusatzfütterung während der Sommermonate vorgenommen werden· Diese Zusatzfütterung ist insbesondere für die Aufzucht der Jungtiere in der ersten Wachstumsperiode wichtig, da dieses Futter an Zartheit kaum zu übertreffen und daher auch ganz speziell für diese Jungtiere geeignet ist. Durch diese günstige Ernährung läßt sich auch die gerade bei Jungschnecken in der ersten Wachstumsperiode beobachtete hohe Ausfallquote beträchtlich vermindern.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend, zum Teil auch anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung zur Gewinnung von Algen und/oder Wasserpflanzen mit den Merkmalen der Erfindung,
Fig. 2 eine Aufsicht auf diese Vorrichtung und
Fig. 3 eine alternative Vorrichtung zur Gewinnung von Algen und/ oder Wasserpflanzen zur Durchführung des erfindungsgemässen Weinbergschnecken-Aufzuchtverfahrens·
Das nachfolgende Beispiel der Erfindung wurde erprobt und entwickelt an einer Spezies der Weinbergschnecke (Helix pomatia L.), die an den Randgebieten des Würmtals südlich von München sowie in der nördlichen Umgebung des Starnberger Sees vorkommt.
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"Vorzugswelse erfolgt die Aufzucht bereits ab der Eiablage unter klimatisch kontrollierten Bedingungen in geschlossenen Räumen.
Für die Jungtiere der ersten Wachstumsperiode nach dem Schlüpfen hat sich dafür eine Temperatur von etwa 19° G bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 60 bis 70 £» bewährt, Sobald die Tiere etwas gewachsen sind, etwa nach zwei Monaten» werden die für alle späteren Wachstumsperioden günstigsten kontrollierten Bedingungen eingestellt.
Dafür hat sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von mindestens über etwa 50 # eine Raumtemperatur von mindestens l8° C als ge*- eignet erwiesen. Die optimale Freßlust der Tiere stellte sich bei etwa 20 bis 25° C und 60 bis sogar 75 % relativer Luftfeuchtigkeit ein. Zu den kontrollierten Bedingungen gehört ferner, däß eine weitgehende Wind- bzw« Zugfreiheit gewährleistet 1st und die Tiere auch möglichst keiner wesentlichen Strahlungswärme ausgesetzt sind. Die optimale Freßlust wird zudem bei gedämpftem Licht, d.h. Dämmerungslicht, entwickelt. Helle Sonnenlichteinstrahlung ist auf jeden Fall zu vermeiden.
Dabei deuten verschiedene Versuchsergebnisse darauf hin, daß es von Vorteil sein kann, die optimalen Freßbedingungen auch nur periodisch einzustellen, und zwar etwa jeweils über 2 bis ]5
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Stunden mit mehrstündiger Zwischenpause, in der die Tiere offenbar eine Verdauungspause einlegen.
Zu den optimal kontrollierten klimatischen Bedingungen gehört ferner, daß die Aufzuchträume wenigstens von Zeit zu Zeit einer feinen Sprühbefeuchtung. unterworfen werden.
Auf diese Weise werden gerade für die Jungtiere in der ersten Wachstumsperiode, in der sie auch ihre größte Gewichtszunahme haben, optimale Wachstumsbedingungen geschaffen, durch die die sonst in dieser Periode bis zur ersten Überwinterung beobachteten erheblichen Ausfallziffern von 35 % und auch mehr drastisch auf die Minderlingsquote von etwa 10 % reduziert werden können. Diese Periode ist daher unter natürlichen Aufzuchtsbedingungen als die kritischste Periode berüchtigt. In der erheblichen Senkung der Ausfallquote in dieser Periode liegt bereits ein erheblicher technischer Portschritt, da durch die entsprechende Erhöhung der Überlebensquote um rund 15 % sich der Bedarf an Zucht· tieren entsprechend senkt.
Die Tiere wachsen auf diese Weise zwar weniger "abgehärtet", jedoch mit einer fast durchweg stabilen und regelmäßig ernährten Konstitution zu Beginn der ersten Überwinterung auf. Falls die Tiere in nachfolgenden Waohstumsperioden unter Freilandbedingungen weitergezogen werden sollen, kann mit den kontrollierten
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Bedingungen auch eine durchaus ausreichende Vor-Abhärtung vorgenommen werden, beispielsweise durch zeitweise Abkühlung bis auf 14° C oder künstliche Gestaltung vonTroekenperioden über 2 bis 4 Tage. Die Durchführung solcher Abhärtungsperioden mindert das Aufzuehtergebnis (Gewicht, Uberlebensquote) bis zum Beginn der ersten Überwinterung kaum, da durch die kontrollierten Bedingungen jegliches unnötiges Übermaß vermieden wird.
Die Aufzucht der Jungtiere unter kontrollierten Bedingungen schon in der ersten Wachstumsperiode nach dem Schlüpfen erleichtert zudem die Gewöhnung an bestimmte Futterarten. Da die Helix pomatia L. - wie bekannt - kein kritikloser Allesfresser ist und im Freiland auch regional unterschiedlich bevorzugte Geschmacksrichtungen beobachtet wurden, ist sie einer solchen Gewöhnung durchaus zugänglich.
Hinzu kommt, daß die Jungtiere mit möglichst zartem Futter gefüttert werden müssen, wenn optimale Aufzuchtsergebnisse erreicht werden sollen.
Besonders vorteilhaft haben sich dafür auch Algen, insbesondere Wasseralgen, bewährt. Algen haben nur einen geringen Rohfasergehalt, den die Tiere möglichst meiden, weil ihre Radula noch nicht voll ausgebildet ist. Algen besitzen zudem einen hohen Nährwert bei gleichzeitig hohem Vitamingehalt und haben bei einer ganzen Anzahl von Arten auch eine liebliche Geschmacks-
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richtung, der die Tiere generell zuzuneigen scheinen. Vor allen Dingen läßt sich aber mit der Algenfütterung durch Einsatz der bekannten kalkreichen Algenarten auch eine sehr genaue Steuerung des Kalkhaushalts der Tiere erreichen, der für die erfindungsgemäße kontrollierte Einstellung der Winter-Ruhebedingungen der Tiere mit entscheidend ist. Im praktischen Versuch hat sich die in Süßwasseraquarien leicht aufziehbare Alge bestens bewährt. Wasseralgen besitzen zudem einen ausreichend ho-hen Wassergehalt.
Nach Ablauf der ersten Wachstumsperiode, etwa ab Mitte September jedes Jahres, setzt die kontrollierte Einstellung der Ruhebedingungen ein. Es hat sich gezeigt, daß dieser Wechsel zu Bedingungen der Winterruhe nicht unterdrückt werden kann und darf. Während der Wachstumsperioden speichern die Tiere intuitiv phosphorsauren Kalk, insbesondere als Salze in den Kalkzellen ihrer Leber, um für die Deckelung in der natürlichen Winterperiode gewappnet zu sein. Dementsprechend besitzt das Epigrama auch einen um etwa 5 bis 6 % höheren Gehalt an phosphorsaurem Kalk als das praktisch aus Arragonid bestehende Gehäuse.
Unter kontrollierten Bedingungen werden die Tiere über einen Zeitraum von etwa 2 bis 3 Wochen ab Mitte September unter gleichzeitiger merklicher Verknappung der Nahrung, besser noch unter Ernährung mit nährwertarmem Futter und mehr und mehr trockneren
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Klimabedingungen langsam kälter und kälter gehalten, wobei sie am Ende dieses Zeitraums bei etwa J5 bis 5 C zum größten Teil gedeckelt sind.
Nachdem die Tiere gedeckelt sind, sich also von dem gespeicherten phosphorsauren Kalk und weitgehend auch von allen anderen Stoffwechselprodukten gereinigt haben, werden sie langsam weiter abgekühlt bis auf etwa 0° C (+ 1° C) und unter diesen Bedingungen (auch bis zu +2° C) in möglichst trockener Atmosphäre (relative Luftfeuchtigkeit unter 20 %) gehalten. Nach etwa einem Monat können sie auch - als Abhärtebedingung - kurzzeitig 2 bis 5 Stunden auf etwa bis -5° C heruntergekühlt werden. Von besonderem Vorteil ist es, wenn etwa ab zwei Wochen nach dem Dekkeln der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre erhöht wird, vorzugsweise auf etwa 30 bis 45 #. Dadurch werden die nur bei tiefen Temperaturen in den Tieren ablaufenden StoffWechselvorgänge rein durch den Sauerstoff-Partialdruck beschleunigt. Begünstigt auch durch-die unter 20 % abgesenkte relative Luftfeuchtigkeit unter den kontrollierten Bedingungen der Ruhezeit erreichen die Tiere schon nach etwa ein bis drei Monaten die physiologische Konstitution, wie sie nach der natürlichen Winterruhe vom Oktober bis etwa März/April zu beobachten ist, d.h. ihr Wassergehalt ist deutlich geringer und sie sind etwas abgemagert, jedoch deutlich weniger als nach den langen natürlichen Winterperioden.
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Statt 10 bis 15 % unter Freilandüberwinterung beträgt der Gewichtsverlust im Mittel zur etwa 7 bis 9 #.
In diesem Zustand werden die Tiere bereits etwa Ende November bis Anfang Dezember wieder langsam steigenden Temperaturen unter erhöhter Feuchtigkeit ausgesetzt (ggf. als warmer Wassersprühnebel). Unter diesen Bedingungen stoßen sie ab etwa 5° C den Deckel ab und beginnen ab etwa 8° C langsam wieder zu fressen. Dann können schnell die vorstehend genannten optimalen Freßbedingungen eingestellt werden.
In dieser Waohstumsperiode, die von etwa Anfang Dezember bis Ende März dauert, erleben die Tiere also ihren "zweiten Sommer" und erreichen dabei etwa Größe und Gewicht von zweijährigen Freilandtieren.
Ab Mitte März beginnt wieder die Vorbereitung der Tiere für die nächste Ruheperiode, über die im April bis etwa Ende Mai praktisch die gleichen günstigen Ruhebedingungen eingestellt werden wie vorstehend für die Monate Oktober und November beschrieben.
Ende Mai bis Anfang Juni werden die Tiere dann wieder geweckt für die nächste anschließende Waohstumsperiode bis Ende September.
Die künstliche Reihenfolge von jeweils zweimonatiger Ruhezeit im Oktober und November sowie April und Mai mit den zwischenzeit-
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lichen Wachstumsperioden vom Dezember bis März und Juni bis September hat sich am optimalsten erwiesen, da sie periodisch den althergebrachten biologischen Rythmus des Deckeins der Tiere im Oktober ausnutzte Mit fortschreitender genetischer Gewöhnung wird sich auch ein anderer Rythmus leichter als bisher einstellen lassen*
Die Verkürzung der einzelnen Wachstumsperioden wirkt sich unter kontrollierten Bedingungen weniger als erwartet auf Wachstum und Gewicht der Tiere aus, offenbar weil unter natürlichen Bedingungen "Ausfallzeiten" durch Trockenperioden oder auch Kälteperioden mit geringerer Freßlust vermieden werden.
Dabei kann die Länge der einzelnen Wachstumsperioden sich auch unterscheiden. Um die Jungtiere nach dem Schlüpfen noch widerstandsfähiger zu machen, also noch besser zu ernähren, kann ihre Ruheperiode auch um ein bis eineinhalb Monate hinausgeschoben und die Dauer der Ruheperiode selbst sowie auch die anschließende Wachstumsperiode dafür entsprechend verkürzt werden.
Wichtig ist jedenfalls, daß die Tiere jeweils nach entsprechender Kalkspeicherung in den Kalkzellen ihrer Leber zur Deckelung bzw. auf Ruhebedingungen gebracht werden. Dabei kann die Dauer der einzelnen Wachstumsperioden zwischen 3 und 5 Monaten auch dadurch variiert werden, daß der Kalkhaushalt des Tieres entsprechend gesteuert wird. Bewährt hat sich für die mineralische
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Kalkaufnahme die Zugabe von Calcipot.
Am Anfang des zweiten AufzuchtsJahres, d.h. nach dem dritten Deckeln Anfang Oktober, haben die Tiere zum größten Teil das Gewicht und die Größe von dreijährigen Freilandtieren und können zum Verkauf gelangen. Der Teil der Tiere, der noch keine ausreichende Größe besitzt, wird noch durch eine weitere Ruhe- und Wachstumsperiode hindurchgebracht und Anfang April als frische Deekelschnecke verkauft, die außerhalb der üblichen Saison anfällt und einen entsprechend hohen Preis erzielt. Das kann selbstverständlich auch mit allen Tieren erfolgen, die dann ein entsprechend höheres Gewicht erzielen.
Die Zuchttiere können nach der vierten Ruheperiode angesetzt werden, wobei ihre Paarungszeit auf der Höhe ihrer Geschlechtsreife-, d.h. im "fünften Jahr" (= 5· Wachstumsperiode), also im biologisch althergebrachten Sommerhalbjahr (Mai/Juli) erfolgen kann. Durch Haltung auch der Eigelege unter kontrollierten Bedingungen von ca. 19 bis 20° C und eventuelle leichte Zugabe von Sauerstoff (bis ca. 30 %) schlüpfen die Tiere auch relativ schnell innerhalb von 25 Tagen.
Die Versuche haben aber auch gezeigt, daß die stärksten Tiere bereits in der dritten Wachstumsperiode, d.h. in dem auf das Schlüpfen folgenden Sommer, geschlechtsreif sind, so daß deren
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Auswahl bereits also nach etwas mehr als einem Kalenderjahr (im Gegensatz zu mehr als zwei Kalenderjahren unter den bekannten Freilandbedingungen) für die Paarung bzw. für den Aufzucht-Ansatz der nächstfolgenden Generation erfolgen kann. Dieser Generationenwechsel kann in bevorzugtem Maße auch die bisher nur sehr unvollkommen anwendbare Rückzüchtung bzw. Rückkreuzung von Weinbergschnecken erlauben, also der Paarung von vielen der P1-Generation, und eröffnet damit eine entscheidend verbesserte Zuchtmöglichkeit. Zur vorsichtigeren Domestizierung können auch zunächst noch im Freiland gezogene Tiere mit den unter kontrollierten Bedingungen aufgezogenen Tieren gekreuzt werden.
Bei der Paarung der bekanntlich hermaphroditischen Tiere auch in der vierten Wachstumsperiode unter kontrollierten Bedingungen läßt sich schließlich ein über das Kalenderjahr ständig gleichmäßiger Besatz bzw« Ausstoß an Tieren erreichen, wobei die verkürzte Aufzuchtzelt,der außerhalb der Saison erreichbare Anfall an frischen Tieren und die über das Kalenderjahr gleichmäßiger verteilte Kapazitätsbelastung einer mit dem erfindungsgemäßen Verfahren arbeitenden Schneckenfarm den durch die kontrollierten Bedingungen zwangsläufig bedingten höheren Energieaufwand mehr als kompensieren·
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Durch Variation der Aufzucht unter kontrollierten Bedingungen mit der im Sommerhalbjahr zeitweisen Freilandaufzucht, kann dieser Energieaufwand noch gesenkt werden, ohne daß eine merkliche Einbuße der sonstigen Vorteile hingenommen zu werden braucht. Zur Vermeidung größerer Trocken- oder Kälteperioden ist es jedoch von Vorteil, die Freiland-Aufzuchtgehege derart zu bauen, daß sie wenigstens zeitweise auf zumindest teilweise künstliche Bedingungen (Berieselung, Erwärmung) eingestellt werden können.
Um die Wirtschaftlichkeit des erfindungsgemäßen Aufzuchtverfahrens für Weinbergschnecken noch zu verbessern, kann statt des Zukaufs von Futtermitteln in den Winterhalbjahren eine Kombination dieses Verfahrens mit der Gewinnung auch der Futtermittel unter künstlichen Bedingungen erfolgen. Dafür wäre zunächst einmal die Aufzucht von Futterpflanzen in Hydrokultur im Gewächshaus denkbar.
Am besten hat sich jedoch die künstliche Gewinnung von Algen bewährt, wofür nachstehend zwei Verfahren mit zugehörigen Vor richtungen als Ausfuhrungsbeispiele offenbart sind.
Gemäß Fig. 1 sind die Algen bzw. die Wasserpflanzen auf einem kontinuierlichen Band 11 angebracht, das aus einem dichten Gewebe mit festen Randkanten bestehen kann und ift das die Pflanzen teilweise hineingewachsen sind· Dieses Band 11 wird über Umlenk-
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rollen 12 innerhalb eines Behälters 1 in einer darin befindlichen Nährlösung 2 bekannter Art an einer Beleuchtungseinrichtung 5- bzw. deren einzelnen Lichtquellen ~*>%. vorbeigeführt. Die TJmlenkrollen sind vorzugsweise auch unterhalb des Flüssigkeitsspiegels angebracht. Als Lichtquellen 5a werden vorzugsweise solche verwendet, deren Wellenlänge für das Wachstum der entsprechenden Pflanzen am günstigsten sind. Das langsam die Nährlösung 2 durchlaufende Band wird anschließend durch ein Waschbad bzw. einen Waschbehälter 14 geführt, um Nährlösungsreste herauszuwaschen.
Aus dem Waschbehälter läuft das Band 11 mit dem darauf entsprechend verstärkten Bewuchs an Pflanzen 15 dann auf eine Abnahmefläche 13, von der sie entweder von den Tieren direkt abgefressen werden kann oder aber gemäß Fig. 2 mit einem vorzugsweise schrägen Schabeblech 16 abgestreift wird. Auf jeden Fall bleiben genügend Pflanzenteile am Band 11 haften, daß sie anschließend erneut hochwachsen werden. Der auf der Unterseite des Bands 11 entstehende Bewuchs kann durch eine entsprechende - nicht gesondert dargestellte - Abstreifeinrichtung abgeerntet werden. Die Nährlösung 2 wird laufend ergänzt, wobei die in den Waschbehälter mitgenommenen Näh&ösungsreste ggf. wieder verwendet werden können.
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Mit der in Pig. 3 dargestellten Vorrichtung werden die Pflanzen 15 innerhalb der Nährlösung 2 um die Lichtquellen 5a in der Schwebe gehalten, beispielsweise durch die Belüftungseinrichtung 20, 21. Eine Wasserpumpe 6 fördert die Suspension über ein Steigrohr 5 ständig hoch, das über einem bandförmigen Filter 8 endet. Während die Nährlösung 2 über eine Auffangeinrichtung 9 und den Ablaufstutzen 7 in den Behälter zurückfließt, werden die auf dem Filter 8 verbleibenden Pflanzen 15 zunächst durch eine Wasohzone 10 geleitet und zur Ent-
und Fütterung
nahme/gesammelt. Wenn die Waschzone 10, deren Wasser sich auch in ständigem Umlauf befinden kann, noch über dem Filter 8 angebracht ist, dann spült das Wasser zugleich das untere Trum des Filters 8 frei, das zudem noch an der Behälterkante 19 abgestreift werden kann.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1.J Verfahren zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden, insbesondere von Weinbergsehnecken (Helix pomatia L.), dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere bis zur Fortpflanzungsreife bzw. zum Erreichen der Verkaufsgröße innerhalb eines Jahres zweimal zum Deckeln gebracht sowie anschließend unter Überwinterungs-Ruhebedingungen gehalten und damit abwechselnd pro Jahr zwei Wachstumsperioden ausgesetzt werden, von denen mindestens eine unter kontrollierten künstlichen Bedingungen erfolgt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere schon als Embryo nach der Paarung der Elterntiere durch Haltung der Elterntiere und der Eier nach der Eiablage unter
    aufgezogen kontrollierten künstlichen Bedingungen geaxaüaxaax. werden·
    j5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perioden der Ruhebedingung zwischen 1 und 3 Monaten und die Wachstumsperioden 5 bis 3 Monate dauern*
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Perioden der Ruhebedingung und die Waohstumsperioden innerhalb eines Jahres Jeweils unterschiedlieh lang dauern·
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    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet« daß die Tiere Jeweils in der Wachstumsperiode im Winterhalbjahr unter kontrollierten künstlichen Bedingungen und im Sommerhalbjahr unter teilweise künstlichen Bedingungen Im Freigehege gehalten werden.
    6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere im Anschluß an die jeweilige Wachstumsperiode künstlich zum Deckeln gebracht werden,
    7· Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere vor dem beabsichtigten Termin zum Deckeln mit ansteigend Rohfaser und Kalk angereicherter Nahrung gefüttert werden und unter langsam auf etwa +k bis 5° C abgekühlter Temperatur- und unter 35 % relative Luftfeuchtigkeit eingestellten KMmabedingungen gehalten werden.
    8« Verfahren nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klimaatmosphäre auf einen Anteil von etwa 2,5 bis 3#5 % Kohlensäure angereichert wird.
    9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5# dadurch gekennzeichnet« daß die Tiere während der Perioden der Ruhebedingung bei +2° C bis -10C gelagert werden.
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    10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-bis 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere während der Perloden der Ruhebedingung bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von unter 20 % gehalten werden.
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere während der Perioden der Ruhebedingung in einer Luftatmosphäre gelagert werden, die mit Sauerstoff angereichert ist.
    12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiere während der Wachstumsperioden zumindest als Zusatzfutter mit in künstlicher Nährlösung ge zogenen Pflanzen gefüttert werden, diö zumindest während des Winterhalbjahrs unter weitgehend künstlichen Klimabedingungen gewonnen werden.
    13* Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Futterpflanzen Algen und/oder Wasserpflanzen verwendet werden.
    14. Verfahren nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet, daß die Algen und/oder Wasserpflanzen in einem künstlich belichteten Behälter mit künstlicher Nährlösung erzeugt, mittels eines Flüssigkeitsuntlaufe Über Filter geleitet und von diesem zur Fütterung der Tiere entnommen werden, wobei ein erheblicher
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    Teil feinerer Pflanzenteile in den Behälter zurückgeleitet wird.
    15· Verfahren nach Anspruch 13* dadurch gekennzeichnet, daß die Algen und/oder Wasserpflanzen auf kontinuierlichen Bändern angesiedelt und auf diesen Bändern langsam durch einen künstlich belichteten Behälter mit künstlicher Nährlösung geleitet werden und daß der Pflanzenwuchs zur Fütterung der Tiere von Zeit zu Zeit teilweise von diesen Bändern entnommen wird.
    16· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß ein zumindest teilweise mit künstlicher Nährlösung (2),die mit Algen und/oder Wasserpflanzen (15) versetzt ist, gefüllter Behälter (1) vorgesehen ist, der in seinem Inneren eine künstliche Beleuchtungseinrichtung (3) aufweist, und daß der Behälter eine NKhrlösungs-Umlaufeinrichtung (5-7) aufweist, die Über einen Filter (8) geleitet ist.
    1?. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Filter (Θ) eine Auffangeinrichtung (9) zur Zurüokleitung der von den Pflanzen (15) abtropfenden Nährlösung (2) vorgesehen ist.
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    18. Vorrichtung nach Anspruch 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Filter teilweise durch eine Waschzone (1O) verläuft.
    19· Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch und 14, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb eines Behälters
    (I) über Umlenkrollen (12) ein kontinuierliches Band (11) dicht an und zwischen einer Anzahl einzelner Lichtquellen (3a) einer Beleuchtungseinrichtung (3) bewegbar angeordnet ist und das Band (11) teilweise aus dem Behälter (-1) heraus auf einer Abnahmefläche (13) entlanggeführt ist.
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19* dadurch gekennzeichnet, daß ein Waschbehälter (14) vorgesehen ist, durch den das Band
    (II) in Durchlaufrichtung vor der Auflagefläche (13) verläuft.
    21, Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtungseinrichtung (3) eine an die zu behandelnden Pflanzen (15) angepasste Wellenlänge abgibt.
    009833/0400
    2fr,
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DE19671607169 1967-12-22 1967-12-22 Verfahren und Vorrichtung zur Zucht und Aufzucht von Gastropoden,insbesondere von Weinbergschnecken (Helix pomitia L.) Pending DE1607169A1 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2196747A1 (de) * 1972-08-28 1974-03-22 Agronomique Inst Nat Rech
FR2426408A1 (fr) * 1978-05-26 1979-12-21 Auer Georges Dispositif, procede et application pour l'elevage des escargots
EP0308329A1 (de) * 1987-09-18 1989-03-22 Centre National De La Recherche Scientifique Verwendung von Futter enthaltend Lithothamne zur Aufzucht von Schnecken

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