DE1605709B2 - Sicherungsvorrichtung fuer auf einer felge montierte fahrzeugluftreifen - Google Patents
Sicherungsvorrichtung fuer auf einer felge montierte fahrzeugluftreifenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für auf einer Felge montierte Fahrzeugluftreifen,
bestehend aus einer mittels eines Fußteiles auf dem Felgenboden abgestützten, sich über einen stegartigen
Bereich bis in die Nähe der Reifendecke erstrekkenden und radial außen stützringförmig ausgebildeten
Ringscheibe, die diametral unterteilt ist und deren Einzelteile durch Befestigungseinrichtungen miteinander
verbindbar sind. '
Eine derartige Sicherungsvorrichtung ist aus der deutschen Patentschrift 820 544 bekannt. Dabei ist
die Ringscheibe entweder beim Prägen der Felge aus dieser mit herausgearbeitet, so daß sie mit dieser ein
zusammenhängendes Stück bildet, oder als separater Rahmen ausgebildet, der auf die Felge abnehmbar
aufgesetzt werden kann. Im letzteren Falle besteht der Rahmen aus mehreren dem Umfang der Felge
entsprechend gekrümmten Teilen, die miteinander durch Laschen verbunden und auf diese Weise auch
an der Felge befestigt werden.
Bei der bekannten Sicherungsvorrichtung ist die Montage auf Grund der notwendigen Verschraubungen
der Einzelteile zum Aufbau der gesamten Ringscheibe relativ aufwendig und schwierig durchzuführen,
da die Verschraubungen bei teilweise auf die Felge gezogenem Luftreifen weitgehend blind durchgeführt
werden müssen. Ferner läßt die erreichbare Seitenstabilität auf Grund der vergleichsweise kleinen
Stützfläche der Ringscheibe am Felgenboden und der Mehrzahl von Umfangsverbindungen zu
wünschen übrig. Bei der ebenfalls aus der deutschen Patentschrift 820 544 bekannten Ausführungsform
einer Ringscheibe mit breitem Stützfuß wird zwar die Seitenstabilität etwas verbessert, aber gleichzeitig
wird die Reifenmontage erheblich erschwert und bei schlauchlosen Reifen praktisch unmöglich gemacht.
Ferner ist aus der USA.-Patentschrift 2 24Γ858 eine Sicherungseinrichtung für Kraftfahrzeugluftreifen
bekannt, die aus einer Mehrzahl von ineinander steckbaren und durch Laschen verbindbaren Ringsegmenten
besteht, wobei die so erhaltene Ringscheibe mit flanschartigen umlaufenden Fußteilen
versehen ist, die mit dem Felgenboden vernietet oder verschraubt sind. Die Nachteile dieser bekannten
Sicherungsvorrichtung bestehen wiederum darin, daß die Montage der Ringscheibe auf Grund der Vielzahl
von erforderlichen Befestigungselementen zur gegenseitigen Verbindung der Ringscheibensegmente und
mit der Felge sehr aufwendig ist und daß die durch die Verwendung flanschartiger Fußteile verbesserte
Seitenstabilität durch erhöhte Schwierigkeiten bei der Reifenmontage auf Grund der sich auf dem Felgenboden
befindenden Flanschteile und Befestigungsorgane erkauft werden muß.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer sowohl bei langsam als auch bei plötzlich auftretendem
Druckverlust die Steuerbarkeit und grundsätzliche Fahrtüchtigkeit eines Fahrzeugs gewährleistenden
Sicherungsvorrichtung für Fahrzeugluftreifen, die im Verlauf der Reifenmontage einfach, schnell und ohne
Behinderung des Reifenmontagevorgangs einwandfrei zentriert auf der Felge angebracht werden kann
und bei defektem Reifen eine hohe Seitenstabilität erbringt.
Ausgehend von einer Sicherungsvorrichtung der eingangs angeführten Gattung wird diese Aufgabe
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Ringscheibe aus zwei Hälften besteht, daß wenigstens
eine der die beiden Hälften miteinander verbindenden Befestigungseinrichtungen von einem mit Links-Rechtsgewinde
versehenen Gewinde-Doppelbolzen gebildet ist, der in Gewinde in den Stirnseiten der
Ringscheibenhälften eingreift, daß das Fußteil der einen Ringscheibenhälfte den Felgenboden in seiner
ganzen Breite ausfüllt und das entsprechend ausgebildete Fußteil der anderen Ringscheibenhälfte über
den größten Teil des Innenumfangs der Ringscheibe zumindest einseitig bis auf Stegbreite verjüngt ist und
daß diese Verjüngung in einem Abstand von den Enden der Ringscheibenhälfte beginnt.
Durch diese Maßnahmen werden die Vorteile erhalten, daß an Stelle von schwierig durchzuführenden
Verschraubungen und Vernietungen lediglich ein Festspannen der beiden Ringscheibenhälften auf dem
Felgenboden mittels des Gewindedoppelbolzens erforderlich ist und dabei bereits eine einwandfreie
Zentrierung der beiden Ringscheibenhälften erreicht wird, da die Fußteile der beiden Ringscheibenhälften
den Felgenboden in seiner ganzen Breite ausfüllen und auf diese Weise die Zentrierung durch das Zu-
sammenwirken der Fußteile mit den Felgenwandungen
erhalten wird. Überdies wird auf Grund der Zweiteiligkeit der Ringscheibe und der großen Stützfläche
am Felgenboden eine äußerst große Seitenstabilität erhalten, wobei wesentlich ist, daß diese Seitenstabilität
nicht durch irgendwelche Erschwernisse bei der Montage der Ringscheibe oder des Reifens
erkauft werden muß.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Gewinde in den Stirnseiten der
Ringscheibenhälften in zur Radachse parallelen, in den Ringscheibenhälften gehalterten Bolzen vorgesehen.
Diese Konstruktion ist auf Grund ihrer Einfachheit vorteilhaft.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Ringscheibenhälften
an einer Verbindungsstelle ineinanderhängbar ausgebildet. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine besonders
schnelle Montage und Demontage der Ringscheibe.
Vorzugsweise bestehen die beiden Ringscheibenhälften aus Kunststoff. Die Verwendung von Kunststoff-Ringscheibenhälften
wird durch die Verjüngung eines Fußteils ermöglicht, da auf diese Weise trotz der aus Stabilitätsgründen benötigten Materialstärke
in den Bereichen der nicht verjüngten Fußteile keine Montageschwierigkeiten beim Aufziehen von Reifen
entstehen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung erläutert; in dieser zeigt
F i g. 1 einen Radialschnitt durch einen Fahrzeugluftreifen und
F i g. 2 eine teilweise geschnittene Draufsicht auf eine zweiteilige Ringscheibe.
Nach Fig. 1 besteht das Rad in üblicher Weise
aus einem Einsatz 1, einer Felge 2 und einem Reifen 3. Der Reifen 3 ist schlauchlos.
Auf der Felge 2 sitzt eine zweiteilige Ringscheibe, die die Felge fest umschließt. Um einen einwandfreien
Sitz zu erhalten, sind die beiden Hälften 4 und 5 mit zwei Gewindebolzen 6,7 mit Links-Rechtsgewinde
zusammengeschraubt. Aus diesem Grund sind parallel zur Radachse Bolzen 8, 9, 10 und 11 in die
Ringhälften eingesetzt, die quer zu ihrer Achsrichtung ein Gewindeloch tragen.
Die Ringscheibenhälften 4 und 5 sollten möglichst leicht ausgebildet sein, um die Zentrifugalkräfte
möglichst niedrig zu halten. Für die Herstellung kommt ein Körper aus Aliminiumdruckguß od. dgl.
■in Frage, der innen gegebenenfalls hohl ausgebildet sein kann. Die Ringscheibenhälften können vorteilhafterweise
aber auch aus einem ein- oder zweiteilig ausgebildeten gestanzten und geprägten oder tiefgezogenen
Blech bestehen, wobei gegebenenfalls bei zweiteiliger Ausbildung der Ringhälfte die Teile untereinander
verschweißt oder durch eine geeignete Faltung miteinander verbunden sind.
Die in den F i g. 1 und 2 dargestellten Ringscheibenhälften bestehen aus Kunststoff mit einem gut gerundeten
Kopfwulst oder Stützring 12, dessen Begrenzung etwa in gleichem Abstand von der Reifeninnenwand
liegt. Wenn der Reifen nicht, wie dargestellt ist, einen runden, sondern einen abgeflachten
Querschnitt hat, kann der Stützring 12 entsprechend abgeflacht sein.
An den Stützring 12 schließt sich ein Steg 13 an, der bei der einen Ringscheibenhälfte 4 bis an die
Felge heranreicht, während sich der Steg 13 bei der anderen Hälfte 5 zu einem Fuß 14 verbreitert, der
den Felgenboden 15 in seiner ganzen Breite ausfüllen sollte, damit der Ring gegen seitliche Beanspruchung
möglichst stabil ist. Das ist besonders beim Kurvenfahren mit plattem Reifen wichtig.
Um eine genügende Seitenstabilität auch bei der Ringhälfte 4 zu erzielen,1 hat dieser an seinen mit der
Ringhälfte 5 verbundenen Enden einen Fuß 16 und 17, der genauso ausgebildet sein kann wie der Fuß
14. Über den größten Teil seines Innenumfanges ist der Steg 13 der Ringhälfte 4 jedoch nicht verbreitert,
damit sich der Reifen 3 leicht auf- und abziehen läßt. Durch diese Ausbildung der Ringhälfte 4 kann der
Reifen 3 innen wie üblich bis auf den Felgenboden herabgezogen werden.
Für die Verbindung der beiden Hälften 4 und 5 kommen verschiedene Möglichkeiten in Frage. Insbesondere
kann auf einer Seite eine einfache ineinandergreifende oder ineinanderhängbare Verbindung
verwendet werden, so daß ein Bolzen nur auf einer Seite eingeschraubt werden muß.
Die Erfindung wird nur in der gemeinsamen Anwendung sämtlicher im Anspruch 1 enthaltenen
Merkmale gesehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Sicherungsvorrichtung für auf einer Felge montierte Fahrzeugluftreifen, bestehend aus einer
mittels eines Fußteiles auf dem Felgenboden abgestützten, sich über einen stegartigen Bereich bis
in die Nähe der Reifendecke erstreckenden und radial außen stützringförmig ausgebildeten Ringscheibe,
die diametral unterteilt ist und deren Einzelteile durch Befestigungseinrichtungen miteinander
verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheibe aus zwei Hälften (4,5) besteht, daß wenigstens eine
der die beiden Hälften miteinander verbindenden Befestigungseinrichtungen (6,7) von einem mit
Links-Rechtsgewinde versehenen Gewinde-Doppelbolzen (6,7) gebildet ist, der in Gewinde
in den Stirnseiten der Ringscheibenhälften (4, 5) eingreift, daß das Fußteil (14) der einen Ringscheibenhälfte
(5) den Felgenboden (15) in seiner ganzen Breite ausfüllt und das entsprechend ausgebildete
Fußteil der anderen Ringscheibenhälfte (4) über den größten Teil des Innenumfangs der
Ringscheibe zumindest einseitig bis auf Stegbreite verjüngt ist und daß diese Verjüngung in einem
Abstand von den Enden der Ringscheibenhälfte (4) beginnt.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewinde in den
Stirnseiten der Ringscheibenhälften (4,5) in zur Radachse parallelen, in den Ringscheibenhälften
gehalterten Bolzen (8,9; 10, 11) vorgesehen sind.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ringscheibenhälften
(4, 5) an einer Verbindungsstelle ineinanderhängbar ausgebildet sind.
4. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ringscheibenhälften
(4,5) aus Kunststoff bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |