DE1604078C3 - Heizungsanlage - Google Patents
HeizungsanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Heizungsanlage zumäöo
Anschluß an Fernheizsysteme, bei der mindestens ein thermostatisch gesteuertes Drosselventil den Wasserdurchfluß
in Abhängigkeit von der Wasserrücklauftemperatur regelt.
Heizungsanlagen dieser Gattung sind bekannt. Die Temperaturregelung solcher Anlagen in Wohnungen
ist seit jeher problematisch. Eine optimale Lösung, die gleichzeitig den Wirtschaftlichkeitserwägungen
des Fernheizwerkes und dem Bequemlichkeitsbedürfnis
der Abnehmer Rechnung trägt, ist bisher noch nicht gefunden worden. Es ist bei Fernheizwerken
üblich, die Vorlauftemperatur vom Heizwerk aus in Abhängigkeit der Außentemperatur zu steuern, so
daß beim Abnehmer Wasser mit einer von ihm nicht zu beeinflusseijden Temperatur eintrifft.
Bei der bekannten Regeleinrichtung (deutsche Patentschrift 704 654), bei der zur Regelung ein Raumtemperaturfiihler
eingesetzt ist, wird wohl in gewisser Hinsicht den Bequemlächkeitsbedürfnissen der Hauseinwohner
entsprochen, nicht jedoch den Wirtschaftlichkeitsinteressen des Fernheizwerkes. Der Grund
hierfür liegt darin, daß beispielsweise bei: einem plötzlichen Ansteigen der Raumtemperatur oder bei'
einem Abschalten von Heizkörpern in mehreren Wohnräumen das Heizwasser vom Fernheizwerk mit
nach wie vor konstant gehaltener Vorlauftemperatur in einer Menge angeboten wird, die erst nach Ansprechen
des Raümtemperaturfühlers gedrosselt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt wird jedoch unter
Umständen Wasser mit erheblich höheren Temperaturen als vorher in den Rücklauf gespeist und zum
Fernheizwerk zurückgefördert. Dies wirkt sich besonders ungünstig bei Fernheizungsanlagen aus, bei
denen die Heizenergie als Abfallenergie eines anderen wärmetechnischen Prozesses gewonnen wird,
dessen Wirkungsgrad von einem bestimmten Temperaturgefälle abhängt. So soll beispielsweise bei der
Elektrizitätsgewinnung mittels Dampfturbinen das Heizungsrücklaufwasser zur Dampfkondensatiön dienen.
Der Wirkungsgrad der Turbine würde schlechter werden, wenn die Rücklauftemperatur über einen
bestimmten Wert ansteigt.
Um diese betriebstechnischen Nachteile zu vermeiden, hat es sich deshalb eingeführt, die Rücklauftemperatur
dadurch zu begrenzen, daß ein Drosselventil den Rücklauf so lange sperrt, bis das Heizwasser auf
eine Mindesttemperatur abgekühlt ist. Eine derartige Regelung entspricht aber wiederum den Bedürfnissen
der Hausbewohner nicht, da die Rücklauftemperatur eine Funktion der Raumtemperatur'sowie der Anzahl
der eingeschalteten Heizkörper ist, so daß sie als Regelgröße für die Raumtemperatur allein nicht geeignet
ist. ·
In der deutschen Patentschrift 571 578 ist bereits eine diskontinuierliche Regelung der Durchlaßmenge
beschrieben, durch die schubweise immer wieder durch ein eventuell vorgesehenes Drosselventil heißes Wasser in den Rücklauf gelangt. Darüber hinaus
wird mit der Raum-Solltemperatur die aus Vor- und Rücklauftemperatur gewonnene Mitteltemperatur
verglichen. Diese mittlere Temperatur ist aber bei schwankender Vorlauf temperatur als Regelgröße
nicht gut brauchbar, da sie im Extremfall bei Wärmeabgabe 0 in den Heizkörpern aus gleichen Temperaturen
im Vor- und Rücklauf gebildet sein könnte.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beseitigen und eine Heizungsanlage
zu schaffen, bei der einerseits die Belange des Heizwärmelieferanten und andererseits die Belange
des Heizwärmeabnehmers dadurch kombiniert und optimiert sind, daß sowohl eine Rücklauftemperaturbegrenzung als auch eine selbsttätige, individuelle
Regelung der Heizleistung für jede belieferte Wohneinheit möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Steuerung des Drosselventils kontinuier-
lieh über eine Flüssigkeitssäule erfolgt, welche so angeordnet
ist, daß auf einen Teil der Flüssigkeitssäule die Raumtemperatur und/oder die Außentemperatur
und/oder die Sonneneinstrahlung und/oder eine andere die Heizleistung ganz oder teilweise bestimmende
Einflußgröße und auf einen anderen Teil der Flüssigkeitssäule die Wasserrücklauftemperatur einwirkt,
dergestalt, daß die durch die erstgenannten Einflußgrößen bewirkte Volumenänderung der Flüs-
F i g. 2 die Anordnung des Rücklaufbegrenzungsventils in vergrößertem Maßstab.
Die Wohnungseinheit soll beispielsweise aus einem Wohnzimmer 1, einem Schlafzimmer 2, einem Kin-5
derzimmer3, einer Küche 4, einem Bad 5 und einem WC 6 bestehen, wobei jeder dieser Räume ein oder
mehrere Heizkörper besitzt. Die Heizkörper sind im sogenannten »Einrohrsystem« geschaltet.
Der Heizkörper im WC 6 ist an eine Vorlaufsteig-
sigkeitssäule, die die Einstellung des Drosselventils io leitung 7 angeschlossen. Von dort führt ein Kupferdirekt steuert, durch den Einfluß der dadurch geän- rohr im Fußbodenestrich zu den Heizkörpern in den
derten Wasserrücklauf temperatur zu einem bestimm- Räumen 5,4,1,2 und 3. Der Rücklauf erfolgt von
ten Anteil wieder kompensiert und das Drosselventil dem in dem Raum 3 angeordneten Heizkörper über
wieder rückgesteuert wird. ein Drosselventil 8 und eine Wasseruhr 9 zu der
Der Erfindung liegt demnach der Gedanke zu- 15 Rücklaufsteigleitung 10. Die Ventile an den Heizkörgrunde,
als Regelgröße einerseits eine die Heizlei- pern sind vorzugsweise Vierwegeventile. In der »Ofstung
bestimmende Einflußgröße (Raumtemperatur, fenstellung« fließt das gesamte Wasser durch den je-Außentemperatur,
Sonneneinstrahlung usw.) und an- weiligen Heizkörper. In der »Schließstellung« sind
dererseits die Wasserrücklauftemperatur vorzusehen. der Zulauf und der Ablauf unter Überbrückung des
Hierdurch wird auf vorteilhafte Weise den Wirt- 20 Heizkörpers kurzgeschlossen. In Zwischenstellungen
schaftlichkeitsinteressen des Heizwerkes als auch den fließt ein Teil des Wassers durch den Heizkörper und
Bequemlichkeitsbedürfnissen der Hausbewohner ein anderer Teil direkt von dem Zulauf in den
Rechnung getragen, weil die Wasserdurchsatzmenge Ablauf.
in Abhängigkeit von der Rücklauftemperatur und Die Räume 6,5 und 4 sind regelungstechnisch un-
beispielsweise der Raumtemperatur kontinuierlich so 25 interessant. Der Heizkörper im Bad 5 wird zweckmägesteuert
wird, daß innerhalb des vom Fernheizwerk ßigerweise so überdimensioniert, daß dort immer
als zulässig erachteten Temperaturbereiches eine in- eine gewisse Übertemperatur z. B. von 25° vorliegt,
dividuelle Wohnraumtemperaturregelung gewährlei- In der Küche 4 kann keine Regelung vorgenommen
stet ist. Die beiden zur Regelung der Heizungsanlage werden, da ja ansonsten durch die Inbetriebnahme
verwendeten Größen stehen in einem Verhältnis der 30 von Backrohren, Herdplatten u. dgl. eine Beeinflusindirekten
Rückkopplung zueinander. Das bedeutet, sung der Heizung zustande käme, die nicht erwünscht
ist. Die Heizkörper in den Räumen 4,5 und 6 können jedoch, wenn erwünscht, durch thermostatisch
gesteuerte Mischventile geregelt werden.
In dem Hauptraum 1 wird ein Temperaturfühler 11 angeordnet, der durch ein außergewöhnlich langes
Kapillarrohr 12 mit dem das Drosselventil 8 betätigenden Organ verbunden ist. Das Kapillarrohr 12
verläuft dabei durch die Räume 2 und 3 und ein über einen heizungstechnisch erwünschten, einstell- 40 Stück weit noch durch den Flur. Ein bestimmter Anbaren
Höchstwert verhindert. teil der Kapillarlänge ist — wie dies aus F i g. 2 er-Zweckmäßigerweise
verhält sich das Volumen des sichtlich ist ·—· bei 13 auf eine Messingmuffe 14 geunter
dem Einfluß der ersten Einflußgröße stehenden wickelt, die von dem Rücklaufwasser durchflossen
Teiles der Flüssigkeitssäule zu dem Volumen des un- wird, das von dem in dem Raum 3 angeordneten
ter dem Einfluß der Wasserrücklauftemperatur ste- 45 Heizkörper kommt. Die Wicklung 13 des Kapillarhenden
Teiles der Flüssigkeitssäule wie (4bislO):l. rohrs 12 kann durch eine nicht dargestellte Hülse
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausfüh- überdeckt sein. Diese Hülse zusammen mit dem
rungsform ist die Flüssigkeitssäule in einem Kapillar- Drosselventil 8 und gegebenfalls mit einem die Rückrohr
enthalten, dessen unter dem Einfluß der ersten lauftemperatur messenden Thermometer 15 kann
Einflußgrößen stehender Teil in an sich bekannter 50 eine Einbaueinheit bilden.
Weise im Raum oder an der Außenwand eines Hau- Die Serienschaltung der Heizkörper im Einrohrsy-
ses verläuft, während der unter dem Einfluß der stern hat den Vorteil, daß die gesamte Wohneinheit
Wassertemperatur stehende Teil wendelförmig um für Reparaturzwecke oder beispielsweise bei Rückeine
Muffe oder ein Rohr gewickelt ist, die in gut stand in der Bezahlung der Heizungskosten durch
wärmeleitender Verbindung mit dem Rücklaufwasser 55 Hähne 16 abgesperrt werden kann,
stehen. Eine besonders gute wärmeleitende Verbin- Die Wirkungsweise der dargestellten Heizungsandung
ergibt sich hierbei, wenn die Muffe oder das lage ist nun folgende:
Rohr von dem Rücklaufwasser durchflossen werden. Mittels eines Einstellknopfes 17 des Drosselven-
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist tils 8 wird eine gewünschte Mitteltemperatur z^B.
vorgesehen, daß das Kapillarrohr eine Länge von 60 von 20° eingestellt. Es sei angenommen, daß bei
über 5 m besitzt und sich durch mehrere Zonen einer einer bestimmten Außentemperatur das Fernheiz-Wohnung
erstreckt, aus deren Temperaturen auf werk Wasser mit einer bestimmten Vorlauftempera-
diese Weise ein Mittelwert gebildet wird. tür, z.B. von 90° liefert und sich ein Gleichgewicht
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an eingestellt hat, so daß die Rücklauftemperatur z.B.
Hand der Zeichnung nachstehend beschrieben. Es 65 40° beträgt. Wenn nun einzelne Heizkörper z.B. in
zeigt den Räumen 4 und 5 geschlossen werden, dann
F i g. 1 schaubildlich eine Wohnungseinheit mit würde infolge Erhöhung der Wassertemperatur bei
verschiedenen Heizkörpern und gleichem Wasserdurchfluß die Temperatur in den an-
daß die Wasserrücklaufmenge erst dann von der Außen- bzw. Raumtemperatur geregelt, d. h. gedrosselt
oder gesteigert wird, nachdem das vom Vorlauf kommende Wasser die Wärmeabnahmestellen durch- 35
laufen hat.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Drosselventil als Begrenzungsventil dient,
welches ein Ansteigen der Wasserrücklauf temperatur
deren Räumen steigen. Da mit dem Schließen der Heizkörper jedoch die Rücklauftemperatur gestiegen
ist, hat sich die in der Wicklung 13 des Kapillarrohres 12 stehende Flüssigkeitssäule erwärmt. Durch die
Flüssigkeitsausdehnung wird das das Drosselventil 8 betätigende Organ, z.B. eine von der Flüssigkeit beaufschlagte
Membran, in der Richtung betätigt, daß der Wasserdurchlauf gedrosselt wird. Durch die
Drosselung des Wasserdurchlaufs bleibt jedoch die bisherige Rücklauftemperatur im wesentlichen erhalten
— die Schließung einzelner Heizkörper hat keinen Einfluß auf die Temperatur in den anderen Räumen.
Fällt aus irgendwelchen Gründen die Raumtemperatur im Raum 1 von der eingestellten Solltemperatur
von 20° etwas ab, so zieht sich das Flüssigkeitsvolumen in dem Temperaturfühler 11 zusammen, das
Drosselventil 8 öffnet. Durch den größeren Wasserdurchfluß steigt die Rücklauftemperatur, wobei
durch Ausdehnung der in der Wicklung 13 stehenden Flüssigkeitssäule eine Gegensteuerung erreicht wird.
Umgekehrt wird bei einem Ansteigen der Raumtemperatur über den Sollwert das Drosselventils den
Wasserdurchfluß drosseln. Dabei kommt es zu einem Absinken der Rücklauftemperatur mit entsprechender
Gegensteuerung.
Durch entsprechendes Verlegen des überlangen Kapillarrohres 12 durch die Räume 2 und 3 hat die
Raumtemperatur in diesen Räumen noch einen gewissen Einfluß auf die Temperaturregelung, der zwar
nicht so groß ist wie der Einfluß der Raumtemperatur in dem Wohnraum 1, der jedoch noch ins Gewicht
fällt. Die Stärke des Einflusses ist dabei proportional zu den verlegten Längen. Der Temperaturfühler
11 kann auch entfallen, d. h., das KapUlarrohr kann an seinem einen Stirnende geschlossen sein.
Der Einfluß der Raumtemperatur der einzelnen Räume ist dann genau proportional den verlegten
Meterlänge, d. h., es kann beispielsweise die Anordnung so getroffen werden, daß 1° Temperaturänderung
im Wohnraum 1 denselben Einfluß hat wie 2° Temperaturänderung in den Zimmern 2 und 3.
Man kann auch, wenn erwünscht, Sinen Teil des Kapillarrohres außerhalb der Wohnung verlaufen
lassen, um die Außentemperatur zu berücksichtigen. Es können auch Glieder mit dem Kapillarrohr 12 gut
wärmeleitend verbunden sein, welche auf die Sonneneinstrahlung reagieren. Weiterhin kann eine gewisse
Länge des Kapillarrohres 12 im Gebrauchswarmwasser liegen, beispielsweise, wenn ein vom
Heizungswasser durchflossener Durchlauferhitzer für
ίο dasselbe vorgesehen ist, so daß bei Abfall der Gebrauchswassertemperatur
durch Öffnung des Rücklaufdrosselventils 8 für eine stärkere Aufheizung gesorgt wird (Vorrangschaltung).
Wesentlich ist gemäß der Erfindung, daß auf diese Art und Weise mit einem geringstmöglichen Aufwand
sämtliche Einflüsse, die zur Regelung der Heizung herangezogen werden sollen, in einer bestimmten
Proportionalität erfaßt werden können, wobei sich dann sämtliche Einflüsse addieren und einen bestimmten
regelungstechnischen Mittelwert bilden.
Die Praxis zeigte, daß so viel Kapillarrohr 12 auf die Muffe 14 aufgewickelt werden muß, daß das in
der Wicklung 13 befindliche Flüssigkeitsvolumen etwa ein Sechstel des Gesamtvolumens der in dem
Temperaturfühler 11 und dem Kapillarrohr 12 stehenden Flüssigkeit beträgt. Durch die große Oberfläche
ergibt sich ein äußerst rasches Ansprechen auf Änderungen in der Rücklauftemperatur, wie es bisher
noch mit keinem Mittel erzielt werden konnte.
Bei dem angegebenen Verhältnis ergibt sich — grob gerechnet — ein Verhältnis von 5° Änderung der
Rücklauftemperatur bei 1° Änderung der Raumtemperatur.
Die Heizungsanlage gemäß der Erfindung gewährleistet also ein genaues Einhalten der Solltemperatur
und dadurch Einsparung von Brennstoffkosten. Bei Fernheizungen ergeben sich keine plötzlichen Veränderungen
in der Wassermenge, da das Regelverhalten stetig ist. Die Anlage ist unabhängig von Druckverhältnissen.
Ein Abschalten oder Zuschalten der Heizkörper in anderen Räumen hat keinen Einfluß
auf die Raumtemperatur.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Heizungsanlage zum Anschluß an Fernheizsysteme, bei der mindestens ein thermostatisch
gesteuertes Drosselventil den Wasserdurchfluß in Abhängigkeit von der Wasseriüeklauftemperatur
regelt, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerung des Drosselventils (8) kontinuierlich über eine Flüssigkeitssäule erfolgt, welche so
angeordnet ist, daß auf einen Teil der Flüssigkeitssäule die Raumtemperatur und oder die
Außentemperatur'und/oder die Sonneneinstrah- . ■
lung und/oder eine andere die Heizleistung ganz oder teilweise bestimmende Einflußgröße und auf
einen anderen Teil der Flüssigkeitssäule die Wasserrücklauftemperatur
einwirkt, dergestalt, daß die durch die erstgenannten Einflußgrößen bewirkte Volumenänderung der Flüssigkeitssäule,
die die Einstellung des Drosselventils direkt ao steuert, durch den Einfluß der dadurch geänderten
Wassernieklauftemperatur zu-einem bestimmten Anteil wieder kompensiert und das Drosselventil
wieder rückgesteuert wird.
' 2. Heizungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselventil (8) als Begrenzungsventil
dient, welches ein Ansteigen der Wasserrücklauftemperatur über einen heizungstechnisch
erwünschten, einstellbaren Höchstwert verhindert.
3. Heizungsanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des unter
dem Einfluß 'der ersten Einflußgröße stehenden Teiles der Flüssigkeitssäule sich zu dem Volumen
des unter dem Einfluß der Wasserrücklauftemperatur stehenden Teiles der Flüssigkeitssäule
verhält (4 bis 10) : 1. ,
4. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Flüssigkeitssäule in einem Kapillarrohr (12) enthalten ist, dessen unter dem Einfluß der ersten
Einflußgrößen stehender Teil in an sich bekannter Weise im Raum oder an der Außenwand eines
Hauses verläuft, während der unter dem Einfluß der Wassertemperatur stehende Teil wendelförmig
um eine Muffe (14) oder ein Rohr gewickelt ist, die in gut wärmeleitender Verbindung mit
dem Rücklaufwasser stehen.
5. Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kapillarrohr (12) eine Länge von über 5 m besitzt und sich durch mehrere Zonen einer Wohnung
erstreckt, aus deren Temperaturen auf diese Weise ein Mittelwert gebildet wird.
55
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| DE1604078B2 DE1604078B2 (de) | 1973-05-24 |
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|---|---|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |