DE1602864B2 - Schneideinsatz fuer ein schneidwerkzeug der spanabhebenden bearbeitung - Google Patents
Schneideinsatz fuer ein schneidwerkzeug der spanabhebenden bearbeitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen polygonalen Schneideinsatz
aus Hartmetall für ein Schneidwerkzeug der spanabhebenden Bearbeitung, der in einer zur Haupt-
und Nebenschneide hin geneigten Ausnehmung des Werkzeugschaftes festklemmbar ist und der mit einer
parallel zu den Schneidkanten angeordneten, durchlaufenden Spanbrechernut versehen ist, deren äußere
Flanke mit der die Freiläufe bildenden Umfangsfläche des Schneideinsatzes einen spitzen Winkel einschließt.
Ein solcher Schneideinsatz ist aus der FR-PS 14 04 946 bekannt. Indem dabei die Ausnehmung am
Werkzeugschaft, in welcher der Schneideinsatz festklemmbar ist, zur Haupt- und Nebenschneide geneigt
ist, erhält man — bei dem erforderlichen Freiwinkel an Haupt- und Nebenschneide — auch einen positiven
Spanwinkel an Haupt- und Nebenschneide. Und zwar kann ein solcher Schneideinsatz wahlweise in einen
Halter für negative Spanwinkel wie in einen Halter für positive Spanwinkel eingesetzt werden, man braucht
also nicht extra einen gesonderten Halter für positive Spanwinkel neben einem Halter für negative Spanwinkel.
Dank der durchlaufenden, also um die Ecken umlaufenden Spanbrechernut kann der Schneideinsatz
gleich gut rechtsgängig und linksgängig eingesetzt werden.
Jedoch ist bei dem bekannten Schneideinsatz dieser Art die Spanbrechernut über ihre gesamte Länge mit
gleichbleibendem Querschnitt ausgebildet; die Schneidkanten erscheinen also in Draufsicht auf die Freiflächen
als gerade Linien. Bei dieser Form der Spanbrechernut mag zwar ein relativ leichter, dünner Span ausreichend
beeinflußt und gebrochen werden, diese über ihre ganze Länge gleichbleibende Spanbrechernut ist aber nicht an
dickere Späne angepaßt und vermag diese nicht ausreichend zu führen.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schneideinsatz dieser Art zu schaffen,
bei dem eine bessere Führung und Brechung des ablaufenden Spans über einen größeren Zerspanungsbereich
erzielt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung darin, daß die Schneidkanten an der
Freifläche zwischen den Schneidecken in einem konkaven Bogen verlaufen und daß die innere Flanke
der Spanbrechernut steil zu der jeweiligen Auflage-Deckfläche des Schneideinsatzes ansteigt.
Dank dieser Ausbildung werden — außer den eingangs genannten Vorteilen des bekannten Schneideinsatzes
— gleichzeitig die verbesserte Führung und Brechung des Spans über einen größeren Zerspanungsbereich erzielt. Bei der erfindungsgemäßen Formgebung
verlaufen die Schneidkanten — in Draufsicht auf die Freiflächen gesehen — nicht mehr wie bisher
geradlinig, sondern sie fallen von den Schneidecken zum mittleren Bereich der Schneidkante nach unten hin ab;
diesen so konkav gewölbten Schneidkanten liegt jeweils eine zu den Auflage-Deckflächen hin steil ansteigende
innere Spanbrecherflanke gegenüber. Dabei nimmt also von den Ecken zum mittleren Bereich hin die Tiefe der
Spanbrechernut und demzufolge die Höhe der Spanbrecherflanke zu. Ein dickerer Span trifft bei dem
erfindungsgemäßen Schneideinsatz also auf eine insgesamt breitere bzw. größere Spanbrechernut, wobei
insbesondere die innere, die Spanbrecherflanke von den Ecken zum mittleren Bereich hin zunehmend größer
wird. Daher werden dickere wie dünnere Späne gleich gut geführt und gebrochen.
Vorteilhaft ist der konkave Bogen, in welchem die Schneidkanten verlaufen, ein Kreisbogen. Die Schneidkanten
sind also von den Verschneidungslinien zwischen jeweils einer Freifläche und einer Kugelfläche gebildet.
Zweckmäßig sind dabei alle Schneidkanten jeweils an der Oberseite bzw. Unterseite des Schneideinsatzes von
den Verschneidungslinien mit ein und derselben Kugel gebildet. Die Kugel- bzw. Kreisbogenform ist geometrisch
am einfachsten und diese Form läßt sich an dem Preßwerkzeug zur Hersteilung der Schneideinsätze am
leichtesten ausbilden, auch können die Schneidkanten in dieser Form gegebenenfalls am leichtesten nachbearbeitet
werden. Die innere Flanke jeder Spanbrechernut kann im Querschnitt gesehen konkav oder aber auch
geradlinig sein.
Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
Es zeigt
F i g. 1 perspektivisch einen rechteckigen Schneideinsatz gemäß der Erfindung, eingesetzt in die Ausnehmung
des Werkzeugschaftes,
F i g. 2 in gleichartiger, perspektivischer Darstellung einen dreiseitigen Schneideinsatz,
F i g. 2 in gleichartiger, perspektivischer Darstellung einen dreiseitigen Schneideinsatz,
Fig.3 einen Schneideinsatz und Werkzeugschaft in
Seitenansicht in Arbeitsstellung am Werkstück,
Fig.3a in entsprechender Darstellungsweise einen
Querschnitt durch den Werkzeugschaft bzw. eine Draufsicht auf das Werkstück,
Fig.4 eine Draufsicht auf eine Auflage-Deckfläche
eines quadratischen Schneideinsatzes,
F i g. 5 eine Seitenansicht des Schneideinsatzes nach
F i g. 5 eine Seitenansicht des Schneideinsatzes nach
Fig. 4,
F i g. 6 einen diagonalen Schnitt nach der Linie VI-VI m Fig.4,
F i g. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in F i g. 4,
Fig.8 einen Ausschnitt nach der Linie VIII-VIII in
F i g. 4,
Fig.9 bis 12 einen gleichseitig dreieckigen Schneideinsatz,
und zwar
F i g. 9 in Draufsicht,
F i g. 10 im Schnitt nach der Linie X-X,
F i g. 11 in größerem Maßstab den Bereich einer
Schneidecke im Schnitt und
F i g. 12 eine Schneidecke in Draufsicht,
Fig. 13 eine Draufsicht auf einen rhombischen Schneideinsatz gemäß der Erfindung,
Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV in Fig. 13.
Weitere Ausführungsbeispiele sind in den folgenden Figuren dargestellt, jeweils in Draufsicht und im Schnitt,
und zwar zeigen
Fig. 15 und 16 einen abgewandelten dreiseitigen Schneideinsatz mit konvexen Umfangsflächen,
Fig. 17, 18 eine weitere Ausführung eines quadratischen
Schneideinsatzes,
Fig. 19, 20 einen weiteren dreiseitigen Schneideinsatz,
Fig.21, 22 einen weiteren rhombischen Schneideinsatz
und
Fig.23, 24 einen weiteren Schneideinsatz mit konvexen Umfangsflächen, wobei die Schneideinsätze
gemäß Fig. 17 bis 24 relativ tiefe Spanbrechernuten, und zwar nur auf einer Auflage-Deckfläche haben,
Fig.25, 26 in Drauf- und Seitenansicht einen
zweiseitigen, kreisförmigen Schneideinsatz und
F i g. 27, 28 ebenfalls in Draufsicht und Seitenansicht ■.•inen einseitigen, kreisförmigen Schneideinsatz.
Gemäß Fig. 1 hat der Werkzeugschaft 10 an einem Lnde eine Ausnehmung 12 zur Aufnahme eines
Schneideinsatzes 14, der auf einer Unterlegscheibe 16 in der Ausnehmung ruht. Einsatz und Unterlegscheibe sind
durch bekannte Mittel befestigt, sie können eine /.entrale Bohrung zur Aufnahme einer Klemmschraube
haben. In Fig. 1 ist eine solche Bohrung mit 18 bezeichnet. Es kann dabei ein Spannbolzen vorgesehen
sein, der sich in die Bohrung 18 hineinerstreckt und den .Schneideinsatz gegen die rückwärtigen Wände der
Ausnehmung drückt und festhält. Der Schneideinsatz kann aber auch (bzw. zusätzlich) mit der in Fig.3
gestrichelt angedeuteten Klemmpratze 17 befestigt werden.
Gemäß F i g. 2 ist ein Werkzeugschaft 20 mit einer Ausnehmung 22 an seinem vorderen Ende gezeigt, die
nur eine einzige rückwärtige Wandung hat. In der Ausnehmung 22 ruht auf einer Unterlegscheibe 26 ein
dreiseitiger Schneideinsatz 24.
Gemäß Fig.3 wird ein Werkstück 30 durch ein
Werkzeug mit Schneideinsatz 32 abgedreht. Die Freifläche 34 des Schneideinsatzes hat einen Freiwinkel
4 gegenüber dem Werkstück. Der Freiwinkel A kann 5 bis 10° betragen. Die Schneidkante 36 ist gebildet durch
die Kante zwischen der oberen Auflage-Deckfläche und der Freifläche 34.
Durch die in der Schneidkante auslaufende Spanbrechernut wird ein positiver Spanwinkel B bestimmt, der
je nach den Umständen 5 bis 15° oder mehr beträgt (bei Einsatz eines Schneideinsatzes ohne Spanbrechernut
dagegen würde sich ein sog. »negativer« Spanwinkel C ergeben, der im wesentlichen so groß wie der
Freiwinkel A wäre).
Die der Fig.3 entsprechende Fig.3a zeigt den
Freiwinkel E sowie den Spanwinkel D an der jeweils anderen in je einer Schneidecke zusammenstoßenden
Schneide (Haupt- bzw. Nebenschneide) des Schneideinsatzes.
Die besondere Gestaltung der Spanbrechernut gemäß der Erfindung ist im einzelnen aus den im
größeren Maßstab gezeichneten folgenden Figuren besser ersichtlich.
F i g. 4 bis 8 zeigen einen quadratischen Schneideinsatz. Der Schneideinsatz 40, beispielsweise aus Wolframkarbid,
hat eine zentrale Bohrung 42 zur Befestigung. Der Grundform nach besteht der Schneideinsatz
aus einem rechteckkantigen — in Draufsicht quadratischen — Plättchen. Die Ecken (in Draufsicht gesehen)
sind abgerundet. Die Freifläche 44 wird von der Umfangsfläche, also den Schmalseiten, gebildet. Auf der
Oberseite bzw. Unterseite ist je eine an den Ecken durchlaufende bzw. umlaufende Spanbrechernut 50
vorgesehen. Die äußere Flanke 52 der Spanbrechernut 50 läuft in der Schneidkante aus. Und zwar verläuft
dabei die Schneidkante 36 zwischen je zwei Schneidekken 200 in einem konkaven Bogen. Die innere Flanke 54
dagegen steigt steil zu der Auflage-Deckfläche 56 des Schneideinsatzes an. Die äußere Flanke 52 der
Spanbrechernut ist sphärisch geformt.
Alle vier äußere Flanken 52 sind vorzugsweise Teil einer einzigen (gedachten) Kugel, deren Mittelpunkt
senkrecht über dem Mittelpunkt des Schneideinsatzes liegt (Fig.4, 5 und 7). Radius und Mittelpunkt dieser
(gedachten) Kugel sind so gewählt und angeordnet, daß die Schneidecken 200 in einer Ebene mit der
Auflage-Deckfläche 56 liegen, während die Schneidkante zwischen den Schneidecken wie erläutert in einem
konkaven Bogen verlaufen.
F i g. 8 zeigt in größerem Maßstab die Anordnung und Ausbildung der Spanbrechernut 50 im Querschnitt. Die
äußere Flanke 52 ist in beiden Richtungen gebogen, während die innere, steil ansteigende Flanke 54 im
Querschnitt im wesentlichen gerade ist Die innere Flanke 54 kann aber auch kurvenförmig sein.
Die Spanbrechernut 50 ist also am engsten und am flachsten an den Ecken und nimmt von den Ecken zur
Mitte jeder Schneidkante allmählich an Weite und Tiefe zu. Von den Schneidecken zum mittleren Bereich jeder
Schneidkante hin ragt die innere Flanke 54, also die eigentliche Spanbrecherflanke, mehr und mehr über die
nach unten abfallende Schneidkante hervor; ein dickerer Span trifft also auf eine zunehmend stärkere
Spanbrecherflanke.
In einer mittleren, abgerundeten Region 62 von verhältnismäßig kleinem Radius gehen äußere 52 und
innere 54 Flanken ineinander über.
' Bei den dreiseitigen Schneideinsätzen gemäß F i g. 9
bis 12 ist die Spanbrechernut 64 im wesentlichen wie gemäß F i g. 4 bis 8 ausgebildet Jedoch ist die äußere
Flanke 66 dabei nicht wie bei Fig.4 bis 8 sphärisch ausgebildet, sondern zylindrisch. Statt von einer
einzigen (gedachten) Kugel sind die äußeren Flanken 66 von drei (gedachten) Zylindern gebildet, deren Achsen
über je einer Winkelhalbierenden liegen und zu der jeweils gegenüberliegenden Schneidecke geneigt sind.
Wie F i g. 12 zeigt, gehen je zwei benachbarte äußere Flanken 66/i, 66ß an den Ecken mit passendem Radius
70 ineinander über, während die zugehörigen inneren Flanken 68a, 686 mit kleinerem Radius 74 ineinander
übergehen.
Wie gemäß F i g. 4 bis 8 steigt die innere Flanke 68 relativ steil an zu der Auflage-Deckfläche 72.
Die Schneideinsätze nach F i g. 4 bis 8 wie nach 9 bis 12 sind beidseitig, d. h. auf beiden Auflage-Deckflächen
mit den beschriebenen Spanbrechernuten versehen, sie können also umgewendet werden. Die Auflage-Deckfläche
56 bzw. 72 ist dabei für eine sichere Auflage groß genug.
F i g. 13 und 14 zeigen einen Schneideinsatz in rhombischer Form. Die Spanbrechernut 82 hat eine
konkave äußere Flanke 84 und eine abrupt nach innen ansteigende innere Flanke 86 parallel zu jeder
Schneidkante 80. Die äußere Flanke 84 ist wie bei F i g. 9 bis 12 von je einer Zylinderfläche gebildet.
Bei dem Schneideinsatz nach Fig. 15 und 16 weicht der Grundkörper 88 etwas von der Dreieckform ab.
Und zwar sind sozusagen die Dreieckseiten nach außen gewölbt (in Draufsicht gem. Fig. 15 gesehen). Die
Spanbrechernut 90 erstreckt sich wiederum umlaufend um den ganzen Schneideinsatz herum; ihre äußere
Flanke 92 ist sphärisch, die innere Flanke 94 steigt wiederum abrupt zur Auflage-Deckfläche % an.
Die vorbeschriebenen Schneideinsätze haben Spanbrechernuten und Schneidkanten auf beiden Seiten, sie
sind »zweiseitig« bzw. »umkehrbar«. Dabei muß die Auflage-Deckfläche groß genug sein, um eine sichere,
stabile Auflage zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sind die Radien der Kugeln bzw. Zylinder, nach denen die
äußeren Flanken der Spanbrechernut geformt sind, relativ groß, so daß die zugehörigen Spanbrechernuten
entsprechend flach sind, so daß also die Spanbrechernut selbst insgesamt relativ weit außen, randlich ausgebildet
ist und dementsprechend eine entsprechend große Auflage-Deckfläche freiläßt.
Diese zweiseitigen Schneideinsätze haben einen relativ kleinen Freiwinkel, er kann bei Fig.4 bis 6
ungefähr 10° betragen. Für den steilen Anstieg der inneren Nutflanke kann ein Winkel von 100 bis 120°
angegeben werden, gemessen im Querschnitt zwischen äußerer und innerer Nutflanke. Die äußere Flanke 52,
66,84,92 der Nut mißt dabei im Querschnitt etwa 1 mm
bis 2,5 mm; die innere Flanke 54, 68, 86, 94 ist entsprechend schmaler, so daß, wie gesagt, eine relativ
große Auflage-Deckfläche verbleibt.
Schneideinsätze gemäß der Erfindung können aber auch »einseitig« ausgebildet sein, also nur auf einer Seite
eine umlaufende Spanbrechernut und dementsprechend Schneidkanten aufweisen. Solche Schneideinsätze sind
in Fig. 17 bis 24 gezeigt. Und zwar wird man die Schneideinsätze dann einseitig ausbilden, wenn man
tiefere, stärkere Spanbrechernuten haben will, die also eine relativ größere Fläche einnehmen, so daß eine zu
kleine Auflage-Deckfläche übrigbleiben würde. Diese Einsätze sind wie diejenigen nach Fig.4 bis 16
ausgebildet, jedoch sind die Radien der die äußere Nutflanke bestimmenden Kugeln oder Zylinder entsprechend
klein, so daß die Spanbrechernut tief und weit eingeschnitten wird (und also nur eine kleine Deckfläche
verbleibt). Allerdings können auch Schneideinsätze mit diesen tiefen, großen Spanbrechernuten zweiseitig
ausgebildet und auf entsprechend geformte Unterlegscheiben aufgelagert werden, insbesondere, wenn ein
verhältnismäßig leichter Schnitt ausgeübt werden soll.
In Fig. 17 und 18 ist der Grundkörper mit 108, die Spanbrechernut mit 102, die sphärische äußere Flanke
mit 104, und die steil ansteigende innere Flanke mit 106
bezeichnet. Der Freiwinkel beträgt hierbei 20 bis 30°. Der relativ kleine mittlere Bereich ist mit 110
bezeichnet.
Die Fig. 19 und 20 zeigen einen einseitigen dreieckigen Schneideinsatz 112 mit Nut 114. Die an die
Freifläche 118 anstoßende äußere Flanke 116 der Nut ist
zylindrisch; der Freiwinkel beträgt etwa 20 bis 30°. Die innere Flanke 120 ist gegenüber der äußeren Flanke mit
ungefähr 110° geneigt.
Bei dem rhombischen einseitigen Schneideinsatz 122 nach Fig.21 und 22 ist die Freifläche mit 124, die
Spanbrechernut mit 126, die äußere Nutflanke mit 128, die innere Nutflanke mit 130 bezeichnet. Der Winkel
zwischen innerer und äußerer Nutflanke beträgt 130 bis 125°, es verbleibt nur eine relativ kleine mittlere Fläche
132.
Der einseitige von der Dreiecksform etwas abweichende Schneideinsatz 134 nach F i g. 23 und 24 weist
die Spanbrechernut 136 mit äußerer Flanke 138 und innerer Flanke 142 auf, wobei ' zwischen beiden
Nutflanken ein Winkel von ca. 115° eingeschlossen wird.
Der zentrale Bereich ist mit 143 bezeichnet.
Die F i g. 25 und 26 zeigen einen kreisförmigen Schneideinsatz 150 mit äußerer Umfangswandung 152
(Freifläche). Die umlaufende Spanbrechernut 154 weist eine· von einer einzigen Kugel dargestellte äußere
Flanke 156 und eine abrupt ansteigende innere Flanke 158 auf; die zentrale innere Fläche ist mit 160
bezeichnet. Die verbleibende zentrale Fläche ist relativ groß, so daß dieser Schneideinsatz zweiseitig, also
umkehrbar ist.
Der Schneideinsatz 162 gemäß F i g. 27, 28 dagegen ist einseitig ausgebildet, da der Radius der Kugel, welche
die äußere Flanke 166 der Spanbrechernut 164 bestimmt, klein ist und die steil ansteigende innere
Flanke 168 nur eine relativ kleine innere Fläche 170 übrigläßt.
Bezüglich der Bezeichnung »klein« oder »groß« der Kurvenradien der äußeren Flanken der Spanbrechernuten
sei folgendes bemerkt: Bei einem zweiseitigen, quadratischen Schneideinsatz mit einer Kantenlänge
von ungefähr 13 mm gilt ein Kurvenradius für die äußere Flanke von ca. 40 mm als »groß«. Ein gleich
großer, aber nur einseitiger Schneideinsatz dagegen mag einen Kurvenradius von nur 16 bis 17 mm haben.
Bei einem dreiseitigen Schneideinsatz, dessen drei Seiten einen eingeschriebenen Kreis von ca. 13 mm
tangieren, mag ein Kurvenradius der äußeren Nutflanke von ungefähr 60 mm als »groß« gelten, wogegen ein
Kurvenradius von 16 bis 25 mm »klein« wäre. Diese Beispiele dienen nur zur Illustration, die Ausführung der
Erfindung ist darauf nicht beschränkt.
Ein mit der Erfindung erreichter Vorteil besteht darin, daß die Neigung des Schneideinsatzes, Späne unbestimmter
Länge vom Werkstück abzuheben, weitgehend reduziert wird.
Die von einem erfindungsgemäßen Schneideinsatz abgeschnittenen Späne sind im Querschnitt etwas
gebogen, so daß sie wenigstens bei bestimmten Materialien leichter abbrechen, wenn sie an der inneren
Flanke der Spanbrechernut abgebogen werden; dieses Abbrechen wird eher erreicht als bei mehr oder weniger
rechteckigen Spänen, wie sie bei herkömmlichen Schneideinsätzen anfallen. Der kurvenförmige Querschnitt
der Späne resultiert daraus, daß die Spanbrechernut sowie auch die Schneidkante kurvenförmig
ausgebildet sind.
Die erfindungsgemäßen Schneideinsätze können mit eingen Toleranzen nach herkömmlichen Verfahren
hergestellt werden, wobei sie leicht einstellbar, umkehr-
bar und auswechselbar sind, ohne daß dadurch die Genauigkeit der Schneidarbeit beeinträchtigt wird.
Wegen des spitzen Schneidwinkels der Schneidkanten werden die erfindungsgemäßen Schneideinsätze bei der
Herstellung beispielsweise in ein abrasives Bad gegeben, um jeder Schneidkante eine gleichmäßige
Umrißform mit einem Radius von ungefähr 0,025 mm zu geben.
Es sei bemerkt, daß — außer bei den kreisförmigen
Schneideinsätzen, die innere Nutflanke — in Draufsicht
auf den Schneideinsatz gesehen — nach innen gebogen verläuft. Hierdurch wird das gleichmäßige Brechen des
Schneideinsatzes und überhaupt die Spankontrolle verbessert Der Schneideinsatz gemäß der Erfindung ist
in Draufsicht 3seitig bzw. polygonaL Mit zunehmender Anzahl der Ecken des polygonalen Schneideinsatzes
werden die abgerundeten Ecken natürlich immer flacher und man gelangt schließlich zu einem kreisförmigen
Schneideinsatz.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
709510/8
Claims (4)
1. Polygonaler Schneideinsatz aus Hartmetall für ein Schneidwerkzeug der spanabhebenden Bearbeitung,
der in einer zur Haupt- und Nebenschneide hin geneigten Ausnehmung des Werkzeugschaftes festklemmbar
ist und der mit einer parallel zu den Schneidkanten angeordneten, durchlaufenden Spanbrechernut
versehen ist, deren äußere Flanke mit der die Freifläche bildenden Umfangsfläche des
Schneideinsatzes einen spitzen Winkel einschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidkanten
(36; 58; 80) an der Freifläche zwischen den Schneidecken (200) in einem konkaven Bogen
verlaufen und daß die innere Flanke (54; 68; 86) der Spanbrechernut (50; 64; 82) steil zu der jeweiligen
Auflage-Deckfläche (56; 72; 96) des Schneideinsatzes ansteigt.
2. Schneideinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der konkave Bogen, in welchem
die Schneidkanten (36; 58; 80) verlaufen, ein Kreisbogen ist.
3. Schneideinsatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Flanke (54; 68; 86)
jeder Spanbrechernut im Querschnitt gesehen konkav oder geradlinig ist.
4. Schneideinsatz nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschneidungslinie zwischen der inneren Flanke (54; 68; 86) der Spanbrechernut und der Auflage-Deckfläche
(56; 72; 96) nach innen zum Zentrum der Auflage-Deckfläche geschwungen verläuft.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |