DE1600878C2 - Vorrichtung zum Drosseln strömender Mittel - Google Patents
Vorrichtung zum Drosseln strömender MittelInfo
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Description
gemäß der FR-PS 13 89 937. Das Spiralgehäuse und die Wirbeldüse verarbeiten lediglich konstante Mengen bei
konstanten Druckgefällen, so daß sie für das vorliegende Verfahren nicht geeignet sind. Eine verbesserte
Wirbeldüse gemäß US-PS 32 15 165 verändert durch einen Querschieber im Eintritt der Rotationskammer
den Strömungsquerschnitt unter Beibehaltung der Richtung der Stromlinien, so daß die gleiche Drosselwirkung
wie in einem üblichen Ventil auftritt, ohne jedoch einen dichten Ventilabschluß erzielen zu können. Das
Wirbelventil nach der GB-PS 6 00 225 ermöglicht einen dichten Ventilabschluß, hat jedoch im ganzen Hubbereich
Stromlinienverläufe, die durch sein Spiralgehäuse festliegen.
Bekannt ist schließlich ein Wirbelrohr nach RANQUE zur . Vufteilung eines Gasstromes in einen
unterkühlten und einen überhitzten Teilstrom, bei dem man beobachtet hat, daß der in seiner Achse auftretende
Unterdruck ein Zusatzmittel ansaugen kann, wie die Zeitschrift für Naturforschung 1, S.208-214 (1946),
aussagt. Da auch hierbei der Hauptdurchfluß nur durch Verändern des Druckgefälles verändert werden kann,
ist das Wirbelrohr für geregeltes Drosseln nicht geeignet. Der Saugeffekt des Wirbelrohres wird
ebenfalls durch die Vorrichtung nach der DE-PS 8 42 310 erzielt, wobei zur Verbesserung der Förderung
von Zusatzmedien am Umfang des ersten Rotationshohlraumes ein verstellbarer Leitflächenkranz vorgesehen
werden kann. Diese Vorrichtung dient nicht zum Drosseln; sie würde auch keinen dichten Ventilabschluß
ergeben. Die Leitflächen bewirken durch Verstellung gleichzeitig eine Veränderung des Einströmquerschnitts
und der Stromlinienrichtung, jedoch in einer gegebenen gesetzmäßigen Weise, so daß damit eine Änderung des
Einströmquerschnitts bei gleichzeitiger willkürlich vorbestimmbarer Änderung der Stromlinienrichtung nicht
möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die bekannte Vorrichtung zum Drosseln strömender Mittel
unter Aufrechterhaltung eines Wirbels in einem Rotationsraum mit tangentialem Eintritt und zentralem
Austritt so zu verbessern, daß sie ohne zusätzliche Differenzdruckregelung in der Lage ist, Durchflußmengen
bei sich mengenabhängig stark änderndem Druckgefälle störungs- und verschleißfrei zu steuern
oder zu regeln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Stellglied zur Veränderung der Menge des
strömenden Mittels so ausgebildet ist, daß es unmittelbar am Eintritt des Rotationsraumes sowohl den
Gesamtströmungsquerschnitt als auch den Eintrittswinkel verändert.
Außer dem Vorteil, daß der gesamte Regelkreis für die Konstanthaltung des Differenzdruckes entfällt,
ergeben sich die weiteren Vorteile, daß bei großem Druckgefälle, welches im allgemeinen bei kleinen
Mengen vorliegt, durch weitestgehende tangentiale Einströmrichtung die Einströmgeschwindigkeit klein
bleibt und bei kleinem Druckgefälle, welches im allgemeinen bei großen Mengen vorliegt, durch nahezu
radiale Einströmrichtung der Gesamtdrosselverlust minimal wird. Das ermöglicht ein großes Stellverhältnis
ohne Verschleißgefahr.
Im weiteren Ausbau der Erfindung wird bei Veränderung der Menge von Null aus über einen Teil
des Stellbereichs der Radius des jeweiligen Kreises, der vom Geschwindigkeitsvektor des Eintritts tangiert wird,
mit dem Radius der zentralen Austrittsöffnung des Rotationsraumes in einem Verhältnis gehalten, welches
der Wurzel des jeweiligen Gesamtdruckgefälles proportional ist und im restlichen Stellbereich stetig
vermindert. Ferner kann im zentralen Austritt eine Zuführung für die Beimischung eines anderen strömenden
Mittels vorgesehen werden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen erläutert. Im einzelnen zeigt
F i g. 1 das Diagramm einer Kesselspeisepumpe mit
F i g. 1 das Diagramm einer Kesselspeisepumpe mit
ίο konstanter Drehzahl, die gegen eine bestimmte
Kesselkennlinie zu fördern hat,
F i g. 2 schematisch die Strömungsverhältnisse, die im
Rotationsraum den Wirbel aufrechterhalten,
F i g. 3 im Schnitt eine einstufige Vorrichtung gemäß Erfindung,
F i g. 3 im Schnitt eine einstufige Vorrichtung gemäß Erfindung,
F i g. 4 im Querschnitt den Zylinder der Vorrichtung
nach F i g. 3,
F i g. 5 im Schnitt die Vorrichtung nach F i g. 3 mit Servobetätigung,
F i g. 6 im Schnitt die Vorrichtung nach F i g. 3 in mehrstufiger Ausführung und
F i g. 7 im Schnitt ein einstufiges Dampfumformventil.
Das Diagramm nach Fig. 1 enthält die Q—H-Kennli-
nie der Kesselspeisepumpe, der die Förderhöhe H zu entnehmen ist, die Kesseldruck-Kennlinie Q-K, die den
Druckverlauf hinter dem Speiseregelventil anzeigt, und die regeltechnisch erforderliche Speisedruck-Kennlinie
Q-S, alles über der Fördermenge Q aufgetragen. Die Differenz Q-H zu Q-S wird benötigt, um die
Gesamtströmung vor dem Eintritt in die Rotationskammer zu beschleunigen, während die Differenz Q-S zu
Q-K durch den innerhalb des Rotationsraumes aufrechterhaltenen Wirbels abzubauen ist. Bei Schwach-
und Teillastbetrieb der Kesselspeisepumpe muß demnach ein starker Wirbel bestehen, während bei Vollast
der Wirbel sehr schwach sein soll. Die Kurven Q-H und Q-S sollen von Q=NuIl aus möglichst weit
parallel zu einander verlaufen und sich zum Betriebspunkt B hin stetig mehr und mehr nähern. Auf diese
Weise wird die Strömungsgeschwindigkeit bei dem Eintritt in den Rotationsraum niedrig gehalten und
damit der Verschleißangriff, auch und es liegen vor allem im Schwach- und Teillastbereich durch die
konstante Druckdifferenz optimale Bedingungen für eine Regelung der Menge vor. Wenn man nun in
bekannter Weise den Gesamtströmungsquerschnitt vor dem Rotationsraum so verändert wie bei einem Ventil
mit gleichprozentiger Kennlinie bleibt deren günstige Wirkung in dem Mengenbereich des konstanten
Abstandes von Q-S und Q-H erhalten und geht in
dem weiteren Mengenbereich mehr und mehr unter dem Einfluß des sich vermindernden Differenzdruckes
zum Verhalten einer linearen Ventilkennlinie über, die im Bereich der Vollast am Betriebspunkt B besonders
für Wasserstandsregelung vorteilhaft ist. Dabei ergibt sich der Vorteil, daß am Betriebspunkt B das
Gesamtdruckgefälle so klein ist, daß der Wirkungsgrad nicht beeinträchtigt wird.
Die schematische Darstellung der Strömungsverhältnisse im Rotationsraum durch F i g. 2 erleichtert das
Verständnis für die Erfindung. In der Umrandung 1 des Rotationsraumes 2 mit dem zentralen Austritt 3, der den
Radius r hat, sind im Winkel α zum Radiusvektor die Strahlachsen 5 der in den Rotationsraum 2 eintretenden
Strömung eingezeichnet, die Tangenten des gemeinsamen Innenkreises mit dem Radius R sind. Außerhalb des
Rotationsraumes 2 herrscht der Zulaufdruck po, der beispielsweise nach der Q-//-Kurve aus Fig. 1
■ verläuft. Bei genügend weiter Zulaufleitung ist der Anteil des dynamischen Druckes so gering, daß davon
ausgegangen werden kann, daß der Zulaufdruck praktisch den gesamten Energiegehalt der Strömung
verkörpert. Damit die Strömung in Richtung der Strahlachsen 5 beschleunigt wird, muß der statische
Druck auf den Wert p\ abgebaut werden, der auf dem Radius R herrscht. Der Differenzdruck po-Pi entspricht
also der Geschwindigkeitshöhe der Strömung in den Strahlachsen 5 und verläuft beispielsweise zwischen den
Kurven Q-H und Q-S in Fig. 1. Das restliche
Druckgefälle im beispielsweisen Verlauf zwischen den Kurven Q-S und Q-K in Fig. 1 muß nun noch
zwischen den Radien R und r durch den Wirbel im Rotationsraum 2 abgebaut werden, wobei der Radius 7?
und damit die Stärke des Wirbels durch punktweise Berechnung dem jeweiligen Druckgefälle von Q-S
nach Q—K in F i g. 1 angepaßt wird. Wenn der Radius R
mit der Umrandung zusammenfällt, hat er seinen Maximalwert und der Winkel α zwischen dem
Radiusvektor 4 und der Strahlachse 5 beträgt 90°. Der Radius R kann bis auf Null verkleinert werden, und der
Winkel α wird dann zu 0°. Da jedoch für die Strahlachse 5 der Mittelwert maßgebend ist, ist es zur Verwirklichung
des Winkels α = 0° für den Mittelwert notwendig,
daß Teile der Strömung bereits mit negativen örtlichen Winkel α strömen. Der sich am Radius r des zentralen
Austritts 3 einstellende statische Druck pi ist der, der in
der anschließenden Leitung bestehen bleibt, denn die gesamte Drehbewegung wird durch Wandreibung
vernichtet, ohne daß sich dadurch der statische Druck erhöhen würde. Demnach läßt sich das Gesamtdruckgefälle
durch po—p2 ausdrucken. Mit Hilfe der Gesetze für
die Strömung in Spiralgehäusen (siehe Literaturstelle PRANDTL) läßt sich nachweisen, daß folgende
Gleichung gültig ist:
(Gleichung 1)
Die Gleichung 1 in Worte gefaßt lautet: »Der Radius R, der durch die Strahlachsen 5 als Tangenten bestimmt
ist, verhält sich zu dem unveränderlichen Radius r des zentralen Austrittes 3 wie die Wurzel des Gesamtdruckgefälles
zur Wurzel der Geschwindigkeitshöhe in den Strahlachsen 5.« Für die aus F i g. 1 hervorgehenden
Verhältnisse läßt sich nunmehr der Radius R punktweise für jede Fördermenge Q berechnen, wodurch also die
Schräglage der Eintrittsstrahlen mit den Strahlachsen 5 festliegt. Der Strömungsquerschnitt für die in den
Rotationsraum 2 eintretende Strömung läßt sich ebenso punktweise für jede Fördermenge Q bestimmen mit
Hilfe der durch die Kurven Q-H und Q-S festliegenden Geschwindigkeitshöhe. Bezeichnet F den
Gesamtströmungsquerschnitt für den Eintritt in den Rotationsraum 2 und /reine Konstante, so ergibt sich:
(Gleichung 2)
Die Gleichungen 1 und 2 genügen zur Aufstellung eines Programms, nachdem die Schräglagen der
Strahlachsen 5 und die Eintrittsströmungsquerschnitte einzustellen sind, um ein bestimmtes ζ) zu erhalten.
Es ist nun auf vielerlei Weise möglich, die Anpassung des Gesamtströmungsquerschnittes Fund des durch R
bestimmten Winkels α an die gewünschte Fördermenge Q vorzunehmen, beispielsweise durch schwenkbare
Nadelventile. Auf besonders einfache Weise läßt sich dies erfindungsgemäß mit einer Vorrichtung nach
F i g. 3 durchführen. Die Umrandung 1 ist dabei mit der Innenwand des Zylinders 6 identisch, und der Rotationsraum 2 wird durch den Ventilsitz 7 und den Ventilkolben
8 begrenzt. Innerhalb des Ventilsitzes 7 liegt der zentrale Austritt 3 mit dem Radius r. Der Ventilkolben 8
ίο kann durch die Stange 9, die durch den zentralen
Austritt 3 gehen kann, von der Schließlage allmählich in die Offenstellung verschoben werden. Im Zylinder 6 sind
Schrägschlitze 14 eingearbeitet, durch die die Strömung in den Rotationsraum 2 gelangt. Der von Ventilkolben 8
freigegebene Querschnitt der Schrägschlitze 14 ist für die strömende Menge maßgebend, während die mittlere
Schräglage die Richtung der Strahlachsen bestimmt. Der Zylinder 6 läßt sich leicht nach Öffnen des Deckels
17 des Ventilgehäuses 13 durch eine andere mit anderen Schrägschlitzen 14 austauschen. Da die Schrägschlitze
14 durch ihren Querschnittsverlauf und ihre veränderliche Schrägung jeweils das gesamte vorher berechnete
Programm enthalten, ist das Verhalten des Ventils durch den Zylinder 6 festgelegt, so daß statt vieler
verschiedener Regelventile lediglich Zylinder 6 auf Vorrat zu halten sind, um wenige Grundventile den
jeweiligen Betriebsverhältnissen anzupassen.
Die F i g. 4 stellt den Zylinder 6 in vier verschiedenen Querschnitten dar, wie sie mit wachsendem Ventilhub
mehr und mehr wirksam werden. Dabei zeigt jeder Quadrant eine andere Hubhöhe, nämlich 0,1At, */2 und 3At
des vollen Hubes. Der Winkel α ist in jedem Quadrant ein anderer und nimmt in diesem Falle stark mit
wachsendem Hub ab.
Die Vorrichtung nach F i g. 5 entspricht im wesentlichen der nach F i g. 3. Der Zylinder 6 hat jedoch einen
oberen geschlossenen Raum 11, der als Servozylinder wirkt, wenn das Steuerventil 10 durch Betätigung der
Stange 9 gelüftet wird, denn dadurch wird der Druck im Raum 11 abgesenkt und der Ventilkolben 8 mehr oder
weniger abgehoben. Außerdem besitzt der Zylinder 6 einen Zapfen 12, der durch den Deckel 17 des
Ventilgehäuses 13 nach außen ragt, damit der Zylinder 6 damit verstellt werden kann. Auf diese Weise läßt sich
die Betriebsweise des Ventils verändern.
Das mehrstufige Ventil nach F i g. 6 hat mehrere Ventilkolben 8 auf der Stange 9, die sich in mehreren
Zylindern 6 simultan verschieben lassen. Zur Erzielung optimaler Drosselwirkung wechselt der Windungssinn
15 der ersten Stufe zum entgegengesetzten Windungssinn 16 in der zweiten Stufe, um in den weiteren Stufen
weiter zu wechseln.
Das Dampfumformventil nach F i g. 7 ähnelt dem Ventil nach F i g. 3. Es besitzt jedoch zusätzlich die
zentrale Kühlwasserzuführung 18. Bei der Entspannung von Heißdampf entstehen im Zentrum des Rotationsraumes 2 sehr niedrige Unterdrücke und sehr hohe
Drehgeschwindigkeiten, die die Schallgeschwindigkeit erheblich übersteigen. Der Unterdruck ist in der Lage,
durch die Kühlwasserzuführung 18 das Kühlwasser selbst anzusaugen, das bei seinem Eintritt in den
Rotationsraum 2 momentan zerstäubt und durch die Zentrifugalkräfte des Wirbels der Heißdampfströmung
entgegengeschleudert wird. Diese Gegenstromwirkung gewährleistet vollkommene Verdampfung des Kühlwassers,
so daß der austretende Dampf völlig tropfenfrei ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß nunmehr mit einem einzigen Regelkreis Druck-, Mengen- und Misch-Regelungen
durchgeführt werden können, wo bisher im allgemeinen zwei getrennte Regelkreise nötig waren. Außerdem
wird die Lagerhaltung von Regelventilen durch die Erfindung ganz erheblich vereinfacht, weil nun die
Ventile bis auf die Zylinder 6 fertig montiert werden können und letztere, die dem gewünschten Regelvorgang
angepaßt sein muß, erst kurz vor dem Versand eingebaut wird. Dieser Vorteil besteht in gleicher Weise
für die Serienfertigung solcher Ventile, wodurch eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielt wird. Aber auch die
Lagerhaltung beim Verbraucher wird vereinfacht, der jetzt für alle möglichen Regelaufgaben die gleichen
Grundventile bevorraten kann und für die speziellen Einsatzfälle passende Zylinder 6 vorrätig halten oder
von Fall zu Fall selbst anfertigen muß. Auch eine Anpassung an veränderte Betriebsverhältnisse läßt sich
ohne Ausbau der Regelventile durch Austausch des. Zylinders 6 auf einfachste Weise bewerkstelligen. Dies
gilt insbesondere dann, wenn sich ein in die Anlage eingebautes Regelventil bei der Inbetriebnahme als zu
klein oder zu groß erweist. Letzteres kann aber gemäß Erfindung auch durch Verstellen des Zylinders 6 von
außen aus behoben werden.
Ein ganz besonderer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß wegen der weiten Variationsmöglichkeit des
abzubauenden Druckgefälles auf einfachste Weise mit einem Regelkreis und einem Regelventil der automatische
Start eines Zwangsdurchlauf-Dampfkessels durchgeführt werden kann. Das erfindungsgemäße Regelventil
hat dabei zuerst den kalten Wasserpfropfen bei erheblichem Gefälle zu entspannen und schließlich dem
erzeugten Heißdampf einen möglichst geringen Drosselwiderstand zu bieten.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
230 262/2
Claims (13)
1. Vorrichtung zum Drosseln strömender Mittel unter Aufrechterhaltung eines Wirbels in einem
Rotationsraum mit tangentialem Eintritt und zentralem Austritt,dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellglied zur Veränderung der Menge des strömenden Mittels so ausgebildet ist, daß es
unmittelbar am Eintritt des Rotationsraumes (2) sowohl den Gesamtströmungsquerschnitt als auch
den Eintrittswinkel (α) verändert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Veränderung der Menge von Null
aus über einen Teil des Stellbereichs der Radius (R) des jeweiligen Kreises, der vom Geschwindigkeitsvektor (5) tangiert wird, mit dem Radius (r) des
zentralen Austritts (3) in einem Verhältnis (R/r) gehalten wird, welches der Quadratwurzel des
jeweiligen Gesamtdruckgefälles proportional ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Radienverhältnis (RZr)Im anschließenden
Stellbereich sich stetig vermindert.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
zentralen Austritts (3) des Rotationsraumes (2) eine Zuführung (18) für die Beimischung eines anderen
strömenden Mittels vorhanden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotationsraum (2)
durch einen Zylinder (6), einen Ventilsitz (7) und einen verschieblichen Ventilkolben (8) gebildet ist,
der zentrale Austritt (3) innerhalb des Ventilsitzes (7) liegt und die Eintrittsstrahlen (5) durch im Zylinder
(6) eingearbeitete Schrägschlitze (14) erzeugt werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zylinder (6) in Bezug auf den Ventilsitz (7) verschiebbar ist.
7. Vorrichtung nach 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (6) durch den Schaft (12) von
außerhalb des Ventilgehäuses (13) verschiebbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im zentralen Austritt
(3) ein Zentralkörper (9) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentralkörper (9) gleichzeitig als
Betätigungselement des Ventilkolbens (8) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (6) auf der Rückseite des Ventilkolbens (8) als Servo-Zylinder
ausgebildet ist und durch Druckentlastung infolge Lüftens eines zur Niederdruckseite hin ausgießenden
Steuerventils (10) den Ventilkolben (8) vom Ventilsitz (7) abhebbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerventil (10) im Ventilkolben (8) angeordnet und durch die Stange (9)
anlüftbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehrstufig ist
und die Ventilkolben (8) alle auf derselben Stange (9) sitzen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehrichtung des strömenden
Mittels in aufeinanderfolgenden Stufen gegenläufig ist.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Drosseln strömender Mittel unter Aufrechterhaltung eines
Wirbels in einem Rotationsraum mit tangentialem Eintritt und zentralem Austritt.
Bei derartigen Vorrichtungen ist es bkeannt, das Gesamtdruckgefälle so aufzuteilen, daß ein relativ
kleiner, weitgehend konstant bleibender Anteil zur Erzeugung der Eintrittsgeschwindigkeit herangezogen
wird und der Rest im Wirbel abgebaut wird, um
ίο störungsfreien, verschleißfreien und geräuscharmen
Betrieb zu gewährleisten.
Allgemein bekannt ist die Druckgefälleaufteilung zur Erzielung einer schwingungsfreien Speiseregelung in
Dampfkesselanlagen. Dabei wird durch einen besonderen Differenzdruckregler am Speiseregelventil ein
konstantes, relativ kleines Druckgefälle aufrechterhalten, so daß jeder öffnungweite des Speiseregelventils
nur eine bestimmte Speisemenge entspricht. Der Differenzdruckregler vernichtet das überschüssige
Druckgefälle. Zu dieser Gefälleaufteilung werden zwei Regelkreise mit zwei Regelventilen benötigt, so daß die
Gesamtanlage relativ teuer ist. Das am Speiseregelventil konstant gehaltene Druckgefälle bleibt auch bei
maximaler Speisemenge bestehen, so daß der Förderdruck der Speisepumpe entsprechend höher liegen muß,
wodurch der Wirkungsgrad der Anlage beeinträchtigt wird.
Es ist des weiteren bekannt, große Druckgefälle durch Kaskadenventile in Gefällestufen zu unterteilen und
dabei jede praktisch bedeutsame Ventilkennlinie zu verwirklichen gemäß der DE-AS 11 07 471, sowie durch
Kaskadenventile mit gewundenen Drosselkanälen, deren Windungssinn von Stufe zu Stufe wechseln
kann.die Entspannung verschleißfrei und geräuscharm durchzuführen und in einer Stufenkammer ein weiteres
Mittel zuzumischen gemäß der DE-AS 11 47 450, sowie die Kaskadenventile so auszubilden, daß sie in der
Offenstellung einen ununterbrochenen, energievermindernden Strömungsweg bilden gemäß der DE-PS
5 20 187. Alle diese Kaskadenventile unterteilen das Gesamtdruckgefälle in annähernd gleiche Stufen, so daß
der mengenabhängige Verlauf des Druckgefälles trotz der Stufenaufteilung ähnlich bleibt. Als Regelventile
eingesetzte Kaskadenventile verhalten sich demnach grundsätzlich genauso wie einstufige Ventile. Fällt
beispielsweise des Gesamtdruckgefälle mit ansteigender Durchflußmenge stark ab, muß der Ventilkolbendurchmesser
sehr groß gewählt werden, damit in der Offenstellung bei sehr kleinem Druckgefälle der
Maximaldurchfluß gewährleistet ist. Zwangsläufig ergibt das in Nähe der Schließstellung bei dem dann
vorhandenen großen Druckgefälle eine starke Spaltströmung rings um den Ventilkolben, gegenüber der
irgendwelche Ausbildungen des Ventilkegels oder der darin eingeschnittenen Drosselschlitze keine nennenswerte
Auswirkung haben können. Diese starke Spaltströmung begrenzt also den Regelbereich nach unten.
Auch ist es bekannt, durch ein Spiralgehäuse mit tangentialem Eintritt und zentralem Austritt in einer
einzigen Stufe erhebliche Druckgefälle bei niedrigen Einströmgeschwindigkeiten durch die Aufrechterhaltung
eines Wirbels abzubauen, wie die Literaturstelle PRANDTL. Führer durch die Strömungslehre, 2. Aufl.,
Braunschweig 1944, S.44—45, ausweist, sowie den
Wirbel zum Abbau großer Druckgefälle dadurch zu nutzen, daß in einer Wirbeldüse die Flüssigkeitsströmung
in feine Tröpfchen aufgelöst und in dieser Form in die ruhende Abströmflüssigkeit geschleudert wird
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| DE1600878A1 (de) | 1970-07-16 |
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