DE1697476U - Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung. - Google Patents
Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung.Info
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Description
i Jl
Torrichtung zur Bestimmung kleiner TTeigungen oder dar·
Zur Bestimmung der Iiotrichtung von Geräten verwendet
man in der Regel Iiibellen, die jedoch &uröh kleine Tempera
turmntersGhiede Böhon relativ große Störungen erfahren
waä. zudem auch keinen automatischen Ausgleich einer etwaigen
GeiiiteneigUng gestatten,- -lan hat ferner zur Hori-*
liOßtierung· auoh £ö3*ön Pendel- öder Peilwaagen benutzt ι die
gewöhnlich mit Zielmarken oder einem Biopter versehen
waren^ doch sind diese Pendel in der üblichen Ausführung
ungenau und unempfindlich,,
Gegenstand der; Erfindung ist eine Vorrichtung zur
Bestimmung kleiner fTeigungen oder zur Bestimmung der Lotrichtung
mit BiIfe einer Pendelwaage» die sich gegen-*
über bekannten Anordnungen dieser Art durch außerordent->
liste große Hmpf indlichkeit und Genauigkeit -auszeichnet»
Brfin&ungsgemäß wird tie Pendelwaage als Gelenkviereck
ausgebildet, dessen Standglied als iteigungskörper' und
äeseen Koppelglied als Pendelkörper dient, Beide Körper
sind miteinander durch die sogenannten Schwingen verfeunSenf
die als starre oder vorzugsweise als unstarre Körper (in JOrm von Bändern oder Drähten) ausgebildet
Bei einer solchen Pendelwaage tritt am Pendelkörper
außer der reinen Pendelbewegung, eine Drehung auf, und
zwar um den sogen* Momentanpol« Barunter ist der Punkt
zu verstehen, in dem sich die "beiden Schwingen oder deren
Verlängerungen schneidens Wenn also der ^eigungskorperum
einen geringen Betrag geneigt wird und der Pendelkörper dadurch in eine neue Gleichgewichtslage einschwingt j erfährt er gleichzeitig eine Drehung* deren Winkel von dem
Winkel abhängt, den der %igungskörper in seiner neuen
Lage gegenüber der Horizontalen einnimmt* "Das Pendel
gestattet dabei eine Vergrößerung des Drehwinkels am
Pendelkörper gegenüber dem Neigungswinkel des Neigungskörpers, die von der Bemessung der einzelnen Elemente .des
Gelenkviereoks abhängt·
Um eine Verwindung des Pendels zu vermeiden* ist es
zweckmäßig, Neigungskörper und Pendelkörper durch mindestens drei Schwingen miteinander zu verbinden^ die in
verschiedenen Ebenen liegen* Vorteilhaft ist die Verwendung von zwei, in zwei verschiedenen Ebenen angeordneten
Schwingenpaaren, Auch drei* Schwingen sind vielfach zweckmäßig t wobei dann eine Schwinge in einer anderen Ebene
liegt als die beiden anderen*
Gemäß einen weiteren Erfindungsgedanken werden bei mindestens drei Schwingen die^so angeordnet, daß sie
die Kanten einer Pyramide bilden« Dann ist eine Schwingung
des Pendelkörpers vorzugsweise in zueinander senkrechten Ebenen möglich und damit können Neigungen in allen Richtungen
bestimmt oder ausgeglichen werden* Das Vergrößerungsverhältnis zwischen Weigungskörper und Pendelkörper
kann dabei in den beiden Schwingungsebenen verschieden sein*
Bei einer häufig besonders vorteilhaften Ausführungs-
form der Erfindung ist das Pendel als Rollbandgelenkpendel
ausgebildet* Eine solche Anordnung erlaubt einmal die Behe2?i?ÄäsJing
sehr großer Neigungswinkel und außerdem hohe Vergrößerungen dieses Winkels.
Die Erfindung kann überall da Verwendung finden» wo man hisber zur Festlegung der Lotrichtung Libellen oder
aber Peilwaagen, Pendelwagen u#dgl# benutzt hat* Sie er*
larnbt ferner mit besonderem Vorteil die selbsttätige Einrichtung einer Ziellinie, indem gemäß einem weiteren
■Erfindungsgedanken die durch Neigung des Geräts bewirkte
Verlagerung der Ziellinie durch das&elenkviereckpendel
wieder rückgängig gemacht wird* Zu. diesem Zweok kann die
Pendelwaage in ein optisches Gerät,♦etwa ein !Fernrohr oder
ein Mikroskop eingebaut werden» wobei die Okularstrichplatte a>B, unmittelbar an dem Pendelkörper befestigt wird*
In andern fällen kann es vorteilhaft sein» auf dem Pendelkörper
einen Spiegel, ein Spiegelprisma oder eine plan·*
parallele Glasplatte anzubringen und mit deren Hilfe den Strahlengang des Jernrohrs bei dessen Neigung entspreohend
-zu beeinflussen» In gleicher Weise kann bei Höhenwinkelmeßgeräten
mit Ablesemikroskop zfB» die Einstellung des
Höhenindex jeweils selbsttätig erfolgen»
Eine andere Art der Stabilisierung ergibt sioh ferner
dadurch, daß durch Bewegen des Pendelkö'rpers Stromkreise
eines Verstärkers beeinflußt werden? die ihrerseits übea?
Eelais u,dgl# eine Verstellung des Gesamtgeräts hervorge·*
3?uf en* Bas kann ζ kB» bei nautischen Höhenwinke Imeßgeräten
(Sextanten) wertvoll sein» ·
Die Erfindung ist bei astronomischen^ nautischen und geodätischen Geräten aller Art, wie a>B# Astrolabien^
Schachtlotgeräten, Hiivellieren) Theodoliten, $achymetem»
Sexfranten u»dglt, von besonderer Bedeutung,
Die Erfindung sei näher an Hand der in Abb, 1 bis β
der- Zeichnung dargestellten AusführungsbeispieXe ·. und
der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Dabei sind auch,
noch weitere Einzelmerkmale der Erfindung aufgeführt».
In Abb. 1 ist schematisch eine Pendelwaage in Form eines Gelenkvierecks dargestellt» Mit 1 ist das Stand
glied des Gelenkvierecks bezeichnet, das im vorliegenden
fall als Weigungskörper dient und mit dem Gegenstand* · des**
sen Neigung bestimmt werden soll, fest verbunden let,.Ss
kann aber auch selbst unmittelbar ein Teil dieses Gegen«
Standes sein» Das Koppelglied 2 des Gelenkvierecks dient
nach der Erfindung als Pendelkörper« Beide Körper sind miteinander gelenkig durch hier starr ausgebildete Schwin*-
gen oder Gelenkkörper J und 4 verbunden» Am Pendelkörper
ist ein Zeiger 5 befestigt , der über einer nicht mit dargestellten
Skala den Winkel anzeigt, um den sich der Pendelkörper 2 bei Neigung des Standgliedes 1 dreht,.Der
Schwerpunkt des Pendelk'drpers möge bei masselos gedaöh*·
ten Schwingen 3 und 4 im Punkte S in der Zeigerspitze
liegen«
Das Pendel ist, unabhängig von der jeweiligen
Sehwinglage des Pendelkörpers, stets im Gleichgewicht*
wenn das vom Schwerpunkt S des Pendelkörpers 2 gefällte
lot durch den Schnittpunkt P (Momentanpol) der beiden Schwingen 3 und 4· oder ~ wie in der Abbildung - deren
Verlängerungen geht» Schwingt das Pendel um diese Gleich- gewichtslage,
dann bleibt der Pendelkörper nicht parallel zu sich selbst sondern erfahrt eine Drehung, deren Drehpunkt
im Momentanpol P, liegt. Dabei ist aber zu berüok-
sichtigen, daß auch dieser Punkt P ebenso wie der Schwer*
punkt S beim Pendeln auswandert, und zwar in gleicher
Richtung* Die Gleichgewichtslage ist stab11$ wenn bei
kleiner Schwingungsweite der Punkt P in der gleichen Zeit eine größere Strecke seitlich auswandert als der
Schwerpunkt S, .d,h* die Wanderungsgeschwinaigkeit des
Punktes F größer als. die des Punktes S lat» In diesem ·
falle erzeugt ziamlloh der Schwerpunkt S: ©in DrehmoaeniJt
das das Pendel stets wieder in die GleichgewiöM&läge
zttuüökbringt» » Das Gleichgewicht ißt indifferentt wenn
S und P in Bezug auf das Lot in der Zeiteinheit um gleiche
Beträge auswandern, und. m ist schließlich labil, weitti
beim Pendeln der Schwerpunkt S um ein gr&Öeres Stück als
P wandert» Im letzteren 3?ali kippt die ganze Anordnung um.#
Welches Gleichgewicht vorliegt ?l hängt von der lage des
Schwerpunktes S ab* Je hoher diesem übej? den Gelenkpunkt en
am Pendelkörper liegt f desto mehr nähert ap-ch die Anordnung;
dem indifferenten Gleichgewicht und wird schließlich labil,
Das erfindungsgemäß ausgebildete Pendel wird vor2i*gi~·
weise in einer stabilen Gleichgewichtslage verwendet,,
welche dem Zustand des indifferenten Gleichgewichts je
nach der geforderten Genauigkeit und 3Smpfindliohkeit mehr
oder weniger stark angenähert ist*
Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise des Pendels
als ein auf Neigungen ansprechendes Gerät sei in Abb* I
angenommen, daß das Standglied 1 durch Anheben des Gelenkpunktes
A nach A* bei festgehaltenem Punkt B und zunächst
festgehaltener Schwinge 3 geneigt wird, Dabei sind die Yea?«·
hältnisse zur Verdeutlichung übertrieben gezeichnet· In
der Praxis wird das dargestellte Pendel nur für wesentlich
kleinere W^igungswinkeX benutzt, Bei der Neigung möge sieh
■*» 6 «oi-
stallt: strichlinierte Einstellung der einzelnen BIe-mente
des Pendels ergeben» Der'Schwerpunkt S liegt nicht
mehr senkrecht über dem Punkt P, der nach P' ausgewandert
ist, sondern etwas weiter rechts, bei St- Er erzeugt dadurch ein Drehmoment im Uhrzeigersinne * durch das bei
jetzt freier Schwinge > eine Pendelbewegung hervorgerufen
wird# Diese beginnt zunächst mit einem Auswandern des
Pendelkörpers sowie des Schwerpunktes Sf und des Punktes P1
weiter nach rechts» Da die Anordnung so gebaut ist, daß stabiles Gleichgewicht herrscht, wandert, wie oben er
läutert, der Punkt P* schneller als der Punkt S' und
holt? diesen nach einer gewissen Drehung des Pende!körpers
schließlich ein« In dieser Stellung S'f und P'' liegen
beide Punkte wieder lotrecht übereinander», Wird die Pendelbewegung z*Bs, durch eine Dämpfungseinrichtung aufgehalten,
so bleibt das Pendel in dieser !Page, welche die neue Gleichgewichtslage ist, in Ruhe* Die Teile 2? 3>
4- und 5 nehmen dabei die dünne strichlinierte Stellung ein* Der Pendelkörper 2 hat sich gegenüber seiner Ursprungslage
um einen Winkel $ geneigt, der größer als der zu bestimmende
■Neigungswinkel s\. des TfeigungskÖrpers ist* Und zwar ist
die Vergrößerung um so höhere je größer das Verhältnis
der Längen von Heigungskörper 1 und Pendelkörper 2, und
ferner je kleiner der Unterschied in der Auswanderungsge···
sohwindigkeit der Punkte S und P beim Pendeln um die
Gleichgewichtslage ist, da bei kleinen Unterschieden in der
WaAderungsgeschwindigkeit der Punkt P eine große Strecke und
damit eine große Drehung des Pendelkörpers «* benötigt *
bis er den Punkt S eingeholt hat« Dieser Unterschied in
der Wanderungsgeschwindigkeit wird um so kleiner, -Je hoher
der Schwerpunkt S liegt* d.h* ^e näher dte Anordnung», die
■ ύ >*$· . £t df <J $' J^ '
sich im stabilen Gleichgewicht befindet^ an das is&i£ierente
Gleichgewicht herankommta
Durch entsprechende Bemessung der einzelnen Gliederdes Gelenkvierecks und geeignete Wahl der Lage des Schwerpunkts
läßt sich die gewünschte Vergrößerung des Neigungswinkels des Körpers 1 am Pendelkörper 2 erreichen* Damit
werden an der Skala des Zeigers 2' auch noch ablesbare Ausschläge für sehr kleine Neigungswinkel (K möglich* Die
Skala kann unmittelbar in Winkeln (A geeicht sein» Die
Anordnung laßt sich aber selbstverständlich auch ohne ge eichte Skala verwenden, wenn sie nach Art einer Libelle
lediglich zur Horizontierung dient» Gegenüber der Libelle
hat sie den Vorteil wesentlich größerer Genauigkeit und Empfindlichkeit» Selbstverständlich lassen sich auch
Vergrößerungen kleiner als eins erhalten*
Durch Anbringen von Zielmarken am NeigungskÖrper
wird das Pendel zu einer einfachen aber genauen Peilwaage,
Die Gelenke, mit denen die Schwingen 3 und 4 am
NeigungskÖrper und am Pendelkörper befestigt sindi können
in jeder an sich bekannten !Form ausgebildet sein, sollen
jedoch, um die Genauigkeit nicht zu beeinträchtigen, möglichst geringe Reibung besitzen* Als besonders zweckmäßig
haben sich daher Gelenke erwiesen,die aus einem dünnen Band oder dünnen Draht bestehen» Vorteilhaft ist es, die
Schwingen überhaupt als unstarre Gebilde in lorm von Bän *~
dem oder Drähten auszubilden» In diesem falle besteht
aber u»TJ» die Gefahr, daß das Gelenkviereck eine Verwindung
erfährt, wodurch seine Genauigkeit beeinträchtigt wird*
Durch Verwendung von mehr als zwei Schwingen läßt sich dieser Nachteil vermeiden,. In Abbe 2 ist eine solche An-
Ordnung perspektivisch und schematisch dargestellt, und zwar sind drei Schwingungenpaare zur Verbindung von f\Teigungskorper
7 und Pendelkär.pet· $,-vorgesehen* Der Pendelkärper
ist mit einem Zeiger 9 versehen* der über der am
Weigungskb'rper 7 "befestigten Skala IO spielt. Bs werden
"Weiguttgen um eine zur Pendelebene senkrechte Achse angezeigt.
!<& der gezeichneten Ausführungsform liegen die
durch die einzelnen Schwingenpaare gebildeten Ebenen zu~ einander parallel und siüd kongruent* Verwendet man a*B#
nur zwei Schwingeiipaare und Ordnet diese so an^ daß die
Ebenen dieser beiden Paare zueinander geneigt sindj
oder mit anderen Worten die Schwingen die Kanten einer vierseitigen Pyramide bilden, .so kann der Pendelkörper
in zwei zueinander senkrechten Ebenen schwingen und die Bestimmung der Lot richtung wird dadurch in vielen !fällen
erleichtert.
Die Gelenkkörper oder Gelenkbänder können auch über
Kreuz angeordnet sein, wie das z. B, in Abb». 3 an einem
Pendel mit zwei Gelenkbinderpaaren 6 dargestellt 3äsv
Der Schnittpunkt der Gelenkbänder, d*h» also der Momen**
tanpol, liegt dann zwischen TCelgungskörper 7 und Pendelkörper
8 und der Drehsinn des Pendelkb'rpers enthält das entgegengesetzte Vorzeichen wie der des ^eigungsk'drpers,
Im übrigen ist die· Wirkungsweise die gleiche wie an Hand der Abb# 1 und 2 beschrieben.» *- Die Anordnung arbeitet auch mit nur drei Schwingen,.ohne Gefahr einer Verwindunjj
einwandfrei* indem man z*B*. in Abb<. 3 die beiden parallelen^
innenliegenden Schwingen soweit zusammenrückt^bis sie
zu einer Schwinge verschmelzen«
Abb* 4 stellt eine vorteilhafte Ausführung in
fines R0llbanägelenk«P3ndels dar», und zwar ebenfalls
in der Verwendung als Neigungsanzeiger oder als Horizontierungsgerät
(Libellenersatz)« Neigungs- und Pendelkörper
"bestehen aus Bollen 11 und 12,die durch zwei Gelenkbänder
ptare 13 und 14 verbunden sind* Der ^eigungskörper 11 ist
mit einer zu seiner eigenen Achse senkrechten Achse 15 ■
versehen Und mit dieser am Gerat 16$. dessen Neigung "bestimmt
oder ausgeglichen werden soll, gelagert* Durch diese
Läge'rüng wird erreicht, $aß Neigungen des Geräts in einer
zur- SchwingungsebOne des Pendels senkrechten Ebene kein
Abscheren der Bänder 13 und 14 bewirken» Das Gerät zeigt
dann unbeeinflußt Kippungen um Achsen an, die senkrecht
auf der Schwingungsebene des Pendels stehen,- Am Pondelkörper
12 ist de? Zeiger 17 befest igt f der über der am Ne.igungs
körper angebrachten Skala 18 spielt* Die Durchmesser von
Neigungs- und Pendelkörper sind im vorliegenden Pail praktisch
gleich gewählt, so daß die Vergrößerung des Neigungswinkels
durch Übertragung auf den Pendelkörper nicht geometrisch, sondern rein physikalisch durch entsprechende Lage
des Schwerpunkts des Pendelkörpers 12 erfolgt. Dieser
Schwerpunkt liegt hier wegen der Anordnung des Zeigers oberhalb der Achse des FendelkÖrpers 12*
Die lage der Befest igungslasclien 19 und 20 für die
Gelenkbänder 15 und 14 am Umfang von Weigungs- undVöji
Pendelkörper richten sich danach, welcher Drehwinkelbereich bestrichen werden soll» Die rallenförmigen Körper erlauben
die Beherrschung auch großer TiTeigungswitikel des Körpers 11
und entsprechend großer; Auslenkungswinkel des Pendelkörpers
12j also auch stärkerereVergrößerüngen,, Dabei sind die
Auslenkungswinkel des Pendelkörpers vom Neigungswinkel des
Körpers 11 linear abhängig>
solange ihr Sinus gleich dem Arous gesetzt werden kann. Auch größere Neigungen
sind noch ohne weiteres möglich, nur sind die Besiehungen
dann nicht mehr linear»
Häufig ist es vorteilhaft, die Gelenkbänder so zu
■befestigen» daß sie in ihrem ganzen Arbeitsbereich im Gelenk: freiliegen» In diesen Fällen wird man von der
Rollenform des Weigungs- und Pendelkörpers zweckmäßig
abgehen* Abb. 5 zeigt eine solche Anordnung snhematisch
im. Schnitt, und zwar für ein fernrohr, dessen Visier
linie sich selbsttätig stabilisiert Das Fernrohr 29 besitzt ein Objektiv 27 und ein Okular 28 und kann z»B,
mit Hilfe einer Dosenlibelle 26 grob justiert werden»
Die 3?e in justierung und der Ausgleich von geringen itfeigungsSchwankungen
erfolgt durch ein Gelenkviereck-Pendel,
das im Innern des Fernrohrs angeordnet ist« Es besteht
aus dem an der Fernrohrwandung festgesohraubten gungskÖrper 49 und dem Pendelkörper 50* die miteinander
durch die gekreuzten Gelenkbänder 51 verbunden sind.
Auch hier sind zwei Paare solcher Gelenkbänder in zueinander parallelen Ebenen vorgesehen, von denen das zweite
hinter dem dargestellten liegt und hier nicht sichtbar ist. Die Befestigung der Bänder geschieht mittels Flanschen
21 und 22, und zwar mit den Körpern 4-9 und 50 abschließend,
so daß die Gelenkstellen der Bänder 20 völlig freiliegen*
-Am Pendelkörper ist ein Hebelarm 24 starr befestigt, der
senkrecht zu seiner Achse die im Strahlengang liegende Strichplatte 23 trägt. Zum Ausgleich des Gewichts der
Strichplatte ist am andern Ende des Hebels 24· ein Gegengewicht
25 vorgesehen. Die Anordnung ist so justiert, daß
s^ ί β >. .ο ,ο ·λ,; ?
Tleigiings Schwankungen des fernrohrs innerhalb eines bestimmten
Bereichs durch Auswandern der mit dem Pendel verbundenen Strichplatte 23 wieder ausgeglichen werden^
so- daß die Visierlinie des Fernrohrs stets in der eingestellten Lage bleibt*
Abb« β zeigt eine andere, ähnliche Anordnung mit
einem Fernrohr* i\Teigungskörper 30 und Pendelkörper- 31
sind hier als Rollen ausgebildet und ebenfalls wieder
durch zwei Paare gekreuzte Gelenkbänder 32 miteinander
verbunden* Die Strichplatte 33 ist hier fest angeordnet»
jedoch wird der Blickstrahl hinter dem Fernrohr durch die Pendelanordnung abgelenkt» Zu diesem Zweck sind an
dem starr mit dem Fernrohr verbundenen 1%igungsk"rper
ein Spiegelprisma 34 und ferner am Pendelk^rper ein Spiegelprisma 35 befestigt* Die Justierung ist wieder so getroffen»
daß innerhalb .eines bestimmten Bereichs Weigungsänderungen
des Fernrohrs ausgeglichen werden* "Qm das Einstellen
der Visierlinie in der neuen ^ernrohrlage zu beschleunigen ? wird die Schwingung des Pendels zweckmäßig
gedämpft, Zu diesem Zweok ist ein Dämpfungszylinder 36
vorgesehen, in dem sich der mit dem Pendelkörper 31 verbundene Kolben 3? bewegt* Solche und ähnliche· Dampfurtgseinrichtungen
sind auch bei den vorher beschriebenen Anordnungen
zweckmäßig*
In Abb* 7 ist ein Fernrohr dargestellt>
bei dem die Gelenkbänder'38 umgekreuzt am itfeigungskörper 39 "und am
Eendelkörper 40 befestigt sind* Auch hier sind zweckmäßig
wieder zwei Paare von .^-elenkbändern vorgesehen. ÜTeigungs-
und Pendelkörper sind wieder als Rollen oder als Teile
von Rollen ausgebildet,. Jeder Körper trägt ein Spiegel*.
41 bzw, 42, Der ^eigungskörper 59 ist zxxr Aufnahme
Prismas 41 entsprechend ausgespart. Durch das Prisma wird bei Änderung der Gleichgewichtslage des Pendels
eine Ablenkung des Strahle wie bei den früheren Aus~
!spielen ermöglicht und dadurch eine etwaige
€es Fernrohrs in Bezug auf die gewünschte Lage
ausgeglichen« - Ob man gekreuzte oder ungekreuzte
verwenden wird, richtet sich danach, welchen Aus«·
n man erhalten will, Das hangt wiederum häufig
der Art der optischen Anordnung» z#B« von der Zahl
spiegelnden Flächen im Fernrohr usw» ab.
Die Erfindung kann auch zur ^abÜiJöä^ung der Visier*»
richtung oder der Ableserichtung von Mikroskopen, z«.B>
zur selbsttätigen Höhenindexe inst ellung von Höhenwinke1-meßgeräten>
dienen· Abb 8 zeigt eine solche Anordnung» Der mit dem HÖhenwinkelfernrohr 48 verbundene Höhenkreis
43 wird mittels des Mikroskops 44 abgelesen* Im Mikroskop
ist wiederum ein Pendel aus dem rollenförmigen Ttfelgungs.-k'drper
45 und Pendelkb'rper 46 und zwei Schwingenpaaren (davon nur das eine dargestellt) vorgesehen« ifeigungsk^rper
und Schwingungskörper tragen wieder Spiegelprismen« der fteigungskörper enthält wieder einen Ausbruch, indem
das Prisma 55 liegt» Die Wirkungsweise ist die gleiche,
wie bei den vorhergehenden Anordnungen.
Claims (1)
- Schutζanspräche1· Vorrichtung zur Bestimmung kleiner Neigungen oder ier Iiotriöhtung mit Hilfe einer Pendelwaage, dadurch gekennzeiehnet, daß die Pendelwaage als Gelenkviereck ausgebildet ist, dessen Standglied älö Weigungskörper und dessen Koppelglied als Fende!körper dient*2» Torrichtung nach Anspruch lf dädurcli gekennzeichnet f daß; die Qelenke <ies Vierecks als Bandgelenke ausge·- liildet sind»3* Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet i daß die den WeigungskÖrper und den Pendelkörper ■verbindenden Schwingen unstarre Gel6nkk*drper sind.4, Vorrichtung nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkkorper als Bänder oder Drähte ausgebildet sind.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß TTeigungskorper und Pendelkörper duröh mindestens drei Schwiagen. miteinander verbunden sind> die in verschiedenenmit 3 öder 4 Schwingen 6t Vorrichtung tiach Anspruch 5^ däduröh gekennzeich-r daß die Schwingen so angeordnet sind* daß sie die Kanten einer Pyramide bilden und dem Bendelkörper die Schwingung in zwei zueinander senkrechtes Ebenen ermöglichen*7r Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet ? daß die Vergrößerungen in den beiden Schwingungsebe-*nen des Pendelkörpers verschieden gewählt sind,8,. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5? dadurch gekennzeichnetj daß die Schwingen paarweise zueinander gekreuzt am Weigungs- und am Pendelkörper befestigt sind#9> Vorrichtung, nach Anspruch lt dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelwaage als Rollbandgelenkpendel ausgebildet ist,10, Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet ♦ daß die Batidgelenke am Neigungs- und am Pendelkörper des Pendels so befestigt sind, daß sie in ihrem ganzen Arbeitsbereich im Gelenk frei liegen».11» Vorrichtung nach Anspruch Ig dadurch gekennzeichnet, daß der Pendelkörper mit einer Dämpfung ver* sehen ist« ■ -12, Vorrichtung zur Bestimmung kleinster, Neigungen nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel des WeigungskÖrpers über den Drehwinkel des Bendelkörpers an einer in Neigungswinkeln geeichten Skala ablesbar istf15* Vorrichtung nach Anspruch 1 in Anwendung auf eine Anordnung zur Stabilisierung einer Visierlinie,14, Vorrichtung nach Anspruch 12,eingebaut in ein Fernrohr oder ein Mikroskop. -15# Vorrichtung nach Anspruch 14S dadurch gekennzeichnet* daß die Strichplatte des optischen Geräts am Pendelkörper befestigt ist«16* Vorrichtung na-eh Anspruch 15j dadurch gekennzeichnet t daß die Strichplatte an einem senkrecht zurDrehachse des äPendelkörpers* an diesem befestigten Hebel sitzt*·17» Vorrichtung nach Anspruch 141. dadurch gekennzeichnet, .daß der Pendelkörper mit einem im Strahlengang des optischen Ggräts liegenden Spiegel oder einem Prisma derart versehen ist, ,.daß bei einer. Ifeigungsänderung des Geräts durch'eine entsprechende Spiegelschwenkung die Zielstrahlabweiohung wieder rückgängig gemacht wird«18. Vorrichtung mit Ablesemikroskop nach Anspruch 14 »ur selbsttätigen Höhenindexe inStellung bei Höhenwinkelmeesgeräten»1% . Vorrichtung nach Anspruch 12 für die Stabilisierung von Geräten, insbesondere von Höhenwinkelmeßgeräten,durch Schaltung elektrischer Stromkreise...O2Ü49
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|---|---|---|---|
| DEZ89U DE1697476U (de) | 1949-11-09 | 1949-11-09 | Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEZ89U DE1697476U (de) | 1949-11-09 | 1949-11-09 | Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1697476U true DE1697476U (de) | 1955-04-28 |
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|---|---|---|---|
| DEZ89U Expired DE1697476U (de) | 1949-11-09 | 1949-11-09 | Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung. |
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|---|---|
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1949
- 1949-11-09 DE DEZ89U patent/DE1697476U/de not_active Expired
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