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DE1697476U - Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung. - Google Patents

Vorrichtung zur bestimmung kleiner neigungen oder der lotrichtung.

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Publication number
DE1697476U
DE1697476U DEZ89U DEZ0000089U DE1697476U DE 1697476 U DE1697476 U DE 1697476U DE Z89 U DEZ89 U DE Z89U DE Z0000089 U DEZ0000089 U DE Z0000089U DE 1697476 U DE1697476 U DE 1697476U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pendulum
inclination
pendulum body
joint
joints
Prior art date
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Expired
Application number
DEZ89U
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss SMT GmbH
Original Assignee
Carl Zeiss SMT GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Zeiss SMT GmbH filed Critical Carl Zeiss SMT GmbH
Priority to DEZ89U priority Critical patent/DE1697476U/de
Publication of DE1697476U publication Critical patent/DE1697476U/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C9/00Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels
    • G01C9/12Measuring inclination, e.g. by clinometers, by levels by using a single pendulum
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V7/00Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting

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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Telescopes (AREA)

Description

i Jl
Torrichtung zur Bestimmung kleiner TTeigungen oder dar·
Zur Bestimmung der Iiotrichtung von Geräten verwendet man in der Regel Iiibellen, die jedoch &uröh kleine Tempera turmntersGhiede Böhon relativ große Störungen erfahren waä. zudem auch keinen automatischen Ausgleich einer etwaigen GeiiiteneigUng gestatten,- -lan hat ferner zur Hori-* liOßtierung· auoh £ö3*ön Pendel- öder Peilwaagen benutzt ι die gewöhnlich mit Zielmarken oder einem Biopter versehen waren^ doch sind diese Pendel in der üblichen Ausführung ungenau und unempfindlich,,
Gegenstand der; Erfindung ist eine Vorrichtung zur Bestimmung kleiner fTeigungen oder zur Bestimmung der Lotrichtung mit BiIfe einer Pendelwaage» die sich gegen-* über bekannten Anordnungen dieser Art durch außerordent-> liste große Hmpf indlichkeit und Genauigkeit -auszeichnet» Brfin&ungsgemäß wird tie Pendelwaage als Gelenkviereck ausgebildet, dessen Standglied als iteigungskörper' und äeseen Koppelglied als Pendelkörper dient, Beide Körper sind miteinander durch die sogenannten Schwingen verfeunSenf die als starre oder vorzugsweise als unstarre Körper (in JOrm von Bändern oder Drähten) ausgebildet
Bei einer solchen Pendelwaage tritt am Pendelkörper außer der reinen Pendelbewegung, eine Drehung auf, und
zwar um den sogen* Momentanpol« Barunter ist der Punkt zu verstehen, in dem sich die "beiden Schwingen oder deren Verlängerungen schneidens Wenn also der ^eigungskorperum einen geringen Betrag geneigt wird und der Pendelkörper dadurch in eine neue Gleichgewichtslage einschwingt j erfährt er gleichzeitig eine Drehung* deren Winkel von dem Winkel abhängt, den der %igungskörper in seiner neuen Lage gegenüber der Horizontalen einnimmt* "Das Pendel gestattet dabei eine Vergrößerung des Drehwinkels am Pendelkörper gegenüber dem Neigungswinkel des Neigungskörpers, die von der Bemessung der einzelnen Elemente .des Gelenkviereoks abhängt·
Um eine Verwindung des Pendels zu vermeiden* ist es zweckmäßig, Neigungskörper und Pendelkörper durch mindestens drei Schwingen miteinander zu verbinden^ die in verschiedenen Ebenen liegen* Vorteilhaft ist die Verwendung von zwei, in zwei verschiedenen Ebenen angeordneten Schwingenpaaren, Auch drei* Schwingen sind vielfach zweckmäßig t wobei dann eine Schwinge in einer anderen Ebene liegt als die beiden anderen*
Gemäß einen weiteren Erfindungsgedanken werden bei mindestens drei Schwingen die^so angeordnet, daß sie die Kanten einer Pyramide bilden« Dann ist eine Schwingung des Pendelkörpers vorzugsweise in zueinander senkrechten Ebenen möglich und damit können Neigungen in allen Richtungen bestimmt oder ausgeglichen werden* Das Vergrößerungsverhältnis zwischen Weigungskörper und Pendelkörper kann dabei in den beiden Schwingungsebenen verschieden sein*
Bei einer häufig besonders vorteilhaften Ausführungs-
form der Erfindung ist das Pendel als Rollbandgelenkpendel ausgebildet* Eine solche Anordnung erlaubt einmal die Behe2?i?ÄäsJing sehr großer Neigungswinkel und außerdem hohe Vergrößerungen dieses Winkels.
Die Erfindung kann überall da Verwendung finden» wo man hisber zur Festlegung der Lotrichtung Libellen oder aber Peilwaagen, Pendelwagen u#dgl# benutzt hat* Sie er* larnbt ferner mit besonderem Vorteil die selbsttätige Einrichtung einer Ziellinie, indem gemäß einem weiteren ■Erfindungsgedanken die durch Neigung des Geräts bewirkte Verlagerung der Ziellinie durch das&elenkviereckpendel wieder rückgängig gemacht wird* Zu. diesem Zweok kann die Pendelwaage in ein optisches Gerät,♦etwa ein !Fernrohr oder ein Mikroskop eingebaut werden» wobei die Okularstrichplatte a>B, unmittelbar an dem Pendelkörper befestigt wird* In andern fällen kann es vorteilhaft sein» auf dem Pendelkörper einen Spiegel, ein Spiegelprisma oder eine plan·* parallele Glasplatte anzubringen und mit deren Hilfe den Strahlengang des Jernrohrs bei dessen Neigung entspreohend -zu beeinflussen» In gleicher Weise kann bei Höhenwinkelmeßgeräten mit Ablesemikroskop zfB» die Einstellung des Höhenindex jeweils selbsttätig erfolgen»
Eine andere Art der Stabilisierung ergibt sioh ferner dadurch, daß durch Bewegen des Pendelkö'rpers Stromkreise eines Verstärkers beeinflußt werden? die ihrerseits übea? Eelais u,dgl# eine Verstellung des Gesamtgeräts hervorge·* 3?uf en* Bas kann ζ kB» bei nautischen Höhenwinke Imeßgeräten (Sextanten) wertvoll sein» ·
Die Erfindung ist bei astronomischen^ nautischen und geodätischen Geräten aller Art, wie a>B# Astrolabien^ Schachtlotgeräten, Hiivellieren) Theodoliten, $achymetem»
Sexfranten u»dglt, von besonderer Bedeutung,
Die Erfindung sei näher an Hand der in Abb, 1 bis β der- Zeichnung dargestellten AusführungsbeispieXe ·. und der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Dabei sind auch, noch weitere Einzelmerkmale der Erfindung aufgeführt».
In Abb. 1 ist schematisch eine Pendelwaage in Form eines Gelenkvierecks dargestellt» Mit 1 ist das Stand glied des Gelenkvierecks bezeichnet, das im vorliegenden fall als Weigungskörper dient und mit dem Gegenstand* · des** sen Neigung bestimmt werden soll, fest verbunden let,.Ss kann aber auch selbst unmittelbar ein Teil dieses Gegen« Standes sein» Das Koppelglied 2 des Gelenkvierecks dient nach der Erfindung als Pendelkörper« Beide Körper sind miteinander gelenkig durch hier starr ausgebildete Schwin*- gen oder Gelenkkörper J und 4 verbunden» Am Pendelkörper ist ein Zeiger 5 befestigt , der über einer nicht mit dargestellten Skala den Winkel anzeigt, um den sich der Pendelkörper 2 bei Neigung des Standgliedes 1 dreht,.Der Schwerpunkt des Pendelk'drpers möge bei masselos gedaöh*· ten Schwingen 3 und 4 im Punkte S in der Zeigerspitze liegen«
Das Pendel ist, unabhängig von der jeweiligen Sehwinglage des Pendelkörpers, stets im Gleichgewicht* wenn das vom Schwerpunkt S des Pendelkörpers 2 gefällte lot durch den Schnittpunkt P (Momentanpol) der beiden Schwingen 3 und 4· oder ~ wie in der Abbildung - deren Verlängerungen geht» Schwingt das Pendel um diese Gleich- gewichtslage, dann bleibt der Pendelkörper nicht parallel zu sich selbst sondern erfahrt eine Drehung, deren Drehpunkt im Momentanpol P, liegt. Dabei ist aber zu berüok-
sichtigen, daß auch dieser Punkt P ebenso wie der Schwer* punkt S beim Pendeln auswandert, und zwar in gleicher Richtung* Die Gleichgewichtslage ist stab11$ wenn bei kleiner Schwingungsweite der Punkt P in der gleichen Zeit eine größere Strecke seitlich auswandert als der Schwerpunkt S, .d,h* die Wanderungsgeschwinaigkeit des Punktes F größer als. die des Punktes S lat» In diesem · falle erzeugt ziamlloh der Schwerpunkt S: ©in DrehmoaeniJt das das Pendel stets wieder in die GleichgewiöM&läge zttuüökbringt» » Das Gleichgewicht ißt indifferentt wenn S und P in Bezug auf das Lot in der Zeiteinheit um gleiche Beträge auswandern, und. m ist schließlich labil, weitti beim Pendeln der Schwerpunkt S um ein gr&Öeres Stück als P wandert» Im letzteren 3?ali kippt die ganze Anordnung um.# Welches Gleichgewicht vorliegt ?l hängt von der lage des Schwerpunktes S ab* Je hoher diesem übej? den Gelenkpunkt en am Pendelkörper liegt f desto mehr nähert ap-ch die Anordnung; dem indifferenten Gleichgewicht und wird schließlich labil,
Das erfindungsgemäß ausgebildete Pendel wird vor2i*gi~· weise in einer stabilen Gleichgewichtslage verwendet,, welche dem Zustand des indifferenten Gleichgewichts je nach der geforderten Genauigkeit und 3Smpfindliohkeit mehr oder weniger stark angenähert ist*
Zur näheren Erläuterung der Wirkungsweise des Pendels als ein auf Neigungen ansprechendes Gerät sei in Abb* I angenommen, daß das Standglied 1 durch Anheben des Gelenkpunktes A nach A* bei festgehaltenem Punkt B und zunächst festgehaltener Schwinge 3 geneigt wird, Dabei sind die Yea?«· hältnisse zur Verdeutlichung übertrieben gezeichnet· In der Praxis wird das dargestellte Pendel nur für wesentlich kleinere W^igungswinkeX benutzt, Bei der Neigung möge sieh
■*» 6 «oi-
stallt: strichlinierte Einstellung der einzelnen BIe-mente des Pendels ergeben» Der'Schwerpunkt S liegt nicht mehr senkrecht über dem Punkt P, der nach P' ausgewandert ist, sondern etwas weiter rechts, bei St- Er erzeugt dadurch ein Drehmoment im Uhrzeigersinne * durch das bei jetzt freier Schwinge > eine Pendelbewegung hervorgerufen wird# Diese beginnt zunächst mit einem Auswandern des Pendelkörpers sowie des Schwerpunktes Sf und des Punktes P1 weiter nach rechts» Da die Anordnung so gebaut ist, daß stabiles Gleichgewicht herrscht, wandert, wie oben er läutert, der Punkt P* schneller als der Punkt S' und holt? diesen nach einer gewissen Drehung des Pende!körpers schließlich ein« In dieser Stellung S'f und P'' liegen beide Punkte wieder lotrecht übereinander», Wird die Pendelbewegung z*Bs, durch eine Dämpfungseinrichtung aufgehalten, so bleibt das Pendel in dieser !Page, welche die neue Gleichgewichtslage ist, in Ruhe* Die Teile 2? 3> 4- und 5 nehmen dabei die dünne strichlinierte Stellung ein* Der Pendelkörper 2 hat sich gegenüber seiner Ursprungslage um einen Winkel $ geneigt, der größer als der zu bestimmende ■Neigungswinkel s\. des TfeigungskÖrpers ist* Und zwar ist die Vergrößerung um so höhere je größer das Verhältnis der Längen von Heigungskörper 1 und Pendelkörper 2, und ferner je kleiner der Unterschied in der Auswanderungsge··· sohwindigkeit der Punkte S und P beim Pendeln um die Gleichgewichtslage ist, da bei kleinen Unterschieden in der WaAderungsgeschwindigkeit der Punkt P eine große Strecke und damit eine große Drehung des Pendelkörpers «* benötigt * bis er den Punkt S eingeholt hat« Dieser Unterschied in der Wanderungsgeschwindigkeit wird um so kleiner, -Je hoher der Schwerpunkt S liegt* d.h* ^e näher dte Anordnung», die
ύ >*$· . £t df <J $' J^ '
sich im stabilen Gleichgewicht befindet^ an das is&i£ierente Gleichgewicht herankommta
Durch entsprechende Bemessung der einzelnen Gliederdes Gelenkvierecks und geeignete Wahl der Lage des Schwerpunkts läßt sich die gewünschte Vergrößerung des Neigungswinkels des Körpers 1 am Pendelkörper 2 erreichen* Damit werden an der Skala des Zeigers 2' auch noch ablesbare Ausschläge für sehr kleine Neigungswinkel (K möglich* Die Skala kann unmittelbar in Winkeln (A geeicht sein» Die Anordnung laßt sich aber selbstverständlich auch ohne ge eichte Skala verwenden, wenn sie nach Art einer Libelle lediglich zur Horizontierung dient» Gegenüber der Libelle hat sie den Vorteil wesentlich größerer Genauigkeit und Empfindlichkeit» Selbstverständlich lassen sich auch Vergrößerungen kleiner als eins erhalten*
Durch Anbringen von Zielmarken am NeigungskÖrper wird das Pendel zu einer einfachen aber genauen Peilwaage,
Die Gelenke, mit denen die Schwingen 3 und 4 am NeigungskÖrper und am Pendelkörper befestigt sindi können in jeder an sich bekannten !Form ausgebildet sein, sollen jedoch, um die Genauigkeit nicht zu beeinträchtigen, möglichst geringe Reibung besitzen* Als besonders zweckmäßig haben sich daher Gelenke erwiesen,die aus einem dünnen Band oder dünnen Draht bestehen» Vorteilhaft ist es, die Schwingen überhaupt als unstarre Gebilde in lorm von Bän *~ dem oder Drähten auszubilden» In diesem falle besteht aber u»TJ» die Gefahr, daß das Gelenkviereck eine Verwindung erfährt, wodurch seine Genauigkeit beeinträchtigt wird* Durch Verwendung von mehr als zwei Schwingen läßt sich dieser Nachteil vermeiden,. In Abbe 2 ist eine solche An-
Ordnung perspektivisch und schematisch dargestellt, und zwar sind drei Schwingungenpaare zur Verbindung von f\Teigungskorper 7 und Pendelkär.pet· $,-vorgesehen* Der Pendelkärper ist mit einem Zeiger 9 versehen* der über der am Weigungskb'rper 7 "befestigten Skala IO spielt. Bs werden "Weiguttgen um eine zur Pendelebene senkrechte Achse angezeigt. !<& der gezeichneten Ausführungsform liegen die durch die einzelnen Schwingenpaare gebildeten Ebenen zu~ einander parallel und siüd kongruent* Verwendet man a*B# nur zwei Schwingeiipaare und Ordnet diese so an^ daß die Ebenen dieser beiden Paare zueinander geneigt sindj oder mit anderen Worten die Schwingen die Kanten einer vierseitigen Pyramide bilden, .so kann der Pendelkörper in zwei zueinander senkrechten Ebenen schwingen und die Bestimmung der Lot richtung wird dadurch in vielen !fällen erleichtert.
Die Gelenkkörper oder Gelenkbänder können auch über Kreuz angeordnet sein, wie das z. B, in Abb». 3 an einem Pendel mit zwei Gelenkbinderpaaren 6 dargestellt 3äsv Der Schnittpunkt der Gelenkbänder, d*h» also der Momen** tanpol, liegt dann zwischen TCelgungskörper 7 und Pendelkörper 8 und der Drehsinn des Pendelkb'rpers enthält das entgegengesetzte Vorzeichen wie der des ^eigungsk'drpers, Im übrigen ist die· Wirkungsweise die gleiche wie an Hand der Abb# 1 und 2 beschrieben.» *- Die Anordnung arbeitet auch mit nur drei Schwingen,.ohne Gefahr einer Verwindunjj einwandfrei* indem man z*B*. in Abb<. 3 die beiden parallelen^ innenliegenden Schwingen soweit zusammenrückt^bis sie zu einer Schwinge verschmelzen«
Abb* 4 stellt eine vorteilhafte Ausführung in
fines R0llbanägelenk«P3ndels dar», und zwar ebenfalls in der Verwendung als Neigungsanzeiger oder als Horizontierungsgerät (Libellenersatz)« Neigungs- und Pendelkörper "bestehen aus Bollen 11 und 12,die durch zwei Gelenkbänder ptare 13 und 14 verbunden sind* Der ^eigungskörper 11 ist mit einer zu seiner eigenen Achse senkrechten Achse 15 ■ versehen Und mit dieser am Gerat 16$. dessen Neigung "bestimmt oder ausgeglichen werden soll, gelagert* Durch diese Läge'rüng wird erreicht, $aß Neigungen des Geräts in einer zur- SchwingungsebOne des Pendels senkrechten Ebene kein Abscheren der Bänder 13 und 14 bewirken» Das Gerät zeigt dann unbeeinflußt Kippungen um Achsen an, die senkrecht auf der Schwingungsebene des Pendels stehen,- Am Pondelkörper 12 ist de? Zeiger 17 befest igt f der über der am Ne.igungs körper angebrachten Skala 18 spielt* Die Durchmesser von Neigungs- und Pendelkörper sind im vorliegenden Pail praktisch gleich gewählt, so daß die Vergrößerung des Neigungswinkels durch Übertragung auf den Pendelkörper nicht geometrisch, sondern rein physikalisch durch entsprechende Lage des Schwerpunkts des Pendelkörpers 12 erfolgt. Dieser Schwerpunkt liegt hier wegen der Anordnung des Zeigers oberhalb der Achse des FendelkÖrpers 12*
Die lage der Befest igungslasclien 19 und 20 für die Gelenkbänder 15 und 14 am Umfang von Weigungs- undVöji Pendelkörper richten sich danach, welcher Drehwinkelbereich bestrichen werden soll» Die rallenförmigen Körper erlauben die Beherrschung auch großer TiTeigungswitikel des Körpers 11 und entsprechend großer; Auslenkungswinkel des Pendelkörpers 12j also auch stärkerereVergrößerüngen,, Dabei sind die Auslenkungswinkel des Pendelkörpers vom Neigungswinkel des
Körpers 11 linear abhängig> solange ihr Sinus gleich dem Arous gesetzt werden kann. Auch größere Neigungen sind noch ohne weiteres möglich, nur sind die Besiehungen dann nicht mehr linear»
Häufig ist es vorteilhaft, die Gelenkbänder so zu ■befestigen» daß sie in ihrem ganzen Arbeitsbereich im Gelenk: freiliegen» In diesen Fällen wird man von der Rollenform des Weigungs- und Pendelkörpers zweckmäßig abgehen* Abb. 5 zeigt eine solche Anordnung snhematisch im. Schnitt, und zwar für ein fernrohr, dessen Visier linie sich selbsttätig stabilisiert Das Fernrohr 29 besitzt ein Objektiv 27 und ein Okular 28 und kann z»B, mit Hilfe einer Dosenlibelle 26 grob justiert werden» Die 3?e in justierung und der Ausgleich von geringen itfeigungsSchwankungen erfolgt durch ein Gelenkviereck-Pendel, das im Innern des Fernrohrs angeordnet ist« Es besteht aus dem an der Fernrohrwandung festgesohraubten gungskÖrper 49 und dem Pendelkörper 50* die miteinander durch die gekreuzten Gelenkbänder 51 verbunden sind. Auch hier sind zwei Paare solcher Gelenkbänder in zueinander parallelen Ebenen vorgesehen, von denen das zweite hinter dem dargestellten liegt und hier nicht sichtbar ist. Die Befestigung der Bänder geschieht mittels Flanschen 21 und 22, und zwar mit den Körpern 4-9 und 50 abschließend, so daß die Gelenkstellen der Bänder 20 völlig freiliegen* -Am Pendelkörper ist ein Hebelarm 24 starr befestigt, der senkrecht zu seiner Achse die im Strahlengang liegende Strichplatte 23 trägt. Zum Ausgleich des Gewichts der Strichplatte ist am andern Ende des Hebels 24· ein Gegengewicht 25 vorgesehen. Die Anordnung ist so justiert, daß
s^ ί β >. .ο ,ο ·λ,; ?
Tleigiings Schwankungen des fernrohrs innerhalb eines bestimmten Bereichs durch Auswandern der mit dem Pendel verbundenen Strichplatte 23 wieder ausgeglichen werden^ so- daß die Visierlinie des Fernrohrs stets in der eingestellten Lage bleibt*
Abb« β zeigt eine andere, ähnliche Anordnung mit einem Fernrohr* i\Teigungskörper 30 und Pendelkörper- 31 sind hier als Rollen ausgebildet und ebenfalls wieder durch zwei Paare gekreuzte Gelenkbänder 32 miteinander verbunden* Die Strichplatte 33 ist hier fest angeordnet» jedoch wird der Blickstrahl hinter dem Fernrohr durch die Pendelanordnung abgelenkt» Zu diesem Zweck sind an dem starr mit dem Fernrohr verbundenen 1%igungsk"rper ein Spiegelprisma 34 und ferner am Pendelk^rper ein Spiegelprisma 35 befestigt* Die Justierung ist wieder so getroffen» daß innerhalb .eines bestimmten Bereichs Weigungsänderungen des Fernrohrs ausgeglichen werden* "Qm das Einstellen der Visierlinie in der neuen ^ernrohrlage zu beschleunigen ? wird die Schwingung des Pendels zweckmäßig gedämpft, Zu diesem Zweok ist ein Dämpfungszylinder 36 vorgesehen, in dem sich der mit dem Pendelkörper 31 verbundene Kolben 3? bewegt* Solche und ähnliche· Dampfurtgseinrichtungen sind auch bei den vorher beschriebenen Anordnungen zweckmäßig*
In Abb* 7 ist ein Fernrohr dargestellt> bei dem die Gelenkbänder'38 umgekreuzt am itfeigungskörper 39 "und am Eendelkörper 40 befestigt sind* Auch hier sind zweckmäßig wieder zwei Paare von .^-elenkbändern vorgesehen. ÜTeigungs- und Pendelkörper sind wieder als Rollen oder als Teile von Rollen ausgebildet,. Jeder Körper trägt ein Spiegel*.
41 bzw, 42, Der ^eigungskörper 59 ist zxxr Aufnahme Prismas 41 entsprechend ausgespart. Durch das Prisma wird bei Änderung der Gleichgewichtslage des Pendels eine Ablenkung des Strahle wie bei den früheren Aus~
!spielen ermöglicht und dadurch eine etwaige €es Fernrohrs in Bezug auf die gewünschte Lage ausgeglichen« - Ob man gekreuzte oder ungekreuzte verwenden wird, richtet sich danach, welchen Aus«· n man erhalten will, Das hangt wiederum häufig der Art der optischen Anordnung» z#B« von der Zahl spiegelnden Flächen im Fernrohr usw» ab.
Die Erfindung kann auch zur ^abÜiJöä^ung der Visier*» richtung oder der Ableserichtung von Mikroskopen, z«.B> zur selbsttätigen Höhenindexe inst ellung von Höhenwinke1-meßgeräten> dienen· Abb 8 zeigt eine solche Anordnung» Der mit dem HÖhenwinkelfernrohr 48 verbundene Höhenkreis 43 wird mittels des Mikroskops 44 abgelesen* Im Mikroskop ist wiederum ein Pendel aus dem rollenförmigen Ttfelgungs.-k'drper 45 und Pendelkb'rper 46 und zwei Schwingenpaaren (davon nur das eine dargestellt) vorgesehen« ifeigungsk^rper und Schwingungskörper tragen wieder Spiegelprismen« der fteigungskörper enthält wieder einen Ausbruch, indem das Prisma 55 liegt» Die Wirkungsweise ist die gleiche, wie bei den vorhergehenden Anordnungen.

Claims (1)

  1. Schutζanspräche
    1· Vorrichtung zur Bestimmung kleiner Neigungen oder ier Iiotriöhtung mit Hilfe einer Pendelwaage, dadurch gekennzeiehnet, daß die Pendelwaage als Gelenkviereck ausgebildet ist, dessen Standglied älö Weigungskörper und dessen Koppelglied als Fende!körper dient*
    2» Torrichtung nach Anspruch lf dädurcli gekennzeichnet f daß; die Qelenke <ies Vierecks als Bandgelenke ausge·- liildet sind»
    3* Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet i daß die den WeigungskÖrper und den Pendelkörper ■verbindenden Schwingen unstarre Gel6nkk*drper sind.
    4, Vorrichtung nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkkorper als Bänder oder Drähte ausgebildet sind.
    Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß TTeigungskorper und Pendelkörper duröh mindestens drei Schwiagen. miteinander verbunden sind> die in verschiedenen
    mit 3 öder 4 Schwingen 6t Vorrichtung tiach Anspruch 5^ däduröh gekennzeich-
    r daß die Schwingen so angeordnet sind* daß sie die Kanten einer Pyramide bilden und dem Bendelkörper die Schwingung in zwei zueinander senkrechtes Ebenen ermöglichen*
    7r Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet ? daß die Vergrößerungen in den beiden Schwingungsebe-*
    nen des Pendelkörpers verschieden gewählt sind,
    8,. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 5? dadurch gekennzeichnetj daß die Schwingen paarweise zueinander gekreuzt am Weigungs- und am Pendelkörper befestigt sind#
    9> Vorrichtung, nach Anspruch lt dadurch gekennzeichnet, daß die Pendelwaage als Rollbandgelenkpendel ausgebildet ist,
    10, Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet ♦ daß die Batidgelenke am Neigungs- und am Pendelkörper des Pendels so befestigt sind, daß sie in ihrem ganzen Arbeitsbereich im Gelenk frei liegen».
    11» Vorrichtung nach Anspruch Ig dadurch gekennzeichnet, daß der Pendelkörper mit einer Dämpfung ver* sehen ist« ■ -
    12, Vorrichtung zur Bestimmung kleinster, Neigungen nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel des WeigungskÖrpers über den Drehwinkel des Bendelkörpers an einer in Neigungswinkeln geeichten Skala ablesbar istf
    15* Vorrichtung nach Anspruch 1 in Anwendung auf eine Anordnung zur Stabilisierung einer Visierlinie,
    14, Vorrichtung nach Anspruch 12,eingebaut in ein Fernrohr oder ein Mikroskop. -
    15# Vorrichtung nach Anspruch 14S dadurch gekennzeichnet* daß die Strichplatte des optischen Geräts am Pendelkörper befestigt ist«
    16* Vorrichtung na-eh Anspruch 15j dadurch gekennzeichnet t daß die Strichplatte an einem senkrecht zur
    Drehachse des äPendelkörpers* an diesem befestigten Hebel sitzt*·
    17» Vorrichtung nach Anspruch 141. dadurch gekennzeichnet, .daß der Pendelkörper mit einem im Strahlengang des optischen Ggräts liegenden Spiegel oder einem Prisma derart versehen ist, ,.daß bei einer. Ifeigungsänderung des Geräts durch'eine entsprechende Spiegelschwenkung die Zielstrahlabweiohung wieder rückgängig gemacht wird«
    18. Vorrichtung mit Ablesemikroskop nach Anspruch 14 »ur selbsttätigen Höhenindexe inStellung bei Höhenwinkelmeesgeräten»
    1% . Vorrichtung nach Anspruch 12 für die Stabilisierung von Geräten, insbesondere von Höhenwinkelmeßgeräten,durch Schaltung elektrischer Stromkreise...
    O2Ü49
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