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DE1696162C3 - Verfahren zur Herstellung von gestrichenen Papieren mit verbesserten Oberflächeneigenschaften - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gestrichenen Papieren mit verbesserten Oberflächeneigenschaften

Info

Publication number
DE1696162C3
DE1696162C3 DE19661696162 DE1696162A DE1696162C3 DE 1696162 C3 DE1696162 C3 DE 1696162C3 DE 19661696162 DE19661696162 DE 19661696162 DE 1696162 A DE1696162 A DE 1696162A DE 1696162 C3 DE1696162 C3 DE 1696162C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
coated
cardboard
papers
paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661696162
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Georg Dr. 6700 Ludwigshafen; Leß Fritz Dr. 6703 Limburgerhof Reich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19661696162 priority Critical patent/DE1696162C3/de
Publication of DE1696162A1 publication Critical patent/DE1696162A1/de
Publication of DE1696162B2 publication Critical patent/DE1696162B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1696162C3 publication Critical patent/DE1696162C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nachbehandlung gestrichener Papiere mit Lösungen von modifizierten Maleinsäure-Polymerisaten, um ihre Rupffestigkeit zu verbessern und ihre Eignung für eine Weiterverarbeitung mit Lacken und Wachs- »5 schmelzen und wäßrigen Dispersionen zu erhöhen.
Gestrichene Papiere werden oft — häufig nach dem Bedrucken — einer weiteren Veredlung unterzogen, indem sie lackiert oder gewachst werden. Als Lacke werden im allgemeinen organische Lösungen von Nitrocellulose, Polykondensaten, Polymerisaten oder leinölhaltigen Firnislacken verwendet. Das Wachsen erfolgt meist mit Schmelzen von Paraffin, Mikrowachsen oder Erdwachsen, die zuweilen in Abmischung mit Polymerisaten, wie Isobutylen- oder Äthylen-Polymerisaten verwendet werden.
Die gestrichenen Papiere, die für solche Weiterveredlungsverfahren vorgesehen sind, sollen dabei eine ausreichende Aufnahme der Druckfarben im Offset-, Buchdruck- und/oder Tiefdruckverfahren und ein geringes Eindringen der Lacklösungsmittel, der Lacköle bzw. der Schmelzen in die Papier- oder \ artonoberfläche aufweisen, um mit möglichst nur einmaligem Auftrag auf die gestrichene Oberfläche einen hohen Glanz und eine hohe Dichtigkeit zu erhalten. Ein starkes Eindringen der zur Nachbehandlung vorgesehenen Stoffe in die Papiere ist unerwünscht und führt zu einem hohen Verbrauch an Lack, Wachs usw. Andererseits dürfen die gestrichenen Papiere auf den Lack oder die Wachsschmelze nicht abstoßend wirken, da sonst eine unzureichende Verankerung oder sogar ein Abbröckeln der Deckschicht resultieren kann.
Ähnliche Verhältnisse sind gegeben, wenn die Nachveredlung der Papiere mit wäßrigen Polymerisatdispersionen, z. B. mit Dispersionen von Vinylidenchlorid-Polymerisaten erfolgt. Auch hier wird ein geringes Eindringen des in den Polymerisatdispersionen vorliegenden Wassers in die Papier- oder Kartonoberfläche angestrebt, ohne daß eine unzureichende Verankerung eintritt.
Als analytisch ermittelbare Kennzahl für die Eignung von Papieren zum Lackieren und Wachsen wird vielfach die Bestimmung der ölzahl (Patratest) oder die Ermittlung des K -f N-Druckfarbenaufnahmetests vorgeschlagen. Papiere, die in diesem Sinne nachbehandelt werden, sollen eine hohe ölzahl und eine geringe Schwärzung nach dem K -J- N-Test auf-Für die Nachbehandlung von Papieren mit Polymerisatdispersionen kann als Kennzahl die Bestimmung der Leimung nach C ο b b verwendet werden. Gesucht sind Papiere mit niedrigen Cobb-Werten.
Mit natürlichen Bindemitteln, wie Casein, Stärke oder Protein, in üblicher Weise gestrichene Papiere zeigen im Sinne der obenerwähnten Nachveredlungsverfahren ein ungünstiges Verhalten, vor allem gegen Öle, Lösungsmittel und Kohlenwasserstoff-Schmelzen. Die ausschließliche oder teilweise Verwendung von synthetischen Bindemitteln, wie Butadien-Styrol- oder Acrylsäure-Polymerisaten, in den Streichfarben führt zu Papieren, deren ölzahlen etwas höher liegen und die beim K + N-Test eine geringere Schwärzung aufweisen, doch sind die Leimungswerte nach C ο b b häufig ungünstiger. Die so erzielten Effekte befriedigen noch nicht oder werden erst mit unwirtschaftlichen Mengen ausreichend.
Bei gewissen gestrichenen Kartonsorten ist es bekannt, nach dem Aufbringen der Streichfarbe die Oberfläche nochmals mit Chemikalien, wie Lösungen von Zinksulfat, nachzubehandeln. Der Auftrag erfolgt z. B. mit den sogenannten Wasserschabern, die in die Glättwerke eingebaut werden. Bei caseinhaltigen Strichen erhält man hierdurch eine verbesserte Wasserfestigkeit und ein verringertes Kleben an den Kalanderwalzen. Die erwünschten Verbesserungen der Rupffestigkeit, der öl- und Patrazahlen und des Cobb-Wertes treten aber praktisch nicht ein. Bei Papieren ist die Nachbehandlung gestrichener Papiere mit Lösungen selten in Anwendung.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 208 173 ist ein Verfahren zum Beschichten von Papier bekannt, bei dem das Papier zunächst mit einer ein natürliches Bindemittel, wie Casein, enthaltenden Streichfarbe beschichtet und die Beschichtung dann in einem Nachbehandlungsbdd mit einem Fällungsmittel, das 2- bzw. 3wertige Metallkationen enthält, in Berührung gebracht. Die Rupffestigkeit sowie die Lackierbarkeit derart beschichteter Papiere läßt jedoch zu wünschen übrig. Schließlich ist aus den bekanntgemachten Unterlagen der Patentanmeldung B 13 523, Klasse 55f. 15/20, ein Verfahren zum Härten von Eiweißstoffe oder Kohlehydrate als Bindemittel enthaltenden Beschichtungen auf ein- oder zweiseitig gestrichenen Papierbahnen bekannt, bei dem man der Streichfarbe als Härtungsmittel kondensationsfähige Harze, die während der Kondensation Formaldehyd oder andere eiweißausflockende Stoffe abspalten oder freigeben, zusetzt. Auch bei diesen bekannten Verfahren läßt jedoch die Rupffestigkeit und Lackierfähigkeit zu wünschen übrig, und außerdem sind die erhaltenen Beschichtungen häufig zu spröde.
Es wurde nun gefunden, daß man gestrichene Papiere oder Kartons mit verbesserten Oberflächeneigenschaften, die sich für Nachveredlungsv'erfahren besonders eignen, herstellen kann, wenn man die Oberfläche der mit dem Pigmentsirich versehenen und in üblicher Weise getrockneten Papiere oder Kartons mit wäßrigen Lösungen von Salzen aus Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten oder mit Kombinationen dieser Lösungen mit wäßrigen Lösungen von Ammoniakaten von Zinksalzen behandelt und erneut trocknet.
Als gestrichene Papiere bzw, Kartons lassen sich für das erfindungsgemäße Verfahren praktisch alle handelsüblichen gestrichenen Papiere und Kartons ver-
wenden, ζ. B. Papiere und Kartons, die mit Casein, Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur, vor allem Protein, Stärke und/oder Kunststoff dispersionen als bei Temperaturen von 80 bis 1200C1 getrocknet.
Bindemittel in den Papierstreichmassen hergestellt Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bewurden, handelten gestrichenen Papiere und Kartons weisen
Für die ernndungsgemaße Behandlung der Ober- 5 eine unerwartet hohe Lackierfähigkeit auf. Besonders flächen der gestrichenen Papiere bzw. Kartons werden gute Effekte werden hierbei bei der kombinierte»! Anwäßrige Lösungen von Salzen aus Maleinsäure- wendung von Lösungen der Copolymerisate und der anhydrid-Copolymensaten verwendet, vorteilhaft in Zinksalz-Ammoniakate erzielt. Die Effekte sind überKombination mit wäßrigen Lösungen von Am- raschend, da eine vergleichsweise durchgeführte Bemoniakaten von Zinksalzen. Die Konzentrationen der io handlung der gestrichenen Papiere mit Ammoniakaten Lösungen dieser Stoffe, die in einer gemeinsamen Lö- von Zinksalzen allein überhaupt keine Verbesserung sung oder auch in Form von getrennten Lösungen auf der Lackierfähigkeit bewirkt.
die gestrichenen Papiere aufgetragen werden können, Außer durch eine gute Bedruckbarkeit und eine gute
lassen sich in weitem Ausmaß variieren. Bewährt ölresistenz zeichnen sich die erfindungsgemäß behanhaben sich 0,1- bis 25%ige wäßrige Lösungen der 15 delten Papiere durch eine deutlich verbesserte Ober-Salze der Maleinsäureanhydrid-Copclymerisate und flächenfestigkeit sowie eine verbesserte Leimung gegen 0,5- bis 20%ige wäßrige Lösungen der Ammoniakate Wasser und Tinte aus. Für das Beschichten mit der Zinksalze. Wachsen bringt die Oberflächenbehandlung ein ver-
Die Herstellung der Lösungen der Zinksalz-Am- ringertes Eindringen der Wachsschmelze in das bemoniakate erfolgt durch Auflösen von Zinksalz in 20 schichtete Papier, was sich in einer höheren Weiße, Wasser und anschließende Zugabe eines Über- einer höheren Opazität der Produkte und einer Verschusses an Ammoniak (z. B. 4001 etwa 20 ° „ige Am- ringerung des Wachsverbrauches vorteilhaft bemerkbar moniaklösung auf eine Lösung von 100 kg ZnSO4 · macht.
7 H2O in Wasser). Die verbesserte Leimung ist von besonderem Vor-
AIs Maleinsäureanhydrid-Copolymerisate, die meist as teil beim Auftragen von Kunststoffdispersionen, da 20 bis 80 und insbesondere 40 bis 65 Molprozent mit geringeren Mengen an Kunststoffdispersionen ein-Maleinsäureanhydrid einpolymerisiert enthalten, seien heitlichere und besser glänzende Beschichtungen erdie Copolymerisate des Maleinsäureanhydrids mit halten werden.
Styrol, mit Vinylestern und mit Vinyläthern hervor- Es war unerwartet, daß mit dem Verfahren gleichgehoben, von denen die aus etwa gleichen molaren 30 zeitig eine ausgeprägte Verbesserung der für die Anteilen von Maleinsäureanhydrid und Styrol und/ Eignung für das Lackieren und Wachsen charakte- oder Vinyläthern bevorzugt werden. Von den Salzen ristischen Kennzahlen des Patra-, öl- und K + N-Tests sind besonders geeignet die aus diesen Copolymeri- und eine — für die Nachbehandlung mit wäßrigen säten hergestellten Ammoniumsalze und insbesondere Kunststoff dispersionen vorteilhafte — Erniedrigung die Ammoniumsalze aus Maleinsäureanhydrid—Vinyl- 35 des Cobb-Wertes erreicht wird. Hinzu kommt die für isobutyläther-Copolymerisaten. die Druckeignung wichtige Verbesserung der Rupf-
Das Mengenverhältnis der Salze der Maleinsäure- festigkeit, wie sie nach dem IGT-Test ermittelt wird. anhydrid-Copolymerisate zu den Ammoniakaten der Die in den folgenden Beispielen genannten Teile und
Zinksalze, von denen bevorzugt das aus Ammoniak Prozente sind Gewichtseinheiten,
und Zinksulfat erhaltene Zinkammoniakat verwendet 40 Der Patra-Test wurde nach der im Artikel »The Oil wird, ist bei der kombinierten Anwendung in weitem Resistance Characteristics of Paper« in Paper & Print, Ausmaß variabel. Gewichtsverhältnisse von 5 bis 99 Summer 1965, S. 224, angegebenen Meßmethode und insbesondere von 50 bis 70 Gewichtsprozent von durchgeführt, der K + N-Druckfarbenaufnahme-Test Salzen der Maleinsäureanhydrid-Copolymerisate zu nach R. F. Reed, Offsetdruck und Papier, Selbst-1 bis 95 und insbesondere 30 bis 50 Gewichtsprozent 45 verlag der Buntpapierfabrik AG, Aschaffenburg, 1960, von Zinksalz-Ammoniakaten haben sich als zweck- S. 148, der Cobb-Test nach R. F. R e e d, Offsetdruck mäßig erwiesen, wobei sich die Prozentzahlen auf den und Papier, Selbstverlag der Buntpapierfabrik AG, Feststoffgehalt der Mischungen beziehen. Die Menge Aschaffenburg, 1960, S. 118 bzw. DlN 53 132. Die des Auftrags der Lösungen auf die Oberfläche der Glanzmessung erfolgte mit dem Zeiss-Goniophotogestrichenen Papiere richtet sich nach dem beab- 50 meter GP 2 bei einem Winkel von etwa 70°.
sichtigten Verwendungszweck der behandelten Produkte. Sie beträgt im allgemeinen etwa 0,1 bis 3, ins- Beispiel 1
besondere etwa 0,2 bis 0,8 g Festsubstanz der Mischung
je Quadratmeter Oberfläche. Weißgedeckter holzfreier Chromoersatzkarton
Die Oberflächenbehandlung der Papiere mit den 55(25 g/m2), der mit einer Streichfarbe aus 100Teilen Pig-Lösungen kann in bekannter Weise durchgeführt ment (85 Feilen Clay, IO Teilen Bariumsulfat, 5 Teilen werden, z. B. durch Auftragen der Lösungen auf die Satinweiß), 12 Teilen Casein und 16 Teilen einer gestrichenen Papier- bzw. Kartonbahnen oder durch Acrylester-Copolymerisat-Dispersion als Bindemittel Eintauchen und anschließende Entfernung des Über- mit einem Auftrag von 17 g/m2 gestrichen ist, wird Schusses der Lösung mit .Wasserschabern, Leim- 60 nach dem Trocknen des Striches im Wasserschaber pressen, Glättschabern, Luftbürsten oder anderen des Maschinenglättwerkes mit einer Lösung, die 20 g bekannten Vorrichtungen, oder z. B. durch Auf- des Ammoniumsalzes aus einem Copolymerisat aus sprühen. Das Auftragen erfolgt im allgemeinen bei etwa gleichen Teilen Vinylisobutyläther und Malein-Raumtemperatur. Das gleichzeitige Auftragen der säureanhydrid im Liter Wasser enthält (Lösung Pl), Lösungen der Zinksalz-Ammoniakate und der Co- 65 behandelt. Der Auftrag beträgt etwa 10 g der Lösung polymerisatsalze hat hierbei meist zu den besten je Quadratmeter. Nach der Trocknung ergibt die Lrgebnissen geführt. Die imprägnierten Papiere bzw. Prüfung des nachbehandelten Kartons im Vergleich Kartons werden anschließend in üblicher Weise bei zum nicht nachbehandelten die folgenden Ergebnisse:
5 Patra-Test
(Sek.)
6
Nachbehandlung 62 I
57 /
163
K + N-Druckfarbenaufnahme-Test
Ohne (Vergleich)
Mit Wasser (Vergleich)
Lösung P !(erfindungsgemäß)
gleich starke Farbaufnahme
wesentlich verringerte Farbaufnahme
Beispiel 2
Auf einen gestrichenen Karton (Rohkarton und Strich wie im Beispiel 1) werden gleichzeitig gleiche Teile einer wäßrigen Lesung des Ammoniumsalzes aus einem Vinylisobuty lather- Maleinsäureanhydrid- Copolymerisat (Lösung Pl vom Beispiel 1) und einer wäßrigen Lösung eines Zinksalz-Ammoniakates, die 10 g Zinksulfat unf 40 g etwa 20%igen Ammoniak im Liter Wasser enthält (Lösung ZN 1), aufgetragen und der Überschuß der Lösung mit der Luftbürste entfernt. Die Auftragsmenge beträgt etwa 12 g Präparationslösung je Quadratmeter Oberfläche.
Zum Vergleich werden in gleicher Art und Menge die wäßrige Zinksalz-Ammoniakat-Lösung (Lösung ZN 1) allein und eine angesäuerte wäßrige Zinksulfat-Lösung, die 10 g Zinksulfat und 0,05 g Schwefelsäure im Liter Wasser enthält (Lösung ZS) auf die gestrichenen Kartons aufgebracht. Das Ergebnis der Prüfung der so behandelten Kartons zeigt die folgende Tabelle.
Nachbehandlung
Patra-Test
(Sek.)
K + N-Druckfarbenaufnahme-Test
Mit Lösung ZS (Vergleich)
Mit Lösung ZN 1 (Vergleich)
Mit Lösung P 1 -f Lösung ZN 1 (erfindungsgemäß)
59 74
180 gleich starke Farbaufnahme
stark verringerte Farbaufnahme
Beispiel 3
Ein mit einer Streichfarbe aus 100 Teilen
30 Teilen einer etwa 50%igen Dispersion eines Acrylester-Copolymerisats und 2 Teilen einer synthetischen Verdickerlösung mit hoher Wasserretention gestrichener Karton (Auftrag etwa 18 g/m2) wird mit den in den Clay, Beispielen 1 und 2 beschriebenen Lösungen in der dort angegebenen Art nachbehandelt.
Die Ergebnisse der Prüfung dar behandelten gestrichenen Kartons zeigt die folgende Tabelle.
Nachbehandlung Patra-Test
(Sek.)
K + N-Druckfarbenaufnahme-Test
Ohne (Vergleich)
Lösung ZS (Vergleich)
Lösung ZN 1 (Vergleich)
Lösung P 1 (erfindungsgemäß)
Lösung Pi + Lösung ZN 1 (erfind'ings-
gemäß)
145
135 \
140 j
237
298
starke Farbaufnahme
etwa gleich starke Farbaufnahme wie ohne Nach
behandlung
deutlich schwächere Farbaufnahme
wesentlich schwächere Farbaufnahme
Beispiel 4
Ein gestrichener Karton wird mit folgenden Präpairationslösungen nachbehandelt:
1. Mit einer wäßrigen Lösung eines Zinksalz-Ammoniakates (Lösung ZNl, vgl. Beispiel 2); 2. mit einer wäßrigen Lösung des Ammoniumsalzes aus einem Maleinsäureanhydrid-Copolymerisat (Lösung P 1, vgl. Beispiel 1); 3. mit einer Lösung P 1, der 1 g Zinksulfat und 8 g konzenzentriertem Ammoniak je Liter Lösung zugesetzt waren (Lösung Pl + ZN 3). Die Ergebnisse der Prüfung der behandelten Kartons zeigt die nachstehende Tabelle. Es ergibt sich, daß der Zusatz des Zinksalz-Ammoniakates zum Salz des Copolymerisate als auch eine Erhöhung der Menge dieses Zusatzes eine Verbesserung der Eigenschaften der Produkte bewirken.
Nachbehandlung
Ohne (Vergleich)
Lösung ZN 1 (Vergleich)
Lösung P 1 (erfindungsgemäß)
Lösung Pl + Lösung ZN 2 (erfindungsgemäß)
Lösung Pl + Lösung ZN 3 (erfindungsgemäß)
78
63
85
118
138
K (- N-Druckfarbenaufnahme-Test
optisch ausgewertet:
Weißgrad (R46Tappi)
51
50
57
59
65,5
Cobb- % Glanz
Test nach der
Lackie
(1 Mi
nute)
rung
36,5 19,1
34 17,7
29 22,8
28,5 23,7
25 24,2
Beispiel 5
Ein harzgeleimtes Rohpapier (100% gebleichter Sulfitzellstoff) wird mit einer Streichfarbe mit einem Feststoff gehalt von 60%, die auf 100 Teile Clay 14 Teile abgebaute Maisstärke und 6 Teile einer 50 %igenPolymerisatdispersion enthält, auf einer Glättschaberanlage gestrichen (Auftrag 12 g/m2). Das gestrichene Papier wird mit einer Lösung des Salzes aus dem Maleinsäureanhydrid-Copolymerisat (Lösung P1) und mit einer Kombination dieser Lösung mit der Lösung des Zinksalz-Ammoniakates (Lösung ZN 1) behandelt und der Überschuß durch die Luftbürste entfernt.
Die Prüfung der getrockneten behandelten Papiere zeigte folgende Ergebnisse:
Nachbehandlung Patra-Test
(Sek.)
K + N-Druckfarbenaufnahme-Test
Ohne (Vergleich)
Lösung P 1 (erfindungsgemäß)
Lösung Pl + Lösung ZN 1 (erfindungsgemäß)
18
75
112
starke Farbaufnahme
schwächere Farbaufnahme
schwächste Farbaufnahme
Die gleiche Abstufung bei den Prüfungsergebnissen ergibt sich bei Verwendung eines gestrichenen holzschliffhaltigen Rohpapiers und bei Verwendung eines anderen Stärke-Polymerisatdispersions-Verhältnisses in der Papierstreichmasse bei der Herstellung der gestrichenen Papiere. Entsprechend der Erhöhung der Patra-Test-Zahlen tritt eine Verbesserung der Lackierbarkeit ein.
Beispiel 6
Ein mit einer Streichmasse aus 100 Teilen Clay und 16 Teilen Casein gestrichenes Papier wird nach dem Trocknen wie im Beispiel 1 im Wasserschaber des Maschinenglättwerkes mit einer 5%igen wäßrigen Lösung von gleichen Teilen des Ammoniumsalzes eines Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymerisats und Zinkammoniakat behandelt. Nach dem Trocknen der behandelten Produkte bei etwa 90 bis 110° C weisen die Papiere bei der Prüfung einen Anstieg der Patra-Test-Zahl um etwa 100%, eine Erniedrigung der K + N-Druckfarbenaufnahme, eine Verbesserung der Cobb-Leirr.ung und eine Erhöhung der Opazität nach Wachsbeschichtung im Vergleich zu dem nicht nachbehandelten Papier auf.
Die Nachbehandlung des gestrichenen Papiers mit den Salzen der Copolymerisate führt, besonders wenn die Salze der Copolymerisate zusammen mit Zinkammoniakat angewandt werden, entsprechend der Erniedrigung der Cobb-Test-Zahlen zu einem verlangsamten Eindringen von Kunststoffdispersionen bei einer anschließenden Dispersionsbeschichtung und zu einem besseren Oberfiächenglanz der beschichteten Produkte.
*s Beispiel 7
Weißgedeckte Chromersatzkartons, die mit einer Streichfarbe (A) aus 100 Teilen Clay, 3 Teilen Casein und 15 Teilen eines Polymerisats als Bindemittel mit einem Auftrag von etwa 18 g/m2 gestrichen sind, werden nach dem Trocknen des Striches mit der Lösung Pl (vgl. Beispiel 1) bzw. der Kombination dieser Lösung P 1 mit der Lösung des Zinksalz-Ammoniakates ZN 1 (vgl. Beispiel 2) nachbehandelt. Die Überschüsse der Präparationslösungen werden mit der Luftbürste entfernt und die Produkte getrocknet.
In einem zweiten Versuch werden 2 Teile des in Lösung P 1 enthaltenen Ammoniumsalzes des Copolymerisate der obengenannten Papierstreichmasse zivgesetzt (Streichfarbe B) und mit dieser Streichfarbe gleiche Rohkartons gestrichen und getrocknet. Die Produkte der Versuche 1 bis 4 zeigen folgende Prüfwerte :
Versuch Streichfarbe Nachbehandlung K + N-Druc'xfarbenaufnahme-Test
1
2
3
4
A
A
A
B
ohne (Vergleich)
Lösung P 1 (erfindungsgemäß)
Lösung Pl + Lösung ZN 1
(erfindungsgemäß)
ohne (Vergleich)
starke Farbaufnahme
wesentlich schwächere Faibauf nähme
wesentlich schwächere Farbaufnahme
wesentlich stärkere Farbaufnahme als be
Versuch 1
Die Rupffestigkeit des gestrichenen Kartons erfährt durch die erfindungsgemäße Nachbehandlung (Versuche 2 und 3) eine Steigerung von 60 bis 100% (in cm/sec Rupfgeschwindigkeit). Ein Zusatz der zur erfindungsgemäßenNachbehandlungverwendeten Salze aus Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten zu der Papierstreichfarbe (Versuch 4) bringt für die dami gestrichenen Kartons auch hinsichtlich Patra-Test un der Rupffestigkeit gegenüber den mit der Streicl farbe A gestrichenen und nicht erfindungsgeämß nacl behandelten Produkten (Versuch 1) keine Verbesserunj

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Hirsteilung von gestrichenen Papieren oder Kartons mit verbesserten Ober-.flächeneigenschäften, dadurch gekenn-'zeichnet, daß man die Oberfläche der mit dem üblichen Pigmentstrich versehenen und in üblicher Weise getrockneten Papiere oder Kartons mit wäßrigen Lösungen von Salzen aus Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten behandelt und danach srneut trocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oberflächenbehandlung mit wäßrigen Lösungen von Salzen aus Maleinsäureanhydrid-Copolymerisaten und wäßrigen Lösungen von Ammoniakaten von Zinksalzen durchführt.
DE19661696162 1966-03-11 1966-03-11 Verfahren zur Herstellung von gestrichenen Papieren mit verbesserten Oberflächeneigenschaften Expired DE1696162C3 (de)

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DE1696162A1 DE1696162A1 (de) 1971-11-04
DE1696162B2 DE1696162B2 (de) 1974-05-22
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