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DE1696141B1 - Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindung zum Korrosionsschutz rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflaechen - Google Patents

Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindung zum Korrosionsschutz rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflaechen

Info

Publication number
DE1696141B1
DE1696141B1 DE19681696141 DE1696141A DE1696141B1 DE 1696141 B1 DE1696141 B1 DE 1696141B1 DE 19681696141 DE19681696141 DE 19681696141 DE 1696141 A DE1696141 A DE 1696141A DE 1696141 B1 DE1696141 B1 DE 1696141B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bitumen
water emulsion
metal surfaces
smoke
corrosion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19681696141
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Hutter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HUTTER KG S
Original Assignee
HUTTER KG S
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HUTTER KG S filed Critical HUTTER KG S
Priority to ES364354A priority Critical patent/ES364354A1/es
Priority to GB1167269A priority patent/GB1203855A/en
Priority to FR6905959A priority patent/FR2003256A1/fr
Publication of DE1696141B1 publication Critical patent/DE1696141B1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Die Erfindung beschäftigt sich mit der Behandlung rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflächen, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht aus korrosionsbeständigem Matrial gefertigt werden können, mit dem Ziel, Korrosionen und/oder Verschlackungen weitgehendst zu verhindern. Üblicherweise werden zu diesem Zweck die rauch- oder abgasbeaufschlagten Metallflächen, insbesondere rauchgasbeaufschlagte Flächen von Dampfkesseln, Wärmetauschern u. dgl., mit Schutzüberzügen versehen. An die Schutzüberzüge werden dabei bestimmte Forderungen gestellt, z. B. müssen sie- hohen Temperaturen wider : stehen können, eine Beeinträchtigung des Wärmeübergangs darf nicht eintreten, die Metallflächen müssen durch den Schutzüberzug geglättet werden, der Schutzüberzug darf weder mit den Metallflächen noch mit den rauchgas- oder abgasbeaufschlagten Belägen chemisch reagieren, der Schutzüberzug selbst muß korrosionsfest ~ sein und darüber hinaus die bedeckten Metallflächen vor der korrosiven Einwirkung der Rauchgase oder Abgase, insbesondere vor Säureeinwirkungen, schützen. Weiter soll der Schutzüberzug das Anhaften von Flugstaub und Schlackenteilchen erschweren, eine Reinigung der rauchgas-oder abgasbeaufschlagten Metalillächen erleichtern, und schließlich müssen die entstehenden Kosten wirtschaftlich tragbar sein.
  • Für den beschriebenen Zweck sind verschiedene Schutzüberzüge bekannt, die jedoch alle mit mehr oder weniger großen Nachteilen behaftet sind. Beispielsweise ist es bekannt, die rauchgas- oder abgasbeaufschlagten Metaliflächen mit Kalk zu behandein.
  • Nachteilig ist bei der Verwendung von Kalk als Schutzüberzug - insbesondere, daß der aufgebrachte Kalk mit verschiedenen Komponenten der Rauchgase oder Abgase und- -der- in den Gasen stets enthaltenen Flugasche chemische Bindungen eingeht. So können je nach der chemischen Zusammensetzung der Rauchgase oder Abgase insbesondere Calziumcarbonat, Calziumsulfat und Calziumsilicat entstehen. Die Folge dieser chemischen Reaktion ist eine außenordentlich feste Bindung von Schlackenansätzen an den MetalI-flächen. Bei einem anderen bekannten Verfahren wird eine Graphit-Ölsuspension als Schutzüberzug verwendet. Damit wird vor allem eine Glättung der Metallflächen erreicht, wodurch das Anhaften von Flugstaub und Schlackenteilchen erheblich beeinträchtigt wird. Nachteilig ist eine Graphit-Ölsuspension jedoch insoweit, als, ein solcher Schutzüberzug nicht abriebfest ist und Korrosionen nicht aüsrei: chend verhindert. Nach einem neueren Verfahren wird das Graphit an Stelle von Öl einer Bitumen--Wasseremulsion zugesetzt, wodurch-ebenfalls -eine weitgehende Glättung. der Metallflächen zur Verhinderung der Abla'g'e"'run g' - von Flugstaub und Schlackenteilchen erreicht und eine Reinigung der Metallflächen durch mechanische oder chemische Arbeitsverfahren erleichtert wird. Gegenüber Schutzüberzügen aus einer Graphit-Ölsuspension ist die Verwendung eines Gemisches aus Graphit und Bitumen-Wasseremulsion insoweit vorteilhaft, als ein weitgehend abriebfester Schutzüberzug erreicht wird.
  • Unbefriedigend ist jedoch nach wie vor die erreichte Korrosionsschutzwirkung.
  • Zwar hat man bereits versucht, durch Beimischungen von Dolomit oder Ammoniakgas zu den Rauchgasen oder Abgasen Korrosionseinwirkungen herabzusetzen. Dabei auftretende Nebenerscheinungen, wie die Erhöhung des Staubgehalts der Abgase, z. B. bei Verwendung von Dolomit, bzw. das Feuchtwerden der Asche mit der Folge von schmierigen Ablagerungen, haben diese Verfahren jedoch als unbrauchbar gekennzeichnet.
  • Im übrigen ist es bekannt (USA.-Patentschrift 3 198747) zur Neutralisierung saurer korrosiver Medien einem Schutzüberzug basisch wirkende Stoffe zuzusetzen. Diese bekannte Maßnahme, bei der außerdem ein Silikon verwendet wird, hat die Probleme um die Behandlung rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflächen, insbesondere um die Behandlung rauchgasbeaufschlagter Flächen von Dampfkesseln, Wärmeaustauschern u. dgl., jedoch nicht beeinflußt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, anzugeben, welche Materialien zur Behandlung rauchgas-oder abgasbeaufschlagter Metallflächen verwendet werden müssen, um an diesen Metallflächen sowohl Korrosionseinwirkungen als auch Ablagerungen von Flugstaub und Schlackenteilchen weitgehend zu verhindern, und die Forderungen, die eingangs beschrieben worden sind, zu erfüllen.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung die Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen zur Behandlung rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflächen, insbesondere zur Behandlung der rauchgasbeaufschlagten Flächen von Dampfkesseln, Wärmetauschern u. dgl. vor. Bevorzugtwwird dabei eine Bitumen-Wasseremulsion aus etwa 50 Gewichtsprozent Bitumen und etwa 50 Gewichtsprozent Wasser verwendet. Als basisch wirkende Alkalimetallverbindungen, die zur Neutralisation entstehender Säuren der Bitumen-Wasseremulsion zugesetzt werden, eignet sich nach weiterer Lehre der Erfindung insbesondere Trinatriumphosphat, wobei das Trinatriumphosphat vorzugsweise als etwa lOprozentige wäßrige Lösung der Bitumen-Wasseremulsion-beigemischt ist. Das Mischungsverhältnis Trinatriumphosphat als etwa lOprozentige wäßrige Lösung zu Bitumen-Wasseremulsion kann in weiten Grenzen dem voraussichtlichen Säureanfall angepaßt werden, insbesondere kann das Mischungsverhältnis 1:1 sein. Eine weitere Verbesserung des Ausgleichs von Unebenheiten der Metallflächen wird nach der Lehre der Erfindung dadurch erreicht, daß dem Gemisch aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch. wirkenden.. Alkalimetaliverbindungen Graphit beigemischt ist, irorzugsweise zu etwa 30 Gewichtsprozent.
  • Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind -vor allern-darin zu sehen,-daß die erfindungsgemäße Verwendung. eines Gemisches - aus einer Bitumen-CWasseremulsiòn und -basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen zur. Behandlung rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflächen die Metallflächen einen Schutzüberzug erhalten, der sowohl das Anhaften von Flugstaub und Schlackenteilen erschwert als auch insbesondere Korrosionseinwirkungen weitgehend verhindert. Diese Vorteile erreicht die Erfindung dadurch, daß die Bitumen-Wasseremulsion gleichsam als Matrix auf den Metallflächen angeordnet ist, in die die basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen eingelagert sind. So steht zur Neutralisation an den Metallflächen niederschlagender Säuren ein Depot von basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen gegenüber. Überraschenderweise bleibt auch nach längerem Betrieb die Oberflächenglätte des Schutzüberzugs erhalten, so daß die Ablagerung von Flugstaub und Schlackenteilchen gering bleibt und eine Reinigung der Metallflächen durch mechanische oder chemische Arbeitsverfahren erleichtert wird.
  • Patentansprüche: 1. Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen zur Behandlung rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflächen, insbesondere zur Behandlung rauchgasbeaufschlagter Flächen von Dampfkesseln, Wärmetauschern u. dgl.
  • 2. Gemisch aus einer Bitumen-Wasseremulsion

Claims (1)

  1. und basisch wirkenden Alkalimetallverbindungen zur Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bitumen-Wasseremulsion aus etwa 50 Gewichtsprozent Bitumen und etwa 50 Gewichtsprozent Wasser besteht.
    3. Gemisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als basisch wirkende Alkalimetallverbindung Trinatriumphosphat enthalten ist.
    4. Gemisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Trinatriumphosphat als etwa 10prozentige wäßrige Lösung der Bitumen-Wasseremulsion, insbesondere im Verhältnis 1 : 1, beigemischt ist.
    5. Gemisch nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Graphit vorzugsweise in einer Menge von 30 Gewichtsprozent beigemischt ist.
DE19681696141 1968-03-05 1968-03-05 Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindung zum Korrosionsschutz rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflaechen Withdrawn DE1696141B1 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ES364354A ES364354A1 (es) 1968-03-05 1969-03-04 Procedimiento para el tratamiento de superficies metalicas.
GB1167269A GB1203855A (en) 1968-03-05 1969-03-05 Treatment of metal surfaces
FR6905959A FR2003256A1 (de) 1968-03-05 1969-03-05

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH0065494 1968-03-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1696141B1 true DE1696141B1 (de) 1970-12-17

Family

ID=7163192

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19681696141 Withdrawn DE1696141B1 (de) 1968-03-05 1968-03-05 Verwendung eines Gemisches aus einer Bitumen-Wasseremulsion und basisch wirkenden Alkalimetallverbindung zum Korrosionsschutz rauchgas- oder abgasbeaufschlagter Metallflaechen

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DE (1) DE1696141B1 (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3198747A (en) * 1961-12-26 1965-08-03 Pure Oil Co Acid resistant coating for metallic surfaces

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3198747A (en) * 1961-12-26 1965-08-03 Pure Oil Co Acid resistant coating for metallic surfaces

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