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DE1694C - Verfahren der Fabrikation künstlichen Leders aus Lederabfällen - Google Patents

Verfahren der Fabrikation künstlichen Leders aus Lederabfällen

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Publication number
DE1694C
DE1694C DE000000001694DA DE1694DA DE1694C DE 1694 C DE1694 C DE 1694C DE 000000001694D A DE000000001694D A DE 000000001694DA DE 1694D A DE1694D A DE 1694DA DE 1694 C DE1694 C DE 1694C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leather
waste
manufacturing artificial
rubber
parts
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE000000001694DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
S Soerensen
Original Assignee
S Soerensen
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Publication of DE1694C publication Critical patent/DE1694C/de
Application filed by S Soerensen filed Critical S Soerensen
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

1877.
Klasse 28.
SÖREN SÖRENSEN in KOPENHAGEN. Verfahren der Fabrikation künstlichen Leders aus Lederabfällen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. September 1877 ab. Längste Dauert 19. Juni 1889.
Diese Erfindung bezweckt, die grofsen Massen von Lederabfällen für die Industrie nutzbar zu machen.
Wenn die Abfälle in unreinem Zustande vorkommen, so werden sie zuerst von allen fremden Bestandtheilen befreit, wonach sie in einer dazu construirten Maschine zu einem gleichartigen, gefaserten Material verarbeitet werden. Dies kann durch Zermahlen,Zerreifsen, Quetschen, Schneiden, Raspeln oder Schleifen geschehen. Indem man das in dieser Weise feinzertheilte Leder mit Ammoniakwasser vermengt, bildet sich eine gallertartige Masse, die, in. Formen geprefst oder in Platten gewalzt und getrocknet, ein sehr hartes und steifes Product bildet, von bedeutender Cohäsionskraft, aber ohne Elasticität und in Wasser lösbar. '
Um das Fabrikat elastisch zu machen und die Einwirkung des Wassers aufzuheben, wird es mit Kautschuk in folgender Weise vermengt: Der Kautschuk, von welchem man vom feinsten Para bis zum geringsten afrikanischen verwenden kann, wird gequetscht und ausgewaschen in einer Waschmaschine, die aus zwei cannellirten Stahlwalzen besteht, auf welche ein Wasserstrahl geleitet wird, welcher den doppelten Zweck hat, das Gummi rein zu waschen und zu gleicher Zeit vor Anbrennen durch die starke Reibung zu schützen. Nach dem Waschen wird das Gummi getrocknet, in Stückchen geschnitten und mittelst Terpentinöl, Benzin, Schwefelkohlenstoff oder anderer passender Flüssigkeiten aufgelöst. Die Menge des auflösenden Stoffs wird bemessen nach der Güte des Gummi. Para-Gummi läfst sich lösen oder genauer »hinlänglich aufschwellen« durch 4 Theile Flüssigkeit, central - amerikanische »Scraps« durch • 3 */a Theile, Guayaquil-Gummi durch 3 Theile und afrikanisches Gummi durch 2 % Theile.
Das so präparirte Gummi wird dann mit Ammoniakwasser vermischt und gut aufgerührt. Hierauf wird das präparirte Leder in einer Knetmaschine hinzugefügt, welche dicht schliefst, um so viel Nutzeffect als möglich aus den Ammoniakdämpfen zu ziehen. Das Mischungsverhältnifs richtet sich nach der Qualität des Fabrikates, welches man erzielen will. So z. B. nimmt man:
für Sohlen: 25 Theile festes Gummi, 67 - Ammoniak,
67 - Leder;
für Absätze: 25' Theile Gummi,
80 - Ammoniak,
80 - Leder;
für Einlage-Sohlen: 25 Theile Gummi,
75 - Ammoniak,
90 - Leder.
Nach dem Kneten, welches fortgesetzt wird, bis die Masse völlig gleichmäfsig ist, wird letztere entweder in Formen geprefst oder in Längen ausgewalzt, danach getrocknet und während des Trocknens verschiedenen, immer wachsenden Pressungen unterworfen, deren Stärke sich nach der für die verschiedenen Fabrikate bestimmten Anwendung richtet. Für Sohlen z. B. wendet man den gröfsten Druck, nämlich 6000 Pfund pro Quadratzoll an. Fertig geprefst, wird das Fabrikat entweder gefärbt oder lackirt, oder auf andere Weise aufgeputzt, um dem natürlichen Leder so ähnlich wie möglich zu sehen.

Claims (2)

Patent-An sp rüche:
1. Die Herstellung künstlichen Leders durch Mischung von Ammoniak und feingetheiltem Leder.
2. Die Herstellung künstlichen Leders durch Mischung von Ammoniak, Kautschuk und feingetheiltem Leder.
DE000000001694DA 1877-09-21 1877-09-21 Verfahren der Fabrikation künstlichen Leders aus Lederabfällen Expired - Lifetime DE1694C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1694T 1877-09-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1694C true DE1694C (de)

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ID=70769384

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE000000001694DA Expired - Lifetime DE1694C (de) 1877-09-21 1877-09-21 Verfahren der Fabrikation künstlichen Leders aus Lederabfällen

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DE (1) DE1694C (de)
  • 1877

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