[go: up one dir, main page]

DE1692568B2 - Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden - Google Patents

Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden

Info

Publication number
DE1692568B2
DE1692568B2 DE1967U0014243 DEU0014243A DE1692568B2 DE 1692568 B2 DE1692568 B2 DE 1692568B2 DE 1967U0014243 DE1967U0014243 DE 1967U0014243 DE U0014243 A DEU0014243 A DE U0014243A DE 1692568 B2 DE1692568 B2 DE 1692568B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
extraction
monoglyceride
lecithin
phosphatides
monoglycerides
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE1967U0014243
Other languages
English (en)
Other versions
DE1692568A1 (de
Inventor
Hermann Dr 4190 Kleve Pardun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Unilever NV
Original Assignee
Unilever NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unilever NV filed Critical Unilever NV
Priority to DE1967U0014243 priority Critical patent/DE1692568B2/de
Priority to NL6813248A priority patent/NL154402B/xx
Priority to BE721113D priority patent/BE721113A/xx
Publication of DE1692568A1 publication Critical patent/DE1692568A1/de
Publication of DE1692568B2 publication Critical patent/DE1692568B2/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/09Esters of phosphoric acids
    • C07F9/10Phosphatides, e.g. lecithin
    • C07F9/103Extraction or purification by physical or chemical treatment of natural phosphatides; Preparation of compositions containing phosphatides of unknown structure
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J7/00Phosphatide compositions for foodstuffs, e.g. lecithin

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Edible Oils And Fats (AREA)

Description

20
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion von Pflanzenrohphosphatiden mit nidermolekularen, aliphatischen Alkoholen.
Die bei der Extraktion von ölsaaten als Nebenprodukte anfallenden sogenannten Pflanzenlecithine stellen im wasserfreien Zustand Gemische aus 30 bis 40% Neutralöl, 5 bis 10% Mono-, Di- und Polysacchariden und 50 bis 60% Phosphatiden dar. Letztere gehören hauptsächlich zu den Gruppen der Cholinlecithine, der Äthanolamin- oder Serinkephaline und der Inositphosphatide. Diese Pflanzenrohphosphatide, im Handel unter der Bezeichnung Soja-, Erdnuß-, Raps- usw. Lecithin bekannt, besitzen emulgierende Eigenschaften und werden daher vor allem in der Lebensmittelindustrie als Zusätze zu solchen Lebensmitteln verwendet, die Fett in emuigierter Form enthalten, wie z. B. Margarine, Mayonnaise, Schokolade und dergleichen.
Die Emulgierkraft dieser Produkte, als deren wirksame Komponente die Phosphatide anzusehen sind, ist in vielen Fällen unbefriedigend, da die Komponenten des Phosphatidgemisches zum Teil eine antagonistische Wirkung aufeinadner ausüben. So wirken die durch Behandlung mit niedermolekularen Alkoholen aus dem Rohphosphatidgemisch angereicherten Cholinlecithine häufig als O/W-Emulgatoren, während die angereicherten Kephaline W/O-Emulsionen zu stabilisieren vermögen (siehe US-Patentschrift 28 49 318 und US-Patentschrift 27 24 649.)
Mitunter wird aber auch beobachtet, daß angereicherte Cholinlecithine ausgezeichnete W/O-Emulgatoren, z. B. in Margarine, sind (siehe US-Patentschrift 26 40 780 und französische Patentschrift 14 03 578).
Es war ferner schon bekannt, daß die Emulgiereigenschaften von Mischungen aus alkohollöslichen Fraktionen von Pflanzenphosphatiden und Mono-/Diglyceriden gegenüber den Emulgiereigenschaften der Einzelkomponenten eine synergistische Verbesserung aufweisen (kanadische Patentschrift 5 32 392 und übereinstimmende US-Patentschrift 27 73 771).
Auch wußte man bereits, daß man plastische Lecithinpräparate durch Zusatz von 2 bis 6% eines Glyceridöles sowie 2 bis 8% eines flüssigen Monoglycerides der öl- oder Linolsäure in den flüssigen Zustand überführen kann (US-Patentschrift 27 77 817).
Ferner hat man bereits stabile Lösungen von Phosphatiden in ölen hergestellt, wobei man diesen als Solubilisierungsmittel 1% eines Monoglycerids zusetzt, von dem mindestens 50% aller Fettsäuren ungesättigt
jo
4o
50 sind (.belgische Patentschrift 6 41831 und DAS 11 /3 778).
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß bei der an sich bekannten Extraktion von Pflanzenrohphosphatiden mit niedermolekularen aliphatischen Alkoholen die prozentuale Ausbeute an Extrakt-Cholinlecithin, bezogen auf den Cholinlecithingehalt des Ausgangsrohlecithins, der sogenannte Wirkungsgrad, erhöht werden kann, wenn man den zu extrahierenden Pflanzenphosphatiden vor der Extraktion eine gewisse Menge eines bei der Extraktionstemperatur flüssigen Monoglycerides zusetzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, daß man den Phosphatidgemischen vor der Extraktion 5-30% eines Monoglycerides, welches mindestens 50% ungesättigte Fettsäuren, die mindestens 18 C-Atome aufweisen, einschließlich der ungesättigten Hydroxyfettsäuren enthält, zusetzt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform werden 5 bis 10% eines Monoglycerides zugesetzt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden wasserfreie Alkohole verwendet.
Aus der FR-PS 14 03 578 ist zwar die Verwendung von niedermolekularen aliphatischen Alkoholen zur Extraktion von Pflanzenrohphosphatiden bekannt, jedoch ergibt sich aus dieser Druckschrift, daß die verwendeten Alkohole höchstens 95%ig sein dürfen. Es war daher überraschend, daß das erfindungsgemäße Verfahren gerade bei Verwendung von wasserfreien Alkoholen besonders gute Ergebnisse liefert.
Als Monoglyceride sind zum Beispiel die durch bekannte Umesterung flüssiger pflanzlicher und tierischer öle mit Glycerin erhaltenen technischen Monoglyceride geeignet, die etwa 50% reine Monoglyceride, 20 bis 30% Diglyceride und 20 bis 30% Triglyceride enthalten. Der Mindestgehalt an Monoglycerid in derartigen Gemischen, die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden, sollte etwa 40% betragen. Vorzugsweise werden Zusätze mit noch höherem Monoglyceridgehalt verwendet, welche beispielsweise durch an sich bekannte Anreicherungsverfahren aus den obengenannten technischen Gemischen erhalten werden können, wobei der Monoglyceridgehalt 95% bis 100% betragen kann. Geeignet sind zum Beispiel Monoglyceride, die aus Sonnenblumenöl, Maisöl, Sojaöl, Saffloröl, Leinöl, Fischölen, technischer ölsäure, Rizinusöl und dergleichen oder deren Gemischen hergestellt worden sind, wobei jedoch die Monoglyceride mindestens 50% ungesättigte Fettsäuren, die mindestens 18 C-Atome aufweisen, einschließlich der ungesättigten Hydroxyfettsäuren, enthalten müssen.
Die in Gegenwart dieser Zustäze zur Fraktionierung der Pflanzenlecithine benutzten niedermolekularen Alkohole, wie beispielsweise Methanol, Äthanol, Propanol und Isopropanol oder ihre Gemische, die in einem Alkohol-Phosphatid-Verhältnis (Volumen : Gewicht) von mindestens 2:1 angewendet werden, können wasserfrei sein oder vorzugsweise 5 bis 20%, aber höchstens 30% Wasser enthalten. Im Hinblick auf die Erzielung einer ausreichenden Selektivität und Ausbeute empfiehlt es sich, bei tiefen Temperaturen, zum Beispiel 0 bis 100C, mit absoluten Alkoholen, bei 10 bis 20°C mit Alkoholen, die 5 bis 10% Wasser enthalten und bei höheren Temperaturen mit noch stärker verdünnten Alkoholen zu arbeiten. Eine Extraktionstemperatur von etwa 700C sollte wegen der Gefahr der Bildung dunkler Nebenprodukte nicht überschritten werden.
Bei der Extraktion der erfindungsgemäß mit Mono-
glyceriden versetzten Pflanzenphosphatide mit Alkoholen reichern sich die Monoglyceride in der alkohollöslichen Fraktion an. Der Wirkungsgrad des Verfahrens, d. h. die prozentuale Ausbeute an Extrakt-Cholinlecithin bezogen auf den Cholinlecithingehalt des Ausgangslecithins, wird gegenüber einer Extraktion ohne Monoglyceridzusatz um 10 bis 30% erhöht, ohne d;> .te Selektivität des Verfahrens, ausgedrückt durch das Gewichtsverhältnis von Cholinlecithin zu Kephalin im Endprodukt, welches mindestens 4 :1 beträgt, hierdurch ungünstig beeinflußt wird.
Der Wirkungsgrad E, d. h. die prozentuale Ausbeute an extrahiertem Cholinlecithin, bezogen auf den Cholinlecithingehalt des Ausgangsrohlecithins, kann nach folgender Formel berechnet werden:
g Extrakt · % Extraktcholinlecithin ■ 100
g Rohphosphatid · % Cholinlecithin im Rohphosphatid Die Berechnung des Wirkungsgrades sei an einem Alkoholen darstellen.
Beispiel näher erläutert:
Ausgenommen 150 g Sojarohlecithin mit einem Gehalt von 20% Cholinlecithin geben bei der Alkoholextraktion 30 g eines Extraktes mit 40% Cholinlecithin und 10% Kephalin, dann ist der Wirkungsgrad
30I4J0 J00 150T'2Ö~
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren findet außerdem auch eine Fraktionierung des technischen Monoglycerids in der Weise statt, daß im Extrakt das chemisch reine Monoglycerid angereichert wird.
Es wird hierzu auf das Beispiel 3, Versuche 1 und 2 verwiesen.
Beim Verdünnen des Produktes gemäß Versuch 2 mit technischem Monoglycerid können also niemals Produkte erhalten werden, die einen gleich hohen Anteil an Phosphatiden und Monoglyceriden aufweisen wie die Produkte, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden.
Bei den vorbekannten Mischungen aus bei der Alkoholextraktion gewonnenen Phosphatidfraktionen und Monoglyceriden wird das Monoglycerid immer nach erfolgter Extraktion zugesetzt. Offenbar hat man die Monoglyceride bisher deswegen nicht vor der Extraktion zugesetzt, weil man glaubte, daß die Selektivität des Extraktionsprozesses dadurch ungünstig beeinflußt würde. Das ist aber, wie überraschenderweise gefunden wurde, nicht der Fall. Es war nicht vorauszusehen, daß der Wirkungsgrad der Extraktion in Gegenwart von bei der Extraktionstemperatur flüssigen Monoglyceriden wesentlich höher ist als bei der bekannten Extraktion mit Alkohol allein.
Ein weiterer nicht voraussehbarer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es eine kontinuierliche Gegenstromextraktion durch Verteilung der Komponenten des Phosphatid-Monoglyceridgemisches zwischen zwei flüssigen Phasen, insbesondere nach dem CRAIG-Verfahren mit nur einem einzigen Lösungsmittel ermöglicht. Dadurch kann bei dieser Art der Extraktion auf die Verwendung von Phosphatidlösungsmitteln, beispielsweise Hexan, wie bisher üblich, verzichtet werden. Ohne Zusatz eines zweiten Lösungsmittels und ohne vorherigen Zusatz von Monoglyceriden würde aber infolge Aufquellen des Lecithins eine untrennbare Emulsion gebildet werden.
Auch bei dem bekannten Verfahren zur Entzuckerung und Entbitterung von Pflanzenphosphatiden durch Behandlung mit ca. 40 bis 60%igem Methanol, Äthanol, Isopropanol, Aceton usw. hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dem Phosphatgemisch vor der Behandlung mit wäßrigen Lösungsmitteln ca. 10 bis 20% eines flüssigen Monoglycerids der beschriebenen Art zuzusetzen. Man erhält flüssige Produkte von sehr mildern Geschmack, die ein hervorragenes Ausgangsmaterial für eine mittlere Fraktionierung mit konzentrierteren Ferner werden durch das erfindungsgemäße Verfahren die Schwierigkeiten überwunden, die sich beim Eindampfen der alkoholischen Phosphatidextrakte ergaben. Ohne die Anwesenheit von Monoglyceriden bilden sich zähe, nicht schmelzende Massen, die an den Wandungen der Eindampfapparate anhaften und der Gefahr der Überhitzung ausgesetzt sind, wodurch ihre
.'ti Qualität sehr beeinträchtigt wird. Man hat zwar schon versucht, zur Behebung dieser Schwierigkeiten den Extrakten vor dem Eindampfen höhermolekularen Fettsäuren, wie zum Beispiel Ölsäure oder Neutralöl, wie zum Beispiel Sojaöl, zuzusetzen. Im ersteren Falle
>5 erhält man naturgemäß Produkte mit dem typischen Fettsäuregeschmack, im zweiten Fall Erzeugnisse, die sich bei längerer Lagerung und Anwesenheit von nur einigen Zehntelprozent V/asser in zwei Schichten trennen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich die alkoholischen Extrakte in kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Verdampfern ohne Gefahr des Ansetzens eindampfen. Nach Befreiung vom Lösungsmittel stellen die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte auch nach
längerer Lagerung noch stabile homogene Flüssigkeiten dar; eine Schichtentrennung tritt bei diesen Produkten auch nach jahrelanger Aufbewahrung nicht ein.
Die erfindungsgemäß hergestellten Phosphatidfraktionen lassen sich sehr vielseitig verwenden, die
4(i alkohollöslichen zum Beispiel als W/O-Emulgatoren und Antispritzmittel in Margarine, als Emulgatoren für die Backindustrie, in Futtermitteln sowie in kosmetischen und medizinischen Präparaten, die alkoholunlöslichen Fraktionen als O/W-Emulgatoren sowie als
Benetzungsmittel für fetthaltige Suspensionen, zum Beispiel in der Schokoladen- sowie der Backhilfsmittel- und der Backindustrie.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist nachstehend anhand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel 1
In einer Serie von Versuchen wurden 100 g technisches Sojalecithin mit 66,3% acetonunlöslichem und einem Gehalt von 17,6% Cholinlecithin und 12,2% Kephalin bei 2O0C mit der dreifachen Volumenmenge eines Alkohols bzw. eines Alkoholgemisches 1 bis 20 Minuten teils in Gegenwart, teils in Abwesenheit von technischem Sonnenblumenöl-Monoglycerid, welches etwa 50% reines Monoglycerid enthielt, verrührt. Die nach dem Absitzen erhaltenen Schichten wurden getrennt. Dann wurde die obere cholinlecithinreiche Alkoholschicht im Vakuum bis zur Lösungsmittelfreiheit eingedampft, der Rückstand gewogen und seine Zusammensetzung auf dünnschichtchromatographischem Wege ermittelt.
Bei den Versuchen mit Monoglycerid-Zusatz wurden 100 g technisches Sojalecithin auf 50°C erwärmt und mit 10 g technischem Sonnenblumenöl-Monoglycerid
versetzt. Die Mischung wurde mit 30 ml Äthanol von 90 Vol.-% verdünnt, auf 200C abgekühlt und mit 270 ml Äthanol der gleichen Konzentration bei der gleichen Temperatur verrührt. Nachstehende Tabelle veranschaulicht die Wirkung des Monoglyceridzusatzes:
Extraktionsmittel Äthanol, 90%ig
Isopropunol
95%ig +Methanol, 95%ig, I : 1
% Monoglycerid- 0 10 0 10
zusatz
% Extrakt nach
1 Min. Rühren 11,40 20,56 12,52 23,44
2 Min. Rühren 11,60 20,90 13,43 24,56
5 Min. Rühren 14,16 22,34 14,82 25,54
10 Min. Rühren 15,20 22,46 16,00 26,40
20 Min. Rühren 16,22 23,16 17,62 26,40
Wirkungsgrad nach 39,2 44,4 40,6 47,7
20 Min. Extraktion
Analyse des
Extraktes
% Cholinlecithin 42,5 33,7 40,6 31,8
% Kephalin 10,8 6,5 6,9 6,4
% L : % K 3,94 5,18 5,88 4,97
Beispiel 2
Unter Benutzung einer nach dem CRAIG-Prinzip arbeitenden Gegenstrom-Extraktionsanlage wurde Sojalecithin mit einem Gehalt von 17,6% Cholinlecithin und 12,2% Kephalin bei 2O0C mit Äthanol von 90 Vol.-% im Volumenverhältnis 1 :3 fraktioniert, wobei das Lecithin in der ersten Versuchsreihe keinen und in der zweiten einen Zusatz von 10% technischem Sonnenblumenöl-Monoglycerid erhielt. Nachstehende Tabelle veranschaulicht den günstigen Einfluß des Monoglyceridzusatzes auf den Wirkungsgrad des Prozesses:
Anzahl Wirkungs- Analyse des Extraktes
Stufen grad % Cholin- % Kephalin Quotient
% lecithin
Kein Zusatz 37,9 39,9 9,7 4,11
1 34,0 45,7 42,3 9,5 4,45
2 50,0 59,8 40,2 7,4 5,45
4 57,3 81,8 38,8 6,1 6,36
6 63,2 Monoglycerid
Zusatz von 10% 30,4 7,? 4,17
1 24,8 5,1 4,86
2 23,5 3,6 6,51
4 27,7 6,4 4,33
6
Beispiel 3
247,5 g Sojalecithin wurden bei 50°C mit 46,5 g eines, technischen Sonnenblumenöl-Monoglyceridpräparates, das einen Gehalt von 48% reinem Monogiycerid besaß, gemischt. Die Mischung wurde auf 200C abgekühlt und mit 880 ml Alkohol von 90 Vol.-% verrührt. Nach dem Absitzen über Nacht wurden die gebildeten Schichten getrennt und die obere (= Extrakt) und die untere (= Rückstand), jede für sich, im Vakuum bei 7O0C bis zur Lösungsmittelfreiheit eingedampft.
In analoger Weise wurden 247,5 g desselben Sojalecithins ohne Zusatz von Monoglycerid extrahiert und die erhaltenen Fraktionen aufgearbeitet.
Die Resultate dieser Versuche sind in folgender Tabelle zusammengestellt, die vor allem die Anreicherung des reinen Monoglycerids im Extrakt veranschaulicht:
2'> Versuch 1: Sojalecithin+
Monoglycerid
Gewicht, g
Zusammensetzung, g
5" Acetonunlösliches
Freie Fettsäuren, Di- und
Triglyceride
Monoglyceride
Aus- Extrakt Rückgangs- stand produkt
294,0 74,0 216,0
166,0 30,6 105,7 29,4
22,3 14,0
Triglyceride
Analyse,%
Cholinlecithin (L)
Kephalin (K)
L: K
Wirkungsgrad, %
247,5 43,0
19,6 14,0 1,40
38,2 7,6 5,0
33,8
132,0
294,0 74,0 216,0
Analyse, %
Cholinlecithin (L) 16,5 24,5 11,3
Kephalin (K) 11,8 6,1 12,1
ι L:K 1,4 4,0 0,9
Wirkungsgrad, % 37,5
Versuch 2: Sojalecithin
-, Gewicht, g 247,5 43,0 202
Zusammensetzung, g
Acetonunlösliches 166,0 27,0 138
Freie Fettsäuren und 81,5 16,0 64
202

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Extraktion von Pflanzenrohphosphatiden mit niedermolekularen, aliphatischen Aiko- ~> holen, dadurch gekennzeichnet, daß man den Phosphatidgemischen vor der Extraktion 5-30% eines Monoglycerids, welches mindestens 50% ungesättigte Fettsäuren, die mindestens 18 C-Atome aufweisen, einschließlich der ungesättigten m Hydroxyfettsäuren enthält, zusetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man 5 bis 10% Monoglyceride zusetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man wasserfreie Alkohole ι j verwendet.
DE1967U0014243 1967-09-19 1967-09-19 Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden Ceased DE1692568B2 (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1967U0014243 DE1692568B2 (de) 1967-09-19 1967-09-19 Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden
NL6813248A NL154402B (nl) 1967-09-19 1968-09-17 Werkwijze voor het bereiden van een fosfatidepreparaat.
BE721113D BE721113A (de) 1967-09-19 1968-09-19

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1967U0014243 DE1692568B2 (de) 1967-09-19 1967-09-19 Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1692568A1 DE1692568A1 (de) 1971-08-05
DE1692568B2 true DE1692568B2 (de) 1977-11-10

Family

ID=7568566

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1967U0014243 Ceased DE1692568B2 (de) 1967-09-19 1967-09-19 Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden

Country Status (3)

Country Link
BE (1) BE721113A (de)
DE (1) DE1692568B2 (de)
NL (1) NL154402B (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5214171A (en) * 1988-12-08 1993-05-25 N.V. Vandemoortele International Process for fractionating phosphatide mixtures

Also Published As

Publication number Publication date
BE721113A (de) 1969-03-19
DE1692568A1 (de) 1971-08-05
NL6813248A (de) 1969-03-21
NL154402B (nl) 1977-09-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2718797C3 (de) Verfahren zur Gewinnung fließfähiger ölhaltiger gereinigter Phosphatidylcholin
DE2345789C3 (de) Verfahren zur Herstellung kalorienarmer streichfähiger Wasser-in-Öl-Emulsionen
DE2448233C3 (de) Fettzusammensetzung
DE2608991C2 (de) Fettprodukt
DE2751128A1 (de) Kosmetische emulsion und verfahren zu ihrer herstellung
WO1994021763A1 (de) Verfahren zur gewinnung von lipidfraktionen aus pulverförmigen eiprodukten
DE1492952C3 (de) Antispritzmittel für Wasser enthaltende Speisefette
DE2832636A1 (de) Fettkompositionen aus mittelkettigen triglyceriden und hochschmelzenden fetten und ihre verwendung
DE2144285A1 (de) Gießfähige Margarinen und Verfahren zu deren Herstellung
US3661946A (en) Phosphatide extraction
DE2147327A1 (de) Verfahren zur Trennung von Phos phatiden aus Phosphaüdmischungen
DE1692568B2 (de) Verfahren zur extraktion von pflanzenrohphosphatiden
DE68902557T2 (de) Lagerfaehige waessrige emulsionen von essentiellen oelen.
AT281569B (de) Verfahren zur abtrennung von pflanzlichen phosphatidfraktionen aus einer, diese enthaltenden mischung
DE69429719T2 (de) Aufnahme eines wasserlöslichen Wirkstoffes in einem Lipid
DE1173778C2 (de) Verfahren zum herstellen von klaren, stabilen loesungen von cholinphosphorsaeurediglyceridestern mit einem hohen gehalt
DE1543937C3 (de) Verwendung modifizierter kephalinhaltiger Phosphatidgemische als Emulgatoren für O/W-Emulsionen und Verfahren zur Herstellung solcher Emulgatoren
DE2323451C2 (de) Margarineöl und dessen Verwendung zur Herstellung von Margarinen und Aufstrichmassen mit niedrigem Fettgehalt
DE1812204C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von gereinigtem, nicht acylierbarem Phosphatid
EP0529107B1 (de) Verfahren zur Gewinnung eines Öls mit einstellbarem Carotingehalt aus Palmöl
DE3723237C2 (de)
DE1900961C3 (de) Fettlöslicher Emulgator zur Stabilisierung von öl-in-Wasser und Wasserin-Öl-Emulsionen
EP1661972B1 (de) Verfahren zur Extraktion von lipohilen Anteilen aus wasserhaltigen Substraten
DE2551342B2 (de) Verfahren zur gewinnung von lipiden aus kartoffeln
DE2814378A1 (de) Speiseoelmischung

Legal Events

Date Code Title Description
8228 New agent

Free format text: LEDERER, F., DIPL.-CHEM. DR. MEYER-ROXLAU, R., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8235 Patent refused