DE1692482B2 - Sterilisierkammer und verfahren zur herstellung eines salmonellenfreien, eiweiss- und mehlhaltigen futter- oder nahrungsmittels - Google Patents
Sterilisierkammer und verfahren zur herstellung eines salmonellenfreien, eiweiss- und mehlhaltigen futter- oder nahrungsmittelsInfo
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Description
Weiterhin wird die Aufgabe bei einem Verfahren
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß das
Futter- oder Nahrungsmittel nach Maßgabe des nach
45 Anspruch 4 wiedergegebenen Diagramms mit Dampf
Die Erfindung betrifft eine Sterilisierkammer zur unter Druck behandelt wird, wobei der zu ermit-Dampfsterilisation
eines eiweiß- und mehlhaltigen, telnde dritte Wert auf einer Geraden liegt, die durch
zur Pelletisierung vorgesehenen Futter- oder Nah- die beiden wählbaren Werte gezogen ist, und hierrungsmittels,
wobei die Sterilisierkammer zwischen auf der Pelletisiermühle zugeführt wird,
einer mit einem Vorratsbehälter für das Mittel ver- 50 An Hand von Ausführungsbeispielen und mit bundenen, waagerecht angeordneten Förderschnecke Hilfe von Zeichnungen wird die Erfindung näher be- und einer Pelletisiermühle angeordnet ist. schrieben. Es zeigt
einer mit einem Vorratsbehälter für das Mittel ver- 50 An Hand von Ausführungsbeispielen und mit bundenen, waagerecht angeordneten Förderschnecke Hilfe von Zeichnungen wird die Erfindung näher be- und einer Pelletisiermühle angeordnet ist. schrieben. Es zeigt
Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur F i g. 1 eine schematische Darstellung von VerHerstellung
eines salmonellenfreien, pelletisierten, fahren und Vorrichtung,
eiweiß- und mehlhaltigen Futter- oder Nahrungs- 55 F i g. 2 einen Schnitt, der einen Teil der Fördermittels,
das ursprünglich 8 · 107 Salmonellenorganis- schraube und ein Tellerventil zeigt,
men pro Gramm aufwies. F i g. 3 die Ansicht einer Gegendruckschleuse,
men pro Gramm aufwies. F i g. 3 die Ansicht einer Gegendruckschleuse,
Die bakterielle Verseuchung von Futter- und Nah- F i g. 4 einen Schnitt durch F i g. 3, entlang der
rungsmitteln, insbesondere pelletisierten Futter- und Linie 4-4,
Nahrungsmitteln, wirft eine Reihe von Problemen 60 F i g. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 von
auf, insbesondere die Verseuchung mit Salmonellen- F i g. 4,
typen. Es sind bereits Vorschläge gemacht worden, F i g. 6 die perspektivische Ansicht einer Pelleti-
diese Futtermittel zu bestrahlen, um die Krankheits- siermühle, die Einzelheiten derselben zeigt,
erreger zu vernichten. Dies ist jedoch aus Aufwands- F i g. 7 ein Nomogramm, das die Verhältnisse von
erreger zu vernichten. Dies ist jedoch aus Aufwands- F i g. 7 ein Nomogramm, das die Verhältnisse von
gründen keine praktische Lösung. Die übliche, mit 65 Feuchtigkeit, Zeit und Temperatur darstellt.
Förderschnecken arbeitende Strangpreß-Maschinerie, In F i g. 1 ist mit 1 ein Vorratsbehälter bezeich-
Förderschnecken arbeitende Strangpreß-Maschinerie, In F i g. 1 ist mit 1 ein Vorratsbehälter bezeich-
die für das Pelletisieren benutzt wird, erzeugt bei der net, der die zu behandelnden Rohstoffe enthält.
Anwesenheit von Feuchtigkeit während des Pelleti- Diese Rohstoffe sind die üblichen, in der
Form von trockenem Mehl, je nach dem herzustellenden Futter für Säugetiere oder Geflügel od. dgL
Einschlägige mehlartige und proteinhaltige Mischungen
sind bekannt und brauchen nicht weiter beschrieben zu werden.
Das trockene Mehl fällt durch sein Eigengewicht durch einen Trichter 3 in ein Rohr 5, in dem eine
Förderschnecke 7 angeordnet ist, die vorzugsweise mit ungleichmäßiger Steigung ausgelegt ist Die Förderschnecke
7 wird durch ein Regelgetriebe 8 angetrieben. Die unterschiedliche Steigung der Förderschnecke
7 ist nicht immer notwendig; es ist jedoch eine derartige Ausbildung vorzuziehen um einen
wünschenswerten vollen und möglichst kompakten Materialstrom durch das Rohr 5 zu erreichen.
Das Rohr 5 weist am Auslaßende der Förderschnecke 7 ein federbelastetes TellerveüQ 9 auf, das
einen Druck auf das austretende trockene Mehl ausübt Die Druckfeder, die auch in Fig. 2 dargestellt
ist, ist mit 11 bezeichnet. Das Tellerventil 9 wirkt als Rückschlag-Eintrittsventil und verhindert Druckverluste
auf der Abströmseite. Wenn das Ventil 9 offen ist, wird Druckverlust durch den gepreßten Zustand
des Mehles verhindert, das durch das Ventil strömt.
Mit 13 ist ein Auslaß in Strömungsrichtung hinter dem Tellerventil 9 bezeichnet, durch den das komprimierte
trockene Mehl zum oberen Abschnitt 17 einer Doppelkaskadendruckkammer 15 gelangt. Die
Druckkammer besteht aus den Rohren 17 und 19. Der Auslaß 13 ist mit einem Ende des oberen Rohres
17 verbunden. Die anderen Enden der Rohre 17 und 19 weisen eine Querverbindung 21 auf.
Die Rohre 17 und 19 umgeben jeweils eine Welle 23, die winklig angeordnete Löffel (Rührarme) 25
trägt. Die Löffel in dem Rohr 17 sind unter solchen Winkern angeordnet, daß sie das Material vom Einlaß
13 zur Querverbindung 21 rühren und treiben. Die Löffel in dem Rohr 19 sind so winklig ausgebildet,
daß sie das Material von der Querverbindung 21 zu einem Auslaß 29 des Rohres 19 rühren und treiben.
Mit 29 sind Regelgetriebe bezeichnet für den Antrieb der Wellen 23. Mit 31 ist eine Gegendruckschleuse
bezeichnet, deren Einzelheiten iu den F i g. 3 bis 5 dargestellt ist, die Material vom Auslaß 27
einem Einlaß 33 einer Pelletisiermühle zuführt, die mit einem Antrieb 37 versehen ist. Die Gegendruckschleuse
ist als Zellenradschleuse ausgebildet. F i g. 2 zeigt Einzelheiten der Anordnung des Tellerventils 9,
seiner Feder 11 und des benachbarten Endss der Förderschnecke 7. Das Ventil 9 arbeitet als Einlaßdruckschleuse.
Mit 39 ist ein regelbarer Einlaß und mit 41 ein regelbarer Auslaß für Dampf unter Druck dargestellt,
der durch die Druckbehandlungskammer 15 strömen kann. Der Dampf steigert den Feuchtigkeitsgehalt
durch Kondensation und den Druck, unter dem das Mittel steht. Die Schleusen 9 und 31 halten
den Druck auf das Material in der Druckkammer 15 aufrecht, wie er durch den Dampf, der durch das
Dampfeinlaßventil 39 einströmt, aufgebaut wird.
Die F i g. 3 zeigt Einzelheiten der Gegendruckschleuse 31. Sie besteht aus einem Gehäuse mit
einem vertikalen Durchlaß 43 und einer Querbohrung 45. In der Querbohrung 45 ist ein Rotor 44
mit den Flügeln 47 angeordnet, die Räume 49 einschließen, in denen Material vom Auslaß 27 zugeführt
wird. Der Rotor wird von einer Welle 46 getragen. Die Flügel 47 bilden eine wesentliche Dichtung
gegen Druckverlust aus der Kammer 15. Ein geeignetes Regelgetriebe, das sehematisch unter 51 in
Fig. 1 dargestellt ist, bewirkt die Drehung der Flügel 47.
Um wesentliche Teile der Rohre 17 und 19 herum ist ein Doppeldampfinantel 71 vorgesehen. Der
Mantel 71 ist mit einem DampfeinlaS 73 und einem Dampfauslaß 75 versehen. Er dient, wenn benötigt,
ίο zur indirekten Erwärmung des Materials in den Rohren
17 und 19. Es ist in diesem Zusammenhang selbstverständlich, daß, wenn gewünscht, andere
Mittel als der Doppelmantel 71 zur indirekten Wärmezufuhr zur Erhöhung der Temperatur in den
Rohren 17 und 19 benutzt werden können.
Die Fig. 6 stellt einen Pelletisierkopf 53 einer geeigneten
Pelletisiermühle 35 dar. Er besteht aus einem Satz von Arbeitswalzen 55 mit festen Achsen,
deren Oberflächen geriffelt sind und innen eine ringförmige, perforierte Matrize 57 berühren, die durch
den Motor 36 angetrieben wird. Die Matrize 57 hat ein offenes Ende 59, durch das Material vom Einlaß
33 aufgenommen und ins Innere der Matrize gebracht wird. Die äußere Fläche der Matrize 57 wird
von Streichmessern 61 berührt. Wird Material in die Matrize 57 geleitet und diese gedreht, quetschen die
Walzen 55 das Material in Fadenform durch die öffnungen heraus, so daß es durch die Streichmesser 61
in Pellets zerteilt werden kann. Die Walzen 55 drehen sich mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit
wie die Ringmatrize 57, da sie durch Reibung zwischen dem Material, den Walzen 55 und der Matrize
57 angetrieben werden. Geeignete Stelleinrichtungen für die Streichmesser sind mit 63 bezeichnet. Die
fertigen Pellets verlassen die Mühle 35 durch einen Auslaß 65 zum Trocknen, Verpacken und Transportieren.
In F i g. 7 ist ein Beispiel eines geeigneten Nomogramms
wiedergegeben, um die Feuchtigkeits-, Zeit-
und Temperaturrelation darzustellen, die in Kammer 15 aufrechterhalten werden muß, um Bakterien zu
vernichten. Ein derartiges Nomogramm wird auf Grund der Keimzahl pro Gramm im Trockenmehl
des Vorratsbehälters 1 aufgestellt. Das gezeigte Nomogramm gilt für eine Bakterienzahl von 8 · 107
SalmOnellenorganismen pro Gramm. Das Nomogramm zeigt als Ordinaten die drei unabhängigen
Veränderlichen, nämlich Feuchtigkeitsgehalt in Prozent, Zeit in Minuten und Temperatur. Bekannte
Relationen zwischen diesen Werten ergeben die Parameter für ausreichende Bakterienvernichtung.
Durch Auswahl von Werten auf zwei beliebigen Ordinaten kann der dritte Wert auf der dritten Ordinate
durch geradlinige Verbindung der beiden gewählten Punkte ermittelt werden. Wenn, wie die
Gerade 67 zeigt, der Feuchtigkeitsgehalt 13 %> und die Temperatur 880C beträgt, so beträgt die Erhitzungsdauer,
die unter diesen Bedingungen benötigt wird, 10 Minuten.
Die Gerade 69 gibt eine andere Gruppe von Bedingungen an, und es ist offensichtlich, daß eine unbestimmte
Zahl von Geraden wie 67 und 69 bezogen werden kann, um verschiedene Parameter für Feuchtigkeitsgehalt,
Zeit und Temperatur zu finden. Wenn andere Organismen behandelt werden sollen, müssen
andere Nomogramme benutzt werden, gleichfalls wenn die Zahl der vorhandenen Organismen eine
andere ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt: Zunächst werden die Bakterien im Mehl des
Vorratsbehälters 1 gezählt, und es wird ein geeignetes Nomogramm aufgestellt, beispielsweise wie
das in Fig. 7, das für den jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt, die Verweildauer in Minuten und die Temperatur
in der Kammer 15 angibt, die notwendig sind, um eine im wesentlichen vollständige Vernichtung
der Salmonellen zu bewirken, ohne gleichzeitig zu einem Kochvorgang zu führen. Das trockene Material
fällt durch sein Eigengewicht in das Rohr 5 und wird durch die Förderschnecke 7, die ihrerseits
durch das Regelgetriebe 8 angetrieben wird, vom Trichter 3 zum Tellerventil 9 transportiert. Es wird
ein voller Materialfluß im Rohr 5 aufrechterhalten. Das Material, das durch das Tellerventil 9 strömt,
wird gepreßt und befeuchtet, wenn es sich vom Auslaß 13 weiterbewegt. Das Material wird dann in
dem Rohr 17 nach links gefördert, wobei es kontinuierlich unter dem gewählten Druck und Feuchtigkeitsgehalt
durch die Löffel 25 gerührt wird. Das Material gelangt dann durch die Querverbindung 21
in das untere Rohr 19 und wird dabei weiterhin kontinuierlich durch die Löffel 25 bei dem genannten
Druck und Feuchtigkeitsgehalt gerührt. Der Dampf, der der Druckkammer 15 durch das Einlaßventil 39
zugeführt wird und durch das Auslaßventil 41 austritt, liefert den gewünschten Druck, den gewünschten
Feuchtigkeitsgehalt und die gesamte oder einen Teil der benötigten Wärme zur Erhöhung der Temperatur.
Die Regelgetriebe 29 der Wellen 23 werden so eingestellt, daß das Material durch die Druckbehandlungskammer
in der dem Nomogramm entnommenen Zeit gefördert wird. Die Förderschnecke 7 wird mit solcher Geschwindigkeit angetrieben,
daß sie das trockene Material am Einlaß des Tellerventils 9 zusammendrückt, so daß, wenn
das Ventil 9 offen ist, ein unerwünschter Verlust an Gegendruck in der Kammer 15 nicht eintritt.
Das Material, das durch die Rohre 17 und 19 der Druckkammer 15 gefördert wird, wird durch Kondensation
des Dampfes befeuchtet, der durch das Einlaßventil 39 eintritt. Die Dampfmenge ist so gewählt,
daß der Feuchtigkeitsgehalt erreicht wird, den das Nomogramm (F i g. 7) vorschreibt.
Da dieser Dampf möglicherweise keine hinreichende Temperatur hat, um die vom Nomogramm
geforderte Temperatur zu liefern, kann eine zusätzliche Beheizung notwendig sein. Dies wird durch den
Doppelmantel 71 mit Dampf erreicht, dessen Temperatur
so geregelt -wird, daß die Temperatur in der Druckkammer 15 auf den gewünschten Wert zur
Vernichtung der Bakterien ansteigt, jedoch unterhalb der Kochtemperatur bleibt Die Zeit, während der
das feuchte Material in den Rohren 17 und 19 erhitzt und gerührt wird, ist gleichfalls dem Nomogramm
zu entnehmen und wird durch Regelung der Geschwindigkeiten der Antriebe 29 streicht Die Relation
dieser Verweildauer im Hinblick auf die gewählte Feuchtigkeit'und Temperatur ist wichtig, damit
die Zeit, während der die Mikroorganismen der Vernichtungswirkung der feuchten Hitze ausgesetzt sind,
ausreichend lang ist. Die Feuchtigkeit unterstützt die Vernichtungswirkung der erhöhten Temperatur auf
die Organismen. Gleichzeitig befeuchtet die Feuchtigkeit das trockene Mehl so ausreichend, daß es beim
Erreichen der Pelletisiermühle 35 in einem solchen Zustand ist, daß es durch die öffnungen der Ringmatrize
57 in Fadenform gepreßt und durch die Streichklingen 61 in Pelletfonn abgeschnitten werden
kann. Nach diesem Arbeitsgang läßt man das Material trocknen oder trocknet es.
Es ist wichtig, daß die Temperatur und die Behandlungsdauer auf die Werte beschränkt werden,
bei denen eine Vernichtung der Bakterien, jedoch noch kein Kochen des feuchten Materials eintritt.
Das Kochen in der Kammer 15 muß verhindert werden, um eine wesentliche Zerstörung des Nährwertes
des Produktes unter anderem durch Proteinzerstörung zu vermeiden, die das Kochen zur Folge hätte. In
diesem Zusammenhang wird gleichfalls darauf hingewiesen, daß die Pelletisieimühle 35 im Gegensatz
zur Schneckenstrangpresse kein Kochen mit sich bringt. In vielen Fällen wird der Dampf, der bei 39
eintritt, um die gewünschte Menge Kondensat zum Befeuchten zu liefern, ausreichen, die Temperatur in
den Rohren 17 und 19 auf den Wert anzuheben, den das Nomogramm vorschreibt. In solchen Fällen wird
zusätzliche Wärmezufuhr durch Dampf im Doppelmantei! 71 nicht benötigt.
Kurz zusammengefaßt gibt die Erfindung die Anweisung, daß ein heißes, feuchtes Medium unter geeignetem
Druck eine ausreichende Zeit einwirken gelassen wird, um die Mikroorganismen im wesentlichen
vollständig abzutöten, ohne daß der Nährwert durch Kochen verringert wird. Einige Stämme oder
Sorten dieser Organismen sind gegen Hitze widerstandsfähiger als andere, doch ermöglicht die Konstruktion
der Anlage in einem großen Bereich die Auswahl von Feuchtigkeitsgehalt, Temperatur und
Behandlungszeit, um eine zufriedenstellende Bakterienvernichtung zu erreichen. Dadurch, daß das
Material in den Rohren 17 und 19 der Kammer 15 kaskadenartig gefördert wird, ist eine Behandlungszeit von einigen Minuten möglich. Die Anordnung
gestattet weiterhin die Verwendung der vorteilhaften Pelletisiermühle statt eines Extruders. Zwar gestattet
ein konventioneller Extruder atmosphärisches Dämp-
fen des Materials auf dem Wege zur Pelletisiermatrize,
doch liegt die Zeit, die zum Dämpfen zur Verfugung steht, in der Größenordnung von Sekunden,
und dieses Dämpfen tritt bei hohen Temperaturen ein, so daß es zu einet Kochwirkung kommt
Bei der Erfindung dagegen liegt die Behandlungszeit bei niedrigeren Druck- und Temperaturbedingungen
in der Größenordnung von Minuten, ohne daß 'Röchen in der Dmckkamra« 15 oder der Pelleüsiefmühle
35 eintritt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines sahno- der hohen Temperaturen ist jedoch sehr kurzfristig,
nellenfreien, pelletisierten, eiweiß- und mehl- 5 und daher ist der Grad der Vernichtung von Bakhalrigen
Futter- oder Nahrungsmittels, das ur- terien nicht ausreichend. Darüber hinaus neigt die
sprünglich 8 · 107 Salmonellenorganismen pro hohe Temperatur sogar für die kurzen, hier notwen-Gramm
aufwies, dadurch gekennzeich- digen Zeiten dazu, den Nährwert der Futter- und
net, daß das Futter-oder Nahrungsmittel nach Nahrungsmittel zu zerstören. Weiterhin sind die
Maßgabe des nachstehenden Diagramms mit io Sirangpreßanlagen für diesen Zweck sehr aufwendig.
Dampf unter Druck behandelt wird, wobei der zu Sogenannte Ringwalzen-Pelletisiermühlen zum
ermittelnde dritte Wert auf einer Geraden liegt, Pelletisieren sind weniger aufwendig zu betreiben als
die durch die beiden wählbaren Werte gezogen Extruder. Auch die Rhigwalzen-Pelletisiermühlen
ist, und hierauf der Pelletisiermühle zugeführt bewirken unter einem gewissen, jedoch niedrigeren
wird. . 15 Druck beim Pelletisieren einen Strangpreßeffekt. Die
2. Vorrichtung zur Herstellung eines salmo- Arbeitsweise dieser Ringwalzen-Pelietisiennühlen ernellenfreien,
pelletisierten, eiweiß- und mehl- hält jedoch die Nährwerte. Diese Mühlen können
haltigen Futter- oder Nahrungsmittels, wobei eine andererseits Bakterien in ausreichendem Umfange
Sterilisierkammer zur Dampfsterilisation zwischen nicht vernichten. Nach der vorliegenden Erfindung
einer mit einem Vorratsbehälter für das Mittel 20 wird diese Art von Pelletisiermühlen angewendet,
verbundenen, waagerecht angeordneten Förder- wobei sie durch geeignete Vorbehandlungsmitte!, die
schnecke und einer Pelletisiermühle angeordnet die Rohmaterialien zuführen, unterstützf werden. Die
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sterilisier- Vorbehandlungsmittel sind geeignet, wesentliche
kammer aus zwei übereinander angeordneten, Bakterienmengen zu vernichten, ohne daß der Nährwaagerechten,
auf einer Seite mittels eines Fall- 25 wert gesenkt wird.
rohres (21) verbundenen Rohren (17,19) besteht, Aufgabe der Erfindung ist, eine Anlage und ein
in denen sich auf Wellen (23) angeordnete Rühr- Verfahren anzugeben, mit denen auf vorteilhafte
arme (25) befinden, wobei sie unter Zwischen- Weise eine Beseitigung von Sahnonellen in eiweiß-
schaltung eines tellerförmig ausgebildeten Rück- und mehlhaltigen Futter- und Nahrungsmitteln erschlagventils
(9) mit einer Förderschnecke (7) 30 reicht wird, ohne daß dadurch der Nährwert der
und unter Zuhilfenahme einer Zellenradschleuse Futter- oder Nahrungsmittel beeinträchtigt wird.
(31) mit der Pelletisiermühle (35) verbunden ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe einmal bei
(31) mit der Pelletisiermühle (35) verbunden ist. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe einmal bei
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- einer Sterilisierkammer der eingangs genannten Art
kennzeichnet, daß die Steigung der Förder- dadurch gelöst, daß sie aus zwei übereinander angeschnecke
(7) vom Einlaß zum Auslaß abnimmt. 35 ordneten, waagerechten, auf einer Seite mittels eines
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, da- Fallrohres verbundenen Rohren besteht, in denen
durch gekennzeichnet, daß sie von einem be- sich auf Wellen angeordnete Rührarme befinden, woabstandeten,
mittels Dampf beheizbaren Mantel bei sie unter Zwischenschaltung eines tellerförmig
(71) umgeben ist. ausgebildeten Rückschlagventils mit einer Förder-
40 schnecke und unter Zuhilfenahme einer Zellenradschleuse mit der Pelletisiermühle verbunden ist.
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| DE1692482C3 DE1692482C3 (de) | 1973-10-18 |
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| DE1692482A Expired DE1692482C3 (de) | 1966-11-15 | 1966-11-15 | Sterilisierkammer und Verfahren zur Herstellung eines salmonellenfreien, eiweiß- und mehlhaltigen Futter- oder Nahrungsmittels |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19915908A1 (de) * | 1999-04-08 | 2000-10-12 | Buehler Ag | Verfahren und Vorrichtung zur hygienisierenden, thermischen Behandlung von Mehl |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE2445937C2 (de) * | 1974-09-26 | 1984-03-29 | Bühler-Miag GmbH, 3300 Braunschweig | Verfahren und Anlage zum Erzeugen von Futterpellets aus Futtermehl |
| NL8005517A (nl) * | 1980-10-06 | 1982-03-01 | Wessanen Mengvoeders Bv | Veevoeder, werkwijze voor het persen van veevoederkorrels, alsmede inrichting voor het uitvoeren van deze werkwijze. |
-
1966
- 1966-11-15 DE DE1692482A patent/DE1692482C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19915908A1 (de) * | 1999-04-08 | 2000-10-12 | Buehler Ag | Verfahren und Vorrichtung zur hygienisierenden, thermischen Behandlung von Mehl |
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| DE1692482A1 (de) | 1972-01-05 |
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