DE1690389B2 - Verfahren zum herstellen einer kabelverbindungsmuffe - Google Patents
Verfahren zum herstellen einer kabelverbindungsmuffeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Kabelverbindungsmuffe mit einer:;
Jie Spleißstellen höh! umgebenden festen Mantel. Es ist bekannt, die Spleißstellen durch eine Schutzhülle,
den Muffenkörper, gegen äußere meist atmosphärische Einwirkungen zu schützen. Die Adcrspleißstclle
liegt entweder im Hohlraum der sie umgebenden Schutzhülle oder sie wird in eine erstarrende Marie.
beispielsweise Gießharz, eingebettet.
Ein Muffenspleiß, der hohl in der ihn umgebenden
Schützhülle liegt, bietet den Vorteil, daß bei Umschaltarbeiten
der äußere Muffenkörper wieder geöffnet werden kann und die Verbindungsstelle sofort
frei zugänglich ist. Nach Beendigung der Arbeiten kann der Muffenkörper bzw. die Schutzhülle, wieder
leiir ! geschlossen werden. Der Nachteil dieser Aii
von Verbindungsmuffe liegt darin, daß beispielsweise eingedrungenes Wasser auch in die Kabelseele eindringen
kann und damit die Kabelanlage außer Betrieb gesetzt wird.
Bei der Einbettung in Gießharz ergeben sich bei Reparatur- oder Umschaltarbeiten, wie sie für Fernmeldekabel
des öfteren erforderlich sind, insofern Schwierigkeiten, als das Gießharz sehr fest an der.
einzelnen Adern haftet und nicht mehr ohne Beschädigung der Adern von diesen zu entfernen ist. Wenn
also solche Arbeiten vorgenommen werden müssen, ist vorher die gesamte Verbindungsstelle zu entfernen
und dann neu zu gestalten. Der Vorteil des Einbettens
in Gießharz besteht darin, daß die Verbindungsmuffe in ihrer Wirkung als Stopfstelle das
Weiterfließen von in das Kabel eingedrungenem Wasser in die Hohlräume der Kabelseele verhindert.
Es ist an sich auch bekannt, in Kabeln Dichtungsstopfen aus Schaumstoff anzubringen, um eine Ausbreitung
von Feuchtigkeit in Längsrichtung des Kabels zu verhindern (deutsches Gebrauchsmuster
1 681 214). Zur Herstellung dieser Dichtungsstopfen wird eine ausreichende Menge eines nicht
aufseschäumten aber aufschäumfähigen Stoffes in das^ Kabel eingebracht. Vorzugsweise wird hierfür
Polystyrol verwendet, das durch Erwärmung Schaurnstoffstruktur erlangt. Diese Dichtungsstopfen
in Kabeln sind jedoch nicht mit Füllungen i'ür Kabelverbindungsmuffen vergleichbar, da beide Gegenstände
in konstruktiver und mechanischer Hinsicht und hinsichtlich der praktischen Verwendung völlig
unterschiedlichen Bedingungen unterliegen.
Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zucrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindungsmuffe
für elektrische Kabel anzugeben, welche als zuverlässige Abdichtung der Kabelöffnun-
<zen wirkt, die leichte ZugänglichVeit zu den Aderver-Kmdunaen
nicht hindert und eine zusätzliche 'Möglichkeif der Prüfung auf Dichtigkeit bietet. Gelöst
wird diese Aufgabe dadurch, daß um die Speii'stcHe
ah fester Mantel eine an der Muffe verbleibende Gießform mit einer Einfüllöffnung gelegt wird, du?
in die Gießform ein aufschäumbares Material uruefüHt
wird, daß die Einfüllöffnung der Gießfom -.erschlossen
wird und daß das aufschäumbare V.iterhl
zunächst sein Volumen vergrößert bi~ es die Gießform unter Erzeugung eines (Jberdru Ves vollständig
ausfüllt und dann zu einer festen Schaumstoffmas^e
erstarrt. Durch diese Masse, für welche man den Zeitpunkt der Volumemergroßerung und den Zeitpunkt
des Erstarrens vorher festlegen kann, ergibt
sich der Vorteil, daß dir freien Hohlräume ir;
Spleißraum mit einer homogenen zellenförmigen aber trotzdem leicht von den Kabeladern zu entfernenden
Vergußmasse ausgefüllt sind. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht d.';n. daß durch die
eingefüllte Masse eine zusätzliche Prüfung auf Dichtigkeit für die Muffe durchgeführt werden kann. I).
Komponenten der Füllmasse können so cingesKÜi
werden, daß bei Erreichen des Rndvolumens tin erheblicher
Überdruck im Innern der Kabelmuffe η-steht, so daß die Füllmasse in die kleinsten Zv ;jkelräume
eindringt. Die Muffennähtc werden dabei infolge des Überdrucks geprüft. Undichtigkeiten ini
Muffenkörper und Arbeitsfehler an den Muffennähten werden dann durch herausquellende Füllmasse
angezeigt. Diese Fehler können dann nachträg'ich noch beseitigt werden.Es ist jedoch auch möglich, die
undichten Stellen durch die Füllmasse abdichten /ti lassen.
In einer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann das in den Hohlraum der Muffe einzufüllende
Material ein mit einem Härter und einem Schäumungstreibmittel versetztes Gießharz sein. Der Zeitpunkt
des Aufschäumens dieser Masse kann durch entsprechende Abstimmung vorher genau festgelegt
werden. Durch den Härter erstarrt die so eingefüllte Masse nach dem Schäumungsvorgiang, und der vorübergehende
Überdruck wird dabei zurückgebildet. Die gesamte Masse wird durch di.M Härter stabiler
und erhält durch das Aushärten eine äußerst feste Form, die jedoch im Falle von Umbauarbeiten an
der Spleißstelle jederzeit leicht von den einzelnen Adern zu entfernen ist. Die zellenförmige Masse ist
so beschaffen, daß sie beim Wiederöffnen der Kabelverbindungsmuffe leicht mit einem. Messer geschnitten,
abgekratzt oder sogar mit der Hand vom Muffensplciß abgekrümelt werden kann.
3 4
In einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann ein Material verwendet wird, welches mit Hilfe von
als Material auch eine feste Masse in Pulverform Druckluft aufgeschäumt wird und unter Druck in
oder Körnchenform verwendet werden, welche durch den Hohlraum der Kabelmuffe eingefüllt wird. Diese
Erwärmung aufschäumt ur.d somit ebenfalls den Masse erstarrt nach einiger Zeit ebenfalls. Die Dich-Hohlraum
innerhalb des Mantels ausfüllt und eben- 5 tigkeitsprüfung kann auch hier infolge des Einspritzfalls
in die kleinsten Zwischenräume zwischen den drucks vorgenommen werden.
Adern eindringt. Eine solche Masse ist beispielsweise Die in dem Mantel zunächst vorhandene Öffnung
unter dem Namen Polystyrol bekanntgeworden. zum Einbringen der Füllmasse kann unmittelbar
Eine dritte Möglichkeit der Verwendung einer nach dem Einfüllen verschlossen werden. Hierai
AusfüUmasse nach der Erfindung besteht darin, daß io kann beispielsweise ein Klebeband benutzt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen einer Kabelverbindungsmuffe mit einem die Spleißstellen hohl
umgebenden festen Mantel, dadurch gekennzeichnet,
daß um die Spleißstelle als fester Mantel eine an der Muffe verbleibende
Gießform mit einer Einfüllöffnung gelegt wird, daß in die Gießform ein aufschäumbares Material
eingefüllt wird, daß die Einfüllöffnung der Gießform verschlossen wird und daß das aufschäumbare
Material zunächst sein Volumen ■> ergrößert bis es die Gießform unter Erzeugung
eines Überdruckes vollständig ausfüllt und dann zu einer fesr.en Schaumstoffmasse erstarrt.
2. Verfahren nach Ansprach 1. dadurch gekennzeichnet,
daß in die Gießform ein mit einem Härter und einem Schäumungs-T reibmittel versetztes
Gießharz eingefüllt wird. -c
3. Verfahren nach Anspruch!, dadurch gekennzeichnet.
JaG in die Gießform ein bei Erwärmung aufschäumendes Füllmaterial in Pulveroder
Körnchenform eingefüllt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichne!,
daß das in die Gießform gefüllte Material mit Druckluft aufgeschäumt wird.
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