DE1684068C - Schwing oder Wendeflugelfenster - Google Patents
Schwing oder WendeflugelfensterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schwing- oder Wendeflügel
fenster, bei welchem diesseits des Lagers ein dichtender Anschlag je auf der Gebiludeinnenseite
und der Geböudeaußenseite des Flügelrahmen und
jenseits des Lagers ein dichtender Anschlag je auf der Innen- und Außenseite des Stockrahmens angebracht
ist, wobei die am Lager wechselnden Anschlüge durch ein Wechselprofil gebildet sind, das an
der Gebuudeaußenseite zwei zueinander parallellaufende
Dichtungsnuten aufweist, von denen die erste dem dichtenden Anschlag zum anderen Rahmenteil,
die zweite dem dichtenden und federnden Anschlag zu dem Rahmenteil dient, an welchem das Wechselprofil
durch eine Klemmverbindung befestigt ist.
Derartige Schwing- oder Wendeflügelfenster sind is
aus der schweizerischen Patentschrift 345453 bekannt. Dabei wird der Klemmsitz durch im Stock-
bzw. Flügelrahmenprofil vorgesehene, an beiden Seitenflanken hinterschnittene Nuten und am Wechseprofil
durch Profilstege gebildet, die mit endseitigen Ver- ao breitcrungen formschlüssig in die hinterschnittenen
Seitenwände der Nuten eingreifen. Das Wechselprofil kann daher nur in Profillängsrichtung auf das Flügelbzw.
Stockrahmenprofil aufgesteckt werden. Ein Lösen des so befestigten Wechseprofils quer zur Profil- as
längsrichtung ist nur schwer und kaum ohne bleibende Verformungen an den Profilen möglich.
Aus der österreichischen Patentschrift 236 618 ist es bei Fensterrahmen bekannt, ein Zusatzprofil
zwecks Befestigung an einem Grundprofil mit zueinander parallelen Stegen zu versehen und mit
einem dieser Stege in eine Nut des Grundprofils einzuschieben, wobei der zweite Steg dem Grundprofil
außen anliegt. Der in der Nut befindliche Steg besitzt einen zum zweiten Steg gerichteten Haken,
der formschlüssig in eine Hinterschneidung der Nutseitenwand eingreift. Auch hier können Grund- und
Zusatzprofil nur in Profillängsrichtung ineinander gesteckt werden, ein Lösen quer zur Profillängsrichtung
ist nicht möglich.
Schließlich ist es aus dem <kut..chen Gebrauchsmuster
1 *)37O58 !·'. Unnt, ein Wechselprofil am Rahmen
zu verschrauben und mit einer am Rahmen eingreifenden Nase zu versehen, die geeignet ist, bei der
Befestigung des Wechselprofils als Montagehilfe zu dienen. Jedoch wird durch diese Leiste vor Einsetzen
der Schrauben keine vorläufige Halterung des Wechselprofils am Rahmen erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fenster mit den eingangs genannten Merkmalen so
auszubilden, daß das Wechselprofil leicht und schnell quer zur Profillängsrichtung an den Rahmen angesetzt
bzw. von ihm gelöst werden kann und zur einfachen Montage auch ohne Verschraubung bereits
eine provisorische Befestigung am Rahmen erfährt, welche die Ausführung der Verschraubung sehr
erleichtert und es zuläßt, mit einer geringeren Schraubenanzahl zu arbeiten.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Klemmverbindung aus einem Haken
am Wechselprofil und einer von dem Haken hintcrgriffcnen Nase an dem das Wcchsclprofil tragenden
Rahmenteil besteht und daß der Haken und die Nase durch den Druck der zweiten Dichtungsleiste
im Eingriff gehalten sind.
Hierdurch wird der zweiten Dichtungsleiste, die auch bei geöffnetem Fenster am Rahmen anliegt,
eine doppelte Funktion zuteil, nämlich die übliche der Abdichtung und siUsHtzlich die einer Feder,
welche das Wechselprofil mit seinem Haken hinter die Nase drückt und so die Verbindung zwischen
beiden geschlossen httlt. Durch Zusammendrücken der Dichtungsleiste kann der Formschluß zwischen
Haken und Nase gelöst und hierdurch das Wechsolprofll
vom Rahmen abgenommen werden.
Zwar ist es aus der französischen Patentschrift 1438 790 bekannt, bei einem Fenster zur Befestigung
der Glasscheibe ein Füllstück vorzusehen, das einen Druck einerseits auf die Glasscheibe und
andererseits auf die Glasfalzleiste ausübt, die mit dem Rahmen durch eine Verhakung verbunden ist,
welche durch den Druck des FUllstUckes geschlossen gehalten wird. Es handelt sich jedoch hier jeweils um
in ihrer Aufgabe und Funktion im Vergleich zum Erfindungsgegenstand verschiedene Elemente.
Ein Ausführungsbeispiel des Schwing- oder Wendeflügelfensters nach der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 ein Schwing- bzw. Wendeflügelfenster in einem Schnitt diesseits des Lagers und
F i g. 2 einen Schnitt jenseits des Lagers.
Das Wechselprofil ist diesseits des Lagers (Fig. I) und jenseits des Lagers (Fig. 2) jeweils mit 1 bezeichnet.
Es weist zwei parallele Nuten auf, in welche die Dichtungsleisten 3 und 4 eingeschoben sind.
Mit 5 ist ein Rahmenteil des Stockrahmens und mit 6 ein Rahmenteil des Flügelrahmens bezeichnet.
Die Dichtungsleiste 3 dient sowohl diesseits als auch jenseits des Lagers in bekannter Weise der
Abdichtung gegen die Außenluft, und zwar soll verhindert werden, daß bei geschlossenem Fenster
Feuchtigkeit in den Innenraum gelangt. Die Dichtungsleiste 4, die im Gegensatz zur Dichtungsleiste 3
keinen beweglichen Anschlag mit der entsprechenden Anschlaglciste bildet, ist sowohl bei geschlossenem
als auch bei geöffnetem Fenster mit der Anschlagleiste des Flüge'rahn'tnteiles 6 (Fig. 1) bzw.
mit der des Stockrahmenteiles5 (Fig. 2) festanliegend
verbunden. Damit wird einerseits erreicht, daß ohne Zuhilfenahme von Kitt oder dergleichen anderen
Dichtungsmitteln ein immer dichter Abschluß gegenüber der Außenluft vorhanden ist, so daß der
Raum zwischen dem Wechselprofil 1 und dem damit fest verbundenen Flügelrahmen bzw. Stockrahmen
trocken bleibt.
Gleichzeitig erfüllt aber die Dichtungsleiste 4 noch eine weitere Funktion: Sie drückt nämlich das Wechselprofil
1 in eine Richtung, die von der Gebäudeaußenseite zur Gebäudeinnenseite hinweist. Dadurch
wird erreicht, daß der Haken 7 gegen die Nase 8 gedrückt wird, wodurch das Wechselprofil 1 befestigt
ist. Damit kann das Wechselprofil ohne Zuhilfenahme von Schrauben zumindest provisorisch an
dem zugehörigen Rahmenteil S bzw. 6 befestigt werden. Das erleichtert zumindest bei der Montage die
Arbeit erheblich. Zusätzlich können selbstverständlich noch Schrauben angebracht werden, die das
Wcchselprofil unverrückbar mit dem Rahmenprofil verbinden, jedoch sind nur eine wesentlich geringere
Anzahl solcher Schrauben erforderlich als bei bekannten Konstruktionen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schwing- oder Werdcflügclfenster, bei welchem diesseits des Lagers ein dichtender Anschlag jeauf der Qebäudeinnenseite und der üebttudeaußenseite des FlUgelrahmens und jenseits des Lagers ein dichtender Anschlag je auf der InnenuncI Außenseite des Stockrahmen angebracht ist, wobei die am Lager wechselnden Anschlüge durch ein Wechselprofil gebildet sind, das an der Gebäudeaußenseite zwei zueinander parallellaufende, Dichtungsnuten aufweist, von denen die erste dem dichtenden Anschlag zum anderen Rahmenteil, die zweite dem dichtenden und tf»■» Wictolpund olnor vondurch dn Druck der zweiten Dichtungsleiste im Eingriff gehalten sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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