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DE1679532C - Anordnung zur Erzeugung unipolarer Luftioiien - Google Patents

Anordnung zur Erzeugung unipolarer Luftioiien

Info

Publication number
DE1679532C
DE1679532C DE1679532C DE 1679532 C DE1679532 C DE 1679532C DE 1679532 C DE1679532 C DE 1679532C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
arrangement
ions
voltage
tip
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert 8950 Kaufbeuren. E06b 9-06 Jahnke
Original Assignee
ßerckheim, Constantin Gral von. 6940 Weinheim
Publication date

Links

Description

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Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung erzielt. Zum Beispiel entladt sich ein im AbstandI von
zur Erzeugung unipolarer Luftionen mit mehreren 50 cm zur Ionenquelle angeordnetes, staUsoiies Volt-
in einem Luftstrom angeordneten, gegen Erde oder meter mit einem Meßbereich von 250 Volt unter
Masse isolierten Spitzen und einer Quelle hoher Verwendung einer Kugelsonde,mit 15 mm Durch-
Olelchspannung, die mit einem Pol an die Spitzen 6 messer in 10 see vollständig, wahrend bei der natur-
und mit dem anderen Pol an Erde oder Masse ange- liehen Luftionenkonzentration hierzu etwa 6 Stunden
schlossen ist. Die Anordnung soll hauptsächlich erforderlich sind. Trota der hohen Ionenausbeute ist
dazu dienen, Räume aller Art, vorzugsweise in Kraft- aber die Ozon- und Stickoxydkonzentration vernacn-
fahrzeugen, Luftionen einer vorgegebenen Polarität lässlgbar klein,
zuzuführen. io In weiterer Ausgestaltung empfiehlt sich eine
Es ist bekannt, zur Ionisierung von Luft eine ein- regelbare Vorrichtung zum Andern der Gescnwln-
zelne Metallspitze an eine hohe Gleichspannung an- digkeit des Luftstroms. Auf diese Weise HUJl sich
zuschließen und im Luftstrom anzuordnen. An der die Ionenkonzentration im Luftstrom und in dem
Spitze entsteht ein stark inhomogenes Feld, durch davon gespeiston Raum andern,
welches eine Ionisierung der vorbeiströmenden Luft 15 Des weiteren ist eine regelbare Vorrichtung zum
erfolgt. Die Ionenausbeute ist jedoch begrenzt. WiU Ablenken der Ionen aus ihrer Hauptbewegungsricn-
man durch Erhöhung der angelegten Spannung die tung zweckmüßig. Eine solche Vorrichtung kann bei-
Ionenausbeute steigern, treten in beachtlichem spielsweise aus Elektroden bestehen, die gegensinnig
Maß Ozon- und Stickoxyde auf, was zumeist aus zu den unipolaren Luftionen aufgeladen sind. Die
biologischen und physiologischen Gründen uner- 90 Ionen können hierdurch seitlich abgelenkt werden,
wünscht ist. so daß die Ionendichte im Luftstrom nach Wunsch
Es ist auch bekannt, statt einer Spitze mehrere geändert werden kann.
Spitzen in einem Luftkanal anzuordnen. Über- Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in
raschenderweise läßt sich aber die Ionenausbeute der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
trotz erheblicher Vermehrung der Spitzen nur gering- 95 näher erläutert. Es zeigt
fügig erhöhen. Fig. 1 in schematischer Darstellung eine erfin-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei dungsgemäße Anordnung mit zugehöriger Schaltung
einer Anordnung zur Erzeugung unipolarer Luft- und
ionen der vorbeschriebenen Art eine wesentliche Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform.
Steigerung der Ionenerzeugung zu erzielen. 30 In F i g. 1 befindet sich innerhalb eines Luftkanals 1
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Ventilator 2 mit Antriebsmotor 3, der über einen
mehrere zu einem Aggregat zusammengefaßte Luft- Regelwiderstand 4 von den Klemmen 5 einer Wech-
kanäle, in denen je eine einzige Ionisierungs-Metall- selspannungsquelle angetrieben wird. Eine stabför-
spitze einem Luftstrom ausgesetzt ist. mige Elektrode 6 mit haarfeiner Spitze aus einem
Bei dieser Anordnung ist jede einzelne Ionisie- 35 schwer zerstäubbaren Material, z. B. rostfreiem Stahl,
rungsspitze von den Spitzen in den anderen Luft- ist mittels einer Isolier-Durchführung in die Wand
kanälen des Aggregats abgeschirmt. Infolgedessen des Kanals 1 eingesetzt. In Strömungsrichtung hinter
wird die starke Inhomogenität des elektrischen Feldes der Spitze befindet sich ein Metallgitter 9, das leitend
an jeder Spitze nicht durch das von einer anderen mit der Wand des Kanals 1 verbunden ist. Dahinter
Spitze ausgehende elektrische Feld gestört. Die Spit- 40 befinden sich seitlich neben der Strömungsbahn
zen erzeugen daher jeweils eine maximale Ionenzahl, Elektroden 10.
die entsprechend der Zahl der zusammengefaßten Klemmen 11, an denen eine Gleichspannung an-
Luftkanäle vervielfacht wird. gelegt werden kann, z. B. von einer Batterie, bilden
Infolge der Beibehaltung der starken Feldinhomo- zusammen mit einem Regelwiderstand 12 eine Quelle genität im Bereich jeder Spitze wird die Ionisations- 45 hoher Gleichspannung, von der der eine Pol 13 mit feldstärke bei einer geringeren Spannung erreicht als der Kanalwand verbunden ist und deren anderer bei Verwendung mehrerer, nicht gegeneinander ab- durch den Abgriff 14 dargestellter Pol mit der Spitze 7 geschirmter Spitzen. Wird darüber hinaus noch dafür verbunden ist. Von der Gleichspannung an den gesorgt, daß die angelegte Spannung so niedrig ist, Klemmen 11 wird außerdem ein Regelwiderstand 15 daß die Ionisationsfeldstärke höchstens unwesentlich 50 gespeist, dessen Abgriff 16 an die Elektroden 10 anüberschritten wird, so ergibt sich insgesamt eine geschlossen ist.
relativ geringe Energie, bei der die Ozon- und Stick- Im Betrieb wird durch den Kanal 1 vom Ventila-
oxyderzeugung klein oder sogar vernachlässigbar tor 2 Luft bewegt. Zwischen der Spitze 7 und den
klein ist. Wänden des Kanals 1 ergibt sich ein elektrisches
Eine weitere Herabsetzung der anzulegenden 55 Feld mit einer sehr starken Feldlmienkonzentration
Spannung ergibt sich, wenn die Metallspitze haarfein an der Spitze 7. Die Spannung am Widerstand 12
ist, d. h. einen Durchmesser von weniger als 0,1 mm wird so eingestellt, daß gerade die Ionisationsfeld-
hat. Messungen haben gezeigt, daß mit dieser Anord- stärke erreicht ist. Infolgedessen werden im Bereich
nung bei entsprechender Luftbewegung durch Venti- der Spitze 7 positive und negative Luftionen erzeugt,
lator, Walzenlüfter oder mittels des Frischluftstromes 60 Die positiven Luftionen werden von der entgegen-
aus Luftkanälen von Klimaanlagen in festen oder gesetzt geladenen Wand des Kanals I oder dem
beweglichen Räumen die natürliche Ionenkonzen- Metallgitter 9 abgefangen. Die negativen Luftionen
tration unipolar weit über den Faktor 1000 hinaus strömen aus dem Kanal heraus und werden unter
vergrößert werden kann. Dies reicht erfahrungsge- dem Einfluß der positiv aufgeladenen Elektroden 10
maß für alle klimatischen und therapeutischen An- 65 seitlich abgelenkt.
wendungszwecke aus. Es wird also mit verhältnis- Durch Regelung der Gebläseleistung mittels des
mäßig niedrigen Spannungen eine erstaunlich hohe Widerstandes 4 kann die Luftgeschwindigkeit im
Ionenkonzentration in der vorbeiströmenden Luft Kanal 1 und dadurch die lonenkonzentration ge-
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regelt werden. Durch Verstellung des Abgriffs 14 am Widerstand 12 lUßt siph die an der Spitze 7 anliegende Spannung wlihlen, Durch Verstellung des Abgriffs 16 am Widerstand 15 kann die Stärke der Ablenkung der negativen Ionen und dadurch eine i gewünschte Verteilung der Ionen im Luttstrom erzielt werden.
In Fig. 2 ist ein Ventilator 2 drei LuftkanUlen 17, 18 und 19 zugeordnet, die je eine isolierte Spitzenelektrode 20, 21 und 22 enthalten. Allen Luftkanälen ist ein Gitter 23 bis 25 nachgeschaltet. Ferner finden sich wiederum Ablenkelektroden 26. Auf diese Weise kann unter Beibehaltung der Vorteile der Erfindung die Ionenausbeute erhöht werden.
Sollten positive Luftionen benötigt werden, so kann man dies durch Vertauschung der Anschlüsse von Spitzenelektrode und Wand des Kanals erreichen. Auf ein Gebläse 2 kann auch verzichtet werden, wenn auf andere Weise für das Vorhandensein ao eines Luftstroms gesorgt ist, z. B., wenn der Luftkanal 1 durch den LuftzufUhrungsschacht eines Kraftfahrzeugs gebildet ist.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Anordnung zur Erzeugung unipolarer Luftionen mit mehreren in einem Luftstrom angeordneten, gegen Erde oder Masse isolierten Spitzen und einer Quelle hoher Gleichspannung, die mit einem Pol an die Spitzen und mit dem anderen Pol an Erde oder Masse angeschlossen ist, gekennzeichnet durch mehrere zu einem Aggregat zusammengefaßte LuflkanUle, in denen je eine einzige lonisierungs-Metallspitze einem Luftstrom ausgesetzt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die anliegende Gleichspannung einen solchen Wert hat, daß die Ionisationsfeldstürke gerade erreicht oder nur unwesentlich überschritten ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine regelbare Vorrichtung zum Ändern der Geschwindigkeit des Luftstroms.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine regelbare Vorrichtung zum Ablenken der Ionen aus ihrer Hauptbewegungsrichtung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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