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Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Ansaugen und Reinigen von Raumluft
mit Gebläse, Ozonlampe und Wasserkreislauf, bei dem die zu. reinigende Luft mittels
des Gebläses durch ein Füten_ängesaugt und an der Ozonlampe zur Aufspaltung der
hochmolekularen Kohlenwasserstoffe durch die UV-Strahlung der Ozonlampe vorbeiströmt,
um anschließend wieder in den Raum zurückgeführt zu werden.
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Es sind über den Küchenherd zu montierende Abzugshauben bekannt, bei
denen die von einem Tangentialgebläse oder Radialgebläse durch ein Filter angesaugten
Dünste entweder über ein Abzugsrohr ins Freie oder durch eine andere Öffnung der
Haube in den Raum zurückgeführt werden. Bei der Abführung der Luft ins Freie muß
eine gleichgroße Luftmenge dem Raum wieder zugeführt werden, wofür im Winter ein
zusätzlicher Heizaufwand erforderlich ist. Bei Rückführung der gefilterten Luft
in den Raum entfällt die Heizung, jedoch bleibt die Wirkung des Filters nur auf
das Auffangen der Schwebeteilchen aus der Luft beschränkt, während keine Beseitigung
der unerwünschten Geruchsstoffe erfolgt.
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Um diese Nachteile zu vermeiden, ist bei einer anderen bekannten Abzugshaube
zusätzlich eine Ozonlampe vorgesehen, an der der angesaugte Luftstrom vorbeigeführt
wird. Die UV-Strahlung der Lampe bewirkt eine Ozonbildung, die zur Bindung der Geruchsstoffe
einerseits und zur Aufspaltung der hochmolekularen Kohlenwasserstoffe der Fettsäuren
andererseits führt. Bei dem reinen Luft-Umlaufverfahren erfolgt eine Wiedervereinigung
der aufgespalteten Kohlenwasserstoffe zu hochmolekularen, Verbindungen, die neuerlich
als unerwünschte Gerüche in Erscheinung treten. Ein Teil der Wirkung der UV-Strahlung
geht somit verloren.
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Zur Verhinderung der Widervereinigung der niedermolekularen Kohlenwasserstoffe
wurde bereits vorgeschlagen, der Ozonlampe einen Wäscher nachzuschalten, in dem
sich die Kohlenwasserstoffe mit den versprühten Wassermolekülen verbinden. Der Luftwäscher
ist dabei an eine Wasserleitung angeschlossen, wodurch die Aufstellung der Dunstäbzugshaube
auf Räume mit Wasseranschluß beschränkt bleibt. Als weiterer Nachteil muß bei jedem
Einschalten der Abzugshaube der Wasserzufluß geöffnet werden.
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Es ist die Aufgabe der Erfindung, die Wiedervereinigung der aufgespaltenen
niedermolekularen Kohlenwasserstoffe zu hochmolekularen Verbindungen zu vermeiden,
wobei die Wasserversorgung der Waschvorrichtung des Reinigungsgerätes unabhängig
von äußeren Wasseranschlüssen erfolgt, umeine möglichst gute Reinigung der Luft
von Geruchs- und Schwebepartikelchen zu erreichen.
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Diese Aufgabe wird durch ein Gerät gelöst, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß eine zum Wasserkreislauf gehörende Sprüheinrichtung zum .Herauslösen der
aufgespalteten hochmolekularen Kohlenwasserstoffe aus der Luft der Ozonlampe parallel
nachgeschaltet ist, eine Pumpe sowie ein Rohr mit einer Sprühdüse aufweist und zwischen,
zwei Trennwänden zur Umlenkung der Raumluft angeordnet ist, wobei- die Wasserversorgung
der Sprüheinrichtung unabhängig von äußeren Wasseranschlüssen durch einen an sich
bekannten geschlossenen Wasserkreislauf erfolgt. Durch den Wasserkreislauf wird
das Gerät weitgehend unabhängig von einem :Wasseranschluß und kann daher in jedem
beliebigen Raum, aufgestellt werden, Durch die Umlenkung der Raumluft mit Hilfe
von zwei Trennwänden wird eine wesentlich kürzere Bauform des Gerätes im Vergleich
zu einem vorgeschlagenen Gerät erreicht, da der Luftstrom in zwei Kanälen parallel
zum Eintrittskanal in den Raum zurückgeleitet wird. Eine weitere wesentliche Raumersparnis
wird dadurch erreicht, daß die Sprüheinrichtung parallel zur Ozonlampe zwischen
den beiden Trennwänden angeordnet ist.
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Vorteilhafterweise taucht die Pumpe mit ihrem Ansaugstutzen in einen
Wasserbehälter ein. Die Pumpe fördert aus dem Behälter durch das Rohr Wasser zur
Sprühdüse, aus der fein verteilte Wassertröpfchen austreten. Der so gebildete Wassernebel
bindet die niedermolekularen Kohlenwasserstoffe und führt sie in den Wasserbehälter
ab. Zusätzlich wird durch die hohe relative Feuchtigkeit unter sonst gleichen Bedingungen
der Fall des Ozons beschleunigt und somit die Gefahr einer zu hohen Ozonkonzentration,
welche unter Umständen gefährlich werden könnte, vermieden. Die Umwandlung des Ozons
in Sauerstoff wird zusätzlich durch die von der Ozonlampe entwickelte Wärme begünstigt.
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Der Wasserbehälter ist vorzugsweise trennbar mit dem Gehäuse des Gerätes
verbunden, so daß er jederzeit gereinigt und mit Frischwasser gefüllt werden kann.
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Vorteilhafterweise sind zur Umlenkung der Raumluft zumindest zwei
Trennwände angeordnet.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dieses zeigt
das Raumluft-Reinigungsgerät nach der Erfindung mit einer dazugehörenden Befestigungsvorrichtung.
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Küchendünste oder verbrauchte Raumluft steigen nach oben und werden
von einer Haube 34 des Raumluft-Reinigungsgerätes aufgefangen. Die Haube 34 ist
vorspringend an einem Gehäuse 10 angeordnet, in dem die weiteren Bauteile
der Vorrichtung untergebracht sind. In der Haube 34 ist ein Radialgebläse 14 vorgesehen,
das die Raumluft durch ein Grobfilter 12 in der Eintrittsöffnung der Haube 34 ansaugt.
Ein Quecksilberdampf-Niederdruckbrenner 16, an dem die Luft vorbeiströmt, ist zwischen
einer Trennwand 32 und einer Wandfläche des Gehäuses gereinigte, angesaugte
Luft 10 montiert. Die vor,-strömt die Trennwand 32 entlang hoch und wird
durch eine weitere Trennwand 28 nach unten--um. gelenkt. Zwischen den beiden Trennwänden
28, 32 ist eine Sprüheinrichtung, bestehend aus einer Pumpe 22 und einem Rohr 18,
angeordnet. Die Pumpe 22 ragt mit einem Ansaugstutzen 24 in einen Wasserbehälter
26 und befördert Wasser durch das Rohr 18 zu einer Sprühdüse 20: Das Wasser
wird durch die Sprühdüse 20 in den Raum zwischen den Trennwänden 28, 32 zerstäubt
und füllt diesen mit feinem Wassernebel aus. Die herabsinkenden Wassertröpfchen
werden im Wasserbehälter 26 wieder aufgefangen. Dieser ist durch ein Filtersieb
36 von dem Gehäuse 10 abgetrennt. Der Wasserbehälter 26 ist abnehmbar mit dem Gehäuse
10 verbunden, so daß er jederzeit leicht gereinigt und mit Frischwasser gefüllt
werden kann. In der Rückseite des Gehäuses 10 ist eine Abzugsöffnung 30 mit Filter
vorgesehen, durch die die gereinigte und angefeuchtete Luft -wieder in den Raum
gelangt.
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Die aufsteigende Raumluft wird durch das Grobfilter 12 von groben
Partikelchen, an denen sich Fett und Flüssigkeiten anlagern können, gereinigt. Das
Radialgebläse 14 drückt die so vorbehandelte Luft an dem Quecksilberdampf-Niederdruckbrenner
16 vorbei. Der Brenner 16 gibt UV-Strahlung ab, die Ozon bildet, das bekanntlich
die Geruchsstoffe bindet und neutralisiert. Gleichzeitig spaltet die UV-Strahlung
die hochmolekularen Kohlenwasserstoffe der Fettsäuren in niedermolekulare Kohlenwasserstoffe
auf. Diese werden durch den Wassernebel zwischen den Trennwänden 28, 32 an
einer Wiedervereinigung gehindert, in dem sie durch das Wasser gebunden und in den
Wasserbehälter 26 abgeführt werden. Das Filtersieb 36 reinigt das herabsprühende
Wasser zusätzlich von noch vorhandenen Schwebestoffen. Die Montage an der Raumdecke
erfolgt mit Hilfe der Wand- oder Deckenbefestigungsvorrichtung 38.