[go: up one dir, main page]

DE167852C - - Google Patents

Info

Publication number
DE167852C
DE167852C DENDAT167852D DE167852DA DE167852C DE 167852 C DE167852 C DE 167852C DE NDAT167852 D DENDAT167852 D DE NDAT167852D DE 167852D A DE167852D A DE 167852DA DE 167852 C DE167852 C DE 167852C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
meat
drying
temperatures
animals
canned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT167852D
Other languages
English (en)
Publication of DE167852C publication Critical patent/DE167852C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/03Drying; Subsequent reconstitution
    • A23B4/037Freeze-drying, i.e. cryodesiccation or lyophilisation; Apparatus therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisherigen Verfahren zur Fleischtrocknung hatten große Übelstände im Gefolge, indem sie ein sowohl chemisch als physi-1 kaiisch verändertes Produkt lieferten. Bei unseren gewöhnlichen Trockenverfahren wird nämlich der Blutfarbstoff ganz oder teilweise zersetzt, andererseits werden die Muskelfasern mit dem sie umgebenden Bindegewebe so stark zum Schrumpfen gebracht, daß nicht
ίο nur ein unansehnliches, sondern auch ein schwer verdauliches und für die meisten Zwecke unverwendbares Produkt entsteht.
Das vorliegende Verfahren vermeidet diese beiden Übelstände, indem es die Kälte zu Hilfe nimmt. Die Wirkung derselben ist vor allem und im wesentlichen eine rein physikalische. Dadurch, daß die Muskelsubstanz gefriert, wird sie starr und verhindert, beim Trocknen zu schrumpfen. Es entsteht so eine Konserve von außerordentlich lockerem, fast schwammigem Gefüge, welche bei ihrer definitiven Verwendung sich sehr rasch mit Wasser vollsaugt und außerordentlich leicht verdaulich ist.
Andererseits wirkt aber die Kälte auch in der Richtung günstig, daß sie während des Trockenprozesses eine völlige Zersetzung des Blutfarbstoffes verhindert. Dank dieser Wirkung besitzen die erhaltenen Konserven ein gutes appetitliches Aussehen.
Auf diese Kältewirkung ist auch die Tatsache zurückzuführen, daß die Konserven die chemische Zusammensetzung des Rohmaterials und damit auch den Geschmack des frischen Fleisches beibehalten, so daß die einzelnen Fleischsorten ganz wie im frischen Zustand durch ihren charakteristischen Geschmack leicht voneinander zu unterscheiden sind.
Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Konserven sind, abgesehen von einem leichten Nachdunkeln mancher Fleischsorten, sowohl im Aussehen und Geschmack, als auch in ihrer Zusammensetzung absolut unveränderlich. Sie sind unbegrenzt haltbar.
Die durch die Trocknung erzielte ganz beträchtliche Gewichtsabnahme von durchschnittlich 70 Prozent des ursprünglichen Gewichts ist ein weiterer, für viele Zwecke wohl nicht zu unterschätzender Vorteil der Konserven.
Dem vorliegenden Verfahren können unterworfen werden,, sowohl ganze Tiere als auch deren einzelne Teile. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob das ganze Tier oder einzelne Teile desselben noch mit seiner natürlichen Bedeckung (Fell, Haut usw.) versehen sind. Auch zerkleinertes, gehacktes oder gemahlenes Fleisch ist ebenso zu behandeln.
Die Trocknung erfolgt bei gleichzeitig einwirkender Kälte im luftverdünnten Raum (Vakuum) über Chlorcalcium, Phosphorsäure, Ätzalkalien, alkalischen Erden, Schwefelsäure oder ähnlichen Trockenmitteln. Ein Teil des natürlichen Wassergehalts des Fleisches kann auch vor dem eigentlichen Trockenprozeß durch Auspressen, Zentrifugieren oder auf ähnliche Weise entfernt werden und der erhaltene Fleischsaft weitere Verwendung
finden. Der Abschluß der Trocknung ist event, auch bei höheren Temperaturen durchführbar.
Brauchbar sind alle Temperaturen, bei welchen das betreffende Fleisch gefriert, also Temperaturen unter o°. Als Optimum ergaben sich Temperaturen zwischen o° und — 200C. Es hat sich ferner bei den vorliegenden Versuchen gezeigt, daß jeder Fleischsorte ein bestimmtes Temperaturoptimum zukommt. So braucht z. B. Fleisch jüngerer Tiere (Kalbfleisch) keine so tiefen Temperaturen wie Fleisch älterer Tiere (Rind- oder ■ Ochsenfleisch), um ein möglichst vollendetes Produkt zu liefern.
Das vorliegende Verfahren begreift natürlich sowohl den Fall in sich, daß man das Fleisch zunächst gefrieren läßt und dann erst bei entsprechend niedrigen Temperaturen trocknet, als auch den, daß man das Fleisch in frischem Zustand in einen geeigneten Raum bringt, es in ihm frieren läßt und während des Gefrierens trocknet.
Die Zubereitung der aus diesen Konserven herzustellenden Fleischspeisen ist eine außerordentlich einfache. Sie können, nachdem sie sich mit Wasser vollgesaugt haben, ganz wie frisches Fleisch behandelt werden. Auch zum Rohessen eignen sich die Konserven vermöge ihres lockeren, porösen Baues in ganz hervorragendem Maße.
Durch die in diesem Verfahren eingeführte Kombination von Gefrier- und Trockenprozeß werden die meisten tierischen Parasiten bezw.
deren Eier mit Sicherheit abgetötet und es ergibt sich so eine rationellere Verwertbarkeit minderwertigen oder gesundheitsschädlichen Fleisches. Selbstverständlich ist das Verfahren auch zur. Konservierung solchen Fleisches geeignet, welches Tieren, z. B. Hunden, als Nahrung gereicht wird.
Die absolute Haltbarkeit selbst unter ungünstigen klimatischen Verhältnissen, die leichte Verwendbarkeit, der gute Geschmack sichern den nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Fleischkonserven eine ausgedehnte Verwendbarkeit für die Zwecke der Militär-, Schiffs- und Expeditionsverpflegung. Dazu kommt noch das geringe Gewicht und die geringen Ansprüche, die die Konserve an die Verpackung stellt. Sie braucht nur in Pergamentpapier eingehüllt vor Nässe geschützt zu werden, um unbegrenzt haltbar zu sein.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Fleischkonserven, dadurch gekennzeichnet, daß die geschlachteten Tiere oder deren Teile bei Temperaturen unter o° im Vakuum event, bei Gegenwart wasserabsorbierender Stoffe getrocknet werden, zu dem Zwecke, das Fleisch gegen Fäulnis zu schützen und unbegrenzt haltbar zu machen.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Temperaturen von ο ° bis etwa — 200C. angewendet werden.
DENDAT167852D Active DE167852C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE167852C true DE167852C (de)

Family

ID=433118

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT167852D Active DE167852C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE167852C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2323976C2 (de) Verfahren zum Konservieren von rohen Fleischstücken
DE2713707A1 (de) Mittelfeuchtes fleischprodukt und verfahren zu seiner herstellung
DE2416135A1 (de) Karamelhaltige kollagen-wursthuelle, verfahren und geraeucherte wurst
DE69629044T2 (de) Fruchterzeugnisse
WO2011029893A1 (de) Gepökelte stückige fleischware, insbesondere kochschinken
DE1692225B2 (de) Verfahren zum Gefriertrocknen von rohem tierischem Fleisch und Fisch
DE167852C (de)
EP3086661B1 (de) Marinade zum tumbeln eines fleischprodukts
DE602004007890T2 (de) Schweinekollagenfilm
DE60112283T2 (de) Verfahren zur Herstellung von rohen Fischprodukten
WO2011161028A1 (de) Verfahren zur veredelung von frischfleisch
EP2701538B1 (de) Verfahren zur veredelung von frischfleisch
AT517355B1 (de) Obstsaftkonzentrat für eine Marinade
DE69205150T2 (de) Verfahren zur Behandlung von frischem Fleisch zur Erhöhung seiner Haltbarkeit.
CH633419A5 (de) Verfahren zur haltbarmachung von frisch geschnittenen garten-, kuechen- und wuerz-kraeutern.
DE10132535A1 (de) Trocknungsverfahren und Einrichtungen zur Verfahrensdurchführung
DE1810035A1 (de) Verfahren zur Konservierung bzw.Stabilisierung von Lebensmitteln und nach diesem Verfahren hergestelltes Nahrungsmittel
DE3431578A1 (de) Verwendung einer essbaren kollagen-flachfolie zur herstellung von geraeucherten lebensmitteln, insbesondere fischwaren und schinken
DE60018433T2 (de) Gekochtes fleischprodukt und verfahren zur herstellung
DE2905327A1 (de) Verfahren zum dehydratisieren von organischem gewebe
DE1904871A1 (de) Gebratene Nahrungsmittel
DE106054C (de)
DE363877C (de) Verfahren zum Konservieren von wasserhaltigen Nahrungs- und Genussmitteln
EP2701539B1 (de) Verfahren zur veredelung von schweinefleisch
EP1972204B1 (de) Verfahren zur Aromatisierung von Fleisch