DE1674989U - Luftschutzbunker, insbesondere fuer wohngebiete mit lockerer bebauung. - Google Patents
Luftschutzbunker, insbesondere fuer wohngebiete mit lockerer bebauung.Info
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Description
KfW 400ÖO*|0, y,J)/ 37f, 7/01. 1674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m.
b.H., Schwalcnhcrg/Lippe. | Luftschutzbunker,
insbesondere für Wohngebiete mit lockerer Bebauung. IS. 9. 52. K 9593.
(T. 7; Z. 4)
Dr.
Pat 579 \ — 16.9.52
Luftschutzbunker, insbesondere für Wohngebiete mit lockerer Bebauung.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftschutzbunker, der vorzugsweise
für Wohngebiete mit lockerer Bebauung in Frage kommt, in denen die Entfernung zu öffentlichen Luftschutzbunkern zu weit ist und in
denen auch bei größerer Entfernung von kriegswichtigen Zielen mit der
zerstörenden Wirkung moderne»- Atomwaffen gerechnet werden muß.
Die Erfindung kennzeichnet sich im wesentlichen durch einen allseitig
wasser- und gasdichten, fabrikmäßig hergestellten, als Aufenthaltsraum
ausgebildeten Kessel aus Metall, Beton oder dergleichen, der als Ganzes in den Boden versenkt ist und der über eine dichtschließende
Tür mit einem nach oben führenden Schacht verbunden ist.
Ein solcher Bunker kann in Serienfertigung mit der gesamten Inneneinrichtung
fabrikmäßig hergestellt und mit einem Mindestaufwand an
örtlichen Arbeiten in eine vorher ausgeschachtete Baugrube versenkt
v/erden. Der Bunker kann dabei beliebig groß hergestellt und beliebig tief, auch.im Grundwasser, angeordnet werden.
Wird die obere Mündung des Schachtes mit der Bodenoberfläche ahschliessend
durch einen Deckel verschlossen, so ist in normalen Zeiten von dem Bunker nur dieser Deckel von außen zu sehen. Der Hof- oder Gartenraum
wird nicht beeinträchtigt.
Die den Kessel und ggf. den Schacht aufnehmende Baugrube wird vorteilheft
ganz oder teilweise mit Beton ausgefüllt. Die Betonauffüllung kann hierbei den Kessel allseitig umhüllen. Der Kessel ist damit weitgehend
get,en. die Einwirkung von Luftdruckwellen, gplitter-und Sprengbomben
sowie Hitzewellen und radioaktive Strahlen geschützt. TJm diesen
Schutz e«ek gegen radioaktive/ Strahlen zu verstärken, kann erfindun^sßemäß
der Kessel mit einer Schicht z.B. aus Blei versehen v/erden, die den Kessel gegen radioaktive Strahlen abschirmt.
37f, 7/01. 1674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m. ._
b.H., Schw.ilcnberg/Uppe. | Luftschutz- I1D.
bunker, insbesondere für Wohngebiete mit lockerer Bebauung. 18. 9. 52. K 9593.
_ 2 - mit lockerer Bebauung
JTV7Z4}
Der Kessel kann'auc einzelnen Betonrohren zusammengesetzt werden,
die durch Zuganker zusammengehalten werden. Stattdessen kann der Kessel auch aus Stahlblech hergestellt sein.
Außer dem Kessel kann erfindungs^emäß auch der Schacht fabrikmäßig
hergestellt und als Ganze! mit dein Kessel in der. Boden versenkt
werden. Liegt der Bunker in der Nähe eines Gebäudes, so kann der Kessel ggf. mit dem Keller dieses Gebäudes verbunden werden, wobei
der Schacht als Notausstieg- dient. Die obere Mündung des als Notausstieg
dienenden Schachtes v/ircli aann vorteilhaft außerhalb des
Schuttkegels des Gebäudes anordnen.
Die Verbindungstür von Schacht und Kessel wird erfindangsgemäß in
einer Stirnwand des Kessels angeordnet. Die gegenüberliegende Stirnwand kann ebenfalls eine verschließbare Öffnung aufweisen, die zu
einem zweiten Einstieg- oJ .'.ΐί:εΐ±-.ν .chacht oder zu einer, zweiten
Kessel führt. Die Verbindung des Kessels mit dem zweiten Scheint bzw.
mit der,i zweiten Kessel kenn-hierbei über eine Kriechrühre erfolgen.
Der Kessel hat vorzugsweise einen runden Querschnitt, während der zugehörige
Schacht mit einem rechteckigen Querschnitt versehen wird. Der Schacht kann gleichzeitig die Rohrleitungen aufnehmen, die zur Versorgung
des Kessels mit Frischluft, Wasser, Strom oder dergleichen sowie zur Abführung der verbrauchten Luft dienen. Bei Nichtbenutzung
des Bunkers können die Zu- und Abluftrohre in Bodenhöhe verdeckelt werden. Bei Luftgefahr wird hierbei vorteilhaft das Zuluftrohr durch
ein Aufsatzrohr über den Bereich der schweren Kampfgase nach oben verlängert.
Der Innenraum des Kessels ist vorzugsweise so gestaltet, daß zu beiden
Längsseiten einee mittleren Laufganges Liege- oder Sitzflächen angeordnet
sind. Hierbei können weitere Liege- oder Sitzflächen quer zum mittleren Laufgang an einem Ende desselben vorgesehen v/erden. Der Raum unterhalb
der Liege- oder Sitzflächen kann zur Lagerung von Konserven, Sanitätcmuterisl,
Handwerkszeug, Sauerstoffflaschen, Atemgeräten, Batterien
und dergleichen dienen. Der Raum unterhalb einer Liege"- oder Sitzfläche
kann auch ein Tresor mit verschließbare:·: Deckc.1 ausgebildet werden, um
auf diese 'woi^e auch besondere Wertgegtnttiinäe sowie Dokumente sicher zu
{stellen. Der Lauf gang zv/ischcn der. Lie^e- bzw. Sitzfläche:: kenn in Höhe
der Flächen ggf. abgedeckt und se als weitere Liegt·fläche benutzt '//erden.
37f, 7/01. 1 674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m.
b.H., Schwalcnberg/Lippe. | Luftschutz 15. APP.
bunker, insbesondere für Wohngebiete , mit lockerer Bebauung. IS. 9. 52. K 9593.
-J- (T. 7; Z. 4)
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung in verschiedenen
Schnitten, und zwar zeigen Fig. 1 bis 3 einen Luftschutzbunker mit eine·;: aus Stahlblech hergestellten Kessel und Schacht,
während Fig. 4 bis 6 einen gleichen Bunker aus Beton hergestellt wiedergeben.
Die Fig. 1 und 4 zeigen dabei einen waagerechten Querschnitt,
die Fig. 2 und 5 einen Senkrechtschnitt quer zur Längsachse
des Kessels und die Fig. 3 und-ό einen Senkrechtschnitt in der Längsachse
des Kessels.
In der Zeichnung bezeichnen 10 den liegenden; als fce-»&*iraum"ausgebildeten
Kessel, 11 den neben dem Kessel angeordneten, nach oben führenden Schacht, 12 eine" im unteren Teil des Schachtes vorgesehene
durch eine Tür 15 dicht verschließbare Öffnung, 14 eine dieser Tür
15 am anderen Stirnende des Kessels gegenüberliegende Tür, 15 die
durch die Tür 14 verschlossene, zu einem benachbarten Kessel oder einem zweiten Schacht führende Kriechröhre, 16 die den Kessel 10 und
teilweise auch den Schahht 11 umhüllende Betonschicht, 17 die diese
Betonschicht-16 nach oben abdeckende Stein- oder Erdschicht, 18
den in Höhe der Bodenoberfläche den Schacht 11 abschließenden Deckel,
19 die durch den Schacht 11 nach unten in den Kessel 10 führende Zuluftleitung,
20 einen in dieser Leitung im Kessel 10 ungeordneten Handventilator,
21 ein am Austrittser.de der Zuluft leitung 19 im Kessel
angeordnetes Filter, 22 ein auf die in Bodenhöhe befindliche Mündung aufsteckberes Aufsatzrohr, 25 die gleichfalls im Schott 11 verlegte
Abluftleitung mit der im Kessel liegenden Eintrittsöffnung 24 und
einem Rückschlagventil 25 zum Abfangen der durch die Leitung ggf. eintretenden
Luftdruckwellen, 26 Rohrleitungen des Schachtes 11 zur Zufuhr
von elektrischem Strom, Rundfunk, Telephon oder dergleichen, 27 die Einstieg- bzw. Ausstiegleiter des Schachtes, 28 einen mittleren
Laufgang des Kessels 10, 29 und JO die zu beiden Seiten dieses Laufganges
angeordneten Liege- ader Sitzflächenj JI und 32 die quer zum
Laufgang 25 am rechten Ende demselben vorgesehenen weiteren Liet:e-
oder Sitv.fluchen, 53 eii- unterhalb der Lie<_;e- bzw. Sitzfläche 32
an^eorciietcx Tresor und 54 unc 35 i~· oberen Teil de:: Kessels angeordnete
/iblei.eborde.
37f, 7/θΓ 1 674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m.
b.H., Schwalcnbcrg'Lippe. !Luftschutz- 15. APR.
bunker, insbesondere für Wohngebiete
mit lockerer Bebauung. IS. 9. 52. K 9593.
(T. 7- Z. 4) ;
Bei aeüi Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 5 sind der Kessel 10, der
Schacht 11 sowie die Kriechröhre 15 aus eine::: starker. Stahlblech hergestellt.
Bei der Ausführung'der Fig· 4 bis c werden eiste Teile von
Betonrohren gebildet, wobei die den Kessel 10 bildenden Rohre durch
die Zuganker ~j>o bis 39 zusammenschalten v/erden können. Die Liege- bzw.
Sitzflächen 29 bis 32 können mit Schaumgummi oder Luftmatratzen belegt
werden. Der zwischen den beiden Liege- bzw. Sitzflächen 29 und
30 befindliche Laufgang 2$ kann durch ein Brett oder dergleichen abgedeckt
werden, um notfalls eine weitere Liegefläche ztt schaffen. Ein
Topf mit dichtschließendem Deckel kann als Notabort im Scheißet 11 unten
angeordnet werden.
Die Montage des Bunkers geht im v/ecentlichen so vor sich, daß der
Kessel 10 nebst dem Schacht 11 und der Kriechröhre I5 mittels eines
Dreibocks oder dergleichen freischwebend in die vorher aufgehobene
Baugrube gehängt und alsdann die Baugrube mit Beton ausgegossen wird,
bis der Kessel 10, der untere und der mittlere Teil des Schachtes 11 sowie die Kriechröhre I5 allseitig von Beton umschlossen sind. Der
restliche Teil der baugrube wird dann in beliebiger Höhe mit Beton,
Steine^ Erdreich oder sonstigen Aushub geschlossen.
Claims (21)
1. Luftschutzbunker, insbesondere für V/ohngebiete mit lockerer Bebauung,
gekennzeichnet durch einen allseitig wasser- und gasdichten, ■ fabrikmäßig
hergestellten, als Aufenthaltsraum ausgebildeten Kessel aus
Metall, Beton oder dergleichen, der als Ganzes in den Boden versenkt ist und- der über eine dicht schließende Tür mit einem nach oben führenden
Schacht verbunden ist.
2. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den
Kessel und ggf. den Schacht aufnehmende Baugrube ganz oder teilweise
mit Beton aufgefüllt ist.
3. Luftschutzbunker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Betonauffüllung
den Kessel allseitig umschließt.
4. Luftschutzbunker nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kessel bzw. dessen Betonumhüllung eine Schutzschicht gegen radioaktive
Strahlen enthält.
5. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dar der Kessel
aus einzelnen Betonrohren zusammen gesetzt ist, die durch Zuganker zusammengehalten werden. ■
6. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel
aus einem Stahlblech hergestellt ist. ·
7· Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schacht ebenfalls fabrikmäßig hergeatellt und als Ganzes mit dem Kessel
in den Boden versenkt ist.
8. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere
Mündung des Schachtes mit der Bodenoberflache abschneidet und durch
einen Deckel vert;ch.ließbcr ist.
9. Luftüchutstur-ker nach Anspruch 1, dadurch gekonnzeichnet, caC t.er Xogsel
mit den Keller dec benachbarten Gebäudes verbunden ict, \;a\.ci der
Schacht ale Kotausstieg dient.
37f, 7/01. 1674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m. .-.
b.H., Schwalenbcrg/Lippe. !Luftschutz- 15. APH.
bunker, insbesondere für Wohngebiete - 6 - mit lockerer Bebauung. IS. 9. 52. K 9593.
(T. 7; Z. 4) : ;
10. Luftschutzbunker nach Anspruch 9>
dadurch gekennzeichnet, daß die obere Mündung des als Notausstieg dienenden Schechtes außerhalb des
Schuttkegels des Gebäudes angeordnet ist.
11. Luftschutzbunker nech Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindungstür von Schacht unü Kessel in einer Stirnwand des Kessels
angeordnet ist.
12. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gegenüb3: liegende Stirnwand ebenfalls eine verschließbare Öffnung aufweist,
die zu einem zweiten Einstieg- oder Ausstiegschacht oder zu einem zweiten Kessel führt.
13. Luftschutzbunker nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung des Kessels mit dem zweiten Schacht bzw. Kessel über eine
Kriechröhre erfolgt.
14. Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kessel einen runden Querschnitt und der zugehörige Schacht einen rechteckigen
Querschnitt aufweisen.
15· Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schacht gleichzeitig die Rohrleitungen aufnimmt, die zur Versorgung des Kessels mit Frischluft, Telephon, Strom oder dergleichen sowie'sur
Abführung der verbrauchten Luft dienen.
16. Luftschutzbunker nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß die Zu-
und Abluftrohre bei Nichtbenutzung des Bunkers in Bodenhöhe verdeckelt
sind und daß bei Luftgefahr das Zuluftrohr durch ein Aufsatzrohr über
den Bereich der schweren Kampfgase nach oben verlängert ist.
17» Luftschutzbunker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel
zu beiden Längsseiten eines mittleren Laufganges Liege- oder Sitzflächen aufweist.
18. Luftschutzbunker nach Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, daß der Kessel
Λ-eitere Liege- oder Sit:-.flächen quer zurr, mittlere1. Laufgar:*;., an
einem Ende desselben aufweist.
37f, 7/01. 1674 9S9. Kanal-Rohrbau G.m.
b.H., Schwalcnbcrg/Lippe. | Luftschutz- 15. AP
bunker, insbesondere für Wohngebiete - mit lockerer Bebauung. IS. 9. 52. K 9593.
(T. 7; Z. 4)
19. Luftschutzbunker nach Anspruch I7 und 18, dadurch gekennzeichnet, daS
der Raum unterhalb der Liege- oder Sitzflächen zur Lagerung von Konserven,
Sanitätsmaterial, Handwerkszeug, Sauerstoffflaschen, Atemgeräten, elektrischen Batterien, Taschenlampen und dergleichen rient.
20. Luftschutzbunker nach. Anspruch I9» dadurch gekennzeichnet, daß der
Raum unterhalb der Liege- oder Sitzfläche als Tresor mit verschließbarem Deckel ausgebildet ist.
21. Luftschutzbunker nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der
mittlere Laufgang in Höhe der seitlichen Liege- oder Sitzflächen abdeckbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK9593U DE1674989U (de) | 1952-09-18 | 1952-09-18 | Luftschutzbunker, insbesondere fuer wohngebiete mit lockerer bebauung. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK9593U DE1674989U (de) | 1952-09-18 | 1952-09-18 | Luftschutzbunker, insbesondere fuer wohngebiete mit lockerer bebauung. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1674989U true DE1674989U (de) | 1954-04-15 |
Family
ID=32081973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK9593U Expired DE1674989U (de) | 1952-09-18 | 1952-09-18 | Luftschutzbunker, insbesondere fuer wohngebiete mit lockerer bebauung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1674989U (de) |
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1952
- 1952-09-18 DE DEK9593U patent/DE1674989U/de not_active Expired
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