DE1673209A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen und Verarbeiten eines Resonanzsignals - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erzielen und Verarbeiten eines ResonanzsignalsInfo
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Description
Priorität: 27. Januar 1965 - V. St. v« Amerika
US-Ser.No. 428,413
Lie Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren und eine Vorrichtung
aum Verarbeiten von oignalinformationen, und insbesondereein
Verfahren und ein cJystem zur Analyse von Daten, die aus
κ ο ro i)E.r.2 strahlung gewonnen werden.
..\.a Erfindung ist besonders für die RecGiianzspektroskopie mit
'-•iner i'.oh;lrenten otrahlungsquelle vorgesehen, beispielsweise für
d.le maffnr.t;if>chfi K'.-rriresonanr- (KMR - nuclear magnetic resonance),
•.'lektrcneußpir. -rtvci.^ris, Vierpolreaonanz, Ultraschallreoonanz
un-t ait; opbi:,oho La^ierr.peiitroekopie usw. Lic- Ertinaung boll im
^olgonCfvrx jedoch nur Lr. Verbindung mit der ma^nstifccnen Kern-
209809/04A7
resonanzspektroskopie, im Folgenden kurz NMR-Spektroskopie genannt,
beschrieben werden.
NMR-Spektroskopie beruht auf einem Verfahren zur Beobachtung der magnetischen Partikel in den Kernen eines Probematerials, dae
der Kraft eines externen Polarisations-Magnetfeldes und eines magnetischen Weehselfeldes ausgesetzt ist. Die beobachteten magnetisohen
Änderungen der Kerne werden als KMR-Spektren beispielsweise
auf einem Schreiber aufgezeichnet oder auf einem Oszillographen
beobachtet. Änderungen im magnetischen Moment der Kerne bei ihrer Präzession um ihre magnetische Achse»bilden die Resonanzfrequenz
dee Iaotops und liefern damit eine Möglichkeit,
die«e pcsitiv zu identifizieren. .
KMH-Spektren enthalten oft interessante Feinstrukturen, die sich
aus dem Vorhandensein von kleinen Anteilen aaisotopisoh substituierten
Molekülen ergeben können. Beispielsweise enthalten natürlich
auftretende organische Verbindungen einen erheblichen
Anteil von Kernen mit Kohlenstoff 12 und einen sehr kleinen*Prozent
satz (etwa 1$) der seltenen Kohlenstoffisotope 13. Es würde
oft erwünscht sein, spektroskopisch^ Merkmale zu beobachten, die
sich aus dem Vorhandensein von Kohlenstoff 13 ergeben, ohne daß
die Moleküle mit dem überwiegenden Kohlenstoff 1? stören. In
vielen Arten der Spektroskopie ergibt eine Änderung eines Isotope (beispielsweise von Kohlenstoff 12 au Kohlenstoff ,15) nur eine
sehr geringfügige Änderung 1» Spektrum, so daß es aohvierig wird,
BAD CPJGlNAL
.lie Merkmale auf Grund der seltenen Isotope zu beobachten, wenn
diese durch durchschlagende Merkmale von der iia überreichen Maße
vorhandenen Isotope verhüllt werden.
^Schwierigkeiten bei dex- Interpretierung der G-esamtutruktur von
KMR-äpektren ergeben sich durch den massierten Auftritt von opektrcillinien
in einen kleinen Teil des interessierenden Spektrumteils,
und in gewissem Maße auch aus einem schlechten Kauschabstand, sowie anderen Einflüssen. Es wäre deshalb erwünscht, die
normalerweise verhüllte Feinstruktur in einem magnetischen Resonanzspektrum herauszuholen, die sich aus Molekülen ergibt, die
eine seltene Isotope enthalten.
Vielter wird bei bekannten Spektrometern ein überstreichen oder
eine Modulation über die Resonanz verwendet, und diesem Schritt folgt gewöhnlich eine synchrone Beobachtung, um "reelle" von
"wilden" Signalen zu trennen. Die aufgedrückte Modulation führt jedoch unerwünschte Effekte ein, beispielsweise Modulations-Seitenband-Reaktionen,
die bei magnetischer Kernresonanz beobachtet werden können. i)ie Modulations-Seitenbänder stellen kein
Problem dar, wenn die Modulation mit einer sehr niederen Frequenz erfolgt, d.h. wenn eie kleiner ist ale die Resonanzlinienbreite
(ausgedrückt in Prequenzeinheiten). Wenn die Reaktion dea Systeme
auf eine gegebene Quelle notwendigerweise langsam ist, muß die gegebenenfalls angewandte Modulation notwendigerweise niederfrequent
sein. In der Praxi3 ist es jedoch sehr schwierig, einen konventionellen synchronen L'etektor aufzubauen, der bei solchen
niedrigen Frequenzen stabil ist.
***""- 209809/0447 BAD original
Durch die Erfindung soll ein neuartiges und verbessertes Signalverarbeitungssystem
verfügbar gemacht werden.
Durch die Erfindung sollä ferner eine neuartige una verbesserte
Einrichtung zur Speicherung und Analyse eines üignalverlaufs,
beispielsweise eines NMS-Spektrums, verfügbar gemacht werden.
Weiterhin, soll durch die Erfindung ein magnetisches Resonansspektrometer
verfügbar gemacht werden, das einen stabilen Detektor enthält und einen besseren Rauschabstand aufweist.
Schließlich soll durch die Erfindung eine Einricntung verfügbar
gemacht werden, mit der zwischen den Merkmalen eines Spektrums unterschieden werden kann, die eich durch das Vorhandensein verochiedener
Isotopenarten ergeben, inebesondere wenn die interessierende
Isotopenart nur in geringen Anteilen vorkommt.
Erfindungagemä3 liefert ein Spektrometer mit einer zu analysierenden
Probe, die mit einer Hochfrequenz erregt wird, ein Ausgang sresonanzsignal wiederholt in einer Vielzahl von gleichen
Zeitintervallen oder Perioden an einen Datenspeicher für späteres
Ablesen und Aufzeichnen eines Spektrums, Daa Resonanssignal wird
in jedem zweiten Intervall in der Polarität umgekehrt, so daß das Ausgangssignal, dae en die Speicherschaltung geliefert wird,,
abwechselnd zum gespeicherten Signal addiert und von diesem subtrahiert wird, !fach einer geradzahligen Anzahl von Intervallen
oder Perioden müßte der Gesamtwert der gespeicherten Signale im
wesentlichen Mull sein.
BAD ORIGINAL
209809/0447
hrfindungsgemäß wird die zu analysierende Probe jedoch mit einer
zweiten kräftigen Hochfrequenz bestrahlt, die nur in jedem zweiten Intervall EIH gepulst wird, beispielsweise jeweils während
■'1er oubtruktionsperiocie. Dadurch ergibt sich ein Spektrum, das
die ve3?schobene feine Linienstruktur darstellt, die auf das Vorhandensein
eines seltenen Isotopes zurückzuführen ist, das mit den Kernen, die das aufgezeichnete Spektrum erzeugen, spin gekoppeltist.
Das aufgezeichnete Spektrum wird verbessert, indem das festgestellte
Resonanzsignal in einem dsn zeitlichen Mittelwert bildenden
Komputer vor dem Ablesen und der Wiedergabe gespeichert wird.
Dieser Komputer besteht aus einer Vielzahl von Kanälen oder
Adressen, beispielsweise einer Matrix aus Magnetkernen, die dazu
dienen, diskrete Komponenten des Spektrums bei jedem Überstreioneu
der Resonanz zu speichern. Jeder Kanal oder .jede Adresse erhält eine Komponente jedes Reeonanzsignals, jede Komponente
wird dabei einer bestimmten Adresse mit dem gleiohen Zeitbezug
bezüglich des Beginns jeder Abtastung zugeführt. Die Signalkompo-η
tinte;! des feinen Lini ens pekt rums, die auf dae Vorhandensein eines
seltenen Isotcps zurückzuführen sind, werden dem Speicher mit
jeder Abtastung zugeführt, so daß die Amplitude des gespeicherten Signals erheblich vergrößert wird, eo daß das Spektrum verbessert
wird.
Lie F.rf in·.* ung öoli anhand der Zeichnung näher erläutert werden;
-6-BAD ORIGINAL
209809/0447
Fig. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild einer Ausführungsform
der Irfindung;
Fign. 2A und B zeitliche Vorgänge, die zur Erläuterung der Erfindung
beitragen; . .
?ig. 3 die Aufspaltung einee Spektrums in aufeinander folgende
Kanäle zum Speichern von Amplitudeninformationen;
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Datenspeicherschaltung, wie eie
in Fig» 1 angedeutet ist; und "
Figa. 5A und Ό Beispiel· für mit dem erfindungsgemäßen System
erhaltene Spektren.
Das in Fig· 1 dargestellte System umfaßt ein KMR-Spektrometer
mit einer zu analysierenden Probe,lie in einem Pa-lariaationefeld
H0 angeordnet let und die mit einer Resonanzfrequenz mittels
eines hochfrequenten Magnetfeldes H1 erregt wird, wie bekannt.
Anders Schaltungen, beispielsweise eine Peld-Prequenz-Regelung,
kann in dem durch den Bleok 10 dargestellten Spektrometer vorhanden
sein;. Daß Spektrometer 10 liefert ein Resonanssignal oder
Spektrum 12 (vergl· PIg. 3) an einen Datenspeicher 14, der später
in Verbindung mit lig. 4 nooh näher erläutert wird. Das gespeicherte
Signal wird abgelesen und in bekannter Weise auf einem
Oszillographen und Schreiber 16 aufgezeichnet.
-7-
6AD ORKSlNAL
Das Datenspeichersystem enthält ein Gatter oder eine Schalteinrichtung,
beispielsweise einen bistabilen Multivibrator oder Flipflop, der auf einen Sequencer 19 (vergl, Fig. 4) anspricht,
wodurch das analoge Eingangssignal über ein IntervallAt» der Breite
eines Signals, gemittelt wird, so daß er später zur Speicherung
in einer Adresse des Speichers in eine Binärform umgewandelt werden kann. Typischerweise kann Δt eine Achtelaekunde sein.
Ein weiterer Sequenzer 18, der als "erster Sequenzer" bezeichnet m
wird, kontrolliert ein Gatter oder eine Schalteinrichtung, mit
der die Polarität des gespeicherten Signale zyklisch mit .aufeinander
folgenden positiven und negativen Intervallen im wesentlichen gleicher Dauer umgekehrt wird. Diese periodische Umkehr
kann entweder außerhalb dee Datenspeichersystems erreicht werden,
oder innerhalb desselben mittels einer periodischen Änderung in
der Binärlogik der Schaltung, die den Speicher speist» Wi· in
Fig. 2 dargestellt ist, erfolgt 'diese« TJmsonalten synchron mit
dem Schalten der HP-Quelle. Be kann zwei kompletten Überstreiohun-
- M
gen des ganzen Spektrums entsprechen, einen- im Modus "Addieren" ^
und einem im Modus "Subtrahieren", oder einer Wiederholung von zv/ei solchen überstreichungen. Statt dessen kann jeder Kanal des
Spektrums in gleiche Intervalle "Addieren" und "Subtrahieren"
unterteilt werden, und in diesem Jaile würden die beiden Sequen-~
eer 18 und 19 mit Frequenzen im Verhältnis 2s1 und synchron arbeiten,
und könnten deshalb Teil einer Haupt-Zeitsteuerung sein.
Andere Beziehungen zwischen den beiden Sequenzerfrequenaen können
sich als zweckmäßig erweisen. " * «
209809/0447 -8^
BAD
Pie groben Merkmale des Spektrums bleiben in den Intervallen
"Addieren" und "Subtrahieren" gleich und ergeben deshalb insgesamt
ein Ausgangssignal Null, das durch eine Horizontale oder
Grleichstromlinle auf dem Schreiber 16 angegeben wird. Die feinen Merkmale des Spektrums, beispieleweise die Merkmale, die auf das
Vorhandensein eines kleinen Anteils eines seltenen Isotopes
zurückzuführen sind, werden während des Intervalls "Subtrahieren"
modifiziert, nicht aber während des Intervalle »»Addieren", dementsprechend löschen "sie sich am Ausgang nicht gegenseitig aus.
Die Art der Modifizierung kann eine Änderung der Intensität oder Linienbreite sein, oder eine Frequenzverschiebung.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Einrichtung verfügbar
gemacht, mit der einige Merkmale dee Spektrums modifiziert werden,
während der Best dee Spektrums unverändert bleibt, und dae wird
durch den Einfluß der Quelle 20 erreicht. Im Allgemeinen Sinn
kann dae irgendein physikalischer Einfluß sein, der die Form des
Spektrume beeinflu8t| beispielsweise die Temperatur, der Druck,
elektromagnetische Strahlungen aller Art usw. Als Beispiel 'soll
hier herausgegriffen werden, daß die Quelle ein zweites Hochfrequenzfeld ist, das in der Nähe der Resonanz der interessierenden
seltenen Isotope liegt. Diesee HF-IeId H2 lann beispielsweise
eine Stärke in der. Größenordnung von 5 Milligauss haben, verglichen mit der Stärke von etwa 0f1 Milligauss für das HF-Feld des
Spectrometers, H1- E3 kann gegen die Resonanz von den Kohlenstoff
13-Iiinien versetzt sein, wodurch eine geringfügige Verschiebung
der gekoppelten Protonenlinien gemäß Fig. 5 bewirkt wird, es
209809/0447 bad original
kann aber auch auf die mittlere Resonanzfrequenz der Kohlenstoff
t3-Liiiien eingestellt werden, wodurch bewirkt wird, daß die gekoppelten
Protonenlinien zu einer einzelnen Linie zusammenfallen, was als "Spin -Entkopplung" bezeichnet wird; statt dessen kann es
auch auf die Mitte eines einzelnen Kohlenstoff 13-ttbergangs eingestellt
und so schwach gemacht werden, daß die einzige Wirkung darin besteht, daß die gekoppelten Protonenlinien aufgespalten
werden; bei geeigneten Molekülen kann es so eingestellt werden, daß die Energieniveaubesetzungen durch den als "allgemeinen Overhauser-Effekt"
bezeichneten Prozeß geändert werden, wodurch die Intensität der gekoppelten Protonenlinien beeinflußt wird.
Die Hochfrequenz Hp, die typiecherveiee 15 MHz "betragen kann, wird
pulsierend in im wesentlichen gleichen Interrallen synchron zur
Umkehrung des Signals im Datenspeicher mit einer niedrigen l?requenz,
beispielsweise 0,1 Zyklen pro Sekunde, ein- und auegepulet.
Ik der Praxis kann die ,(Gegenwart von H« in der HF-Sonde des HMR-Spektrometers
Erwärmungen hervorrufen, die eine Neigung dazu haben,
mit der Frequenz, mit der H2 ein- und aszegeechaltet wird, zykli- W
sohen Verlauf zu haben. Es kann dann zweckmäßig sein, die Frequenz
des HP-Feldes H2 weit von der Resonanz wegzubewegen, wo der Effekt
auf die Kohlenatoff-13-Kerne und die gekoppelten Protonen-Kerne
vernachlässigbar 1st, statt sie ganz abzuschalten, weil dann die Erwärmung kontinuierlich ist und sich nicht mit der Frequenz des
Sequencers 18 zyklisch verhält. In diesem Falle würde "Quelle aus"
in 11g. 2 in Wirklichkeit heißen "Quelle unwirksam".
-10-
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Normalerweise -besteht das magnetische Prouorien-Resonanzspektrum
aus der Summe von Spektren von MolekiiLen, die Kohlenstoff 13 (etwa 1$ der Gesamtmasse) -und von Molekülen, die Kohlenstoff 12
12 1Ά
(0 )-Kerne enthalten. Das G -Element liefert ein relativ starkes Protonensignal (vergl. Fig« 5A) und verhüllt praktisch das
schwache C -Satellitenspektrum, das gerade interessiert. Auf Grund des Addierens und des Subtrahierens und des Ein- und Aus-Pulsierens
des I^-Feldes enthält das tatsächlich vom Schreiber
aufgezeichnete Spektrum das Protonensignal von 0 ""-substituierten
Molekülen nicht, sondern stellt nur ein klares Protonenspektrum (Pig. 5B) der O13-Moleküle dar.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfaßt das Datenspeichersystem
14 eine Seihe von Magnetkernen, die eine endliche
Ansahl von getrennten Speicheradressen oder Kanälen (beispielsweise 400) bilden, die mit dem Sequenzer 19 kontrolliert werden,
der nacheinander und in vorgegebener Ordnung während jeder vollständigen Abtastung über die Resonanz jede Adresse aktiviert.
Jedes Spektrums-Signal wird in gleichabständigen Intervallen
abgetastet, und die abgetastete Angabe wird als diskretes Tnformationebit
in entsprechenden Kernen gespeichert, die dazu dienen, getrennte Adressen oder Kanäle eines einen zeitlichen Mittelwert
bildenden Komputers darzustellen. Beispieleweise wird bei einem System mit 400 Adressen und 50 Sekunden für eine vollständige
Uberstreichung des Spektrums bei jeder Adresse ein Teil des
Spektrums abgefragt, der vom nächsten zeitlich eine Achtelsekunfle
entfernt ist. Andere Speichersysteme, beispielsweise ein Magnetbandgerät,
können statt der Kerne verwendet werden.
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Jeder Kanal oder Adresse ist so kodiert, daß er den Teil oder
die Komponente eines ResonanzepektruEis enthält, das den gleichen
Zeitbesug t trägt, und alle Signalkomponenten, die einem Kanal
oder einer Adresse zugeführt werden, werden nacheinander addiert und subtrahiert, Me Amplitude des gespeicherten Signals in
jeden Speicherkanal oder jeder Speicheradresse wird also in
aufeinanderfolgenden Schritten zum Positiven oder Negativen hin geändert, und zwar um einen der Amplitude des Resonanzsignals
zur gegebenen Zeit t , die dem betreffenden Kanal oder der betreffenden Adresse zugeordnet ist, entsprechenden Betrag. Auf
diese Weise wird das nutzbare informationshaltige Signal, das
allein interessiert, wesentlich verstärkt, während statistisches Rauschen wirksam gedämpft wird*
yig. 4- zeigt ein !Datenspeichersystem wie es bei dem erfindungsgemäßen
System nach Pig. 1 verwendet werde» kann. Bas Signal vom
Spektrometer 10 wird einem Gatter 22 sugeileitet, das ein bistabiler
Multivibrator oder ilipflop sein kanu, der duroh die Uftr oder
den Folger 19 so getriggert wird*, daß das Spektrum In eine Reihe
von Kanälen auf gespalten wird, und der Mittelwert dee Signals in
jedem einzelnen Kanal einem Speicher 24 zugeführt wird. Bas
Reeonanzßignal jeder Polarität wird mit einem Analog-Digital-Konverter
26 verarbeitet, der das Signal als digitale Information
dem Speicher 24. zuführt. Gleichzeitig erregt der Sequeneer 19* ein
Adresßenregister 23, das die Kanäle oder Adressen des Speichere
24 in einer vorgegebenen folge erregt, so dafl diese die digitale Information oder die ResonanBkomponenten, die vom Konverter 26-
209809/0447 ^12_ B^D original.
kommen, aufnimmt und speichert. Das gespeicherte Signal kann
mittels eines Digital-Analog-Konverters 30 abgelesen werden, der
an den Speicher 24 angeschlossen ist, so daß ein Analogsignal
oder ein Spannungeverlauf an den Oszillographen und Schreiber zur Wiedergabe geliefert wird.
Es ist eine Aüsführungsform einer erfindungsgemäSen Vorrichtung
beschrieben worden, bei der ein Differenzspektrum dadurch erhalten wurde,
daß eine gleiche Anzahl von Additions- und Subtraktions-Perioden
verwendet wurde. Das Spektrum oder der Spannungsverlauf können aus verschiedenen Quellen abgeleitet werden, beispielsweise
aus optischer, gyromagnetische^ oder elektromagnetischer Strahlung,
sofern sie in der Lage sind) Spektren su erzeugen, die
mittels einer Energiequelle modifiziert werden können. So ist es
möglich, die gewünschten Te1IIe eines magnetliehen Keraresonanzapektrums
beispielsweise von anderen Überlappenden Seilen zu trennen. Ein Verfahren, elAß Quelle zu modullerea und synchron die
Wirkung einer solchen Modulation auf eis System au beobachten,
wird ebenfalls verfügbar gemacht, auch wenn die Reaktion des ·
Systems auf die modulierte Quelle sehr langsam ist (d.h., wenn die Zeitkonstante in der Größenordnung von einer Sekunde oder
länger liegt).
Der Modulationsprozeß führt keine komplizierenden Faktoren in das
Spektrum ein, etwa wie Modulations-Seitenband-Reaktionen, die
gewöhnlich beobachtet werden, wenn die Modulationsfrequenz größer
ist als die Resonanalinienbreite»
' ■ - ■' ; ' . . - ..... . ' - ■ ÖAD" ORfQINAL
209809/0447 ~13~
-15-- 1873209
Bs Ist hervorzuheben, daß das erfinderische Konzept nicht auf
die spezielle Form, die Papameter und Werte beschränkt ißt, die
oben angegeben worden sind. Beispielsweise kaun das Spektrometer
ein Spektrometer für paramagnetische Elektronenresonanz sein,
und die oben angegebenen Frequenzen und Zeitwerte können innerhalb
des Bereichs der Erfindung verändert werden.
209809/0447
Claims (11)
1. Verfahren zum Erzielen und Verarbeiten eines Resonanzsignals,
bei dem ein Resonanzsignal mehrere Male erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Resonanzsignal in einer geraden .Anzahl
■von Perioden erzeugt wird, daß das Resonanzsignal gespeichert
wird, und daß das jeweils erzeugte Resonanzsignal in jeder zweiten Periode zu dem gespeicherten Wert addiert und in den
dazwischen liegenden Perioden von dem gespeicherten Wert subtrahiert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Analyse einer Probe, die mit
einer Erregungefrequenz in Resonanz gebracht wird, dadurch
gekennzeichnet, dafl in jeder zweiten Periode die probe mit
einer relativ kräftigen, zweiten Hochfrequenz erregt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrene nach Anspruch 1
mit einem Reeonanzeignalgenerator, dadurch,gekennzeichnet, <
daß eine Steuerung vorgesehen ist, durch die der Resonanzsignalgenerator sein ResonanzBignal in einer geraden Anzahl
von Perioden wiederholt erzeugt, ein Speicher für dae Reeonanzsignal
und eine Einrichtung, mit der in jeder zweiten
20·809/0447 ~Α2"
1872209
Periode das Resonanzsignal zu dem gespeicherten viert addiert
und in den dazwischen liegenden Perioden von dem gespeicnerten
Wert subtrahiert wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 zur Durchführung des Verfahrens
nach Ansprach 2 mit einem Spektrometer für eine zu analysierende
Probe und einem Erregungsfrequenzgenerator, der eine erste Erregung
sfrequenz liefert, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter
Erregungefrequenzgenerator vorgesehen ist, mit dem eine relativ φ
kräftige zweite Hochfrequenz geliefert wird und der nur während
Jeder zweiten Periode wirksam ist. .
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu
analysierende Probe eine Protonenprobe ist, in der einige Moleküle
ein seltenes Isotop enthalten.
6. Vorrichtung nach Anspruoh 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
* ein Sequencer jeweils einen AuelÖeeimpul· für den zweiten Erre- ^
gungsfrequenzgenerator liefert und gleioheeitig Jede Eesonanzsignal-Subtraktioneperiode
einleitet,
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche >
bis 6 mit einer Einrichtung,
mit der die Resonanzstelle mehrmalβ überstrichen wird, βο
daQ für 3edes überetreiohen ein Hesonanzsignal erhalten wird,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, mit der die Polarität dee Reeonanzsignala zyklisch Umgetauscht
wird. . - ■
8. Vorrichtung nach, einem der Ansprüche 3 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß der Speicher eine Vielzahl von Kanälen umfaßt, daß jeder Kanal zur Speicherung des Resonanzsignala in digitaler Form dient, und daß diese Kanäle zeitlich gleiche Abstände
haben.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle aus einem Satz Magnetkernen bestehen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9» dadurch gekennzeichnet, daß das Resonanzsignal ein analoger Spannungsverlauf
ist und der Speicher mit einem Analog-Digit al-Konverter zur
Umwandlung des Spannungsverlaufs in eine digitale Information
zu Speicherzwecken sowie einem Digital-Analog-Konverter zum
Ablesen des Speichere ausgestattet ist.
11. Vorrichtung nach einen der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Adreeeenregister vorgesehen ist, mit
dem die Adressen des Speichers in einer vorgegebenen folge aktiviert werden, um-die Bits der digitalen Information nacheinander
zu speichern.
209809/0447
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US428413A US3376499A (en) | 1965-01-27 | 1965-01-27 | Signal processing apparatus for facilitating the display of fine structure in gyromagnetic resonance signals |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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