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DE1669956C - Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen - Google Patents

Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen

Info

Publication number
DE1669956C
DE1669956C DE1669956C DE 1669956 C DE1669956 C DE 1669956C DE 1669956 C DE1669956 C DE 1669956C
Authority
DE
Germany
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units
parts
weight
radicals
pastes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Harry Martin Midland Mich.; Delphenich John Stewart Kettering Ohio; Vandyke John William Midland Mich. Schiefer (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Publication date

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Description

35
worin a 1 oder 2 und R.' ein einwertiger, gegebenenfalls halogenierter Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen ist, Polysilazanen aus Einheiten der Formel
R',3iN —
worin R' die vorstehend dafür angegebene Bedeutung hat. mit einer Viskosität von höchstens 2OOcSt/25°C oder Siianen bzw. Silanolen der Formel
R'„six4_,,
wo-in R' die vorstehend dafür angegebene Bedeutung hat, X Chlor, Brom, ein Alkoxyrest mit I bis 6 Kohlenstoffatomen, ein Acyloxyrest mit I bis 6 Kohlenstoffatomen od./r eine Hydroxylgruppe und b 2 oder 3 ist, hydrophob gemacht ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich zu den Organopolysiloxanölen und Füllstoffen (c) 5 bis 100 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxyds (b,), flüssige, mindestens 1 Gewichtsprozent an Si-gebundenen Hydroxylgruppen aufweisende Organopolysiloxane mit 1,8 bis 2,1 je Siliciumatom einwertigen, gegebenenfalls halogenierten Kohlenwasserstoffresten mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen als organischen Resten enthalten.
60 die nach dem Vermischen der Bestandteile ihre physikalischen Eigenschaften unverändert oder praktisch unverändert beibehalten sollen und insbesondere nicht gehärtet werden. Solche Pasten werden beispielsweise als Schmiermittel verwendet.
" Die bisher bekannten Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen haben den Nachteil, daß sie unter starker Einwirkung mechanischer Kräfte oder bei hohen Temperaturen ihre plastische Konsistenz verlieren und zu dünnflüssig werden. Die erfindungsgemäßen Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen erfahren beträchtlich geringere Änderungen ihrer physikalischen Eigenschaften unter starker Einwirkung mechanischer Kräfte und/oder sehr unterschiedlicher Temperaturbedingungen als die vorbekanni^a Pasten. Viele der erfindungsgemäßen Pasten eignen sich daher besonders gut als Schmiermittel Tür Hochgeschwindigkeitslager.
Gegenstand der Erfindung sind Pasten auf Grundlage von (a) Organopolysiloxanölen, wobei in den Organopolysiloxanen, aus denen ditse öle bestehen, 80 bis 99 Molprozent der Siloxaneinheiten Diorganosiloxaneinheiten sind, während die restlichen Siloxaneinheilen Triorganosiloxaneinheiten sind, die manchman durch Einheiten der allgemeinen Formel
R2Si(OR)O172
worin R ein einwertiger, von aliphatischen Mehrfachbindungen freier Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen ist, der halogeniert sein kann, wenn er aromatisch ist, ersetzt sind., und gegebenenfalls in diesen Organopolysiloxanen bis zu 10 Molprozent Monoorganosiloxan- oder SiO4/2-Einheiten neben den Diorganosiloxan- und Triorganosiloxaneinheiten vorhanden sind, und (b,) 5 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen anf das Gewicht der Organopolysiloxanöle (a) pulverförmigem Siliciumdioxyd mit einer Oberfläche von mindestens lOOnr/g, das durch Behandlung mit (b2) 2 bis 150 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht ues Siliciumdioxyds (b,), Silazanen der Formel
(R'3Si)flNH3_0
worin α 1 oder 2 und R' ein einwertiger, gegebenenfalls halogeniertei Kohlenwasserstoffrest mit 1 Bis 7 Kohlenstoffatomen ist, Polysilazanen aus Einheiten der Formt 1
RSSiN-
Ί
H
worin R' die vorstehend dafür angegebene Bedeutung hat, mit einer Viskosität von höchstens 200cSt/25°C oder Siianen bzw. Silanolen der Formel
Die Erfindung betrifft Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen, d. h. Pasten, die häufig als »Siliconpasten« oder »Siliconfette« bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um Massen, worin R' die vorstehend dafür angegebene Bedeutung hat. X Chlor, Brom, ein Alkoxyrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, ein Acyloxyrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder eine Hydroxylgruppe und b 2 oder 3 ist, hydrophob gemacht ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich zu den Organopolysiloxanölen und Füllstoffen Ic) 5 bis 100 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxyds (b,), flüssige, mindestens 1 Gewichtsprozent an Si-gcbundencn Hydroxylgruppen aufweisende Organopolysiloxane mit 1,8 bis 2,1 je Siliciumatom ein-
wenigen, gegebenenfalls halogenierten KohlenwasserstofTresten mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen als organischen Resten enthalten.
Bei den Bestandteilen (a), (b,), (b2) und (c) kann es sich jeweils um Gemische handeln."
Als Organopolysiloxanöle (a) können auch in den erfindungsgemäßen Pasten alle Organopolysiloxanöle verwendet werden, die üblicherweise zur Bereitung von Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen verwendet werden bzw. verwendet werden konnten. Es handelt sich dabei insbesondere um Organopolysiloxane aus Einheiten der allgemeinen Formel
Organopolysiloxanen (c). Weitere Beispiele für Reste R' in den Verbindungen (b2) und den Organopolysiloxanen (c) sind Halogenalkyl- oder HaJogencycloalkylreste, /S-Chloräthyl-, 3,3,3-Trifluorpropyl-, Bromisobutyl-, Chlorallyl- oder Dichlorcyclohexylreste sowie aliphatisch ungesättigte Reste, wie Äthinyl-, Allyl- oder Cyclohexenylreste.
Beispiele für Alkoxyreste X sind der Methoxy-, Äthoxy- oder Isobutoxyrest, Beispiele für Acyloxyreste X sind der Acetoxy- oder Propionoxyrest.
Beispiele für Verbindungen (b2) sind solche der Formel
worin die Reste R einwertige, von aliphatischen Mehrfaehbindunger. freie Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen sind, die halogeniert sein können, wenn sie aromatisch sind, und η einen Durchschnittswert von 1,9 bis 2,1 hat, die eine Viskosität von 20 bis 30 00OcStZlS0C, vorzugsweise 50 bis 800OcSt/ 25 C, aufweisen und welche zu 80 bis 99 Molprozent aus Diorganosiloxaneinheiten bestehen, wäh.end die restlichen Siloxaneinheiten Triorganosiloxaneinheiten sind, die manchmal durch Einheiten der allgemeinen Formel
R2Si(OR)O1 ;2,
worin R die vorstehend dsfür angegebene Bedeutung h .t, ersetzt sind und welch»* gegebenenfalls auch bis zu 10 Molprozent Monoorganosi! xan- oder SiO4/2-Einheiten neben den Diorganosiloxan- und Triorganosiloxaneinheiten enthalten.
Beispiele für Reste R sind Alkylreste, wie Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-, 2-^thylpentyl- oder Dodecylreste, Cycloalkylreste, wie der Cyclopentylrest, Aryl- bzw. Alkaryl- bzw. Aralkylreste, wie Phenyl-, Xenyl-, Benzyl- oder Toluylreste, oder Halogenarylreste, wie Chlorphenyl-, Dibromphenyl- oder α,α,α-Trifluortoluylreste. Vorzugsweise sind 2 bis 15% der Reste R Phenylreste, während die übrigen Reste R Methylreste sind. Sehr gut sind aber als Organopolysiloxanöle (a) auch solche, worin alle Reste R Methylreste sind.
Insbesondere in Pasten, die als Schmiermittel für Hochgeschwindigkeitslager verwendet werden, werden als Organopolysiloxanöle (a) weckmäßig solche verwendet, deren Viskosität 50 bis 15OOcSt/25'C beträgt. Werden jedoch z. B. klebrige, festhaftende, schwer auswaschbare Pasten gewünscht, so können höhere Viskositäten der öle (a) vorteilhaft sein.
Beispiele für pulverförmiges Siliciumdioxyd (b,) sind pyrogen in der Gasphase gewonnenes Siliciumdioxyd, unter Erhaltung der Struktur entwässerte Kieselsäurehydrogele, d. h. sogenannte Siliciumdioxyd-Aerogele, Siliciumdioxyd-Xerogele, oder gefällte, gegebenenfalls hydratisierte Kieselsäuren, soweit sie jeweils eine Oberfläche von mindestens lOOnr/g aufweisen.
Es handelt sich bei dem Siliciumdioxyd (b,) vorzugsweise um ein amorphes Siliciumdioxyd, also um discrete, d. h. nicht zusammenhängende Teilchen von sphärischer oder ungefähr sphärischer Gestalt und nicht um Ketten aneinanderhängender Teilchen.
Die Beispiele für die Reste R in den Organopolysiloxancn (a) gelten auch für die Reste R' in den Verbindungen (b2) und für die organischen Reste in den
CH3
CH3
C7H15Si(OCHj)2
oder
CH,CH?Si
OCCH3 2
CH3
sowie Phenyldimethylsilanol oder Dimethyldichlorsilan.
Vorzugsweise sin J die Organopolysiloxane (c) nicht mit den Organopolysiloxanölen (a) verträglich unJ bilden eine Err-'sion in den Organopolysiloxanöbn (a). Mit anderen Worten: Vorzugsweise sind die Or-
6- ganopolysiloxane (c) zu nicht mehr als 2 Gewichtsteilen in 10 Gewichtsteilen der Organopolysiloxanöle (a) bei 25° C löslich. Die erfindungsgemäßen Pasten haben dann eine besonders hohe Konsistenzbeständigkeit, was für die Wirksamkeit d<VgPasten
in Lagern bedeutsam ist. ^
Sind die Organopolysiloxane (c) mit den Organopolysiloxanen (a) verträglich, d. h. zu mehr als 2 Gewichtsteüen in 10 Gewichtsteilen der öle (a) bei 250C
löslich, so besitzen diese Pasten zwar hohe Stabilität gegenüber mechanischer Beanspruchung; diese Stabilität ist jedoch bei hohen Temperaturen ungenügend für eine Verwendung dieser Pasten in Hochgeschwindigkeitslagern.
Als Verbindung (b2) wird vorzugsweise Hexamethyldisilazan, als Organopolysiloxane (c) werden vorzugsweise solche, die überwiegend aus Phenylmethylsiloxaneinheiten aufgebaut sind, verwendet.
Wenn es sich bei den Verbindungen (b2) um Silazane, Polysilazane, Chlorsilane, Brömsilane oder Acyloxysilane handelt, so können die Bestandteile einfach ohne Mit verwendung eines Katalysators gemischt werden. Zur Erzielung bester Ergebnisse ist jedoch häufig eine Hitzebuhandlung günstig.
Wenn es sich bei den Verbindungen (b2) um Sikmole oder Alkoxysilane handelt, wird vorzugsweise in die beim Mischen der Bestandteile frischgebildt.: ? Paste ein als die Kondensation von Silanolen fördernd bekannter Katalysator in geringen Mengen, z. B. 0,001 bis 1 Gewichtsprozent, bezoger auf das Gewicht der Verbindungen (b2), eingemischt. Beispiele für solche Katalysatoren sind Dibutylzinndilaurat, Tetrabutyltitanat, Stannooctoat, Guanidinoctoat, Ammoniumhydroxyd, Ammoniumcarbonat oder Verbindungen der Forme!
NHdY
Il
NH4OCR"
NR"
worin Y Chlor- oder Fluor, R" Wasserstoff, der Methyl- oder Äthylrest und R'" Wasserstoff oder ein einwertiger, durch ein aliphatisches Kohlenstoffatom an das Stickstoffatom gebundener Kohlcnwasserstoffrest ist, z. B. Ammoniumformiat, Ammoniumacetat, Butylamin, Diisopropylamin, Trimethylamin, Benzyldeylamin oder Cyclohexyloctadecylamin. Vorzugsweise werden auch solche Mischungen hitzebehandelt.
Die besten Ergebnisse werden häufig erzielt, wenn das Siliciumdioxyd (h,) mit den Stoffen (b2) und (c) behandelt wird, bevor das ürganopolysiloxanöl (a) zugesetzt wird. Diese Behandlung kann durch Vermisr^n der Stoffe (b,), (b?) und (c) miteinander erfolgen. Zur Erzielung einer möglichst guten Verteilung kann dabei ein flüchtiges, organisches Lösungsmittel, wie Toluol, Diäthylenglycoldimethyläther, Octan, Chlorbenzol oder Trchloräthan, mitverwendet werden, das nach dem Mischen abgedampft wird. Falls erwünscht, kann auch das Hydroxylgruppen enthaltende Organopolysiloxan, also der Bestandteil (c), erst gemeinsam mit dem Organopolysiloxanöl (a) den .übrigen Bestandteilen zugesetzt werden.
Wenn das Siliciumdioxyd mit den Verbindungen (b2) vor der Zugabe des Organopolysiloxanöls (a) behandeii wird, ist es zweckmäßig, einige Stunden oder Tage verstreichen zu lassen, bevor das Organopolysiloxanöl (a) zugesetzt wird, um eine möglichst gute Hydrophobierung der Oberfläche des Siliciumdioxyds zu erzielen.
Auch bei allen anderen Mischvorgängen bei der Herstellung der c findungsgemäßen Pasten kann ein flüchtiges^ organisches Lösungsmittel, das nach dem Mischen abgedampft wird, zur Erzielung einer möglichst guten Verlegung der Pastenbestandteile mitverwendet werden.
Zusätzlich zu den bisher genannten Bestandteilen können die erfindungsgemäßen Pasten gegebenenfalls herkömmlicherweise in Pasten auf Grundlage von Organopolysiloxanölen und Füllstoffen verwendete Zusatzstoffe, wie Korrosionsschutzmittel, Oxydationsinhibitoren, Farbstoffe und das Ausbluten vermindernde Mittel, enthalten.
Die erfindungsgemäßen Pasten sind auch !eiciiter spritzbar als die vorbekannten Siliconpasten p!eicher physikalischer Konsistenz.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern ; Teile und Prozentsätze beziehen sich jeweils auf das Gewicht, solange nichts anderes angegeben ist.
,, Beispiel!
(a) Zu 20 Teilen eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 400 m2/g werden gegeben:
(1) 300 Teile 1,1,1 -Trichl --äthan,
(2) 2 Teile einer Mischung, bestehend aus 80% eines flüssigen Organopolysiloxans aus Phenylmethylsiloxaneinheiten mit etwa 6% Si-gebundenen Hydroxylgruppen, 12,5% sym-'i'rimethyltriphenylcyclotrisiloxari und 7,5% anderer cyclischer und linearer Phenylmethylsiloxane als Verunreinigungen, und
(3) 2Tciii· Hexamethyldisilazan.
Die Mischung dieser Stoffe wird unter Rühren '/j Stunde bei vermindertem Druck auf 150JC erhitzt. Zu dem so erhaltenen hydrophoben Siliciumdioxyd werden gegeben:
(4) 135 Teile eines durch Trimethylsiloxygruppen endblockierten Mischpolymeren aus 92,5 Molprozent Dimethylsiloxan- und 7.5 Molprozent Phenylmethylsiloxaneinhei'en mit einer Viskosität von 100cSt/25°C zusammen mit 2Teilen der unter (2) beschriebenen Mischung,
(5) 1,5 Teile einer Mischung aus gleichen Teilen Purpurfarbe und der unter (2) beschriebenen Mischung,
(6) 0,2 Teile eines Konosionsinhibitors.
Die so erhaltene Mischung wire! auf einem Walzenstuhl homogenisiert, bis sich eine Paste gebildet hat.
(b) Zu 21 Teilen eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 200 irr/g werden gegeben:
(1) 300 Teile 1,1,1-Trichloräthan,
(2) insgesamt 3 Teile der vorstehend bei Ansatz (a) unter (2) beschriebenen Mischung und
(3) 15 Teile Hexamethyldisilazan.
Die Mischung dieser Stoffe wird untor Rühren V2 Stunde bei vermindertem Druck auf 150' C erhitzt. Zu der" so erhaltenen hydrophoben Siliciumdioxyd werden gegeben:
(4) 115 Teile eines Organopolysiloxanöls, das praktisch ebenso aufgebaut ist wie das vorstehend bei Ansatz (a) unter (4) beschriebene öl, jedoch eine Viskosität von 5OcSt/25O°C aufweist,
(5) 1,5 Teile einer Mischung aus gleichen Teilen der bei Ansatz (a) unter (2) beschriebenen Mischung und Purpurfarbe,
(6) 0,2 Teile eines KorrosionsLnibitors.
Die so erhaltene Mischung wird auf einem Walzenstuhl zu einer Paste homogenisiert.
Die Konsistenzeigenschaften der beiden Pasten werden gemäß ASTM 1403-56 T in Verbindung mit ASTM D 217-52 T bestimmt. Diese Prüfung besteht darin, daß die Eindringtiefe eines Kegels in die Paste gemessen wird. Niedrige Penetrometerwcrte bedeuten niedrige Konsistenz. Penelrometerwerte oberhalb 400 bedeuten, daß die Masse mehr eine Flüssigkeit als eine Paste darstellt. Penetrometerwerte unter 100 bedeuten, daß die Paste für die meisten Anwendungszwecke zu steif ist.
IO
Die Ergebnisse dieser Prüfungen sind in der folgenden Die Messung mittels eines Penetrometers erfolgt vor (Ruhpenetration) und nach Scherbeanspruchung der Paste durch 60maliges. jeweils eine Sekunde währendes Pressen der Paste durch eine Metallplatte mit Löschern von 1 mm Durchmesser (Walkpenetration).
Die Werte für Ausblutung und Verdampfung werden durch Messung des Gewichtsverlustes bestimmt. Die Pasten werden außerdem in einem Kugellager bei 10 000 U/min, einer Belastung von 2,27 kg und etwa 2002 C geprüft.
Tabelle I enthalten.
Tabelle I
Paste Ruh-
penclration
WaIk-
pcnetratinn
Pcnclrati
72 Stunden
R uh- P.
on nach
bei 200 C
WaIk-P.
Verdampfung
nach 22 Stunden
bei 205 C
Ausblutung
nach .'0 Stunden
bei 232"C
Beständigkeit
im Kugellager
in Stunden
Betriebsdauer
(a)
(b)
238
242
272
256
252
219
309
286'
1,03%
2,15%
5.14%
5.82%
639
über 800
Beispiel 2
(a) Zu 20 Teilen eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 400 m2/g werden gegeben:
(!) 300Teile !.,LI-Trichloräthan,
(2) 3 Teile der im Beispiel 1 bei Ansatz (a) unter (2) beschriebenen Mischung und
(3) 3 Teile des Silazans der Formel
gegebenen Silazans 3 Teile des Silazans der Formel
CH3
CF3CH2CH2Si
i
CH,
NH
CH3
CH2 = CHSi
CH3
35
NH und als Bestandteil (4) 130 Teile des durch Trimethylsiloxgruppen endblockierten Mischpolymeren verwendet werden.
(c) Die vorstehend unter (a) beschriebene Arbeitsweise wird wiederholt mit der Abänderung, daß als Bestandteil (3) an Stelle des vorstehend in Ansatz (a' unter (3) angegebenen Silazans 3 Teile eines Gemisches aus 13% Silazan der Formel
40
Die Mischung dieser Stoffe wird unter Rühren 1Z2 Stunde bei vermindertem Druck auf 150" C erhitzt.
Zu dem so erhaltenen hydrophoben Siliciumdioxyd werden gegeben:
84% Silazan der Formel
(4) 115 Teile des im Beispiel 1 bei Ansatz (a) unter (4) beschriebenen durch Trimethylsiloxgruppen endblockierten Mischpolymeren,
(5) 1,5 Teile einer Mischung aus gleichen Teilen der im Beispiel 1 bei Ansatz (a) unter (2) beschriebenen Mischung und Purpurfarbe,
(6) 0,2 Teile eines Korrosionsinhibitors.
Die so erhaltene Mischung wird auf einem Walzenstuhl bis zur Bildung einer Paste homogenisiert.
(b) Die vorstehend beschriebene Arbeitsweise wird wiederholt mit der Abänderung, daß als Bestandteil (3) an Stelle des vorstehend in Ansatz (a) unter (3) an-CH3 _ CH3
Si
CH
NH
NH
3 J 2
und 3% Hexan, und als Bestandteil (4) 145 Teile de durch Trimethylsiloxygruppen endblockierten Misch polymeren verwendet werden.
Die in der folgenden Tabelle II angegebenen Eiger schäften dieser Paste werden nach im Beispiel beschriebenen Methoden ermittelt.
Tabelle II
Paste Ruh-
Pcnctration
WaIk-
Pcnet ration
Penetration
be
Ruh-P.
nach 72 Stunden
200C
WaIk-P.
Ausbluten
nach 30 Stunden
bei 232C
Verdampfung
nach 22 Stunden
bei 205= C
(a)
(b)
(C)
245
252
245
283
286
275
2<J2
227
227
297
301
290
5.13%
3,76%
7.44%
1.02%
1,17%
K30%
209 643/23
Beispiel 3
10,5 Teile eines pulvcrförmigen Giliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 150 nr g werden mit 1 Teil Pheryldimethyldimethylsilylamin etwa 10 Minuten geschüttelt. Zu dem so erhaltenen hydrophoben Siliciumdioxyd werden 86.4 Teile eines durch Trimethylsiloxgruppen endblockicrten Mischpolymeren aus 92,5 Molprozent Dimethylsiloxan und 7,5 Molprozent Phenylmethylsiloxaneinheiten mit 20OcSt/ 25° C und 3,1 Teile eines Siloxans der Formel
HO
CH3 CF3
SiO
ι
CH2
CH2
gegeben.
Die so erhaltene Mischung wird auf tinem Walzenstuhl bis zur Bildung einer Paste homogenisiert.
Die in der folgenden Tabelle III angegebenen Eigenschaften !er Paste werden nach im Beispiel 1 beschriebenen Methoden ermittelt.
Tabelle III
Ruh-Pcne-
tration
Walkpene
tration
279
Penetration
nach 24 Stunden
bei 200 C
Ruh-P. WaIk-P.
219
275
Ausbluten nach 30 Stunden bei 232 C
5,83%
Verdampfung
nach
22 Stunden bei 205 C
2,30%
Beispiel 4
Ruh-Penotration
283
WaIkpenct ration
297
Penetration
nach 72 Stunden
oci 200 C
Ruh-P. |Walk-P.
212
272
Ausbluten nach 30 Stunden bei 232=C
6,26%
Verdampfung
nach
22 Stunden bei 205= C
2.89%
Beispiel 5
5.5 Teile eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit
einer Oberfläche von etwa 150nr'g werden mit 0.011 Teilen Trimethylchlorsilan1 2 Stunde geschüttelt.
Das so erhaltene hydrophobe Siliciumdioxyd wird zusammen mit 2 Teilen eines flüssigen Dimethylpolyriloxans mit 3,8% Si-gcbundenen Hydroxylgruppen zu 92,5 Teilen eines durch Trimethylsiloxgruppen ίο endblockierten Mischpolymeren aus 92,5 Molprozent Dimethylsiloxan- und 7,5 Molprozent Phenylmethylsiioxaneinheiten mit einer Viskosität von 1000 cSt/ 25" C gegeben.
Die so erhaltene Mischung wird auf einem Walzenstuhl bis zur Bildung einer Paste homogenisiert. Die im folgenden angegebenen Eigenschaften dieser Paste
werden nach im Beispiel 1 beschriebenen Methoden ermittelt.
9.6 Teile eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 150 m2/g werden mit 1 Teil Phenylmcthyldimethoxysilan etwa 5 Stunden bei 100=C in einem rollenden Behälter vermischt.
Das so erhaltene hydrophobe Siliciumdioxyd wird zu 89,4 Teile des im Beispiel 1 bei Ansatz (a) unter (4) beschriebenen durch Trimethylsiloxgruppen endblokkierten Mischpolymeren und 1 Teil der im Beispiel 1 bei Ansatz (a) unter (2) beschriebenen Mischung gegeben.
Die so erhaltene Mischung wird auf einem Walzenstuhl bis zur Bildung einer Paste homogenisiert.
Die in der folgenden Tabelle IV angegebenen Eigenschaften werden nach im Beispiel 1 beschriebenen Methoden ermittelt.
Tabelle IV
Penetration nach 21 4 Stunden bei 288 C
Ruh-Pcnetration Walk-Penetration
219
234
Ruh- und Walk-Penetration betragen vor dem Erhitzen etwa 290. Ohne den Gehalt von Organopolysiloxan mit Si-gebundenen Hydroxylgruppen hat die Masse bei sonst gleicher Zusammensetzung nach 2'/4 Stünder, bei 288C C eine nichtmeßbare P.uh-Penetration und ist klumpig und hart.
Beispiel 6
14,0 Teile eines pulverförmigen Siliciumdioxyds mit einer Oberfläche von etwa 400m2/g werden mit 2,1 Teilen des Silazans der Formel
"O)1?
CH3
NH
etwa 1 Stunde geschüttelt.
Das so erhaltene hydrophobe Siliciumdioxyd wird mit 80,7 Teilen eines durch Diphenylmethylsiloxygruppen endblockierten Phenylmethylpolysiloxans mit einer Viskosität von 600 cSt/25°C und 3,2 Teilen eines flüssigen Dimethylpolysiloxans mit 3,2% Si-gebundenen Hydroxylgruppen auf einem Walzenstuhl bis zur Bildung einer homogenen Paste vermischt.
Die im folgenden angegebenen Eigenschaften dieser Paste werden nach im Beispiel 1 beschriebenen Methoden ermittelt.
Ausbluten nach 30 Stunden bei 232° C 1,98%
Verdampfen nach 22 Stunden
bei 2050C 2,10%
Penetration vor dem Erhitzen:
Ruh-Penetration 249
Walk-Penetration 331
Penetration nach 72 Stunden
bei 2050C
Ruh-Penetration 189
Walk-Penetration 309

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Pasten auf Grundlage von (a) Organopolysiloxanölen, wobei in den Organopolysiloxanen, aus denen diese öle bestellen, 80 bis 99 Molprozent der Siloxaneinheiten Diorganosiloxaneinheiten sind, während die restlichen Siloxaneinheiten Triorganosiloxaneinheiten sind, die manchmal durch Einheiten der allgemeinen Formel
    R2Si(OR)O1,,
    worin R ein einwertiger, von aliphatischen Mehrfachbindungen freier Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen ist, der halogeniert sein kann, wenn er aromatisch ist, ersetzt sind, und gegebenenfalls in diesen Organopolysiloxanen bis zu 10 Molprozent Monoorganosiloxan- oder SiQ^-Einheiten neben den Diorganosiloxan- und Triorganosiloxaneinheiten vorhanden sind, und (b,) 5 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der Organopolysiloxanöle (a) pulveriörmigem Siliciumdioxyd mit einer Oberfläche von mindestens lOOnr/g, das durch Behandlung mit (b2) 2 bis 150 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des Siliciumdioxyds (b,), Silazanen dei Formel

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