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DE1669718B2 - Formmassen aus chlorierten Äthylenpolymerisaten - Google Patents

Formmassen aus chlorierten Äthylenpolymerisaten

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Publication number
DE1669718B2
DE1669718B2 DE1669718A DE1669718A DE1669718B2 DE 1669718 B2 DE1669718 B2 DE 1669718B2 DE 1669718 A DE1669718 A DE 1669718A DE 1669718 A DE1669718 A DE 1669718A DE 1669718 B2 DE1669718 B2 DE 1669718B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorinated
weight
pressure polyethylene
low
molding compounds
Prior art date
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Granted
Application number
DE1669718A
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English (en)
Other versions
DE1669718A1 (de
DE1669718C3 (de
Inventor
Hans Georg Prof. Dr. Dr. 6736 Hambach Trieschmann
Gerhard Dr. 6711 Hessheim Zeitler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19671669718 priority Critical patent/DE1669718C3/de
Priority claimed from DE19671669718 external-priority patent/DE1669718C3/de
Priority to FR1577786D priority patent/FR1577786A/fr
Priority to US754467A priority patent/US3551526A/en
Priority to BE719813D priority patent/BE719813A/xx
Priority to GB1227226D priority patent/GB1227226A/en
Publication of DE1669718A1 publication Critical patent/DE1669718A1/de
Publication of DE1669718B2 publication Critical patent/DE1669718B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1669718C3 publication Critical patent/DE1669718C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L23/00Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L23/26Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers modified by chemical after-treatment
    • C08L23/28Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers modified by chemical after-treatment by reaction with halogens or halogen-containing compounds
    • C08L23/286Chlorinated polyethene

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft Formmassen, die Gemische aus chlorierten Äthylenpolymerisaten enthalten.
Formmassen auf der Grundlage von chlorierten Äthylenpolymerisaten sind bekannt. So können z. B. Hoch- und Niederdruckpolymerisate durch Behandeln mit Chlor in der Gasphase oder Suspension chloriert werden, wobei chlorierte Polymerisate erhalten wurden, die sich für Formmassen zur thermoplastischen Verarbeitung eignen. Die Eigenschaften der chlorierten Polymerisate sind im wesentlichen abhängig von der Art der Polymerisate (Hoch- oder Niederdruckpolyäthylen), vom Molekulargewicht und dem Chlorgehalt, so daß es möglich ist, daraus Formmassen für unterschiedliche Anwendungszwecke herzustellen. So zeigte es sich z. B., daß bei gleichem Chlorgehalt aus chloriertem Niederdruckpolyäthylen Formkörper mit relativ besseren Festigkeitseigenschaften erhalten werden, wie sie Formkörper aus chloriertem Hochdruckpolyäthylen haben. Andererseits ist die Schmelzviskosität von chloriertem Hochdruckpolyäthylen für dessen Weiterverarbeitung günstiger als die von chloriertem Niederdruckpolyäthylen.
Es sind auch bereits Formmassen aus Mischungen von zwei chlorierten Niederdruckpolyäthylenen bekannt, wobei die eine Mischungskomponente einen hohen Chlorgehalt, die andere einen niedrigeren Chlorgehalt aufweist. Diese Formmassen haben aber keine günstigen Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich der Fließfähigkeit und der Transparenz.
Es wurde nun ,gefunden, daß Formmassen auf der Grundlage von chloriertem Polyäthylen besonders günstige Eigenschaften haben, wenn sie 10 bis 90 Gewichtsprozent chloriertes Hochdruckpolyäthylen und 90 bis 10 Gewichtsprozent chloriertes Niederdruckpolyäthylen enthalten, wobei die Gewichtsprozente sich auf den Gesamtgehalt an chloriertem Polyäthylen beziehen.
Es war zu erwarten, daß Gemische aus chloriertem Hoch- und Niederdruckpolyäthylen Eigenschaften haben, die dem Gehalt der in den Mischungen enthaltenen Polymerisate entsprechen. Es zeigte sich nun überraschend, daß die erfindungsgemäßen Formmassen besonders günstige Eigenschaften hinsichtlich Fließfähigkeit und Festigkeit haben. Die an den Fommassen ermittelten Meßwerte liegen in verschiedenen Eigenschaften über der Summe der Werte, die an den einzelnen Komponenten gemessen werden können. So haben die erfindungsgemäßen Formmassen besonders günstige Fließeigenschaften beim Verarbeiten. Die daraus hergestellten Formkörper zeichnen sich durch besondere Festigkeit aus.
Die Formmassen enthalten 10 bis 90 Gewichtsprozent, vorzugsweise 40 bis 60 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge chlorierten Polyäthylens, an chloriertem Hochdruckpolyäthylen. Es solleii darunter Produkte verstanden werden, die durch Chlorieren von Hochdruckpolyäthylen im Molekulargewichtsbereich von 20 000 bis 180 000 und der Dichte 0,900 bis 0,938 erhalten wurden und die einen Chlorgehalt von 5 bis 50 Gewichtsprozent Chlor, bezogen auf das chlorierte Polymerisat, enthalten.
An chloriertem Niederdrnckpolyäthylen enlhahen die Formmassen 90 bis 10, vorzugsweise 60 bis 40 Gewichtsprozent. Die chlorierten Polymerisate, die 10 bis 30 Gewichtsprozent Chlor, bezogen auf das chlorierte Polymerisat, enthalten sind durch Chlorieren von Niederdruckpolyäthylen im Molekulargewichtsbereich 300 000 bis 3 Millionen mit Dichten von 0,930 bis 0,960 hergestellt worden.
Die Formmassen können entweder durch Mischen der chlorierten Hoch- bzw. Niederdruckpolymerisate oder durch Chlorieren von Gemischen aus Hoch- und Niederdruckpolymerisaten erhalten werden. Die zweite Mliunahme ist selbstverständlich nur dann anwendbar, wenn beide Komponenten den gleichen Chlorgehalt enthalten sollen.
Die Formmassen können außer den chlorierten Hoch- und Niederdruckpolymerisaten noch weitere Zusätze, wie Pigmente, Füllstoffe, Gleitmittel, Weichmacher oder auf die Flammfestigkeit synergistisch wirkende Stoffe enthalten.
Die Formmassen eignen sich insbesondere zur Herstellung von Formkörpern nach dem Spritzgußverfahren und für die Extruderverarbeitung zur Herstellung von Folien und Platten. Die Formmassen können selbstverständlich auch nach anderen, für die Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen üblichen Formgebungsverfahren verarbeitet werden.
Die Formmassen haben ein gutes Fließverhalten mit einem relativ breiten Plastizitätsbereich. Die aus den Formmassen hergestellten Formkörper, z. B. Folien, zeichnen sich durch eine gegenüber den Einzelkomponenten verbesserte Transparenz aus.
Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente. Der Schmelzindex wurde nach ASTM D 1238-65 T bestimmt. MJ2 = Bestimmung bei einem Auflagegewicht von 2 kg, M]2o Auflagegewicht 20 kg.
Beispiel 1
80 Teile chloriertes Hochdruckpolyäthylen, das durch Chlorieren von Hochdruckpolyäthylenpulver der Dichte 0,918 und dem Molekulargewicht 80 000 in der Gasphase hergestellt worden war, mit einem Chlorgehalt von 25% und einer Schmelzviskosität MJ2 von 3 werden mit 20 Teilen eines chlorierten Niederdruckpolyäthylens, das durch Chlorieren von Niederdruckpolyäthylenpulver der Dichte 0,950 und des Molekulargewichts 300 000 in Gasphase hergestellt worden war, mit einem Chlorgehalt von 25% und einer Schmelzviskosität M]2o von 0,5 haben, in einem Schnellmischer gemischt. Das erhaltene Gemisch wird in einem Extruder
homogenisiert (L/D = 20) und bei einer Temperatur von 1600C in Form von Strängen extrudiert, die durch eine Abschlagmaschine in Granulat überführt werden. Die Formmasse hat eine Schmelzviskosität M]i von 0,15.
Bei der Verarbeitung des Gemisches im Extruder beträgt der Durchsatz pro Stunde 940 Teile, der damit weit höher ist als nach der Schmelzviskosität zu erwarten wäre. Das chlorierte Hochdruckpolyäthylen allein extrudiert ergibt einen Durchsatz von 800 Teilen pro so Stunde, das chlorierte Niederdruckpolyäthylen von 180 Teilen pro Stunde. Die Fommasse wird mittels eines Extruders mit Folienblastopf bei einem Aufblasverhältnis von 1 :20 zu Folien von 5 μ Durchmesser verarbeitet. Es werden Folien mit glatter, nichtklebender Oberfläche und hoher Transparenz erhalten.
Verarbeitei man die Komponenten der Formmassen für sich allein, so erhält man Folien, deren Oberflächen kleben und die eine geringe Transparenz haben.
Beispiel 2
70 Teile chloriertes Niederdruckpolyäthylen, das durch Chlorieren eines Niederdruckpolyäthylens vom Molekulargewicht 280 000 und der Dichte 0,954 in Gasphase hergestellt worden war, mit einem Chlorgehalt von 20% und einer Schmelzviskosität MJ2 von 1 werden mit 30 Teilen chloriertem Hochdruckpolyäthylen, das durch Chlorieren von Hochdruckpolyäthylen mit dem Molekulargewicht 50 000 und der Dichte 0,920 in Gasphase hergestellt worden war, mit einem Chlorgehalt von 25% und einer Schmelzviskosität MJ2 von 3 in einem Schnellmischer gemischt. Das erhaltene Gemisch gibt bei Verarbeitung auf einem Extruder (L/D = 20) einen Durchsatz von 710 Teilen pro Stunde, das chlorierte Niederdruckpolyäthylen unter gleichen Bedingungen 200 Teile und das chlorierte Hochdruckpolyäthylen 800 Teile pro Stunde. Aus den Formmassen hergestellte Folien sind gut transparent.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Formmassen, bestehend aus
    A) 10 bis 90 Gewichtsprozent chloriertem Hochdruckpolyäthylen im Molekulargewichtsbereich von 20 000 bis 180 000 und mit Dichten von 0,900 bis 0,938 g/cm3 und mit Chlorgehalten von 5 bis 50 Gewichtsprozent Chlor sowie
    B) 90 bis 10 Gewichtsprozent chloriertem Niederdruckpolyäthylen im Molekulargewichtsbereich von 300 000 bis 3 000 000 und mit Dichten von 0,930 bis 0.960 und mit Chlorgehalten von 10 bis 30 Gewichtsprozent Chlor,
    15
DE19671669718 1967-08-26 1967-08-26 Formmassen aus chlorierten Äthylenpolymerisaten Expired DE1669718C3 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19671669718 DE1669718C3 (de) 1967-08-26 1967-08-26 Formmassen aus chlorierten Äthylenpolymerisaten
FR1577786D FR1577786A (de) 1967-08-26 1968-04-26
US754467A US3551526A (en) 1967-08-26 1968-08-21 Chlorinated ethylene polymer molding materials
BE719813D BE719813A (de) 1967-08-26 1968-08-22
GB1227226D GB1227226A (de) 1967-08-26 1968-08-23

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19671669718 DE1669718C3 (de) 1967-08-26 1967-08-26 Formmassen aus chlorierten Äthylenpolymerisaten
DEB0094182 1967-08-26

Publications (3)

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DE1669718A1 DE1669718A1 (de) 1971-03-25
DE1669718B2 true DE1669718B2 (de) 1975-12-04
DE1669718C3 DE1669718C3 (de) 1976-07-15

Family

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Also Published As

Publication number Publication date
US3551526A (en) 1970-12-29
GB1227226A (de) 1971-04-07
FR1577786A (de) 1969-08-08
DE1669718A1 (de) 1971-03-25
BE719813A (de) 1969-02-24

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Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8330 Complete disclaimer