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DE1669756A1 - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus verschaeumbaren AEthylenpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus verschaeumbaren AEthylenpolymerisaten

Info

Publication number
DE1669756A1
DE1669756A1 DE19681669756 DE1669756A DE1669756A1 DE 1669756 A1 DE1669756 A1 DE 1669756A1 DE 19681669756 DE19681669756 DE 19681669756 DE 1669756 A DE1669756 A DE 1669756A DE 1669756 A1 DE1669756 A1 DE 1669756A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
particles
production
foam
polymers
ethylene polymers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681669756
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Dr Gaeth
Prof Dr Dr Trischmann Ha Georg
Fritz Dr Stastny
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to SE02227/69A priority Critical patent/SE359557B/xx
Priority to GB9152/69A priority patent/GB1248314A/en
Priority to FR6904311A priority patent/FR2002329A1/fr
Publication of DE1669756A1 publication Critical patent/DE1669756A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/22After-treatment of expandable particles; Forming foamed products
    • C08J9/228Forming foamed products
    • C08J9/232Forming foamed products by sintering expandable particles
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2323/00Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers
    • C08J2323/02Characterised by the use of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Derivatives of such polymers not modified by chemical after treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus verschäumbaren Äthylenpolymerisaten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Schaumstoff-Formkörpern, bei dem verschäumbare Äthylenpolymerisate in Formen erhitzt und versintert werden.
  • Zur Herstellung von Formkörpern mit Zellstruktur hat sich insbesondere ein Verfahren in die Technik eingefUhrt, bei dem man treibmittelhaltige Styrolpolymerisate zunächst vorschäumt und die vorgeschäumten Massen nach einer kurzen Lagerzeit innerhalb einer Form erhitzt, so daß die Teilchen ausschäumen und zu einem Formkörper versintern, der in den Abmessungen im Innenhohlraum der verwendeten Form entspricht. Nach diesem Verfahren ist es möglich, Formkörper mit komplizierter Gestalt herzustellen, wie sie z. B. als Verpackungseinlagen verwendet werden. Diese Arbeitsweise hat sich jedoch lediglich bei Styrolpolymerisaten bewahrt.
  • Diese Arbeitsweise konnte bei Verwendung anderer Kunstnboffe bisher nicht realisiert werden. Insbesondere gelang es bisher nicht, geschäumte Polyäthylen-Formkörper aus blähfähigen Einzelteilchen aus Polyäthylen aufzubauen. Dies lag in erster Linie daran, daß Polyäthylen eine sehr schmale Erweichungszone hat und daß flüssige Treibmittel von niedrigem Siedepunkt aus den Partikeln ausdiffundieren, bevor ein Schaumkörper entsteht.
  • AuBerdem ist bereits vorgeschlagen worden, Schaumstoff-Formkörper durch Erhitzen von schaumförmigen, vernetzte Anteile enthaltenden Teilchen aus Olefinpolymerisaten und Versintern unter Druck herzustellen. Dieses Verfahren hat verschiedene Nachteile. So ist es z. B. erforderlich, relativ aufwendige Apparaturen zu verwenden, um die erwärmten Partikel zusammenzupressen. Außerdem ist es schwierig, nach dem Verfahren Formkörper komplizierter Gestalt oder mit großen Dimensionen herzustellen, deren Schaumstruktur homogen ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Schaumstoff-Formkörper durch Erhitzen von treibmittelhaltigen Kunststoffteilchen in Formen besonders vorteilhaft herstellen kann, wenn man Teilchen aus Athylenpolymerisaten, die 5 bis 80 % Gelanteile und ein Treibmittel enthalten, auf Temperaturen oberhalb des Kristallitschmelzpunktes der Polymerisate und oberhalb des Zersetzungspunktes der Treibmittels erhitzt.
  • Unter Athylenpolymerisaten im Sinne der Erfindung sollen kristalline Polymerisate verstanden werden, deren Röntgenkristallinität bei 25°C über 25 % liegt. Für das Verfahren eignen sich Homopolymerisate des Äthylens bzw. Copolymerisate die mindestens 50 Gewichtsprozent Äthylen einpolymerisiert enthalten. So eignen sich Copolymerisate des Äthylens mit anderen Olefinen, wie Propylen oder n-Buten oder mit anderen äthylenisch ungesättigten Monomeren. Geeignet sind außerdem Copolymerisate des Äthylens mit 5 bis 30 Gewichtsprozent Estern der Acryl-oder Methacrylsäure oder Vinylcarbonsäureestern, ferner Copolymere, die durch Copolymerisation von Äthylen und t-Butyl-bzw.
  • Isopropylester der Acryl-oder Methacrylsäure erhalten wurden, bei die Herstellungsbedingungen der Polymerisate so gewählt v/erdei-, @erden, daß ein Teil der einpolymerisierten Acrylsäureester unter z. B. Isobutylenabspaltung zur Bildung eingebauter freier Säuregruppen fuhrt. In diesem Fall enthalten die Äthylencopolymeren 0, 1 bis 7 Molprozent, vorzugsweise 0, 2 bis 5 Molprozent, Carbonsäuregruppen in einpolymerisierter Form. Es kommen außerdem chlorierte Äthylenpolymerisate in Frage.
  • Die Kunststoffteilchen enthalten außerdem ein Treibmittel. Unter diesen haben sich insbesondere die chemischen Treibmittel bewährt. Es handelt sich dabei um flüssige oder feste Verbindungen, die sich bei höheren Temperaturen unter Bildung gasförmigrer Spaltprodukte zersetzen oder Gase abgeben. Vorteilhaft wählt man solche Treibmittel, deren Zersetzungspunkt 10 bis 150°C oberhalb des Kristallitschmelzpunktes des Athylenpolyesters liegt.
  • Als Treibmittel eignen sich insbesondere Substanzen, welche bei der Bestrahlung nicht zersetzt werden oder auch sonst keine Veränderung erfahren. Genannt seien als solche Azodicarbonamid, p-Carbomethoxy-N-nitro 8 o-N-methylbenzamid, Azoisobutyronitril§ N, N'-Dinitrosopentanmethylentetramin, N-Nitroso-N-alkylamide von aromatischen Dicarbonsäuren, trans-N, N'-Dinitroso-N, N'-dimethylhexahydroterephthalamid, N, N'-Dinitroso-N, N'-dimethylterephthalamid und N, N'-Dimethyl-N, N'-dinitrosoterephthalamid.
  • Es sind aber auch andere Treibmittel geeignet, welche die vorstehenden Bedingungen, bei Bestrahlung praktisch unzersetzt zu bleiben, erfüllen, z. B. wasserhaltige anorganische Verbindungen wie Natronwasserglaspulver mit einem Wassergehalt von 16 %. Die Treibmittel sind in den Teilchen in Mengen zwischen 2 bis 25 vorteilhaft 5 bis 15 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polymerisat, enthalten.
  • Die Teilchen enthalten 5 bis 80 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 60 Gewichtsprozent Gelanteile. Hierunter sind die in Toluol bei 90°C unlöslichen Anteile zu verstehen. Man bestimmt die Anteile durch Behandeln der Teilchen mit Toluol f ; r die Dauer von 8 Stunden bei 90°C.
  • Bei der Herstellung der blähfähigen Partikel kann man die verschiedensten Zusätze beifUgen, z. B. andere Polymerisate wie Polyisobutylen, Farbstoffe, Füllstoffe, Gleitmittel, Pigmente.
  • Flammschutzmittel, Fasern, z. B. Glasfasern, inerte Füllstoffe Blahtonpartikel und dergleichen. dite Teilchen haben einen durchschnittlichen Durchmesser, der zwischen 0, 5 bis 20, vorzugsweise zwischen 2 bis 10 mm liegt. wie können Kugel-oder Granulatform haben oder in Form von @ vorliegen. sus Erhitzen der Teilchen wird im allgemeinen in geschlossenen Formen vorgenommen. Es sollen darunter solche Formen verstanden werden, deren Wände fest verbunden sind. Die Formen sollen so geschaffen sein, daß beim Erhitzen der Teilchen die Luft oder andere gasförmige oder flüssige Bestandteile aus der Form entweichen können, nicht aber die schaumförmigen Teilchen. Man verwendet zweckmäßig Formen, deren Wände perforiert sind oder solche, in deren Wände Düsen mit kleinkalibrigen Öffnungen eingebaut sind, durch die das Heizmedium in die Form eindringen und die Luft aus der Form austreten kann.
  • Unter geschlossenen Formen sollen auch kontinuierlich arbeitende Formgebungsvorrichtungen verstanden werden, wie sie zum kontinuierlichen Herstellen von Formkörpern aus feinteiligen geschäumten Kunststoffen Verwendung finden. Solche Vorrichtungen bestehen z. B. aus vier Fließbändern, die derart zueinander angeordnet sind, daß sie einen Kanal bilden. In diesem Kanal werden die schaumförmigen Teilchen an einem Ende eingebracht, dann geschäumt und der erhaltene, chaumstoffstrang am anderen Ende des Kanals ausgetragen. Die Fließbänder können auch plattenförmig aufgeteilt als Gliederketten ausgebildet sein. Zur Herstellung breiter Bahnen sind meist nur zwei parallel verlaufende Fließbänder erforderlich, an deren Seiten feste oder beweglich angeordnete Wände derart angeordnet sind, daB das System einen Kanal bildet. In manchen Fällen können auch an der Oberseite offene Formen benutzt werden, wobei man von der offenen Seite her Heißluft zwischen die mechanisch bewegten Schaumstoffpartikel einbläst.
  • Die feinteiligen treibmittelhaltigen Polymerisate werden zum Versintern in der Form erhitzt. Die Temperatur der Teilchen soll vorzugsweise nach dem Erhitzen 10 bis 150°C über dem Kristallitschmelzpunkt und 20 bis 100°C über dem Zersetzungspunkt des Treibmittels liegen.
  • Die Form wird mit solchen Mengen der Teilchen gefüllt, daß 10 bis 80 %, vorzugsweise 20 bis 30 % des Innenvolumens ausgefüllt sind.
  • Vorteilhaft verwendet man solche Teilchen, deren Gelanteile durch Bestrahlen der Teilchen mit energiereichen Strahlen erhalten wurden.
  • So kann man z. B. Polymerteilchen, die Treibmittel enthalten, im Elektronenbeschleuniger mit Strahlen von 1 bis 70 Mrad, vorzugsweise 5 bis 50 Mrad, behandeln. Zur Bestrahlung sind auch Röntgenstrahlen oder Kobaltstrahlen verwendbar. Bei der Behandlung wird das-thylenpolymere vernetzt, so daß die Viskosität der Schmelze stark ansteigt und Gelanteile entstehen. Voraussetzung zur Ausübung des Verfahrens ist es, daß die zugesetzten Treibmittel durch-die Bestrahlung nicht verändert werden.
  • Zur Herstellung der Formkörper werden die vernetzten treibmittelhaltigen Partikel in Formen gefüllt, und auf Temperaturen erhitzt, die oberhalb der Zersetzungstemperatur des-Treibmittels ist und oberhalb des Erweichungspunktes von Polyäthylen liegen.
  • Man füllt, z. B. in nicht gasdicht schließende, aber einen Hohlraum fest umschließende Metallformen, den Hohlraum der Form nur zu einem Teil mit den Granulatteilchen auf. Die Form wird dann einer intensiven Beheizung zur Erreichung der erforderlichen Temperatur unterworfen. Dies kann auf mannigfaltige Art geschehen. Besonders vorteilhaft ist das Beheizen mit Heißluft, Heißdampf, Kontaktwärme in Pressen, Infrarotstrahlung, heißen Flüssigkeiten oder auch mit mehreren dieser Heizquellen gleichzeitig.
  • Werden die Partikel auf die Temperatur, bei welcher sich das Treibmittel zersetzt, erhitzt, blähen die Einzelteilchen auf und versintern untereinander unter Ausbildung eines schaumförmigen einheitlichen festen Formkörpers, der in den Konturen dem Hohlraum der Form entspricht. Man kann auf diese Art also Formkörper beliebiger Gestalt herstellen, z. B. Platten, Blöcke, Rohrschalen, Figuren, Rettungsringe, Schaufensterpuppen, Reklameartikel wobei die Dimensionen lediglich durch die Dimensionen des Hohlraumes der Form begrenzt sind. Die Beheizung wird möglichst kurz geha) ten, nämlich nur so lange, bis der Formkörper ausgebildet ist und dann abkuhlt. Dabei ist ein Abkühlen auf eine Temperatur von 50 bis 600C in den meisten Fällen ausreichend.
  • Bei Herstellung von Formkörpern höherer Dichte wird die Kühlzeit verlängert. Es gelingt auf diese Art, Formkörper vom Raumgewicht 0, 02 g/cm3 bis etwa 600 g/cm3 herzustellen. Das Erwärmen der Partikel in Formen kann auch bei weniger als 1 Atmosphäre Druck, als Luftunterdruck, durchgeführt werden.
  • Bei Ausbildung der Pormkörper kann man nach dem Erwärmen das Volumen des ursprünglichen Hohlraumes verkleinern oder erweitern, um gegebenenfalls das Raumgewicht der Schaumstoffe zu erhöhen oder zu erniedrigen. Ebenso ist es möglich, während der Herstellung in die Schaumstoffe bereits Gerüstsubstanzen einzuarbeiten, z. B. Drahtgeflecht, Stahleinlagen, Rohre und dergleichen.
  • Man kann die Schaumstoffe auch in Hohlräumen von hohlen Formkörpern, z. B. in Bojen, bei Verbundelementen zwischen AuBenflächen, direkt einschäumen, d. h. sie zum Ausfüllen dieser Hohlräume zu benützen. Das kann bei dem Ausschäumen von Fischereigeräten, die dauernd schwimmfähig bleiben sollen, eine Rolle spielen. Die Schaumstoffkörper können in der üblichen Weise mit zusätzlichen Beschichtungen versehen werden. Man kann sie färben, bedrucken, schneiden, bohren, verkleben, beplanken, in Gewege einnähen und dergleichen-.
  • Die Schaumstoffe sind überwiegend geschlossenzellig. Sie bestehen aus fest miteinander verschweißten Einzelpartikeln, haben eine hohe Flexibilität, sind biegsam, weich, einrollbar, nicht verrottend, chemikalienrest, lösungsmittelbeständig. Sie haben eine hohe Zugfestigkeit und Dehnung, je nach Raumgewicht eine Stauchhärte von 40 bis 100 p/cm2 bei 40 % Pressung nach DIN 53 577. Sie haben bei Raumtemperatur einen geringen Druckverformungsrest, eine hohe Stoßelastizität nach DIN 53 512 (20 bis 55), eine niedrige Wärmeleitzahl (etwa 0, 035 kcal/mh°C bei 0°C) nach DIN 52 612. Beim WeiterreiBversuch wird eine Festigkeit von 1 bis 2 kp/cm nach DIN 53 575 gemessen. Die dynamische Steifigkeit beträgt 1, 3 bis 1, 7 kg/cm. Hervorzuheben ist die sehr geringe Wasserdampfdurchlässigkeit, so daß man bei den Schaumstoffen Platten und Formkörper mit einem Wasserdampfdiffusionswiderstandsfaktor von 500 bis 3000 aufbauen kann.
  • Aufgrund der geschilderten Eigenschaften ergeben sich sehr breite Anwendungsgebiete. In erster Linie kommt die Verwendung als Isoliermaterial in Frage, das ohne Dampfsperre anwendbar ist.
  • Im Bauwesen ist die Verwendung von eingerollten Matten als Trittschalldämm-Material, von einrollbaren Dachbahnen als Flachdachbedeckung, der Einbau von Wandisolierungen, als Untertapetenisolierung, das Ausfüllen von Dehnungsfugen, die Verwendung von Sichtplatten mit hoher Schalldämmung, die Isolierung von Wasserleitungsrohren in Form von aufstülpbaren Formkörpern, die Herstellung von schalldämmenden Zwischenwänden, Fassadenelementen und dergleichen möglich.
  • Als weitere Anwendungsmöglichkeiten seien genannt : Schwimmkörper aller'Art, bei welchen die Weichheit und Biegsamkeit eine bevorzugte Anwendung anbietet, z. B. beim Binbau in Schwimmanzügen, zur Herstellung von Rettungsflößen und dergleichen. Die stoßweise Beanspruchung kann z. B. im Kraftwagenbau ausgenützt werden und zwar als Innenisolierung des Wagendaches. Hier kann die Tatsache, daß die Schaumstoffe ohne Belastung bis 100°C beansprucht werden können, ausschlaggebend sein. Weitere große Anwendungsgebiete sind das Verpackungswesen und Polsterungen bestimmter Art. Hinzu kommt die Verwendung als Isoliermaterial im Behälterbau. Da die Schaumstoffe biegsam sind, erübrigt sich die Herstellung von Profilschalen, wie dies bei harten Schaumstoffen erforderlich ist. Verwendbar sind die Schaumstoffe außerdem als Kerninnenschicht bei Herstellung von Polyester-Formkörpern, da der Schaumstoff gegen Monostyrol beständig isto Auch im StraBenunter=bau wäre eine erhebliche Anwendung möglich.
  • Die Anwendungsmöglichkeiten lassen sich noch bedeutend erweitern, wobei man auf bisher in ähnlichen Fällen anzuwendende Projekte zurUckgreifen kann.
  • Die in den Beispielen genannten Anteile sind Gewichtsprozente.
  • Beispiel 1 100 Teile Polyäthylen der Dichte 0, 918, Schmelzindex 1, 2, das einen Kristallitschmelzpunkt von 110°C hat, werden mit 15 Teilen Azodicarbonamid unter Zusatz von 10 Teilen Talkum und 5 Teilen Zinkoxyd in einem Extruder gemisobt. Der austretende Strang wird granuliert, so daß Teilchen vom Durchmesser 10 mm erhalten werden.
  • Die Granulatteilchen werden in einem 300 kV-Elektronenbeschleunigergerät so lange bestrahlt, bis die Strahlungsdosis 15 Mrad beträgt. Man erhält ein Granulat mit 48 Gewichtsprozent Gelanteil.
  • 400 1'eile des Granulats werden in eine perforierte Aluminiumform, die innen mit Teflon beschichtet und druckfest verschließbar ist und die ein Volumen von 2000 cm3 hat, eingefüllt. Die Form wird 10 Minuten in einem Heißluftumlaufofen bei 200°C gelagert. Nach demAbkuhlen wird ein zusammenhängender fester Schaumstoffkörper vom Raumgewicht 0, 2 g/cm3 entnommen.
  • Dieser Formkörper kann z. B. zur Isolierung von Behältern verwendet werden. Der Schaumstoff kann mit Hilfe einer Bandsäge in einzelne Abschnitte geteilt werden, z. B. von 1 bis 50 mm Dicke.
  • In gleicher Weise erfolgt die Herstellung der Schaumstoffe in einer entsprechend größeren Form bei einer verminderten Dosierung je Volumeneinheit, und zwar in der Weise, daß Schaumstoffe vom Raumgewicht 0, 050 bis 0, 070 g/cm3 ausgebildet werden.
  • Beispiel 2 10 000 Teile eines Copolymerisates aus 85 % Xthylen-und 15 % t-Butylacrylat, das einen Kristallitschmelzpunkt von 82°C hat, werden auf der Mischwalze mit 1000 Teilen N, N'-Dinitroso-N, N'-dimethylterephthalamid und 1000 Teilen Talkum bei 90°C gemischt.
  • Es wird ein homogenes Walzfell von 5 mm Stirke abgenommen. Das Walzfell wird in einem Elektronenbeschleunigergerät solange bestrahlt, bis die Teilchen eine Dosis von 30 Mrad aufgenommen haben. In diesem Zustand beträgt der Gelgehalt des Polymerisates 72 %. Nach dem Bestrahlen wird das Walzfell in Schneideanlagen in Granulatform übergeführt. Mit den-blähfähigen bestrahlten Granulatteilchen wird der Hohlraum einer Metallboje zu einem Viertel des Volumes gefUllt und die Boje an der Oberseite mit einem perforierten Metallabschluß versehen.
  • Die Boje wird hierauf 15 Minuten in ein Fldssigkeitbad von 180°C eingetaucht, und zwar so, daß die Fldssigkeit nicht in den Hohlraum dringen kann. Nach dieser Zeit wird die Boje 1 Stunde an der Luft bei Raumtemperatur gelagert, hierauf in ein Kaltwasserbad getaucht und darin 15 Minuten belassen. Nach dieser Behandlung ist der Hohlraum der Boje fest mit Schaumstoff ausgefüllt und ist im praktischen Gebrauch unsinkbar.

Claims (1)

  1. Patentanspruch Verfahren zur Herstellung von Schaumstoff-Formkörpern durch Erhitzen von treibmittelhaltigen Kunststoffteilchen in Formen, dadurch gekennzeichnet, daß man Teilchen aus Äthylenpolymerisaten, die 5 bis 80 % Gelanteile und ein Treibmittel enthalten, auf Temperaturen oberhalb des Kristallitschmelzpunktes der Polymerisate und oberhalb des Zersetzungspunktes der Treibmittel erhitzt.
DE19681669756 1968-02-21 1968-02-21 Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus verschaeumbaren AEthylenpolymerisaten Pending DE1669756A1 (de)

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GB9152/69A GB1248314A (en) 1968-02-21 1969-02-20 Production of moldings from expandable ethylene polymers
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