DE1669234C3 - Verfahren zur Herstellung von aufeinanderfolgenden Zeichenausschnitten aufweisenden Schablonen und/oder von aufeinanderfolgenden, schablonenartig ausgeschnittenen Zeichen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aufeinanderfolgenden Zeichenausschnitten aufweisenden Schablonen und/oder von aufeinanderfolgenden, schablonenartig ausgeschnittenen ZeichenInfo
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Description
Ks ist bereits bekannt, einzelne Buchstaben oder Zeichen durch Ausschneiden herzustellen, doch war
es bisher nicht möglich, derartige Buchstaben oder Zeichen aufeinanderfolgend zu schneiden und sie in
finer entsprechenden Reihenfolge auf einem Schicht-Kateriai zu halten, um sie dann von diesem irr gleicher
Anordnung auf die gewünschte Unterlage zu fibertragen, und es war insbesondere auch nicht möglich,
gleichzeitig eine entsprechende, aufeinanderfolgende Zeichenausschnitte aufweisende Schablone
herzustellen.
Bekannt ist bereits ein aus drei Schichten bestehendes
Prägeband (deutsche Auslegeschrift I 227 366), dessen Schichten mittels einer Matrize
und einer Patrize zeichenmäßig verformt werden. Dabei erleidet die Grundschicht eine plastische Verformung
und die aus einem dünnen Überzug besteliende Zwischenschicht wird im Bereich der plasf.ifchcn
Verformung in kleine Teilchen zerbrochen, die durch Abziehen der aus einem Abreißstreifen bestehenden
Oberschicht entfernt werden, so daß das be-•rbcitete
Band im Bereich der plastischen Verforwiting, also der Zeichen, die Farbe der Grundschicht
hat, während es im übrigen Bereich die Farbe der linzerbrochenen Zwischenschicht aufweist. Dieses
Band dient jedoch nicht zur Herstellung von aufeinanderfolgende Zeichenausschnitte aufweisenden
Schablonen und/oder aufeinanderfolgenden, schabloncnartig ausgeschnittenen Zeichen und ist zu diesem
Zweck auch nicht verwendbar, da die Zwischenschicht bei Belastung in kleine Teilchen zerbricht,
also nicht durch Schneiddruck trennbar bzw. schneidbar ist und da außerdem die Oberschicht offensichtlich
keine zu diesem Zweck ausreichende Dehnbarkeit aufweist.
Da somit bisher kein Material zur Herstellung von aufeinanderfolgende Zeichenausschnitte aufweisenden
Schablonen und/oder von aufeinanderfolgenden Schablonenartig ausgeschnittenen Zeichen bekannt
war liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur Herstellung derartiger Schablonen
bzw. Zeichen zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgeiruiß
die Verwendung einer Mehrschichtfolie mit einer auf einer Grundschicht befindlichen, durch Schneiddruck
nicht trennbare Oberschicht angeordnet ist, für ein Druckband zur Herstellung von aufeinanderfolgende
Zeichenausschnitte aufweisenden Schablonen und oder von aufeinanderfolgenden, schablonenartig ausgeschnittenen
Zeichen vorgeschlagen.
Die Erfindung betrifft außerdem die Verwendung eines Druckbandes mit einer auf einer Grundschich:
befindlichen, durch Schneiddruck trennbaren Zwischenschicht,
auf der eine dehnbare, durch der. Schneiddruck nicht trennbare Oberschicht angeordnet
ist, zur Herstellung von aufeinanderfolgende Zc; chenausschniUe aufweisenden Schablonen undode:
von aufeinanderfolgenden schablonenartig aus».. schnittenen Zeichen.
Bei Verwendung der genannten Mehrschichtfohc
bzw. des Druckbandes wird die Zwischenschicrü ohne Zerstörung der Oberschicht zerschnitten, -,,
daß in der Zwischenschicht zeichengemäße Einschnitte entstehen, und die so entstehenden Zeicher
können mittels der unzcrstörten Oberschicht von de;
Zwischenschicht getrennt werden, so daß einerseits die Zeichenausschnitte aufweisende Zwischenschichi
in Form einer Schablone auf der Grundschicht zurück bleibt und andererseits die herausgehobenen
Zeichen in gleicher Anordnung wie bei der Herstellung vorhanden sind und zrr weiteren Verarbeitung
zur Verfugung stehen.
In einer Ausgestaltung kann eine Mehrschicht-Folie bzw. ein Druckband verwendet werde», bei der
bzw. bei dem die untere Fläche der Oberschicht und der Zwischenschicht eine Klebebeschichtung aufweisen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren näher erläutert.
F i g. 1 zeigt einen Schnitt durch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer zu verwendenden Mehrschichlfolie
bzw. eines Druckbandes;
F i g. 2 zeigt einen Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel
einer Mehrschichtfolic bzw. eines Druckbandes;
Fig. 3 zeigt in perspektivischer Darstellung das Trennen der Schichten einer Mehrschichtfolie bzw.
eines Druckbandes nach dem Schneiden;
F i g. 4 zeigt einen Teilschnitt durch eine Mehrschichtfolie bzw. ein Druckband zwischen einer
Druckrolle und einer Stempelplattc;
Fig. 5 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Stempelplatte zur Bearbeitung der Mehrschichtfoüe
bzw. des Druckbandes.
Das in F i g. 1 dargestellte Druckband weist eine Oberschicht 10 aus relativ dünnem, hochflexiblem
und dehnbarem Material auf, beispielsweise eine biaxial orientierende Folie u.us Polyethylenterephthalat,
wie sie von der Firma Dupont Corporation unter dem Handelsnamen »Mylar« vertrieben wird. Es hat
sich gezeigt, daß die Oberschicht 10 bei Verwendung von Polyester Materialien eine Stärke von etwa
0.025 mm haben sollte, obwohl auch stärkere oder
schwächere Folien verwendbar sind, wenn sich diese trennte Druckband .dargestellt. Man erkennt, daß die
nur beim Aufbringen von Schneidkräften ausrei- Oberschicht 10 keine Einschnitte aufweist, sondern
chend strecken ohne zerschnitten zu werden. Zweck- nur Zeichen gemäß gedehnt bzw. gestreckt ist, wäh-
niäßigerweise ist die Oberschicht 10 transparent. rend in der Zwischenschicht 11 Ausschnitte herge-
Eine Zwischenschicht 11 kann aus einem verhält- 5 stellt sind, die den Zeicheneiementen 11 j.eiuspre-
nismäßig dicken und unbiegsamen Material bestehen, chend. Die Grundschicht 12 ist ebenfalls ungeschnit-
ctwc einer Folie aus Celluloseazetat mit einer Stärke ten, doch wäre es grundsätzlich auch möglich, diese
von 0,076 mm bis 0,12 mm. Es können auch andere Grundschicht gleichzeitig mit der Zwischenschicht zu
Materialien sowohl aus Kunststoff als auch aus Pa- durchschneiden.
pier benutzt werden, vorausgesetzt, daß sie die erfor- io Wie bereits erwähnt, wird zunächst die Ober-
derlichen Eigenschaften der geringeren Biegsamkeit schicht 10 von den noch miteinander verbundenen
und mittleren Härte haben, wie sie bei Folien aus Schichten 11 und 12 getrennt, wobei die aus der
Celluloseazetat vorhanden ist. So kann beispielsweise Zwischenschicht 11 herausgeschnittenen Zeichenele-
ein dünnes beschichtetes oder imprägniertes Papier, mente an der Oberschicht haften und somit aus der
etwa Kohlepapier als Zwischenschicht benutzt wer- 15 Zwischenschicht herausgehoben werden. Diese aus-
den. geschnittenen Zeichenelemente können dann in der
Die Grundschicht 12 besteht beispielsweise aus festgelegten Reihenfo'ge und in der festgelegten
halbhartcm, wenig biegsamem, beschichtetem Papier räumlichen Zuordnung auf eine Unterlage aufge-
von größerer Stärke als die Oberschicht 10. Ihre bracht und dort durch Klebung befestigt werden. Die
Stärke beträgt vorzugsweise etwa (i,102 mm. 20 unzerschnittene Oberschicht wird danach abgezogen
Die untere Fläche der Zwischenschicht 11 ist mit und die nuf der Unterlage befindlichen Zeichenele-
einer druckempfindlichen Klebeschicht 13 an sich mente werden freigelegt.
bekannter Art versehen, während auf der oberen Die noch mit der Grundschicht 12 verbundene
Fläche der Grundschicht 12 eine Ablösebeschichtung Zwischenschicht 11. aus der die Zeichenelemente
14 vorhanden ist, die verhindert, daß die Zwischen- 25 entfernt wurden, stellt eine aufeinanderfolgende Zei-
schicht 11 an der Grundschicht 12 zu fest haftet, so chenausschnitte aufweisende Schablone dar und
daß ein Trennen dieser Schichten möglich ist. Ablö- kann zur weiteren Verwendung von der Grund-
sebeschichtungen sind an sich bekannt und werden schicht abgezogen werden.
entsprechend der Art der verwendeten druckempfind- Somit erhält man einerseits Zeichenelemente, die
liehen Klebebeschichtung gewählt. 30 sich ohne besondere zusätzliche Hilfsmittel in der ge-
Die untere Fläche der Oberschicht 10, weist eben- wünschten Lage und im gewünschten Abstand auf,
falls eine druckempfindliche Klebebeschichtung 15 eine Fläche aufbringen lassen, und andererseits eine
auf, und auf der oberen Fläche der Zwischenschicht Zeichenausschnitte aufweisende Schablone.
11 ist eine entsprechende Ablösebeschichtung 16 Die Bearbeitung der Mehrschichtfolie bzw. des
vorhanden. Es sei darauf hingewiesen, daß die 35 Druckbandes kann beispielsweise in der in F i g. 4
Eipenschaften der Klebebeschichtungen 13 und 15 angedeuteten Art erfolgen.
und der Ablösebeschichtungen 14 und 16 so gewählt Dort ist eine, eine Anlageplatte 40 mit einer
sein sollten, daß die Schichten Kl und 11 aneinander Schneidkante 41 mit abgerundeter oberer Fläche 42
haften, wenn· die Grundschicht 1.2 von Oberschicht aufweisende Stempelplatte zwischen zwei Druckrol-
10 und Zwischenschicht 11 getrennt wird, und daß 40 len 50 und 51 geführt worden, und die Mehrschicht-
die Zwischenschicht 11 bzw. die aus ihr herausge- folie bzw. das Druckband gemäß Fig. 1 liegt auf der
schnittencn Zeichenelemente nachfolgend während Druckrolle 50 auf.
der Trennung der Schienten 10 und 11 an einer Die Schneidkante 41 wird durch einen Draht 43
Fläche haften, die nicht mit einer Ablösebeschich- gebildet, der mittels einer dünnen Metallfolie 44 in
tung versehen ist. Das bedeutet also, daß die Klebe- 45 zeichengemäßer Form auf der Vorderfläche der An-
beschichtung der Zwischenschicht eine größere Haf- lagcplatte 40 gehalten wird.
tung als die Klebebeschichtung für die Oberschicht Wird die Anlageplattc zusammen mit dem Druck-
eufweisen soll. band in der angedeuteten Weise zwischen den
in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 weist Druckrollen 50 und 51 hindurchbewegt, so übt die
das Druckband eine Oberschicht 20, eine Zwischen- 5·/ Schneidkante 41 auf die Oberschicht 10 eine
tchicht 21 und eine Grundschicht 22 auf, die im Schneidkraft aus und dehnt und drückt diese, ohne
Wesentlichen den Schichten 10, 11 und 12 aus Fig. 1 sie zu zerschneiden, durch die Zwischenschicht 11
entsprechen, jedoch sind keine klebenden oder tren- hindurch, die dadurch getrennt wird,
ienden Beschichtungen vorhanden. Dieses Druck- Bei den in Fig. 4 gewählten Abmessungen wird
land wird zweckmäßigerweise dann benutzt, wenn 55 die Grundschicht 12 nicht zerschnitten, doch sei dar-
tine Abziehschablone mit aus der Zwischenschicht auf hingewiesen, daß durch selektive Vergrößerung
21 herausgeschnittenen Zeichen hergestellt werden der Höhe der Fläche 42 errreicht werden kann, daß
soll. Wenn die Zwischenschicht aus Kohlepapier o. ä. diese auch in die Grundschicht 12 eindringt und sie
besteht, kann außerdem gleichzeitig mit dem Herstel- zerschneidet.
len einer Abziehschablone aus der Zwischenschicht 60 Die in F i g. 5 dargestellte Stempelplatte besteht
21 auf die obere Fläche der Grundschicht 22 ge- einfach aus einer Anlageplatte mit einem die
druckt werden. Selbstverständlich können die Ab- Schneidkante bildenden, durch Widerstandsschweiziehschablone
rnd/oder die ausgeschnittenen Zei- ßung befestigten Draht 61. Bei dieser Stcmpelplatte
chenelemente auf eine mit Klebebeschichtung verse- fehlt also die abdeckende Folie 44 aus F ig.4, so daß
hene Oberfläche aufgebracht werden, um eine ge- 65 diese StempeiplUte zwar einerseits einfacher herzuwünschte
Musterung oder einen gewünschten Schrift- stellen ist, aber andererseits dadurch zu Schwierigoder
Zeichenzug zu erhalten. keilen führen kann, daß die Schneidkante während
In F i g. 3 ist das geschnittene und teilweise aufge- des Schneidens mit dem Druckband verhakt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verwendung einer Mehrschichtfolie mit einer auf einer Grundschicht befindlichen, durch
Schneiddruck trennbaren Zwischenschicht, auf der eine dehnbare, durch den Schneiddruck nicht
trennbare Oberschicht angeordnet ist, für ein Druckband zur Herstellung von aufeinanderfolgende
Zeichenausschnitte aufweisenden Schablonen und/oder von aufeinanderfolgenden, schablonenartig
ausgeschnittenen Zeichen.
2. Verwendung einer Mehrschichtfolie nach Anspruch 1, bei der die unteren Flächen der
Oberschicht und der Zwischenschicht eine Klebebeschichtung aufweisen.
3. Verwendung eines Druckbandes mit einer auf einer Grundschicht befindlichen, durch
Schneiddruck trennbaren Zwischenschicht, auf der eine dehnbare, durch den Schneiddruck nicht
trennbare Oberschicht angeordnet ist, zur Herstellung von aufeinanderfolgende Zeichenausschnitte
aufweisenden Schablonen und/oder von aufeinanderfolgenden, schablonenartig ausgeschnittenen
Zeichen.
4. Verwendung eines Druckbandes nach Anspruch 3, bei dem die unteren Flächen der Oberschicht
jnd der Zwischenschicht eine Klebebeschichtung aufweisen.
30
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