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DE1669142B2 - Formaldehydbindende anstrichmittel auf basis waessriger kunstharzdispersionen - Google Patents

Formaldehydbindende anstrichmittel auf basis waessriger kunstharzdispersionen

Info

Publication number
DE1669142B2
DE1669142B2 DE19661669142 DE1669142A DE1669142B2 DE 1669142 B2 DE1669142 B2 DE 1669142B2 DE 19661669142 DE19661669142 DE 19661669142 DE 1669142 A DE1669142 A DE 1669142A DE 1669142 B2 DE1669142 B2 DE 1669142B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formaldehyde
urea
binding
hydrazine
paints
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19661669142
Other languages
English (en)
Other versions
DE1669142A1 (de
Inventor
Maximilian von Dipl Ing 3340 Wolfenbuttel Mildenstem
Original Assignee
Teleplast GmbH & Co KG, 3340 Wolfen buttel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Teleplast GmbH & Co KG, 3340 Wolfen buttel filed Critical Teleplast GmbH & Co KG, 3340 Wolfen buttel
Publication of DE1669142A1 publication Critical patent/DE1669142A1/de
Publication of DE1669142B2 publication Critical patent/DE1669142B2/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L97/00Compositions of lignin-containing materials
    • C08L97/02Lignocellulosic material, e.g. wood, straw or bagasse

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

30 bis 40 Gewichtsteile Kunstharzdispersion
(50- bis 55%ig)
5 Gewichtsteile Harnstoff, pulverisiert
1 Gewichtsteil Netzmittel und Stabilisatoren
Lo 48 bis 44 Gewichtsteile Pigmente und Füllstoffe
16 bis 10 Gewichtsteile Wasser
100 Gewichtsteile formaldehydbindende Farbe
Bemerkung: Als Kunstharzdispersionen kommen
handelsübliche Produkte auf Basis von Acrylharz-, Polyvinylacetat-, Polyvinylpropionat usw. in Frage, d. h., der chemische Aufbau des Bindemittels ist nicht von ausschlaggebender Bedeutung für die Wirkung des Anstrichmittels. Da Harn-
stoff sowohl im alkalischen als auch im sauren Bereich mit Formaldehyd reagiert, können ammoniakalisch oder schwach sauer eingestellte Kunstharzdispersionen verwendet werden. Den ammoniakalischen ist aber schon deshalb der Vorzug
zu geben, weil der gasförmige Ammoniak ebenfalls mit Formaldehyd reagiert und so die Wirkung des Harnstoffs verstärkt. Ebenso ist es möglich, weitere formaldehydreaktive Chemikalien wie Hydrazinhydrat, Kasein, Dicyandi-
amid usw. solchen Farben zuzusetzen (s. auch deutsche Patentschrift 1 188 750).
Zur Feststellung der formaldehydbindenden Wirkung wurden folgende Versuche durchgeführt:
Spanplattenstücke in den Abmessungen 150 · 250 · 19 mm wurden mit dem vorher beschriebenen Anstrichmittel allseitig gestrichen und 24 Stunden bei Raumtemperatur gelagert.
Diese Stücke und ungestrichene Plattenabschnitte derselben Größe wurden in je einen Behälter aus verzinntem Blech mit etwa 7,51 Inhalt hineingestellt und 10 ecm destilliertes Wasser hinzugegeben. Dann wurden die Gefäße dicht verschlossen. Sie wurden anschließend in einen Trockenschrank bei +500C 90 Minuten lang erwärmt und nach dem Herausnehmen etwa auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann wurde mittels eines Gasspürgerätes mit dazugehörigen Formaldehyd-Prüfröhrchen mit Hilfe eines durch den Behälterdeckel eingeführten Gummischlauches der Formaldehydgehalt der in den Behältern befindlichen Luft gemessen. Er lag bei den ungestrichenen Platten bei etwa 20 mg/m3, während bei den gestrichenen keine deutliche Formaldehydreaktion mehr festzustellen war, so daß man höchstens von Spuren sprechen konnte.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Kunstharzdispersionsanstrichmitteln mit einem Zusatz von Harnstoff zur Herstellung formaldehydbindender Überzüge auf Holzspanplatten.
    Es ist bekannt, daß Holzspanplatten, Flachsschäbenplatten und ähnliche Werkstoffe, die als Bindemittel Harnstoff-Formaldehydharzleim enthalten, oft über längere Zeit hinweg Formaldehydgas abspalten, besonders bei Einwirkung von Wärme und Feuchtigkeit. Bei Verwendung solcher Platten als Innenwände in Bauten im rohen, mit Dispersionsfarben gestrichenen oder tapezierten Zustand können unter ungünstigen Umständen erhebliche Belästigungen der Bewohner entstehen, die den Aufenthalt in solchen Räumen sogar unerträglich machen können.
    Es sind daher formaldehyd bindende Anstrichmittel entwickelt worden, die austretendes Formaldehydgas neutralisieren und so die Räume wieder bewohnbar machen. In der deutschen Patentschrift 1 188 750 werden derartige Anstrichstoffe beschrieben, welche als formaldehydbindende Zusätze Kombinationen von Ammoniak, Milchsäurekasein und Hydrazinhydrat enthalten.
    Es wurde nun gefunden, daß an Stelle der in der zitierten Patentschrift aufgeführten formaldehydbindenden Substanzen auch Harnstoff als Zusatzmittel zu den handelsüblichen Dispersionsfarben die Fähigkeit hat, aus Spanplatten austretendes Formaldehydgas unschädlich zu machen bzw. den Formaldehydgehalt der Raumluft unter ein den Menschen belästigendes Maß herabzusetzen. Gegenüber der im Patent 1 188 750 angegebenen Zusammensetzung der formaldehydbindenden Farbe hat die erfindungsgemäße den Vorteil, daß ohne Verwendung von Hydrazin eine ähnlich gute neutralisierende Wirkung erzielt wird. Hydrazin hat nämlich gewisse Nachteile, die dem Harnstoff nicht anhaften. Hydrazin ist im Gegensatz zu Harnstoff relativ leicht flüchtig. In manchen Fällen, wenn bereits verbaute Holzspanplatten in Wohn- und Büroräumen nachträglich mit der formaldehydbindenden Farbe behandelt werden sollen, gelangt Hydrazin also in die Raumluft, und seine Anwesenheit in der Raumluft kann die Entfernung empfindlicherGegenstände notwendig machen, abgesehen davon, daß sein Geruch störend ist. Dies fällt bei Anwendung einer Farbe mit Harnstoff weg, da Harnstoff eine feste Substanz ist, die weder so leicht verflüchtigt, noch einen besonderen Eigengeruch besitzt.
    Ein erfindungsgemäß verwendbares Anstrichmittel kann folgende Zusammensetzung haben:
DE19661669142 1966-12-30 1966-12-30 Formaldehydbindende anstrichmittel auf basis waessriger kunstharzdispersionen Ceased DE1669142B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0051113 1966-12-30

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1669142A1 DE1669142A1 (de) 1971-05-27
DE1669142B2 true DE1669142B2 (de) 1973-06-14

Family

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2740207B1 (de) * 1977-09-07 1978-11-09 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Holzwerkstoffen mit verminderter nachtraeglicher Formaldehydabspaltung
DE2829021C2 (de) * 1978-07-01 1980-08-28 Fraunhofer-Gesellschaft Zur Foerderung Der Angewandten Forschung E.V., 8000 Muenchen Verfahren zur Verminderung der Formaldehydabgabe von Spanplatten
WO1996000760A1 (en) 1994-06-28 1996-01-11 Tri-Point Medical Corporation pH-MODIFIED BIOCOMPATIBLE MONOMER AND POLYMER COMPOSITIONS

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Publication number Publication date
DE1669142A1 (de) 1971-05-27

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