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DE1667184A1 - Austauschboden fuer Stoffaustauschkolonnen - Google Patents

Austauschboden fuer Stoffaustauschkolonnen

Info

Publication number
DE1667184A1
DE1667184A1 DE19671667184 DE1667184A DE1667184A1 DE 1667184 A1 DE1667184 A1 DE 1667184A1 DE 19671667184 DE19671667184 DE 19671667184 DE 1667184 A DE1667184 A DE 1667184A DE 1667184 A1 DE1667184 A1 DE 1667184A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nozzles
frictional resistance
floor
liquid
arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671667184
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr-Phys Zeibig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Messer Griesheim GmbH
Original Assignee
Messer Griesheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Messer Griesheim GmbH filed Critical Messer Griesheim GmbH
Publication of DE1667184A1 publication Critical patent/DE1667184A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/22Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal sieve plates or grids; Construction of sieve plates or grids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Air Transport Of Granular Materials (AREA)

Description

  • Austauschboden für Stoffaustauschkolonnen Die Erfindung betrifft einen Austauschboden, vorzugsweise Siebboden, für Stoffaustauschkolonnen, bei dem eine gleich-. mäßige Flüssigkeitshohe auf dem Boden durch eine spezielle Anordnung von Dusen erzielt wird.
  • Infolge der Bodenreibung bildet die über einen Austauschboden fließende Flüssigkeit einen Flüssigkeitsgradienten aus, d. h. die Flüssigkeitshöhe ist in der Nähe der Zuflußstelle am größten und nimmt dann bis hin zur Abflußstelle immer mehr ab. Dieser Unterschied in der Flüssigkeitshöhe wird um so größer, je größer der Bodendurchmesser wird.
  • Je nach Höhe der Flüsslgkeit ändert sich die durch den Austauschboden tretende Gasmenge. In Extremfällen kann der Gasstrom sogar völllg unterbrochen werden. In allen Fällen verschlechtert sich der Bodenwirkungsgrad wegen der ungleichmäßigen Gasverteilung.
  • Es ist bekannt, den Flüssigkeitsgradienten dadurch abzubauen, daß man auf dem Austauschboden flache Dusen anbringt, durch die ein Teil der Gasphase in Stromungsrichtung der Flüssigkeit ausströmt. Die Anordnung der Dusen nach Zahl und Verteilung erfolgte bisher im wesentlichen willkürlich. Im allgemeinen war die Anordnung immer gleichmäßig. Dadurch wird eine große Anzahl von Düaen benötigt.
  • Der Flüssigkcitsgradient wird dabei ungleichmäßig abgebaut, und der Bodenwirkungsgrad wird nicht so stark verbessert, wie es bei optimaler Beseitigung des Flüssigkeitsgradienten möglich wäre.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die benötigte Anzahl von Düsen wesentlich zu verringern und den Flüssigkeitsgradienten nit einer optimale Zahl und Anordnung von Düsen autzuheben.
  • Nach der Erfindung werden die Dusen an Boden so angebracht, daß Zahl und Anordnung der Dusen durch den Reibungswiderstand des Bodens bestimmt sind, und zwar derart, daß der durch die Düsen auf die Fldssigkeit iibertragene Impuls pro Zeiteinheit gleich den Reibungswiderstand des Bodens ist und die Anordnung der Dusen in Mittel der GröBe des brtlichen Reibungswiderstandes des Bodens entspricht.
  • Der Erfindungsgedanke und die daraus resultierende Berechnungsmethode wird im folgenden geschildert. Einzelheiten der Berechnung sind folgenden Literaturstellen zu entnehmen : Schlichting, H.-Grenzschicht-Theorie, 5. Auflage (1965), Verlag Braun, Karlsrube Schlichting, H.-Luftfahrtforschung, Bd 19 (1942), S. 179-181 und S. 293-301 Kaufmann, W.-Techn. Hydro-und Aeromechanik, 3. Auflage (1963), Springer-Verlag Fig. 1 bis 5 sind Funktionen und Skizzen zur Berechnung, die im einzelnen später erklärt werden.
  • Fig. 6 zeigt als Beispiel einen Ausschnitt aus einem Siebboden mit flachen Dusen.
  • Die Bewegung e lner re lbungsbehafteten Ströwung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Bewegungsenergie für den Strömungsvorgang verloren geht. Diese Tatsache führt bei der Bewegung elner Fliissigkeit auf einem Austauschboden zur Ausbildung eines Flüssigkeitsgradienten in Strömungsrichtung zwlschen zou-uns Ablauf. Dieser Gradient läf3t sich aus dem Impulssatz für die Flüssigkeit berechnen, wenn der Widerstand auf dem Boden bekannt ist. Letzterer ergibt sich aus-der Anwendung der Grenzschichttheorie der ebenen Platte auf Austauschboden. Auf einer Platte, über die sich in der poitiven x-Richtung eine Flüssigkeit mit der Geschwindigkeit U bewegt, bildet sich in unmittelbarer Niche der Platte eine durch Reibung bedingte Grenzschicht aus, in der die Geschwindigkeit auf den Wert Null abfällt (Fig. 1).
  • Die Grenzschichtdicke J, die Schubspannung 7 an der Platte und der daraus resultierende Reibungswiderstand W sind Losungen der Grenzschichtgleichungen fUr dieses Problem. Ihre Gültigkeit ist durch zahlreiche theoretische und experimentelle Untersuchungen bestätigt worden. Auch über den Einfluß der Plattenrauhigkeit liegen experimentell Ergebnisse vor. Das Ausblasen eines Gases aus der Wand in die Grenzschicht ist theoretisch behandelt worden, wobei sich ergab, daB auch bei Ausblasen die Grenzschicht erhalten bleibt. Berücksichtigt man das Ausblasen und die Rauhigkeit nicht, so erhält man folgende Beziehungen für die Wandschubspannung #o und den Reibungswiderstand W : #o=cfl (x) #/2 U2 W = cf 9/2 U2 b 1 mit den Widerstandsbeiwerten 1 cf =0,0592(Re) und 0,455 cf = (log Re)2,58 Darin sind b und l Breite und Länge einer rechteckigen Platte, # die Dichte der Flüssigkeit und Re die mit der Plattenlange bzw. der x-Koordinate gebildete Reynolds-Zahl, 1. Die Gleichungen zeigen, daß der Reibungswiderstand W der Platte nicht quadratisch mit der Geschwindigkeit U anwachst. Der ortliche Widerstand d A W = #o (x) # b # #x ist nicht konstant, sondern hängt stark von x ab.
  • Fig. 2 zeigt die Abhangigkeit des Widerstandbeiwertec cf von der Reynolds-Zahl mit der Plattenlänge 1 gebildet, die Fig. 3 und 4 die Abhangigkeit von cfl bzw. #o von der x-Koordinate. Es handelt sich dabei um Werte eines Versuchsbodens, der mit Wasser und Luft betrieben wurde.
  • Strömungsgeschwindigkeit U = 0, 4 m/s.
  • Um den Flüssigkeitsgradienten zu beseitigen, muß der Rebungswiderstand W durch einen zeitlichen Impuls in Strömungsrichtung kompensiert werden. Dies erfolgt, wie aus (4) bekannt, durch Anordnung von flachen Düsen auf dem Boden, deren bydraulischer Durchmesser zweckmäßig dem der anderen Gasdurchtrittsöffnungen entspricht, um gleiche Druckverluste zu erhalten. Ein Zusammenhang zwischen der erforderlichen Anzahl von Düsen und der Grole des Reibungswiderstandes W ist bisher nicht bekannt. Aus der obigen Uberlegung folgt jedoch, daß z. J = W sein muß. Darin ist z die Anzahl der Düsen und J = #L # QL # wL der zeitliche, aus einer Düse austretende Impuls, mit #L = Dichte, QL = Volumen pro Zeiteinheit und Wj = Geschwindigkeit in der Düse. Aus dieser Gleichung läßt sich die erforderliche Düsenzahl ermitteln, wenn die Bodenabnessungen und die notigen Stoffwerte der gasformigen und flüssigen Phase bekannt sind.
  • Da der Reibungswiderstand ortsabhängig ist, genügt es jedoch nichet, wenn die DUsen gleichmäßig liber, den Boden verteilt sind, wie etwa im britischen Patent Nr. 1 013 547 vermerkt. Die Düsenanordnung zuß an jeder Stelle der Grouse des ortlichen Reibungswiderstandes #W entsprechen, um den FlUssigkeitsgradienten mit einer optimalen Zahl von DWsen aufheben zu können. Aus den Beziehungen #W = #o # b # #x = cfl (x) # #/2 # U2 # b # #x und #W Z = #L # QL # wL wird daher fUr jeden einzelnen Streifen von der Linge ß x des Bodens die erforderliche Düsenzahl errechnet. Fig. 5 zeigt als Beispiel die Dusenverteilung auf einem Versuchs-Siebboden der Breite b = 30 cm, der Lange 1 = 130 cm und mit Lochdurchmessern d = 2 mm, welche im Mittel der Große des örtlichen Reibungswiderstandes entspricht.
  • Fig. 6 zeigt einen Ausechnitt aus einem Siebboden mit flachen Düsen mit gemäß der Erfindung in Stromungarichtung abnehmender Düsenzahl.
  • Es ist selbstverständlich nicht zwingend n8tig, den hydraulischen Durchmesser der Düsen gleich des hydraulischen Durchmesser der anderen Gasdruchtrittsörrnungen zu machen.
  • Der durch die Düsen pro Flacheneinheit auf die lgkeit übertragene Impuls pro Zeiteinheit kann sowohl durch die Düsenzahl pro Flächeneinheit als auch durch die Düsengröße, die Düsenform und den Einströmwinkel werändert werden.
  • Der wesentliche Vorteil das Austauschbodens gemäß. der Erfindung besteht darin, daß gegenüber den bisher bekannten Bdden Anzahl und Anordnung der Düsen entsprechend dem gefundenen Zusammenhang zwischen Düsenzahl und Reibungswiderstand berechenber ist. Es gelingt damit, den FlUssigkeitsgradienten sit einer optimales Zahl und Anordnung von DUsep aufzuheben und den Bodenwirkungsgrad zu erhöhen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche 1) Austauschboden, vorzugsweise Siebboden, mit am Boden wesentlich in Strömungsrichtung angebrachten Düsen, dadurch gekennzeichnet, daß Zahl und Anordnung der Düsen durch den Reibungswiderstand des Bodens bestimmt sind, und swar derart, daß der durch die DUsen auf die Flüssigkeit übertragene Impuls pro Zeiteinheit gleich dem Reibungswiderstand des Bodens ist und die Anordnung der Bösen in Mittel der Größe des ortlichen Reibungswiderstandes des Bodens entspricht.
  2. 2) Siebboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Druchmesser der Düsen gleich dem der Seiblöcher im Boden ist.
DE19671667184 1967-07-15 1967-07-15 Austauschboden fuer Stoffaustauschkolonnen Pending DE1667184A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM0074772 1967-07-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1667184A1 true DE1667184A1 (de) 1971-06-03

Family

ID=7315887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19671667184 Pending DE1667184A1 (de) 1967-07-15 1967-07-15 Austauschboden fuer Stoffaustauschkolonnen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1667184A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0001448A1 (de) * 1977-10-05 1979-04-18 Union Carbide Corporation Siebboden für Dampf-Flüssigkeit-Kontakt

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0001448A1 (de) * 1977-10-05 1979-04-18 Union Carbide Corporation Siebboden für Dampf-Flüssigkeit-Kontakt

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