DE1665830B2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen bandförmigen, aus Supraleitermaterial und elektrisch normalleitendem
Metall bestehenden Leiter.
Für den Bau von Supraleitungsspulen, insbesondere von supraleitenden Großmagnetsn, haben sich
sogenannte stabilisierte Leiter, die air supraleitenden
und bei der Betriebstemperatur der bp'.ilen gut elektrisch
leitenden, normalleitenden Metallen zusammengesetzt sind, als vorteilhaft erwiesen. Um eine
gute elektrische Stabilität der Spulen zu erreichen, sollen dabei Querschnitt und elektrische Tieftemperaturleitfähigkeit
des normalleitenden Metalls so bemessen werden, daß der zusammengesetzte Leiter bei
guter Kühlung in der Spule keine wesentliche Stromdegradation aufweist und daß beim Übergang des Supraleiters
in den kritischen Zustand durch Überschreiten des kritischen Stromes der den Supraleiter
durchfließende Strom ganz oder teilweise von dem normalleitenden Metall übernommen werden kann,
so daß der Übergang des Supraleiters vom supraleitenden in den normalleitenden Zustand kontinuierlich
und reversibel erfolgt und durch eine geringfügige Verkleinerung des Stromes der supraleitende
Zustand wieder hergestellt werden kann. Es ist bereits ein bandförmiger, aus Supraleitermaterial und
elektrisch normalleitendem Metall bestehender Leiter bekannt, bei dem mehrere parallel zueinander verlaufende
Niob-Zirkon-Drähte in ein breites Kupferband eingelagert sind. Dieser bekannte Leiter besitzt
jedoch den Nachteil, daß man bei der Herstellung der Wicklung einer Supraleitungsspule an die bei der
Herstellung des bandförmigen Leiters gewählten Leiterabmessungen gebunden ist und insbesondere
die einmal gewählte Anzahl der in den bandförmigen Leiter eingelagerten Supraleiter innerhalb der Spulenwicklung
beibehalten muß und diese Zahl nicht zur Anpassung an den örtlichen Verlauf des Magnetfeldes
innerhalb der Spulenwicklung variieren kann.
Die Erfindung gibt einen bandförmigen, aus Supraleitermateria! und gut elektrisch normalleitendem
Metall bestehenden Leiter an, bei dem diese Nachteile vermieden sind.
Erfindungsgemäß ist der bandförmige Leiter aus mehreren nebeneinanderliegenden, durch ein Verbindungselement
verklammerten, elektrisch gut leitend miteinander verbundenen Einzelleitern aus elektrisch
normalleitendem Metall aufgebaut, von denen wenigstens
einer einen oder mehrere eingelagerte Supraleiter enthält.
Durch diesen Leiteraufbau ist die Möglichkeit gegeben, aus vorgefertigten Grundelementen bandförmige
Leiter unterschiedlicher Abmessungen zusammenzusetzen und Wicklungen für Supraleitungsspulen
mit verschiedenartigen Abmessungen aus gleichen Grundelementen aufzubauen. Ferner kann innerhalb
des bandförmigen Leiters die Anzahl der eingelagerte Supraleiter enthaltenden Einzelleiter variiert
werden, indem solche Einzelleiter gegen Einzelleiter ausgetauscht werden, die keine Supraleiter enthalten.
Auf Grund dieser Austauschmöglichkeit kann die Zusammensetzung des Leiters dem örtlichen Magnetfeldverlauf
innerhalb einer aus dem Leiter hergestellten Spulenwicklung in einfacher Weise angepaßt
werden.
Um bereits eine gute elektrische Stabilisierung der Supraleiter enthaltenden Finzelleiter zu erreichen,
werden diese vorzugsweise derart aufgebaut, daß der Querschnitt des normalleitenden Metalls größer ist
als der Querschnitt des Supraleitermaterials. Um das mit einem eventuellen Bruch eines Supraleiters verbundene
Risiko einzuschränken, kann es vorteilhaft sein, Einzelleiter vorzusehen, die wenigstens zwei
parallel zueinander verlaufende Supraleiter enthalten.
Der bandförmige Leiter gemäß der Erfindung kann in verschiedener Weise ausgestaltet sein.
Bei einer Ausführungsform ist als Verbindungselement ein Metallband mit Längsrilien vorgesehen,
während die dem Verbindungselement zugekehrte Seite der Einzelleiter ein in diese Rillen passendes
Rillenprofil aufweist. Bei dieser Ausführungsform ist der Querschnitt des elektrisch normalleitenden Materials
im Verhältnis zu dem des Supraleitermaterials verhältnismäßig groß.
Für Anwendungen, bei denen ein geringerer Querschnitt des elektrisch normalleitenden Metalls erwünscht
ist, eignet sich vorzugsweise eine andere Ausfühiungsform des erfindungsgemäßen bandförmigen
Leiters, bei der die Einzelleiter aus Bändern mit Bördelrändern bestehen, die gegebenenfalls die Supraleiter
umschließen, und das Verbindungselement ein zwischen diese Bördelränder eingreifendes Profil
besitzt. Das Verbindungselement kann dabei aus mehreren nebeneinanderliegenden Bändern mit Bördelrändern
bestehen, die zwischen die Bördelränder der Einzelleiter eingreifen. Ferner kann als Verbindungselement
auch ein Band mit Rippen vorgesehen sein, die zwischen die Bördelränder der Einzelleiter
eingreifen.
Bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
bandförmigen Leiters besitzen die Einzelleiter eine ebene Oberfläche, während als Verbindungselement
ein Band mit Rippen vorgesehen ist, deren Abstand der Breite der Einzelleiter entspricht.
Als elektrisch normalleitendes Metall für die bandförmigen Einzelleiter eignen sich insbesondere
die Metalle Kupfer und Aluminium, die insbesondere in hochreiner Form bei tiefen Temperaturen eine
hohe elektrische Leitfähigkeit und gute Wärmeleitfäs higkeit besitzen. Als Supraleiter eignen sich Drähte
und Bänder aus Hochfeldsupraleitermaterial, insbesondere aus Niob-Zirkon, Niob-Titan oder mit
Schichten aus Niob-Zinn (Nb3Sn).
Das Verbindungselement des bandförmigen Lei-ίο ters kann ebenfalls aus einem gut elektrisch normalleitenden Metall, wie Kupfer oder Aluminium, bestehen.
Es dient dann gleichzeitig zur elektrisch leitenden Verbindung der Einzelleiter. Zur Erhöhung der
mechanischen Festigkeit des bandförmigen Leiters
kann das Verbindungselement auch aus gut elektrisch normalleitendem Metall und mechanisch hochfestem Material zusammengesetzt sein. Beispielsweise
können in ein aus Kupfer bestehendes Band Stahldrähte oder Glasfasern eingelagert oder auf ein
Kupferband Rippen aus Stahroändern aufgeschweißt sein. Zur Erzielung einer besonders hohen mechanischen
Festigkeit kann das Verbindungselement auch vollständig aus mechanisch hochfestem Material, beispielsweise
aus Stahl, bestehen. Bei bandförmigen Leitern, deren Verbindungselemente aus elektrisch
normalleitendem und mechanisch hochfestem Material zusammengesetzt sind oder ganz aus mechanisch
hochfestem Material bestehen, kann es ferner vorteilhaft sein, zwischen die Einzelleiter und das Verbindungselement
eine gut elektrisch normalleitende Folie einzulegen. Durch diese Folie wird eine gute elektrisch
leitende Verbindung zwischen den nebeneinanderliegenden Einzelleitern gesichert.
Der erfindungsgemäße bandförmige Leiter kann
vor dem WickeTn einer Supraleitungsspule aus den einzelnen Elementen zusammengesetzt werden. Gegebenenfalls
können die einzelnen Elemente dabei mittels eines niedrig schmelzenden Metalls, beispielsweise
mittels Indium, verlötet werden. Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, den bandförmigen Leiter
erst unmittelbar bei der Herstellung der Spulenwicklung zusammenzusetzen. Dabei werden die Einzelleiter
nebeneinandergelegt und das Verbindungselement auf diese aufgewickelt. Durch den Wickeldruck
wird dann der bandförmige Leiter fest zusammengehalten.
Der bandförmige Leiter gemäß der Erfindung ist insbesondere für Supraleitungsspulen mit scheibenförmigen
Wicklungen geeignet. Die Spulemvicklung kann dabei vorteilhaft derart ausgebildet sein, daß
d;e Anzahl der eingelagerte Supraleiter enthaltenden Einzelleiter im bandförmigen Leiter zur Spulenachse
hin zunimmt und die Anzahl c'er keine Supraleiter enthaltenden Einzelleiter in gleichem Maße abnimmt.
Dadurch wird erreicht, daß bei gleichmäßiger Breite des jandförmigen Leiters in dem Teil der
Spule, der stärkeren Magnetfeldern ausgesetzt ist, mehr Supraleitermaterial für den Stromtransport zur
Verfugung steht als in dem einem schwächeren Magnetfeld ausgesetzten achsenfernen Teil der Spulenwicklung,
wo wegen der höheren Strombelastbarkeit der Supraleiter weniger Supraleitermaterial erforderlich
ist. Gegenüber Spulen mit bandförmigen Leitern, deren Zusammensetzung nicht variabel ist. können
bei dieser Bauart erheblich Mengen von Supraleitermaterial eingespart werden.
Besondere zusätzliche Vorteile bietet der erfindungsgemäße Leiter bei Supraleitungsspulen, deren
Wicklung aus mehreren scheibenförmigen Teilwicklungen besteht und in Form einer gestürzten Wicklung
ausgeführt ist. An der Übergangsstelle zwischen zwei scheibenförmigen Teilwicklungen wird bei dieser
Bauart als Verbindungselement für den bandförmigen Leiter vorzugsweise ein vorgef'ormtcs Bauteil
vorgesehen. Während der Montage der Spule können dann die Einzelleiter des bandförmigen Leiters gegenüber
dem vorgeformten Verbindungselement gleitend verschoben werden. Dadurch wird die Montage
der Spule äußerst vereinfacht. Ferner werden unnötige mechanische Beanspruchungen der Supraleiter
beim Aufbau der Spulenwicklung vermieden.
An Hand einiger Figuren und Beispiele soll die Erfindung noch näher erläutert werden:
Fig. 1 bis 9 zeigen schematisch im Querschnitt verschiedene beispielhafte Ausführungsformen des
bandförmigen Leiters gemäß der Erfindung;
Fig. IO zeigt schematisch im Schnitt eine Supraleitungsspule
mit einer scheibenförmigen Wicklung aus dem bandförmigen Leiter gemäß der Erfindung;
Fig. 11 zeigt schematisch einen Teil einer Supraleitungsspule
mit zwei scheibenförmigen Teilwicklungen aus dem bandförmigen Leiter gemäß der Erfindung.
In Fig. 1 a ist ein bandförmiger Leiter dargestellt,
der aus mehreren elektrisch normalleitenden, beispielsweise aus Kupfer bestehenden bandförmigen
Einzelleitern I zusammengesetzt ist. in welche die Supraleiter! eingelagert sind. Als Supraleiter können
beispielsweise Niob-Zirkon-Drähte verwendet werden, die etwa durch Einwalzen in den bandförmigen Einzelleiter
I eingelagert werden können. Als Verbindungselement ist ein elektrisch normalleitendes, beispielsweise
ebenfalls aus Kupfer bestehendes Band 3 vorgesehen, in das Längsrillen 4 eingeprägt sind. Die
dem Bund 3 zugewandte Seite der bandförmigen Einzelleiter 1 besitzt ebenfalls ein Rillenprofil, das in die
Längsrillen 4 eingreift. Wenn die Anzahl der Supraleiter enthaltenden Einzelleiter innerhalb des bandförmigen
Leiters verändert werden, die Breite des bandförmigen Leiters jedoch konstant gehalten werden
soll, erhält man den in Fig. Ib dargestellten
Bandquerschnitt. In dieser Figur ist einer der eingelagerte Supraleiter enthaltenden Einzelleiter ί durch
einen bandförmigen Einzelleiter 5 ersetzt, der keine Supraleiter enthält, sondern vollständig aus elektrisch
normalleitendem Material besteht. Fig. ic zeigt den Querschnitt des bandförmigen Leiters,
wenn ein weiterer Einzelleiter 1 mit eingelagerten Supraleitern durch einen vollständig aus elektrisch normalleitendem
Metall bestehenden Einzelleiters ersetzt ist.
F i g. 2 zeigt einen bandförmigen Leiter, der entsprechend F i g. 1 a aufgebaut ist. Zusätzlich sind jedoch
in das aus elektrisch normaleitendem Metall bestehende Verbindungselement 3 zur Armierung
Stahldrähte 6, beispielsweise durch Einwalzen, eingelagert.
Bei dem in Fig. 3 im Querschnitt dargestellten bandförmigen Leiter besteht das Verbindungselement
7 vollständig aus mechanisch hochfestem Material, beispielsweise aus Stahl. Zwischen die Einzelleiter
1 und das bandförmige Verbindungselement 7 ist eine Kupferfolie 8 eingelegt, die einen guten elektrischen
Kontakt zwischen den Einzelleitern 1 gewährleistet.
F i g. 4 zeiigt einen bandförmigen Leiter, bei dem die Supraleiter 9 an der vom bandförmigen Verbindungselement
10 abgewandten Seite der bandförmigen Einzelleiter Il liegen. Bei dieser Ausführungsform können die Supraleiter 9 beispielsweise durch
Ultraschallschweißen in die bandförmigen Leiter 11.
die beispielsweise aus Aluminium bestehen können, eingedrückt sein. Das bandförmige Verbindungselement
M) und die Einzelleiter 11 weisen wieder ineinanderpassende Längsrillen auf.
ίο Bei der in. Fig. 5 dargestellten Ausführungsform
des bandförmigen Leiters bestehen die Einzelleiter 12 aus normalleitenden Bändern mit Bördclrändern
13, die durch Umschlagen der Bandkanten hergestellt sind. Gleichzeitig sind durch das Umschlager
der Bandkanten die Supraleiter 14 in den bandförmigen Einzelleitern 12 festgehalten. Das Verbindungselement
besteht ebenfalls aus mit Bördelrändern versehenen elektrisch normalleitenden Bändern 15
Beim LImschlagcn der Kanten dieser Bänder 15 können gleichzeitig Armierungsdrähte 16 in das Verbindungselement
eingebracht werden.
In Fig. 6 ist ein bandförmiger Leiter dargestellt
dessen Einzelleiter denen von Fig. 5 entsprechen Als Verbindungselement ist jedoch ein elektrisch
normalleitendes, beispielsweise aus Kupfer bestehendes Ban<! 17 vorgesehen, das zwischen die Bördelränder
der Einzelleiter 12 eingreifende Rippen If besitzt.
F i g. 7 zeigt einen bandförmigen Leiter mit Einzelleitern gemäß F i g. 5. Das Verbindungselement besteht
aus einem Kupferband 19. auf das Stahlbändei 20 derart aufgeschweißt sind, daß sie zwischen die
Bördelränder der Einzelleiter 12 eingreifen. Durch die Stahlbänder 20 wird eine hohe mechanische Fesiigkeit
des bandförmigen Leiters gewährleistet.
Der in F i g. 8 dargestellte bandförmige Leiter isi ebenfalls aus den gleichen Einzelleitern aufgebaut
wie der bandförmige Leiter nach Fi g. 5. Als Verbindungselement
ist jedoch ein Stahlband 21 vorgeschen, auf das schmälere Stahlbänder 22 derart aufgeschweißt
sind, daß sie zwischen die Bördelränder dei Einzelleiter 12 eingreifen. Zur Sicherung eines guter
elektrischen Kontaktes zwischen den Einzelleitern 12 sind bei dieser Ausführungsform gut elektrisch nor-
malleitende, beispielsweise aus Kupfer bestehende Folien 23 zwischen die Einzelleiter 12 und das Stahlband
21 eingelegt. Dieser Leiter besitzt eine besondere hohe mechanische Festigkeit und eignet sich
insbesondere für Spulen, in deren Wicklungen große
Kräfte auftreten.
F i g. 9 zeigt einen bandförmigen Leiter, der au; mehreren bandförmigen Einzelleitern 24 mit ebenei
Oberfläche aufgebaut ist. In die Einzelleiter 24 sind wiederum Supraleiter 25 eingelagert. Als Verbin-
dungselement ist ein Stahlband 26 vorgesehen, das schmale Stahlrippen 27 besitzt, deren Abstand dei
Breite der Einzelleiter 24 entspricht. Die Einzelleiter 24 sind ferner durch ein dünnes Kupferband 28 elektrisch
leitend miteinander verbunden. Dieses Kupfer-
band kann gegebenenfalls mit den Leitern 24 verschweißt sein.
In Fig. 10 ist eine Supraleitungsspule mit einer Scheibenwicklung aus dem bandförmigen Leiter gemäß
der Erfindung schematisch im Schnitt darge-
stellt. Der bandförmige Leiter 30 ist dabei spiralförmig auf einen zylindrischen Spulenkörper 31 aufgewickelt.
Zwischen den einzelnen Windungen können beispielsweise aus Isoliermaterial bestehende, in
Richtung der Spulenachse verlaufende Stege vorgesehen sein. Durch die zwischen den Stegen verbleibenden
kanalförmigen Zwischenräume kann dann das die Spule im Betriebszustand umgebende Kühlmittel
in die Spulenwicklung eindringen und den bandförmigen Leiter nahezu vollständig umspülen. Dadurch
wird eine gute Kühlung der Spulenwicklung erzielt. Die Spule kann derart aufgebaut sein, daß die
Anzahl derjenigen Einzelleiter, die eingelagerte Supraleiter enthalten, zur Spulenachse hin zunimmt.
Der die Wicklung bildende bandförmige Leiter 30 hat dann in den dem Spulenkörper 31 benachbarten
T°'lfn der Wicklung etwa den in Fig. 1 a dargestellten
Querschnitt, im Mittelteil der Spule etwa den in Fig. 1 b dargestellten Querschnitt und in den äußeren
Lagen der spiralförmigen Wicklung den in Fig. I c dargestellten Querschnitt.
Fig. Il zeigt schematisch die beiden inneren Windungen
einer Supraleitungsspule mit einem bandförmigen Leiter gemäß der Erfindung, die aus zwei
scheibenförmigen Teilwicklungen besteht und in Form einer gestürzten Wicklung ausgeführt ist. Unter
gestürzter Wicklung ist dabei eine Wicklung zu verstehen, bei der die beiden scheibenförmigen Teilwicklungen
aus einem einzigen bandförmigen Leiter
gewickelt sind, wobei die Enden dieses Leiters jeweils die äußersten Windungen der Scheibenspulen
bilden. Bei einer solchen Spule werden beide Teilwicklungen von einem zugeführten Strom gleichsinnig
durchlaufen, so daß sich die erzeugten Magnetfelder addieren. In Fig. 11 sind die beiden inneren
Windungen beider Teilwicklungen mit 32 und 33 bezeichnet. An der Übergangsstelle zwischen den beiden
Teilwicklungen ist als Verbindungselement für
ίο die Einzelleiter des bandförmigen Leiters ein Formstück
34 vorgesehen. Dieses Formstück besitzt ein in der Figur nicht dargestelltes Profil, durch das die
Einzelleiter miteinander verklammert werden. Der Verlauf der Einzelleiter ist durch unterbrochene Linien
35 angedeutet.
Der bandförmige Leiter gemäß der Erfindung kann gegenüber den in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen noch weiter abgewandelt werden. Beispielsweise können an Stelle von drahtförmigen
Supraleitern auch supraleitende Bänder vorgesehen werden. Ebenso kann die Zahl der in die Einzelleiter
eingelagerten Supraleiter variiert werden. Jedoch sollten, damit der bandförmige Leiter möglichst
variabel bleibt, die Einzelleiter nicht zu groß dimcn-
sioniert sein.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409516/195
Claims (15)
1. Bandförmiger, aus Supraleitermaterial und gut elektrisch normalleitendem Metall bestehender
Leiter, dadurch gekennzeichnet,
daß er aus mehreren nebeneinanderliegenden, durch ein Verbindungselement (3) verkJammerten,
elektrisch gut leitenden miteinander verbundenen Einzelleitern (1) aus elektrisch normalleitendem
Metall aufgebaut ist, von denen wenigitens einer einen oder mehrere eingelagerte Supraleiter
(2) enthält.
2. Bandförmiger Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Leiters
die Anzahl der eingelagerte Supraleiter (2) enthaltenden Einzelleiter (1) variiert ist.
3. Bandförmiger Leiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei den eingelagerte
Supraleiter enthaltenden Einzelleitern (1) der Querschnitt des normalleitenden Metalls
größer ist als der Querschnitt des Supraleitermaterials (2).
4. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die
eingelagerte Supraleiter enthaltenden Einzelleiter (1) wenigstens zwei parallel zueinander verlaufende
Supraleiter (2) enthalten.
5. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Verbindungselement ein Metallband (3) mit Längsrillen (4) vorgesehen ist und die dem Verbindungselement
zugekehrte Seite d..r Einzelleiter (1) ein in diese Rillen passendes Rillenprofil aufweist.
6. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einzelleiter aus Bändern (12) mit Bördelrändern
(13) bestehen, die gegebenenfalls die Supraleiter
(14) umschließen, und das Verbindungselement ein zwischen diese Bördelränder eingreifendes
Profil besitzt.
7. Bandförmiger Leiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement
aus mehreren nebeneinanderliegenden Bändern (15) mit Bördelrändern besteht, die zwischen
die Bördelrändcr (13) der Einzelleiter eingreifen.
8. Bandförmiger Leiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement
aus einem Band (17) mit zwischen die Bördclrändcr (13) der Einzelleiter eingreifenden Rippen
(18) besteht.
9. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einzelleiter (24) eine ebene Oberfläche besitzen und als Verbindungselement ein Band (26) mit
Rippen (27) vorgesehen ist, deren Abstand der Breite der Einzelleiter (24) entspricht.
10. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungselement (3) aus gut elektrisch normalleitendem Metall besteht.
1 I. Bandförmiger Leiter nach einem der Anspiiiche
I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement aus gut elektrisch normalleitendem
Metall (19) und mechanisch hochfestem Material (20) zusammengesetzt ist.
12. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungselement (7) aus mechanisch hochfestem Material besteht.
13. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen die Einzelleiter (1) und das Verbindungselement (7) eine gut elektrisch normalleitende
Folie (8) eingelegt ist.
14. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er
in Form einer Scheibenwicklung gewickelt ist und die Anzahl der eingelagerte Supraleiter enthaltenden
Einzelleiter zur Mittelachse der Scheibenwicklung hin zunimmt, während die Anzahl der
keine Supraleiter enthaltenden Einzelleiter in gleichem Maße abnimmt.
15. Bandförmiger Leiter nach einem der Ansprüche
1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß er zu einer aus mehreren scheibenförmigen Teilwicklungen
(32, 33) bestehenden, in Form einer gestürzten Wicklung ausgeführten Spule gewickelt
ist und das die nebeneinanderliegenden Einzelleiter verklammernde Verbindungselement
an der Übergangsstelle zwischen zwei scheibenförmigen Teilwicklui.gen aus einem vorgeformten
Bauteil (34) besteht.
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Family Applications (1)
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| DE19661665830 Granted DE1665830A1 (de) | 1966-12-16 | 1966-12-16 | Bandfoermiger,aus Supraleitermaterial und elektrisch normalleitendem Metall bestehender Leiter und Supraleitungsspule mit einer Wicklung aus diesem Leiter |
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| DE1665830A1 (de) | 1971-04-15 |
| DE1665830C3 (de) | 1974-11-28 |
| FR1562867A (de) | 1969-04-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |