DE1665656C - Anschlag für hin- und hergehend bewegliche Maschinenteile - Google Patents
Anschlag für hin- und hergehend bewegliche MaschinenteileInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Anschlag für hin- und hergehend bewegliche Maschinenteile. Solche Anschlage
werden insbesondere für das bewegliche Schaltstück eines Hochspannungsschalters oder seiner
Antriebsteile benötigt, weil dort ein bestimmter Hub genau einzuhalten ist. Die Begrenzung des Hubes
durch feste Anschläge ergibt jedoch Stöße wegen der Massenkräfte. Man hat deshalb dem Anschlag
Federn vorgeschaltet. Bei hin- und hergehend beweglichen Teilen hat man den beiden Endpunkten der
Bewegung je einen Anschlag mit einer eigenen Feder zugeordnet.
Gegenüber dem Bekannten ist die Erfindung dadurch ausgezeichnet, daß der Anschlag beweglich angeordnet
ist und durch die Feder derart in einer Mittelstellung gehalten wird, daß die Feder vom Anschlag
je nach der Bewegungsrichtung des Maschinenteils entgegengesetzt beansprucht wird. Man
kommt auf diese Weise mit einer einzigen Feder aus.
Die Beweglichkeit des Anschlages wird zweckmäßig an die Bewegung des Maschinenteiles angepaßt,
dessen Weg vom Anschlag begrenzt werden soll. Vorzugsweise ist der Anschlag schwenkbar gelagert.
Dies kann bei Maschinenteilen, die um eine Welle drehbar sind, mit Vorteil so ausgeführt werden, daß
der Anschlag an der Welle schwenkbar gelagert ist. Dadurch ergibt sich eine einfache Anordnung, die
weitgehend unabhängig vom Schwenkwinkel des Maschinenteiles ist, wie später näher erläutert wird.
Bei der Erfindung wird vorzugsweise eine Biegefeder verwendet, die vom Anschlag nach entgegengesetzten
Seiten ausgelenkt wird. Mit Biegefeder ist hierbei ein Stab gemeint, der an dem dem Anschlag
abgekehlten Ende fest eingespannt ist und an seinem anderen Ende durch die Bewegungen des Anschlages
beiseite gedrückt wird. Die Feder kann Veispielsweise
an dem Anschlag gelenkig befestigt sein, so daß zwischen ihr und dem Anschlag keine Stöße auftreten.
Die Bewegung des Anschlages kann ihrerseits begrenzt sein, um eine maximale Auslenkung des Maschinenteiles
vorzugeben. Die Begrenzung kann einstellbar sein. Bei elektrischen Sc'ialtera ist es zweckmäßig,
die Federkraft so zu bemessen, daß der Anschlag durch die Antriebskraft bis an die starre Begrenzung
geführt wird, damit eine definierte Endlage vorhanden ist. Außerdem kann man hierdurch
Schwingungen in den Endlagen vermeiden. Der elastische Anschlag nach der Erfindung wirkt dann
überwiegend als Stoßdämpfer.
In der Zeichnung >st ein Ausführungsbeispiel der Erfindung vereinfacht dargestellt.
Der bewegliche Maschinenteil ist eine Kurbel 1, die an einer Welle 2 sitzt und zum Betätigen der
Schere eines Hochspannungstrennschalters dient. Solche Scherentrennschalter sind beispielsweise in
der Betriebsanleitung B 193 der Siemens-Schuckertwerke AG vom Jahre 1958 beschrieben. Die Welle 2
ist dabei einem drehbaren Isolator zugeordnet, der parallel zu dem die Schere tragenden Stützisolator
verläuft.
Die Kurbel 1 führt einen Schwenkwinkel von 180° aus. Sie wird dazu von einem doppeltwirkenden
Druckluftantrieb in Bewegung gesetzt, der am erdseitigen Ende des erwähnten Isolators angreift. Diese
Bewegung muß genau eingehalten werden. Deshalb sind in beiden Endlagen der Kurbeln Anschläge vorgesehen.
Bei der Erfindung sind die Anschläge Nocken 3 und 4 eines an der Welle 2 schwenkbar gelagerten
Anschlages 5. Die Kurbel 1 schlägt bei der einen Bewegungsrichtung gegen den Nocken 3, bei der anderen
Bewegungsrichtung mit der anderen Seite gegen den Nocken 4. In beiden Fällen wird der Anschlag 5
um die Welle 2 geschwenkt. Dieser Schwenkung wirkt jedoch eine Biegefeder 8 entgegen. Dies ist ein
einseitig eingespannter Stahlstab, der in einer Führung 9 gefaßt ist und mit einer Klemme 10 festgehalten
wird.
An dem seiner Einspannung gegenüberliegenden Ende trägt der Stahlstab einen Klotz 12, der mit dem
Anschlag über einen Zapfen 13 verbunden ist. Dadurch hält die Biegefeder 8 den Anschlag S in einer
Mittelstellung. Am Ende der Bewegung der Kurbel 1 in der einen Richtung, z. B. am Ende des Einschaltvorganges,
wird der Stahlstab beim Auftreffen der Kurbel 1 auf den Nocken 4 in Richtung der strichpunktierten
Linie 14 verformt. Am Ende der Gegenbewegung, die die Kurbel 1 zum Ausschalten des
Trennschalters ausführt, wird der Anschlag 5 von der
Kurbel 1 über den Nocken 3 ausgelenkt. Der Stahlstab wird dann in Richtung der gestrichelten Linie 15
verformt. Die Verformung führt durch die Verformungsarbeit zu einem sanften Abbremsen der mit der
Kurbel 1 in Verbindung stehenden Massen.
Am Ende des zulässigen Hubes stößt der Klotz 12 je nach seiner Bewegungsrichtung gegen eine der
Schrauben 17 oder 18, die in feststehenden Maschi-
3 4
nenteilen 19 und 20 einstellbar eingeschraubt sind. Beim Ausfübrungsbeispiel ist der Anschlag 5 in
Die Einstellung ist mit Kontermuttern 21 und 22 ge- der Mittelstellung gezeichnet Die Kurbel t steht mit
sichert. keinem der Nocken 3 und 4 in Berührung. Dies Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausfüh- kommt bei dem als Apwendungsfall der Erfindung
rungsform beschränkt Man kann durch eine Verän- 5 geschilderten Scherentrennschalter nur während des
derung der Lage der Nocken 3 und 4 zueinander den Schaltvorganges vor. In den Endstellungen des Schal-Anschlag
5 für beliebige andere Schwenkwinkel ver- ters, d. h. in der Ein- oder Aasschaltstellung, drückt
wenden. Zum Beispiel kann man statt der mit dem die Kurbel 1 unter der Wirkung des nicht dargestell-Anschlag5
verschweißten Nocken3,4 Stellschrau- ten Antriebes und/oder des Eigengewichtes der
ben ähnlich den Schrauben 17,18 anordnen. Außer- io Schere den Anschlag 5 über den Nocken 3 oder 4 so
dem kann die Erfindung auch für geradlinig bewegte weit aus der Mittelstellung heraus, daß der Klotz 12
Teile von Nutzen sein. Man kann sich dies als Ab- entweder an der Schraube 17 oder 18 anliegt Dawandlung
des Auiführungsbeispieles so vorstellen, durch wird eine definierte Endstellung geschaffen, die
daß die Nocken 3 und 4 mit ihren wirksamen Flächen ohne nennenswerte Prellungen oder Schwingungen
gegeneinander gerichtet sind und der geradlinig be- 15 erreicht wird.
wegte Maschinenteil einen zwischen die Nocken grei- Unter Umständen ist es nicht notwendig, die Biege-
femlen Fortsatz aufweist Hierbei kann die Exzentri- feder 8 spielfrei mit dem Anschlag 5 zu koppeln. Für
zität der Nocken in bezug auf den Schwenkpunkt des diesen Fall kann man auf die gelenkige Verbindung
der 8 so abgestimmt sein, daß die gewünschte Dämp- für die Verkantung' bei den seitlichen Auslenkungen
fungscharakteristik erhalten wird. des Stahlstabes genügend Raum vorhanden ist.
Claims (6)
1. Anschlag für hin- und hergehend bewegliche Maschinenteile, insbesondere das bewegliche S
Schaltstück eines Hochspannungsschalters oder seine Antriebsteile, mit einer Feder zur stoßfreien
Aufnahme von Massenkräften, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (5) beweglich
angeordnet ist und durch die Feder (8) derart in einer Mittelstellung gehalten wird, daß die Feder
(8) vom Anschlag (S) je nach der Bewegungsrichtung des Maschinenteiles (1) entgegengesetzt
beansprucht wird.
2. Anschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anschlag (S) schwenkbar gelagert ist.
3. Ar . "hlag nach Anspruch 2 für einen um eine
Welle drehbaren Maschinenteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (5) an der Welle (2)
schwenkbar gelagert ist.
4. Anschlag nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (8) eine Biegefeder
ist, die vom Anschlag (S) nach entgegengesetzten Seiten ausgelenkt wird.
5. Anschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des
Anschlages (5) starr begrenzt ist.
6. Anschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Begrenz .ng (17, 18) einstellbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0104371 | 1966-06-16 | ||
| DES0104371 | 1966-06-16 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1665656A1 DE1665656A1 (de) | 1971-03-25 |
| DE1665656B2 DE1665656B2 (de) | 1972-06-15 |
| DE1665656C true DE1665656C (de) | 1973-01-11 |
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