DE1665530C - Kraftspeicherantrieb für elektrische Schaltgeräte - Google Patents
Kraftspeicherantrieb für elektrische SchaltgeräteInfo
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Description
(10) Tellerfedern, Gummiteile u. dgl. verwendet Diese Aufgabe wird gelöst, indem gemäß der Er-
werden. findung die Federkraftspeicher an je einer Welle an-
5. Kraftspeicherantrieb nach Anspruch 3 und greifen, die mit der Schalterwelle über toleranzaus-4,
gekennzeichnet durch die Verwendung von gleichende Übertragungsglieder verbunden sind, die
Anschlägen zur Hubbegrenz"ng des elastischen 30 eine gleichmäßige Belastung der Auslöseorgane beGliedes
(10). wirken. Nach weiteren Merkmalen der Erfindung er-
6. Kraftspeicherantrieb nach Anspruch 5, da- folgt die Kraftübertragung von den Wellen der Federdurch
gekennzeichnet, daß der begrenzte Hub des kraftspeicher über ein Kurbelgetriebe, dessen Anelastischen
Gliedes (10) größer als die auszuglei- triebsstange in ihrer Länge stufenlos z. B. nach Art
chende Fertigungs- und Betriebstoleranz ist. 35 eines Spannschlosses verstellbar ist. Eine andere
Möglichkeit des Toleranzausgleichs besteht darin, daß wenigstens eine Antriebsstange mit einem auf
Zug und Druck ansprechenden elastischen Glied versehen ist, für das Tellerfedern, Gummiteile u. dgl.
40 verwendet werden. Das elastische Glied weist An-
Die Erfindung betrifft einen Kraftspeicherantrieb schlage zur Hubbegrenzung auf, die einen Federhub
für elektrische Schaltgeräte mit mehreren Feder- ermöglichen, der größer als die auszugleichende Fer-
kraftspeichern für jedes Schaltgerät, dem ein gemein- tigungs- und Betriebstoleranz ist.
sames Auslöseorgan zugeordnet ist. Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungs-
Kraftspeicherantriebe werden benötigt, wenn ein 45 beispiel der Erfindung in Vorder- und Seitenansicht
elektrischer Schalter ohne Energiezufuhr während mit den zur Erläuterung notwendigen Einzelheiten,
des Schaltungsablaufes mit einer kleinen Auslösekraft Fi g. 1 stellt die Anordnung von zwei Federkraftspeizu
betätigen ist. Derartige Anforderungen stellt man ehern 1 in einem Antriebsgehäuse 11 mit der Kraftz.
B. an Leistungsschalter für mittlere und hohe übertragung über die Antriebsstangen 9 auf eine ge-Spannungen,
deren Antriebsarbeit von einem Elek- 50 meinsame Schalterwelle 2 dar, von der die drei in
tromotor aus einem Hilfsnetz geliefert wird. Die er- Fig. 2 dargestellten Schalterpole 3 eines ölarmen
forderlichen großen Antriebskräfte lassen sich über elektrischen Leistungsschalters betätigt werden. Beim
geeignete Untersetzungsgetriebe von Elektromotoren Ein- und Ausschalten drehen sich die kraftabgebengeringer
Leistung aufbringen, da die Zeit zum Span- den Kurbeln 13 in der gleichen Richtung um jeweils
nen des Federkraftspeichers nur eine untergeordnete 55 180°, sobald die Auslösehebel 12 durch eine Dre-Rolle
spielt. Der Kraftspeicher selbst besteht nieist hung der Klinken 8 die Möglich! ?it zum Ausschwenaus einer Drehfeder, die wegen des erforderlichen ken haben. Die Klinken 8 werden von Elektromagnegroßen
Drehmoments erhebliche Abmessungen auf- ten 14 und 15 über die Auslösewellen 5 oder 6 betäweist.
Vor allem die für den Ein-Aus-Ein-Zyklus tigt, auf die auch noch andere, nicht dargestellte Auseiner
Kurzunterbrechung benötigten großen Betäti- 60 löser wirken können. Die Darstellung von F i g. 1 und
gungswinkel von umlaufenden Drehfeder-Kraftspei- 2 entspricht der »Ausstellung des Leistungsschalchern
erfordern einen Außendurchmesser derDrehfe- ters mit gespannten Federkraftspeichern 1. Zum Einder,
der in vielen Fällen die Tiefe des Antriebsgehäu- schalten muß der Elektromagnet 14 erregt werden,
ses und damit die gesamten Schalterabmessungen be- damit dessen nach oben gezogener Anker über die
stimmt. Die allgemeine Entwicklung im Bau von Lei- 65 Auslösewelle 5 die Klinke 8 entgegen dem Uhrzeigerstungsschaltern
geht jedoch dahin, die Nennströme sinn verdreht und dadurch den unter Federdruck ste-
und damit die Antriebskraft zu erhöhen und gleich- henden Auslösehebel 12 freigibt. Nach einer halben
zeitig die Abmessungen der Schalter zu verringern. Umdrehung kommt der Anschlag 16 am Auslöse-
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hebeU7 zum Stillstand. Durch entsprechende Dirnen- der Antriebsstangen ermöglicht die genaue Einstelsionienmg
erreicht man, daß sich die Schalterwelle 2 lung, die z. B. nach Art eines SpannscWosses erfolgen
nur um den zur Betätigung der Schalterpole 3 erfor- kann. Beim Ausschalten wird der Elektromagnet IS
derücnen Winkel von etwa 90° dreht Das gleichzei- erregt, dessen Kraft über die Auslösewelle 6 den Ausüge
Auslösen mehrerer Federkraftspeicher erfordert 5 Iösehebel 17 freigibt Nach jedem Schaltvorgang werwegen
der immer vorhandenen Einstellmögüchkeit den die Federkraftspeicher 1 von einem nicht dargekeine
nennenswerte Schwierigkeiten, da sich das stellten elektromotorisch angetriebenen Sciaoeckengegleicnzeiüge
Ausschwenken der beiden Auslösehebel triebe wieder gespannt Die in Fig. 2 gezeigte sche-IZ
durch ein langsames Nachahmen der Auslösebe- matische Anordnung der Auslöseorgane läßt sich
wegung bei unbelasteten Auslösehebeln 12, 17 leicht m ohne weiteres so verändern, daß das Antnebsgehäuse
überprüfen läßt. Eine größere Schwierigkeit bereitet nicht viel tiefer als der Durchmesser der Federkraftdagegen
die gleichmäßige Auflage der zwei Anschlag- speicher ist.
nasen 16 auf den Auslösehebeln 12, da sich ein uner- Der Vorteil der Erfindung liegt vor allem im gerinwunschtes
Abstützen eines Federkraftspeichers auf gen Platzbedarf insbesondere der Tiefe für das Andern
Anschlag des anderen Federkraftspeichers nicht 15 triebsgehäuse bei der Verwendung von Drehfedern
ohne weiteres nachprüfen läßt. Aus diesem Grunde als Federkraftspeicher. Eine besonders wirtschaften
Antnebsstange 9 mit einem elastischen Glied liehe Anwendung der Erfindung ergibt sich bei Ver-IU
versehen, aas eine geringe Längenänderung der Wendung serienmäßig hergestellter Federkraftspei-Antnebsstange
9 bei Zug oder Druck ermöglicht. Der eher bzw. ganzer Baueinheiten für Leistungsschalter
Federhub des elastischen Gliedes 10 ist so bemessen, ao in Sonderausführung u.. J einer Fertigung in geringen
daß die bei der Fertigung und während des Betriebes Stückzahlen. Der-erhöhe Kraftbedarf z.B. für
auftretenden Toleranzen aufgenommen werden. Als Schalterpoie mit Parallelstrombahnen kann ohne zeit-Federelemente
eignen sich wegen ihres geringen raubende und kostspielige Entwicklungsarbeiten
Platzbedarfs besonders Tellerfeder^ da deren Feder- durch mehrere serienmäßig hergestellten Schalthub
fur dieser Zweck völlig ausreichend ist. Es kön- »5 geräten verwendete Federkraftspeicher geringeren
nen aber auch Teile aus Gummi oder einem anderen Drehmoments gedeckt werden. Auch bei der Vergeeigneten
Werkstoff verwendet werden. Bei beson- wendung von mehr als zwei Fedei kraftspeichern ist
ders genau gefertigten Schalterantrieben kann eine die Einstellung verhältnismäßig einfach, da durch die
gleichmäßige Kraftübertragung auch durch eine stu- Anwendung elastischer Zwischenglieder an den Anfenlos
einstellbare Längenänderung der Antriebsstan- 30 triebsstangen eine gleichmäßige Kraftübertragung gegen
erfolgen. Ein geringes Spiel in den Lagerstellen währleistet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
- j 1 2Es ist zwar bei nebeneinander oder untereinanderPatentansprüche: angeordneten Schaltgeräten bekannt, die jedemSchalter getrennt zugeordneten FederkraftspeicherI. Kraftspeicherantrieb für elektrische Schalt- durch eine gemeinsame Auslösewelle gleichzeitig aus-Ϊ geräte mit mehreren Federkraftspeichern für je- 5 zulösen. Mit Hilfe von parallelgeschalteten Lm-des Schaltgerät, dem ein gemeinsames Auslöseor- stungsschaltern läßt sich aber das Problem der hohengan zugeordnet ist.dadurchgekennzeich- Nennströme nicht befriedigend losen, da eine solchenet, daß die Federkraftspeicher(1) an je eine Schalterausführung im Platzbedarf und den KostenWelle angreifen, die mit der Schalterwelle (2) zu aufwendig wäre.über toleranzausgleichende Übertragungsglieder io Es ist außerdem bekannt, die zu einer Einheit ver-verbunden sind, die eine gleichmäßige Belastung bundenen Schalterpole von Hochspannungs-Lei-der Auslöseorgane bewirken. stungsschaltern mit getrennten Federkraftspeichern
- 2. Kraftspeicherantrieb nach Anspruch 1, da- »nd Auslöseorganen auszurüsten. Diese AusführungP durch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragung hat jedoch die Aufgabe, jeden Schalterpol getrennt zuvon den Wellen der Federkraftspeicher (1) über 15 betätigen, um damit eine Einzelschaltung, z. B. eineein Kurbelgetriebe erfolgt, dessen Antriebsstange einpolige Kurzunterbrechung, durchzuführen.S (9) in ihrer Länge stufenlos z. B. nach Art eines Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe be-Spannschlo? -is verstellbar ist. steht darin, die Antriebskraft von Schaltgcräten, ins-
- 3. Kraftspeicherantrieb nach Anspruch 1, da- besondere von mehrpoligen Leistungsschaltern mögdurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine An- ao liehst unter Verwendung vorhandener und serienmätriebsstange (9) mit einem auf Zug und Druck an- Big hergestellter Fedei kraftspeicher bzw. ganzer Bausprechenden elastischen Glied (10) versehen gruppen bei annähernd gleichbleibenden Abmessunist. gen der Schaltgeräte zu erhöhen, ohne daß sich da-
- 4. Kraftspeicherantrieb nach Anspruch 3, da- durch die Auslösezeit und die Auslösegenauigkeit durch gekennzeichnet, daß als elastische Glieder 35 verschlechtern.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0101533 | 1966-01-20 | ||
| DES0101533 | 1966-01-20 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1665530A1 DE1665530A1 (de) | 1971-02-25 |
| DE1665530B2 DE1665530B2 (de) | 1972-06-15 |
| DE1665530C true DE1665530C (de) | 1973-01-11 |
Family
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