DE166427C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C1/00—Ammonia; Compounds thereof
- C01C1/18—Nitrates of ammonium
- C01C1/185—Preparation
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Fertilizers (AREA)
Description
PATENTAMT.
M 166427 KLASSE 12 Λ·.
In der Technik bedient man sich, wenn es sich darum handelt, Gemische von Salpetersäure
und Schwefelsäure, welche zum Nitrieren von Glyzerin, Baumwolle und dergl.
benutzt wurden, wieder voneinander zu trennen, der Denitrieranlagen. Die Denitrierung erfolgt
bei diesen Einrichtungen in der Weise, daß das Säuregemisch aus einem Sammelbehälter
in eine Kochtrommel gebracht wird,
ίο in welcher durch Dampf und heiße Luft die
. in dem Säuregemisch befindliche Salpetersäure gasförmig abgetrieben wird. Die Salpetersäuregase
entweichen durch Tonrohre und gelangen dann eutweder in eine Reihe von Tourills oder in große Kondensationstürme,
von denen die zuletzt stehenden mit Wasser gekühlt werden. Die kondensierte
Säure besitzt gewöhnlich eine Stärke von 360 Be.
Es wurde nun gefunden, daß die aus der Kochtrommel entweichenden Salpetersäuredämpfe
sich in diesem gasförmigen Zustande ganz ausgezeichnet zur Herstellung von Ammoniumnitrat
benutzen lassen.
Zu diesem Zwecke mischt man die Salpetersäuredämpfe mit Ammoniakwasser, wodurch
man eine Ammoniumnitratlösung erhält, welche in derselben Weise wie bisher die Salpetersäure an den Kondensationstürmen
abgezogen werden kann. Eine möglichst innige Berührung der beiden Ausgangsmaterialien ist wünschenswert, jedoch nicht
durchaus erforderlich. Zweckmäßig leitet man beide Ausgangsprodukte in Apparate mit möglichst großer Oberflächenführung und
läßt sie nur allmählich in das Auffanggefäß gelangen. Aus diesem Gefäß wird die Ammoniumnitratlösung
abgezogen und zweckmäßig in Schalen konzentriert, welche mittels der mit einer Temperatur von etwa 1700 C.
aus der Kochtrommel abfließenden Schwefelsäure geheizt werden können. Die erhaltene
Salpeterlösung wird alsdann in üblicher Weise filtriert und kristallisiert.
Dieses neue Verfahren hat gegenüber dem bisher gebräuchlichen wesentliche Vorteile,
und zwar:
1. man braucht die aus der Kochtrommel entweichenden Salpetersäuregase nicht erst zur
ferneren Benutzung zu kondensieren;
2. die Wärme der entweichenden Gase wird in vorteilhafter Weise ausgenutzt; und
3. die Wasserkühlung kommt in Fortfall bezw. an ihrer Stelle tritt die Kühlung mittels
einer Ammoniaklösung (25prozentig), aus welcher infolge der Wärme der heißen Gase
das Wasser schon teilweise verdampft wird.
Bei dem bisher üblichen Denitrierverfahren bildet sich ferner bei der Kondensation der
Salpetersäuregase eine erhebliche Menge von Untersalpetersäure, welche die abfließende
kondensierte Salpetersäure zur Herstellung von Ammoniumnitrat unbrauchbar macht.
Anch die geringe Stärke der Säure, 360 Be., läßt sie hierfür völlig ungeeignet erscheinen,
da die für die Darstellung von Ammoniumnitrat erforderliche Salpetersäure mindestens
eine Stärke von 400 Be. besitzen muß. Bei dem vorliegenden neuen Verfahren ist nun
aber die Bildung von Untersalpetersäure infolge der Berieselung der Salpetersäuregase
von ihrem Austritt aus der Kochtrommel an
mit Ammoniakwasser ausgeschlossen. Spuren etwa dennoch auftretender Untersalpetersäure
werden sofort durch das verdampfende Wasser in Salpetersäure übergeführt.
Wie schon oben erwähnt, wird bei dem neuen Verfahren auch die Temperatur der Salpetersäuregase in einer für das Verfahren vorteilhaften Weise ausgenutzt. Diese Ausnutzung steht nun aber wieder in engem Zusammenhange mit dem unter 3. erwähnten Vorteil, nämlich dem, daß das Wasser, welches zur Abkühlung der Säuredämpfe bisher verwendet werden mußte, nicht nur gespart wird, sondern daß sogar von den 75 Prozent Wasser, welche gleichzeitig mit dem Ammoniak einfließen, noch nach Ausnutzung der Kühlfähigkeit des Ammoniakwassers durch die Wärme der Gase ein beträchtlicher Teil verdampft wird. Es kommt zu der Umsetzungswärme noch eine bedeutend höhere Temperatur der Gase und heißen Luft aus der Kochtrommel hinzu, welche auf mindestens ° geschätzt werden muß, da die Temperatur in der Kochtrommel mindestens 4000 beträgt.
Wie schon oben erwähnt, wird bei dem neuen Verfahren auch die Temperatur der Salpetersäuregase in einer für das Verfahren vorteilhaften Weise ausgenutzt. Diese Ausnutzung steht nun aber wieder in engem Zusammenhange mit dem unter 3. erwähnten Vorteil, nämlich dem, daß das Wasser, welches zur Abkühlung der Säuredämpfe bisher verwendet werden mußte, nicht nur gespart wird, sondern daß sogar von den 75 Prozent Wasser, welche gleichzeitig mit dem Ammoniak einfließen, noch nach Ausnutzung der Kühlfähigkeit des Ammoniakwassers durch die Wärme der Gase ein beträchtlicher Teil verdampft wird. Es kommt zu der Umsetzungswärme noch eine bedeutend höhere Temperatur der Gase und heißen Luft aus der Kochtrommel hinzu, welche auf mindestens ° geschätzt werden muß, da die Temperatur in der Kochtrommel mindestens 4000 beträgt.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:.Verfahren zur Darstellung nitritfreien Ammoniumnitrats unter Verwendung der in Denitriereinrichtungen (Kochtrommel und dergl.) abgeschiedenen Salpetersäure, dadurch gekennzeichnet, daß der Salpetersäure noch in gasförmigem Zustande, also unmittelbar nach ihrem Austritt aus der Denitriereinrichtung, Ammoniakwasser zugemischt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166427C true DE166427C (de) |
Family
ID=431820
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT166427D Active DE166427C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166427C (de) |
-
0
- DE DENDAT166427D patent/DE166427C/de active Active
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