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DE166286C - - Google Patents

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Publication number
DE166286C
DE166286C DENDAT166286D DE166286DA DE166286C DE 166286 C DE166286 C DE 166286C DE NDAT166286 D DENDAT166286 D DE NDAT166286D DE 166286D A DE166286D A DE 166286DA DE 166286 C DE166286 C DE 166286C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fabric
fold
edge
seam
guide plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT166286D
Other languages
English (en)
Publication of DE166286C publication Critical patent/DE166286C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B39/00Workpiece carriers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 166286 KLASSE 52«.
FRITZWEVER
in STUTTGART.
Bei der Herstellung von solchen Jacken, Hemden u. dgl., deren Leibstück aus einem flachen Warenstücke von der doppelten Länge der Jacke gebildet wird, schneidet man nach Fig. 5 und 6 ein Bogenstück 22 aus dem Vorderteile heraus und befestigt es durch Naht 28 auf dem Rückenteile 24. Dabei dringen die Stiche einer gewöhnlichen Naht nach der Außenseite des Rückenteiles hindurch und die Naht ist dort zu sehen. Selbst wenn die Teile erst lose zusammengeheftet und dann mit der Hand vorsichtig genäht werden, so kommen sie doch nach außen; die Ware wird verzogen und sieht unschön aus.
Das nachstehend beschriebene neue Verfahren gestattet es nun, eine solche außen nicht sichtbare sogenannte Blindstichnaht herzustellen mit Hilfe von neuen Vorrichtungen an einer Nähmaschine, welche eine an sich bekannte überwendliche Naht herstellt. Nach .diesem Verfahren wird das flache Warenstück nach Fig. 6 zu einer S-förmigen Doppelfalte gebogen, deren obere Kante 25 die Schulterlinie der. Jacke bildet. Die Unterkante 26 bleibt nicht geradlinig, sondern wird während des Nähens nach und nach in die Form eines Kreisbogens gebracht. Man legt zu dem Zwecke den gefalteten Stoff nach Fig. 3 zwischen zwei Klemmplatten 13, 14, läßt 23 gerade gestreckt und biegt und zieht 24 um den kreisbogenförmigen Rand einer Führungsplatte 15, die an 14 befestigt ist, zurück, wie Fig. 3 zeigt. Während des Nähens wird 24 mit der Hand an 15 herangehalten, so daß die Falte 26 (Fig. 6) nach und nach in die Kreisbogenform 27, 28, 29 (Fig. 6) kommt. Die Nähnadel 30 (Fig. 3) durchsticht das obere Stoff stück 22 vollständig, nicht aber die beiden unteren Stofflagen, sondern nur die Faltenkante oder die Bogenlage 26 (Fig. 3), sie näht also nicht eine bleibende Falte in den Rückenteil 24 und der Faden kommt auch nicht auf die Außenseite. Die Naht beginnt in der geraden Saumkante 25 (Fig. 4 und 6), verläuft kreisbogenförmig und endet an der anderen Seite der Saumkante wieder in letzterer.
Hierzu ist folgende Vorrichtung an der Nähmaschine angebracht worden: Die Stoffklemme, welche zugleich Stofführung ist, besteht aus zwei Bogenscheiben 13, 14 (Fig. 1 und 3), deren untere 14 noch das vor 13 vorstehende, ungefähr halbkreisförmige Führungsstück 15 enthält. Die Scheibe 14 ist am Bolzen 4, die Scheibe 13 an einer Röhre 5, 6 festgeschraubt und mit dieser auf dem " Bolzen 4 auf und ab verschiebbar. Eine Feder 7 drückt 6, 5 hinab und 13 auf 14 zum Festklemmen der Stofflagen 22, 25
(Fig. 3). Der Tragbolzen 4 liegt in Lagern 9, 10 (Fig. ι und 2) eines am Nähtischgesten ι bei 2 schwingend hängenden Armes 3, und die zwischen dem Stellringe 12 und Lager 9 befindliche Feder 11 trägt den Bolzen 4 mit Klemme 13, 14 in solcher Höhe, daß die Führungsplatte 15 des Stoffes (siehe auch Fig. 3) unter dem Drückerfuß 34 (Fig. 1) auf der Nähtischplatte 31 und dem Stoff schieber 33 der Maschine liegt und je nach der Dicke der noch unter ihr liegenden Ware 24 (Fig. 3) sich federnd etwas höher oder tiefer einstellen kann. Der gegen die Tischplatte geneigt angeordnete Bolzen 4 hält die Bogenscheiben 13, 14 so geneigt, daß man mit der Hand den Stoff 24 unter 14 (Fig. 1 und 3) zurückziehen kann. Zum Einführen der Ware in die Klemmvorrichtung und die Nähmaschine wendet man den Arm 3 (Fig. 1) nach links; dabei schiebt sich der Stellring 6 auf der Kurve von 18 (Fig. 1) empor und die Röhre 6, 5 mit oberer Scheibe 13 wird gehoben und die Klemme geöffnet; man kann nun die Falte 25 so in sie einlegen, daß 23 nach rechts und 24 (Fig. 3) unter 15 nach links hin sich erstreckt. Bewegt man darauf den Apparat wieder schwingend gegen die Nadel hin, so schließt sich die Stoffklemme, 15 liegt mit 24 auf dem Tische 31 und dem Stoffschieber 33, und man kann mit der Schraube 20 die Vorrichtung so einstellen, daß die Nadel 30 (Fig. 3) genau in den Warenbogen 26 sticht. Nach Aufsetzen des Stoffdrückers 34 beginnt das Nähen, der Stoffschieber 33 erfaßt von unten her die Ware 24 und Führung 15 und bewegt beide im Kreise um die Achse 4 herum in Richtung 27 fort, die Nahtlinie ist also eine Kreislinie. Das Messer 35 (Fig. 2) mit Untermesser 32 durchschneidet kurz \^or der Stichbildung (Fig. 4). den Stoff 23, trennt also den Ausschnitt 22 vom Vorderteile 23 ab, und die überwendliche Naht umgibt die Schnittkante von 22 und den Faltenbogen 26
von 24 (Fig. 3) mit Fädenlagen. Wie aus der Anwendung des Apparates hervorgeht, ist ein vorhergehendes Heften der Stoffteile nicht nötig.

Claims (3)

  1. _0 Patent-Ansprüche:
    I. Verfahren zur Herstellung der bei - Jacken, Hemden u. dgl. üblichen, im Anschluß an den Halsausschnitt angebrachten, bogenförmig begrenzten Verstärkungsteile des Rückens, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff zunächst derart gelegt wird, daß in demselben eine S-förmige Doppelfalte entsteht, deren obere Faltenkante (25) die Schulterlinie des herzustellenden Bekleidungsstückes bildet, und daß dann, von dieser Kante ausgehend, die übereinander liegenden Stofflagen durch eine bogenförmig verlaufende Naht zusammengenäht werden, während gleichzeitig die Lage der unteren Faltenkante (26) dem Fortschreiten der Naht entsprechend derart verändert wird, daß die Stiche stets so durch die untere Faltenkante gehen, daß dieselben beim Zurückschlagen der untersten Stofflage (24) äußerlich nicht sichtbar sind, wobei gleichzeitig der mit den unteren Stoff lagen zu vernähende Teil (22) der oberen Stofflage (23) dicht neben der herzustellenden Naht dem Fortschreiten der Naht entsprechend kurz vor der Vernähung von der oberen Stofflage (23) abgeschnitten wird.
  2. 2. Zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Vorrichtung an Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei um einen zur Tischplatte geneigten Bolzen (4) drehbare Bogenscheiben(i3, 14), zwischen denen die obere Stoffalte festgeklemmt wird, während die untere Stofffalte um eine mit der unteren Scheibe (14) fest verbundene, über die obere Scheibe (13) vorstehende halbkreisförmige Führungsplatte (15) herumgelegt wird, derart angeordnet sind, daß bei der durch den Stoffschieber bewirkten Drehung der Bogenscheiben (13, 14) mit Führungsplatte (15) die Nadel stets durch die von Hand mit der Kante der unteren Führungsplatte (15) in Berührung gehaltene untere Faltenkante (26) hindurchsticht, während ein neben der Nadel (30) angeordnetes Messer (35) die Trennung des aufzunähenden Stoffteiles (22) von der oberen Stofflage (23) bewirkt.
  3. 3. Eine Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (4), der die zur Tischplatte ebenfalls geneigt angeordneten Bogenscheiben (13, 14) mit Führungsplatte (15) leicht drehbar trägt, unter dem Einfluß einer in seiner Achsenrichtung wirkenden Feder (11) auf einem ausschwingbaren Arm (3) der Maschine gelagert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT166286D Active DE166286C (de)

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DE (1) DE166286C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1989004391A1 (fr) * 1987-11-05 1989-05-18 Pfaff Industriemaschinen Gmbh Procede de couture de patrons de manches sur un vetement

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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